Die erste Vorstellung

Opening Night (1977), US
Laufzeit 144 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 27.11.2003

8.1 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.2 Community
64 Bewertungen
7 Kommentare
Die erste Vorstellung - Bild 20571
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von John Cassavetes, mit Zohra Lampert und John Cassavetes

In New Haven wird ein neues Stück probiert – und noch, während es schon vor Publikum gespielt wird, bei den Proben weiter ausgearbeitet. Später soll das Stück an den Broadway gezeigt werden. Nachtragischen Ereignissen schafft das Stück tatsächlich den Sprung auf die ganz große Bühne, aber den Schauspielern steht noch so einiges bevor.

  • Die erste Vorstellung - Bild 20572
  • Die erste Vorstellung - Bild 20573
  • Die erste Vorstellung - Bild 20574
  • Die erste Vorstellung - Bild 20575

Mehr Bilder und Videos zu Die erste Vorstellung


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die erste Vorstellung

Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Die erste Vorstellung ist ein äußerst intensiver Film, und dabei auch sehr anstrengend. Cassavetes konzentriert sich voll und ganz auf die Charaktere, zu denen der Zuschauer von allein einen Zugang finden muss. Dass dies gelingt liegt an den grandiosen Darstellern, insbesondere Gena Rowlands spielt geradezu ekstatisch, doch auch die anderen Mitglieder des Casts sind überzeugend. Die Grenze zwischen Schein und Sein, zwischen Theaterstück und Realität verschwimmt im Laufe des Films und fordert zum Mitdenken auf, was auch trotz einiger Längen sehr reizvoll ist und zum wiederholten Schauen einlädt. Cassavetes ist ein wahres Psychodrama gelungen.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (6) — Film: Die erste Vorstellung

Kommentar schreiben
Sortierung

Xebeche

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Hervorragende Inszenierung und eine ebenso hervorragende Gena Rowlands, die die Rolle der schizoiden und selbstzerstörerischen Theaterschauspielerin überzeugend verkörpert. Der Film kostet jedoch einige Anstrengung, vor allem die erste Stunde verläuft etwas zäh. Deshalb leider keine höhere Bewertung.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Motsche

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Okay, ich sag mal: "Ich bin jetzt ein Fan von Gena Rowlands!"
Der Film ist gut und bringt ziemlich genau einige Schauspielerkonflikte auf den Punkt!
Empfehlenswert!Sehr.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich verteufle Arte für diese Sendezeit. Eigentlich können sie es ja besser. Warum läuft "Woman under the influence" am Montag um 21 Uhr??? Und dieser um 23:25 bei einer Laufzeit von 2,5 Stunden???? Die erste Stunde konnte ich noch sehen, dann musste ich mich zugunsten eines erfolgreichen nächsten Arbeitstages schlafen legen. Naja morgen
wird er ja wiederholt, um 14:45????? AHHH!!!!

--------------------------------------------------------------------

Nun habe ich es ja doch geschafft und es hat sich gelohnt. Obwohl Cassvetes Stil klar erkennbar bleibt, so war ich doch erstaunt wie anders "Opening Night" im Vergleich zu "Woman under the influence" wirkte. Denn wo das Ehedrama mit Peter Falk ein authentischer dokumentarischer Blick in die Beziehung zweier Liebender ist, begeistert "Opening Night" durch seine absichtliche Künstlichkeit, sein Offenlegen von inszenartorischen Tricks, surrealistische Einschübe, Einsatz von Off-Musik etc. Das ist aber auch nur konsequent. Während Cassavetes inhaltlich die Theaterbühne dekonstruiert, sie also sichtbar macht, das davor und dahinter, muss er gleichzeitig stilistisch den Film sichtbar machen.
David Lynch hat "Opening Night" definitiv gesehen. Sein letztes Werk "INLAND EMPIRE" enthält viele Parallelen. Auch Cassavetes erzählt über eine Frau "in Schwierigkeiten", die in eine schwere Identitätskrise fällt, ausgelöst durch ein Stück bzw. einen Film.
Und genau wie bei "INLAND EMPIRE" nutzt auch "Opening Night" das Vermischen von Kunst und Wirklichkeit. Rowlands Attacken lassen sich selten im Kontext des fiktiven Stücks als privat oder gespielt interpretieren. Vielleicht zielt der Film in genau diese Richtung, dass Rolle und Darsteller sich so sehr überschneiden, dass das "Spiel" unmöglich wird, dass es nicht aufhört, wenn man nach Hause kommt und nicht anfängt, wenn man die Bühne betritt. Obwohl Rowlands Rolle mehrmals darauf besteht, dass sie zu wenig mit ihrer Rolle zu tun hat, ist doch genau das Gegenteil der Fall. Die Autorin des Stücks hat es schon richtig diagnostiziert. Das Problem liegt darin, dass sie zuviel mit ihr gemein hat. Das wiederum ist ein interessanter Punkt. Heißt das also, wenn einem Schauspieler seine Rolle zu nahe ist, dass er sie nicht gut genug spielen kann?
Beißend ironisch!
Am Ende, spielt sie einfach, vollgepumpt mit Alkohol und es bleibt im dunkeln ob die Krise vorüber oder nur ersoffen wurde. Man gratuliert sich trotzdem herzlich zur Premiere.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Motsche

Antwort löschen

also ich habs geschafft ;) hihi


Kubrick_obscura

Antwort löschen

ich jetzt auch


willy50

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Der MUSS-FILM für alle Schauspieler und vor allem, die die es werden wollen.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bradbury

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ein anstrengender Film, der von der Ersten bis zur letzten Minute die volle Aufmerksamkeit vom Zuschauer verlangt. Aber er ist es Wert, schon allein wegen der fantastischen Darsteller.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

maslobojew

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Die Schauspielerin Myrtl Gordon reibt sich zunehmend an ihrer Hauptrolle in einem Theaterstück und gerät in eine persönliche Krise. Sie erlebt außerdem den tödlichen Autounfall einer jungen, fanatisierten Frau mit, welche sie noch zuvor um ein Autogramm gebeten hat. Diese Frau taucht nun regelmäßig in Gordons Fantasie auf und forciert noch den Konflikt mit ihrer Rolle. Die Verantwortungsträger des Projekts sind überfordert. Produzent, Autorin und Regisseur haben vorwiegend ihren Ruf im Sinn und scheinen unfähig, die Krise ihrer wichtigsten Darstellerin menschlich zu betrachten.
Ein von vornherein ungewöhlich angelegter Film, der mich zunehmend gefesselt hat. Das grandiose Finale wie auch viele Sequenzen zwischendrin erlebt der Zuschauer als Theater im Film.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch