Der Ghostwriter

The Ghost Writer (2010), DE/FR/GB Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 18.02.2010

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7.2
Kritiker
47 Bewertungen
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7.0
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von Roman Polanski, mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan

Im Thriller Der Ghostwriter soll Ewan McGregor die Memoiren des charmanten Politikers Pierce Brosnan schreiben, doch bei seinen Recherchen stößt er auf ein düsteres Geheimnis.

Der Ghostwriter (Ewan McGregor) soll die Memoiren des früheren Premierministers Adam Lang (Pierce Brosnan) fertig stellen – die Chance seines Lebens, meint sein Agent. Der Verlag hat Lang eine hohe Millionengage für das Buch zugesagt und die Zeit drängt – für seinen „Ghost“ verspricht das einen Karrieresprung und ein fürstliches Honorar.

Doch von Anfang an steht das Projekt unter einem unguten Stern, nicht zuletzt weil der erste Autor, Langs langjähriger Berater, gerade bei einem tragischen Unfall starb. Der neue Ghostwriter wirft seine Bedenken schnell über Bord und reist auf die Atlantikinsel Martha’s Vineyard, wohin sich der Ex-Premierminister mit seiner Frau Ruth (Olivia Williams) und einem kleinen Stab um seine attraktive Assistentin Amelia Bly (Kim Cattrall) zurückgezogen hat. Doch die Ruhe der Insel ist trügerisch: Langs Ferienhaus gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Welches Geheimnis birgt das Buchmanuskript, das im Safe liegt und nicht das Haus verlassen darf? Schon ruft Langs Vergangenheit die Presse und aufgebrachte Demonstranten auf den Plan, die das Anwesen belagern. Inmitten des Tumults macht der Ghostwriter eine Entdeckung, die den smarten Ex-Premier in ein ganz neues Licht rückt. Er stößt auf eine globale Verschwörung und befindet sich plötzlich in höchster Lebensgefahr.

Hintergrund & Infos zu Der Ghostwriter
Der Ghostwriter ist seit mehr als zwanzig Jahren der erste zeitgenössische Thriller von Oscar-Preisträger Roman Polanski und auch der erste Film, den er seit Chinatown wieder in Amerika angesiedelt hat. Der Ghostwriter stammt aus der Feder des britischen Bestsellerautors und Journalisten Robert Harris. Das Buch gewann als bester Roman im Jahr 2008 den International Thriller Writer’s Award. Der ehemalige Politredakteur Robert Harris begann mit dem Buch Anfang 2007, als er gerade mit Roman Polanski an einer Adaption seines Romans „Pompeii” arbeitete.

Da Harris an beiden Projekten parallel schrieb, glaubt er, dass der Roman von Polanskis Einfluss geprägt wurde. Der Originaltitel des Buches, „The Ghost” bzw. „Der Geist” bezieht sich sowohl auf den Profi-Ghostwriter, dessen umfangreiche Ausarbeitung faktisch den Roman bildet, als auch auf seinen Vorgänger, der beim Einsetzen der Handlung gerade unter grausamen und mysteriösen Umständen ertrunken ist. Auch Lang ist eine Art Gespenst seines früheren Selbsts, wie die meisten ehemaligen Staatschefs.

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Cast & Crew


Kritiken (15) — Film: Der Ghostwriter

SoulReaver: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] Wer also einen Film mit viel Action und unaufhaltsamer Hetzjagd erwartet, der wird hier mehr als nur enttäuscht werden und sich wegen des Tempos einfach nur Langweilen. Das wäre äußert schaden, denn wenn man dem Film seine Zeit gibt und die Möglichkeit sich voll zu entfalten, dann bekommt man hier nicht nur einen hochspannenden Thriller serviert, sondern auch einen intelligenten Film mit grandiosem Finale. Ein Film für Zwischendurch ist es zwar sicher nicht und man muss sich eben Zeit für ihn nehmen, doch wer sie sich nimmt, der wird auch in jedem Punkt belohnt. [...]

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

SoulReaver

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:D


regiseurin

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@Stu: Bin sofort dabei xD ASRC haha xD


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] Grob gesehen passiert in „Der Ghostwriter“ zwei Stunden lang nicht wirklich etwas. Es gibt erhöhte Langeweilegefahr, reichlich unbeantwortete Fragen, eine Auflösung, die nicht vom Hocker reißt und einen Schluss, der kaum zufriedenstellen kann. Sein Konzept aber zieht Polanski stringent durch, so bleibt man am Ball. Dabei wird gerne unterschätzt, wie außerordentlich ausschlaggebend die treibende Musik von Komponist Alexandre Desplat („Der Goldene Kompass“, „Ein Prophet“, „Der fantastische Mr. Fox“) für die Atmosphäre und die zuweilen doch noch aufkommende Spannung ist. Interessante Erkenntnisse könnten sich ansonsten noch ergeben, wenn man bedenkt, inwiefern Polanski im Film mit dem titelgebenden Begriff „Ghost Writer“ spielt. [...]

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Die Inszenierung dieses Thrillers von Polanski ist im positiv gemeinten Sinne altmodisch: Er spielt mit den Gefühlen des Zuschauers wie damals Alfred Hitchcock. Die kühl inszenierte Spannung, die aalglatten Charaktere, die von grandiosen Darstellern verkörpert werden, das Spiel mit Farben und der Musik um eine düstere Grundstimmung zu erreichen. All das passt sich formal zu einem wunderbaren ganzen Zusammen. Leider ist die Auflösung trotz Überraschung recht banal, auch wenn das Ende schlüssig zur bedrohlichen Grundstimmung passt. Etwas stringenter hätte die Handlung zudem erzählt werden können, in 10-15 Minuten weniger hätte man das wahrscheinlich auch hingekriegt... Action gibt es definitiv keine, wer die sucht, wird vom Ghostwriter enttäuscht sein. Aber Polanski beweist mit diesem Film, daß in einem politischen Verschwörungsthriller nicht immer geschossen werden muss.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.5Ausgezeichnet

Konzentrierter und kluger Thriller, dessen konventionell anmutende Inszenierung in präzisen Bildern von sorgfältiger Eleganz und gediegener Nüchternheit die eigentliche politische Komödie hinter den unheilvollen Spannungsbögen ein wenig verschleiern mag. Der lakonische Humor des Films wechselt sich spannend und überraschend vergnüglich mit gleichfalls amüsanten wie faszinierenden Variationen früherer Polanski-Themen um Paranoia, Isolation und Verschwörungsmächten ab. Mit Blick für erstaunliche und entscheidende Details, auf den Punkt inszeniert, selbst in kleinsten Nebenrollen hervorragend besetzt und schlicht wundervoll anzuschauen ist "The Ghost Writer" bis zum bitteren Ende der beste Polanski seit einer halben Ewigkeit – und ein umso erstaunlicherer Film, da er quasi aus dem Gefängnis heraus fertig gestellt werden musste.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Julio Sacchi

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Hihihi


Punsha

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<3


Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

Polanskis Film ist eine erstaunliche und sehr direkte Auseinandersetzung mit der Frage von Verantwortung im Krieg: Voller überraschender Wendungen, ein intelligentes Spiel rund um die Macht. Und ein Plädoyer ans Publikum, gerade bei allzu augenfälliger Argumentation möglichst genau hinzuschauen.

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Sven Safarow

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8.0Ausgezeichnet

Unsere Kritik zu Ghostwriter:

http://www.negativ-film.de/2010/05/ghostwriter-2010.html

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Dies ist der erste zeitgenössische Thriller, vom 76 Jahre alten Polanski in zwei Dekaden und sein erster Film seit vier Jahren. Es ist eine intelligente und geschickte Wiederkehr in das Genre, durch zusammen mischen einer zeitgenössischen Handlung und einer klassischen Struktur.[...] Gezeichnet durch clevere Drehungen und Wendungen, entfaltet sich die Geschichte genau zum richtigen Zeitpunkt.[...] Der Ghostwriter ist eine fesselnde Geschichte.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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4.5Uninteressant

DER GHOSTWRITER ist ein Film von sorgfältig retuschiertem Desinteresse – an seinem Thema, seinen Figuren, seinem Genre. Zeitanalyse mit den Mitteln des Pulp, manischer Zweifel an den Mächtigen: In Wahrheit sind das für Polanski bloß noch Residuen eines Genres, das er nach Kräften zu reproduzieren beschlossen hat. Formal wird ihnen zwar stattgegeben, eine innere Dringlichkeit ist aber nicht mehr zu spüren. Das ist besonders schade, wenn man bedenkt, dass obsessive Paranoia einmal die Muttersprache seiner Filme war, von EKEL über DER MIETER bis FRANTIC. DER GHOSTWRITER hingegen ist nur noch ein gelecktes, behäbiges Imitat seiner selbst.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

Roman Polanskis neuer Thriller (Drehbuch: Erfolgsautor Robert Harris) nach „Frantic“, „Mieter“ oder „Chinatown“ kommt erst einmal komisch daher: Pierce Brosnan als Ex-Premierminister Adam Lang ist mit seinen Blair-Anleihen eine klasse Nummer, dazwischen bemüht sich der Hausmeister im Sandsturm die Veranda zu fegen. Ernst wird es erst, als der Ghostwriter zu neugierig wird und trotz deutlicher Farbmarkierung (rot = Gefahr) nicht rafft, wer hier die Fäden in der Hand hat.

So ist auch dieser Polanski ein guter Film, stellenweise sogar ein sehr guter. Doch es ist nicht sein spannendster und auch nicht das Aufregendste, was es zurzeit im Kino zu sehen gibt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Mit dem Film ist Polanski ein wunderbar eleganter Thriller aus der Politik der Gegenwart geglückt: The Ghost Writer ist spannend, bis zum Schluss überraschend, und seiner Inszenierung im besten Sinne altmodisch, den großen Vorbildern des Genres verpflichtet [...] Besonders gelungen sind die Innenansichten aus dem Alltag der Macht: The Ghost Writer ist eine Art Gesellschaftsroman, der die Innenausstattung der Macht mit Designermöbeln, festungsgleichen Nobelhäusern am Meer, täglichem Sportprogramm und zunehmender Amoral zeigt, der beschreibt, wie man in den politischen Chefetagen lebt, und sich einrichtet.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Das Sympathische an The Ghost Writer ist, dass er sich nicht zum pseudoseriösen Politkino versteigt, sondern mehr wie ein B-Movie-Verschwörungsthriller funktioniert, der von seinem Vorbild Hitchcock nicht nur die Figur des im Trüben fischenden Helden übernimmt. Polanski interessiert sich keine Sekunde ernsthaft für die politischen Implikationen des Themas - dem Premier werden seine Machenschaften im Irak zum Verhängnis -, sondern für die dramatischen Möglichkeiten, die diese paranoide Konstruktion abwirft.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.0Sehenswert

Mit The Ghost Writer ist Polanski, der vor fünf Jahren seinen letzten Film drehte, aber dennoch ein mehr als solider Thriller gelungen, der dank seiner Atmosphäre viel Boden gewinnen kann und dafür sorgt, dass man das Interesse so gut wie nie verliert. Ohnehin ist The Ghost Writer oftmals mehr Komödie als Thriller, das wird schon zu Beginn deutlich, wenn James Belushi den grimmigen Verleger mimt, der in diesem snobistischen London wie ein Fremdkörper wirkt. Gleiches gilt für den britischen Akzent, der jeden im Film sofort outet, und somit fast schon zum Running Gag mutiert (dito Ewan McGregor, der sich mehr als einmal über die schottische Herkunft der Langs lustig macht …). Doch auch dieser ist spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr allzu lustig. Da sorgt dann schon eher Eli Wallach für ein breites Grinsen, der einen alten Inseleinwohner spielt, der als erster zwischen den Zeilen liest. Exakt dies hätte sich Polanski sowieso stärker zu Herzen nehmen sollen: den Zuschauer mehr zwischen den Zeilen lesen zu lassen.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.0Ausgezeichnet

Ewan McGregor als Ghostwriter zwischen Naivität und Coolness, Pierce Brosnan als mit allen Wassern gewaschener Ex-Premier und Olivia Williams als dessen undurchschaubare Ehefrau werfen sich souverän die Bälle zu, auch die Nebenrollen sind optimal besetzt. Die Dialoge kommen auf den Punkt, der Humor trifft ins Schwarze, und eine Fülle von Ideen wie der Einsatz eines Navigationsgerät im Auto des Vornutzers, das den Ghostwriter zufällig in die richtige Richtung führt, sorgt in dem Mix aus zeitgenössischem Thriller und griechischer Tragödie immer wieder für kleine Höhepunkte. (...) Ghostwriter“ ist seit „Chinatown“ (fd 19 120) der erste wieder in den USA angesiedelte Film Polanskis. Eindrucksvoll kehrt er damit zu seiner früheren cineastischen Kraft zurück.

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Nino Klingler: critic.de

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Tony Blair dürfte den Film somit wohl kaum goutieren, stand seine leidenschaftlich verhasste Politik der bedingungslosen US-Gefolgschaft doch ganz offensichtlich Pate für die wirklichkeitsnächsten Momente in Der Ghostwriter. [...] Gerade in der ersten und der letzten Szene setzt er starke Akzente in Form brutaler Unmittelbarkeit. Der Film ist Entertainment auf höchstem Niveau, ist düster, ohne den Sinn für Humor zu verlieren, konzis und mit genug versteckten Anspielungen, um das etwas enge Korsett des Genres hie und da zu lockern.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Was mag Roman Polanski bewogen haben, ausgerechnet Robert Harris Roman „Der Ghostwriter“ zu verfilmen? Die Gründe bleiben ein wenig unklar (abgesehen davon, dass der Bestsellerautor und der Filmemacher befreundet sind), denn die Story ist streckenweise reichlich hanebüchen und überzeugt zudem weder durch einen straffen Spannungsbogen noch durch besondere Originalität – sieht man von der Schlusswendung einmal ab.
Sie handelt von einem talentierten Ghostwriter (Ewan McGregor), der die Memoiren des britischen Ex-Premierminister Adam Lang (Pierce Brosnan) ordentlich aufmöbeln soll, nachdem der erste Autor auf geheimnisvolle Weise ums Leben gekommen war. Da dessen Manuskript unbrauchbar ist, bekommt der Ghostwriter die Möglichkeit, in Gesprächen mit Lang weitere Hintergrundinformationen zu sammeln, die er in das Buch einbauen kann. Da Lang aber grade in den Staaten in der Strandvilla seines Verlegers weilt, wird auch der Ghostwriter von London in die USA geflogen. Kaum angekommen, wird er Zeuge, wie Lang in ein politisches Intrigenspiel verstrickt und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Zugleich findet der Ghostwriter einige Hinweise seines verstorbenen Vorgängers, die darauf hindeuten, dass Langs politische Karriere von einem dunklen Geheimnis überschattet wird.
Dass Adam Lang eigentlich Tony Blair sein soll, wird schnell deutlich und so bekommt der Thriller zwar einen aktuellen politischen Bezug, den die zeitlose Story aber überhaupt nicht bräuchte. Zwar inszeniert Polanski den komplett in Deutschland realisierten Film durchaus unterhaltsam als klassischen Politkrimi mit toller Besetzung, dies jedoch zugleich auch so grundsolide und auf Hochglanz poliert, dass sich beim Zuschauer zwischendurch schon mal ein wenig gepflegte Langeweile breit macht.

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Kommentare (145) — Film: Der Ghostwriter


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Hagen Hagen

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Bewertung3.0Schwach

Völlig öde und langweilig, aber fast durchgehend mit "Hach, ist das spannend!"-Musiksoße übergossen.
Ohne McGregor, Brosnan und Überstatist Juri D. aus B. wären es noch weniger Punkte gewesen.

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syrbal

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überstatist juri - du sagst es! was wäre der film ohne ihn?! ;-)


frank-br

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter Politthriller, der ohne Actiongekrache auskommt.

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melle.vanberkum

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Bewertung7.0Sehenswert

Spannender Film!

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cruzha

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Bewertung5.5Geht so

Leider nur mäßig unterhaltsamer Politthriller mit einem Cast, der auf Sparflamme läuft. Pierce Brosnan hat die Ausstrahlung eines Autobahnwegweisers, Ewan McGregor drömelt so im Standby-Modus durch die Kulissen und auch der Rest des Ensembles fällt nicht groß auf. Dazu kommt eine unangenehme Langatmigkeit, die das Ganze unnötig zäh werden lässt. Zwar gelingt es Polanski, den Film samt Story rund wirken zu lassen, aber das auffällig schwache "Finale" gibt dem Ghostwriter dann den Rest. Ich habe schon weitaus bessere Politthriller gesehen, der hier ist leider nicht wirklich der Hit.

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Tyler.Fincher

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Sehr schade. Für mich einer der besten Thriller der letzten 10 Jahre. Fand den unheimlich spannend und gut gemacht. Sagen dir sonst Polanskis Werke zu? Gerade "Die 9 Pforten" ist ja recht ähnlich von der Machart.


cruzha

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Rosemaries Baby finde ich schlichtweg Weltklasse. Ansonsten hab ich noch den Gott des Gemetzels auf der zeitnahen To Do-List.


Ferdy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Roman Polanskis "Der Ghostwriter" ist nach Jahren der erste Film nach "Chinatown", der wieder in den USA angesiedelt ist, auch wenn in Babelsberg und auf den Inseln Sylt und Usedom gedreht wurde, was man dem Film in keinster Weise anmerkt. In bester Hitchcock-Manier präsentiert Polanski seinen Thriller mit falschen Fährten, Ahnungen und Verdachtsmomenten, sodass der Zuschauer stets in die Irre geführt wird, bis am Ende der Knoten wie eine Erlösung platzt. Der Regisseur bleibt seinem Hang zur dunklen Wahrheit treu, wenngleich sie in "Der Ghostwriter" noch präziser und greifbarer bleiben, wie in seinen Vorwerken "Bitter Moon" oder dem Klassiker "Rosemaries Baby". Die Entlarvung bleibt, wie im richtigen Leben, für die Täter folgenlos und die Moral erscheint etwas für Gestrige zu sein. Die schauspielerischen Leistungen sind bemerkenswert: Ewan McGregor als Ghostwriter zwischen Naivität und Coolness, Pierce Brosnan als mit allen Wassern gewaschener Ex-Premier und Olivia Williams als dessen undurchschaubare Ehefrau werfen sich souverän die Bälle zu, auch die Nebenrollen sind optimal besetzt. Die Dialoge kommen auf den Punkt und der Humor trifft ins Schwarze. Das Resultat ist ein überaus sehenswerter, diskussionswürdiger, zeitgenössischer und vor allem spannender Film, der nicht zuletzt Parallelen zum Ex-Premier-Minister Tony Blair zieht und dann auch noch einige inszenatorische Überraschungen bereithält.

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ruben.g.56

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Britischer Humor mit einem Schuss Polit-Thriller.
Dieser Film kommt, zum Glück, ohne große Action aus und ist trotzdem Spannend und Humorvoll. Nicht jedem dasseine.. aber meins schon. ;) 8.0

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Jek-Hyde

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Bewertung5.5Geht so

Auch wenn man bei Roman Polanski im Normalfall davon ausgehen kann, dass etwas einzigartiges und sehr geniales auf einen zukommt, so möchte ich doch der Gostwriter ausklammern.
Es ist in der Tat ein sehr intelligenter Film und er setzt sich auch gut mit der Thematik auseinander, aber irgendwie fand ich den Film Höhepunktlos. Er plätscherte ständig einfach so vor sich hin, ohne dass sich die Atmosphäre die sich ansammelte nie entlud. Er ist solide, mehr aber auch nicht. Dass ist schade, aber nicht jeder Blindkauf den man tätigt kann ins Schwarze treffen. Ich will nicht sagen, dass der Gostwriter die Wand trifft, oder so und die Sehne ist auch nicht gerissen, wodurch der Pfeil ins Auge geschleudert wurde. Also, nichts spektakuläres.

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Jek-Hyde

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Oh mein Gott, ich war so ungerührt, dass ich sogar den Titel des Films falsch gescheibten habe!!


Jek-Hyde

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Und geschrieben habe ich auch noch falsch geschrieben!


viewer

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Bewertung4.5Uninteressant

Typisch Polanski: statt eines astreinen Polit-Thrillers, gibt's eine isolierte Hauptfigur als Beobachter einer abstrusen Welt, die eigentlich keinen Antrieb hat, aber naja- der Plot muss ja weitergehen.

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Baumkopf Holzfaust

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Die Parallelen zu "Die neun Pforten" waren in der Tat frappierend. Ich verbuche es als Arschtritt gegen die USA, die ihn ja immer noch hängen wollen.


Zak

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Bewertung2.5Ärgerlich

völlig belangloser Scheiss...kann man sich getrost schenken ..schlechtester Polanski aller zeiten

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JonnyvsSherlock

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Bevor du schreibst, blende erstmal Wörter wie "Scheiss" aus. Diese sind nämlich definitv belangloser als der erwähnte Film.


Zak

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ohne scheiss jetz?


brigerbaerger

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Bewertung7.0Sehenswert

Solid gemachter Polit-Krimi, der mich irgendwie an einen Hitchcock erinnerte - ohne jemandem zu nahe treten zu wollen. Auf jeden Fall hat der Film mir als Zuschauer wieder einmal die Möglkeit geboten, selber etwas mitzurätseln und dass hat mir gefallen. Ich denke, dies ist eine wichtige Voraussetzung, um in den Film eintauchen zu können. Ohne Aufmerksamkeit für die Story könnte sie dem einen oder anderen als langweilig vorkommen, denn es gibt keine Action- oder sonstigen Adrenalin-steigernden Szenen. Der ständige Regen auf dieser Insel und dieses zwar sehr moderne, aber auch extrem kühl wirkende "Strandhaus" unterstreichen die Stimmung des "Ghost" rund um seine Arbeit und was er herausfindet atmosphärisch perfekt. Der Cast rund um Evan McGregor und Pierce Brosnan spielen solide und auch die kleineren Rollen sind mit Olivia Williams, Kim Cattrall, Timothy Hutton, James Belushi und Tom Wilkinson toll besetzt.

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vanilla

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ganz klar noch "der Pianist", mit "Ghostwriter" sein bester;-)


brigerbaerger

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@pischti: Genau, die 9 Pforten hab ich auch gesehen - war mir jetzt einfach nicht mehr so bewusst, dass der ja auch von Polanski war. Fand den übrigens auch gar nicht so schlecht (hab eben nochmals meinen Kommentar dazu gelesen - MP sei Dank, hilft ab und an meinem Alzheimer etwas auf die Sprünge ;o)
@vanilla: Danke für den Pianisten-Tipp. Immer mal wieder davon gelesen, aber nie richtig rangewagt - Angst? Zu schwer(mütig)? Ist aber jetzt auf alle Fälle "gemerkt".


Finnigan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Verzicht auf große Actionszenen inszeniert Roman Polanski ein beeindruckendes Geflecht aus politischen und persönlichen Verstrickungen, in denen sich der Zuschauer nicht minder unsicher erscheinen muss als die Hauptfigur des Ghostwriters.

Als der Ghostwriter der Memoiren des britischen Ex-Premierministers Adam Lang (Pierce Brosnan) tot aufgefunden wird, springt »Der Ghost« (Ewan McGregor) ein, um das Werk zu vollenden. Als der internationale Gerichtshof in Den Haag eine Untersuchung wegen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen gegen Lang einleitet, sieht sich der Ghostwriter plötzlich in verworrene Machenschaften und dunkle Geheimnisse verstrickt…

Roman Polanski nimmt sich Zeit. Mit seiner ruhigen Erzählweise setzt er langsam die Daumenschrauben beim Zuschauer an, der sich – ganz dem Hauptcharakter gleich – mehr und mehr in den Verstrickungen verliert. Nicht zufällig erfahren wir nie einen Namen des Protagonisten. Er tritt stets schlicht als »The Ghost«auf, ist ein Spiegelbild des Zuschauers selbst. Zu keiner Zeit weiß der Zuschauer mehr als der Ghostwriter.

Stück für Stück müssen beide die Puzzleteile zusammensetzen. Doch sobald sich ein großes Ganzes zu erben scheint, treten neue Einzelheiten, neue Charaktere auf den Plan, die ein gänzlich neues Bild ergeben. Dass dafür auch mal ein »Deus Ex Machina« in Form eines eigenwilligen Navigationssystems herhalten muss, trübt den Gesamteindruck jedoch ein wenig – das hätte sicher auch geschickter gelöst werden können.

Trotz des ruhigen Erzähltempos bei einer zweistündigen Laufzeit treten kaum Längen auf. Neben der packenden Geschichte ist dies nicht zuletzt der dichten Atmosphäre zu verdanken. Das Setting auf dem verregneten, neuenglischen Eiland könnte wirkungsvoller nicht sein, das Strandhaus ist passend dazu steril und kalt. Kamaramann Pawel Edelmann (Der Pianist, Ray) versteht es glänzend, die Tristesse in seinen Bildern einzufangen.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Arbeit von Komponist Alexandre Desplat (Ides of March, Der fantastische Mr. Fox), der in seinen Werken zwar immer unauffällig agiert, sich nicht in den Vordergrund drängt und niemals Ohrwürmer produziert und daher trotz eines umfangeichen Gesamtwerkes nicht die Bekanntheit eines Hans Zimmer (Fluch der Karibik, Inception) oder John Williams (Star Wars, Indiana Jones) erreichte, doch bestens versteht, die Atmosphäre eines Filmes einzufangen, sie in seine Musik zu transportieren und sie dadurch noch zu verstärken. Genau dies gelingt ihm auch in Der Ghostwriter einmal mehr hervorragend.

Und letztlich beeindruckt auch der bis in die kleinste Nebenrolle glänzend besetzte Cast. Pierce Brosnan (James Bond, Mars Attacks!) als eitler Ex-Premier, Ewan McGregor (Big Fish, Die Insel) als unscheinbarer, sympathischer Repräsentant des Zuschauers, Olivia Williams (Below) als undurchsichtige Ehefrau sowie kleinere Auftritte von Tom Wilkinson (Der Patriot, Batman Begins), Timothy Hutton (Wehrlos, Leverage) und James Belushi (Blues Brothers). Das kann sich sehen lassen.

Der Ghostwriter ist ein ruhiger, aber nichtsdestoweniger unheimlich spannender Politthriller ganz im Stile eines Alfred Hitchcock. Geschickt werden persönliche und politische Verstrickungen miteinander verwoben und in einen globalen Zusammenhang eingebettet. Wie der Hauptprotagonist kann sich der Zuschauer niemals sicher sein. Der überzeugende Plot wird doch eine atmosphärisch dichte Inszenierung meisterlich unterstützt. Der Einsatz eines eigenwilligen Navigationssystems zum Voranbringen der Geschichte stört den Gesamteindruck etwas, zudem erscheint es etwas mager und zu sehr mit dem Holzhammer vorgetragen, wie letztlich die – obgleich sehr gelungene – Auflösung zu Tage gefördert wird. Doch insgesamt ist Der Ghostwriter ein überaus sehenswerter Thriller, den ein Hitchcock vermutlich nicht besser hätte machen können.

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Impeesa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Film auf diese bestimmte Art und Weise begeistert, dass ich mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen dasitze. Zuletzt hatte ich das, glaube ich, am Ende von Following, da war es die vielfache Verschachtelung der Geschichte.
Beim Ghostwriter lag es an der Spannung, die fast von Anfang an über den ganzen Film hinweg anliegt. Eine Spannung, die ich zwar nicht näher beschreiben kann, die aber die gesamte Handlung trägt.

Der Ghostwriter ist angenehm ruhig, ganz gemächlich tauchen Rätsel und offene Fragen auf und der Film lässt einem die Gelegenheit zum Grübeln. Was natürlich sinnlos ist, denn Polanski arbeitet mit falschen Fährten und doppelten Böden. So erhalten wir immer wieder Wendungen, Ansätze und Hinweise, denen wir immer weiter folgen, bis wir uns selbst in der Person des (vermutlich deswegen) namenlosen Ghostwriters wiederfinden.
Und gerade DAS ist der Aspekt, um den es geht, dass wir nämlich nicht irgendeiner Figur zusehen, sondern selbst zum Detektiv werden.

Das ist aber nicht die alleinige Stärke des Films. Ewan McGregor und Olivia Williams leisten wirklich gute Arbeit, wirklich hervorzuheben ist aber Pierce Brosnan. Er spielt den ehemaligen Premierminister, einen charismatischen Typen, der aber ein ganz großes Geheimnis zu haben scheint, und das tut er mit Bravour.

Und all das inszeniert Polanski in einer so bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre wie ich sie selten erlebt habe und ein Erlebnis ist es auf jeden Fall.

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L-viz

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Bewertung3.5Schwach

Ggf. SPOILER
"Der Ghostwriter" hätte eigentlich auch unter dem Titel "Tony Blair - How It Should Have Ended" laufen können, denn um keinen geringeren geht es hier. Tony Blair, der Hampelmann des Weißen Hauses - hier sogar noch zum Hampelmann der CIA degradiert -, will unter Zuhilfenahme eines Ghostwriters endlich seine Memoiren zu Papier bringen. Eine Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag kommt ihm in die Quere. Das war´s auch schon, denn ab hier tritt die Handlung auf der Stelle. Die Nachforschungen des Ghostwriters bestätigen am Ende nur die Vorwürfe; auf überraschende Wendungen kann man vergeblich warten. Besagte Nachforschungen gestalten sich oft als überaus stümperhaft. So ist der Tod des Vorgängers von Anfang an dubios, natürlich erhärtet sich der Mordverdacht. Und wem erzählt der Ghost von seinen Erkenntnissen als erstes? Dem Blair-Anhang! Abgeschlossen wird das ganze durch ein unglaubwürdiges, weil überzogenes Finale. So zieht der Film an mir vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen.

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GeezyGee

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Von welchem "Finale" sprichst du? :D ACHTUNG SPOILER:

Oh, nein! Die unsympathische, arrogante und den ganzen Film lang sich verdächtig verhaltende Ehefrau ist bei der CIA! Das hätte wirklich niemand gedacht! Was mache ich jetzt bloß? Ach ja, nichts. Der Film ist an dieser Stelle zu Ende.


Splashy

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film wurde einfach viel zu stark in die Länge gezogen.
Durch das sehr träge dahinplätschern der Story wurde die Spannung, wenn Sie doch mal auftauchte, gleich wieder durch eine extrem laaaangweilige und laaange uninteressante Passage gekillt.

Im allgemeinen empfand ich einfach zu wenig Thrill an diesem Thriller.
Auch die "Verschwörung", wenn man Sie so nennen kann war reichlich flach.

Zugegeben, die schauspielerischen Leistungen und die Atmosphäre sind gut gelungen. Ein paar mal kam ja auch wirklich Spannung auf, aber sie konnte einfach nicht wirklich aufrecht erhalten werden.

Na ja, und der Schluss, ist wohl auch Geschmackssache...

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Thomas Hetzel

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Bewertung7.5Sehenswert

Trotz Ewan McGregor ein guter Film.

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Blazeman

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Bewertung4.5Uninteressant

Gute Schauspielleistung von Ewan McGregor . Sonst null Spannung. Die Zeit verging sehr langsam und das Ende sehr Enttäuschend.

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Shady95

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat mich mehr beeindruckt, als ich erwartet hätte.
Überzeugend von der 1. Sekunde an war Ewan McGregor, der die Rolle einfach perfekt ausfüllt und nur durch sein Spiel eine gewisse Spannung erzeugt. Diese Spannung wird verstärkt durch die dunkle Atmosphäre sowie den gelungenen Aufnahmen, vor allem auf der Insel. Die Story ist auch spannend inszeniert, denn der Film steigert sich von Minute zu Minute, obwohl Polanski sich sehr viel Zeit nimmt, was dem Film aber letztendlich gut tut.
Normalerweise kann ich mit Politthrillern nicht viel anfangen, aber dieser hier hat sehr viel Spaß gemacht, auf seine eigene Art und Weise. Nachdem man dachte, dass der Film nun seinen Höhepunkt erreicht hat und der Abspann nicht mehr weit entfernt ist, wird man durch ein unerwartetes, aber richtig gutes Ende mit offenem Mund zurück gelassen.

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Impeesa

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Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, ich hätte meinen Kommentar von dir abgeschrieben, aber ich glaube, das streicht nur umsomehr die Stärken den Film heraus.


Shady95

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Das denke ich auch. Kann deinem Kommentar auch nur zustimmen...


a_krueger

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Bewertung5.0Geht so

Hübsch gefilmt und total unnötig. Hat ein paar der ulkigen Polanskismen, wie den unbeholfen mit Rollkoffer fliehenden Helden, wirkt ansonsten aber eher wie ein "die Welt hat ein schlechtes Bild von mir, also mache ich mal schnell mit beliebten Stars einen spannenden Film, dann haben mich alle wieder lieb und ich genug Geld, um meine Anwälte zu bezahlen"-Film. Als langjähriger Polanski-Fan muss ich sagen: Der schwächste Film, den ich vom Regisseur kenne. Aber dafür noch ganz okay.

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Roman Polanski hat einen gepflegten Polit-Krimi gemacht, der ganz ohne spektakuläre Stunts oder aufreibende Verfolgungsjagden auskommt. Die beiden Protagonisten belauern sich gegenseitig. Besonders das persönliche Umfeld des früheren britischen Premiers Lang (Pierce Brosnan hier wohlwollend distanziert) findet große Beachtung. Bei seinen Recherchen stößt sein mutiger, pfiffiger und aufrechter ‘Redenschreiber‘ Ewan McGregor auf Ungereimtheiten in dessen Vergangenheit. Da gibt es viel Gesprächsstoff. Die Dialoge sind scharfzüngig und vertreiben einen Teil der Langeweile (z.B. ‘Sind sie krank?‘ – ‘Nein, ich altere nur.‘ oder ‘Wer einen Stammbaum sucht, soll ins Gartencenter gehen.‘)
Auch Polanskis persönliche Problematik mit der ‘Auslieferung‘ wird marginal gestreift. Ebenso offensichtlich sind die zeitgeschichtlichen Bezüge zu Tony Blair (Transparente: ‘Blair – Liar‘). Doch das geniale Highlight ist der Schluss. Allein deswegen lohnt es sich, den Film anzuschauen. Damit meine ich nicht das Attentat, sondern wie McGregor die Lösung des Puzzles findet. Was man sieht, was nicht, wie man der Kamerafahrt bei der Weitergabe der Info folgt und dann: Din à 4 Blätter flattern durchs Bild, ein Auto beschleunigt auf Bildhöhe, ein Bobby folgt ihm, ein leiser ‘Bang‘…Aus! Jeder weiß Bescheid, keiner hat was gesehen. Große Klasse dieser Schluss.

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Freidenker

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Bewertung7.5Sehenswert

"Der Ghostwriter" ist ein wirklich schöner altmodischer Thriller der mal wieder zeigt das
ein Thriller auch ohne großes Tamtam den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann
Der Film schlägt nie ein besonders hohes Tempo ein,sondern nimmt sich stattdessen viel Zeit zum Aufbau der Atmosphäre,die in diesem Film wirklich grandios ist.
Wie für Politthriller gibt es auch kaum Action sondern dafür das Gefühl der ständigen Bedrohung.
Trotz dieser hervorragenden Inszenierung muss ich doch gestehen das die Story für mich jetzt nicht gerade das Gelbe vom Ei ist,insbesondere das Ende ist nicht gerade gelungen und wirkt viel zu konstruiert.
Davon jedoch abgesehen ist "Der Ghostwriter" ein doch sehr unterhaltsamer und sehenswerter Politthriller,wie es ihn heute leider viel zu selten gibt.

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