Der Ghostwriter - Kritik

The Ghost Writer

GB/FR/DE · 2010 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 12 · Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • Die Story und eigentlich auch die Besetzung legen den Film ja gleich relativ eindeutig fest: ein junger Schriftsteller soll die Memoiren eines Politikers schreiben, stellt irgendwelche komischen Vorgeschichten heraus und dann geht’s letztlich ums blanke Überleben. Die spannenden Fragen dabei bleiben: wie geht’s aus? Und was kommt dabei zu Tage? Immerhin hat der Film in den letzen 3 Minuten dafür noch zwei recht überraschende Schlußpointen parat – aber das wars auch. Ansonsten läuft alles in sehr deutlichen und zu erwartenden Bahnen ab. Ich war ein wenig enttäuscht davon dass Pierce Brosnans Part letztlich deutlich kleiner ausfällt als es die Vorschau annehmen lässt. Der Fokus ruht indes deutlich mehr aus Ewan McGregor der unter Roman Polanskis Regie irgendwie ziemlich bleich wirkt – obwohl er eigentlich nen ordentlichen Job macht und sogar in vereinzelten Szenen ein wenig Humor durchschimmern darf. Leider fällt das alles nicht so sehr ins Gewicht: ein ruhiger, actionarmer Thriller, höher als Fernsehniveau, aber auch nicht da was zwingendermaßen ins Kino gehört. Wobei den Film dort wohl auch nicht weltbewegend viele angeschaut haben.

    Fazit: Solide Thrillerware mit heftigem Ende, ansonsten größtenteils stabile Stanardware

    • Ich musste mir die letzten 10 Minuten vorhin nochmal ansehen weil die mich gestern abend derart umgewuchtet haben und ich bin wieder gewuchtet worden!
      Das ist wirklich eine meisterhafte Inszenierung. Auch interessant wie Polanski seine eigenen Erfahrungen wie die Auslieferungsforderungen Langs an den internationalen Gerichtshof und das darum resultierende Medienecho mit in diesen Film einfliessen lassen kann. Die Zeit unter Hausarrest im schweizer Chalet scheint er hier mit zu verarbeiten.
      Auch muss man Polanski wirklich Respekt zollen wie er es vermag den Film größtenteils in den USA spielen zu lassen, deren Boden er ja gar nicht betreten kann. (Ein paar 2nd Unit Aufnahmen werden da schon gemacht worden sein aber es ist ähnlich wie bei Kubrick's EYES WIDE SHUT, der ja auch New York spielen soll aber in London gedreht wurde)
      Aber auch die Thematik, die dieser Film aufwirft, ist mehr als wichtig: welche Mittel in der Politik verwendet werden politischen Einfluss selbst auf Bündnispartner auszuüben.
      Wer sich für Polit-Thriller interessiert, kommt an diesem Film nicht vorbei! Absolute Sehempfehlung!!!

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      • Ein exzellenter Thriller.

        • Meine Güte. Wie Polanski (dem ich einige wirklich heiß geliebte Filme verdanke) es hier geschafft hat, mich zu langweilen. Eine lahme Geschichte, statisch wie eine Geometriezeichnung, null Bewegung, Kammertheater. Und das mit diesen wirklich guten Schauspielern, von denen ich jetzt mal Olivia Williams erwähnen muss, weil Sie mir damals noch nicht bekannt war und auch hier beeindruckend spielt. Experiment "ich drehe einen Thriller" ist für mich gescheitert. War froh, endlich ins Bett zu kommen und behalte stattdessen "Frantic" (1988) in besserer Erinnerung.

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          • "Der Ghostwriter" präsentiert sich als Verneigung Polanskis vor dem Stil Hitchcocks und ist ein höchst konservativ inszenierter Thriller, in dem Polanski seinen eigenen Stil ("Die neuen Pforten") mit dem von Hitchcocks Thrillern vermischt bzw. vereint. Vom Altmeister übernimmt er dabei den Spannungsaufbau sowie diverse stilistische Elemente - ohne jedoch auf dessen Raffinessen und damalige Innovationen in Sachen Lichtsetzung und Kameraarbeit zurückzugreifen. Inhaltlich auf das Nötigste reduziert, ist es trotzdem ein Genuss, diesen Film zu schauen, der zwar alles andere als originell ist, dafür jedoch auf charmante Weise an frühere Inszenierungen erinnert.

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            • Die Atmosphäre während dieses Filmes, ist für mich immer wieder faszinierend.

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              • Foxedge 16.11.2016, 01:10 Geändert 16.11.2016, 01:11

                Dieser Film zeigt eindrucksvoll, wie Thriller nicht geht.

                Am Ende des Films ist am Anfang des Films - nichts hat sich verändert, man ist genau so weit wie vorher. Die Schauspielerische Leistung ist größtenteils durchschnittlich, teilweise sogar niedriger, so dass man gewisse Emotionen oder Handlungen nicht abnimmt. Der Soundtrack ist eine der größten Schwächen des Films: Statt Suspense und Thrill gibt es Harry Potter und Hofnarr-Musik, somit bricht auch die Musik als tragender Pfeiler hinweg um gut zu machen, was der Film versäumt.

                Die Handlung ist so dünn, blass und inhaltlos, dass man sie in 5 Minuten hätte erzählen können. Da der Film dann aber vorbei wäre, dümpelt er eine Stunde und fünfzig Minuten vor sich hin bevor er die Katze aus dem Sack lässt - die ist allerdings so belanglos, dass es keine Rolle mehr spielt.

                Diese Armut an Inhalt hat zur Folge, dass der Film zwischendurch auch nicht mit heißen Spuren oder Spannung aufwarten kann - es gibt praktisch keinen Moment, wo man einen Happen zugeworfen bekommt, an dem man mitdenken, mitkombinieren oder miträtseln kann. Es geschieht den ganzen Film über einfach nichts.

                Ich übertreibe an dieser Stelle gewiss nicht, es ist nicht so, dass ich kein Auge für Details hätte oder Action brauche. Nein! Ich bin auch mit ganz kleinen Schritten zufrieden, mit langsamen Tempo. Aber hier lässt sich selbst als Filmliebhaber der jede Kleinigkeit aufsaugt nichts interessantes finden.

                Einzig und allein die Locations und die Stimmung des Films (regnerisch, stürmisch, grau, manchmal gemütlich) und einige schöne Kameraauschnitte (Londons verregnete Straße, der Fährenhafen im Regen bei Nacht) bleiben positiv in Erinnerung. Aber das ist leider viel zu wenig.

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                • Achtung Spoiler!

                  Ich fand den Film ganz okay, muss aber zugeben, dass ich das Ende nicht wirklich verstanden habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit diesen Politiksachen nicht so vertraut bin.
                  Wir wissen, die Frau wurde angeworben und das schlimme daran ist??? Das sie ihren Mann gelenkt hat bei politischen Entscheidungen oder was? Hier fehlt mir irgendwie der Zusammenhang. Falls jemand mich aufklären möchte würde ich mich freuen.

                  • Trotz 1-2 heftiger Logikfehler (SPOILER!: Wie zum Beispiel: Warum geht die Frau des Premiers mit einem fremden Menschen, den Sie erst 3 Tage kennt ins Bett???)
                    Muss ich sagen ist der Twist sehr cool und auch die Spannung ansteigend gut gemacht. Ewan McGregor hat schon deutlich besser Performt, aber er ist trotzdem eine gute Wahl.

                    • Auf der Suche nach der Wahrheit: Ein Ghostwriter muss die Memoiren des britischen Ex-Premiers überarbeiten und kommt einer Intrige auf die Spur. »Der Ghostwriter« ist ein meisterhafter Polit- und Verschwörungsthriller von Roman Polanski nach einem Roman von Robert Harris. [Rudolf Worschech]

                      • Ecto1 20.07.2016, 21:15 Geändert 20.07.2016, 21:17

                        Ein netter Thriller, der aber an manchen Stellen sehr vorausschaubar ist. Und warum zum Teufel wird hier eigentlich so oft mit gespaltener Zunge gesprochen? Dachte die Drehbuchschreiber Harris und Polanski, dass das heutige Publikum so doof ist? Man muss einem nicht andauernd auf die Nase binden, dass diese oder jene Figur Dreck am stecken hat. Schon gar nicht muss man dies dem Protagonisten auf die Nase binden....aber nein, man haut Andeutungen, Drohungen und zwielichtige Aussagen am Laufmeter raus.

                        Die Wendung am Ende war dann zwar einigermassen befriedigend, aber für mich nicht der grosse Kracher. Ausgelöst durchTrial & Error an jeder Ecke, und wenn sich jemand schon die Mühe macht Hinweise zu verstecken, hätte er ja gleich auf des Rätsels Lösung hinweisen können....auf die Antagonisten wird ja auch die ganze Zeit mit dem Finger gezeigt.

                        Dennoch, ein netter Film der stark gespielt ist, eine tolle Atmosphäre aufweist und die Handschrift von Polanski trägt. Die Szene am Ende war inszenatorisch stark, auch wenn ich danach noch mehr an der Intelligenz des "Ghosts" gezweifelt habe. Aber Hauptsache der Abgang war....sagen wir mal...."cool"!

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                        • Starker Polanski mit guter Besetzung und spannender Story, die in einem überraschenden Ende mündet! Dann wird er noch vom tollen Score untermalt!

                          • ich kann nur sagen, super geschauspielert, spannend vom anfang bis zum ende

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                            • sachsenkrieger 09.07.2016, 22:35 Geändert 09.07.2016, 22:35


                              Ich mag Ewan McGregor! Ich wusste bis heute nicht genau warum, aber ich habe die Filme mit ihm immer gerne gesehen. Heute habe ich ein Indiz gefunden, das mich in ein kleines Wespennest stechen ließ. Denn eines der Hauptmerkmale McGregors ist, das er es schafft, höflich und freundlich zu wirken, ohne daherzukommen wie diese Typen, die man allenfalls als "Schwiegermutters Liebling" bezeichnen könnte. Bei ihm wirkt das echt ... und er hat irgendwie auch immer die Haare schön. Wie ich drauf gekommen bin? Da stechen wir ins Wespennest. Denn in diesem Film ist es mir aufgefallen, das Ewan ziemlich häufig "Danke" sagt. Seit ewigen Jahren schon, fällt es mir in Filmen nämlich auf, das oftmals niemand den Anstand besitzt, Danke, Bitte, Hallo oder Auf Wiedersehen zu sagen. Ob das an den Drehbuchautoren liegt, die entweder Grantelköppe sind oder schlicht und einfach vergessen, diese Floskeln in den Film einzubauen? Liegt es an den Schauspielern, die diesen Teil des Textes einfach unterschlagen? Gibt es einen anderen, viel mysteriöseren Grund dafür oder last but not least, bilde ich mir das alles gar nur ein? Um rege Anteilnahme an dieser weltbewegenden Frage, wird gebeten.

                              Neben Ewan McGregor spielen in DER GHOSTWRITER noch etliche andere und namhafte Schauspieler mit, die alle eine hervorragende Performance abliefern. Am besten neben McGregor hat mir Olivia Williams gefallen, die "Babe" Ruth wirklich ausgezeichnet darstellt. Aber auch Pierce Brosnan, der sich dieses Mal mit einem Karottensaft mit Selleriestange zufriedengeben muss, weiß als vermeintlich durchtriebener Ex-Premier zu überzeugen. Roman Polanski gelingt es meisterhaft, die Vorlage von Robert Harris in Szene zu setzen und überzeugt auf ganzer Linie und in voller Länge. Das ist ein herausragendes Politthrillerdrama, das im Gegensatz zu vielen anderen, sich nicht in undurchschaubaren Verwirrspielchen verliert, sondern den Zuschauer voll mitnimmt. Zahlreiche europäische Filmpreise waren der rechte Lohn für diese Leistung und man kann staunen, das es in Amerika eher mau aussah ... oder halt auch nicht...

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                              • JohnDoe1999 20.06.2016, 18:12 Geändert 20.06.2016, 18:12

                                Wer denkt hier nicht manchmal an die Anfänge seiner Filmleidenschaft?
                                Wenn ich so überlege, wie ich zum Filmmedium gekommen bin, gehen meine Gedanken immer wieder zu DER GHOSTWRITER von Roman Polanski. Zusammen mit „Die üblichen Verdächtigen“ hat dieser Film wohl meine Filmleidenschaft entfacht.
                                Und nun kann man natürlich weiterdenken: Wie hoffentlich vieler meiner Moviepilot-Buddys aufgefallen sind, liebe ich das Thrillergenre. Wäre dies auch der Fall, wenn ich DER GHOSTWRITER nicht gesehen hätte? Wäre ich überhaupt so Film-interessiert, wenn ich es nicht geschaut hätte? Natürlich gibt es darauf keine Antworten, aber solche Was-wäre-wenn-Fragen sind einfach unglaublich interessant...
                                Ich war 13 Jahre alt und in der 7. Klasse als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe. In diesem Alter schaut man sich normalerweise eher selten einen Politthriller und so war auch mein Vater skeptisch, als ich von meiner Interesse an DER GHOSTWRITER erzählt habe, nachdem ich mir die DVD-Hülle durchgelesen habe. Mein Vater, der die 2001-Edition von diesem Film gekauft hat und ihn selber noch nicht gesehen hat, fand es bestimmt seltsam, dass ich so große Interesse an den Film hatte. Meine größte cineastische Erfahrung war wohl bis dahin (rückblickend) „Harry Potter“, und so waren die Zweifel meiner Vaters wohl auch berechtigt. Dennoch haben wir diesen Film am selben Abend geschaut. Und ich war wirklich beeindruckt. Das war damals das erste Mal, wo mich ein Film komplett packen konnte. Ich fieberte mit der Hauptfigur mit, die Story fand ich spannend und faszinierend zugleich (man benötigt eigentlich kaum politisches Wissen, um diesen Film verstehen zu können), die Atmosphäre konnte mich packen und das Ende schaffte es, mich zu überraschen und zu schocken. Ich weiß zwar nicht, ob mir mein Vater geglaubt hat, als ich von meiner Begeisterung gesprochen habe, aber auch ihn hat DER GHOSTWRITER gefallen. (Einer seiner Lieblingsfilme ist eh „Ekel“, auch von Polanski. Er mag so ziemlich alles von ihm.)
                                Und so wurde dies zu meinen ersten richtigen Lieblingsfilm.

                                Und wie sieht es heute aus?
                                Dieser Film ist in meinen Augen immer noch ein absolutes Meisterwerk. Polanski, vielleicht der vielseitigste Regisseur aller Zeiten, erschafft hier eine - für einen Politthriller - erstaunlich düstere Atmosphäre, die glatt an einen Horrorfilm erinnert. Die Story, welche ruhig und präzise erzählt wird, ist erstaunlich mutig. Hier wird mal wieder die amerikanische Politik bloßgestellt, was zwar in sehr vielen Filmen passiert, aber selten so konsequent wie hier durchgeführt wird. Der Twist hat mich beim ersten mal Sehen richtig überrascht, was aber eher daran lag, dass ich mit diesen Genre keinerlei Erfahrung hatte. Ein erfahrener Thrillerfan wird von diesem Twist sicherlich nicht vom Hocker gehauen. Aber danach geht es ja noch ein bisschen weiter... und da zeigt Polanski, was 'Konsequenz' bedeutet.
                                Man kann jetzt vielleicht noch meckern, dass die Hauptfigur eher flach bleibt. Aber so ist sie anderseits eine sehr gute Identifikationsfigur. Man muss auch bedenken, dass das Hauptaugenmerk von diesem Film bei der Story und bei der Atmosphäre liegt, also eindeutig nicht bei der Hauptfigur.
                                Also finde ich noch heute keinen wirklichen Kritikpunkt an diesen Film (was aber auch auf viele Film von Polanski zutrifft). Und so ist DER GHOSTWRITER einer heißer Kandidat für ein Herzchen, wenn man sie endlich unabhängig von der Bewertung verteilen kann.

                                =>Fazit: Auch hier zeigt Polanski, dass er einer der Besten ist.

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                                • In Roman Polanskis The Ghostwriter wühlt ein Mann ohne Vergangenheit herum in dem Leben eines Mannes mit zuvielen dunklen Flecken von früher. Er beginnt damit, das Werk des vorigen Ghostwriters zu lesen, doch es ist langweilig und konventionell. Mysteriöserweise starb dieser Autor. Nun soll also alles spannender werden - und womöglich tödlich... The Ghostwriter ist der Film eines Mannes, der sein Handwerk beherrscht. Polanskis baut Suspense auf, anstatt auf vordergründige Action zu setzen. Eine Reihe von Charakteren tritt auf, die ein Geheimnis zu verbergen suchen. Die Atmosphäre des Thrillers mit seinem grauen verregneten Küstenwetter tut ihr übriges. Adam Lang (Pierce Brosnan), der vormalige britische Prime Minister, residiert hier in seinem Strandhaus (Ähnlichkeiten mit Tony Blair sind dermassen offensichtlich, dass wir genauso gut von Tony Blair, dargestellt von Pierce Brosnan sprechen könnten). Ewan McGregor gibt den Ghostwriter. In Langs typisch britischen Landhaus ist jeder potentiell verdächtig, seine verbitterte Frau Ruth (Olivia Williams) und seine Hilfskraft Amelia (Kim Cattrall), mit der er eine Affäre hat. Auch seine Sicherheitskräfte sehen aus wie Finsterlinge. In dem Moment, da der Ghostwriter seine Arbeit beginnt, die Lang Biographie zu schreiben, wird der von einem Politskandal eingeholt. Er flieht nach Washington und wird von einer Staatssekretärin aufgenommen, die wir unschwer als Condoleezza Rice identifizieren. Polanski schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Robert Harris, auf dessen Roman The Ghostwriter beruht. Die Beiden verarbeiten hier ganz offen die Verbindung von Blair und Bush. Wer Parallelen zu Polanskis eigener Gerichts-Geschichte erkennen will, ist dazu auch herzlich eingeladen! Meisterhaft werden hier Fährten und Verdachtsmomente gelegt, so das Gespräch mit dem Einheimischen (Eli Wallach) über den Tod des vorigen Ghostwriters. Polanski ist da ein geschmeidiger und schöner Thriller gelungen! Der 76jährige Filmemacher hält ein vornehmes Tempo, ohne hinrissige Schnell-Schnell-Schnitte. Wir können tief eintachen in die Geschichte, weil der Ghostwriter ein altmodischer Film ist, der uns das noch erlaubt.

                                  • Showgod 10.03.2016, 12:01 Geändert 10.03.2016, 12:16

                                    Intelligenter Politthriller mit einer guten Prise ''abgefucktem'' Polanski Humor.

                                    Durchgehend musste ich schmunzeln, manchmal sogar laut lachen. Dabei ist der Film wohl weniger dem klassichen Komödien Genre zuzuordnen, als vielmehr dem Krimi/Thriller Genre.

                                    Die Musik (Score) erinnert an andere Polanski Filme wie ''Neun Pforten/Frantic'' und trägt zu einer durchgehend mysteriösen Stimmung bei, welche ich in Polanski Filmen so liebe.

                                    Bis zur Auflösung baut ''Der Ghostwriter'' stetig mehr Spannung auf. Man will unbedingt wissen wie es weitergeht. Auch Dank der hervorragenden Schauspieler, welchen man ihren Spaß beim Dreh anmerkt.

                                    Der Schluss mag manch einem eventuell nicht zusagen. Mir hat dieser allerdings sehr gut gefallen, somit hat sich der Film für mich gelohnt.

                                    Wäre bestimmt auch eine gute Geschichte für ein Buch.

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                                    • Anfangs hat es ein wenig gedauert, bis mich der Film so richtig abholen konnte.
                                      Trotzdem ist da bereits etwas wenig Greifbares, ein Mysterium, das über der Szenerie der sturmgepeitschten Ostküsteninsel liegt. Polanski erschafft eine unglaubliche atmosphärische Spannung, die sich mit jeder Szene, jedem Dialog mehr und mehr auflädt.
                                      Die Charaktere untermauern passgenau dieses Kunstwerk des Thrillergenres. Sie sind durch die Bank hervorragend besetzt, allen voran Pierce Brosnan in einer wahren Paraderolle.
                                      Diesen Film zu schauen ist ein Genuss, der sich bis zu seinem hochexplosiven Finale stetig steigert.

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                                      • Intelligenter Thrill der mich begeisterte...bis auf den Schluß der gewöhnungsbedürftig ist.

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                                        • Polanski ist ein glasklarer Indikator für Qualität.

                                          Wenn ich mir den Plot ohne sein Zutun vorstelle, dann wäre das irgendein 08/15 Käse geworden...ist es ja nicht, zum Glück.

                                          Er verkauft diesen Film mit einem einzigen entscheidenen Mittel: Glaubwürdigkeit.

                                          Das ist auch der Grund, warum man diese ruhige Erzählweise in Kauf nimmt und warum man trotzdem gebannt der Story folgt. Das ist dann eben nicht langweilig, weil es atmosphärisch so dicht ist, dass man es schon anfassen kann.

                                          Fazit: Der ist keine Sekunde zu lang, und um ehrlich zu sein, hätte ich das noch gerne für 3 weitere Stunden verfolgt.

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                                          • Yelkan 15.01.2016, 15:15 Geändert 15.01.2016, 15:16

                                            Dieser Thriller packt einen einfach von Anfang an und dafür braucht es kaum Action. Der Film überzeugt einfach auf vielen verschiedenen Ebenen:
                                            Zum einen ist es die interessante und originelle Story. Die Idee eines "Ghostwriters" ist sehr gut und man hat großes Interesse daran die Geheimnisse zu lüften.
                                            Zum anderen hat der Film eine hervorragende Atmosphäre.
                                            Die mysteriöse, spannende Stimmung wird auch durch die Drehorte ausgedrückt.
                                            Besonders der Hauptcharakter ist interessant und man kann sich gut in ihn hineinversetzten, anders als z.B in die 08/15 Cops anderer Thriller.
                                            Ewan McGregor spielt diesen unsicheren, erfolglosen Schreiberling perfekt.

                                            FAZIT: Ein spannender Politthriller, der vor allem wegen der besonderen Atmosphäre, dem Hauptcharakter und der interessanten Story von mir so gut bewertet wird.

                                            • Ganz netter Film, schön in Szene gesetzt mit guten Rollen und Schauspielern und starkem Schluss. Trotz allem zum Teil sehr vorhersehbar und mit einigen gravierenden Logikfehlern...

                                              • Ohh man! Der Film hat mir echt gut gefallen, ganz ohne Action :D

                                                • ein weiterer superspannender politthriller...... der hier kommt quasi ohne action aus...... topfilm

                                                  • Toll fotografiert, atmosphärisch und spannend. Aber Action nur als Spurenelement. Für einmal schauen echt gut.