Das Netz

Das Netz (2004), DE
Laufzeit 115 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 13.01.2005

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8.0 Kritiker
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von Lutz Dammbeck,

1930 erschüttert der Wiener Mathematiker Kurt Gödel mit seinen Unvollständigkeitssätzen die Grundlagen der Mathematik. Er weist nach, dass es in jedem formal-logischen System Probleme gibt, die nicht lösbar und entscheidbar sind. Die Wahrheit ist der Beweisbarkeit überlegen. Zwischen 1978 und 1995 erschüttert eine Serie von Bombenanschlägen die USA. Ziele der Brief- und Rohrbomben sind Manager großer Fluggesellschaften und Wissenschaftler verschiedener Eliteuniversitäten. Den Täter tauft das FBI “Unabomber”, ein Computerkürzel aus “Universities” und “Airlines”. 1996 verhaftet das FBI den ehemaligen Mathematikprofessor Ted Kaczynski. Warum wird ein Mathematiker anscheinend zum Terroristen? Die Suche nach einer Antwort führt zurück in die 40er bis 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wo sich in Wissenschaft, Kunst und Technologie die Horizonte plötzlich nach allen Seiten zu öffnen scheinen. Mit Kybernetik, Systhemtheorie, Multimediakunst und neuen Konzepten in Psychologie und militärischer Forschung werden die Fundamente der Moderne neu gesetzt. Das ist die Basis für heute weltweit vernetzte Maschinensysteme, deren Wesen von Mathematik, Logik und binären Codes bestimmt wird. Der Film zeigt Konstrukteure, Maschinisten und Agenten dieser Systeme. Einer steigt aus, und versucht die Maschinen zu stoppen. Am Ende wird die Mathematik zur Kunst, aber um welchen Preis.

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Kritiken (2) — Film: Das Netz

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7.0Sehenswert

Alles, was DAS NETZ erzählt, ist interessanter, als seine Hauptfigur. Auch laufen Dammbecks vor allem visuell unterfütterten Analogien zwischen der zeitgenössischen Globalisierungskritik, wie sie sich etwa in Seattle und Genua geäußert hat, und dem "Unabomber Manifesto" Gefahr, das Kind mit dem Bad auszuschütten.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

Erzählt als eine Recherche entlang der Spur des „Unabombers“ Theodore Kaczynski, öffnet der Film ein Kaleidoskop, in dem CIA, Philosophie, LSD und die Entstehungsgeschichte des Computerzeitalters sich gegenseitig schillernd beleuchten. Immer dazwischen: der Mann mit den Briefbomben.

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