Gegen die Wand
Gegen die Wand (2004), DE Laufzeit 121 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 11.03.2004
77 Bewertungen
Skala 0 bis 10
15419 Bewertungen
60 Kommentare
Keine ?
von Fatih Akin, mit Birol Ünel und Sibel Kekilli
Um der Strenge ihres türkischen Elternhauses zu entkommen, ist die junge Sibel zu allem bereit. In ihrer Verzweiflung bittet sie den 40-jährigen Alkoholiker Cahit, eine Scheinehe mit ihr einzugehen. Der willigt ein, und für einen kurzen Moment scheint die Rechnung aufzugehen: Sibel gewinnt ihre lang ersehnte Freiheit und Cahit versucht noch einmal, sein verpfuschtes Leben in den Griff zu bekommen. Doch je mehr er sich in die lebensfrohe junge Frau verliebt, desto mehr gerät der alternde Säufer aus dem Gleichgewicht. Unaufhaltsam bewegt sich das ungleiche Paar auf eine Katastrophe zu.
Handlung
Der Film zeigt zunächst den depressiven Cahit (Birol Ünel), der sich sturzbetrunken nach einer Kneipenrauferei in seinen Wagen setzt und ungebremst gegen eine Wand fährt. Er überlebt den Unfall nahezu unverletzt und findet sich in psychiatrischer Behandlung wieder. Dort begegnet er in einer Selbsthilfegruppe der jungen Türkin Sibel (Sibel Kekilli), die ihn, ohne nur ein Wort mit ihm gewechselt zu haben, bittet sie zu heiraten. Er lehnt ab.
Der Zuschauer erfährt in der Folge mehr über die Probleme Sibels, die in der Klinik ist, weil sie versucht hat sich die Pulsadern aufzuschlitzen. Sie lehnt sich so gegen ihre traditionelle Familie auf und will mehr vom Leben als den durch die Religion vorgezeichneten Weg zu gehen. Als sich die beiden nachts aus der Klinik stehlen, bittet sie ihn erneut, sie zu heiraten. Als er wieder ablehnt, schlitzt sie sich erneut die Pulsadern auf. Er rettet sie, indem er die offene Wunde abbindet.
HochzeitAus der Klinik entlassen, hat Cahit doch Mitleid mit Sibel und beschließt bei ihrer Familie um ihre Hand anzuhalten. Die Eltern willigen etwas widerwillig ein. Damit ist es natürlich nicht getan, seine Hilfestellung hat weitreichende Folgen. Kurz darauf zieht Sibel bei ihm ein und beginnt sein stumpfes Leben auf den Kopf zu stellen. Damit sie die Miete aufbringen kann, besorgt er ihr einen Job als Frisörin bei…
Um der Strenge ihres türkischen Elternhauses zu entkommen, ist die junge Sibel zu allem bereit. In ihrer Verzweiflung bittet sie den 40-jährigen Alkoholiker Cahit, eine Scheinehe mit ihr einzugehen. Der willigt ein, und für einen kurzen Moment scheint die Rechnung aufzugehen: Sibel gewinnt ihre lang ersehnte Freiheit und Cahit versucht noch einmal, sein verpfuschtes Leben in den Griff zu bekommen. Doch je mehr er sich in die lebensfrohe junge Frau verliebt, desto mehr gerät der alternde Säufer aus dem Gleichgewicht. Unaufhaltsam bewegt sich das ungleiche Paar auf eine Katastrophe zu.
Handlung
Der Film zeigt zunächst den depressiven Cahit (Birol Ünel), der sich sturzbetrunken nach einer Kneipenrauferei in seinen Wagen setzt und ungebremst gegen eine Wand fährt. Er überlebt den Unfall nahezu unverletzt und findet sich in psychiatrischer Behandlung wieder. Dort begegnet er in einer Selbsthilfegruppe der jungen Türkin Sibel (Sibel Kekilli), die ihn, ohne nur ein Wort mit ihm gewechselt zu haben, bittet sie zu heiraten. Er lehnt ab.
Der Zuschauer erfährt in der Folge mehr über die Probleme Sibels, die in der Klinik ist, weil sie versucht hat sich die Pulsadern aufzuschlitzen. Sie lehnt sich so gegen ihre traditionelle Familie auf und will mehr vom Leben als den durch die Religion vorgezeichneten Weg zu gehen. Als sich die beiden nachts aus der Klinik stehlen, bittet sie ihn erneut, sie zu heiraten. Als er wieder ablehnt, schlitzt sie sich erneut die Pulsadern auf. Er rettet sie, indem er die offene Wunde abbindet.
HochzeitAus der Klinik entlassen, hat Cahit doch Mitleid mit Sibel und beschließt bei ihrer Familie um ihre Hand anzuhalten. Die Eltern willigen etwas widerwillig ein. Damit ist es natürlich nicht getan, seine Hilfestellung hat weitreichende Folgen. Kurz darauf zieht Sibel bei ihm ein und beginnt sein stumpfes Leben auf den Kopf zu stellen. Damit sie die Miete aufbringen kann, besorgt er ihr einen Job als Frisörin bei seiner Gelegenheits-Geliebten Maren (Catrin Striebeck).
Zu Cahits Unwillen entwickelt sich aus dem als Scheinehe geplanten Zusammenleben der beiden mehr. Er hegt nach und nach Gefühle für seine Mitbewohnerin, mit der er verheiratet ist, um sich irgendwann eingestehen zu müssen, dass er in Sibel verliebt ist. In dem Moment, in dem auch sie bemerkt, dass sie Cahit liebt, geschieht die Katastrophe: In Cahits Stammkneipe provoziert Nico (Stefan Gebelhoff), eine der vielen abgelegten Affären Sibels, Cahit massiv. Der dreht durch und tötet ihn versehentlich, indem er ihn mit einem Aschenbecher erschlägt. Er muss ins Gefängnis.
Flucht nach IstanbulAuch Sibels Welt liegt in Trümmern. Sie fühle sich für die Geschehnisse mit verantwortlich und unternimmt einen weiteren Suizid-Versuch. Von ihrer Familie wird sie verstoßen. Sie flieht zu ihrer Cousine Selma (Meltem Cumbul) nach Istanbul. Dort angekommen fühlt sie sich anfangs fremd, versucht sich aber anzupassen. Sie arbeitet in Selmas Hotel als Zimmermädchen, beginnt aber aus der Welt ihrer Cousine auzubrechen, mit der sie sich nicht identifizieren kann und verachtet Selma sogar bald. Sibel versucht, ihr Leben mit Drogen erträglicher zu gestalten. Dabei verliert sie jeden Halt. Den negativen Höhepunkt erreicht ihr selbstzerstörerisches Leben als sie von von Drogen bis zur Besinnungslosigkeit betäubt, vergewaltigt und wenig später in einer wüsten Schlägerei mit drei Männern fast getötet wird.
Nach Jahren aus dem Gefängnis entlassen, macht sich Cahit auf nach Istanbul, um Sibel zu suchen. Seine Spur führt ihn zum Hotel, in dem Sibel arbeitete, welches Selma mittlerweile leitet. Von Selma muss er erfahren, dass Sibel mittlerweile ein neues Leben begonnen hat. Sie habe ein Kind und einen Freund, mit dem sie glücklich sei. Selma, die befürchtet, dass Cahit ihr Glück gefährden könnte, will ihm nicht ihre Adresse oder eine Nummer geben.
Das WiedersehenCahit lässt sich nicht entmutigen und wartet. Eines morgens erhält er einen Anruf von Sibel. Auf ihre Frage, wie lange er in der Stadt sei, antwortet er: Bis ich dich gesehen habe. Sibel legt auf, und für Cahit beginnt abermals eine Zeit der Wartens. Doch als Sibels Freund für einige Tage nicht in Istanbul ist, kommt es zum Wiedersehen, und die beiden verbringen zwei leidenschaftliche Tage miteinander.
Die beiden lieben sich. Cahit schlägt Sibel vor, zusammen mit ihrer Tochter mit ihm in seine Heimatstadt Mersin zu kommen. Sie verabreden sich für den nächsten Tag am Busbahnhof. Doch sie erscheint nicht. Obwohl sie ihre Koffer bereits gepackt hatte kann sie ihre Familie nicht aufgeben.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes über die Produktion und Auszeichnungen des Films.
Weitere Informationen im Internet
Interview mit Sibel Kekilli in der FAZ.
Ich will kein Sonntagskind sein Interview mit Regisseur Fatih Akin im Tagesspiegel
Das Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung zu Gegen die Wand
Die Einschätzung Enthüllung von Jan Schulz-Ojala im Tagesspiegel, die den Pornoskandal rund um die Hauptdarstellerin Kekilli zum Thema hat
Katja Nicodemus sieht in ihrem Artikel Ankunft in der Wirklichkeit in Gegen die Wand den Gegenentwurf zu der derzeit in Deutschland geführten Debatte über eine Leitkultur1
Rezensionen:
Seltsame Welt der Deutschländer von Dilek Zaptcioglu in der TAZ über die Wahrnehmung des Films in der Türkei
Lebenswut, Herzhitze von Feridun Zaimoglu im Tagesspiegel
Andreas Busche wirft in seiner Kritik in Die Zeit die Frage Punk oder türkische Folklore? auf
1 Leitkultur ist ein Begriff, der von dem Orientalisten Bassam Tibi in die politikwissenschaftliche Debatte eingeführt wurde, um einen gesellschaftlichen Wertekonsens zu beschreiben. Später wurde der Begriff in der politischen Diskussion verwendet, um die Forderung nach einer Integration von Einwanderern zu unterstreichen. Der Begriff hatte im Jahre 2000 eine weitreichende gesellschaftliche Diskussion ausgelöst und war überwiegend auf Ablehnung gestoßen. Quelle: Leitkultur in der Wikipedia (dt.)
- DVD
Cast & Crew
-
Fatih Akin
-
Birol Ünel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cahit Tomruk
-
Sibel Kekilli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sibel Güner
-
Catrin Striebeck
-
Güven Kiraç
-
Meltem Cumbul
-
Stefan Gebelhoff
Regie
Schauspieler
-
Hermann Lause
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Schiller
-
Cem Akin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yilmaz Güner
-
Demir Gökgöl
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Yunus Güner
-
Adam Bousdoukos
-
Mehmet Kurtulus
-
Ralph Misske
-
Orhan Güner
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Busfahrer
-
Fatih Akin
- Genre
- Sozialdrama, Romanze, Familiendrama, Ehedrama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Hamburg, Istanbul, Türkei
- Handlung
- Affäre, Alkohol, Alkoholismus, Angst vor der Ehe, Anstalt, Arrangierte Ehe, Autounfall, Depression, Deutsch-Türkisches Zusammenleben, Drogen, Drogenmissbrauch, Ehe, Eltern-Kinder-Beziehung, Entlassung aus dem Gefängnis, Familie, Familienkonflikte, Flucht, Freiheitsentzug, Gefangenschaft, Hochzeit, Hotelzimmer, Liebe, Mitbewohner, Psychiatrie, Religion und Übersinnliches, Religiöse Erziehung, Sanatorium, Scheinehe, Schlägerei, Selbsthilfegruppe, Selbstmordversuch, Selbstzerstörung, Strenger Vater, Suizid, Totschlag, Unfall, Vergewaltigung, Verlassen der Familie
- Stimmung
- Eigenwillig, Hart, Romantisch, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Gegen die Wand
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Trailer zum Film Gegen die Wand













Kritiken (4) — Film: Gegen die Wand
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] „Gegen die Wand“ gibt sich mit den Handkameras, Achsensprüngen und einer fast penetranten Soundtrack-Flut sehr impulsiv, dynamisch, wild und hochemotional bis ins Groteske. Ein Film, der sich bei seinem Streben nach Schonungslosigkeit und Authentizität regelrecht überschlägt, was sich nicht nur in den teils unnötig expliziten Nackt- und Gewaltszenen äußert. Ein intensives, drogengetränktes, interessant gespieltes Drama, das im letzten Viertel einer befremdlichen Tempodrosslung unterliegt. Akın erzählt in seiner nach eigenen Angaben bis dato persönlichsten Arbeit von Weiterentwicklung und Selbstzerstörung. Erfrischend unparteiisch arbeitet er dabei die Tragik der Unvereinbarkeit zweier Welten – hier repräsentiert von Hamburg und Istanbul – heraus. [...]
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Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenDie junge, in Deutschland aufgewachsene Türkin Sibel (Sibel Kekilli) leidet unter dem Druck, den ihr die Traditionen ihrer Familie auferlegen und deren Einhaltung Vater und Bruder peinlichst überwachen. Verzweifelt begeht sie einen Suizidversuch, doch dieser misslingt ihr ebenso wie dem alkoholkranken Außenseiter Cahit (Birol Ünel), ebenfalls ein Türke, der in Deutschland aufgewachsen ist.
In der psychiatrischen Klinik lernen sie sich kennen und Sibel fällt mit der Tür ins Haus, als sie Cahit unverblümt fragt, ob er sie heirate. Als Gegenleistung dafür, dass er den Schein-Ehemann spielt, bietet sie ihm an, seinen Haushalt zu versorgen. Darüber hinaus soll es für keine Seite Verpflichtungen geben.
Der vom Leben enttäuscht zurückgelassene Cahit geht schließlich auf den Vorschlag ein. Zu Beginn fragt man sich noch, warum. Später im Film bringt es Cahit selbst auf den Punkt: Sie waren wechselseitig der Strohhalm für den anderen, an den man sich klammern konnte…
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenFatih Akin ist es gelungen, die Zerrissenheit türkischstämmiger Deutscher im Widerspruch zwischen türkischer Tradition und deutscher Gegenwart ohne jede Larmoyanz zu dramatisieren. Diskriminierungsdebatten und andere politische Korrektheitseinbrüche spielen keine Rolle - Akin geht es allein um die Heimatlosen, um Sibel, die sich selbst nicht aus der Tradition lösen kann, um Cahit, der schlecht Türkisch spricht, aber trotzdem nie ganz in Deutschland angekommen ist.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenKeine Frage: Der Film traut sich was. Er wird, gewiss, sein Publikum spalten, und nicht nur das türkische. Und doch zerfällt er, trotz der schauspielerischen Höchstleistungen, nach einem grandiosen ersten Teil in zwei Hälften, die nicht mehr wirklich zusammenpassen wollen.
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Kommentare (56) — Film: Gegen die Wand
Kommentar schreibenRoosterCogburn 2011/11/04 21:03:40
Kommentar löschenMir hat der Film sehr gut gefallen. Aber ich war insofern überrascht, weil ich etwas anderes erwartet habe. Von Regisseur Fatih Akin kannte ich bisher Filme wie "Kurz und schmerzlos", "Solino" oder "Im Juli". Akin ist ein sehr dramatischer und intensiver Film gelungen. Der nicht den Fehler macht, in eine gefühlsbeladene Schmonzette abzudriften. Ein emotional mitreissendes, gefühlsstarkes Liebesdrama. Intensiv und emotional, abstoßend und anziehend zugleich - toller Film!
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Fuross Schwarz 2011/10/21 16:06:32
Kommentar löschenDieser Film hat definitiv das Zeug zum Klassiker. Und vermutlich ist er das schon. Eine spannende Story vom Anfang bis Schluss und mit traurigem und ungewissem Ende, das irgendwie zu diesem Meisterwerk von Fatih Akin passt. Hier treffen verschiedene Kulturen (türkische Musik bis Depeche Mode) und Charaktere (Modern & Altmodisch) aufeinander. Ein Film, den man nicht vergisst. Dieser Film ist der Beweis, dass man mit wenig Geld ein grossartiges Kinoerlebnis zaubern kann. Und das mit bis dahin völlig unbekannten Schauspielern....oder wer kannte schon Sibel Kekili oder Birol Ünel davor.
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Karowdame 2011/10/14 07:54:47
Kommentar löschenHabe erst beim zweiten Anschauen gemerkt, wie toll der Film ist! Ein sehr intensiver Film...
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Andy Dufresne 2011/09/17 05:30:32
Kommentar löschen"I was dead when I met her... I died long before...She gave me Life... "
Atomkitschig in 1000 Fällen.aber nicht hier.
Wenn der überragende Birol Ünel dies sagt,ist der Film eigentlich schon vorbei...
Ich kann (eigentlich nicht wirklich,nicht ganz) verstehen das man den Film nicht mag,ich glaube hier gibt es nur Lieben oder Hassen...
Eine ausführliche Beschreibung wird folgen,aber das ich diesen Film aus tiefstem Herzen liebe,das musste ich sofort (05:28 Uhr + 1,8,glückliche Promille) kundtun...
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Wumz 2011/09/17 07:34:58
Antwort löschenGegen die Wand ist einer der großartigsten deutschen Filme. Und du hast völlig recht, für mich stand das auch nach 5 Minuten ohne Promille fest.
Andy Dufresne 2011/09/17 08:49:10
Antwort löschenDie Promille sind nur der Grund dies äüßern zu müssen,die Liebe aus tiefem Herzen ist die Basis...;)
vannorden 2011/08/22 17:17:24
Kommentar löschenDAS Melodrama des neuen Jahrhunderts. Etwas sensibel inszeniert und gespielt (bis auf Sibel Kekilli, die sehr hölzern agiert), aber trotzdem mit der Schlagkraft eines Holzhammers. Der süßliche, nie hoffnungslose Fatalismus lässt eine energische Liebe Akins zu seinen Figuren und dem Leben mit all seinen Schmerzen spüren. Außerdem hat ein Film mit einem Lied der Birthday Party immer schon gewonnen.
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Baumkopf Holzfaust 2011/06/30 10:30:51
Kommentar löschenAtemberaubend. Ignoriert man dieses hintergründige selbstmitleidige "Wir orientierungslosen Deutschtürken" Gejammer rockt der Film vor allem durch seine Hauptdarsteller.
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Discostu 2011/05/01 12:45:40
Kommentar löschenGegen die Wand ist meiner Meinung nach nicht das Meisterwerk, als das es oft gehandelt wird, aber zweifellos ein spannender und mitreißender Film, der vor allem von seinen sympathischen (wenn auch extremen) Charakteren lebt.
Leider konnte mich die schauspielerische Leistung von Sibel Kekilli nicht immer überzeugen, manchmal klangen ihre Äußerungen schlicht auswendig gelernt. Auch ist die Darstellung der Familie der weiblichen Hauptfigur recht klischeehaft geraten, wobei dies nicht heißen soll, dass es nicht wirklich auch solch streng konservative türkische Familien in Deutschland gibt, aber so ein Film kann natürlich Verallgemeinerungen über Migranten in Deutschland Vorschub leisten.
Die Handlung einer vorgetäuschten Liebe, die zu einer echten wird, hat es auch schon das ein oder andere mal zu oft in der Kinogeschichte gegeben, weshalb es mir gut gefallen hat, dass der Film seine Handlung, gerade als es zum gegenseitigen Liebeseingeständnis gekommen wäre, durch einen dramatischen Zwischenfall in eine völlig andere Richtung lenkt. Zum Glück hat Akin es auch vermieden, ein unpassendes Happy End ans Ende zu stellen, weshalb sich insgesamt ein runder, sehenswerter Film ergibt.
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cruzha 2011/04/13 12:06:37
Kommentar löschenWuchtig inszeniertes Familiendrama, in dem Kekilli mir allerdings zu dick aufträgt und mir die generelle Grundstimmung deutlich zu depressiv ist. Für mich persönlich viel zu viel schlechte Laune und melancholische Ausweglosigkeit, selbst wenn das Thema per se schon wenig Spielraum für ein Lächeln lassen sollte.
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george.taylor 2011/03/20 13:08:07
Kommentar löschenGrottig in allen Belangen!
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Sigmund 2011/03/31 16:37:04
Antwort löschenkicher
george.taylor 2011/03/31 18:59:06
Antwort löschenwein
countcount 2011/03/31 19:17:18
Antwort löschenDein Kommentar ist grottig.
george.taylor 2011/03/31 19:22:03
Antwort löschenDeiner ja auch. So kindisch.
Syk 2011/05/30 21:51:54
Antwort löschendeine bewertung ist lächerlich. du scheinst offensichtlich keine ahnung zu haben. dieser film wird von über 14000 menschen durchschnittlich mit der note 6,5 bewertet und du gibst ihm eine 0,0, hahaha.
george.taylor 2011/05/30 22:58:13
Antwort löschenDu bist scheinbar ein Meinungsfaschist und das ist hier das einzig Lächerliche. Ich respektiere doch auch Deine Meinung. So'n Heini!
Syk 2011/05/31 00:42:07
Antwort löschenmeinungsfaschist, hahahaa. das einzig radikale ist hier deine bewertung, die man nicht ernst nehmen kann. eine 0, nochmal: 0,0000 periode. es gibt wirklich sehr viel schlechtere filme als diesen. welche note vergibst du denen, eine -5, oder was? haha.
als ich oben schrieb: "du scheinst offensichtlich keine ahnung zu haben", meinte ich keine ahnung vom bewerten, nicht von geschmack. ich respektiere auch deine meinung aber deine bewertung nicht, weil sie aus irgendeinem notenverfälschendem grund zu krass und radikal ausgefallen ist, heino
george.taylor 2011/05/31 08:07:14
Antwort löschenDein ständiges "haha" zeigt dass du irgendein anderes problem hast und es wohl gar nicht um den film geht.
Syk 2011/05/31 09:32:39
Antwort löschenwas meinst du denn? gibt es etwa noch mehr an dir zum auslachen, ausser deinem lächerlichen kommentar und deine lachhafte bewertung? hehe
george.taylor 2011/05/31 10:03:57
Antwort löschenDu hast auch richtig Ahnung von Filmen, gell? ;)
> Undisputed III: Redemption - 7Punkte (wie sich eigentlich fast jeder Film bei Dir zw. 5 u. 7P einpendelt - richtig begeisterungsfähig :D).
>The Tourist - 6 Punkte
> Tödliches Kommando - The Hurt Locker schlechter als Stepbrothers
usw.
Oh Mann…
george.taylor 2011/05/31 10:04:32
Antwort löschenIch bin der Syk. Ich find irgendwie alles gut.
Sigmund 2011/05/31 14:55:52
Antwort löschen@Syk: Wenn jemand einen Film kacke findet, dann soll er ihm gerne 0.0 Punkte geben. Drum heißt es ja auch Hassfilm.
@george: Albern finde ich allerdings, GDW als grottig IN ALLEN BELANGEN zu bezeichnen. Wie jeder weiß, gibt es einen Haufen Gewerke beim Film – und an der Ausstattung oder dem Schnitt oder der Kamera wirst Du ja wahrscheinlich nicht viel auszusetzen haben, oder?
Wenn Dir was nicht passt, dann schreib es doch ein bisschen genauer hin – und schon können andere daran teilhaben.
george.taylor 2011/05/31 15:04:35
Antwort löschen@Sigmund: Der Schnitt und die Kamera war weder schlecht noch erwähnenswert. Aufgewertet hat es ihn aber nicht. Daher überwiegt der Eindruck, den die Darsteller unter dieser Regie und dem Drehbuch hinterlassen haben. Man könnte ihm aus technischer Sicht meinetwegen 2 Punkte geben, aber wenn es die Option auf "Hassfilm" gibt und ich aus dem Kino mit "so einem Hals" kam, ist eine solche Wertung ja legitim.
Ich fand den Film völlig sinnlos und am schlimmsten war das Aufgegeile an der Gewalt. Die ständigen Kritikerlobhudelein fand ich dann noch irritierender. Es gibt Filme, die ähnliches intelligent umgesetzt haben, ich fand den Film allerdings einfach nur unfassbar plump.
countcount 2011/05/31 16:50:32
Antwort löschenDer Film ist nicht grottig (darum find ich den Kommentar auch fehl am Platze aus meiner subjektiven Sicht. Aber er ist wirklich schwere Kost und nicht jeder mag halt der Wahrheit (wenn auch sehr drastisch und etwas überspitzt dargestellt) ins Auge sehen... ;)
george.taylor 2011/05/31 18:07:57
Antwort löschen@countcount: "und nicht jeder mag halt die Wahrheit" – naja, finde der Film ist eher reißerisch als "echt" und "wahrheitswiedergebend", weshalb ich der ganze Machart auch so ablehnend gegenüberstehe
Syk 2011/05/31 18:40:38
Antwort löschenund ich bin der georg. ich hab über dreißig lieblingsfilme und über 70 fast lieblingsfilme(note 9-9.5). mir gefällt fast die halbe videothek, ich kann mich zwar nicht mehr so genau an die filme erinnern, geschweige denn meine lieblingsfilme aufzählen, aber egal. ich vergebe gern mein as, bin halt sehr leicht zu begeistern.
du hast vom bewerten keine ahnung, ist meine meinung, seine lieblingsfilme kann man an einer, höhstens zwei händen blind aufzählen. glaube kaum dass du dich auch nur an die hälfte deiner 31 lieblingsfilme erinnerst. und diesen filmen vergibst du leichtfertig eine 10. richtig begeisterungsfähig.
und zu deiner kritik: die durchschnittsfilme pendeln sich nun mal zwichen 5 und 7 punkten an, und davon gibt es sehr sehr viele. ab 7.5 punkten kommen dann so langsam die kracher und unter 5 punkten die schwachen bis schlechten filme. also komm mir nicht mit NACHVOLLZIEHBAREN, persönlichen geschmacksunterschieden wie hurtlocker oder so. wenn du für einen film, der dir nicht gefallen hat auch noch geld fürs kino ausgegeben hast, und deswegen einen hals hast und dies sich unberechtigter weise zusätzlich auf die note ausschlägt, dann hat das mit gerechter notenvergabe nix zutun.
george.taylor 2011/05/31 19:01:17
Antwort löschen@syk: Du musst Lehrer sein, so wie Du hier belehrend vom Leder ziehst. "also komm mir nicht mit NACHVOLLZIEHBAREN…"
Krassen Ton den Du da pflegst! Gehört hier finde ich überhaupt nicht her.
-
"wenn du für einen film, der dir nicht gefallen hat auch noch geld fürs kino ausgegeben hast, und deswegen einen hals hast und dies sich unberechtigter weise zusätzlich auf die note ausschlägt, dann hat das mit gerechter notenvergabe nix zutun." Da passt echt nix zusammen von dem was Du Dir zusammenreimst. Wer sagt, dass ich einen Hals hab wegen dem Geld, dass ich für den Besuch ausgegeben habe? Das Kino war ja bequem, bloss die Bespielung unerträglich.
-
Und die zehn Punkte kriegen Filme, die mich begeistert haben, wenn ich aus dem Kino kam. Staunen und Entzücken: das spiegelt sich da wieder. Dafür gibt's aber auch mal so richtige Scheissfilme.
Notorische Nörgler finden aber auch an jedem Film was auszusetzen, so dass es eh nie zur Höchstpunktzahl kommt.
-
Und eh Du mit rotem Kopf umkippst such Dir doch Leute, die mehr Gemeinsamkeiten bei Filmvorlieben haben. 43% is wohl ne schlechte Basis, um dann jmd zurechtzuweisen.
Syk 2011/05/31 19:16:54
Antwort löschenna ja, da es ja noch andere heinis gibt, die diesen film sogar 10 punkte vergeben haben, welche ja auch eindeutig zu viel für "gegen die wand" wäre, erfüllst du dann doch irgendwie deinen zweck, indem du die wertung wieder ausgleichst.
ps: was machst du, wenn der film im kino gut ist, aber der sessel unbequem, gibts dann auch punktabzug. HAHA
soviel zu: "Da passt echt nix zusammen von dem was Du Dir zusammenreimst", mr. lachnr.
george.taylor 2011/05/31 19:21:49
Antwort löschenDas sollte n Scherz sein mit dem Sitz, aber schön dass Du gleich drauf anspringst :D
Syk 2011/05/31 19:25:27
Antwort löschenDas sollte n Scherz sein mit dem Satz, aber schön dass Du gleich drauf anspringst :D
george.taylor 2011/05/31 19:35:47
Antwort löschenDu Schelm!
Andy Dufresne 2011/06/04 01:12:13
Antwort löschenAlso erstmal:ich finde Gegen die Wand ist einer der stärksten deutschen Filme überhaupt,das aber nur so als Info.Ich wollte eigentlich nur anmerken das ich grad deine Diskussion mit Syk gelesen hab (und es sehr amüsant fand) und meine Sympathie ganz klar bei dir liegt.Find es immer gut wenn jemand komplett anderer Meinung ist,man sollte jedem seinen Standpunkt zugestehen(was du ja eigentlich in der Disskussion grundsätzlich tust) und sich nicht aufregen wenn jemand etwas hasst was man selbst liebt.Also,ich bin anderer Meinung wie du aber meinen Respekt hast du ;)
george.taylor 2011/06/04 20:44:29
Antwort löschen@Andy Dufresne: Danke ;)
Für die stärksten deutschen Filme halte ich: Die Fälscher, Das Leben der Anderen, Das Parfum, Der Untergang, Das Weisse Rauschen, Das Experiment, Lola Rennt, Der Krieger+Die Kaiserin, Schtonk!, Der Totmacher, Der Name der Rose, Welt am Netz und Soulkitchen mochte ich auch. Und ganz klar: "M" von Fritz Lang.
Andy Dufresne 2011/06/05 00:27:39
Antwort löschenAlso:Die Fälscher hab ich noch nicht gesehen.
Das Leben der Anderen ist ein ganz großer Film,riesige Atmo,also eine extrem bedrückende Atmo,Top Schauspieler und eine Geschichte die erzählt werden musste.Trotzdem ist er so sperrig das ich denke das man ihn sehen muss aber das einmal Sehen reicht.
Das Parfum werde ich nie anschauen,einfach weil das Buch eins meiner absoluten Lieblingsbücher ist und ich mir hier nicht meine Phantasie kaputt machen lassen will.Ich lese das Buch alle drei bis vier Jahre und der Teil in dem Grenouille sich für 1-2 Jahre in die Höhle zurückzieht und quasi nur noch in einem inneren Exil,nur noch in sich und mit sich selbst existiert und das Buch nur noch in seinen Gedanken spielt ist mein absoluter Lieblingsteil und das kann ein Film einfach nicht einfangen.Ich bin mir sicher das Tom Tykwer einen sehr guten Film daraus gemacht hat aber ich werde es nie erfahren.
Den Untergang hab ich nicht ganz gesehen,was ich gesehen hab war sehr gut und ich bin sowieso ein Bruno Ganz Fan (Iffland Ringträger und so ,aber nicht nur deshalb,ich finde er kann alles,egal ob der amerikanische Freund oder Brot und Tulpen,ich liebe es ihm zuzusehen).
Das weisse Rauschen ist für mich ein persönlich wichtiger Film,ich hab einige Erfahrungen mit Schizophrenie und der Film lügt nicht! (wer das weisse Rauschen sieht wird sofort verückt,wer schon verückt ist wird normal,sollte ich gleich in meine Lieblingszitate aufnehmen).
Das Experiment ist einfach nur interessant,ich war mit einem guten Freund damals im Kino und wir haben mindestens noch 2 Stunden danach nur über den Inhalt geredet und wie wir uns wohl verhalten würden in so einer Situation.
Lola rennt fand ich gut aber nicht überragend.
Der Krieger und die Kaiserin hab ich nicht gesehen,Schtonk auch nicht.
Der Totmacher ist sehr gut,Kammerspiele mag ich sowieso.
Der Name der Rose ist einfach ein runder Film den man immer wieder schauen kann,von Welt am Netz hab ich noch nie was gehört.Soul Kitchen kann eigentlich nur gut sein(hab ich auch noch nicht gesehen).
M ist Wahrheit, sein Einfluss (für ganz viel Nachfolgegenerationen von Regisseuren), ist so wie Bob Dylan´s auf die Musik denk ich.
Ich finde man sollte zusätzlich das Boot nicht vergessen, Absolute Giganten ebensowenig ,die Spur der Steine und wir Wunderkinder sowieso nicht.
Emmas Glück liegt mir auch noch am Herzen.
So,hab mir jetzt echt den Ast geschrieben und ende mit einer Freundschaftsanfrage.
george.taylor 2011/06/05 21:13:28
Antwort löschenWow!
Absolute Giganten! Ganz klar! Das Kickerduell ist der Overkill! Steckt schon fast Tarantino drin, wenn der Typ aus dem Schatten kommt und sich die Lederhandschuhe überstreift. In Zeitlupe? Weiss gar nicht mehr. Das Boot fand ich okay aber die Unendliche Geschichte hat mich mehr beeinflusst/beeindruckt. Der sollte auch noch in die Liste. Adaption hin oder her… es ist eine Kindheitserinnerung für mich. Die Spur der Steine kenne ich genauso wenig wie Wir Wunderkinder. Werde das mal noch nachholen. Emmas Glück fehlt auch noch.
Aber ich bin mir sicher ich hab ein paar richtig gute Filme vergessen zu erwähnen.
Andy Dufresne 2011/06/05 21:22:46
Antwort löschenich sicher auch.
Dridge 2011/06/27 14:45:43
Antwort löschenBoah, Leute, lasst ihn doch seine Meinung. Immer dieses "Du bist bescheuert", "Du hast keine Ahnung" etc unter negativen Bewertungen nervt! Meine Mutter sagte bereits immer "Wenn man nichts Positives zu sagen hat, sollte man lieber den Mund halten".
Dom699 2011/10/09 03:53:13
Antwort löschen@dridge: und danach hat sie nie wieder mit dir geredet.
Alle 30 Antworten zeigen
Sigmund 2011/10/09 11:38:03
Antwort löschen:D
RoosterCogburn 2011/11/04 21:31:11
Antwort löschenIch bin der gleichen Ansicht wie Andy Dufresne und Dridge. Man sollte den Usern hier ruhig ihre Meinung lassen. Obwohl ich es doch begrüsse, wenn diese dann auch begründet wird. Aber das hast du im Anschluss (in den Antworten) noch nachgeholt. Es ist zwar wunderbar sich in angemessenen Rahmen untereinander über das Thema auszutauschen. Aber man muss doch niemanden für seine Meinung verurteilen und versuchen sie ihm auszureden. Das man halt unterschiedlicher Meinung über Filme ist, ist doch Sinn der Sache von moviepilot. Wie blöd wäre es denn, wenn wir alle den gleichen Rotz geil finden würden und uns dauernd mit Michael Bay die Birne zu hämmern würden?
@george.taylor: Bezgl. deiner Aufzählung deutscher Filme. Ich will nicht klugscheissen (oder doch!). Aber wenn ich mich nicht irre und du Ruzowitzky's "Die Fälscher" meinst, dann ist das kein deutscher Film. Ich meine, der gewann den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film – ich hab das deswegen noch im Kopf weil es der erste Oscar für Österreich war. Die hatten vorher noch keinen.
resli 2011/02/17 21:10:39
Kommentar löschenDer Film hat was. Die Geschichte vermag zu fesseln, die Milieuschilderungen sind eindringlich.
Vermutlich werde ich nun geteert und gefedert: Aber für mich fährt Sibel Kekilli den Film gegen die Wand. Mit ihrer übertrieben aufgedrehten, affektierten Spielweise ist sie echt schwer zu ertragen. Sie sucht ständig den Effekt und löst an Stelle von Betroffenheit Nervosität aus. Im Theater würde man sagen: sie chargiert!
Schade, denn Birol Ünel liefert als Cahit eine Glanzleistung. Er verkörpert alles, was Sibel Kekilli fehlt: Souveränität, Sensibilität, Kraft, Ruhe.
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Reload 2011/01/12 14:57:56
Kommentar löschenEs ist immer wieder das gleiche Phänomen: Nach den überschwänglichen Lobhuldigungen, die der Film von Fatih Akin erfahren hat, erwartet man einen überdurchschnittlichen Film. Ist es dann soweit, ist man meistens etwas enttäuscht. So auch hier. "Gegen die Wand" ist wirklich ein sehenswerter Film, vor allem die Härte des Lebens, die die Akteure überfällt, ist nicht alltäglich und geht unter die Haut. Auch die mehrfach preisgekrönten Darsteller wissen durchaus zu überzeugen. Doch beinhaltet die Geschichte eine gewisse Leere, die wohl auch absichtlich erzeugt werden soll. Diese Leere kann einen umhauen, zum Nachdenken anregen oder einfach kalt lassen. Mich hat sie weder kalt gelassen, noch umgehauen aber richtig gegrübelt hab ich auch nicht. Es fehlt dieser "Wow" Effekt, der "Gegen die Wand" zu einem herausragenden Film macht. Wie gesagt, er ist hart und ungeschönt, es geht um Integration, eine ungewöhnliche Lovestory ist enthalten, das alles ist in teils wunderbaren Bildern festgehalten.
Die positiven Kritikpunkte überwiegen, so sollte man "Gegen die Wand" definitiv mal gesehen haben, er gehört zu den besseren deutschen Filmen. Ich hoffe, dass mich "Auf der anderen Seite", der zweite Teil von Akins geplanter Triologie, mehr überzeugen kann.
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Panta.Rhei 2010/12/31 01:38:19
Kommentar löschenDer Film endet fuer den Mann da wo er angefangen hat, an der Wand.
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Panta.Rhei 2010/12/31 01:43:41
Antwort löschenanderer seits .. hat er den Rat vom Doktor befolgt und einer irretierten Frau am ende das Glueck gebracht.
nein der film aergert mich
Panta.Rhei 2011/03/03 20:11:05
Antwort löschenich mag happy end's
Kaiser1337 2010/09/23 06:31:36
Kommentar löschenIch habe bisher "Im Juli" und Gegen die Wand von Fatih Akin geguckt.
Ich bin ein richtiger Fan von seinen deutsch-türkischen Produktionen geworden.
Gegen die Wand war 1a gespielt. Die Schauspieler waren perfekt besetzt und füllten die Rollen mit 100%iger Identifikation aus. Die Offenheit, mit der die Deutschtürken ihre Konflikte zwischen türkischer Tradition und moderner Gegenwart austragen, ist einfach genial dargestellt. Die klaren Aussprachen beeindrucken. Die Gefühle und emotionalen Momente werden großartig dargestellt. Die Verbundenheit der Türken zu ihrer Heimat Deutschland, als sie in Istanbul waren, ist unverkennbar und finde ich persönlich stark.
Da kennt man so ganz andere Darstellungen aus den Medien.
Ist leider schon eine Weile her, als ich ihn im Fernsehen sah, aber so ist er mir in Erinnerung geblieben: ein Top-Film, in dem die Schauspieler und die Story überzeugen.
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transporthammel 2010/09/12 20:10:42
Kommentar löschenIrgendwie konnte mich "Gegen die Wand" nicht so richtig begeistern. Anstatt Aussagen über das Leben von Türken in Deutschland oder die Unterschiede beider Kulturen zu treffen, erzählt der Film die Geschichte zweier sehr extremer Charaktere, deren Entscheidungen und Entwicklung für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Trotzdem: Tolle Schauspieler und Bilder, und spannend ist der Film auch.
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filmtipp 2010/09/01 09:00:50
Kommentar löschenDieser Film fällt aus der Rolle und fährt den deutschen Film "gegen die Wand". Was aber gut ist. Denn somit schafft er es, den Zuschauer authentisch einzunehmen, ohne gefühlsduselig zu werden.
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Shorty06 2010/07/21 22:14:01
Kommentar löschenGegen die Wand von Fatih Akin. Heilige oder Hure? Bei Weitem der Beste deutsche Film, den ich bisher gesehen habe. Es geht um den Konflikt, der zwischen der türkischen Tradition und der jungen Generation dieser türkischstämmigen Familien in Deutschland. Doch irgendwie geht es auch überhaupt nicht darum. Vielmehr geht es um Liebe, Vertrauen, und das Zusammenhalten in schweren Situationen. Es geht um Genuss und Verzicht. Fatih Akin hat mit dem Charakter der Sibel den wohl tiefsten und vielschichtigsten Charakter der Filmgeschichte erschaffen. Man kann sie zu keinem Zeitpunkt völlig durchschauen. Mal ist sie die perfekte Ehefrau, im nächsten Moment scheint ihr nichts an der Ehe zu liegen, dann folgt sie festen moralischen Richtlinien, zu einem anderen Zeitpunkt scheinen diese über Bord geworfen zu werden. Heilige und Hure in einem. Der Charakter des Cahit ist ebenso vielfältig, macht aber im Laufe des Films, wohl auch aufgrund seines Alters, keine große Wandlung durch. Er erkennt die Liebe. Sibel Kekilli und Birol Ünel spielen exzellent. Fatih Akin baut seinen Film auf wie eine Oper, die in 5 Akte gegliedert ist. Zwischen den jeweiligen Akten wird ein türkisches Lied von einer Gruppe vorgetragen. Akin fasst mit seinem Film explosiven Stoff an. Es gibt unzählige Szenen, in denen mir der Atem stockte, welche man so in keinen anderen Filmen zu sehen bekommt. Hart und gleichzeitig wunderschön, geht es in "Gegen die Wand" zwischen Hamburg und Istanbul um die Liebe zweier Menschen. Ist Sibel im Endeffekt eine Heilige oder eine Hure? Das wird jeder für sich selbst entscheiden müssen. Für mich ist sie ersteres.
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Snake Charmer 2011/02/12 10:22:24
Antwort löschen"Heilige oder Hure" ? was tut sie denn so hurenhaftes ?
Shorty06 2011/03/08 12:30:38
Antwort löschenSucht sich nach jeder Party nen Typen zum rumvögeln?!
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Snake Charmer 2011/03/08 13:48:13
Antwort löschenna und ? wenn es ihr Bedürfnis ist...
Shorty06 2011/03/09 00:25:44
Antwort löschendann ist rumhuren eben ihr Bedürfnis...
Kreator 2010/07/07 19:03:58
Kommentar löschenBeeindruckendes deutsch-türkisches Gesellschaftsdrama, das mit seiner unheimlich intensiven Art und Weise die Tradition türkischer Familien in Frage stellt und mit der Jugend konfrontiert. Mit der Figur der Sibel versucht der Regisseur darzustellen, ob es denn überhaupt in der heutigen deutsch-türkischen Gesellschaft, in der die Kinder längst in Deutschland aufgewachsen sind und mit der hiesigen Kultur vertraut sind, noch von Logik sei diese konservativen Traditionen, wie Zwangsheirat etc. auszuüben. Die meisten türkischen Familien merken dadurch gar nicht, was sie ihren Kindern überhaupt antun. Ein eben solches fast erwachsenes Kind ist Sibel. Sie ist auf der Suche nach Idendität. Doch findet sie diese nicht bei ihren türkischstämmigen Familie und Bekanntenkreis. Sie identifiziert sich eher mit der freiheitssuchenden Jugend von heute. Und gerade dies ist der Knackpunkt. Macht es nun noch wirklich Sinn in einer solchen multikulturellen Gesellschaft, wie Deutschland, sein Kind regelrecht einzupferchen und vorzuschreiben, wie es seine Zukunft zu leben hat? Ich denke eher nicht. Genau das stellt Fatih Akin mit seinem sehr ernsten und brisanten Drama "Gegen die Wand" dar. Vielleicht öffnen sich nach Anschauen, des Filmes einigen besagten mal die Augen.
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Anele171 2010/07/07 16:33:05
Kommentar löschenDer Film selbst hat mir gut gefallen. Kurzweilig, wichtiges Thema, für einen deutschen Film ausgesprochen ausdrucksstark. Letzteres nicht zu letzt dank der großartigen Haupt-Darsteller.
Das Bonusmaterial auf der DVD sollte man sich in diesem Fall auf jeden Fall schenken! Der Film allein steht für sich, und verliert mit jedem Satz in den Interviews für mich an Authentizität (was ja eigentlich eine Stärke des Filmes ist)..
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Dalia 2010/07/02 23:03:19
Kommentar löschenWohl einer der besten deutschen Filme, die ich je gesehen habe.
Unglaublich intensiver Film mit zwei überzeugenden Schauspieler, die einen durch die Achterbahnfahrt dieser außergewöhnlichen (und traurigen) Geschichte führen.
Wahnsinn.
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Joe Gillis 2010/05/19 22:49:45
Kommentar löschenAkin greift die Geschichte eines amour fou aus dem sogenannten prallen Leben und läßt sich von der (selbst-)zerstörerischen Leidenschaft seiner Figuren mitreißen. Das Buch, das weitgehend auf ironische Distanzierung verzichtet, hält dabei gekonnt die Waage zwischen dichter Milieuschilderung und melodramatischer Zuspitzung; die Darsteller – vor allem der außerirdische Birol Ünel – tragen den Film souverän über die eine oder andere Länge hinweg. Irritierend ist angesichts des eindrucksvollen erzählerischen Gespürs für die komplexe Beziehung der Charaktere allerdings die visuelle Banalität dieses Werkes.
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