Der Ghostwriter - Kritik

US/FR/DE/GB 2010
Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 18.02.2010

Kritiken (14) — Film: Der Ghostwriter

Flibbo: wieistderfilm.de

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6.0Ganz gut

[...] Grob gesehen passiert in „Der Ghostwriter“ zwei Stunden lang nicht wirklich etwas. Es gibt erhöhte Langeweilegefahr, reichlich unbeantwortete Fragen, eine Auflösung, die nicht vom Hocker reißt und einen Schluss, der kaum zufriedenstellen kann. Sein Konzept aber zieht Polanski stringent durch, so bleibt man am Ball. Dabei wird gerne unterschätzt, wie außerordentlich ausschlaggebend die treibende Musik von Komponist Alexandre Desplat („Der Goldene Kompass“, „Ein Prophet“, „Der fantastische Mr. Fox“) für die Atmosphäre und die zuweilen doch noch aufkommende Spannung ist. Interessante Erkenntnisse könnten sich ansonsten noch ergeben, wenn man bedenkt, inwiefern Polanski im Film mit dem titelgebenden Begriff „Ghost Writer“ spielt. [...]

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Die Inszenierung dieses Thrillers von Polanski ist im positiv gemeinten Sinne altmodisch: Er spielt mit den Gefühlen des Zuschauers wie damals Alfred Hitchcock. Die kühl inszenierte Spannung, die aalglatten Charaktere, die von grandiosen Darstellern verkörpert werden, das Spiel mit Farben und der Musik um eine düstere Grundstimmung zu erreichen. All das passt sich formal zu einem wunderbaren ganzen Zusammen. Leider ist die Auflösung trotz Überraschung recht banal, auch wenn das Ende schlüssig zur bedrohlichen Grundstimmung passt. Etwas stringenter hätte die Handlung zudem erzählt werden können, in 10-15 Minuten weniger hätte man das wahrscheinlich auch hingekriegt... Action gibt es definitiv keine, wer die sucht, wird vom Ghostwriter enttäuscht sein. Aber Polanski beweist mit diesem Film, daß in einem politischen Verschwörungsthriller nicht immer geschossen werden muss.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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8.5Ausgezeichnet

Konzentrierter und kluger Thriller, dessen konventionell anmutende Inszenierung in präzisen Bildern von sorgfältiger Eleganz und gediegener Nüchternheit die eigentliche politische Komödie hinter den unheilvollen Spannungsbögen ein wenig verschleiern mag. Der lakonische Humor des Films wechselt sich spannend und überraschend vergnüglich mit gleichfalls amüsanten wie faszinierenden Variationen früherer Polanski-Themen um Paranoia, Isolation und Verschwörungsmächten ab. Mit Blick für erstaunliche und entscheidende Details, auf den Punkt inszeniert, selbst in kleinsten Nebenrollen hervorragend besetzt und schlicht wundervoll anzuschauen ist "The Ghost Writer" bis zum bitteren Ende der beste Polanski seit einer halben Ewigkeit – und ein umso erstaunlicherer Film, da er quasi aus dem Gefängnis heraus fertig gestellt werden musste.

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Mr Vincent Vega

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Das ist eine Anlehnung an den alten Stil.


Julio Sacchi

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Hihihi


Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Polanskis Film ist eine erstaunliche und sehr direkte Auseinandersetzung mit der Frage von Verantwortung im Krieg: Voller überraschender Wendungen, ein intelligentes Spiel rund um die Macht. Und ein Plädoyer ans Publikum, gerade bei allzu augenfälliger Argumentation möglichst genau hinzuschauen.

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Sven Safarow

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8.0Ausgezeichnet

Unsere Kritik zu Ghostwriter:

http://www.negativ-film.de/2010/05/ghostwriter-2010.html

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Dies ist der erste zeitgenössische Thriller, vom 76 Jahre alten Polanski in zwei Dekaden und sein erster Film seit vier Jahren. Es ist eine intelligente und geschickte Wiederkehr in das Genre, durch zusammen mischen einer zeitgenössischen Handlung und einer klassischen Struktur.[...] Gezeichnet durch clevere Drehungen und Wendungen, entfaltet sich die Geschichte genau zum richtigen Zeitpunkt.[...] Der Ghostwriter ist eine fesselnde Geschichte.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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4.5Uninteressant

DER GHOSTWRITER ist ein Film von sorgfältig retuschiertem Desinteresse – an seinem Thema, seinen Figuren, seinem Genre. Zeitanalyse mit den Mitteln des Pulp, manischer Zweifel an den Mächtigen: In Wahrheit sind das für Polanski bloß noch Residuen eines Genres, das er nach Kräften zu reproduzieren beschlossen hat. Formal wird ihnen zwar stattgegeben, eine innere Dringlichkeit ist aber nicht mehr zu spüren. Das ist besonders schade, wenn man bedenkt, dass obsessive Paranoia einmal die Muttersprache seiner Filme war, von EKEL über DER MIETER bis FRANTIC. DER GHOSTWRITER hingegen ist nur noch ein gelecktes, behäbiges Imitat seiner selbst.

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Magic2713

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Gute Kritik, wahrscheinlich Polanskis schlechtester, aber vorallem langweiligster Film. Mir persönlich ist schleierhaft warum der Film hier solche gute Wertungen und Kritiken erhält.


G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

Roman Polanskis neuer Thriller (Drehbuch: Erfolgsautor Robert Harris) nach „Frantic“, „Mieter“ oder „Chinatown“ kommt erst einmal komisch daher: Pierce Brosnan als Ex-Premierminister Adam Lang ist mit seinen Blair-Anleihen eine klasse Nummer, dazwischen bemüht sich der Hausmeister im Sandsturm die Veranda zu fegen. Ernst wird es erst, als der Ghostwriter zu neugierig wird und trotz deutlicher Farbmarkierung (rot = Gefahr) nicht rafft, wer hier die Fäden in der Hand hat.

So ist auch dieser Polanski ein guter Film, stellenweise sogar ein sehr guter. Doch es ist nicht sein spannendster und auch nicht das Aufregendste, was es zurzeit im Kino zu sehen gibt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Mit dem Film ist Polanski ein wunderbar eleganter Thriller aus der Politik der Gegenwart geglückt: The Ghost Writer ist spannend, bis zum Schluss überraschend, und seiner Inszenierung im besten Sinne altmodisch, den großen Vorbildern des Genres verpflichtet [...] Besonders gelungen sind die Innenansichten aus dem Alltag der Macht: The Ghost Writer ist eine Art Gesellschaftsroman, der die Innenausstattung der Macht mit Designermöbeln, festungsgleichen Nobelhäusern am Meer, täglichem Sportprogramm und zunehmender Amoral zeigt, der beschreibt, wie man in den politischen Chefetagen lebt, und sich einrichtet.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Das Sympathische an The Ghost Writer ist, dass er sich nicht zum pseudoseriösen Politkino versteigt, sondern mehr wie ein B-Movie-Verschwörungsthriller funktioniert, der von seinem Vorbild Hitchcock nicht nur die Figur des im Trüben fischenden Helden übernimmt. Polanski interessiert sich keine Sekunde ernsthaft für die politischen Implikationen des Themas - dem Premier werden seine Machenschaften im Irak zum Verhängnis -, sondern für die dramatischen Möglichkeiten, die diese paranoide Konstruktion abwirft.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.0Sehenswert

Mit The Ghost Writer ist Polanski, der vor fünf Jahren seinen letzten Film drehte, aber dennoch ein mehr als solider Thriller gelungen, der dank seiner Atmosphäre viel Boden gewinnen kann und dafür sorgt, dass man das Interesse so gut wie nie verliert. Ohnehin ist The Ghost Writer oftmals mehr Komödie als Thriller, das wird schon zu Beginn deutlich, wenn James Belushi den grimmigen Verleger mimt, der in diesem snobistischen London wie ein Fremdkörper wirkt. Gleiches gilt für den britischen Akzent, der jeden im Film sofort outet, und somit fast schon zum Running Gag mutiert (dito Ewan McGregor, der sich mehr als einmal über die schottische Herkunft der Langs lustig macht …). Doch auch dieser ist spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr allzu lustig. Da sorgt dann schon eher Eli Wallach für ein breites Grinsen, der einen alten Inseleinwohner spielt, der als erster zwischen den Zeilen liest. Exakt dies hätte sich Polanski sowieso stärker zu Herzen nehmen sollen: den Zuschauer mehr zwischen den Zeilen lesen zu lassen.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.0Ausgezeichnet

Ewan McGregor als Ghostwriter zwischen Naivität und Coolness, Pierce Brosnan als mit allen Wassern gewaschener Ex-Premier und Olivia Williams als dessen undurchschaubare Ehefrau werfen sich souverän die Bälle zu, auch die Nebenrollen sind optimal besetzt. Die Dialoge kommen auf den Punkt, der Humor trifft ins Schwarze, und eine Fülle von Ideen wie der Einsatz eines Navigationsgerät im Auto des Vornutzers, das den Ghostwriter zufällig in die richtige Richtung führt, sorgt in dem Mix aus zeitgenössischem Thriller und griechischer Tragödie immer wieder für kleine Höhepunkte. (...) Ghostwriter“ ist seit „Chinatown“ (fd 19 120) der erste wieder in den USA angesiedelte Film Polanskis. Eindrucksvoll kehrt er damit zu seiner früheren cineastischen Kraft zurück.

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Nino Klingler: critic.de

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Tony Blair dürfte den Film somit wohl kaum goutieren, stand seine leidenschaftlich verhasste Politik der bedingungslosen US-Gefolgschaft doch ganz offensichtlich Pate für die wirklichkeitsnächsten Momente in Der Ghostwriter. [...] Gerade in der ersten und der letzten Szene setzt er starke Akzente in Form brutaler Unmittelbarkeit. Der Film ist Entertainment auf höchstem Niveau, ist düster, ohne den Sinn für Humor zu verlieren, konzis und mit genug versteckten Anspielungen, um das etwas enge Korsett des Genres hie und da zu lockern.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Was mag Roman Polanski bewogen haben, ausgerechnet Robert Harris Roman „Der Ghostwriter“ zu verfilmen? Die Gründe bleiben ein wenig unklar (abgesehen davon, dass der Bestsellerautor und der Filmemacher befreundet sind), denn die Story ist streckenweise reichlich hanebüchen und überzeugt zudem weder durch einen straffen Spannungsbogen noch durch besondere Originalität – sieht man von der Schlusswendung einmal ab.
Sie handelt von einem talentierten Ghostwriter (Ewan McGregor), der die Memoiren des britischen Ex-Premierminister Adam Lang (Pierce Brosnan) ordentlich aufmöbeln soll, nachdem der erste Autor auf geheimnisvolle Weise ums Leben gekommen war. Da dessen Manuskript unbrauchbar ist, bekommt der Ghostwriter die Möglichkeit, in Gesprächen mit Lang weitere Hintergrundinformationen zu sammeln, die er in das Buch einbauen kann. Da Lang aber grade in den Staaten in der Strandvilla seines Verlegers weilt, wird auch der Ghostwriter von London in die USA geflogen. Kaum angekommen, wird er Zeuge, wie Lang in ein politisches Intrigenspiel verstrickt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Zugleich findet der Ghostwriter einige Hinweise seines verstorbenen Vorgängers, die darauf hindeuten, dass Langs politische Karriere von einem dunklen Geheimnis überschattet wird.
Dass Adam Lang eigentlich Tony Blair sein soll, wird schnell deutlich und so bekommt der Thriller zwar einen aktuellen politischen Bezug, den die zeitlose Story aber überhaupt nicht bräuchte. Zwar inszeniert Polanski den komplett in Deutschland realisierten Film durchaus unterhaltsam als klassischen Politkrimi mit toller Besetzung, dies jedoch zugleich auch so grundsolide und auf Hochglanz poliert, dass sich beim Zuschauer zwischendurch schon mal ein wenig gepflegte Langeweile breit macht.

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Kommentare (106) — Film: Der Ghostwriter

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vuvuzela

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Bewertung4.0Uninteressant

Für mich kam so gut wie keine Spannung auf, dieses politische Geplänkel hat mich nicht angesprochen. Schade ist auch dass die meisten Handlungsstränge Lücken aufweisen oder in Sackgassen enden.

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Mr.Awesome

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Bewertung6.5Ganz gut

Ghostwriter punktet mit einer sehr guten schauspielerischen Besetzung, atmosphärisch sehr düsteren, stimmigen Aufnahmen, und der ruhigen Synchronstimme des Protagonisten. Diese erzeugen einen sehr gut in Szene gesetzten Thriller, der aber leider oft zu ruhig und gar langatmig wirkt.
Alles in allem gute Unterhaltung, meiner Meinung nach allerdings kein Meisterstück.

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eisbaerdios

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Bewertung7.5Sehenswert

Hat mir ziemlich gut gefallen, allerdings hat mich das ideenlose Ende so sehr enttäuscht, dass der Film wieder um einige Punkte verloren hat.
Zudem ich zugeben muss, dass ich nie die Brisanz verstanden habe bzw dadurch, dass der letzte Twist wirklich erst eine Minute vor Ende kommt, ist der Film schon so weit fortgeschritten, dass es mir schwer fiel den Zusammenhang zu erkennen.
Ehrlich gesagt musste ich es nachlesen und hab dabei erst die Tragweite des Endes verstanden. Hier hätte Polanski etwas deutlicher werden dürfen bzw eine schlichte Wiederholung für Leute wie mich, hätte geholfen, die Tragweite noch beim schauen zu verstehen.

SPOILER ANFANG

Ruth hat Adam dazu gebracht, im Interesse des CIA zu handeln. Im Film wurde lediglich in einem sehr kleinem Dialog angedeutet, dass Adam in der Regel ihren "Ratschlägen" vertraut hat. Zwar wurde auch immer wieder angedeutet, dass es merkwürdig ist, dass Ruth nicht selbst in der Politik ist, aber das war auch in der Mitte des Film und hätte noch einer Wiederholung bedurft.

SPOILER ENDE

Vielleicht wäre ich dann weniger enttäuscht gewesen, obwohl mir trotz allem die Lösung des daraus resultierenden "Problems" immer noch zu Ideenlos ist.

Leider ist das Ende eines solchen Films sehr entscheidend. Daher "relativ" wenige Punkte für den Film, der ansonsten in allen Bereichen Punkten kann.
Was das genau ist, steht in den anderen Kommentaren.

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RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen dieses Filmes sind "rein zufällig". Ebenso zufällig wie der Roman "Ghost" von einem kürzlich zurückgetretenen charismatischen britischen Ex-Premier handelt. Der Autor dieses Romans war Sympathisant und später Freund des Premiers. Aus seiner Enttäuschung über die Blair-Ära hat jener Autor, Robert Harris, allerdings auch kein Hehl gemacht und mit dem Roman wütend mit ihm abgerechnet. Das ist bei dieser Verfilmung entsprechend offensichtlich.
Adam Lang alias Tony Blair lügt mit der Wahrheit und simuliert Aufrichtigkeit. Er betet zu Gott, er spricht von Menschenrechten – und will betrügen. Der Film zeigt den Politiker nach dem Ende seiner Amtszeit im selbst gewählten Exil, nur noch ein Schatten seiner selbst. Seit dem Machtverlust leidet Lang wie ein Süchtiger unter Entzugserscheinungen. Sein Nachfolger ist ein freundlicher, aber ehrlicher Mann, und deshalb wird dieser auch scheitern.
Dummerweise ist die Rolle des Adam Lang und sein Darsteller Pierce Brosnan, das schillerndste an diesem Film. Ewan McGregor wirkt steif und verblasst hier neben Brosnan. Timothy Hutton ist kaum wahr zu nehmen in seiner Rolle. Kim Catrall fällt noch angenehm auf und Jim Belushi (mit Glatze!) hat einen tollen Gastauftritt. Der Rest des Films erfüllt die Gesetze des Thrillers. Hinter allem Geschehen steht ein Komplott.

Schnörkellos inszenierte Polanski einen geradlinigen und altmodischen Thriller. Sehenswert? Ja. Wegen seinem politischen Bezug zur Gegenwart und der großartigen Darstellung von Pierce Brosnan. Ein spannender Thriller? Nicht immer. Unter der Erzählstruktur leidet, meiner Meinung nach, der Spannungsbogen. Aber seit langer Zeit ein sehr guter Polanski.

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ash-williams

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Bewertung7.5Sehenswert

The Ghost Writer ist ein klassischer Thriller der von Roman Polanski in Perfektion inszeniert wurde. Die Geschichte ist spannend und zieht den Zuschauer trotz ihrer Gemächlichkeit in ihren Bann. Mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan hat sich Polanski zwei erstklassige Schauspieler für seinen FIlm ins Boot geholt, so bekommt der Zuschauer auch von der Darstellerseite einiges an Qualität geboten. The Ghost Writer entwickelt trotz der recht kühlen Inszenierung schnell eine spannende Atmosphäre, die gegen Ende des Films immer weiter ansteigt. Zusammenfassend kann man sagen, dass The Ghost Writer ein vorbildlicher Thriller ist, der vieles richtig macht und daher sehr zu empfehlen ist.

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Elegant gefilmter und hochkarätig besetzer Politthriller, mit dem Roman Polanski wieder unter Beweiß stellt, dass er das Genre des Suspensethrillers ähnlich meisterlich beherrscht wie der unerreichte Alfred Hichtcock. Der Film schlägt nie ein besonders hohes Tempo ein, gönnt sich stattdessen viel Zeit zum Aufbau der Atmosphäre. Ein eher altmodisches Stilmittel, für das man das Händchen braucht, damit es nicht in Langatmigkeit umschwängt und der Zuschauer das Interesse verliert. Polanski zeigt eindrucksvoll, wie man auf diesem schmalen Grat wandert. Der große Paukenschlag erfolgt nicht, dafür schwebt durchgehend eine bedrohliche Stimmung um und über dem Protagonisten, was einen über die gesamte Laufzeit aufmerksam mitfiebern lässt. Die reine Geschichte ist vielleicht nicht das Nonplusultra eines Thrillers, schlägt nicht die Haken, wie es andere Genrevertreter machen (die clevere Schlußpointe ausgenommen), in seiner leicht unterkühlten Umsetzung zieht sie einen trotzdem in den Bann.
Unter einem anderen Regiesseur wäre das für meinen Geschmack wohl "nur" ein sieben Punkte Film. Polanskis tolle Inszenierung und die hervorragenden Darsteller heben ihn aber auf einen höheren Level. Besonders Pierce Brosnan muss lobend erwähnt werden. In der Regel kann ich mit seiner glatten Art nicht viel anfangen. Er passt perfekt auf die Rolle und füllt sie optimal aus. Wahrscheinlich seine beste Leistung bisher.
Für Freunde der ruhigen Spannung und mit einer Vorliebe für altmodische Thriller ein Muß.

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Tachitalili

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bis zur Auflösung habe ich überlegt, hier 10 Punkte zu vergeben.
Wahnsinns- Musikuntermalung, eine tolle Atmosphäre - mal erinnert sie an einen süßen altmodischen Krimi, mal ist sie fast märchenhaft, sehr guter Spannungsaufbau, ein Skandal liegt in der Luft, etwas wahnsinnig Wichtiges brodelt unter der Oberfläche und der Protagonist ist kurz davor, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen...
und dann das.
Die "Auflösung" ist banal, öde, unbedeutend, unwichtig.
Ich habe vorsichtshalber im Wiki nachgeschaut, aber ich habe tatsächlich alles richtig verstanden, mehr ist nicht hinter.

****HERBER SPOILER***
*********************
Na und, dass Ruth CIA-Agentin war? Was hat das zu bedeuten? Sie hat ihren Mann beeinflusst, ja, Politik wird von der CIA beeinflusst, na und weiter? Wo ist der Skandal?
Bei der vorbereiteten Spannung habe ich mindestens die Enthüllung der Poligamie des Präsidenten erwartet... Oder des Papstes... (Scherz...;-)
Das war zu wenig...
**********************

Fazit: Sehr interessante und ansprechende Machart, am Ende enttäuscht der Film etwas.

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach kleinen Enttäuschungen der vergangenen Monate wie "München", "Syriana" oder "Michael Clayton" war ich wirklich der Überzeugung, mit dem modernen Politthriller einfach nichts anfangen zu können. Doch Polanskis "Der Ghostwriter" bewies mir heute das Gegenteil.
Der namenlose Ghostwriter (Ewan McGregor: sympathisch wie eh und je) hat den Auftrag die Memoiren des ehemaligen britischen Premierminister Adam Lang (überzeugend: Pierce Brosnan) zu vollenden. Zurückgezogen lebt dieser mit seiner Familie und engsten Vertrauten auf einer kleinen, stillen Insel, ein perfekter Schauplatz für die aufkommende Spannung, zu der es kommt während die Story weiter fortschreitet. Denn sein Ghostwriter stößt auf Ungereimtheiten in seinen Memoiren, wühlt tief und begibt sich in große Gefahr. Polanski hält sich hierbei an den, nennen wir es traditionellen Spannungsbogen, der auf einen großen Höhepunkt hinarbeitet und heute in Filmen immer weniger auftaucht. Umso mehr der Ghostwriter über das große Mysterium erfährt, desto bedrohlicher wird seine Lage und die Spannung nimmt kontinuierlich zu. Neben den zwei bereits genannten Figuren können auch die Schauspieler in den Nebenrollen glänzen mit Tom Wilkinson als mein persönliches Highlight, der hier eine schon fast hypnotische Wirkung auf den Zuschauer ausstrahlt.
Vermutlich lag es daran, dass der politische Stoff gegenüber den Elementen eines Thrillers ein wenig ins Hintertreffen gerät, weshalb ich "Der Ghostwriter" im Unterschied zu vielen anderen Politthrillern so mag. Ein wenig Gesellschaftskritik ist schließlich trotzdem vorhanden, und intelligent ist der Film allemal.
Eine für mich sehr empfehlenswerte Glanzleistung!

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servo80

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Bewertung6.0Ganz gut

Mich überraschen die durch die Bank sehr guten Bewertungen hier und in der Fachpresse. Sicherlich ist "Der Ghostwriter" ein solider Krimi, bewegt sich aber so ziemlich in allen Belangen im Mittelmaß. Die Geschichte ist zu behäbig erzählt, es kommt kaum Spannung auf, und Ewan McGregor bleibt erstaunlich blass.
Das Ende macht einiges wieder wett, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Polanski als Regisseur nicht weiterentwickelt hat. Vor 20 Jahren hätte dieser Film vielleicht noch jemand von den Sitzen gerissen. Aber die Zeiten ändern sich nun mal.

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MikeC.

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Bewertung7.0Sehenswert

"Der Ghostwriter" ist routiniertes Thriller-Kino. Weder mehr, noch weniger. Mit einer relativ bekannten und begabten Crew erzählt Polanski einen guten, aber austauschbaren Verschwörungsthriller, dem es ein wenig an Wiedererkennungswert fehlt.
Alles in allem ein eher schwacher Film von Roman Polanski, jedoch immernoch gut genug, um 2 Stunden annehmbar zu unterhalten.
PS: Das Haus von Adam Lang liefert hervorrangende Einrichtungsideen! :D

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KlapTrap

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Egal ob zynisch-unterkühlter Thriller, sorgsame Beobachtung hinter den Kulissen der Macht, Drama über Verantwortungen und Identitäten oder sogar (damals) zeitbezogener Kommentar zu der wahren Achse des Bösen (sprich : Blair, Powell, Bush) die dem Film wohl gerade in den US of A zu seinem Release einige bitterböse Kritiken beschert hat – GHOSTWRITER ist all das zusammengenommen und eingerollt in Polanskis stilvolle Bildcollagen und einem Soundtrack zum daniederknien.
Unter dem Strich pulsiert in GHOSTWRITER damit ein Werk, bei dem man bis zu seinem Ende nie ganz so sicher sein kann, wo es mit einem hinwill, das mehrmals den Tonfall wechselt und doch einheitlich einem Ende entgegen geht, von dem man nie so genau weiß, wie dieses aussehen könnte.
Geht es für einen Thriller eigentlich noch perfekter ?
Einzig meine Neigung Filme nicht nach der Erstansicht die Höchstnote zu verpassen, steht hier einem Start-Ziel-Sieg noch im Wege.
Und mehr habe ich in meiner Sprachlosigkeit auch ersteinmal (fast) nicht zu sagen.
Eine Sondererwähnung muss nur her für Piiieeerce Brosnan, über den ich mich an anderer Stelle schon sehr deutlich ausgelassen habe : Pierce, das hier ist die Rolle deines Lebens !
Endlich passt deine süffisante Selbstgefälligkeit, die oft gerne mit „british understatement“ verwechselt wird, mal wie Arsch auf Eimer !
Das schöne an solchen Filmen ist, das sie einen unerwartet am heftigsten treffen.
Das schlechte an solchen Filmen, das sind die Zeiten zwischen ihnen !

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Sheeeeep

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der Kommentar reizt mich den Film mal zu sehen, danke dafür :)


KlapTrap

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Nichts zu danken - jeder der mit äußerst ruhig inszenierten Thrillern, die mehr auf ihre Charaktere denn auf Thrill setzen, etwas anfangen kann, sollte hier wenigstens halbwegs glücklich werden.
Mir half es auch, das in seinem Mittelpunkt ein Schreiberling/Kreativling steht.
Filme dieser Art (Adaption zb.) scheinen mir schonmal von Anfang an interessanter und fesselnder zu sein, weil der Vorgang der Kreativität ein spannender an sich ist.


*frenzy_punk<3

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Bewertung4.0Uninteressant

"The Ghost Writer", die Einschlafhilfe für regnerische Nachmittage.

Roman Polański fasste Robert Harris' "Ghost" in einem Drehbuch zusammen und erschuf einen Film, der langweiliger nicht hätte werden können.
Der Streifen beginnt anfangs sehr stark, lässt auf einen spannenden Thriller hoffen. Doch die Spannung bleibt aus.
Polański setzte auf einen hervorragenden Cast, sogar Kim Catrell (Sex and the City) hat einiges zu bieten.
Nach den ersten 2 Minuten sackt das Werk jedoch in sich zusammen, entweder passiert gar nichts oder immer nur das Gleiche.
Die Story kommt schwer in die Gänge, ist Handlungsarm und ermüdend.

"The Ghost Writer" gähnende Leere, die zum Gähnen einlädt.

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Chris12zero

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..ach, der bekommt von mir sicher wieder 'ne 8.0-Wertung .. höhö ^^


*frenzy_punk<3

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bestimmt ;)


Jaliju

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein solider und spannender Krimi! - "Der Ghostwriter" hat mich ein wenig an ein Adventure-Spiel erinnert. Zwischendurch wirkt die Geschichte zwar etwas konstruiert, aber im Großen und Ganzen macht es richtig Spaß beim Schauen mitzurätseln. 8 Punkte sind zwar sehr großzügig, allein schon, weil Filme für Schleichwerbung immer etwas Abzüge verdienen, aber andererseits holt Ewan Mc Gregor mit seiner großartig gespielten Rolle und den Sprüchen einiges wieder raus. "Sind sie krank?" "Nein. Ich altere."

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Moe Szyslak

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Bewertung7.5Sehenswert

Im Endeffekt dann doch wieder ein sehr guter Film von Roman Polanski, auch wenn ich zwischendrin mal fast die Hoffnung aufgegeben hatte. Nach dem wirklich hervorragendem Anfang, in der geschickt und gekonnt eine beunruhigende Atmosphäre und subtile Spannung bis zum Anschlag aufgebaut wurde, gefördert auch durch den genial-bedrohlichen Score und der klasse Location der Insel mit dunklen Wolken im Hintergrund und Dauerregen, setzt dann aber doch sehr schnell Langeweile ein in der ersten Stunde, so dass man mehrfaches Gähnen nicht unterdrücken kann. Die Geschichte an und für sich bleibt natürlich auch da interessant, aber in dieser Phase waren schon extreme Längen drin, die durch die ruhige Erzählweise, die durchgehend vorherrschte und auch konsequent eingehalten wurde, sehr spürbar wurden. Aber in der zweiten Filmhälfte, als man sich endlich mal wieder entschieden hat, die Handlung, die Lösung des mysteriösen Falles und die diversen Handlungsstränge aufzugreifen, voranzutreiben und zusammenzuführen, entwickelte sich ein teilweise hochspannender und mit vielen Finten und Wendungen versehener Politthriller, der eine hochinteressante und immer komplexer werdende Geschichte entfaltete und so desöfteren zu überraschen wusste... und dessen Finalauflösung in den letzten 3 Minuten und fieses Ende dem Film noch locker einen bitteren Punkt auf der Bewertungsskala mehr einbrachte. Darstellerisch wars absolute Klasse. Pierce Brosnan als schmieriger und undurchsichtiger Politiker war die Rolle ebenso auf dem Leib geschrieben wie Ewan McGregor die Rolle des unbedarften und sympathischen Ghostwriters, der nicht weiß, auf was er sich einlässt und mehr und mehr in Gefahr gerät, als er versucht, die Hintergründe zu begreifen. Richtig klasse auch die perfekt besetzten Nebenrollen, allen voran die hervorragend spielende Olivia Williams, Tom Wilkinson, Timothy Hutton und Jim Belushi als alter Ätzer ;-) Also vom Cast her wurde alles richtig gemacht, der Film selbst trumpft aber erst in der zweiten Filmhälfte so richtig auf in Sachen Story, politischen Verstrickungen, Paranoia, Spannung und Wendungen, die zwar die Gähner in der ersten Filmhälfte nicht gänzlich wieder reinholen, aber zumindest einen Großteil davon.

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alex023

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Bewertung7.5Sehenswert

"Rycart: Was soll er machen? Sie ins Meer werfen???
Ghost: Is' schon vorgekommen. "

THE GHOST WRITER ist ein spannender Politthriller, der genial von Roman Polanski inszeniert und mit passendem Sound von Alexandre Desplat unterlegt wurde. In den Hauptrollen sind "James Bond" Pierce Brosnan als ehemaliger britischer Premierminister Adam Lang und "Obi-Wan Kenobi" Ewan McGregor als Ghost zu sehen. Außerdem sehen wir James "Jim" Bellushi in einer Nebenrolle als John Maddox, sowie Olivia Willliams als Adam Lang's Frau Ruth.
Die Story ist nicht ganz leicht zu erklären, deswegen lass ich das hier auch besser. Wer auf Action steht und nicht ohne kann, sollte aber auf jeden Fall die Finger hiervon lassen, denn der größte Teil des Films besteht aus Dialogen. Sonst lohnt sich das Anschauen auf jeden Fall, man bekommt hier einen intelligenten, spannenden Politthriller geboten, der auch manchmal durch Ewan McGregor's Art, den Ghost zu spielen, zum Schmunzeln anregt.
Pierce Brosnan brilliert hier als ehemaliger Premier und Ewan McGregor ist ebenfalls ausgezeichnet. McGregor gehört definitiv zu meinen Lieblingsschauspielern, die ich immer wieder gerne sehe.
Allen, die nicht immer Action in einem Film haben müssen, kann ich THE GHOST WRITER nur empfehlen.

P.S. Außerdem bekommt man eine hübsche Landschaft geboten ;-).

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Marti DiBergi

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film ist in kalte, klare Bilder getaucht, und das graue Helgoland tut sein uebliches, um dem Film jede Farbe zu nehmen. Auch die Charaktere bleiben distanziert, man soll sie beobachten, nicht mit ihnen Fiebern. Es geht nicht um das wer, es geht ums was, und das fasziniert ungemein. Der Thriller kommt recht klassisch daher, wagt nicht viel neues, ueberzeugt aber vollkommen auf seinem Gebiet.

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fabel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Sie sind also nicht defensiv, aber auch nicht arrogant. Nicht wütend, aber auch nicht froh. Und - was sind sie Sie dann eigentlich?“

Es wird viel gefragt in Roman Polanskis „The Ghostwriter“, so liegt über dem ganzen Werk schon ein riesiges Fragezeichen. Zugegeben, es passiert anfangs nicht allzu viel, wir erfahren in der ersten Hälfte so gut wie gar nichts, was uns zum Ziel, zur großen
Lösung bringen könnte. Wir wissen nur, dass es existiert, das große Geheimnis. Darauf aufbauend erfindet Polanski das Genre keineswegs neu, im Gegenteil, er benutzt altbackene, fast schon denkmalgeschützte stilistische Elemente, um uns den Weg schmackhaft zu machen. Es stürmt ohne Pause, der Himmel ist grau, die See peitscht, die Landschaften sind kahl und ausgestorben. Es wird einem unbehaglich zumute. Einladend ist etwas anderes.
Es sind Mittel, die es überall zu bestaunen gibt. Polanski jedoch schafft es, aus dem vermeintlichen Mainstreamthriller ein verdammt spannendes Politrätstel zu konstruieren, welches auch bei der Figurenkonstellation nicht von der strikten Linie abweicht. Chauffeure sind zwielichtig, Hotelgäste ebenso. Asiatische Hilfskräfte sind wenig um Kommunikation bemüht, Telefone nerven, wichtige Dokumente verborgen und versteckt, Eingeborene ulkig, leicht durch den Wind und völlig abgedreht. Häuser im Wald unheimlich, schwarze Autos fahren kein Rennen, sondern machen eine mörderische Hatz. Blicke hinter Gardinen versprühen alles andere als Wohlbefinden. Alte Freunde sind fies, sehen auch dementsprechend aus. Und meine geliebte Liebe? Ja, der geht’s auch nicht mehr so gut. Es ist ein Topf voller Menschen und Dinge, denen man nachts nicht unbedingt begegnen möchte. Unser Schweizer Einwanderer spinnt hier draus eine brillant gefilmte Geheimniskrämerei, die sich unheilvoll dem Ende entgegen robbt. Langsam kommt die Wahrheit ans Licht, bis es schließlich Boom macht. Vorher erschafft Polanski einen ungehörigen Spannungsbogen, der immer und immer mehr emporsteigt. Unterstützt wird dieser vor allem durch den atmosphärischen Soundtrack von Desplat. Eine Wucht!
Aber auch das Ensemble ist eine Wucht. Die Liste der guten Leistungen ist lang. Ob Williams als Brosnans Frau, Tom Wilkinson als mysteriöser Waldschrat oder Brosnan selber - klasse! Noch besser: Ewan McGregor, auch wenn ich damit scheinbar isoliert bin . Eine supersympathische Leistung liefert dieser ab, wodurch sein Charakter den nötigen Feinschliff kriegt und sich ins Herz des Zuschauers, zumindest in das meine, spielt. Hier und da gibt er die ein oder andere flotte Bemerkung von sich. Sei es bei Interviews mit Brosnan oder auch mal so. Mein Highlight: Er unterhält sich mit seinem Agenten über das Angebot des Ex-Präsidenten. Agent: „Unfall? Selbstmord? Wen interessierts? Das Buch hat ihn umgebracht.“ „Wie ermutigend ...“
Wunderbar trockener, leicht sarkastischer Witz. Eine Eigenschaft, die den Film neben dem immensen Spannungsaufbau und der geradlinigen handwerklichen Performance auszeichnet.
Um es kurz zu machen: Konsequent, stilsicher, ohne großen Firlefanz - nimm dir mal ein Beispiel, Hollywood!

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fabel

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Dann bedanke ich mich mal artig. Und korrigiere den Fehler flott einmal.;)


der cineast

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Fabel? Selbstübertroffen.
Erstaunlich guter Film.
Die Punktzahl stimmt.


Shio

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Bewertung7.5Sehenswert

Wie könnte ein "normaler" Mensch auf eine CIA-Story treffen? So!

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DeZeiter

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Bewertung3.0Schwach

Gut besetzt, guter Regisseur, basierend auf einem Roman von Robert Harris - das verspricht viel. Was man bekommt ist eine durchgehend düstere Stimmung, ein langsames Erzähltempo, kein Fall zum mitraten und ein ernüchterndes, unbefriedigendes (und für mich irgendwie verwirrendes) Ende. Zusammenfassend ein Thriller, der durch die Spannung, was denn nun des Rätsels Lösung ist, Einen dazu bringt die Tristesse und das langsame Tempo zu ertragen. In meinem Fall hat mir das Ende dann den Rest gegeben und ich war sogar ein wenig verärgert. Die Besetzung macht ihren Job jedoch sehr gut und wem das Ende schmeckt und wer auf lange Naturaufnahmen von Sylt bei Regen steht, der kann ruhig zugreifen.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Story von "The Ghostwriter" ist an und für sich sehr interessant, weist aber immer wieder Passagen auf, in denen einfach zu wenig passiert, wodurch der Film zum Teil etwas langatmig erscheint.

Sehenswert ist der Streifen aber dennoch, was nicht zuletzt den überaus gelungenen Bildern, der düsteren, spannenden Atmosphäre, sowie den wirklich starken Schauspielern zu verdanken ist.

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