Die Brüder Karamasow
The Brothers Karamazov (1958), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.09.1958
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6 Kommentare
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von Richard Brooks, mit Yul Brynner und Maria Schell
Der alte Fjodor Karamasow ist seinen Söhnen gegenüber ein Geizhals, aber ein Verschwender, was sein eigenes ausschweifendes Leben betrifft. Er macht der schönen Gastwirtin Gruschenka den Hof; wenn sie ihn heiratet, will er ihr bei seinem Tod sein ganzes Vermögen hinterlassen. Zugleich hofft er, mit Gruschenkas Hilfe seinen ältesten Sohn Dimitri ins Gefängnis zu bringen. Zwischen dem alten Karamasow und Dimitri besteht erbitterte Feindschaft, da der Sohn sich vom Vater um sein mütterliches Erbe betrogen glaubt. Dimitri könnte seine finanziellen Probleme lösen, wenn er die reiche Erbin Katja heiraten würde. Katjas Hoffnungen auf ihn zerschlagen sich jedoch, als Dimitri der verführerischen Gruschenka begegnet und ihr verfällt. Gruschenka gibt ihm bald Anlass zur Eifersucht: Eines Nachts glaubt Dimitri, sie habe heimlich seinen Vater aufgesucht. In rasender Wut dringt er in das Haus des alten Karamasow ein. Einen Diener, der sich ihm entgegenstellt, schlägt er nieder und flieht daraufhin, weil er fälschlich annimmt, ihn getötet zu haben. Stunden später erfährt Dimitri, dass der Diener lebt und außer Gefahr ist. Gleichzeitig aber beschuldigt man ihn eines furchtbaren Verbrechens: Er soll seinen eigenen Vater ermordet haben. Da der wahre Täter sich nicht stellt, wird Dimitri vor Gericht gestellt. Sein Bruder Iwan kann zunächst nichts für ihn tun. Als vermeintlicher Vatermörder wird Dimitri zu langjähriger Zwangsarbeit verurteilt und soll nach Sibirien gehen. Doch sein Bruder verhilft ihm zur Flucht.
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Kommentare (6) — Film: Die Brüder Karamasow
Hagen Hagen Wed, 22 May 2013 21:32:45 -0000
Kommentar löschenDas ist doch alles total unrussisch!
Doswidanje.
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fleeting Mon, 28 Jan 2013 13:41:12 -0000
Kommentar löschenAls eigenständiger Film gar nicht mal so schlecht, als Dostojewski-Verfilmung allerdings ein GRAUS. Die einzelnen Charaktere sind teilweise bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die eigentlich so stolzen, selbstbewussten Frauen (Gruschenka und Katjenka) verkommen hier zu sentimentalen dummen Weibern. Ihnen fehlt jede Eleganz. Auch der Mitja dieses Films - dieser Mensch mit dem stereotypen Verbrechergesicht, dem übertrieben bösartigen Blick, der selbst, wenn er lacht, irgendwie noch bedrohlich aussieht - das ist nicht der Mitja, den sich Dostojewski ausgedacht hat. Und was ist mit Iwan, der immerzu am Rande einer nahenden Geisteskrankheit steht? Was ist mit seinen quälenden Gewissensbissen, seiner totalen Verzweiflung? Nichts. Alles weggefegt. Das Drehbuch wie auch die Schauspieler sind - im Vergleich zur Romanvorlage - nichtssagend bis langweilig. Aljoscha ist besser besetzt als in der sowjetischen Verfilmung, insgesamt fehlen aber allen Figuren die für Dostojewski so wichtigen Ecken und Kanten. Wir haben es hier mit standardisierten Einheitsgesichtern zu tun, mit viel Herzschmerz, aber wenig Intelligenz, mit Charakteren, die nicht mehr sind als Abziehbildchen einer drögen Hollywood-Schmonzette. Alle philosophischen Fragestellungen wurden erfolgreich verdrängt. Was bleibt, ist eine eher kitschige Liebesgeschichte mit ziemlich pathetischem Ende (bei dem sich Dostojewksi im Grabe umdrehen würde). Kann man sich angucken, muss man aber nicht.
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Mimuschka Mon, 28 Jan 2013 13:47:55 -0000
Antwort löschenhab letztens nachgeschaut, das skelett von dostojewski ist schon zerfallen, vielleicht vom vielen rumdrehen
fleeting Mon, 28 Jan 2013 13:50:39 -0000
Antwort löschenda haben wir's! der arme mann...
RoosterCogburn Fri, 28 Dec 2012 16:30:03 -0000
Kommentar löschenDie Handlung kreist um drei Brüder. Dmitri, der älteste, ist Soldat (wird im Film von Yul Brynner dargestellt). Iwan, der intellektuelle Atheist (Richard Basehart). Und schließlich der Novize Aljoscha, der eigentlich Alexej (William Shatner) heißt. Im Gegensatz zum Buch, in dem Alexej als Protagonist dargestellt wird, fixiert sich der Film eher auf die Figur des Dmitri und seiner Beziehung zu Gruschenka (Maria Schell). Die Verfilmung konzentriert sich nur auf den Hauptstrang und erwähnt Nebenhandlungen nur beiläufig oder läßt sie vollends außer acht. Man muß die Vorlage nicht kennen um diesen Film zu mögen oder nicht. Aber man sollte sich bewusst sein, das dies eine lose Adaption ist, die nur auf Dostojewski's Roman basiert. Es handelt sich hier nicht um eine Literaturverfilmung! Doch dafür ist das Ergebnis unterhaltsam dramatisch bis triefend kitschig. Hat also in der Erzählung sein Höhen und Tiefen.
William Shatner's Debüt in einem Kinofilm ist gut. Die Darstellungen von Yul Brynner und "Seelchen" Maria Schell besser. Aber Lee J. Cobb als der moralisch verkommener Vater Fjodor, ist ausgezeichnet.
Der Fazit des Marshals: Leider gerät das Familiendrama durch die Hollywood-Verfilmung zum Schmachtfetzen. Jegliche Tiefe und die Fülle der Gedankengänge über menschliche Grundfragen nach Schuld und Sühne, Leid und Mitleid, Liebe und Versöhnung sind der Adaption egal.
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fleeting Mon, 28 Jan 2013 09:59:06 -0000
Antwort löschenSeh ich auch so! Die sowjetische Verfilmung ist da - trotz aller Ecken und Kanten - wesentlich ambitionierter!
RoosterCogburn Tue, 29 Jan 2013 18:33:05 -0000
Antwort löschenDie sowjetische Verfilmung ist mir bist dato völlig unbekannt. Ich nehme an, sie trägt denselben Namen?
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fleeting Tue, 29 Jan 2013 18:36:47 -0000
Antwort löschenjupp! :)
http://www.moviepilot.de/movies/die-brueder-karamasow-2
RoosterCogburn Tue, 29 Jan 2013 20:04:51 -0000
Antwort löschenYo, danke. Hab's schon auf die Merkliste gepackt.
Sepf Wed, 28 Dec 2011 17:32:07 -0000
Kommentar löschenIch habe diesen zufällig auf Arte entdeckt, als ich gerade dabei war das Buch zu lesen. Hab ihn mir dann trotzdem angeschaut und war positiv überrascht. Ein 27-Jähriger William Shatner, der aussieht wie 17. Echt perfekte Besetzung für Aljoscha. Während im Buch eben der gläubige Alexej im Mittelpunkt steht, richtet Brooks sein Augenmerk auf Mitja - und das zu Recht. Yul Brynner spielt ihn großartig.
Fazit: Sicherlich sehenswert, aber das Buch ist noch um einiges "lesenswerter".
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Tina Scheidt Thu, 28 Jul 2011 14:50:41 -0000
Kommentar löschenGute Schauspieler in einem familiären "Kriminalfall", das "Schätzchen" Maria Schell verführerisch und liebenswert um die sich alles dreht und wendet und der Zerfall aber auch Zusammenhalt einer Familie wird eindrucksvoll in diesem Spielfilm beleuchtet.
Wiliam Shatner gibt hier einen sehr guten Erstling als einer der Brüder Karamasov und zeigt sich von Seiten, die so mancher in "Captain Kirk", "TJ Hooker" oder "Denny Crane" nicht vermuten würde.
Stimmt, gute Unterhaltung für einen kalten Winterabend am gemütlich warmen Kaminfeuer mit einem heißen Tee, so richtig schön passend zur Jahreszeit, in der der Film spielt :-) (sehr guter Vergleich war das, gefällt mir,habe das Bild etwas ausgemalt :-) )
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Filmkenner77 Fri, 10 Dec 2010 15:14:34 -0000
Kommentar löschenMit Maria Schell, Yul Brynner und Richard Basehart sehr gute besetzte und packend erzählte Literaturverfilmung, die sich aber nur auf einen Teil des Buches beschränkt. Alles in allem ein Klassiker, den man gesehen haben sollte. Pathetisch, kitschig und mitunter klischeehaft, aber trotzdem ein rundum unterhaltsames und souverän inszeniertes Kinoepos für die kalten Tage des Jahres.
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Filmkenner77 Sun, 22 Jul 2012 15:37:38 -0000
Antwort löschenGute Filme kann man immer schauen. Aber ähnlich wie bei Doktor Schiwago kommt das richtige Feeling meiner Ansicht nach erst in der kalten Jahreszeit zum Tragen. Ein melancholisches Epos, großartig gespielt und herrlich altmodisch.