Die große Sause

La Grande vadrouille (1966), GB/FR
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Komödie, Kinostart 15.09.1967

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7.5 Kritiker
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von Gérard Oury, mit Bourvil und Louis de Funès

Mitten im Zweiten Weltkrieg, als Paris von den Nazis besetzt ist, wird ein englisches Flugzeug über der französischen Metropole abgeschossen. Die drei Insassen konnten sich mit dem Fasllschirm retten, sind aber nun auf der Flucht vor den Deutschen, die sie suchen und gefangennehmen wollen. Zum Glück sind die Franzosen auf der Seite der Briten, daher helfen unter anderem der Maler Augustin und der Dirigent Stanislas den Gestrandeten – und gemeinsam wollen sie die Flucht aus der besetzten Stadt schaffen.

Handlung

Im Jahre 1942, während der Besetzung Frankreichs durch Nazideutschland im Zweiten Weltkrieg, wird ein britischer Bomber auf dem Rückflug nach England über Paris abgeschossen. Die drei mit Fallschirmen abgesprungenen Briten landen an drei verschiedenen Orten. Peter Cunningham (Claudio Brook) lernt zufällig den Malermeister Bouvet (Bourvil) kennen. Gemeinsam retten sie sich auf der Flucht über die Dächer in die Wohnung der jungen Puppenspielerin Juliette (Marie Dubois). Peters Landsmann Alan Mc Intosh (Mike Marshall) begegnet nach einem Absprung aufs Dach der Pariser Oper dem eitlen Dirigenten LeFort (Louis de Funès). Sie beabsichtigen, sich mit dem dritten Briten, Sir Reginald Brook (Terry-Thomas) über die Demarkationslinie in die so genannte „freie Zone“ abzusetzen, von wo aus sie wieder nach Großbritannien zurückkehren wollen. Der Dirigent zeigt zunächst wenig Neigung, den alliierten Kämpfern zu helfen.

Nachdem die Deutschen bei ihm den Fallschirm gefunden haben, muss er jedoch untertauchen und begibt sich anstelle des Briten zum Treffpunkt, den die drei vor dem Absprung vereinbart haben. Auch Bouvet erscheint, weil inzwischen bei ihm die Gestapo aufgetaucht ist. Zu fünft treten die Männer und Juliette die weitere Flucht an, die sich schwierig und gefährlich gestaltet, weil sie zu gelegentlichen und zufälligen Begegnungen mit der deutschen Besatzungsmacht führt. Trotz Juliettes Hilfe wird Peter Cunningham in einem Zug verhaftet. Der Wehrmachts-Major Achbach (Benno Sterzenbach) setzt viel daran, auch die beiden anderen Briten festzunehmen. Mit Hilfe der ansässigen Nonnen (Andrea Parisy, Mary Marquet) finden die Flüchtigen kurze Zeit Unterschlupf in einem Kloster. Später bieten ihnen Juliette und eine Hotelbesitzerin (Colette Brosset) ein Versteck, in deren Gaststätte auch deutsche Offiziere, darunter Aschbach und sein Leutnant Stürmer (Sieghardt Rupp), logieren. Verkleidet als deutsche Soldaten, können sie Peter befreien. Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd, bei der sie die Verfolger mit Kürbissen bewerfen, gelingt ihnen die Flucht in zwei Segelflugzeugen in die „freie Zone“.

Der Erfolg des Films1966, im Jahr der Nouvelle Vague, schaffte Gérard Oury eine Kriegsklamotte, die über 17 Mio. Franzosen in die Kinosäle lockte. Erst 2008 nähert sich wieder eine Komödie diesen Rekordzahlen an: Willkommen bei den Sch’tis lockte bislang 15 Mio. Franzosen vor die Leinwand. Der Erfolg des Films ist sowohl auf die Starbesetzung, als auch auf den bewusst komischen Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen, durch den der ehemalige Kriegsfeind Deutschland ins Lächerliche gezogen wird.

Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Ausführliches Dossier zum Film als pdf-Dokument von Julie Barillet auf kultur-frankreich.de
Einige Kinoplakate und Bilder aus dem Film auf lycos.de

Quellen


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Die große Sause

Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

DREI BRUCHPILOTEN IN PARIS zeigt sich, egal in welcher Version, als immer noch erstaunlich sonnige Klamotte, die beherzt die Nazis als Opfer von Slapstick-Gags benutzt. Bemerkenswert ist auch der Aufwand, der hier betrieben wurde, vom grandiosen Beginn, der die unfreiwillige Landung der englischen Fallschirmspringer auf den Dächern von Paris zeigt, über die Jagd quer durch Frankreich bis zum großen Fliegerfinish. De Funès selbst fegt wie ein Tornado durch seinen großen Auftritt, er zieht die beliebten Register seines Könnens, als Schelm wie als Wüterich, und degradiert den sympathischen Bourvil in ihrer dritten Zusammenarbeit endgültig zum zuverlässigen Stichwortgeber.

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Kommentare (11) — Film: Die große Sause

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seit seinem Erscheinen 1966 übertraf der Film alle Besucherrekorde in Frankreich und blieb für lange Zeit mit 17 Millionen verkaufter Eintrittskarten der erfolgreichste Film des Landes. Erst mehr als 30 Jahre später wurde dieser Rekord durch "Titanic" gebrochen.
Gérard Oury hatte mit diesem Film seinen zweiten Komödien-Erfolg. Wieder mit De Funès. Dieser ist in der Rolle des eitlen Dirigenten LeFort grandios besetzt. Und Bourvil als passendes Gegenstück ist nahezu perfekt.
Im Prinzip geht es nur darum, wie die drei abgestürzten Briten aus ihrer mißlichen Lage kommen. Jeder an einem anderen Ort bekommt Hilfe von einem Franzosen. Schließlich muss man den Alliierten helfen.
Unter dem Titel "Drei Bruchpiloten in Paris" war der Film erstmals in Deutschland zu sehen. Allerdings um 22 Minuten gekürzt. Die zweite Synchronfassung von '74 heisst "Die große Sause" und war nur noch um 7 Minuten gekürzt. Ich habe die neue Synchronisation von 2010 gesehen. Hier wurde nun erstmals die volle Laufzeit synchronisiert. Für Fans des Films ist diese sehr zu empfehlen. Die DVD enthält alle drei Synchronfassungen. Wer den Vergleich mal machen will ...
Die altbekannte Stimme von De Funès ist die in der von '74, also die zweite Fassung. Die Stimme in der dritten Fassung ist zwar ein wenig ungewohnt, aber sie passt zu ihm. Ausserdem ist man bei der dritten Fassung am intensivsten auf die Sprachbarriere zwischen den Protagonisten eingegangen. Das ist bei der deutschen Synchronisation sehr gut gelungen.
Eine großartige Komödie von Gérard Oury mit Louis de Funès und Bourvil in ihrem dritten (und letztem) gemeinsamen Film.

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Jack_Torrance

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Bewertung7.5Sehenswert

Slapstick-Filme werden vor allem durch eines aufrechterhalten. Es sind nicht die Gags, es sind nicht die Akrobatismen. Nein ! Slapstick-Filme werden von den Schauspielern aufrechterhalten. Gerard Oury hatte in "Die große Sause" mit dem großen Louis de Funes das personifizierte Erfolgsrezept.
Als Komödiendarsteller muss man präzise sein, enorm präzise. Man muss den Zuschauer mit Mimik und Gestik zum Lachen (vielleicht auch nur zum Schmunzeln) bringen. Wenn man nur ein ganz kleines bisschen übertreibt, dann ist es vorbei: Der Top wird zum Flop und der Daumen geht nacht unten.
In der Hinsicht ist Louis de Funes ein Genie. Seine Faxen sind so albern und verrückt, aber zugleich so perfekt einkalkuliert, dass "Die große Sause" niemals dumm und nervig ist.
Aber nicht nur das ist der Grund dafür, dass "Die große Sause" zu den Meisterwerken des Slapstick-Genres gehört. Denn im Gegensatz zum mauen "Die dummen Streiche der Reichen" finden sich hier kritische Untertöne bezüglich den Nazis. Schon damals hat diese Kritik an Aktualität verloren, aber dennoch ist "Die große Sause" ein vorbildlicher Slapstick-Film, den man sich in größerer Gesellschaft zu Hause ansehen und darüber lachen kann.

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Oecher

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großes französisches Kino, das gerade den deutschen Zuschauer erinnert, welches Wunder und kostbares Erbe die Versöhnung und Freundschaft zwischen beiden Völkern heute sind!

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Lea<33

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Im O-Ton ist "La Grande Vadrouille" nicht nur Frankreich's erfolgreichster Film (bis 2008, als die Sch'tis kamen), sondern auch eine geniale Kriegskomödie. Louis de Funès spielt den herrischen Dirigenten genial (diese Mimik!) und der Film, in großen Teilen auch auf Englisch und Deutsch, macht sich über die Deutschen nicht zu knapp lustig (Die Stuhlszene z.B.), ist humorvoll und intelligent. Ein weiterer Höhepunkt sind die "Tea for Two"-Szene und die Nacht in vertauschten Zimmern. Wirklich zu empfehlende französische Komödie mit einem tollen Louis de Funès!

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derblonde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großes Kino mit dem Grimassenschneider in Höchstform. Definitiv eines seiner besten Werke. Aber auch der Rest der Besetzung kann überzeugen.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Witziger, aufwendig gestalteter Komödienklassiker, der in Frankreich nach wie vor zu den größten Kinoerfolgen zählt.

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Blonder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Abgedrehte und urkomische Kriegskomödie, die ganz auf Louis de Funes zugeschnitten ist. Die Geschichte über drei abgeschossene Piloten in Paris wird spannend und mit viel Situationskomik erzählt.
Ein Gagfeuerwerk bei dem kein Auge trocken bleibt.
Noch eine Info am Rande, der Film zählt zu den erfolgreichsten Filmen in Frankreich.

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Deep Ford

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Bewertung9.5Herausragend

So eine herrliche Naziverarsche gab es selten! Habe Tränen gelacht, besonders beim schielenden Flakschützen, der den eigenen Aufklärer runterholt.^^ Und trotz aller Komik bleibt auch die Spannung nicht auf der Strecke.
Sicherlich der beste Funes-Film nach Brust oder Keule.

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holzauge

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Komödien die in den 60ern gedreht wurde.Leider bei uns nur in gekürzter Fassung zu sehen.Warum man eigentlich einige Szenen entfernt hat ist mir selbst nach mehrmaligen anschauen der Originalversion immer noch ein Rätsel.

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born2blog

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hier ist er! DER beste Film mit Louies de Funes! Bei uns auch noch bekannt unter dem Titel "Die große Sause".
Wann kommt dieser Filmschatz endlich auf DVD!?!
Top Besetzung, Top Handlung (ja, ein Louies-Film mit echter Handlung!), Top gespielt. Hier werden die Nazis mal so richtig schön durch den Kakao gezogen.
Ein MUß für alle Komödien-Fans, auch wenn Ihr Louies nicht so mögt (er hat nur eine von vielen guten Rollen in dem Film).

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Ein weiterer herrlicher de Funèz Film voller Lacher und Gesichtsakrobatik.

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