Der große Diktator
The Great Dictator (1940), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 30.12.2004
56 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7971 Bewertungen
74 Kommentare
Keine ?
von Charles Chaplin, mit Charles Chaplin und Jack Oakie
Anton Hynkel (im Original Adenoid Hynkel, gespielt von Charles Chaplin) ist Der Große Diktator von Tomanien. Gnadenlos und brutal unterdrückt er Juden und strebt nach immer mehr Macht. Doch er weiß nichts von seinem Doppelgänger. Ein jüdischer Friseur (ebenfalls Chaplin), der nach einem Flugzeugabsturz im ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verloren hat, gleicht ihm bis ins kleinste Detail. Der Friseur ahnt nichts von der Judenverfolgung, weil er von dem Kommandeur Schultz (Reginald Gardiner), dem er einst das Leben rettete, beschützt wird. Gemeinsam und mit dem Glück auf ihrer Seite sagen der Kommandeur und der Friseur dem Diktator den Kampf an.
Der Große Diktator (Original: The Great Dictator) wird oft als Charlie Chaplins Meisterwerk gehandelt. Es ist mit fünf Oscarnominierungen auch der erfolgreichste. Chaplin ist nicht nur der Autor und Regisseur dieser Verwechslungsgeschichte, sondern bestreitet auch die Doppelrolle Hynkel/ Friseur. Zum ersten Mal übernimmt er in Der Große Diktator auch eine richtige Sprechrolle (Hynkel). Auch ist es das erste Mal, dass er einen anderen bekannten Komiker, namlich Jack Oakie (als Benzino Napaloni) an seiner Seite akzeptiert.
Auf Grund seines brisanten Inhalts war Der Große Diktator lange umstritten und im nationalsozialistischen Deutschland natürlich verboten. Chaplin ließ sich aber nicht beirren und folgt seinem Wunsch mit Der Große Diktator die NS-Ideologie lächerlich zu machen. Ganz besonders berühmt ist die Szene, in der Adolf Hynkel mit der Weltkugel tanzt und sie zerplatzen lässt.
Cast & Crew
-
Charles Chaplin
-
Charles Chaplin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adenoid Hynkel
-
Jack Oakie
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Napaloni
-
Reginald Gardiner
-
Paulette Goddard
-
Henry Daniell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Garbitsch
-
Billy Gilbert
Regie
Schauspieler
-
Maurice Moscovitch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Jaeckel
-
Emma Dunn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Jaeckel
-
Charles Chaplin
- Genre
- Politische Satire
- Zeit
- 1930er Jahre, Erster Weltkrieg
- Ort
- Deutschland, Flugzeug, Jüdisches Ghetto
- Handlung
- Adolf Hitler, Amnesie, Barbier, Böser Zwilling, Diktator, Doppelgänger, Doppelgänger, Flucht, Frau, Friseur, Gedächtnis, Gefangenschaft, Größenwahn, Himmel, Jude, Judenverfolgung, Jüdisches Ghetto, KZ-Häftling, Klassiker, Kultfilm, Mussolini, Nationalsozialismus, Nazi, Propaganda, Radiogerät, Rede, Repression, Schönheit, Soldat, Spaghetti, Unterdrückung, Verfolgung, Verwechslung, Wettkampf
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Romantisch, Verstörend, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der große Diktator
Fans dieses Films gefiel auch
Moderne Zeiten
US 1936
Lichter der Großstadt
US 1931
Goldrausch
US 1925
Der Vagabund und das Kind
US 1921
Eins, zwei, drei
US 1961
Trailer zum Film Der große Diktator
Alle Trailer, Clips & Videos (2)












Kritiken (1) — Film: Der große Diktator
Ulrich Behrens
Kommentar löschenChaplin löst nicht nur das Grauen in Komik auf, ohne dass dabei das Grauen ins Lächerliche gezogen würde. Es bleibt stets präsent, wie ein roter Faden, an dem sich alle – aus unterschiedlichen Positionen: Täter und Opfer – entlang hangeln müssen. Auch die Pomp-Kultur des Dritten Reiches (unter deutlicher Bezugnahme auf Speer), den Größenwahn, die Zeichen und Symbole (etwa auch Riefenstahls „Triumph des Willens“ von 1935) und die Arroganz der Mächtigen werden ad absurdum geführt, ohne die Gefährlichkeit des Nationalsozialismus zu verniedlichen. So wäre es denn auch falsch, „Der große Diktator“ schlicht als Komödie zu bezeichnen. Dass Chaplin sich der Gefährlichkeit des Regimes vollständig bewusst war, auch wenn er sich sicherlich den Völkermord nicht vorstellen konnte, wird in jeder Sekunde des Films mehr als deutlich.
Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
pellekraut007 2009/10/15 13:11:25
Antwort löschenBesser kann man es wohl nicht... formulieren! Respekt!
Commentator 2012/01/02 15:41:12
Antwort löschenKlasse Kritik!
Kommentare (73) — Film: Der große Diktator
Kommentar schreibenEasyPauly 2012/01/25 23:27:08
Kommentar löschenGibt es bei YOutube für umsonst!:D Filmkunst und ein wahnsinns Monolog!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
vicvega 2012/01/24 18:14:42
Kommentar löschenCharlie Chaplin-einfach der beste Parodist und Komiker überhaupt. Dieser Film ist nicht bloß witzig, sondern parodiert (und das sowas von gekonnt), die Sinnlosigkeit der Nationalsozialistischen Ideologie. Dabei ist vor allem die Parodie der Staaten und Nazi-Persönlichkeiten extrem komisch. Aber auch die Propaganda-Element werden gekonnt belustigt (statt dem Hakenkreuz, zwei x-beliebige Kreuze). Und der Tanz mit der Weltkugel kann sowieso nicht getoppt werden.
Was mich aber v.a. beeindruckt ist dieses Verbinden von Humor und Ernsthaftigkeit, der Kampf gegen Rassenideologie und Antisemitismus mit Humor. Er verdeutlicht wie lächerlich und absurd eigentlich das Denken dieses narzisitschen und abscheulichen Diktators ist, ohne dabei die Gefahr und Grausamkeit, die von solchen Diktatoren (bzw. Diktaturen) ausgehen kann (und letztendlich grausamer als Chaplin es sich je hat vorstellen können), zu verharmlosen.
Weiterhin war auch die Musik (welche Chaplin selbstverständlich selbst beisteuerte) großartig, allen voran als der Friseur seinen Kunden rasiert. Die Musik zu Brahms passte dazu so genial, unglaublich.
Alles in allem wird einem am Ende dann bewusst, weshalb dieser Film so bedeutend und wichtig ist.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Keky 2012/01/10 15:47:05
Kommentar löschen"Der große Diktator" wurde an anderer Stelle schon hoch in den Himmel gelobt und ich kann mich all jenen die von diesem Film begeistert sind nur anschließen. Meiner Meinung nach ist dieser Film der beste Chaplin und einer der besten Filme überhaupt. Auf alles hat Chaplin geachtet, er parodiert nicht nur die Personen und ihre Art, sondern auch die Symbole und Namen. Außerdem beweist Chaplin, dass er auch den Tonfilm beherrscht, denn "Der große Diktator" ist eine herrliche Mischung aus Wortwitz und altbekannter Situationskomik. Selten habe ich eine so scharfe, intelligente Parodie gesehen.
Es ist wirklich erstaunlich, dass dieser Film schon zu Anfang des Krieges ein so genaues Bild zeichnen konnte und die Zusammenhänge erkannte.
Chaplins Film ist darüber hinaus typisch Chaplin. Er kann es noch. Letztmalig in seiner typischen Aufmachung als Tramp legt er ein ganzes Bündel seiner einmaligen Slapstickszenen hin, die wunderbar choreographiert und viel genauer auf bewusst ausgewählte Musik abgestimmt sind als in früheren Filmen.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
FilmFreeza 2012/01/10 16:59:06
Antwort löschenFreut mich, dass er dir auch so gut gefallen hat :)
FilmFreeza 2012/01/03 17:25:22
Kommentar löschenOh mein Gott ich wurde entjungfert. Und das gleich in mehrfacher Weise.
Nicht nur, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und meinen ersten Schwarz - Weiss Film zu Ende gesehen habe, sondern auch dass dieser mir auch noch gefallen hat.
Aber damit nicht genug. Es war auch der erste Film von und mit Charlie Chaplin.
Dreifach entjungfert, dass ist selbst für meine Verhältnise krass, aber darum geht es nicht.
Es geht um nichts geringeres, als um dieses Meisterwerk.
Der große Diktator heisst es und wurde im Jahre 1940 (!!!) in Großbritannien gedreht.
Entschuldigung für die Ausrufezeichen, aber ich glaub immer noch nicht, dass ich das echt durchgezogen habe.
Bereuen tu ich es keinen Meter, denn was in diesem Film geboten wird ist spitzenklasse, was nicht nur am Genie Charlie Chaplin liegt, der mit seiner Art zu Schauspielern irgendwo einen Nerv bei mir getroffen hat, sondern auch an den ganz simplen Mitteln die Mann benutzt, und die einem zeigt, dass die "wahren" Filmemacher, wahrscheinlich schon 10 Meter unter uns weilen, was die heutigen Regisseure nicht kränken soll, sondern einfach nur verdeutlichen soll, dass gar kein Riesenbudget notwendig ist, um einen starken Film abzuliefern.
Viel wichtiger ist eine gute Idee, und die schamlose Ausnzutzung dieser.
Kein Film, den ich kenne auf dieser Welt hat Ideologie, Politik und Wesen Hitlers so gut getroffen und aufs Korn genommen, wie "der große Diktator" von Charlie Chaplin.
Anscheinend liegen die wahren Meisterwerke in der Vergangenheit begraben.
Hmm. Da werd ich mich wohl demnächst ans suchen machen.
An dieser Stelle bin ich auch sehr offen für Tipps von euch :).
Aber zurück zum Thema.
Der große Diktator strotzt so vor bissigen und genial angebrachten Seitenhiebe gegen die NS, was vor allem in der Szene mit der Weltkugel überragend zur Schau gestellt wird, als Hynkel aka Hit*** (darf man den Namen hier eigentlich schreiben , wäre interessant zu wissen) die Weltkugel umher wirft als gehöre ihm jetzt schon die ganze Welt.
Die Geschichte an sich ist lustig gemacht, eine geniale und clevere Satire eben.
Trotz meiner Skepsis, hat mich dieser Film zutiefst gefesselt, und das schwar-weis Bild hat mich überraschenderweise auch kein Bisschen gestört.
Ich kann nur sagen, sehr sehr empfehlenswert.
Schauts euch an!
P.S. JERRY <3
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
hoffman587 2012/01/03 18:28:37
Antwort löschenDreifach "entjungfert" (welch vulgär Wortwahl), ich lass verstand nur zweimal, denn zwei impliziert drei. Oder 1 impliziert 3 und verfügt so über nummer 2. Jedenfalls so ähnlich und das Argument würde ich auch banal finden: »Der Film ist doof, da Schwarz-Weiß«, na da hättest was zu hören bekommen. ;)
So sind manche Filme mMn sagar teilweise umso charmanter und surrealer, was ich nur als positiv beurteilen würde. ;)
"Anscheinend liegen die wahren Meisterwerke in der Vergangenheit begraben." - Wo auch sonst? Heute sicher nicht, so ist das Kino erst entstanden, so als nächstes dann Pasolini, Fellini, Bunuel und Fassbinder. ;D
FilmFreeza 2012/01/03 19:19:20
Antwort löschendreifach entjungfert hört sich aber cooler an :D .. und das mit den Filmen aus der Vergangenheit wird sich ja auch langsam aber sicher bessern :)
hoffman587 2012/01/03 19:30:49
Antwort löschenLogik sollte aber niemals über der Substance stehen, oder so sagte mal ein netter Mann, neben mir. :p
FilmFreeza 2012/01/03 19:44:06
Antwort löschenwerds mir merken ;)
smartyx 2012/01/03 23:40:47
Antwort löschenDrei Punkte:
1. Du wirst immer Filme aus der Vergangenheit sehen. Wenn nicht, sag mir Bescheid, wie das geht :-)
2. Hitler darfst du ruhig schreiben, so lange du dabei kein wohliges Kribbeln spürst
3. Vorgemerkt
FilmFreeza 2012/01/04 00:08:16
Antwort löschenZu Punt 1: sry ich vergaß :D
2. sicher nicht
3. Viel Spaß damit, ist sehenswert :)
Alle 8 Antworten zeigen
J!GS4W 2012/01/10 18:27:17
Antwort löschenZu den Filmempfehlungen:
"Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben"
bzw. generell alles vom Meister Stanley Kubrick.
Und wenn du schon den großen Diktator gut fandest, dann kannst du dir auch noch mehr von Chaplin angucken, denn der hat noch so einiges Schönes im Repertoir, beispielsweise "Der Vagabund und das Kind", "Goldrausch" oder "Moderne Zeiten". Die sind aber auch mit winzigen Ausnahmen stumm. Aber das gibt es ja (Gott sei Dank) dieses Jahr durch "The Artist" auch wieder in der Kinowelt.
FilmFreeza 2012/01/11 07:01:57
Antwort löschenDa kann ich mich wohl noch auf einige tolle Filme freuen :)
Danke :)
Commentator 2012/01/02 15:38:11
Kommentar löschenEs gibt selten Filme, die eine unglaublich hohe Erwartungshaltung haben und diese nicht nur übertreffen und sondern trotzdem noch überraschen. "Der große Diktator" ist ein solcher Film. Jeder, der auch nur einen Funken Bildung hat, kennt diesen Film und weiß ob der großartigen Kritiken, die es für diesen Film schon gehagelt hat. Doch nachdem ich diesen Film jetzt endlich mal gesehen habe, war ich einfach nur baff wie scharf, sozialkritisch, treffend und dabei genial mit Humor gewürzt dieser Film war. Ein Glanzstück in der Filmgeschichte. Muss man tatsächlich einfach gesehen haben!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Yivro 2012/01/02 00:29:02
Kommentar löschenHumor ist immer eine gute Form der Verarbeitung und dem "Großen Diktator" gelingt dies genauso gut wie beispielsweise "Sein oder Nichtsein" (Ebenfalls aus der Nazizeit). Chaplin vergnügt sich an seiner Ähnlichkeit zu Hitler und verpackt seine einfache, vergnügliche Kost in ein ernstgemeintes Gerüst und schafft es damit, ein Plädoyer für die Menschlichkeit mit dem schuldfreien Humor zu verbinden, ohne das Ganze gekünstelt oder überzogen wirken zu lassen.
Ob der Film auch heute noch seine ehemalige Wirkung entfalten kann, wage ich aber auch zu bezweifeln. Er ist kein unbedingt zeitloser Film, aber immernoch ein Spaß.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Limenator 2011/12/27 19:14:14
Kommentar löschenAuf jeden Fall eines der großartigsten und wichtigsten Werke der Kinogeschichte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J!GS4W 2011/12/27 00:53:37
Kommentar löschenWir schreiben das Jahr 1940. Charles Chaplin, der Meister der Situationskomik und des Slapstick, der Mann, der Komödie und Tragödie so gekonnt vereinen kann wie kaum ein Zweiter, zeigt wahre Größe. Fazit dieses Aktes sollte sein, dass Hitler persönlich Pläne hatte, wie er diesem Frevler an die Gurgel könne. Ach, was gibt es zu diesem Meisterwerk denn überhaupt noch zu sagen, was nicht schon gesagt wurde? Ich versuche mich mal daran, denn es ist wichtig über diesen Film zu sprechen, da er genauso wichtig war und noch immer ist und von daher ist es wohl nicht schlimm, wenn ich Sachen wiederhole, die viele schon gesagt haben.
"Der große Diktator" ist für mich (und wohl auch viele andere) eine der wichtigsten Gesellschaftssatiren überhaupt. Das liegt nicht bloß am historischen Kontext und dem Entstehungsjahr, sondern an jeder Faser dieses Filmes. So muss ich "The Great Dictator" definitiv noch vor meinen geliebten "Dr. Strangelove" setzen, denn die Art und Weise wie Charlie Chaplin mich mit diesem Film gebannt hat, ist kaum in Worte zu fassen. Dennoch lasse ich es mir natürlich nicht nehmen etwas zu umschreiben.
Mit Paulette Goddard hat Charlie Chaplin eine Frau gefunden, die nicht bloß schön ist, sondern auch seinen schauspielerischen Anforderungen genügt. Bereits in "Modern Times" konnte sie dies demonstrieren und hier in Charlie Chaplins erstem wirklichen Tonfilm kommt dies noch mehr zu Geltung.
Der Film baut von Anfang an eine gewisse Spannung auf, die sich aber nicht inhaltlich stark ausprägt, da die ersten Sznenen ja nun einmal bereits Handlungen des Ersten Weltkrieges schildern. Chaplin darf, ob als Hynkel oder jüdischer Friseur, wie gewohnt mit seinen komischen Einlagen brillieren, verliert aber in der Rolle des Juden im Film kaum ein Wort. Anders sieht das bei Hynkel aus, der im monologen Dialoginferno ein unverständliches Wirrwarr mit Fetzen wie "Sauerkraut", "Blitzkrieg" und "Wiener Schnitzel" abfeuert. Gerade hier zeigt sich Chaplin als Meister der Inszenierung: Die Mikrofone verbiegen sich und schrecken vor dem Diktator zurück und schwupps, wir haben Filmgeschichte geschrieben und eine unvergessliche Szene geschaffen.
Ab und an kam es vor, dass ich mich fragte, wann denn nun die eigentliche Verwechslungsgeschichte vorkäme, wenn man lange Zeit nur Hynkel oder mal nur den jüdischen Friseur bewundern durfte. Doch genau in diesem Punkt beweist Chaplin Stärke, da er konsequent auf diesen Punkt aufbaut, aber auf diesen Story-technischen Plotpunkt bis ganz zum Ende verzichtet, da ihm vor allem seine Aussage und nicht die Unterhaltung am Herzen liegt. Beweis dafür ist ganz einfach die Endrede, in der die aufgestaute Frustration dann endlich ausbricht und DER APPELL an die Menschlichkeit folgt. Das ist die wichtigste Szene im Film, die selbst den Tanz mit der Weltkugel klein aussehen lässt und in der Chaplin zeigt, was schauspielerisch und moralisch in ihm steckt. Gänsehaut breitete sich aus und an dieser Stelle möchte ich appellieren, sich diese Szene im Originalton anzusehen. Da wurde mir ganz bang und die Augen feucht, denn das war Kraft, das war Stärke, das war Mut ... Das war fantastisch!
Das kann ich auch nicht alles zitieren, auch wenn ich es gern möchte, das muss man selbst sehen, hören, verschlingen:
http://www.youtube.com/watch?v=5IvPIWzQcUY
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
stuforcedyou 2011/12/27 19:58:51
Antwort löschenEl Supido
Schloøpselcki 2011/11/23 12:38:36
Kommentar löschen"I thought you were an Arian.." "I'm a vegetarian"
"The Great Dictator" ist bislang die beste und eine der wichtigsten Parodien auf Hitler und das Nazi-Regime, weil es sich nicht ausschließlich um eine stumpfe "Verarschung" handelt, sondern vielmehr um einen Aufruf zu kämpfen und zu hoffen. Auch wenn der großartige Charles Chaplin nicht immer den richtigen Ton trifft, oftmals ein bisschen daneben greift (was aber durchaus dem damaligen Informationsleck der USA zu Schulden gelegt werden kann, immerhin ist dieser Film aus dem Jahr 1940) und das Drehbuch eindeutig ein paar unnötige Längen aufweist - die legendäre Rede am Ende macht jegliche Fehler wieder wett. Mir gefallen Chaplins Stummfilme um einiges besser, doch mit "The Great Dictator" hat er ohne Frage ein Werk geschaffen, dass seinen Platz in der Filmgeschichte verdient.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Schlegel 2011/11/04 12:32:22
Kommentar löschenMit Klamauk und Pathos gegen Nazideutschland. Das fand Chaplin dann ja auch nicht mehr so gut.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ash-williams 2011/09/27 17:10:41
Kommentar löschenCharlie Chaplin ist mit Der große Diktator ein großes Werk der Filmgeschichte gelungen. Noch lange vor dem Kriegseintritt der Amerikaner schafft Chaplin dieses Werk in dem er den größten Massenmörder der Welt karikiert und herrlich vorführt, dabei spielt er selbst eine Doppelrolle und schrieb das Drehbuch. Der große Diktator ist Chaplins erster reiner Tonfilm, was beeindruckend ist, wenn man die Dialoge und den Einsatz von Soundeffekten bedenkt. Dem Regisseur ging es darum die Menschen zum Lachen zu bringen, aber sie auch zum Nachdenken anzuregen, so entschloss er sich als Schlussszene zu einem mutigen Aufruf für Frieden und Menschlichkeit, ein Monolog der aus dem Herzen kommt und den Film neben seinen Slapstick- und Wortwitz auch zu einem dramatischen und wichtigen Werk macht. Es ist wahrscheinlich Chaplins bester und wichtigster Film und ein Werk, das das Prädikat "musst seen" mehr verdient als alle anderen! Toll, witzig, traurig, geschichtlich interessant und wichtig!
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
TexasTomBoe 2011/10/12 02:31:24
Antwort löschenSchlussszene zu einem mutigen Aufruf für Frieden und Menschlichkeit
wahrscheinlich das mutigste und ehrlichste filmzitat ever!
beim ersten mal schauen... tränen in die augen ;)
ohne spaß das ende ist einfach der wahnsinn!!!
ash-williams 2011/10/12 09:21:44
Antwort löschenIch habe mal in einem Interview mit ihm gehört, dass er sich über die Schlussszene lange den Kopf zerbrochen hat und sich am Schluss dazu entschieden hat nicht in der Rolle des Protagonisten zu den Zuschauern zu sprechen, sondern einfach als Charles Chaplin! Großer Mann!
Raupy 2011/09/13 23:42:14
Kommentar löschenBratpfannenbonus
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten
Roolfer 2011/09/13 20:07:07
Antwort löschenIst mir auch schon aufgefallen :)
Das gefällt mir jetzt einfach mal aus Prinzip auch wenn ich keinen Plan hab was damit gemeint ist.
Ezra 2011/09/13 20:10:50
Antwort löschenIch bin beruhigt, dass ihr das auch sehen könnt :)
Prechtl 2011/09/13 20:22:36
Antwort löschenIch hab mir auch schon gedacht warum das schon seit mind. 6 Stunden da steht ;)
Ezra 2011/09/13 20:30:22
Antwort löschenIn 3 Stunden gibt es dann endlich den Bratpfannenbonus ^^
L-viz 2011/09/13 22:42:24
Antwort löschenNoch ein Stunde! Mal sehen, was dann passiert...
sweetForgiveness 2011/09/13 22:46:47
Antwort löschenoh cliffhager...jetzt muss ich ja mindestens noch ne stunde aufbleiben :D
Sigrun 2011/09/13 22:52:21
Antwort löschenWas dann wohl passiert? *bibber*
Ezra 2011/09/13 23:03:52
Antwort löschenNoch 40 Minuten, die Spannung steigt. Ich schließe mich Sigrun an: *bibber*
TheTurk 2011/09/13 23:27:04
Antwort löschenWieso ist dieser Kommentar noch immer an der Spitze? Muss ich das verstehen ?
''Bratpfannenbonus''... Hahahaha ;D
hoffman587 2011/09/13 23:41:21
Antwort löschen"In einer Minute":O
TheTurk 2011/09/13 23:42:57
Antwort löschenHahaha.. watt für ein scheiß ;D
Ezra 2011/09/13 23:43:05
Antwort löschenWow, ich war dabei.
Surfer Rosa 2011/09/13 23:43:07
Antwort löschenViel Lärm um nichts :)
Wumz 2011/09/13 23:43:14
Antwort löschenBratpfannenbonus für alle TÖRÖÖÖ
Movieking 2011/09/13 23:43:27
Antwort löschenmussolini auf dem hocker unbezahlbar
sweetForgiveness 2011/09/13 23:44:51
Antwort löschentschüss bratpfannenbonus, wir hatten 3 Stunden spaß mit dir und haben über dein mysterium gerätselt
Alle 18 Antworten zeigen
Surfer Rosa 2011/09/13 23:46:21
Antwort löschenMir hat dieses erschütternde "in" schon für vier Minuten gereicht. :)
Raupy 2011/09/14 15:24:20
Antwort löschenMehr als seltsam...
NewFilmkonsument 2011/09/09 13:39:28
Kommentar löschenChaplin trennte sich 1940 von seinem Tramp-Image und kehrte dem Stummfilm den Rücken zu, um sich mit einer Politsatire über Hitler lustig zu machen. Der überbordende Slapstick-Humor früherer Filme blieb erhalten, dennoch hat "The Great Dictator" eine klare Botschaft und verurteilt die Diktatur. Chaplin mimt den machtbesessenen Diktator Hynkel, der sich andauernd lächerlich macht und kein Fettnäpfchen auslässt, aber trotzdem von der Weltherrschaft träumt. Außerdem schlüpft Chaplin in die Rolle eines jüdischen Frisörs (quasi der Nachfolger des Tramps), der im ersten Weltkrieg sein Gedächtnis verlor und nach vielen Jahren nach Hause kommt und mit dem Regime Hynkels in Konflikt gerät.
"The Great Dictator" verlegt das Nazi-Reich in das fiktive Tomanien mit eigenem Kauderwelsch-Pseudo-Deutsch, aus Göring wurde Hering und das faschistische Italien heißt in Chaplins Universum Bakteria. Chaplin setzt auf bewährte Elemente wie Slapstick und eine tragische Liebesgeschichte zwischen dem Barbier und dem armen Mädchen (Paulette Goddard aus "Modern Times"), aber auch surrealer Humor findet seinen Einzug, z.B. der Tanz mit der Weltkugel.
Etwas ernüchternd ist die vergleichsweise harmlose Darstellung der KZs, denn 1940 konnte man in den USA noch nichts von den Gräueltaten in den Konzentrationslagern wissen. Chaplin sagte später, er hätte den Film nicht gemacht, wenn er gewusst hätte, was wirklich dort geschieht. Trotzdem ist "The Great Dictator" kritisch genug und unterhält mit überschweifender Komik und spannenden Momenten.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lismechir 2011/09/03 11:31:31
Kommentar löschenGroßartig, wie der Film Chaplin-Humor und seine Kritik vereint. Ich wünschte, es gäbe eine Video-Reaktion vom Adolf, das hätte ich doch allzu gerne gesehen. "Zatzkra hatzen ik strutz Sauerkraut!!"
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Godfather 2011/08/14 00:13:07
Kommentar löschenIch weiß nicht... irgendwie konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen.
Ich finde es zwar beachtlich, dass dieser Film schon 1940 erschienen ist, aber wirkliche Lacher waren für mich nicht da. Ich habe ein paar mal geschmunzelt, aber da habe ich echt mehr von dieser Parodie erwartet.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
cpt. chaos 2011/07/17 20:15:06
Kommentar löschenAus der damaligen Sicht heraus bewertet, wäre es natürlich eine glatte zehn!
Aber auch wenn ich spätestens jetzt als goßer Kulturbanause gelten sollte, konnte mir Chaplins Tonfilmpremiere lediglich einige Schmunzler entlocken.
Okay, das abschließende Plädoye für die Menschlichkeit hat etwas Bemerkenswertes an sich. Sozialkritisch betrachtet sicherlich ein Film, der zurecht seinen festen Platz in der Filmgeschichte einnimmt.
Dennoch erinnert mich der Humor zu sehr an die altehrwürdige "Klamottenkiste".
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
mellisee 2011/07/16 18:31:30
Kommentar löschengroßartig!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
mikkean 2011/07/16 16:46:20
Kommentar löschenKann Humor das Grauen besiegen? Zumindest lässt er sich vom Angesicht des unsagbar Bösen nicht unterkriegen. Nach all den Jahrzehnten immer noch die aufrechteste, zutiefst berührende und wahrlich auch wichtigste One-Man-Show, die Chaplin je konzipierte. Nichts anderes, als einer der wichtigsten Filme, die das Kino je hervorgebracht hat.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
mikkean 2011/07/16 19:36:52
Antwort löschenUnd das zurecht :)
Alle 3 Antworten zeigen
TexasTomBoe 2011/10/12 02:25:59
Antwort löschenUnd das zurecht :)
TexasTomBoe 2011/10/12 02:26:14
Antwort löschen;)
Mr. Pink 2011/07/16 16:37:13
Kommentar löschenUnd das schon 1940... Großartig!
"Nichts funktioniert! Nicht einmal der Füllfederhalter ist angespitzt."
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Stephantherock 2011/06/26 15:28:43
Kommentar löschenBesser gehts nicht.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten