Enter the Void - Kritik

FR 2009
Laufzeit 162 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 26.08.2010

Kritiken (18) — Film: Enter the Void

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Wir gleiten weiter, bis in die Kindheit der beiden. Erleben den grausamen Unfall der Familie, der immer wieder ohne Vorwarnung auf den Zuschauer einhämmert. Wir beobachten die Eltern beim Sex, sehen die Welt dabei immer durch die Augen von Oscar. Auch die Wahrheit darüber, wer Oscar bei der Polizei verraten hat wird deutlich. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden vermengt und lassen einen gewaltigen Bilderstrudel entstehen, der den Zuschauer nicht nur einmal äußerst verstört. Die außerkörperliche Reise führt bis tief in Linda, in der die Erwähnung des tibetanischen Buch des Todes deutlich wird und wir längst mitten in einer Reinkarnation stecken. Das verdeutlich natürlich auch die inzestuöse Beziehung der Geschwister, die sich durch einen Blutschwur nie trennen wollten und in einem unheimlich spirituellen Moment im sexuellen Einklang verschmelzen. [...]

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JohnnyKee

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Immer noch nicht gesehen, muss ich noch sehen, habs aber nicht so eilig^^ Schöner Kommi!


SoulReaver

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:D In diesem Fall kann ich dich voll und ganz verstehen, Johnny. Lass dir Zeit, irgendwann holen dich die Filme ein :) Und Danke :)


Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/ Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/

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7.5Sehenswert

Enter the Void ist eine einzigartige filmische Erfahrung auf außergewöhnlichem technischem Standard. Der Film ist wie auch seine Vorgänger das Dokument eines radikalen und mutigen Filmemachers, ein anstrengendes, nihilistisches Manifest, das in keinem einzigen Bild etwas mit einer konventionellen Seh- oder Filmerfahrung zu tun hat. Ganz klar ist aber auch zu sagen: Enter the Void hat nicht in dem Maße die wütende Sprengkraft, die Direktheit und brutale Klarheit, wie sie in Noés früheren Filmen vorhanden war. Sein neuer Film will eine universale Aussage treffen, eine Aussage, die sich derart in flirrenden Neonlichtern und sich wiederholenden oder deplatzierten Stilismen verheddert, dass die Bitterkeit der zu Grunde liegenden Realität kaum noch Bedeutung zu besitzen scheint. Der extravagante Stil des Filmemachers hat in seinem neuen Film ein Eigenleben entwickelt, das atemberaubend ist, aber nicht über seine gesamte Länge von rund 150 Minuten begeistern kann.

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Enter the Void ist kein einfacher Film. Gaspar Noé lässt Erzählstrukturen stets nur aufblitzen und konzentriert sich stattdessen ganz auf die reine Erfahrung. Es ist ein existenzialistischer Seelentrip, den er hier inszeniert hat und man muss zugeben, dass es durchaus etwas vom Zuseher verlangt sich den Film anzusehen. Doch wer sich einmal fallen lässt und in diesem wilden Lichtermeer versinkt, der wird eingestehen, dass Enter the Void ein ganz besonderer Film ist, der auf höchst imponierende Weise etwas Neues wagt. Es haben sich zwar durchaus Längen eingeschlichen, aber im Gesamten betrachtet ist Enter the Void ein beeindruckender und radikaler Film, der hervorragend funktioniert.

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SiameseMax: SiameseMovies

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6.5Ganz gut

Eins vorweg: „Enter the Void“ ist ein berauschender, visuell umwerfender, soghafter Trip. Zumindest in den ersten anderthalb Stunden. In den folgenden 70 (!) Minuten wird dem Zuschauer einmal mehr Regisseur Gaspar Noés größtes Manko zuteil: Er interessiert sich nicht für seine Figuren und deren Schicksal, bzw für den Menschen im Allgemeinen.
In Hinblick auf die Kameraführung und das visuelle (Set-)Design, an dem über 50 Grafikdesigner beteiligt waren, ist „Enter the Void“ ein Gesamtkunstwerk. Die originelle Idee, dass der Zuschauer die Geschehnisse nach dem gewaltsamen Tod des Protagonisten aus der Perspektive der über den Dingen schwebenden und soeben aus dem Körper gefahrenen Seele des Verstorbenen beobachtet, wird allerdings nur zum Teil ausgeschöpft. Überaus mitreißend gestalten sich die Rückblenden, in denen wir Zeuge des Schicksals des heranwachsenden Oscar und seiner Schwester werden. Intelligent in die sonst eher spärliche Handlung eingewoben ergibt…

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.0Uninteressant

Als Bildschirmschoner gerade noch erträglich und zweifellos von großer handwerklicher Finesse getragen, ermüdet diese verschwurbelte Drogen-Todes-Erfahrung schon in den ersten Minuten, denn so verliebt wie der Regisseur in sein technischen Spielereien ist, so wenig interessieren ihn letztlich die Protagonisten, denen er das Drama mit der groben Kelle serviert.

Alles ist Effekt und letztlich doch nicht mehr als die psychedelische Tunnelszene aus 2001 mit Ficken versetzt. Menschen interessieren Noe, trotz anderslautender Schamlippenbekenntnisse nach wie vor nicht wirklich. Ganz im Gegensatz zur plumpen Provokation, die Leute die mit Messer und Gabel ficken wohl immer noch als shocking mißverstehen.

Was bleibt ist eine laute, lahme und vor allem langweilige Schwurbeligkeit, die selbst die plumpen religiösen Obertöne nur des Effekts wegen, einsetzt - den spirituell möchte der Regisseur sein schwebendes Techno-Todesgewichse nicht verstanden wissen. Nach anstrengenden, überlangen zweieinhalb Stunden bleibt nur das Fazit, das soviel technisches Können im seelenlos-inhaltlichen Vakuum verreckt. Enter the Void - zumindest der Titel stimmt.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 56 Antworten

moron

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Vielen Dank für diese treffende Kritik! Auch ich war bereits nach 20 Minuten dieses visuell aufgemotzen Nichts ziemlich gelangweilt und hätte besser meinem Bauchgefühl, dass da wohl kaum noch etwas passieren würde, folgen und die Stop-Taste drücken sollen. Aber von Freunden empfohlen, die sonst ziemlich geschmackssicher in Sachen Film gelten, hielt ich in steter Erwartung einer alles entscheidenden Wendung bis zum bitteren Ende durch. So steigerte sich die Langeweile in Verärgerung, die mir Warnung genug sein wird vorm nächsten Noé.


EinWill

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ganz simpel und kurz, ich fand ihn richtig gut, gibt einem viel zeit zum hineindenken und dabeibleiben.


Monsieur Hulot: www.eskalierende-traeume.de

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7.5Sehenswert

Die Grundidee des Films - subjektive Perspektive, Todestrip, außerkörperliche Erfahrung - gehört wirklich zu den originellsten der letzten Jahre Filmgeschichte. Der Film lohnt sich schon allein wegen der kaledoskopischen Ästhetik für alle Freunde des surrealen bunten Schangels. Dennoch frage ich mich, wie ernst der Film zu nehmen ist, da er auf mich (wie auch die übrigen Filme Noés) eher wirkt, wie ein zugegeben höchst virtuoser und effektiver Versuch dem Zuschauer einen Mindfuck zu verpassen, aber eben ohne wirkliche gedankliche Tiefe dahinter. Stattdessen wird hier ab und zu das tibetische Totenbuch in die Kamera gehalten und es gibt immerhin zwischendurch die sicherlich schönsten Bildschirmschoner aller Zeiten zu bestaunen...

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Khitos: Kälte Reich

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7.5Sehenswert

Erst als ich die ersten Minuten von Enter The Void gesehen habe, wusste ich, dass das der Film ist, auf den ich schon ewig gewartet habe. [...] Gaspar Noés neues Werk ist nämlich nichts anderes als ein visuelles Meisterstück, dessen Kameramann zur Hauptattraktion des ganzen Films wird. [...]

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TheCorey: MovieMaze

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7.5Sehenswert

"(...) diese Bereitschaft von Noé, im Gegensatz zu anderen Regisseuren, seine Filme nicht nach den Sehgewohnheiten des Publikums auszurichten, sondern vielmehr schon fast gegensätzlich dazu, das Sehen von "Enter the Void" visuell sowohl graphisch als auch moralisch zur Tortur zu machen (zumindest als Intention), verdient sich ein Lob und beschert dem Enfant Terrible seine verdiente Ausnahmestellung. (...) Abseits von den scheinbar notwendigen (cineastisch-moralischen) Schockeffekten wie Blowjobs, Ejakulationen, Erschießungen und abgetriebenen Föten, ist "Enter the Void" somit ein Film, der weit weniger schockiert, abstößt oder im Grunde auch kontrovers - geschweige denn gefährlich - ist, als vorab suggeriert wurde.

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Werner Busch

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7.0Sehenswert

Wegen seiner filmkünstlerisch herausragenden Opulenz, genossen in technischer Großartigkeit, möchte man dem Regisseur klingelnde Ohrfeigen ins Gesicht geben, daß er die Sache mit der Filmerzählung nicht besser umgesetzt hat. [...] Das ist wirklich ärgerlich. Und dennoch will man diesem wildgewordenen Konzeptversuch zur Sprengung der Leinwand nicht böse sein.

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Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung

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3.0Schwach

Die Kamera taucht immer wieder ab- und ein, in Nightclubs, Love-Hotels, Lampen, Abflussrohre, Körper und sogar in eine Vagina. Dies alles will etwas sagen, will Kunst und Philosophie sein, ist aber eine unerträglich manierierte Mischung aus existentialistischem Raunen und Reinkarnationsmystik, die sich zur 162 Minuten dicken Spekulationsblase bläht.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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9.0Herausragend

Das ist es, was „Enter the Void“ vor allem auslöst, als Grundton seines Rauschens, als Urgrund seines Zweieinhalbstundenrauschs: das Gefühl vollendeter Verlassenheit einer sterbenden Seele, nur noch Zeuge ihrer Erinnerungen und eines ewigkurzen Danach, bevor sich alles in einen gleißenden Trost fügt. Die Kommunikation, jenes Glasfibertau, das Leute mit dem Leben so selbstverständlich verbindet, ist gekappt wie eine Nabelschnur. Der Rest ist Sehen. Der Kinozuschauer wird zum Lebenszuschauer Oscar und fliegt mit ihm, von Flash zu Flash, durch die Rand- und Zwischenzone, herausgerissen aus Raum und Zeit. Das ist mal beängstigend, mal irritierend und, aufs Ganze gesehen, eine umwerfende Vision. Wie die Kamera, Gottes vagabundierendes Auge, über die Stadt taumelt. Wie sie in Interieurs verharrt, die Linse zum Fischauge weitet und sich ins nächste Stroboskopgewitter stürzt. Wie hier jemand vor keiner Assoziation, keinem Traumbild haltmacht, aus purer Lust an jenen Reisen, wie sie nur die Droge Kino eröffnet: Das ist vor allem was für Leute, die die Unvernunft lieben.

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Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard

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5.0Geht so

Das tibetanische Totenbuch trifft auf die entfesselte Kamera. In irgendeinem anderen Universum ist "Enter the Void" vielleicht ein Meisterwerk. In unserer Wirklichkeit ist dies ein schwer erträglicher Trip: nicht so sehr an die Grenzen der Erfahrung, sondern in die ältesten Klischees der Dekadenz.

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emaka

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"In irgendeinem anderen Universum ist "Enter the Void" vielleicht ein Meisterwerk. " haha ja genau! ;)


lupusnoctis

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Der traumatisierendste Film den ich je sah.
Ein Film bei dem es mir nicht möglich ist ihn einem genre zuzuordnen; Thriller- Dogen - Horror- Sex- Abtraum- ....etc..

Doch eine äußerst innovative Kammeraführung!


Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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5.5Geht so

Zwar entwickelt "Enter the Void" durch Noés Inszenierung durchaus eine gewisse halluzinatorische Bildkraft und Trippigkeit. Doch selbst die endoskopische Beobachtung eines Geschlechtsverkehrs aus der Gebärmutterperspektive gegen Ende kann das Abschweifen und Wegdämmern beim Zuschauen nicht ganz verhindern.

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Ciprian David: NEGATIV

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8.0Ausgezeichnet

....Doch seine Qualitäten zieht Enter the Void hauptsächlich aus der Umsetzung auf der visuellen Ebene. Die in Irreversible wild umherrotierende Kamera bekommt im Reich des Nichtseins durch Oscar Identifikationsebene und Ursache zugewiesen. Gaspar Noé bindet in der Gestaltung der Kamerafahrten hochaktuelle Wahrnehmungsmodi der Gesellschaft ein und lässt die Perspektive zwischen der einengenden, tunnelartigen Ego-Shooter-/ Rollenspiel- artigen Darstellung des Seins und der Google Earth–Vogelperspektive als Auge des Nichtseins pendeln. Der Umgang mit der Materialität an der Grenze von Realität und Film ist auch bezeichnend: ironisch besteht die Wirklichkeit aus Orten mit plakativen Namen, wie der Club, der sich „The Void“ nennt, wie die Reklametafel gegenüber von Oscars Wohnung, die diesen einlädt, raus aus dem Haus und in der Welt zu gehen, oder von selbstgebastelten Wunschwelten wie das „Love Hotel“ – ein Miniaturgebäude in welchem Oscar am liebsten alle seine Freunde gesammelt hätte und der schließlich zum einzigen Ort wird, wo die Charaktere zueinanderfinden. Bezeichnend wurde Tokyo als Drehort für den Film gewählt, der mit seinen bunten Reklamen, mit den kitschigen, ebenso in Neonfarben gekleideten Lokalen, Clubs, Bordellen und Läden den Schritt zwischen Wirklichkeit und einer bunten Welt schafft, die farblich eine Disney-Idylle und gleichzeitig stimmig eine trostlose Spirale der Dekadenz, des Spektakels, des Karnevals entfaltet - kurz eine Welt des Films ist....

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Ulrich Kriest: film-dienst Ulrich Kriest: film-dienst

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5.5Geht so

Irgendwie ist es schon witzig, dass sich so kurz nach „Inception“ [...] ein zweiter Film aufmacht, das Unterbewusstsein als potenziellen Ort einer (Spiel-)Handlung zu erkunden. „Enter the Void“ von Gaspar Noé findet ähnlich faszinierende Bilder und scheitert an vergleichbaren Aporien des Erzählens. Mit der Freiheit des Schweifens und Flanierens ist es so eine Sache, wenn man Elemente des nicht-narrativen Experimentalfilms für eine letztlich arg konventionelle Erzählung nutzen will. [...] Weil [...] reichlich Drogen und Agonie im Spiel sind, muss man sehr geduldig auf sehr wenig warten.

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David_Lynch

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Ich glaube das Konzept zu "Enter the Void" hatte Noé schon früher als Nolan das zu "Inception"...nur weil das hier so klingt, als sei ersterer wegen des Erfolges von "Inception" abgekupfert worden


emaka

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"muss man sehr geduldig auf sehr wenig warten" Dem stimme ich zu.


J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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8.5Ausgezeichnet

Der junge Dealer Oscar wird in einer Bar in Tokio erschossen und verlässt seine sterbliche Körperhülle um seiner Schwester beizustehen. Mit den Augen des Jungen erforschen wir das Unbekannte und lauschen seiner Kopfstimme. Alles, was auf seiner Seele Spuren hinterlassen hat wird sichtbar. Ein experimenteller Todes-Trip mit subjektiver Kamera. Filmästhetisches Neuland.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

ENTER THE VOID ist ein filmgewordener twitch of the death nerve, zweieinhalb Stunden Nahtod- und kinematografische Grenzerfahrung der kinnladenknallenden Sorte. Dummerweise will der Film aber mehr sein als schnöder Oberflächenreiz, und da wird es knifflig. [...] Ein debiler Virtuosenstreich, genialer Schwachsinn – und ein Film, den man dieses Jahr, im Guten wie im Schlechten, gesehen haben muss.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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6.5Ganz gut

Um eine Wahrheit zumindest kommt man nicht herum: Ob man Gaspar Noés neuen Film Enter the Void nun leiden kann oder nicht, ihn zu sehen ist jedenfalls, in welche Richtung auch immer, eine ästhetische Grenzerfahrung, ein Zerren an sonst meist stillgelegten Nerven, eine Herausforderung und ein Ärgernis.

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Batzman

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Auf ähnliche Weise provokant ist sonst nur nur ein 10Liter-Eimer Alpina-Seidenweiß, wenn man ihm beim eintrocknen zusieht.


CarrionFairy

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sauber! @ batzman



Kommentare (120) — Film: Enter the Void

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Kill_Diether

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Bewertung7.5Sehenswert

Knallige Plastikfarben und eine außergewöhnliche Kamera-Perspektive. Das ist originell und spannend, strengt jedoch an, weil schier endlos mit ähnlichen Einstellungen etwas anders, als der Blickwinkel, die Zeit davor. Das Esoterische, worum es eigentlich geht, ist eine Möglichkeit, die durchaus diskussionswürdig ist.

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Schlegel

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach "Irréversible" eine Überraschung. Zwar sind Schwule immer noch schmierig und jede Frau wird grundsätzlich erstmal durchgevögelt (hässliche Frauen gibt’s nicht bei Gaspar Noé), dennoch behält eine Liebesgeschichte die Oberhand, die wirklich anrührend ist. Noés grosse Leistung besteht darin, mit seinen visuellen Einfällen der Erzählung nicht das Wasser abzugraben. Inhalt und Form bilden endlich eine Einheit. Der Inhalt ist zwar naiv und die Form zuweilen cheesy, aber gemeinsam sind sie stark! Sterben mit Gaspar Noé ist auf jeden Fall besser als vergewaltigen mit Gaspard Noe.

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Schlegel

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GGFÜA?


Mr Vincent Vega

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Knörersche Wortschöpfung: Ganz Großer Film Über Alles.


homeaffairs

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

wenn man das gefühl hat, man sieht den anstrengendsten film überhaupt, wenn david lynchs werke wie unterhaltungsprogramm zum kaffeeklatsch wirken und jede szene schmeckt wie ein schon lang abgelaufener käse, den man einfach nicht weglegen kann, dann sieht man gerade enter the void.
während gaspar noe schon in irreversible die grenzen des zumutbaren ausgelotet hat, sprengt er diese hier nun endgültig und schafft das unzumutbare. und doch ist der film wie ein sog, ein rausch, den man erleben will. man ist angefixt.
dabei ist gerade seine einzigartige kameraarbeit und seine ebenso einzigartige sicht auf die welt grund genug, sich dieses filmische experiment anzutun, ein "must have seen" für cineasten, die das medium hier völlig neu erleben lernen können.
nichts desto trotz ist die länge des films völlig überzogen und unnötig, die triviale geschichte hätte man locker in 1/3 der länge erzählen können, ohne dabei an visuellen genüßen zu verlieren. während irreversible noch durch eine perfekte mischung von plott, genialer kameraarbeit, unglaublichen effekten und der musik überzeugte, macht doch gerade auch die länge und das scheinbar unendliche ausreizen einer jeden idee bis in das unendliche enter the void so anstrengend. aber genau das war sicherlich sein ziel und das hat noe erreicht. man ist einfach nur platt wenn man den film durch hat.
also danke für dieses etwas andere filmerlebnis.

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nikl 1987

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn der ganze Film wie in den ersten Minuten in der Ich- Perspektive gehalten worden wäre, würde meine Bewertung um einiges höher ausfallen. So verliert der Film zunehmend an Fahrt, und bis auf den Farbenrausch kann er auch sonst nichts außergewöhnliches bieten, was ihn von anderen Filmen groß abgrenzen würde.

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nikl 1987

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Und genau diese Ego- Perspektive am Anfang fand ich ja so genial, man sieht, wie man sich gerade z.B. beim Schreiben sieht, und dies bietet natürlich eine ganz andere Identifikationsebene. Ich hatte mich halt schon darauf gefreut, dass diese Perspektive den Rest vom Film über andauert. Dieses Körperlose anschließend war auch ganz nett, allerdings nicht mehr so spektakulär und einzigartig wie die Anfangsesquenz. Und es hätte auch bestimmt mehr Möglichkeiten gegeben, die Drogenthematik zu visualisieren, in dem man bestimmte Rauschzustände aus den Augen den Protagonisten miterlebt (aber eben lebend^^).


derFilmfreak

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Bis zur Klo Szene ist für mich die Ego-Perspektive durchschnittlich bis gut. Klar der DMT Trip ist ja nur genial, aber die Ego-P erlebe ich ja selber jeden Tag und so außergewöhnlich ist sie auch in der Filmwelt nicht. Bis dahin ist es für mich ein Junkiefilm, der Brainfuck findet im Moment des Sterbens bzw wo ihn der Schuss trifft an. Die Rückblicke hätten noch ausführlicher sein können und bei dem Körperlosen Teil fühlt man fast die Einsamkeit der Seele im Tode, aber auch eine Neugierde. Noé hätte den Trip ruhig noch 45-60 Minuten länger machen können.


Skar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schwieriger Film, der jedoch zu überzeugen weiß, wenn man sich auf ihn einlassen kann. Das dürfte dem einen oder anderen zu Beginn schwer fallen, es ist es aber wert, auf den Trip mitgenommen zu werden. Einmalige Atmosphäre!

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derFilmfreak

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie sagte David Lynch: "Das Kino kann die Zuschauer in eine Welt jenseits des Intellekts entführen, in der sie sich ganz und gar ihrer eigenen Intuition anvertrauen müssen. Es geht nicht darum, etwas zu verstehen, sondern darum, etwas zu erfahren."

EtV ist ein Brainfuck, aber keine leichte Kost.

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Toblerone

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Bewertung9.0Herausragend

Gaspar Noé's The Tree of Life.

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doc-snider

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

abgedrehter, hirnzerrwirbelnder, technisch unglaublich umgesetzter, unkonventioneller, ganz krasser scheiss.

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Flunsi

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Bewertung6.5Ganz gut

Dieser visuelle Trip bewegt sich zwischen Genialität und Langeweile. Wenn man nicht in der richtigen Stimmung ist, kann es verdammt anstrengend werden.
Obwohl ich diese Art von Filmen mag, ist bei mir der Funke nicht so richtig gesprungen. Ich versuch es in 10 Jahren nochmal.

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Andre Jonas

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Kann ich absolut bestätigen. Hab ihn damals im Kino gesehen (wobei die Synchro bei einem so »nahen« Film leider einiges von der Wirkung kaputt gemacht hat) und seitdem ist bei mir jeder Versuch gescheitert, ihn länger als eine Viertelstunde zu schauen... 10 Jahre würde ich aber nicht wieder warten ;)


PaulthePirat

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

" I want 2 live" - "I want 2 die"
Was zum Teufel hab ich da gerade gesehen? Mindfuck ohne Ende...ja gefickt wird viel in "Enter the Void". Ist es etwa das, was das Leben ausmacht? Sieht der Tod wirklich so aus? Schwirrt man endlos lange als voyeuristische Seele durch die Welt auf der Suche nach Wiedergeburt? Ich bin verwirrt, absolut geflasht und das alles ohne Drogen. Wobei einem während des Films ja vermittelt wird, wie toll Drogen sind. Nur beim Dealen sollte man vorsichtig sein. Trotz einiger Längen ein äußerst sehenswerter Film über den ich wohl noch eine Weile nachdenken werde. Nachdenken muss...

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Ryunosuke Akutagawa

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Bewertung9.5Herausragend

Enter the Void ist ein 2,5 stündiges Meisterwerk von Gaspar Noe und es ist unglaublich anders, dieser Film ist alles andere als konventionell oder gar leichte Kost denn was einem hier geboten wird ist eine Erfahrung, ein visueller Trip der höhsten Ebene. Enter the Void ist in jeder möglichen Hinsicht anders, das fängt schon an der der Kamera die die ganze Zeit in der Egoperspektive liegt und sogar das Zwinkern des Protagonisten mit einfügt, absolut anders aber dennoch genial auf seine Art und Weise. Enter the Void überzeugt dazu noch durch visuelle perfektion, angefangen bei der Farbpracht die sich bietet oder den Effekten, man wird in den Bann gezogen und wird teil des Filmes, man kann es nicht als bezeichnet als ein Konsumprodukt sondern eher als Erfahrung die man vielleicht nicht machen möchte. Enter the Void zeigt dem Zuschauer auch die hässlichen Seiten unserer Welt in der die Realität ans Absurdum geführt wird und der Zuschauer danach sich kaum noch bewusst ist was er eigentlich denken soll.
Enter the Void vermischt verschiedenste Erfahrungen aus anderen Filmen und dadurch entwickelt sich ein 2,5 stündiges Gefühlschaos in dem man alles auf einmal fühlt aber nichts der Realität zuordnen kann.
Enter the Void ist eine Erfahrung die nur die wenigsten zu schätzen wissen werden doch es wird auch sicher viele geben die genau dieses tun und mit dieses Meisterwerk den Trip ihres Lebens vor sich haben werden des sie verwirrt und verstört zurücklassen wird.

Enter the Void.

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Lay_Dilay

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Bewertung6.0Ganz gut

anstrengend...zieht sich...wenig dialog,
ist halt kein normaler film, irgendwie kunstvoll und was besonderes, aber nochmal würde ich mir den film nicht geben.

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mute

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Bewertung6.5Ganz gut

Macht euch auf was gefasst. Der Film ist ganz schön anstrengend, alleine schon optisch. Dafür natürlich ein Kunstwerk. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und sehr interessant. ABER: Der Film besteht 2 Stunden und 40 Minuten (uncut) quasi ausschließlich aus Folgendem:
- Flackerndes Bild
- Verstörende sphärische düstere musikalische Untermalung
- Bunte Farben
- Abgef***te Menschen
- Jede Menge Drogenmissbrauch
- Jede Menge realistischer Sex und Geschlechtsteile
- Phantomhafte Egoperspektive, die den ganzen Film über durch Tokyo, Puffs und andere Daseinsebenen fliegt/schwebt
-> Alles in Allem ein Film, wie ihn nur die Franzosen machen können :-)
-> Man sollte ihn gesehen haben, aber man muss darauf vorbereitet sein.

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MurderSquad

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Bewertung4.0Uninteressant

So, Filmeabend im Behindertenwohnheim Station 12. Ich hab diesen Film reingeschmuggelt und ihn in den Player getan. Nach nur 12:30 Minuten hatten wir schon 16 Hardcoreanfälle von Epilepsie. Gab also die perfekte Schaumparty. >:]
Spass bei Seite, für mich war das nix halbes und nix ganzes. Ich kann schon so nichts mit der allgemeinen Partyszene anfangen, mit Tabletten und Pulver auch nicht. Die Musik ist auch nicht meine Welt. Und dieses Rumgebumse stört mich auch.
Was auf jeden Fall stimmt, ist das man "Bock auf den Film" haben muss, dann kann man ihn sicherlich geniessen. Ich werde nie Bock auf diesen Film haben. Viiiiiieeeeel zu bunt und zu laut.

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Trunkenb0ld

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Oha, na bei solchen Sätzen wird mir sehr schnell klar mit was für einem Individuum man es zu tun hat. Frei nach dem Motto: sag mir deinen Nick und ich sag dir was für ein absolut beschissenes Arschloch du bist.. da macht der Klügere von selbst das Feld frei - schönes Leben noch.
ps: dann bist du also ein Mörder? Muss ich wohl gleich mal dem LKA melden.. Ist schon klasse wie viel man in so einen nichtssagenden Nick interpretieren kann... *kopfschüttel*


MurderSquad

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Auweia, du nimmst auch alles ernst, hm?!


KilianPai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Am Anfang wirkt das ganze noch sehr angestrengt und sperrig für den distanzierten Zuschauer. Sobald man sich aber darauf eingelassen hat ist man im Bann von "Enter the Void" gefangen! Mir sind die hier angesprochenen Längen eigentlich überhaupt nicht aufgefallen, obwohl sie natürlich immer und überall präsent sind.
Sicherlich besticht der Film nicht über seine Story oder die Dialoge (wobei die tibetanische totenbuch diskussion am Anfang wirklich unheimlich ist!), sondern viel mehr durch das Visuelle. Und das ist in Enter the Void tatsächlich aussergewöhnlich. In der ersten Sequenzen "blinzelt" man "mit" dem Protagonisten in der Ego-Perspektive! Geniale Idee. Und auch im weiteren Verlauf schwebt man begeistert über die Dächer von Tokio und durch sie hindurch.
Letztendlich ist Enter the Void dann aber doch kein reiner "Augenschmauß"; Trotz der minimalen Charakterzeichnung fühlt man zu jeder Sekunde mit den Figuren und die Abschlusssequenz sorgt für Gänsehaut und verdient die Bezeichnung "Episch"!

Eigentlich sollten es 8.5 werden, 0.5 werden aber für die total nervigen Flimmertitel im Vorspann abgezogen. Für meinen Geschmack dann doch zu langes Flimmern. :)

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Benner

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Bewertung9.0Herausragend

Kunst.

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Punsha

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Es gibt ja auch schlechte Kunst. ;) Ach nebenbei: Ich hab dann sowieso keine Ahnung davon. ^^


Benner

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Och, der könnte dir schon gefallen Kev :) Trau dich.


chaospiro

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Persönlich fand ich den Film so Krank ,ich hab mich die ganze Zeit gefragt was haben die eingeworfen um so was zu Drehen, mein hohe Punk zahl habe ich deswegen so hoch vergeben,weil er von seiner Mach Art sehr gut war,er zeigt immer neue und andere Perspektiven, das einem selber richtig schwindelig wird, er ist nicht langweilig,man kann immer gespannt sein, was kommt den jetzt Krankes wieder!!!! Im großen und ganze war er Spitze , aber auch total Krank :-) ach so tolle Farben :-)

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Benjamin Barker

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Bewertung9.0Herausragend

...und dann war es vorbei. Aus. "The Void". Und ich war um eine Erfahrung reicher. Eine wichtige und vielleicht gar eine weigweisende Erfahrung.

Auch wenn ich recht viele Filme schaue, weiß ich doch immer wieder, wie seicht und konventionell meine Filmauswahl ist. Auch wenn es nicht mehr der Pro7-Blockbuster ist, Kunst- und Experimentalkino habe ich doch nach wie vor gemieden. Gerade dieser Noé, was man da so hört, mein lieber Mann. Ist wohl eher nichts für mich. So aus den bestehenden Umständen gerissen zu werden, machte mir schon etwas Angst.

2. Störfaktor war eindeutig die utopische Länge. Bin kein Freund von solch' extremen Überlängen. "Der Pate", "Apocalypse Now", "Spiel mir das Lied vom Tod"... Alles Meilensteine, die man als Filmfreund "gesehen haben muss", mich jedoch durch ihre Laufzeiten jenseits der 160 Min. nicht unerheblich abschreckten.

Doch dann hab ich mir einen Ruck gegeben. "Enter the Void" eingelegt und mich auf die Reise gemacht.
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Ein filmisches Essay. Ein narrativ- & inszenatorisches Experiment. Ein wirres Flackern. Ein 2 1/2-stündiger Flug. Ein psychodelischer Trip. Ein neongreller Sog. Ein gleißend heller Schein. Ein totaler Umsturz der vorherrschenden Gegebenheiten. Eine vollkommen neue Erfahrung.
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Der nächste Tag. Kein Kater, aber trotzdem nur schemenhafte Erinnerungen. Was war das? Vereinzelte Bilder schießen mir in den Kopf. Ein gigantischer Zoom ins Licht. Eine zackig-fliegende Kamera durch Wände und Türen. Kopfschmerzen. Drogen. Gewalt. Sex. Oooh, einige weniger schöne Momente fallen mir wieder ein. Mein Magen dreht sich, ich erinnere mich, meinen Blick abgewandt zu haben. Hölle. Gehört halt auch zum Rausch.

Ich versuche, klarzukommen. Richte mich auf, sehe mich um. The Sunlight hurts my eyes. Dann mache ich mich an die Rekonstruktion des Erlebten.

Rund 14 Stunden und eine Schlafphase sind seit Beenden des Films "Enter the Void" vergangen. Nach wie vor bin ich geflasht. Ich hätte nicht gedacht, dass mein erster wirklicher Trip in diese Sphären ein derartiger persönlicher Erfolg wird.

Natürlich war das, was ich dort auf dem Bildschirm erlebt habe, etwas Neues, experimentelles für mich. Doch war sofort drin. Das radikale Intro hat mich in diese Welt gezogen und nicht mehr losgelassen. Ego-Perspektive, ungreifbare Formen & Farben, Kindheitserinnerungen - und immer wieder kaltes, weißes Flackern.

Wenn ich genauer nachdenke, erinnern einige Passagen sehr an "Tree of Life", diese Ultra-Kunst. Doch erschien es mir bei "Tree of Life" aufgesetzt, bemüht und vorallem zusammenhanglos, ergaben diese vielen Komponenten bei "Enter the Void" ein großes, einmaliges Ganzes. Umfassend und andersartig war der Film doch die meiste Zeit über recht greifbar. Klar, die Geschichte ansich war schließlich recht dünn. Doch reichert Noé sie mit so vielen verschiedenen Mustern an, dass es wie ein gigantisches Werk wirkt. Trotzalledem konnte ich überwiegend folgen und das Gesehene für mich einordnen. Das war wichtig, denn meine Angst war im Vorfeld, dass ich 2 Stunden nichts verstehe - und das hätte mir gar nicht gefallen.

Verschiedene Phasen des Todes. Drogen, die dich genau auf diesen Trip bringen. Freunde, die diesen Rausch mit dir erleben. Deine Schwester, die den falschen Kerl vögelt. Deine Schwester, die dich sehr an deine Mutter erinnert. Deine Schwester, die du sehr lieb hast.

Inzestuöse Tendenzen sind eindeutig. Auch mit nackter Haut wird nicht gegeizt. Doch ist das wohl in der Kunst normal und hatte hier auch nichts mit Erotik oder ähnlichem zu tun. Der oft gescholtene Skandalregisseur Noé erwies sich in einem ersten Eindruck nicht als der böse Rebell, als welcher er oft hingestellt wird. Gut, dass der Film derart plakative Dinge nicht nötig hat.

Alles in allem wahrlich eine neue Erfahrung für mich. Jedoch eine, die sich mehr als bezahlt gemacht hat. Der Stil riss mich förmlich mit, die Themen des Films waren faszinierend, die Bildsprache beeindruckend und auch die Charaktere und die "Geschichte", an der sich viele störten, fand ich interessant. Ich wurde nicht hilflos in der Luft hängen gelassen. Dadurch vergingen, was ich im Vorfeld nicht für möglich gehalten hatte, die enormen 160 Min wie im Flug. Wie im Rausch.

Nächste Filme: "Ex Drummer", "Irreversibel", "Melancholia", "Uhrwerk Orange", "Antichrist".

Enter.

The Void.

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SpiceWeasel

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Klasse! Die "Nächsten Filme" aber nicht alle nacheinander an einem Abend schauen! xD


JohnnyKee

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Achja Vertigo.............


Doomsday

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Bewertung6.0Ganz gut

Dieser simulierte Trip scheitert leider an seiner maßlosen Überlänge. Auch wenn man anfangs recht effektvoll und mit trippiger Optik in die abgründige Welt der Protagonisten hineingezogen wird, besteht der Rest des Films lediglich aus ständigen inhaltlichen und visuellen Wiederholungen sowie pseudo-bedeutungsvollen Bildern. Enter the Void ist nun einer dieser Filme, die durch ihre Atmosphäre funktionieren sollen, die Story ist eher Nebansache. Das wäre völlig in Ordnung, gelingt aber hier nur streckenweise. Nach dem äußerst intensiven "Genuss" der Filme Irreversible und Menschenfeind, war die Messlatte bei mir hoch gesteckt, da ich mal wieder das sonderbare Verlangen verspürte, mir mal wider einen richtig abgründigen Film zu geben, mich sozusagen cineastisch fertig machen zu lassen. Ganz enttäuscht wurde ich nicht, die Atmosphäre bei Enter the Void ist stellenweise recht dicht, die Optik sogar superb, aber 90min hätten das ganze wesentlich intensiviert. So drifteten zumindest meine Gedanken nach der halben Spielzeit allmählich ab, da der Film ab dann leider nichts mehr zu bieten hatte, was man nicht in der ersten Hälfte schon gesehen hätte. Schade!

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Canis Majoris

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Bewertung4.5Uninteressant

Leider konnte mich der Film nicht überzeugen.

Eigentlich bin ich dieser Machart sehr zugetan, aber das Thema dieses Films allein und dann seine Umsetzung konnten bei mir nur an wenigen Stellen des Streifens Gefühle erwecken.

Ansonsten war der Film in seiner ganzen Transzendenzschwummerigkiet einfach nur langweilig und allenfalls einige Effekte waren sehr gelungen.

Die Verbindung von Drogenrausch und erlebtem Nachtod gefiel mir auch nicht.

Dazu muss ich erwähnen, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass es da draußen im All (intelligentes) Leben gibt oder gab. Ebenso sicher bin ich mir aber auch, dass es kein Leben nach dem Tod und natürlich auch keine Wiedergeburt gibt, außer in der Form, dass man als Teil eines anderen Organismus weiter lebt (Nahrungskette).

Auch dieser Film kann daran nichts ändern, sondern bestärkt meine Gedanken in diese Richtung sogar eher, denn der Versuch das absolut Unwahrscheinlich darzustellen, ist hier grandios gescheitert.

Trotzdem finde ich es gut, dass es diesen Film gibt, denn er ist von ungewöhnlicher Machart und sicher für den ein oder anderen durchaus interessant.

Für mich ist der Film letztlich leider mehr oder weniger uninteressanter Murks.

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DerDude_

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Schade , naja kann nicht jedem gefallen. Es ist ein Film der gerade deswegen so gut ist ,weil er so anstrengend teilweise sogar nervig ist. Er involviert den Zuschauer zu 100 % mit dem Prontagonisten ,der die härteste Reise seines Lebens durchmachen muss.


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