Donnie Brasco

Donnie Brasco (1997), US Laufzeit 126 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 17.04.1997

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7.2
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von Mike Newell, mit Al Pacino und Johnny Depp

New York, Ende der 70er Jahre: Der kleine Gangster Lefty Ruggiero arbeitet als Auftragskiller für die Mafiafamilie Bonanno. Als er den jungen Donnie Brasco kennen lernt, imponiert ihm vor allem dessen Unerschrockenheit. Doch er ahnt nicht, dass Donnie in Wirklichkeit Joe Pistone heißt und Agent des FBI ist, der einen Weg sucht, um als verdeckter Ermittler in die Kreise der Mafia einzudringen. Lefty und Donnie freunden sich an, und es gelingt Lefty tatsächlich, die “Familie” zu überzeugen, Donnie aufzunehmen. Je länger Joe Pistone als Donnie Brasco ermittelt, desto stärker verändert er sich, und Schritt für Schritt identifiziert er sich mit seiner Rolle in der Mafiafamilie. Seine eigene Frau und seine Kinder vernachlässigt er zusehends. Währenddessen wird seine Beziehung zu Lefty, der ihn wie ein Vater behandelt, immer enger und vertrauter. Doch die Mafiabosse lassen sich nicht auf Dauer täuschen. So finden sie bald heraus, dass es einen Verräter unter ihnen geben muss. Joe Pistone alias Donnie Brasco sieht sich zum Handeln gezwungen.

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Kritiken (2) — Film: Donnie Brasco

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Dieses Drama, verloren in verwechselten Identitäten, wird von Newell mit der nötigen Spannung und Tragik entfaltet, so dass sich die Beziehung zwischen Brasco und Lefty langsam zu einer Vater-Sohn-Bindung entwickelt, obwohl sie doch von Anfang an dem Zerfall gewidmet war, und kann in ihren besten Szenen eine Emotionalität erzeugen, die die hoffnungslosen Figuren unheimlich nahe bringt. Newell griff dabei jedoch nie auf unnötige Rührseligkeiten zurück oder wollte unbedingt etwas erzeugen. Im Gegenteil, es bleibt realistisch und persönlich und 'Donnie Brasco' findet genau im richtigen Moment sein Ende. [...]

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jonny Krüger: Der Blog.

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8.0Ausgezeichnet

Donnie Brasco heißt eigentlich Joseph Pistone heißt eigentlich Johnny Depp. Aber von Anfang an: Undercover-FBI-Agent Pistone gibt sich als Juwelier Brasco aus. Er soll die New Yorker Mafia infiltrieren. Über Lefty (Al Pacino) schafft er es schließlich in die “Familie”. Doch Brasco kämpft an zwei Fronten: Während er versucht in der Mafia-Familie Informationen zu sammeln, droht er mit seiner eigenen Frau und den drei Kindern zu scheitern. Immer tiefer rutscht Brasco, bis er selbst nicht mehr richtig zu wissen scheint, ob er noch gut oder böse ist.

[...] Das Hin-und-Her-Gerissensein des Protagonisten zwischen dem FBI einerseits, der Mafia und der Familie andererseits und natürlich zu Lefty, der Donnie zum Freund wurde, zeugt von guter Dramaturgie. Schließlich zeigt sich, dass das FBI, Arbeitgeber und Ernährer der Familie Pistone, ein kaltes, berechnendes Netzwerk ist. Pistones Vorgesetzte scheuen nicht, dass dieser im Zuge der Ermittlungen sterben könnte. So nehmen sich das formal gute FBI und die Mafia letztendlich nichts hinsichtlich ihren Strukturen und der Art, wie sie mit ihren Mitgliedern umgehen.

“Donnie Brasco” zeigt die Mafia von ihrer anderen Seite: Wo in “Der Pate” die Mafia-Elite und ihr Avandgardismus, die manchmal seifenopernähnlichen, privaten Konflikte die Geschichte schreiben, geht es hier um Gut und Böse und den vielen Facetten irgendwo dazwischen.

Das Ende schließlich ist einfach ernüchternd – oder eher ernüchternd einfach? Jedenfalls auf keinen Fall standardisiert, nicht pathetisch, schon gar nicht überzogen, aber auf jeden Fall ein dem Film würdiges Ende. [...]

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Kommentare (70) — Film: Donnie Brasco


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Jason Born

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Bewertung9.0Herausragend

Donnie Brasco, ein Film dessen Grundthema mich schon begeistern kann. FBI-Agent Joe Pistone (Johnny Depp) wird als -siehe Titel- in eine der 5 New Yorker Familien eingeschleust. Das ganze bei der Bonanno-Familie Ende der 1970er. Das gelingt, weil er erfolgreich das Vertrauen von Benjamin „Lefty“ Ruggiero gewinnen kann. Seit über 30 Jahren ist er Mafiamitglied aber wird immer bei Beförderungen übergangen und ist chronisch pleite. Al Pacino als Mobster ist ja keine Seltenheit. Aber zum ersten Mal sieht man ihn hier, wie er einen niedrigen Rang innehat und nur Befehlsempfänger ist. Dazu passen seine leisen Töne und Gesten sowie seine pessimistische Grundeinstellung. Die ganze Traurigkeit wird am besten bei der Szene auf dem Boot gezeigt. „Von einem Freund zum anderen“. Kein Michael Corleone, kein Tony Montana, kein Carlito Brigante.
Brasco alias Pistone hat unterdessen Schwierigkeiten, die Undercovertätigkeit sowie sein Familienleben unter einen Hut zu bringen. Aus der ganzen Gruppe innerhalb der Bonanno-Familie ragt dann noch Sonny Black (Michael Madsen) heraus. Der ist ein Capo/Captain und mit durchschlagenden! Überzeugungsfähigkeiten ausgestattet. Ohne alles von MM zu kennen, gehört das sicher zu einer seiner 3 besten Rollen, mindestens. Paul Giamatti ist auch in ner kleinen Rolle zu sehen, immer gut mit ihm.
Etwas Geschichte: Keine Ahnung warum es im Film verschwiegen wird: Sonny Black sein richtiger Name ist Dominic Napolitano. Wegen seiner „Ergrautheit“ und dem schwarzfärben seiner Haare kam halt der Spitzname. Ähnlich ists bei dem Capo einer anderen Truppe innerhalb der Bonanno-Familie: Der Anführer ist Sonny Red, mit richtigem Namen Alphonse Indelicato. Er bevorzugte rote/braune Lederjacken und rote Cowboystiefel. Daher der Name Red. Spätestens seit den Sopranos weiß ich, das sich Mitglieder La Cosa Nostra, also der US-Mafia, gerne Spitznamen und Abkürzungen verpassen, die oftmals gar nicht italienisch klingen. Warum das so ist, möchte ich immer noch rausbekommen.
Der Boss der Familie, Carmine Galante (Markenzeichen: Zigarre im Maul), kommt nur kurz vor. Alles weitere über ihn steht in einer Zeitung. Hätte gerne etwas mehr über ihn gesehen. Nach dem Mord am Boss wird von einem „Rusty“ gesprochen, der als neuer Boss vom Knast aus die Positionen und Gebiete neu vergibt. Dieser Signore bzw. Mister hört auf den Namen Philip Rastelli.
Das alles hab ich aber auch erst mit der Zeit und einigen Recherchen rausgefunden. Vor einigen Jahren ohne Internet gar nicht so einfach, da mussten noch Bücher gewälzt werden:)) Bin ja ganz schön abgeschweift. Dennoch bekommt der Film eine verdiente 9/10. Hier wird auf vieles penibel geachtet. Die Vorgänge und Verhaltensweisen innerhalb der Mafia, das Zeittypische der späten 70er und die Musi kommt auch zwischendrin in einigen Clubszenen. Einmal geht’s ins japanische Lokal, der arme Kellner. In diesem Sinne: Mann, piss die Wand an.

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Jason Born

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Fällt mir als wenig-bis-gar nicht-Leser immer wieder auf. Mit den angesprochenen Spitznamen wirds bei den Sopranos auf die Spitze! getrieben. Ein paar Bsp ohne Spoiler:
Tony Soprano - Ton(e) Das geht noch
Salvatore Bonpensiero - Big Pussy oder Puss
Corrado Soprano - Junior/Jun
Robert Baccalieri - Bobby Bacala
Joseph Peparelli - Joey Peeps
Giacomo Aprile - Jackie Aprile
und der Hammer:
Matt Bevilaqua - Matt Drinkwater!!!!!


Jason Born

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Hab mehrmals versucht, was in deinen Big Lebowski Kommentar zu schreiben. Erst kommt der Ladebalken, dann Seite nicht erreichbar. Probiere es später oder Morgen.


Croton

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz knapp erreicht dieser Film bei mir ein ausgezeichnet. Die Konkurrenz ist mit ihren Narbengesichtern, Paten und good Fellas eben übermächtig. Aber das tut diesem Drama keinen Abbruch. Als solches sollte man diesen Film wohl auch betrachten, denn Kriminalfilm ist er nur der Form halber und als Thriller nehme ich ihn auch nicht wahr.

Ob das Verbrechen hier realistisch gezeichnet ist, kann ich mangels eigener Erfahrungen nicht beurteilen. Jedoch erscheint der verzweifelte Versuch der kleinen Fische etwas ranzuschaffen bevor der Boss ausflippt irgendwie realer als die sonst üblichen Säcke von Geld, schnittigen Frauen und sexy Autos. Auch kleine Katastrophen wie das vergessene Bestechungsgeld scheinen mehr dem wahren Leben zu entsprechen.

Die Charakterzeichnung ist ebenfalls sehr glaubwürdig. Der kleine Fisch Lefty, der versucht über die Runden zu kommen und sein Vertrauen dem falschen schenkt. Joe Pistone der irgendwann nicht mehr weiß auf welcher Seite er denn nun steht und der tatsächlich gegen die Gesetze verstößt, die er angetreten ist zu verteidigen, um seinen Freund, den Verbrecher, zu retten. Es ist einfach ein menschliches Drama, vor dem Hintergrund der Mafia, toll gespielt und gefilmt.

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Und nach wie vor tu ich mich unglaublich schwer mit Mafiafilmen... *seufz* aber war ok. war schon ok. *seufz*

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Andy Dufresne

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Kaum, ja :)


istmeinmitgliedsname

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haha. ich steh irgendwie auf mafiafilme. ganz andere systeme bzw manchmal gefühlt Gar kein system, aber immer so hart und direkt und aufn tisch geknallt (; aber ich glaube ich kenne dein gefühl bzgl anderer genren.


Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mann, piss die Wand an, ist das ein geiler Film!

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Ener

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Bewertung7.5Sehenswert

Nicht de Palma? Nicht Scorsese? Oh Mann, die Produzenten-Wette wäre teuer geworden. Hätte wunderbar in so eine Art Mafia-Filmbox-Compilation gepasst. Aufgrund der hohen Qualität der Konkurrenz muß man fast schon sagen, Donnie Brasco ist nichts sonderlich hervorstechendes, wenngleich es etwas lästerlich klingt. Denn: Guter Film!

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florian.fiele

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Donnie Brasco

Donnie Brasco - möglicherweise Johnny Depps größte Rolle. An seiner Seite brillieren Al Pacino und Michael Madsen. Bei diesem Darstellertrio kann nicht viel schief gehen, möchte man meinen, und das tut es auch nicht. Donnie Brasco ist ein starker Film, der noch lange nachwirkt und auch mehrfach angesehen seinen Reiz nicht verliert. Dabei schleichen sich aber einige, äußerst viele, Längen ein. Das Drehbuch könnte straffer sein, die Inszenierung fesselnder. Andererseits wirken so die wirklich starken Szenen noch glaubwürdiger und eindringlicher. Insbesondere Pistones innere Konflikte sind von Depp derart stark dargestellt, dass man als Zuschauer regelrecht gefesselt sich mitten im Geschehen befindet. Glatte 10.0 für sein Schauspiel, wirklich bewegend. Auch Pacino und Madsen überzeugen voll, aber gerade bei Madsen zeigen sich auch die Schattenseiten. Angesichts von 147 Minuten Spielzeit schleichen sich nicht nur Längen ein, sondern auch immer mehr gewollt, aber nicht gekonnt, coole Momente. Besonders extrem fällt hierbei eine Bootsdialogszene zwischen Donnie Brasco und Sonny Black auf, bei der die beiden sich gefühlte 30 Mal an die Sonnenbrillen fassen. Hier und da, okay. Aber kein Gangster, der ein Gangster ist, versucht so zu wirken, als ob er ein Gangster ist. Kein cooler Typ, der ein cooler Typ ist, versucht so zu wirken, als ob er ein cooler Typ ist. Man kann es als Schauspieler übertreiben und besonders Madsen, aber auch Depp und andere ansonsten gut schauspielernde Darsteller, haben es einfach bei 147 Minuten, die zu füllen und tragen waren, übertrieben. Man hätte den Film stärker schneiden sollen (wobei ich auch die längere Extended-Version bei diesem Mal in der Hand hatte), denn der zu verfilmende Stoff war stark, aber nicht unbedingt für einen so langen Film geeignet. Die Buchvorlage gibt zwar mehr als genug Material her, aber daraus einen spannenden 3-Stunden-Film zu machen...darin liegt die Kunst! Was Scorsese mit Casino gelungen ist, haut hier nicht ganz hin. Das Ende ist allerdings sehr gut gelungen, sodass ein zufriedenstellender Eindruck bleibt. Solch starke Dramen erlebt man ganz bestimmt nicht alle Tage. 9.5 - nichts für 90 Minuten Nervenkitzel, aber ein Film, der lange nachwirkt und dem Gehirn Nahrung zum Reflektieren gibt

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florian.fiele

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Ich runde auf. Donnie Brasco ist ein must see! Bewegend wie kaum ein anderer Film. Wird der Buchvorlage gerecht und bereitet den Zuschauer auf sie vor (wenn noch nicht gelesen)


DonChris

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Bewertung9.5Herausragend

++Achtung, viele würden den nachfolgenden Text als einen bezeichnen, der SPOILER enthält ;) ++

"Donnie Brasco" erzählt die Geschichte der Großen Mafia-Zeit in Amerika aus einer anderen Perspektive - der des guten Schafes im Wolfspelz ;). Dabei bleibt Mike Newell erzählerisch ganz nah an der Buchvorlage, welche die wohl ansatzweise wahre Geschichte des FBI-Agenten Joseph Pistone umreißt. Pistone wurde in den 70`er Jahren auf Grund seiner Herkunft und seiner Art, als Spitzel in das Umfeld der Mafia integriert, um dabei so viele Beweise wie möglich, für wiederum so viele Verurteilungen wie möglich zu sammeln.

Mike Newell hat mit der Besetzung des ehrenvollen, aber erfolglosen "Lefty" durch Al Pacino im Prinzip schon das Niveau des Films gebettet. Pacino ist vor der Kamera einfach nahezu unschlagbar und steht in diesem Film über allen. In Michael Madsen hat Newell den Part des skrupellosen Mafia-Aufsteigers ebenfalls perfekt besetzt. Die wichtigste Rolle des Films geht an einen Mann, den ich sehr schätze, bei dem ich in diesem Film dennoch einige Minuten brauchte, um mich daran zu gewöhnen ihn in dieser Rolle zu sehen - Nämlich Kassenschlager Johnny Depp. Je weiter der Film voranschreitet, desto besser wird auch Johhny Depp. Wer das Buch gelesen hat dürfte sich allerdings über diese Besetzung, so wie ich, Eingangs gewundert haben, da sein Charakter im Buch als zwar äußerst gut aussehend und wandelbar beschrieben wurde, zugleich aber auch als kantig, groß und durchtrainiert. Na sei es drum, inzwischen kann ich mir Donnie Brasco nicht mehr ohne den Herrn Depp vorstellen und sein Gesicht bleibt für mich untrennbar mit diesem wunderbaren Machwerk verbunden.

Gleich zu Anfang des Films lernt Pistone "Lefty" kennen, von da an werden diese beiden Charaktere im Film untrennbar sein. "Lefty" weiht Joseph in die Gepflogenheiten der Mafia ein und versprüht allein durch seine Art und deine Ausdrucksweise einen einzigartigen Charme. Dieser lässt sich am besten durch seine Aussprüche wie "Man, piss die Wand an!", "Dem hast du Angst eingejagt... ich lach mich kaputt... ich hab 26 Jungs auf dem Kerbholz und vor dir hat er Angst.", oder als Joseph der das Fenster des Autos runterkurbelt, weil sich "Lefty" eine anzündete mit einem trockenen "Mach das Fenster wieder hoch, es zieht." daherkommt, beschreiben. Der Film hat auf jeden Fall auch seine komischen Momente. Jeder der die Weihnachtsszene mit den Geldumschlägen kennt, weiß was ich meine :D.
Was den Film für mich allerdings so besonders macht, ist der Umstand, dass sich Mike Newell - ähnlich wie im Buch auch - Zeit nimmt für die Darstellung des Charakters des Agent Pistone und einen somit nachfühlen lässt, wie problematisch es ist, auf der einen Seite ein neues Leben an zu fangen - nämlich das eines Mafiamitgliedes - und auf der anderen Seite ja immer noch die selbe Person zu sein, die einst ihren Job begann um Beweise zu sammeln. Joseph wird am Ende sieben lange Jahre ein fremdes Leben führen, eines das zu seinem eigenen geworden ist. Er wird Freundschaften geschlossen haben mit Leuten, mit denen er mehr durchgemacht hat als mit seinen "wirklichen" Freunden. Ihm wird blind Vertrauen geschenkt und er wird komplett dazugehören zu dieser verschworen, ehrenhaften Bande und am Ende muss er sie wegen seines alten Lebens verraten - Seine besten und einzig wahren Freunde. Wie schwer das ist kann man sich gar nicht vorstellen. Seine Freunde werden wegen ihm sterben und ins Gefängnis gehen und sie werden ihn dafür hassen.
Genau auf diese Situation richtet Mike Newell seinen Film aus, indem er die Bande seiner Charaktere immer enger zusammenknüpft, bis sie am Ende in dieser tragischen Situation zusammenlaufen.

Ein stark inszenierter, von seinen Charakteren getragener Film!

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Jason Born

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Freund von mir, Freund von uns. Auffällig, das die meisten Mafiafilme in früheren Zeiten angesiedelt sind. Ausnahme: Sopranos! Ein passendes Zitat aus nem anderen Film: Damals bei den Spaghettis als noch was lief


DonChris

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@Jason: So, besser spät als nie ;).
Recht haste auf jeden Fall, die meisten Filme sind schon etwas älter, aus der moderneren Zeit mag ich "99 Bullets", kennst du den schon?


Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist keine Überraschung dass Al Pacino und Robert De Niro immer aneinander gemessen werden und zu recht immer in der Liste der besten Schauspieler aller Zeiten ganz weit vorne landen.
Nachdem sich beide in den 70ern einen Namen gemacht hatten,
folgten die 80er und 90er in denen beide zu Höchsform aufliefen und in (fast) nur hochkarätigen Filmen mitwirkten.
"Donnie Brasco" ist nun ein sehr guter Film aus dem Repertoire Al Pacinos!
Der Film hat es nicht unbedingt schwer! "Donnie Brasco" spielt in den 70ern in der Mafiaszene und hat mit Al Pacino einen sehr guten alten Hasen und mit Johnny Depp einen Star kurz vor dem totalen durchstarten im Boot!
Dass die Story auf wahren Begebenheiten beruht gibt dem sehr gut gefilmten und toll auf Retro getrimmten Mafia/Cop Streifen den gewissen und bei dieser Art von Filmen immer gern gesehenen "realistischen" Touch!
Wenn man dem Film etwas vorwerfen könnte, dann nur dass die Story vielleicht etwas überraschungsarm daher kommt.
Das kleine Manko wofür ja keiner was kann (da wahrer Begebenheit) fällt aber zu keiner Minute ins Gewicht und wird durch die vielen Vorzüge
(wie das wunderbare spiel eines tollen Al Pacinos) im Keim erstickt!
Ein Film der leider immer etwas zu unrecht in der Liste der vielen guten Mafiafilme untergeht!

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leonmithut

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man, piss die Wand an!

Packender Film mit fantastischer Atmosphäre und überragenden Hauptdarstellern!

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Fineout

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich erzähle euch mal etwas über Donnie Brasco,

er ist ein Juwelier mit einem Schnauzbart. Ein noch ziemlich junger Juwelier. Er scheint die Aufmerksamkeit von ein paar bösen Typen auf sich zu ziehen. Zufall? oder hatte er das so geplant?. Na ja, auf jeden Fall lernt er "Lefty" kennen. Sie verstehen sich gut und werden ziemlich gute Freunde. Donnie rasiert sich sogar seinen Schnauzer ab, weil Lefty es so wollte. Doch Lefty weiß nicht, dass Donnie ein Gehimnis hat. Er heißt nämlich gar nicht Donnie, sondern Joe Pistone. Und ein FBI-Agent ist er auch noch.
Lefty würde sicherlich ziemlich sauer werden, wenn er das erfährt.
Aber das sind nicht die einzigen Sorgen die Joe hat. Porbleme mit seiner Frau und seinen Kindern hat er auch noch.
Und von Zeit zu Zeit fühlt er sich wirklich wie sein Deckname Donnie, er ist halt ein ziemlich guter Schauspieler und vergisst manchmal, dass er eigentlich gar nicht diese Person ist.
Das Leben unter Ganoven ist halt nicht so einfach.

Spannend, brutal und eiskalt. Alles was zu einem guten Gangster-Film dazu gehört.
Doch wie unterscheidet man den Film "Donnie Brasco" von den ganzen anderen genialen Mafia-Filmen?
Vielleicht ist es die Kombination von Depp und Al Pacino.
Vielleicht ist es die Story, die ganz und gar anders ist, als andere Mafia-Geschichten.
Oder vielleicht ist es doch ein bekanntes Filmzitat:

"Man piss die Wand an!"

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Roeschi1281

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Bewertung9.0Herausragend

Cooler Film, Johnny Depp und Al Pacino sind einfach nur genial.
Packende Story, schau im mir immer wieder gerne an!

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Einar

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Bewertung9.0Herausragend

"Donnie Brasco" ist ohne Zweifel einer meiner Lieblingsfilme. Die Liste der Gründe ist lang:
Zuerst einmal - hier liegt der Story eine wahre Geschichte vor, wie FBI-Agent Joseph D. Pistone die Mafia infiltriert hat. Bis dahin undenkbar, schließlich galt die Cosa Nostra als unantastbar. Der Film von Mike Newell basiert teils auf dem Buch des Agenten unter dem gleichen Namen.
Al Pacino und Johnny Depp führen den grandiosen Cast an. Alle agieren auf höchstem Niveau, es ist ein Genuss ihnen dabei zuschauen zu dürfen. Insbesondere Pacino als Lefty hat es mir besonders angetan. Selten gab es einen Mafioso, der so sympathisch herüber kommt. Und dabei ganz ohne Mafia-Romantik. Lefty ist ein kleines Rädchen, daran wird sich nichts ändern. Wir sehen Lefty, wie er sein Dasein fristet und einfach versucht, seinen Schnitt zu machen - und möglicherweise aufzusteigen. Eigentlich ist er nicht so verschieden wie der "kleine Mann" auf der Straße, der legalen Geschäften nachgeht. Bei seinen Versuchen sehen wir zu, mit seinem Scheitern können wir uns identifizieren. In Donnie Brasco hat er einen Mann, der zu ihm aufsieht. Er ist quasi der Lehrmeister für Donnie und so entsteht eine Freundschaft. Dass er einen Agenten in die Mafia einführt, kann er nicht wissen... Wir als Zuschauer kennen natürlich die Hintergründe. Und wir erleben auch Brasco, wenn er Joe Pistone ist. Wie er zwischen zwei Welten wandelt, wie er in beiden Welten die Kontrolle und seine Rolle wahren muss. Seine Ehe leidet unter seiner Arbeit, aber er kann nicht einfach so seinen Auftrag abbrechen. Und mit der Zeit adaptiert er die Eigenschaften der Mafiosi.
"Donnie Brasco" ist viel mehr, als ein Mafia-Film. Es ist die Geschichte einer Freundschaft. Es ist ein Drama. Es ist ein Film über das Arbeitsleben, wenn auch aus zwielichtigen Kreisen, wo sich jeder selbst der Nächste ist. Es ist ein Film von Träumen und von zerstörten Träumen.
Die Athmosphäre wird toll eingefangen, der Score ist schön und die Bilder sind gut aufgenommen. Das alles macht fehlende Action wett, es erzeugt eine eigene Art der Spannung.
Stellenweise ist "Donnie Brasco" sogar richtig humorvoll, z.B. wenn es bei Lefty um das liebe Geld geht oder wenn Donnie eine Redensart erklären soll. Durch solche Szenen gewinnen wir diese beiden Charaktere richtig lieb.

Einen Tipp an alle, die etwas weitergehen wollen: Das Buch "Donnie Brasco" von Richard Woodley und Agent Pistone ist äußerst lesenswert. Ich habe es erst letztens durchgelesen, nachdem ich den Film schon kannte und bestimmt 3-4 Mal gesehen habe. Und dennoch setzte es dem Ganzen die Krone auf. Das Buch ist noch intensiver als der Film. Ein absoluter Lesetipp für alle Fans des Filmes und des Genres.
Leider wurde der Film für den Markt auf die richtige Länge getrimmt und der Inhalt angepasst. Das ist theatralisch nachvollziehbar und wirksam. Aber erst das Buch gibt den letzten Einblick in das Leben von Brasco/Pistone.
Eine 1:1-Umsetzung der Buchvorlage wäre für mich Dynamit. Als Film wahrscheinlich nicht machbar, als Mini-Serie möglicherweise schon.

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niceeddy

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Bewertung9.0Herausragend

Nahezu perfekter Mafiafilm mit einem Cast aus tollen Darstellern, die hier noch mal zu Höchstleistungen antreten. In vielen Punkten hat er Gemeinsamkeiten mit The Departed, ist aber etwas gemächlicher, um dann in manchen Szenen um so mehr zu schocken. Ein Film, den man sich durchaus mehrfach ansehen kann. Wie schade, dass Michael Madsen sonst meist nur in B-Filmen zu sehen ist und dass Bushido seinen Namen bei Donnie Brasco, Sonny Black, auf sich patentieren ließ.

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LapisLazuLi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Just a great Al!

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Kavau

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Piss die Wand an

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Cellu-Loyd

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habsch gemacht. und nu ?


ShadowBroker

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... man!


demien.bartok

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, der vom Reiz des Bösen erzählt, von der banalen, anmutigen Menschlichkeit hinter dem Gangster-Klischee. Jeder Film, der die Hollywood-Schwarz-Weiß-Moral aufweicht, ist ein guter Film. - Beide Hauptdarsteller sind fulminant, wobei die Rolle von Johnny Depp erst interessant wird, wenn er Sympathien für seinen Mafiafreund entwickelt. - Das Ende ist fast ein Plädoyer gegen den Polizeidienst. :)

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mecca

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenig Action,viel Handlung und starke Dialoge - genau so muss ein Film sein.

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Mr.Bungle

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Bewertung9.0Herausragend

Mann, piss die Wand an!

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Hannibal Lecter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man Piss die Wand an, der Film ist Geil!!!

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haha.sp

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Bewertung7.5Sehenswert

"Man, scheiß die Wand an!" Die letzte Stunde war echt, Spannung pur. Grandiose Story, sowie Schauspieler, leider aber für einen Mafia Film ein tick zu wenig Action. Muss nicht sein aber meiner Meinung nach würde ein bisschen mehr Action nicht schaden. Leider hat mir dieses "coole" an der Mafia gefehlt und dafür dass es ein Mafia Film sein sollte, hat man sich an manchen Stellen gedacht: "Ist das jetzt Mafia oder Drama?!". Dennoch ändert es nichts daran dass Drehbuch, Story, Regie und Schauspieler perfekt mit einander kombiniert wurden. Da ich aber auch noch bessere Mafia Filme kenne und dieser hier mich nicht wie "Scarface" oder "der Pate" so richtig vom Hocker gehauen hat, bleibt es leider nur bei 8 Punkten. Ein Film den man trotzdem gesehen haben sollte! :)

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haha.sp

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Ich weis Michael Madsen ist auch ein verdammt geiler Schauspieler aber der Film hat mich nicht unbedingt umgehauen. Ist nun mal Geschmackssache.



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