Gegen die Wand

Gegen die Wand

DE · 2004 · Laufzeit 121 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart

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von Fatih Akin, mit Birol Ünel und Sibel Kekilli

Mit Sibel Kekilli und Birol Ünel in den Hauptrollen gewann Fatih Akins schonungsloses Drama Gegen die Wand auf der Berlinale 2004 den Goldenen Bären.

Handlung von Gegen die Wand
Der 40-jährige Cahit (Birol Ünel) fährt stark alkoholisiert mit seinem Auto ungebremst gegen eine Hauswand. Während seines anschließenden Krankenhausaufenthaltes lernt er die junge Sibel (Sibel Kekilli) kennen, die sich wie Cahit wegen eines Suizidversuchs dort aufhält. Um der Strenge ihres türkischen Elternhauses zu entkommen, ist Sibel zu allem bereit. Sie bittet in ihrer Verzweiflung Cahit mit ihr eine Scheinehe einzugehen. Dieser willigt nach einem weiteren Selbstmorversuch Sibels ein. Für einen kurzen Moment scheint es, als könnten beide glücklich werden: Sibel gewinnt ihre lang ersehnte Freiheit und Cahit versucht, sein verpfuschtes Leben in den Griff zu bekommen. Doch er muss sich eingestehen, dass er mehr für Sibel empfindet und nicht einfach so zusehen kann, wie sie ihr Leben in vollen Zügen genießt.

Hintergrund & Infos zu Gegen die Wand
Fatih Akin gewann für Gegen die Wand den Goldenen Bären der Berlinale im Jahre 2004 als erster deutscher Film seit 17 Jahren. Er ist bekannt für seine Filme über türkische Identität in Deutschland. Akin selbst ist als Kind türkischer Eltern in Hamburg geboren.

Gegen die Wand erhielt starkes Medienecho durch die beiden Hauptdarsteller Sibel Kekilli und Birol Ünel. Der Regisseur ließ 350 Frauen für die Rolle der Sibel vorsprechen, entschied sich jedoch für Sibel Kekilli, die in einem Kölner Einkaufszentrum entdeckt wurde. Mit internationaler Erwähnung des Films deckten deutsche Zeitungen die pornografische Vergangenheit Kekillis auf, was starke Diskussionen auslöste.

Im Rahmen des Drehs in Istanbul kamen für den türkischstämmigen Schauspieler Birol Ünel Probleme bezüglich der Einreise in die Türkei auf. Da er seinen Militärdienst nicht geleistet hatte, befürchtete er, verhaftet zu werden. Die Eröffnungsszene, in der Cahit betrunken ist, ist nicht gespielt - Ünel vertrieb sich die Wartezeit am Set, indem er trank. Im Jahr 2015 meldeten deutsche Tageszeitungen, dass Ünel derzeit als Obdachloser in Berlin lebe. (MJ)

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