Enter the Void
Enter the Void (2009), FR Laufzeit 162 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 26.08.2010
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1419 Bewertungen
138 Kommentare
Keine
von Gaspar Noé, mit Nathaniel Brown und Paz de la Huerta
Skandal-Regisseur Gaspar Noé (Irreversibel) präsentiert mit Enter the Void einen hypnotischen Trip durch die Neon durchfluteten Straßenschluchten von Tokio, in denen er seinen Protagonisten die Grenze zwischen Leben und Tod überschreiten lässt: Oscar verbindet eine besonders intensive Beziehung mit seiner Schwester Linda, seitdem sie als Kinder miterleben mussten, wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Gemeinsam schlagen sie sich durch die Halbwelt von Tokio. Er hält sich mit kleinen Drogendeals über Wasser, sie tritt als Stripperin auf und lässt sich mit zweifelhaften Typen ein. Bei einer Razzia gerät Oscar ins Visier der Polizei. Bei der Flucht wird er niedergeschossen. Sein Körper liegt im Sterben, doch seine Seele weigert sich, aus der Welt der Lebenden zu scheiden. Gerade erst hatte Oscar seiner Schwester hoch und heilig versprochen, sie niemals zu verlassen. Und so wandert sein Geist durch die Stadt – rastlos, ruhelos, immer auf der Suche. Oscars Visionen werden immer grotesker und bizarrer, seine Seele drängt ins Jenseits. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen zu einem halluzinatorischen Mahlstrom…
Mehr Bilder (9) und Videos (5) zu Enter the Void
Cast & Crew
-
Gaspar Noé
-
Nathaniel Brown
-
Paz de la Huerta
-
Cyril Roy
-
Emily Alyn Lind
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Linda (jung)
-
Jesse Kuhn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oscar (jung)
-
Masato Tanno
Regie
Schauspieler
-
Olly Alexander
-
Sara Stockbridge
-
Gaspar Noé
-
Lucile Hadzihalilovic
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart, Gegenwart
- Ort
- Tokio, Tokio
- Handlung
- Art House-Film, Bruder-Schwester Beziehung, Erschiessen, Jenseits, Kriminalität, Sterben und Tod, Straße, Tod durch Erschießen, Verlust der Eltern, Verlust einer geliebten Person
- Stimmung
- Berührend, Berührend, Eigenwillig, Eigenwillig, Verstörend, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Enter the Void
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- Enter the Void: critic.de
- Enter the Void: film-zeit.de



















Kritiken (18) — Film: Enter the Void
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Wir gleiten weiter, bis in die Kindheit der beiden. Erleben den grausamen Unfall der Familie, der immer wieder ohne Vorwarnung auf den Zuschauer einhämmert. Wir beobachten die Eltern beim Sex, sehen die Welt dabei immer durch die Augen von Oscar. Auch die Wahrheit darüber, wer Oscar bei der Polizei verraten hat wird deutlich. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden vermengt und lassen einen gewaltigen Bilderstrudel entstehen, der den Zuschauer nicht nur einmal äußerst verstört. Die außerkörperliche Reise führt bis tief in Linda, in der die Erwähnung des tibetanischen Buch des Todes deutlich wird und wir längst mitten in einer Reinkarnation stecken. Das verdeutlich natürlich auch die inzestuöse Beziehung der Geschwister, die sich durch einen Blutschwur nie trennen wollten und in einem unheimlich spirituellen Moment im sexuellen Einklang verschmelzen. [...]
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Benjamin Barker 2012/02/19 16:30:29
Antwort löschenYeah, nice work! Werde ihn heute Abend schauen, freue mich schon drauf.
SoulReaver 2012/02/19 16:40:32
Antwort löschenDanke! Dann wünsch ich dir viel "Spaß"
seven 2012/02/19 17:00:36
Antwort löschenKommt gut rüber mit deinen Worten, dieser Sinnesrausch, der akustisch und vor allem optisch zu funktionieren scheint. Wie würdest du vom Härtegrad seine drei Filme einordnen? Also ich mein einerseits, welcher dich psychisch am meisten belastet hat und andererseits welcher explizit am meisten zeigt?
SoulReaver 2012/02/19 17:25:14
Antwort löschenPuh, echt schwer. 'Enter the Void' ist an und für sich der schwierigste Film. Aber psychisch belasten alle drei Filme extrem. Wenn ich den härtesten Wählen müsste, dann wär es 'Irreversibel'.
lieber_tee 2012/02/19 17:50:06
Antwort löschenGute Kritik, fand den arg anstrengend, hatte arg wenig Substanz, war etwas zu selbst-verliebt in seinen Stil und Effekten, trotzdem aber ein ungemein starker visueller Rausch.
SoulReaver 2012/02/19 18:30:09
Antwort löschenDanke dir. Ja, ich werd mich jetzt auch erstmal lange vor dem Film drücken. :D
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JohnnyKee 2012/02/19 22:41:57
Antwort löschenImmer noch nicht gesehen, muss ich noch sehen, habs aber nicht so eilig^^ Schöner Kommi!
SoulReaver 2012/02/19 22:47:30
Antwort löschen:D In diesem Fall kann ich dich voll und ganz verstehen, Johnny. Lass dir Zeit, irgendwann holen dich die Filme ein :) Und Danke :)
Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/ Dennis Vetter: http://www.negativ-film.de/
Kommentar löschenEnter the Void ist eine einzigartige filmische Erfahrung auf außergewöhnlichem technischem Standard. Der Film ist wie auch seine Vorgänger das Dokument eines radikalen und mutigen Filmemachers, ein anstrengendes, nihilistisches Manifest, das in keinem einzigen Bild etwas mit einer konventionellen Seh- oder Filmerfahrung zu tun hat. Ganz klar ist aber auch zu sagen: Enter the Void hat nicht in dem Maße die wütende Sprengkraft, die Direktheit und brutale Klarheit, wie sie in Noés früheren Filmen vorhanden war. Sein neuer Film will eine universale Aussage treffen, eine Aussage, die sich derart in flirrenden Neonlichtern und sich wiederholenden oder deplatzierten Stilismen verheddert, dass die Bitterkeit der zu Grunde liegenden Realität kaum noch Bedeutung zu besitzen scheint. Der extravagante Stil des Filmemachers hat in seinem neuen Film ein Eigenleben entwickelt, das atemberaubend ist, aber nicht über seine gesamte Länge von rund 150 Minuten begeistern kann.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenEnter the Void ist kein einfacher Film. Gaspar Noé lässt Erzählstrukturen stets nur aufblitzen und konzentriert sich stattdessen ganz auf die reine Erfahrung. Es ist ein existenzialistischer Seelentrip, den er hier inszeniert hat und man muss zugeben, dass es durchaus etwas vom Zuseher verlangt sich den Film anzusehen. Doch wer sich einmal fallen lässt und in diesem wilden Lichtermeer versinkt, der wird eingestehen, dass Enter the Void ein ganz besonderer Film ist, der auf höchst imponierende Weise etwas Neues wagt. Es haben sich zwar durchaus Längen eingeschlichen, aber im Gesamten betrachtet ist Enter the Void ein beeindruckender und radikaler Film, der hervorragend funktioniert.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SiameseMax: SiameseMovies
Kommentar löschenEins vorweg: „Enter the Void“ ist ein berauschender, visuell umwerfender, soghafter Trip. Zumindest in den ersten anderthalb Stunden. In den folgenden 70 (!) Minuten wird dem Zuschauer einmal mehr Regisseur Gaspar Noés größtes Manko zuteil: Er interessiert sich nicht für seine Figuren und deren Schicksal, bzw für den Menschen im Allgemeinen.
In Hinblick auf die Kameraführung und das visuelle (Set-)Design, an dem über 50 Grafikdesigner beteiligt waren, ist „Enter the Void“ ein Gesamtkunstwerk. Die originelle Idee, dass der Zuschauer die Geschehnisse nach dem gewaltsamen Tod des Protagonisten aus der Perspektive der über den Dingen schwebenden und soeben aus dem Körper gefahrenen Seele des Verstorbenen beobachtet, wird allerdings nur zum Teil ausgeschöpft. Überaus mitreißend gestalten sich die Rückblenden, in denen wir Zeuge des Schicksals des heranwachsenden Oscar und seiner Schwester werden. Intelligent in die sonst eher spärliche Handlung eingewoben ergibt…
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAls Bildschirmschoner gerade noch erträglich und zweifellos von großer handwerklicher Finesse getragen, ermüdet diese verschwurbelte Drogen-Todes-Erfahrung schon in den ersten Minuten, denn so verliebt wie der Regisseur in sein technischen Spielereien ist, so wenig interessieren ihn letztlich die Protagonisten, denen er das Drama mit der groben Kelle serviert.
Alles ist Effekt und letztlich doch nicht mehr als die psychedelische Tunnelszene aus 2001 mit Ficken versetzt. Menschen interessieren Noe, trotz anderslautender Schamlippenbekenntnisse nach wie vor nicht wirklich. Ganz im Gegensatz zur plumpen Provokation, die Leute die mit Messer und Gabel ficken wohl immer noch als shocking mißverstehen.
Was bleibt ist eine laute, lahme und vor allem langweilige Schwurbeligkeit, die selbst die plumpen religiösen Obertöne nur des Effekts wegen, einsetzt - den spirituell möchte der Regisseur sein schwebendes Techno-Todesgewichse nicht verstanden wissen. Nach anstrengenden, überlangen zweieinhalb Stunden bleibt nur das Fazit, das soviel technisches Können im seelenlos-inhaltlichen Vakuum verreckt. Enter the Void - zumindest der Titel stimmt.
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 56 Antworten
Mr Vincent Vega 2010/12/27 20:18:03
Antwort löschenProtagonisten? Wer braucht die schon. Immer diese Forderungen nach Identifikationsfiguren, klaren Protagonisten (und am Besten noch Antagonisten), Narration, Stringenz, Story... alles völlig egal. Dieses Klammern an irgendwelchen angeblichen Regeln, wie ein Film zu sein hat ("unterhaltsam"), ist so ein unerträgliches Konsensverfahren der breitflächigen Filmrezeption, das durchtränkt ist von Einseitigkeit, Konventionalität und dem schrecklich Gewöhnlichen. Es gibt nicht nur Erzählkino, es gibt nicht nur Intentionskino und schon gar nicht gibt es Kino, das man an den immergleichen Maßstäben abgleichen kann.
Ich habe ENTER THE VOID nicht gesehen und er interessiert mich nicht die Bohne, Dank IRREVERSIBLE, aber solche Filme derart leichtfertig abzukanzeln finde ich etwas fragwürdig und nicht sehr weitsichtig. Auch mit vulgären Polemikbegriffen gepfefferte Geschmacksurteile sind m.E. kein adäquater Ansatz für die Rezeption eines solchen Films.
Und es gibt keine langweiligen Filme, nur uninteressante.
Batzman 2010/12/27 20:31:36
Antwort löschenVielleicht solltest du dich zu Filmen äußern die du auch gesehen hast, anstatt dich hier so weit aus dem Fenster zu lehnen. Und was leichtfertig abkanzeln angeht... nun wer im Glashaus sitzt, sollte sich im Dunkeln umziehen.
Der Film ist schrecklich bieder und versucht sich ja gezwungen an einer abgeschmackten narrativen Handlung die banaler kaum sein könnte. Und nur weil ein Regisseur auf dem Boden trommelt und schreit: Ich will aber Kunst machen, muss das noch lange nicht hinhauen.
Enter the Void hat ein paar nette Bilder und optische Ideen, aber die walzt er bis ins Infinitum - vielleicht sollte sich der Regisseur in Zukunft auf Videoinstalationen beschränken, denn als solche würde der Film wesentlich besser funktionieren.
SiameseAlex 2010/12/27 20:34:00
Antwort löschenAuch wenn ich oft nicht seine Auffassung der Dinge teile - das von Mr Vincent Vega erwähnte ist der Erwähnung wert!
Dachsman 2010/12/27 20:42:53
Antwort löschenNa siehste, war doch gar nicht so schlimm....oh wait...
Batzman 2010/12/27 20:44:01
Antwort löschenDas war doch nur halbverdaute avangardistische Filmtheorie, die ihm wegen zu vieler Marzipankartoffeln wieder hochgekommen ist. Mit einer Rennie und nem Magenbitter geht das ganz schnell wieder weg.
BigDi 2010/12/27 20:49:43
Antwort löschenIch habe "Enter The Void" gesehen und muss sagen, dass Mr. Vincent Vega mit seiner Aussage in Bezug darauf Recht hat. Die Behauptung "[Noé] versucht sich [...] an einer abgeschmackten narrativen Handlung" ist für mich ein Indiz dafür, dass in diesem Fall die eigentliche Intention des Regisseurs und somit des Films nicht einmal ansatzweise verstanden wurde. Wer denkt, dass "Enter The Void" dem Zuschauer vorrangig nur etwas erzählen oder zeigen will, irtt - wer von dem Film dies verlangt, braucht solche Filme gar nicht erst zu schauen.
BigDi 2010/12/27 20:53:20
Antwort löschen"Das war doch nur halbverdaute avangardistische Filmtheorie, die ihm wegen zu vieler Marzipankartoffeln wieder hochgekommen ist. Mit einer Rennie und nem Magenbitter geht das ganz schnell wieder weg." => Also bei sowas merke ich, dass man einen Teil aus deinem ersten Abschnitt wunderbar auf eine andere Ebene bringen kann: "so verliebt wie der [Kritiker] in sein[e] [wort]technischen Spielereien ist, so wenig interessieren ihn letztlich die [Filme, die er rezensiert].
Batzman 2010/12/27 20:58:19
Antwort löschenYawn... genau wer den Film nicht mag, hat ihn einfach nicht verstanden. Hatte mich schon gefragt, wann das Argument kommt.
BigDi 2010/12/27 21:02:36
Antwort löschenDeine Kommentierung macht zumindestens nicht den Anschein, als hättest du es versucht.
Batzman 2010/12/27 21:14:02
Antwort löschenLies was der Regisseur zu seinen Sachen sagt: http://nymag.com/daily/entertainment/2010/09/gaspar_noe_on_why_enter_the_vo.html+
Der erklärt alles und bricht alles auf platte, nicht vieldeutige Plotpunkte herunter. Das er den Vergleich mit Avatar als Kompliment zu nehmen scheint, spricht ja auch für sich. Avatar for the Arthouse-Crowd bringts ja auch ganz gut auf den Punkt...
BigDi 2010/12/27 21:42:45
Antwort löschenPlotpunkte? Wenn ich nicht urplötzlich Englisch völlig verlernt habe, redet Noé vorrangig von Erfahrungen und Erlebnisse, von "mental trip[s]" und nicht von Plotideen.
Was den Vergleich mit "Avatar" angeht, so hat dieser ebenfalls nichts mit der Geschichte an sich zu tun, sondern mit der visuellen Ebene, welche eine andere Welt bzw. einen anderen Blick auf die Welt suggeriert. Die Erwähnung eines dir anscheinend sehr verhassten Filmtitels in dem Interview als selbstredendes Argument hinzustellen, finde ich übrigens stark irritierend, vielleicht solltest du das Gespräch genau durchlesen und nicht bloß überfliegen (ich stelle mal so hin, dass du eben das getan hast, um dir nicht vorwerfen zu müssen, du hättest es nicht verstanden).
Hetarene 2010/12/27 21:51:22
Antwort löschenWas'n jetzt los? Werden Kommentierungen jetzt einfach gelöscht?
Batzman 2010/12/27 21:57:27
Antwort löschenEr erklärt haarklein, wie das Ende gemeint ist... er betont an anderer Stelle der Film sei nicht religiös gemeint, nicht spirituell sondern als Drogentod eines Stoners der gerade ein religiöses Buch erklärt bekam... und ergeht sich ansonsten darin zu betonen, wie trippy seine drogenvisualisierung doch ist... auch nicht eben subtil oder tiefschürfend. Oberfläche. Lavalampe. EyeCandy wie Avatar. Eine banale Story wird durch Fancy-Bilder aufgepuschelt und selbst die banale Story wird noch dreimal erklärt.
Sowohl der von ihm zitierte Videodrome, als auch Altered States sind interessantere Filme als Enter the Void - alleine schon weil ihre Bilder zur Entstehungszeit origineller waren, als die überlange technische Fingerübung die Noé abliefert...
BigDi 2010/12/28 00:28:06
Antwort löschenEr erklärt das Ende, das stimmt - aber wie kannst du dann behaupten, er würde den Film auf "nicht vieldeutige[n] Plotpunkte[n]" basieren? "We’re just not sure if he’s just starting the loop of his life again, or if it’s maybe just his first memory, like maybe the strongest memory of his life is the moment he came into the world." => Gerade dieses Ende ist vieldeutig, weil es die Frage danach stellt, ob die Erlösung am Schluss nicht doch eine vermeintliche ist.
Zu behaupten, der Film sei nur "Eyecandy", ist angesichts der eindeutig auf Stimmungserzeugung ausgelegte Prämisse, schlicht und einfach falsch: "Enter The Void" ist nicht bloß eine Aneinanderreihung hochstilisierter Bilder, sondern eine Zustandsvermittlung, er wirkt am stärksten auf einer emotionalen Ebene, die visuelle ist nur der Hintergrund dazu. Es weniger um das, was einem das Schweben zeigt - es geht um das Schweben selbst, um es mal simpel auszudrücken. Subtil ist das Ganze nicht, da gebe ich dir recht, aber das hat, soweit ich mich erinnern kann, auch niemand behauptet, weder ich noch Noé.
Was den Vorwurf der "Oberfläche" angeht: "Enter The Void" will doch gar kein wirklich tiefschlürfendes, philosophisches und weiterbildendes Werk sein - seine Wirkung liegt im unmittelbaren ERLEBEN des Ganzen, nicht etwa im Erdenken, welches zu davon anscheinend forderst, aus welchem Grund auch immer. Natürlich hat "Videodrome" story- und bedeutungstechnisch mehr zu bieten als "EtV", aber da stecken völlig verschiedene Ideen hinter den Filmen, was die Wirkung beim Zuschauer angeht.
"[E]r betont an anderer Stelle[,] [sic!]* der Film sei nicht religiös gemeint, nicht spirituell[,] [sic!]* sondern als Drogentod eines Stoners[,] [sic!]* der gerade ein religiöses Buch erklärt bekam" => Wenn Noé am Schluss sich über den Glauben an Wiedergeburt aufregt und deutlich macht, dass er in seinem Film eine andere Aussage rüberbringen möchte, dann begibt er sich damit auf eine religiös-spirituelle Ebene, ob er dies nun zugibt oder nicht.
-----
* => ;)
Kubrick_obscura 2010/12/28 01:17:26
Antwort löschenDer gute Vega hat zum Großteil Recht. Batzman allerdings auch. Niemand kann mir erzählen Noé versuche erst garnicht in eine Form des Erzählkinos hineinzurutschen. "Enter the Void"s größte Schwäche ist nämlich dieser unausgegorene Zwitterstatus irgendwo zwischen Kommerz-Arthouse und Video-Installation in Verbindung mit einem zu großen Ego des Regisseurs. Der Film ist dann am besten wenn er so wenig wie möglich erzählt, wie zu Beginn, und am schlechtesten, wenn er emotional berühren will. Das gelingt Noé nicht.
Mr Vincent Vega 2010/12/28 04:45:11
Antwort löschenIch habe den Film ja gar nicht gesehen, folglich geht es mir auch nicht um ihn, sondern um eine generelle Begegnung mit Filmen, die meines Erachtens wenig sinnvoll ist, wenn man sie an ausgedienten Eckpunkten abgleicht und sich außerdem über das Medium als solches behauptet - also sich so sehr darauf einschlägt, was ein Film einem angeblich nimmt, statt zu schauen, was er einem vielleicht geben könnte. Das ist gar nicht einmal konkret gegen diesen Kommentar und schon gar nicht gegen Batzman persönlich gerichtet (weshalb mich sein etwas unlockeres Kontern inkl. Posting-Löschen hier auch ehrlich gesagt verwundert), sondern eher ein rein persönlicher Ausdruck einer grundsätzlichen Befindlichkeit. Mich jedenfalls ermüden die herkömlichen und weit verbreiteten Rezeptionsparameter, weil sie nirgendwohin führen, außer einen Film zu katalogisieren, ins eigene Werteschema einzuordnen und sich ihm gegenüber behaupten zu müssen. Diese ganze ausgestellte Lässigkeit ist wohl eine Erscheinung der Postmoderne und ihrer Erzeugnisse und des damit verbundenen Drangs, jeden Film einordnen und ggf. abfertigen zu müssen. Aus Fast-Food-Kino folgt wohl Fast-Food-Rezeption.
BlueSquirrel 2010/12/28 07:05:34
Antwort löschenAlso weniger Fast-Food-Kino desto weniger Fast-Food-Rezeption? Geht doch(?). Ich persönlich finde die fundierte, katalogisierte und evt. professionelle Kritik an Filmen weitaus besser. Ich bin doch nicht interessiert daran was für Alpträume oder Euphorien Leute haben. Wenn man zu sehr in seinen eigenen Kosmos abdriftet, vergisst man was andere Menschen fühlen. Mir zu erzählen, wie man auf ganz persönliche Weise Dies oder Das erlebt hat, ist für mich mehr als uninteressant, und nur mit einem Verweis darauf im Text akzeptabel. Was du sagst impliziert für mich, dass man generell Filme nach Bauchgefühl beschreiben sollte. Das ist ganz nett, aber auch ziemlich überflüssig. Selbstreflektion erfährt so jedenfalls eine äußerst billige Abfuhr. Raus-zu-posaunen , was du als deine eigenen Eindrücke beschreiben würdest, ist höchstens ein Entertainment-Faktor, und genau so trivial. Es gibt hier nichts Unglaubliches, es sind nur Filme, aufgebaut in Schemata. Wenn dies ermüdend wirken sollte, ist man evt. an einem Punkt des Überdrusses. Korrigiere mich falls ich dich falsch verstanden haben sollte.
Mr Vincent Vega 2010/12/28 15:02:13
Antwort löschenIrgendwie komplett falsch sogar. Verstehe überhaupt nicht, warum eine "Bauchgefühlrezeption" jetzt die Alternative zu dem, was ich oben schrieb, sein sollte. Habe ja an keiner Stelle die Existenz gewisser Filmbausteine negiert. Ich habe nur gesagt, dass man nicht jeden Film zwanghaft eingliedern muss in ein angebliches Wertungskriteriensystem, das sich von guter oder schlechter Kamera, unterhaltsam oder nicht unterhaltsam, Prota- und Antagonisten etc.pp. erstreckt. Das ist halt boring und führt ab einem gewissen Punkt zu absolut nichts mehr, beispielsweise im Kunstfilm.
Hetarene 2010/12/28 15:25:52
Antwort löschenSo ich probier's noch einmal mit einem Kommentar, mal sehen wie lange er überlebt.
Ich kann Mr Vega nur beipflichten, anzufügen gibt es da aus meiner Ansicht heraus auch nichts mehr. Warum muss jeder Film in eine Schublade passen und das oder jenes Kriterium erfüllen um in den eigenen kleinen Kosmos zu passen. Ich finde Noé’s Bestreben und Film großartig und kann nicht nachvollziehen warum er oder andere Filme irgendwelche Konventionen erfüllen muss!?
Batzman 2010/12/28 16:13:51
Antwort löschenWeil er sie selbst zu bedienen versucht wie immer in seinen Werken. Er macht eben keinen Stream-of-Conscious-Film. Kein Dada-Werk. Keine Videoinstalation. Kein Andalusischen Hund, kein Izo, kein Gummo oder Trashhumpers (die alle besser sind als Enter the Void) - er beginnt eine abgeschmackte, sentimentale Story zu erzählen, von den getrennten Geschwistern, dem Tod der Eltern usw. - und wie Kollege Obscura richtig angemerkt hat: Er versucht sich am Erzählkino, nicht an dessen bewusster Demontage oder künstlerischen Auseinandersetzung damit. Also wird er auch daran gemessen, wie gut ihm das gelingt. Ein wirklich herausforderden spannender Film wie Izo würde ich nie daran messen
BlueSquirrel 2010/12/28 16:59:25
Antwort löschen@Vega: Verstehe dich jetzt etwas besser. Allerdings noch immer nicht richtig (also was da die Konsequenz sein soll, will mir nich...). Aber egal. Ich muss ja nicht alles verstehen.
Billmaik 2010/12/28 19:34:58
Antwort löschenIch bin immer noch nicht ganz klar im Gebälk von der vorgestrigen Feuerzangenbowle, weshalb ich auch gar nicht detailliert auf einzelne Punkte eingehen werde. Jedenfalls möchte ich Vincent ,zumindest was den Grundtenor seiner Aussage betrifft, beipflichten, auch wenn man die Vorwürfe wohl zuweilen auch auf meine eigenen Kommentierungen anwenden könnte.
Und ich verweise auf die fantastische Rezension von Tyler_Durden, erfasst diese doch die wahrhaftige Intention von Noé um Einiges akkurater als jegliches narzisstische Rumgepoltere bezüglich vermeintlicher Effekthascherei. Ganz davon abgesehen, dass wilde Vergleicherei mit Korine- oder Miike Filmen den Verdacht des blindwütig-prätentiösen Dilletantismus nährt. Nur weil in manchen Punkten eine konzeptionelle und philosophische Korrelation besteht wäre es meines Erachtens haltlos sich banalem Genre-Schubladen-Denken hinzugeben. Warum sollte ein Zwitterkonstrukt aus Kunstkino und herkömmlicher Narration keine Daseinsberechtigung haben? Diese Art von obskur anmutendem Purismus will sich mir nicht ganz erschließen.
Abseits dieser abstrusen Argumente sei es dir selbstredend zugestanden Noé im Allgemeinen oder spezifisch dieses Werk nicht zu mögen, der Film ist ja gewissermaßen auch eine Zumutung. Ob man diese Ablehnung dann in polemischer, wenig differenzierter Form kundtun muss sei dahingestellt. Kann mich ja auch nicht davon freisprechen hin und wieder einen mir innewohnenden Hang zur Provokation zu verspüren. Den zu erwartenden Gegenwind mit selbstgerechten Absolutismen zu begegnen käme mir allerdings seltener in den Sinn.
Kubrick_obscura 2010/12/29 00:22:13
Antwort löschenGegen Zwitter-Konstrukte habe ich nichts (Ich liebe "2001"!), aber bei "Enter the Void" klappt das mal garnicht.
Batzman 2010/12/29 01:20:48
Antwort löschenDem ist nichts hinzuzufügen.
Hetarene 2010/12/29 01:26:20
Antwort löschenManche machen es sich aber auch sehr leicht.
BurakkuEmparaa 2011/01/03 21:44:40
Antwort löschenNoé will keine Geschichte erzählen, sondern eine Erfahrung schaffen, die eher auf emotionaler und vor allem immersiver Ebene denn auf inhaltlicher überzeugt (oder überzeugen soll). Vielleicht ist das selbstverliebt (er ist das auf jeden Fall, aber das sind/waren viele große Regisseure und Künstler), dennoch hat es für mich funktioniert. Das Geniale an Enter The Void ist, dass es der einzige ->wirklich<- immersive Film ist (den ich bisher gesehen habe), der aber gleichzeitig auch noch eine derart unbekannte, schwierig bis unmöglich darzustellende und intensive Erfahrung wie das Sterben glaubwürdig und angemessen rüberbringt. Womit ich natürlich nicht sagen will, dass man den Tod wirklich so erlebt.
Auf deine Kritik lässt sich auch dein größter Kritikpunkt anwenden: Handwerklich ausgezeichnet und schön zu lesen, aber doch kein Inhalt außer verschwurbelten Wortkreationen.
pickpark 2011/01/10 17:40:43
Antwort löschenWort um Wort er schreibt herbei.
Schön es klingt.
Vom Inhalt frei.
johannes89 2011/01/11 22:06:25
Antwort löschenlieber mr vinc vega, wieder mal auf Koks durchs Fremdwörterlexikon geblättert?
Benchyl 2011/01/11 22:16:58
Antwort löschen@Mr. Vega: Um Batzmans Wortwahl dir verständlich zu machen, gib das Wort "uninteressant" im Synonym-Woxikon ein. Dort ist zu erkennen, dass es eine Bedeutung "langweilig" mit folgenden Vorschlägen hat:
schwunglos, trist, fad, öde, fantasielos, reizlos, alt, ohne Pfiff, alter Hut, einfallslos, trocken, einförmig, unerfüllt, gleichförmig, grau, alltäglich, schal, abgedroschen, olle Kamellen, träge, temperamentlos, trostlos, farblos, stumpfsinnig, trüb, einsam, aufgewärmter Kaffee, alter Zopf, unausgefüllt, monoton, einfach, eintönig, lahm, trübe, nüchtern, spannungslos, alter Bart, ermüdend, fade, eindruckslos, unausgelastet, flau, einschläfernd, unscheinbar, geistlos, nicht mehr neu, kalter Kaffee, transusig .
Ist da etwas bei, das dich in deiner Erhabenheit befriedigen kann?
Mr Vincent Vega 2011/01/11 22:18:32
Antwort löschenWas seid ihr denn für ulkige Zwerge? Geht mal wieder zurück in euer Gästebuch spielen und lasst die Erwachsenen ein bisschen diskutieren, ist schon okay so.
Benchyl 2011/01/11 22:32:45
Antwort löschenNa, wenigstens das mit der Erhabenheit hab ich kapiert! Aber die These, dass es keine langweiligen, sondern lediglich uninteressante Filme gibt, die ist zu groß, als dass ein Zwerg sie erfassen mag.
BigDi 2011/01/11 23:18:54
Antwort löschen"lieber mr vinc vega, wieder mal auf Koks durchs Fremdwörterlexikon geblättert?" => Das erinnert mich an einige meiner Deutsch-LK-Kollegen, die mich einmal beim Vorschlag, das Wort "Präzisierung" auf eine Folie zu schreiben, fast gefressen haben: "Kannst du nicht normal formulieren?!" Übrigens hat Vega in dieser Diskussion keine außerordentlich komplizierten Wörter verwendet, lest mal lieber etwas vom Hitmanski, wenn ihr euch traut...
johannes89 2011/01/12 00:17:32
Antwort löschenich rede nicht von "komplizierten Wörtern", ich rede vom selbstgefälligen rezitieren inhaltlich losgelösten Fachvokabulars, dass offensichtlich primär dazu verwendet wird dem "Antagonisten" in persona Mr Vega's das virtuelle Ego zu polieren. Das der Corpus Delicti dieser Diskussion, nämlich Enter the Void dabei keineswegs gesehen wurde, die Kritik an ebendemselben aber eine Welle der Empörung auslöst ist schwehrlich ernstzunehmen, ulkige Koksanspielungen bitte ich zu verzeihen.
Benchyl 2011/01/12 12:20:48
Antwort löschen@BigDi: "Präzisierung" beinhaltet zweimal den Buchstaben "r". Das klingt im Raum Herborn dann nunmal scheiße. ^^
BigDi 2011/01/12 22:30:45
Antwort löschen"selbstgefällige[s] rezitieren inhaltlich losgelösten Fachvokabulars" habe ich schon öfters gesehen, aber auf Vegas Beiträge hier trifft das mMn überhaupt nicht zu. Außerdem kann ich als einer, der "Enter The Void" gesehen hat, bestätigen, dass Vega mit seiner Kritik an Batzs Auffassung des Films recht hat.
@Benchyl: Der Buchstabe "r" ist in Deutschland generell vorbelastet, daran könnte es auch liegen. :D
Benchyl 2011/01/12 23:03:40
Antwort löschenNanana, du wirst doch jetzt wohl nicht auf den Hitler anspielen mit der "r"-Sache, die Diskussion zu "Enter the Void" wächst ins Unermessliche!
Außerdem ist das Herborner "rrrr" doch ein komplett anderes... ^^
Hitmanski 2011/01/13 09:59:24
Antwort löschen"Übrigens hat Vega in dieser Diskussion keine außerordentlich komplizierten Wörter verwendet, lest mal lieber etwas vom Hitmanski, wenn ihr euch traut..."
Psst, ich hab' doch auch so schon genug Fans ;)
johannes89 2011/01/13 14:12:09
Antwort löschenalso in der Antwort vom Hitmanski hab ich alles ohne Hilfe von Wikipedia verstehen können ^^
Hetarene 2011/01/13 15:15:26
Antwort löschenPardon, aber könnten wir diese unsägliche Diskussion endlich einstellen oder zumindest abbrechen. Sie verläuft im Nichts, aus dem sie geboren wurde. Mr Vega hat volltrefflich reagiert, was soll dieser Aufstand.
Also am besten kommt gar nicht erst auf die Idee Billmaiks "Irreversible" Kritik zu lesen, nicht das ihr noch vollkommen verstört werdet.
johannes89 2011/01/13 16:05:09
Antwort löschenoder wir treffen uns iwo Mitte Deutschland und haun uns gegenseitig jeweils 10min auf den Kopp, Effekt u Resultat vergleichbar, jedoch erhöhtere Umweltbelastung durch Anreise Oo
Benchyl 2011/01/13 16:32:39
Antwort löschen@Hetarene: Ja, abbrechen ist möglich. Allerdings nicht auf diese seltsame Art und Weise. Ich für meinen Teil habe mich weder über die Ausdrucksweise beschwert, noch einen Aufstand hervorgerufen. Vielmehr aber hab ich auf die in meinen Augen lachhafte Inhaltslosigkeit eines Satzes aus Mr Vincent Vegas Antwort verwiesen. Auf einer etwas provokanten Schiene, weswegen er mich auch als Zwerg titulieren darf.
So frage ich mich jetzt, warum du in deinem letzten Satz, wie auch BigDi schon, die Anrede in der 2. Person Plural vornimmst. Sei wenigstens so professionell und differenzier die beiden Zwerge.
Dummerweise hab ich den von dir angeführten Kommentar bereits gelesen. Verstört worden bin ich noch nicht komplett, mir scheint aber, dass Andere hingegen schon. Die würden Billmaik nämlich jetzt gerne schon fast anbeten dafür.
Billmaik 2011/01/13 23:40:11
Antwort löschenIch möchte nur klarstellen, dass ich jegliche Form der Götzenanbetung emphatisch ablehne, selbst dann, wenn jene Ehrerbietung meiner Wenigkeit widerfährt. Ähm, war mir eine Freude dieser ausuferndenden Diskussion einen weiteren, freilich völlig inhaltsleeren, Kommentar beizufügen. Mann, bin ich heute verschnupft.
johannes89 2011/01/14 16:04:04
Antwort löschenBei der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht; wer aber seine Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll. Sprüche 10, 19
ihre-herrlichkeit 2011/01/27 10:14:21
Antwort löschenIch finde es durchaus faszinierend, wie viel ihr in Banalitäten hineindeuten könnt. Dinge, die leicht zu erklären sind, werden im Symbolismus-Dschungel zerfleddert und bis aufs kleinste Atom auseinander genommen und glorifiziert. Mit eurer Weltsicht solltet ihr selbst Filme drehen, da kommen bestimmt sehr intelligente Werke bei raus - aber bitte...lasst es gut sein, in jedem Furz, den irgendein Wichtigtuer von Regisseur lässt, eine 1000x höhere Ebene zu sehen. Ich bin mir sicher, er hat selbst nicht weiter als bis zu seiner Nasenspitze gedacht. Analytisch ist der Film so leicht auseinander zu nehmen, dass der gute Siggi Freud bei einem Blick schon beleidigt wäre, warum man ihn mit so einem Erstsemester-Fraß belangt.
BurakkuEmparaa 2011/01/27 13:54:51
Antwort löschenUnd was genau macht deine Ansicht, dass nichts dahinter steckt, weniger anmaßend als die Annahme, dass da doch mehr ist?
ihre-herrlichkeit 2011/01/27 14:24:48
Antwort löschenNun, man kann hingehen und in allem einen höheren Sinn sehen, oder differenzieren lernen. Sonst endet man in einem Strudel von Banalitäten, weil man nach der höheren Symbolik fragt, wenn eine Taube grad 1m neben einem auf dem Bordstein gekackt hat.
Für alles Weitere kannst du dir ja mein Kommentar dazu weiter unten durchlesen.
BurakkuEmparaa 2011/01/27 18:12:42
Antwort löschenIch sage ja nicht, dass sich hinter jedem Bildelement des Films eine tiefgreifende Symbolik verbirgt. Mir ging es wie gesagt um die Erfahrung. Ich finde nur die Überinterpretation eines Werkes, egal ob Film, Bild, Musik, genauso hirnrissig wie das Absprechen jeglichen Tiefgangs aus scheinbarer Abneigung gegen den Regisseur. Abgesehen davon interpretierst du ja selbst extrem viel hinein bezüglich Noés unerfüllter sexueller Wünsche... Bloß eben in eine andere Richtung als die, die den Film mögen.
ihre-herrlichkeit 2011/01/28 20:48:08
Antwort löschenIch interpretiere überhaupt nicht viel hinein. Ich spreche nur das Offensichtliche aus. Deswegen kann ich diese ellenlange Diskussion einfach nicht nachvollziehen, da für mich alles gesagt ist.
Hetarene 2011/01/29 00:53:57
Antwort löschenScheinheiligkeit. Wenn dir der Film so überdrüssig ist, dann hätte dein Kommentierung unten auch genügt, aber da du um das Wissen des automatischen Abonnements aller hier beteiligten Parteien bist, ist das hier alles pures Ego pushen, da dir dein unterer Ursprungsbeitrag scheinbar nicht genügend Resonanz bescherte.
ihre-herrlichkeit 2011/01/29 01:16:00
Antwort löschenWow. Jetzt wird persönlich geschossen. Man darf hier also nichts zu anderen Kommentaren antworten, wenn man selbst bereits einen Kommentar geschrieben hat. Interessante Schlussfolgerung. Ich bin fasziniert davon, wie heilig ihr Noé seht, dass ihr euch sofort persönlich beleidigt fühlt, sobald man ihn in seiner Banalität aufdeckt und aus diesem Grund meint, seinen Gegner auf unsachlichem Niveau abwerten zu müssen.
Hetarene 2011/01/29 01:32:56
Antwort löschenBedauere dich verbessern zu müssen, aber ich habe meine Worte sorgfältig gewählt. Da steht nicht "offenbar", sondern "scheinbar", was nicht impliziert, dass es sich um eine Wahrheit handeln muss. Ich fühle mich doch keineswegs in irgendeiner Art durch deinen Affront gegenüber Noé verletzt, doch der Abstand von 3 Tagen zwischen Eigenkommentierung und Teilnahme an diesem thread, legt diese Annahme nahe. Respektvoller Umgang ist für mich eine Bedingung, weswegen ich einen möglicherweise verletzenden Wortlaut entschuldige.
ihre-herrlichkeit 2011/01/29 11:05:54
Antwort löschenOkay, Sherlock. "Scheinbar" hast du bisher meine Kommentare und Antworten nicht verfolgt, sonst wüsstest du, dass sie unabhängig von der Resonanz eines Kommentares oder der Anzahl der Diskussionsmitglieder sind. Hast du noch nie nach dem Verfassen eines Kommentares nochmal auf der Filmseite geguckt, ob noch jemand in der Zwischenzeit etwas Interessantes dazu beitragen konnte? Oder bist durch Zufall beim Stöbern wieder auf der Seite gelandet und wolltest nochmal sehen, was ein bestimmter User für eine Meinung zu diesem Thema hat? Dies hier ist übrigens eine Diskussionsplattform und ich gebe meine Meinung dort ab, wo ich sie für angemessen halte. Deinen Vorwurf könntest du also auf fast alle User beziehen, die bereits etwas zu diesem Film kommentiert haben und bei dieser Diskussion mitmischen. Es "scheint" dir gar nicht darum zu gehen, meine Argumente diesem Film gegenüber nachvollziehen zu wollen/zu können oder dich damit auseinander zu setzen, sondern mein Verhalten grundsätzlich abzuwerten, damit du dich nicht weiter damit beschäftigen musst. Traurig.
BurakkuEmparaa 2011/01/30 21:37:47
Antwort löschenDu sprichst das für dich Offensichtliche aus, und das ist deine Interpretation des Films. Deine Sammelbezeichnung von "unserer" Heiligsprechung (haha) stützt deine Argumentation auch nicht sonderlich. Ich kenne Noé nicht persönlich, also urteile ich auch nicht über ihn als Privatperson, geschweige denn sein Sexualleben. Mir ist Noé gewiss nicht heilig und ich akzeptiere natürlich von meiner eigenen Meinung abweichende Ansichten, aber derartige aus einem Film gezogene Schlüsse haben auch nicht mehr Wahrheitsgehalt als die Psychotests der Bravo. Persönlich geschossen hast du schon vor Hetarene.
ihre-herrlichkeit 2011/01/31 12:31:03
Antwort löschenAchso.
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moron 2011/03/09 23:54:32
Antwort löschenVielen Dank für diese treffende Kritik! Auch ich war bereits nach 20 Minuten dieses visuell aufgemotzen Nichts ziemlich gelangweilt und hätte besser meinem Bauchgefühl, dass da wohl kaum noch etwas passieren würde, folgen und die Stop-Taste drücken sollen. Aber von Freunden empfohlen, die sonst ziemlich geschmackssicher in Sachen Film gelten, hielt ich in steter Erwartung einer alles entscheidenden Wendung bis zum bitteren Ende durch. So steigerte sich die Langeweile in Verärgerung, die mir Warnung genug sein wird vorm nächsten Noé.
EinWill 2011/03/11 02:35:21
Antwort löschenganz simpel und kurz, ich fand ihn richtig gut, gibt einem viel zeit zum hineindenken und dabeibleiben.
Monsieur Hulot: www.eskalierende-traeume.de
Kommentar löschenDie Grundidee des Films - subjektive Perspektive, Todestrip, außerkörperliche Erfahrung - gehört wirklich zu den originellsten der letzten Jahre Filmgeschichte. Der Film lohnt sich schon allein wegen der kaledoskopischen Ästhetik für alle Freunde des surrealen bunten Schangels. Dennoch frage ich mich, wie ernst der Film zu nehmen ist, da er auf mich (wie auch die übrigen Filme Noés) eher wirkt, wie ein zugegeben höchst virtuoser und effektiver Versuch dem Zuschauer einen Mindfuck zu verpassen, aber eben ohne wirkliche gedankliche Tiefe dahinter. Stattdessen wird hier ab und zu das tibetische Totenbuch in die Kamera gehalten und es gibt immerhin zwischendurch die sicherlich schönsten Bildschirmschoner aller Zeiten zu bestaunen...
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenErst als ich die ersten Minuten von Enter The Void gesehen habe, wusste ich, dass das der Film ist, auf den ich schon ewig gewartet habe. [...] Gaspar Noés neues Werk ist nämlich nichts anderes als ein visuelles Meisterstück, dessen Kameramann zur Hauptattraktion des ganzen Films wird. [...]
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschen"(...) diese Bereitschaft von Noé, im Gegensatz zu anderen Regisseuren, seine Filme nicht nach den Sehgewohnheiten des Publikums auszurichten, sondern vielmehr schon fast gegensätzlich dazu, das Sehen von "Enter the Void" visuell sowohl graphisch als auch moralisch zur Tortur zu machen (zumindest als Intention), verdient sich ein Lob und beschert dem Enfant Terrible seine verdiente Ausnahmestellung. (...) Abseits von den scheinbar notwendigen (cineastisch-moralischen) Schockeffekten wie Blowjobs, Ejakulationen, Erschießungen und abgetriebenen Föten, ist "Enter the Void" somit ein Film, der weit weniger schockiert, abstößt oder im Grunde auch kontrovers - geschweige denn gefährlich - ist, als vorab suggeriert wurde.
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Werner Busch
Kommentar löschenWegen seiner filmkünstlerisch herausragenden Opulenz, genossen in technischer Großartigkeit, möchte man dem Regisseur klingelnde Ohrfeigen ins Gesicht geben, daß er die Sache mit der Filmerzählung nicht besser umgesetzt hat. [...] Das ist wirklich ärgerlich. Und dennoch will man diesem wildgewordenen Konzeptversuch zur Sprengung der Leinwand nicht böse sein.
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Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung Rupert Koppold: Stuttgarter Zeitung
Kommentar löschenDie Kamera taucht immer wieder ab- und ein, in Nightclubs, Love-Hotels, Lampen, Abflussrohre, Körper und sogar in eine Vagina. Dies alles will etwas sagen, will Kunst und Philosophie sein, ist aber eine unerträglich manierierte Mischung aus existentialistischem Raunen und Reinkarnationsmystik, die sich zur 162 Minuten dicken Spekulationsblase bläht.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenDas ist es, was „Enter the Void“ vor allem auslöst, als Grundton seines Rauschens, als Urgrund seines Zweieinhalbstundenrauschs: das Gefühl vollendeter Verlassenheit einer sterbenden Seele, nur noch Zeuge ihrer Erinnerungen und eines ewigkurzen Danach, bevor sich alles in einen gleißenden Trost fügt. Die Kommunikation, jenes Glasfibertau, das Leute mit dem Leben so selbstverständlich verbindet, ist gekappt wie eine Nabelschnur. Der Rest ist Sehen. Der Kinozuschauer wird zum Lebenszuschauer Oscar und fliegt mit ihm, von Flash zu Flash, durch die Rand- und Zwischenzone, herausgerissen aus Raum und Zeit. Das ist mal beängstigend, mal irritierend und, aufs Ganze gesehen, eine umwerfende Vision. Wie die Kamera, Gottes vagabundierendes Auge, über die Stadt taumelt. Wie sie in Interieurs verharrt, die Linse zum Fischauge weitet und sich ins nächste Stroboskopgewitter stürzt. Wie hier jemand vor keiner Assoziation, keinem Traumbild haltmacht, aus purer Lust an jenen Reisen, wie sie nur die Droge Kino eröffnet: Das ist vor allem was für Leute, die die Unvernunft lieben.
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Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard
Kommentar löschenDas tibetanische Totenbuch trifft auf die entfesselte Kamera. In irgendeinem anderen Universum ist "Enter the Void" vielleicht ein Meisterwerk. In unserer Wirklichkeit ist dies ein schwer erträglicher Trip: nicht so sehr an die Grenzen der Erfahrung, sondern in die ältesten Klischees der Dekadenz.
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emaka 2010/09/08 22:20:05
Antwort löschen"In irgendeinem anderen Universum ist "Enter the Void" vielleicht ein Meisterwerk. " haha ja genau! ;)
lupusnoctis 2010/10/05 19:27:29
Antwort löschenDer traumatisierendste Film den ich je sah.
Ein Film bei dem es mir nicht möglich ist ihn einem genre zuzuordnen; Thriller- Dogen - Horror- Sex- Abtraum- ....etc..
Doch eine äußerst innovative Kammeraführung!
Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenZwar entwickelt "Enter the Void" durch Noés Inszenierung durchaus eine gewisse halluzinatorische Bildkraft und Trippigkeit. Doch selbst die endoskopische Beobachtung eines Geschlechtsverkehrs aus der Gebärmutterperspektive gegen Ende kann das Abschweifen und Wegdämmern beim Zuschauen nicht ganz verhindern.
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Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen....Doch seine Qualitäten zieht Enter the Void hauptsächlich aus der Umsetzung auf der visuellen Ebene. Die in Irreversible wild umherrotierende Kamera bekommt im Reich des Nichtseins durch Oscar Identifikationsebene und Ursache zugewiesen. Gaspar Noé bindet in der Gestaltung der Kamerafahrten hochaktuelle Wahrnehmungsmodi der Gesellschaft ein und lässt die Perspektive zwischen der einengenden, tunnelartigen Ego-Shooter-/ Rollenspiel- artigen Darstellung des Seins und der Google Earth–Vogelperspektive als Auge des Nichtseins pendeln. Der Umgang mit der Materialität an der Grenze von Realität und Film ist auch bezeichnend: ironisch besteht die Wirklichkeit aus Orten mit plakativen Namen, wie der Club, der sich „The Void“ nennt, wie die Reklametafel gegenüber von Oscars Wohnung, die diesen einlädt, raus aus dem Haus und in der Welt zu gehen, oder von selbstgebastelten Wunschwelten wie das „Love Hotel“ – ein Miniaturgebäude in welchem Oscar am liebsten alle seine Freunde gesammelt hätte und der schließlich zum einzigen Ort wird, wo die Charaktere zueinanderfinden. Bezeichnend wurde Tokyo als Drehort für den Film gewählt, der mit seinen bunten Reklamen, mit den kitschigen, ebenso in Neonfarben gekleideten Lokalen, Clubs, Bordellen und Läden den Schritt zwischen Wirklichkeit und einer bunten Welt schafft, die farblich eine Disney-Idylle und gleichzeitig stimmig eine trostlose Spirale der Dekadenz, des Spektakels, des Karnevals entfaltet - kurz eine Welt des Films ist....
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Ulrich Kriest: film-dienst Ulrich Kriest: film-dienst
Kommentar löschenIrgendwie ist es schon witzig, dass sich so kurz nach „Inception“ [...] ein zweiter Film aufmacht, das Unterbewusstsein als potenziellen Ort einer (Spiel-)Handlung zu erkunden. „Enter the Void“ von Gaspar Noé findet ähnlich faszinierende Bilder und scheitert an vergleichbaren Aporien des Erzählens. Mit der Freiheit des Schweifens und Flanierens ist es so eine Sache, wenn man Elemente des nicht-narrativen Experimentalfilms für eine letztlich arg konventionelle Erzählung nutzen will. [...] Weil [...] reichlich Drogen und Agonie im Spiel sind, muss man sehr geduldig auf sehr wenig warten.
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David_Lynch 2010/08/21 09:14:21
Antwort löschenIch glaube das Konzept zu "Enter the Void" hatte Noé schon früher als Nolan das zu "Inception"...nur weil das hier so klingt, als sei ersterer wegen des Erfolges von "Inception" abgekupfert worden
emaka 2010/09/08 22:18:56
Antwort löschen"muss man sehr geduldig auf sehr wenig warten" Dem stimme ich zu.
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenDer junge Dealer Oscar wird in einer Bar in Tokio erschossen und verlässt seine sterbliche Körperhülle um seiner Schwester beizustehen. Mit den Augen des Jungen erforschen wir das Unbekannte und lauschen seiner Kopfstimme. Alles, was auf seiner Seele Spuren hinterlassen hat wird sichtbar. Ein experimenteller Todes-Trip mit subjektiver Kamera. Filmästhetisches Neuland.
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Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenENTER THE VOID ist ein filmgewordener twitch of the death nerve, zweieinhalb Stunden Nahtod- und kinematografische Grenzerfahrung der kinnladenknallenden Sorte. Dummerweise will der Film aber mehr sein als schnöder Oberflächenreiz, und da wird es knifflig. [...] Ein debiler Virtuosenstreich, genialer Schwachsinn – und ein Film, den man dieses Jahr, im Guten wie im Schlechten, gesehen haben muss.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenUm eine Wahrheit zumindest kommt man nicht herum: Ob man Gaspar Noés neuen Film Enter the Void nun leiden kann oder nicht, ihn zu sehen ist jedenfalls, in welche Richtung auch immer, eine ästhetische Grenzerfahrung, ein Zerren an sonst meist stillgelegten Nerven, eine Herausforderung und ein Ärgernis.
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Rochus Wolff 2010/05/28 13:05:30
Antwort löschenWeil er eben auch seine unzweifelhaften Qualitäten hat, eine Herausforderung in Filmform ist und all das: Und weil sich, letzten Endes, in Punkten nicht fassen läßt, was selbst ein Text nur mühsam fassen kann.
'Enter the Void' ist immer noch tausendmal besser als die Berge von Schrott, die die Filmindustrie auch noch rauswirft; und wenn er auch nicht im schlichten Sinne gute Unterhaltung ist, so ist er sicher nicht die schlechteste Weise, Zeit zu verbringen.
Rochus Wolff 2010/05/28 13:10:59
Antwort löschenMit Recht. Es gibt auch sicher Leute, die ihn schlicht nur großartig finden werden!
schnacksel 2010/09/21 10:20:49
Antwort löschen"ihn zu sehen ist jedenfalls, in welche Richtung auch immer, eine ästhetische Grenzerfahrung, ein Zerren an sonst meist stillgelegten Nerven, eine Herausforderung und ein Ärgernis." --> absolutely d'accord!
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Batzman 2010/12/27 19:53:59
Antwort löschenAuf ähnliche Weise provokant ist sonst nur nur ein 10Liter-Eimer Alpina-Seidenweiß, wenn man ihm beim eintrocknen zusieht.
CarrionFairy 2011/01/16 12:33:52
Antwort löschensauber! @ batzman
Kommentare (120) — Film: Enter the Void
Kommentar schreibenKill_Diether 2012/05/29 23:07:42
Kommentar löschenKnallige Plastikfarben und eine außergewöhnliche Kamera-Perspektive. Das ist originell und spannend, strengt jedoch an, weil schier endlos mit ähnlichen Einstellungen etwas anders, als der Blickwinkel, die Zeit davor. Das Esoterische, worum es eigentlich geht, ist eine Möglichkeit, die durchaus diskussionswürdig ist.
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Schlegel 2012/05/28 17:16:47
Kommentar löschenNach "Irréversible" eine Überraschung. Zwar sind Schwule immer noch schmierig und jede Frau wird grundsätzlich erstmal durchgevögelt (hässliche Frauen gibt’s nicht bei Gaspar Noé), dennoch behält eine Liebesgeschichte die Oberhand, die wirklich anrührend ist. Noés grosse Leistung besteht darin, mit seinen visuellen Einfällen der Erzählung nicht das Wasser abzugraben. Inhalt und Form bilden endlich eine Einheit. Der Inhalt ist zwar naiv und die Form zuweilen cheesy, aber gemeinsam sind sie stark! Sterben mit Gaspar Noé ist auf jeden Fall besser als vergewaltigen mit Gaspard Noe.
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DerDude_ 2012/05/28 18:14:09
Antwort löschenSehr schön :) Auch wenn ich spontan nicht weiß welche Liebesgechichte du meinst ;)
Schlegel 2012/05/28 18:17:14
Antwort löschenDie der Geschwister.
DerDude_ 2012/05/28 19:17:58
Antwort löschenDas ist weniger eine Liebesgesichte sondern eher eine Gescichte wahrer Zuneigung und wie stark man einander braucht. Mit Liebe hatdas nur mit Geschwisterliebe zu tun. Andere Liebe wäre ja falsch ;)
Mr Vincent Vega 2012/05/28 19:20:19
Antwort löschenNa ja, schon im ersten Satz lieferst Du zwei der triftigsten Gründe gegen das Pasolini-Wannabe-Kino Noés, noch um einiges dezidierter ja die Homophobie in Irréversible. Hier nun mit zusätzlich aufgetragenen Lagen der Kunstgewerblichkeit, inklusive schlecht plagiierter Titles sowie einer ästhetischen Annäherung auf dem Niveau der Windows-Media-Player-Visualisierungen. Filme, fast so schlimm wie die von Bruno Dumont.
Schlegel 2012/05/28 19:55:39
Antwort löschenAch seufz, hast ja Recht, Vega, hast ja Recht. Trotzdem, die Geschichte der Geschwister hat mir gefallen. Auch das sexuell aufgeladene Verhältnis der Beiden fand ich passend. Der ganze Zinnober drumherum, Schwamm drüber, andere bekommen dafür die Goldene Palme (Tree of Life).
DerDude_ 2012/05/28 19:58:06
Antwort löschenEnter the Void ist ein Meisterwerk aber Tree of Life noch ein ganzes Level drüber. Daher ein verdienter Sieger !
Schlegel 2012/05/28 20:01:33
Antwort löschenNaja Meisterwerk ist ja eher so ein Gummibegriff. Was heisst das schon: Meisterwerk?
DerDude_ 2012/05/28 20:19:22
Antwort löschenRundum perfekter Film ?
Mr Vincent Vega 2012/05/28 20:45:34
Antwort löschenWerk eines Meisters halt. So wie Malick einer ist, beispielsweise. Oder Noé keiner ist. :-)
Schlegel 2012/05/29 00:13:09
Antwort löschenTree of Life is nun wirklich nicht perfekt, eher schwulstige Erweckungstheologie. Aber Perfektion ist langweilig, darum kann ich Noé was abgewinnen, obwohl er wahrscheinlich ein Idiot ist, und Malick mag ich ja auch.
Mr Vincent Vega 2012/05/29 01:05:24
Antwort löschenAch na ja, diese ganzen umständlichen Lesansätze bei Tree of Life habe ich nie verstanden, ob nun klerikal, ideologiekritisch, letztlich banal geschmäcklerisch, ist doch alles egal, kann doch alles der Kraft seiner sinnlichen Durchdringlichkeit, seiner so doch im gegenwärtigen Kino beinahe einzigartigen leidenschaftlichen Inszenierung nichts anhaben. Verstellt nur den Blick. Unter den GGFÜA-Filmen ist Tree of Life jedenfalls der beste.
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Schlegel 2012/05/29 13:38:59
Antwort löschenGGFÜA?
Mr Vincent Vega 2012/05/29 13:41:48
Antwort löschenKnörersche Wortschöpfung: Ganz Großer Film Über Alles.
homeaffairs 2012/05/10 22:51:37
Kommentar löschenwenn man das gefühl hat, man sieht den anstrengendsten film überhaupt, wenn david lynchs werke wie unterhaltungsprogramm zum kaffeeklatsch wirken und jede szene schmeckt wie ein schon lang abgelaufener käse, den man einfach nicht weglegen kann, dann sieht man gerade enter the void.
während gaspar noe schon in irreversible die grenzen des zumutbaren ausgelotet hat, sprengt er diese hier nun endgültig und schafft das unzumutbare. und doch ist der film wie ein sog, ein rausch, den man erleben will. man ist angefixt.
dabei ist gerade seine einzigartige kameraarbeit und seine ebenso einzigartige sicht auf die welt grund genug, sich dieses filmische experiment anzutun, ein "must have seen" für cineasten, die das medium hier völlig neu erleben lernen können.
nichts desto trotz ist die länge des films völlig überzogen und unnötig, die triviale geschichte hätte man locker in 1/3 der länge erzählen können, ohne dabei an visuellen genüßen zu verlieren. während irreversible noch durch eine perfekte mischung von plott, genialer kameraarbeit, unglaublichen effekten und der musik überzeugte, macht doch gerade auch die länge und das scheinbar unendliche ausreizen einer jeden idee bis in das unendliche enter the void so anstrengend. aber genau das war sicherlich sein ziel und das hat noe erreicht. man ist einfach nur platt wenn man den film durch hat.
also danke für dieses etwas andere filmerlebnis.
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nikl 1987 2012/05/06 19:22:02
Kommentar löschenWenn der ganze Film wie in den ersten Minuten in der Ich- Perspektive gehalten worden wäre, würde meine Bewertung um einiges höher ausfallen. So verliert der Film zunehmend an Fahrt, und bis auf den Farbenrausch kann er auch sonst nichts außergewöhnliches bieten, was ihn von anderen Filmen groß abgrenzen würde.
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derFilmfreak 2012/05/07 11:11:53
Antwort löschenDer Film ist doch komplett in der Ich-Perspektive.
So lange du lebst siehst du aus deinen Augen. Im Tod bei den Rückblicke bist du der Beobachter deiner selbst und die Schwebeszenen nach deinem Tod sind deine Augen als Seele oder Geist.
nikl 1987 2012/05/07 19:35:28
Antwort löschenJa, schon klar, allerdings sind die Szenen später nicht mehr so gewitzt, finde ich, wie die recht geniale Anfangsequenz und das "Ich"- Feeling kommt nicht mehr so gut rüber, finde ich.
derFilmfreak 2012/05/07 22:30:34
Antwort löschenAlso ich finde die 3 Ich Perspektiven genial um die 3 Ebenen zu trennen. Ohne den Wechsel dürfte das Verstehen der Handlung noch schwerer sein.
Aber eigentlich sind es ja nur 2 Ich Perspektiven. Die 1. wie wir sie jetzt auch, gerade beim schreiben, sehen und bei der 3. dem Schweben sind wir halt Körperlos.
Was mich stört ist der Nachtflug durch Tokio zum Love Hotel. Ist das ein Diorama oder CGI nach einer echten Flugaufnahme?
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nikl 1987 2012/05/07 23:35:10
Antwort löschenUnd genau diese Ego- Perspektive am Anfang fand ich ja so genial, man sieht, wie man sich gerade z.B. beim Schreiben sieht, und dies bietet natürlich eine ganz andere Identifikationsebene. Ich hatte mich halt schon darauf gefreut, dass diese Perspektive den Rest vom Film über andauert. Dieses Körperlose anschließend war auch ganz nett, allerdings nicht mehr so spektakulär und einzigartig wie die Anfangsesquenz. Und es hätte auch bestimmt mehr Möglichkeiten gegeben, die Drogenthematik zu visualisieren, in dem man bestimmte Rauschzustände aus den Augen den Protagonisten miterlebt (aber eben lebend^^).
derFilmfreak 2012/05/08 11:45:12
Antwort löschenBis zur Klo Szene ist für mich die Ego-Perspektive durchschnittlich bis gut. Klar der DMT Trip ist ja nur genial, aber die Ego-P erlebe ich ja selber jeden Tag und so außergewöhnlich ist sie auch in der Filmwelt nicht. Bis dahin ist es für mich ein Junkiefilm, der Brainfuck findet im Moment des Sterbens bzw wo ihn der Schuss trifft an. Die Rückblicke hätten noch ausführlicher sein können und bei dem Körperlosen Teil fühlt man fast die Einsamkeit der Seele im Tode, aber auch eine Neugierde. Noé hätte den Trip ruhig noch 45-60 Minuten länger machen können.
Skar 2012/05/06 01:00:36
Kommentar löschenSchwieriger Film, der jedoch zu überzeugen weiß, wenn man sich auf ihn einlassen kann. Das dürfte dem einen oder anderen zu Beginn schwer fallen, es ist es aber wert, auf den Trip mitgenommen zu werden. Einmalige Atmosphäre!
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derFilmfreak 2012/05/05 10:43:19
Kommentar löschenWie sagte David Lynch: "Das Kino kann die Zuschauer in eine Welt jenseits des Intellekts entführen, in der sie sich ganz und gar ihrer eigenen Intuition anvertrauen müssen. Es geht nicht darum, etwas zu verstehen, sondern darum, etwas zu erfahren."
EtV ist ein Brainfuck, aber keine leichte Kost.
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Toblerone 2012/04/25 23:07:15
Kommentar löschenGaspar Noé's The Tree of Life.
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doc-snider 2012/04/21 11:52:04
Kommentar löschenabgedrehter, hirnzerrwirbelnder, technisch unglaublich umgesetzter, unkonventioneller, ganz krasser scheiss.
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Flunsi 2012/04/12 11:18:22
Kommentar löschenDieser visuelle Trip bewegt sich zwischen Genialität und Langeweile. Wenn man nicht in der richtigen Stimmung ist, kann es verdammt anstrengend werden.
Obwohl ich diese Art von Filmen mag, ist bei mir der Funke nicht so richtig gesprungen. Ich versuch es in 10 Jahren nochmal.
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Andre Jonas 2012/04/24 00:11:15
Antwort löschenKann ich absolut bestätigen. Hab ihn damals im Kino gesehen (wobei die Synchro bei einem so »nahen« Film leider einiges von der Wirkung kaputt gemacht hat) und seitdem ist bei mir jeder Versuch gescheitert, ihn länger als eine Viertelstunde zu schauen... 10 Jahre würde ich aber nicht wieder warten ;)
PaulthePirat 2012/04/03 21:39:27
Kommentar löschen" I want 2 live" - "I want 2 die"
Was zum Teufel hab ich da gerade gesehen? Mindfuck ohne Ende...ja gefickt wird viel in "Enter the Void". Ist es etwa das, was das Leben ausmacht? Sieht der Tod wirklich so aus? Schwirrt man endlos lange als voyeuristische Seele durch die Welt auf der Suche nach Wiedergeburt? Ich bin verwirrt, absolut geflasht und das alles ohne Drogen. Wobei einem während des Films ja vermittelt wird, wie toll Drogen sind. Nur beim Dealen sollte man vorsichtig sein. Trotz einiger Längen ein äußerst sehenswerter Film über den ich wohl noch eine Weile nachdenken werde. Nachdenken muss...
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Ryunosuke Akutagawa 2012/03/25 12:19:57
Kommentar löschenEnter the Void ist ein 2,5 stündiges Meisterwerk von Gaspar Noe und es ist unglaublich anders, dieser Film ist alles andere als konventionell oder gar leichte Kost denn was einem hier geboten wird ist eine Erfahrung, ein visueller Trip der höhsten Ebene. Enter the Void ist in jeder möglichen Hinsicht anders, das fängt schon an der der Kamera die die ganze Zeit in der Egoperspektive liegt und sogar das Zwinkern des Protagonisten mit einfügt, absolut anders aber dennoch genial auf seine Art und Weise. Enter the Void überzeugt dazu noch durch visuelle perfektion, angefangen bei der Farbpracht die sich bietet oder den Effekten, man wird in den Bann gezogen und wird teil des Filmes, man kann es nicht als bezeichnet als ein Konsumprodukt sondern eher als Erfahrung die man vielleicht nicht machen möchte. Enter the Void zeigt dem Zuschauer auch die hässlichen Seiten unserer Welt in der die Realität ans Absurdum geführt wird und der Zuschauer danach sich kaum noch bewusst ist was er eigentlich denken soll.
Enter the Void vermischt verschiedenste Erfahrungen aus anderen Filmen und dadurch entwickelt sich ein 2,5 stündiges Gefühlschaos in dem man alles auf einmal fühlt aber nichts der Realität zuordnen kann.
Enter the Void ist eine Erfahrung die nur die wenigsten zu schätzen wissen werden doch es wird auch sicher viele geben die genau dieses tun und mit dieses Meisterwerk den Trip ihres Lebens vor sich haben werden des sie verwirrt und verstört zurücklassen wird.
Enter the Void.
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Lay_Dilay 2012/03/20 20:57:23
Kommentar löschenanstrengend...zieht sich...wenig dialog,
ist halt kein normaler film, irgendwie kunstvoll und was besonderes, aber nochmal würde ich mir den film nicht geben.
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mute 2012/03/12 08:43:52
Kommentar löschenMacht euch auf was gefasst. Der Film ist ganz schön anstrengend, alleine schon optisch. Dafür natürlich ein Kunstwerk. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und sehr interessant. ABER: Der Film besteht 2 Stunden und 40 Minuten (uncut) quasi ausschließlich aus Folgendem:
- Flackerndes Bild
- Verstörende sphärische düstere musikalische Untermalung
- Bunte Farben
- Abgef***te Menschen
- Jede Menge Drogenmissbrauch
- Jede Menge realistischer Sex und Geschlechtsteile
- Phantomhafte Egoperspektive, die den ganzen Film über durch Tokyo, Puffs und andere Daseinsebenen fliegt/schwebt
-> Alles in Allem ein Film, wie ihn nur die Franzosen machen können :-)
-> Man sollte ihn gesehen haben, aber man muss darauf vorbereitet sein.
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MurderSquad 2012/03/05 16:08:36
Kommentar löschenSo, Filmeabend im Behindertenwohnheim Station 12. Ich hab diesen Film reingeschmuggelt und ihn in den Player getan. Nach nur 12:30 Minuten hatten wir schon 16 Hardcoreanfälle von Epilepsie. Gab also die perfekte Schaumparty. >:]
Spass bei Seite, für mich war das nix halbes und nix ganzes. Ich kann schon so nichts mit der allgemeinen Partyszene anfangen, mit Tabletten und Pulver auch nicht. Die Musik ist auch nicht meine Welt. Und dieses Rumgebumse stört mich auch.
Was auf jeden Fall stimmt, ist das man "Bock auf den Film" haben muss, dann kann man ihn sicherlich geniessen. Ich werde nie Bock auf diesen Film haben. Viiiiiieeeeel zu bunt und zu laut.
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ihre-herrlichkeit 2012/03/05 18:47:56
Antwort löschenROOOOFFFLLL!!!!
Murphante 2012/03/06 16:42:43
Antwort löschenDeine Beschreibung ist ja mal wieder Hammeranfalltastisch :D
Ich muss mir den auch mal reindrücken so mitten ins Gesicht ...
mal schauen auf was für Trips ich so landen werden :D
Trunkenb0ld 2012/04/14 19:50:13
Antwort löschenUnd weil du, wie wohl die meisten Menschen, nichts mit der allgemeinen Partyszene, Tabletten und der Musik anfangen können, wird der Film schlecht bewertet?! Das wäre so, wie wenn ich sage: ich finde Autos kacke, deswegen kriegt jeder Film mit Autos (nehmen wir z. B. mal Drive oder Gone in 60 seconds) nur 4.0 Punkte (plusminus 2).
Aber deine Einleitung hat mir gefallen :-)
MurderSquad 2012/04/16 19:15:38
Antwort löschenGeh einen trinken, ich mag keinen Alkohol, deshalb hasse ich jeden Typen, der auch nur ab und zu am Bier nippt. So und jetzt geh weg. >;]
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Trunkenb0ld 2012/04/16 20:05:29
Antwort löschenOha, na bei solchen Sätzen wird mir sehr schnell klar mit was für einem Individuum man es zu tun hat. Frei nach dem Motto: sag mir deinen Nick und ich sag dir was für ein absolut beschissenes Arschloch du bist.. da macht der Klügere von selbst das Feld frei - schönes Leben noch.
ps: dann bist du also ein Mörder? Muss ich wohl gleich mal dem LKA melden.. Ist schon klasse wie viel man in so einen nichtssagenden Nick interpretieren kann... *kopfschüttel*
MurderSquad 2012/04/26 13:45:41
Antwort löschenAuweia, du nimmst auch alles ernst, hm?!
KilianPai 2012/03/02 16:26:42
Kommentar löschenAm Anfang wirkt das ganze noch sehr angestrengt und sperrig für den distanzierten Zuschauer. Sobald man sich aber darauf eingelassen hat ist man im Bann von "Enter the Void" gefangen! Mir sind die hier angesprochenen Längen eigentlich überhaupt nicht aufgefallen, obwohl sie natürlich immer und überall präsent sind.
Sicherlich besticht der Film nicht über seine Story oder die Dialoge (wobei die tibetanische totenbuch diskussion am Anfang wirklich unheimlich ist!), sondern viel mehr durch das Visuelle. Und das ist in Enter the Void tatsächlich aussergewöhnlich. In der ersten Sequenzen "blinzelt" man "mit" dem Protagonisten in der Ego-Perspektive! Geniale Idee. Und auch im weiteren Verlauf schwebt man begeistert über die Dächer von Tokio und durch sie hindurch.
Letztendlich ist Enter the Void dann aber doch kein reiner "Augenschmauß"; Trotz der minimalen Charakterzeichnung fühlt man zu jeder Sekunde mit den Figuren und die Abschlusssequenz sorgt für Gänsehaut und verdient die Bezeichnung "Episch"!
Eigentlich sollten es 8.5 werden, 0.5 werden aber für die total nervigen Flimmertitel im Vorspann abgezogen. Für meinen Geschmack dann doch zu langes Flimmern. :)
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Benner 2012/03/02 15:44:54
Kommentar löschenKunst.
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Mr.Film 2012/03/02 15:45:54
Antwort löschenIch weiss ja nicht wie Steven das Wort "Kunst" interpretiert, aber den kann man sich ja mal vormerken :)
Benner 2012/03/02 15:58:48
Antwort löschenSteven meint in diesem Falle die unglaubliche Arbeit mit Farben und der Kamera! Du guckst den Film quasi so:
O.O oder *.*...aber nicht einmal so -.-
Joeyjoejoe17 2012/03/02 16:06:14
Antwort löschenKunstkino auf höchstem Niveau!
SoulReaver 2012/03/02 16:19:17
Antwort löschenKrasser Film, eine Farbenpracht, dennoch schwer konsumierbar.
Punsha 2012/03/02 16:31:15
Antwort löschenDu wirst ihn hassen @Mr. Film ;-)
Benjamin Barker 2012/03/02 16:34:27
Antwort löschenWahnsinnswerk.
Mr.Film 2012/03/02 16:40:27
Antwort löschenHab also keine Ahnung von Kunst, was? Ja könnte hinkommen :)
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Punsha 2012/03/02 16:43:24
Antwort löschenEs gibt ja auch schlechte Kunst. ;) Ach nebenbei: Ich hab dann sowieso keine Ahnung davon. ^^
Benner 2012/03/02 16:56:48
Antwort löschenOch, der könnte dir schon gefallen Kev :) Trau dich.
chaospiro 2012/02/22 20:27:05
Kommentar löschenPersönlich fand ich den Film so Krank ,ich hab mich die ganze Zeit gefragt was haben die eingeworfen um so was zu Drehen, mein hohe Punk zahl habe ich deswegen so hoch vergeben,weil er von seiner Mach Art sehr gut war,er zeigt immer neue und andere Perspektiven, das einem selber richtig schwindelig wird, er ist nicht langweilig,man kann immer gespannt sein, was kommt den jetzt Krankes wieder!!!! Im großen und ganze war er Spitze , aber auch total Krank :-) ach so tolle Farben :-)
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Benjamin Barker 2012/02/20 15:10:02
Kommentar löschen...und dann war es vorbei. Aus. "The Void". Und ich war um eine Erfahrung reicher. Eine wichtige und vielleicht gar eine weigweisende Erfahrung.
Auch wenn ich recht viele Filme schaue, weiß ich doch immer wieder, wie seicht und konventionell meine Filmauswahl ist. Auch wenn es nicht mehr der Pro7-Blockbuster ist, Kunst- und Experimentalkino habe ich doch nach wie vor gemieden. Gerade dieser Noé, was man da so hört, mein lieber Mann. Ist wohl eher nichts für mich. So aus den bestehenden Umständen gerissen zu werden, machte mir schon etwas Angst.
2. Störfaktor war eindeutig die utopische Länge. Bin kein Freund von solch' extremen Überlängen. "Der Pate", "Apocalypse Now", "Spiel mir das Lied vom Tod"... Alles Meilensteine, die man als Filmfreund "gesehen haben muss", mich jedoch durch ihre Laufzeiten jenseits der 160 Min. nicht unerheblich abschreckten.
Doch dann hab ich mir einen Ruck gegeben. "Enter the Void" eingelegt und mich auf die Reise gemacht.
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Ein filmisches Essay. Ein narrativ- & inszenatorisches Experiment. Ein wirres Flackern. Ein 2 1/2-stündiger Flug. Ein psychodelischer Trip. Ein neongreller Sog. Ein gleißend heller Schein. Ein totaler Umsturz der vorherrschenden Gegebenheiten. Eine vollkommen neue Erfahrung.
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Der nächste Tag. Kein Kater, aber trotzdem nur schemenhafte Erinnerungen. Was war das? Vereinzelte Bilder schießen mir in den Kopf. Ein gigantischer Zoom ins Licht. Eine zackig-fliegende Kamera durch Wände und Türen. Kopfschmerzen. Drogen. Gewalt. Sex. Oooh, einige weniger schöne Momente fallen mir wieder ein. Mein Magen dreht sich, ich erinnere mich, meinen Blick abgewandt zu haben. Hölle. Gehört halt auch zum Rausch.
Ich versuche, klarzukommen. Richte mich auf, sehe mich um. The Sunlight hurts my eyes. Dann mache ich mich an die Rekonstruktion des Erlebten.
Rund 14 Stunden und eine Schlafphase sind seit Beenden des Films "Enter the Void" vergangen. Nach wie vor bin ich geflasht. Ich hätte nicht gedacht, dass mein erster wirklicher Trip in diese Sphären ein derartiger persönlicher Erfolg wird.
Natürlich war das, was ich dort auf dem Bildschirm erlebt habe, etwas Neues, experimentelles für mich. Doch war sofort drin. Das radikale Intro hat mich in diese Welt gezogen und nicht mehr losgelassen. Ego-Perspektive, ungreifbare Formen & Farben, Kindheitserinnerungen - und immer wieder kaltes, weißes Flackern.
Wenn ich genauer nachdenke, erinnern einige Passagen sehr an "Tree of Life", diese Ultra-Kunst. Doch erschien es mir bei "Tree of Life" aufgesetzt, bemüht und vorallem zusammenhanglos, ergaben diese vielen Komponenten bei "Enter the Void" ein großes, einmaliges Ganzes. Umfassend und andersartig war der Film doch die meiste Zeit über recht greifbar. Klar, die Geschichte ansich war schließlich recht dünn. Doch reichert Noé sie mit so vielen verschiedenen Mustern an, dass es wie ein gigantisches Werk wirkt. Trotzalledem konnte ich überwiegend folgen und das Gesehene für mich einordnen. Das war wichtig, denn meine Angst war im Vorfeld, dass ich 2 Stunden nichts verstehe - und das hätte mir gar nicht gefallen.
Verschiedene Phasen des Todes. Drogen, die dich genau auf diesen Trip bringen. Freunde, die diesen Rausch mit dir erleben. Deine Schwester, die den falschen Kerl vögelt. Deine Schwester, die dich sehr an deine Mutter erinnert. Deine Schwester, die du sehr lieb hast.
Inzestuöse Tendenzen sind eindeutig. Auch mit nackter Haut wird nicht gegeizt. Doch ist das wohl in der Kunst normal und hatte hier auch nichts mit Erotik oder ähnlichem zu tun. Der oft gescholtene Skandalregisseur Noé erwies sich in einem ersten Eindruck nicht als der böse Rebell, als welcher er oft hingestellt wird. Gut, dass der Film derart plakative Dinge nicht nötig hat.
Alles in allem wahrlich eine neue Erfahrung für mich. Jedoch eine, die sich mehr als bezahlt gemacht hat. Der Stil riss mich förmlich mit, die Themen des Films waren faszinierend, die Bildsprache beeindruckend und auch die Charaktere und die "Geschichte", an der sich viele störten, fand ich interessant. Ich wurde nicht hilflos in der Luft hängen gelassen. Dadurch vergingen, was ich im Vorfeld nicht für möglich gehalten hatte, die enormen 160 Min wie im Flug. Wie im Rausch.
Nächste Filme: "Ex Drummer", "Irreversibel", "Melancholia", "Uhrwerk Orange", "Antichrist".
Enter.
The Void.
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SoulReaver 2012/02/20 15:15:23
Antwort löschenSehr gut! Und tolle nächste Filme hast du da vor dir. Ich erwähnte Vertigo einfach gar nicht, oder? :D
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SpiceWeasel 2012/02/20 17:01:27
Antwort löschenKlasse! Die "Nächsten Filme" aber nicht alle nacheinander an einem Abend schauen! xD
JohnnyKee 2012/02/20 17:56:14
Antwort löschenAchja Vertigo.............
Doomsday 2012/02/16 23:17:08
Kommentar löschenDieser simulierte Trip scheitert leider an seiner maßlosen Überlänge. Auch wenn man anfangs recht effektvoll und mit trippiger Optik in die abgründige Welt der Protagonisten hineingezogen wird, besteht der Rest des Films lediglich aus ständigen inhaltlichen und visuellen Wiederholungen sowie pseudo-bedeutungsvollen Bildern. Enter the Void ist nun einer dieser Filme, die durch ihre Atmosphäre funktionieren sollen, die Story ist eher Nebansache. Das wäre völlig in Ordnung, gelingt aber hier nur streckenweise. Nach dem äußerst intensiven "Genuss" der Filme Irreversible und Menschenfeind, war die Messlatte bei mir hoch gesteckt, da ich mal wieder das sonderbare Verlangen verspürte, mir mal wider einen richtig abgründigen Film zu geben, mich sozusagen cineastisch fertig machen zu lassen. Ganz enttäuscht wurde ich nicht, die Atmosphäre bei Enter the Void ist stellenweise recht dicht, die Optik sogar superb, aber 90min hätten das ganze wesentlich intensiviert. So drifteten zumindest meine Gedanken nach der halben Spielzeit allmählich ab, da der Film ab dann leider nichts mehr zu bieten hatte, was man nicht in der ersten Hälfte schon gesehen hätte. Schade!
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Canis Majoris 2012/02/16 22:19:09
Kommentar löschenLeider konnte mich der Film nicht überzeugen.
Eigentlich bin ich dieser Machart sehr zugetan, aber das Thema dieses Films allein und dann seine Umsetzung konnten bei mir nur an wenigen Stellen des Streifens Gefühle erwecken.
Ansonsten war der Film in seiner ganzen Transzendenzschwummerigkiet einfach nur langweilig und allenfalls einige Effekte waren sehr gelungen.
Die Verbindung von Drogenrausch und erlebtem Nachtod gefiel mir auch nicht.
Dazu muss ich erwähnen, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass es da draußen im All (intelligentes) Leben gibt oder gab. Ebenso sicher bin ich mir aber auch, dass es kein Leben nach dem Tod und natürlich auch keine Wiedergeburt gibt, außer in der Form, dass man als Teil eines anderen Organismus weiter lebt (Nahrungskette).
Auch dieser Film kann daran nichts ändern, sondern bestärkt meine Gedanken in diese Richtung sogar eher, denn der Versuch das absolut Unwahrscheinlich darzustellen, ist hier grandios gescheitert.
Trotzdem finde ich es gut, dass es diesen Film gibt, denn er ist von ungewöhnlicher Machart und sicher für den ein oder anderen durchaus interessant.
Für mich ist der Film letztlich leider mehr oder weniger uninteressanter Murks.
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DerDude_ 2012/02/17 22:21:55
Antwort löschenSchade , naja kann nicht jedem gefallen. Es ist ein Film der gerade deswegen so gut ist ,weil er so anstrengend teilweise sogar nervig ist. Er involviert den Zuschauer zu 100 % mit dem Prontagonisten ,der die härteste Reise seines Lebens durchmachen muss.