Halloween

Halloween (2007), US
Laufzeit 110 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Kinostart 25.10.2007

5.1 Kritiker
27 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3 Community
2099 Bewertungen
110 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Rob Zombie, mit Scout Taylor-Compton und Malcolm McDowell

Zu dem Vorhaben, einen neuen Halloween-Film zu realisieren, gab es immer wieder Meldungen. Das Ergebnis ist nun ein Remake des ersten Teils, in dem der durchgeknallte Michael Myers aus einer Anstalt flüchtet, und sich auf den Weg in seine Heimat macht, um dort seine kleine Schwester Laurie Strode zu töten. Als der zehnjährige Michael Myers in der Nacht von Halloween zum ersten Mal mordet, sind die Bewohner der Kleinstadt Haddonfield in Illinois fassungslos. Nur zu gern möchte man diesen schrecklichen Vorfall schnell vergessen. Michael wird in eine geschlossene Anstalt gesteckt, wo Dr. Loomis jahrelang versucht, mit dem Jungen zu kommunizieren. Während sich Haddonfields Teenager Jahre später auf ein neues Halloween vorbereiten, flieht der inzwischen 25-jährige Michaelaus der Anstalt. Und nun ist niemand mehr vor dem eiskalten Maskenmörder sicher.

Im Unterschied zu John Carpenters gleichnamigem Original nimmt Rob Zombies Verfilmung drei Stationen aus Michael Myers (Tyler Mane, als kleiner Junge: Daeg Faerch) Leben unter die Lupe: sehr ausführlich die Kindheit in Haddonfield (Illinois) und den Mord an seiner Familie in einer Halloween-Nacht, etwas knapper seine Zeit im Sanatorium, und schließlich, nach seinem Ausbruch, seinen Weg zurück nach und sein Morden in Haddonfield an Halloween.

Handlung

Michael Myers’ Mutter Deborah (Sheri Moon Zombie) arbeitet als Stripperin und vernachlässigt ihren Sohn, der Freund der Mutter ist stets alkoholisiert und terrorisiert die Familie, die ältere Schwester macht sich über ihn lustig. Dennoch erscheint Michael Myers besonders gegenüber der Mutter und der kleinen Schwester im Baby-Alter als ganz normales und liebenswürdiges Kind. Während seiner Schulzeit wird die Mutter wiederholt in die Schule gebeten, weil im Rucksack ihres Sohnes tote Tiere und Fotos von toten und verstümmelten Tieren aufgetaucht sind. Auch das eigene Meerschwein musste schon dran glauben. Dennoch weigert sie sich, ihren…

  • 37795279001_739860877001_ari-origin06-arc-599-1294321612378
  • 37795279001_1045476297001_24947-thumb-square
  • Halloween - Bild 24948
  • Halloween - Bild 24949
  • Halloween - Bild 24950

Mehr Bilder (8) und Videos (5) zu Halloween


Cast & Crew


Kritiken (15) — Film: Halloween

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Ab und an stehlen sich zwar hier und da einige Horrorfilm-Klischees ein, auf die Zombie auch gerne verzichten hätte können. Aber nichtsdestotrotz bleibt 'Halloween' einfach ein unheimlich dreckiger, blutiger, harter und rotziger Horrorfilm, der durchgehend hochspannend und extrem konsequent seinen Weg geht. Genau das macht ihn so besonders und hochwertig und eines ist hier ganz klar, einen Schönheitspreis wollte Rob Zombie sicherlich nie mit diesem Film gewinnen. Warme Töne oder einen Ansatz von Harmonie sucht man vergebens. Hier erschuf Zombie einen puren Alptraum. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

seven

Antwort löschen

<3 :)


SoulReaver

Antwort löschen

:) <3


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
3.0Schwach

[...] So sehr Zombie seine Kenntnisse im Horrorkino auszustellen versucht, und dabei nicht müde wird, diverse Verweise auf die Genregrößen in den Hintergrund zu montieren: Bereits in der ausufernden Einleitung erweist sich sein Konzept der gleichzeitigen Weiterentwicklung und Entmystifizierung der Myers-Figur als planloses Breittreten von Carpenters Ideen, auf deren Ausformulierung er zwar viel Zeit verschwendet, letztlich aber nur Nebensächlichkeiten thematisiert, bzw. mit vermeintlichen Kurskorrekturen das gesamte Projekt konzeptionell ad absurdum zu führen beginnt: Dass der Musiker auf dem Regiestuhl nicht müde wird, seinen Killer als zwangsläufiges Resultat einer Nicht-Erziehung innerhalb des White-trash-Milieus zu präsentieren, verdreht nicht nur einen der wenigen interessanten Aspekte des Originals in sein totales Gegenteil, sondern läuft mit seinen küchenpsychologischen, aber in der Realität verhafteten Erklärmustern auch der Überhöhung Myers als abermals unsterbliche Ikone des ultimativen Bösen, mit der die Handlung endet, völlig entgegen.[...]

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Mr Vincent Vega

Antwort löschen

Die KF meiden wie nichts!


Hitmanski

Antwort löschen

Sehr gut, wird gemacht!


Flibbo: wieistderfilm.de

Kommentar löschen
5.5Geht so

[...] Zombie gelingt es gut, die Lücken des Originalfilms zu füllen bzw. alternative Details mit mehr Plausibilität hinzuzufügen. So kann Michael diesmal nicht Auto fahren, weil er es eben gar nicht gelernt haben kann, und man erfährt, warum er genau diese Maske und genau diesen Overall trägt. Der Regisseur und Autor hat sich also intensiv mit der Materie beschäftigt. Zombie versteht es bei seiner eigenen Version auch, das Original immer wieder zu zitieren (statt zu kopieren), manchmal nur im Detail wie mit den verwendeten Songs, manchmal ganze prägnante Szenen. Bei letzterem macht Zombie sich auch gerne mal einen Spaß draus, es beginnen zu lassen wie man es vom Original kennt, dann aber eine überraschende Wendung herbeizuführen. Die Mischung aus eigenen Ideen und Verweisen auf den Klassiker ist auf alle Fälle gelungen. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

Kommentar löschen
2.5Ärgerlich

Michael Myers als tierquälendes Kind in einer White-Trash-Familie, in der sich der Proleten-Vater und die Stripperin-Mutter zu verwackelten Bildern Vulgarismen en masse um die Ohren hauen. So entzaubert Rob Zombie gleich von Beginn an das Böse, gibt ihm dazu - buchstäblich, aber unverzeihlich - ein Gesicht, nur um es dann 90% des Films wieder zu verhüllen. Gibt ihm eine Vorgeschichte, ohne sie psychologisch weiter auszuführen und zu durchleuchten. Es folgt eine mies getimte Meuchelorgie und eine fragwürdige Intention, die Myers gegenüber seiner Schwester verfolgt - serviert in den ewig gleichen Bilder aus Schmutz, Blut und Nacktheit. Eine von der ersten Minute nervige, ärgerliche und schlicht dumme Wiederbelebung des Halloween-Franchises, der John Carpenters Original - auf welches Rob Zombie immer dann schielte, wenn er nicht mehr weiter wusste - handwerklich und in Sachen Spannungsaufbau nicht annähernd das Wasser reichen kann.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Andy78

Antwort löschen

Ich hätte es nicht zutreffender beschreiben können...Leider ist das Remake nur eine völlig überflüssige und unsympathisch seelenlose Kopie geworden...;(


Stryke: inderzange.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Die Geschichte um Michael Meyers und seine Schwester dürfte wohl jeder schon einmal verfolgt haben. Bei mir sind die letzten Resterinnerungen an die früheren Filme leider in weite Ferne gerückt, was mir aber ermöglichte, ohne Vorbehalte und ganz objektiv an dieses Remake heranzugehen.
Zombie versucht erstmals auch Michaels Kindheit stärker zu beleuchten und zu erklären, warum er so geworden ist, wie er es heute ist. Als Instrument fungiert dazu Malcolm McDowell (“Heroes”) als Dr. Loomis, der wie immer souverän spielt. Die Schocker hätten ruhig härter sein können, Zombie schafft es aber dennoch gut die Spannung zu halten und spart sich übermäßige Gewalt. Jugendfrei ist der Film aber allein schon wegen den netten Sexszenen nicht.
Rob Zombies Neuinterpretation von Carpenters “Halloween” macht Spass und weiß als schöner Horror-Thriller durchaus zu überzeugen. Für einen netten Filmabend genau das Richtige.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

"Halloween" in der "Rob Zombie"-Fassung ist deutlich härter als "Halloween" in der "John Carpenter"-Version. Zombie verpasst dem Klassiker einen frischen Look ohne dabei die Klasse des Originals zu erreichen. Die Neuinterpretation ist ein Film, der gerade bei der neuen Generation von Horrorfans viele Freunde finden wird, da bei ihnen diese härteren Filme hoch im Kurs stehen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
5.0Geht so

Ulkigerweise verliert der Film genau an dem Moment an Druck, an dem er seine "neuen Pfade" verläßt. Die zweite Hälfte ist nicht nur ein einfallsloses Nachäffen des Originals bis in die Dialogzeilen hinein, sondern selbst für die Standards eines by-the-numbers-Slashers ein allzu dröges Rumgeeier mit zwar ausgewalzten, aber uninteressanten Mordszenen.

Was mir tierisch auf die Eier geht, ist, wie Zottel-Zombie sich an der Gewalt gegen Frauen aufgeilt - nicht nur, daß sie sich fast immer zum Sterben ausziehen müssen, er läßt auch DREIMAL schwerverletzte Damen über den Boden kriechen, so als maximales Ergötzen am Leid des "schwachen Geschlechts". Die ausgespielte Vergewaltigung (natürlich von hinten, natürlich zweimal, natürlich zwei Stellungen) ist so überflüssig wie selbstzweckhaft und zeigt mal wieder, daß Zombie vor allem ein Arschloch ist.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

Kommentar löschen
5.0Geht so

[...]Schauspielerisch gibt es keine besonderen Ausfälle und keine absoluten Highlights. Daeg Faerch überzeugt als junger Michael ebenso wie Malcolm McDowell als Dr. Loomis und Zombie-Gattin Sheri Moon als Mutter Myers. Ex-Wrestler Tyler Mane als erwachsener Michael Myers hat zwar nichts zu schauspielern, macht aber durch seine gewaltige Statur einiges her. Alle anderen spielen beinahe schmerzlich offensichtliche Opferrollen, wobei jede einem gewissen Status entspricht, in dem sich Michael Myers befindet. Über die gezielten Morde des Mitschülers, der Schwester und des Stiefvaters, über den Gnadenlosen seines mitfühlenden Wärters (Danny Trejo), bis hin zu den völlig wahllosen.[...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Natürlich hat man das Original von Carpenter irgendwann mal gesehen, zum Myers-Fan hat's bei mir allerdings nicht gereicht. Umso entspannter konnte ich mir Rob Zombies Sichtweise zu Gemüte führen und bekam einen exzellenten Horror-Thriller serviert!
Zombies "Halloween" entwickelt in seiner wohltuend altmodischen Inszenierung einen spannenden Kontrast zum modernen Horror-Hype, der sich bereits im Film selbst definiert. Die erste Hälfte befasst sich mit Myers Kindheit und hier ist "Halloween" Erwachsenensache. Zombie langt gerne in Vollen, weiss aber natürlich um die Klischees und entspinnt ein virtuoses Spiel mit den typischen Elementen. Der kleine Meyers wütet sich durch seine Familie, die Regie wird dabei aber nur selten explizit. Ein Splatterfest sieht anders aus und man fühlt sich deshalb ernst genommen. Zombie macht es sich nicht einfach und lässt vorrangig auf der ausgeklügelten Tonspur den Horror losbrechen, während man sich in weiten Teilen…

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

m. wagenhäuser: Familieneinladungen.de

Kommentar löschen
2.0Ärgerlich

Vergleicht man den Filmanfang von Halloween aus dem Jahr 1978 mit dem des aktuellen Remakes, offenbart sich bereits die grundsätzliche Differenz: Während der Low-Budget-Klassiker mit einer unendlich langen subjektiven Kamerafahrt besticht, die die Sicht des jungen Psychopathen Michael Myers einnimmt und in einer unheimlichen Art und Weise das Geschehen im nächtlichen Elternhaus aus nächster Nähe darstellt, findet man sich zu Beginn von Rob Zombies Remake umringt von brüllenden Freaks wieder: »Scheiße, Titten, Pimmellutscher, Schwuchtel, Schlampe.«

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Die Knabenjahre der Schlächter haben Konjunktur. Leatherface und Hannibal Lecter sind ausgeweidet, da macht sich Genre-Fan Robert Bartleh Cummings alias Rob Zombie an Carpenters Horror-Klassiker "Halloween - Die Nacht des Grauens". Mit dem ehemaligen Wrestler Tyler Mane gibt er dem Stehaufmännchen Michael Myers zwar eine beeindruckende physische Präsenz, seine psychologische Herleitung der Figur bringt aber außer "Schlechte Kindheit gehabt?"-Plattitüden nicht viel Neues zustande.

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Rob Zombies Remake von John Carpenters Halloween ist glücklicherweise nicht das achte Sequel, sondern bietet einen durchaus frischen Blick vor allem auf die Kindheit der Figur Michael Myers.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
5.0Geht so

In den ersten 40 Minuten versucht Zombie einen Einblick in die Kindheit Meyers zu werfen und tappt dabei von einem Küchenpsychologie-Fettnäpfchen ins nächste ("Ich bin hässlich" - Mikey verstümmelt gern Tiere). Nach einer 15-jährigen "Klausurzeit" bricht der Maskenschlächter aus der Irrenanstalt aus und Zombie verliert seine inszenatorische Identität. Dem gebrechlichen Carpenter anbiedernd verfällt der Trash-Musiker in dessen Routine und kopiert die alte Haddonfield-Schauermär vom Wegrennen, Kreischen und Sterben. Dem so genannten Innovator des Horror-Genres hätte man die exzessive Nutzung der Schablone nicht zugetraut. Wieder was gelernt. Andererseits geben Prequels in der Regel wenig Freiräume. Doch die Teenage-Sex-Schlachterplatte der letzten 20 Minuten verdeutlicht nur eins: Michael, jetzt sollte auch mal Schluss sein!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

Kommentar löschen
5.0Geht so

Love hurts. Das trifft sowohl für den Rob Zombie Fan zu, als auch für das HALLOWEEN Remake an sich. Was beginnt wie eine ideenreiche, interessante und verstörende Neuauflage des Klassikers, endet wie eine uninspirierte Kopie von Carpenters Film. Das tut weh, weil gerade im ersten Drittel große Momente aufwarten. Sehr zwispältige Angelegenheit, weil die erste Hälfte deutlich die Handschrift des Regisseurs trägt, HALLOWEEN dann aber zum abgefilmten Original verkommt. Mit totaler Spannungarmut.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

Kommentar löschen
3.5Schwach

Rob Zombie unternimmt in seiner Version des „Halloween“-Stoffes den Versuch einer Neuinterpretation und kann zunächst mit einer recht fesselnden ersten Hälfte punkten, bei der man alle Schwächen gern übersehen kann. Schnell jedoch entpuppt sich das Vorhaben als böse Mogelpackung, bei der Zombie seine Freakshow-Ästhetik daheim lässt und lieber die Scope-Kompositionen eines John Carpenter zu imitieren versucht, dabei aber eine Bruchlandung nach er nächsten erleidet und schließlich den ganzen Mythos der Figur aufgibt. Wirr erzählt und unzureichend in Szene gesetzt, hat der Film keinen Schimmer von dem, was er da nacherzählt: Der Subtext geht flöten und die biedere Moral von einst wird reproduziert: Was hat sich der Herr nur dabei gedacht.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Markbln

Antwort löschen

Nichts hat er sich dabei gedacht. Soweit reichts bei ihm nicht.



Kommentare (95) — Film: Halloween

Kommentar schreiben
Sortierung

smokingfliege

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heftig, heftig, heftig. Absolut krank und brutal sowie erschreckend. In diesem Film wurde wirklich ein Monster erschaffen, das immer introvertierter und eigenartiger geworden ist.
Die alten Halloween-Filme kann ich leider nicht beurteilen, aber mir gefällt der Streifen sehr, sehr gut. Fesselt, ist durch und durch super gemacht, und weder die psychischen Defizite noch die Szenen, die man in einem Horrorfilm so erwartet, kommen zu kurz. Spannend bis zum Schluss!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joeyjoejoe17

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Anfangs war ich sehr skeptisch. Zum einem, da ich von Rob Zombie nicht gerade viel halte, da "House of 1000 corpses" und "The devil rejects" zwei überaus langweilige und vor sich hin dröppelnde Filme sind. Zum anderen wurde meine Skepsis allein aufgrund der Tatsache geschürt, dass es sich hier um ein Remake eines großen Klassikers der Horrorgeschichte handelt. Doch was Zombie hier erschuf braucht sich vor dem Original wahrlich nicht zu verstecken.

Der Film ist eine sehr gelungene Neuinterpretation der Figur Michael Myers, die gerade in der ersten Hälfte durch die unglaublich gute Charakterzeichnung des jungen Mickeys zu überzeugen weiß und in der zweiten Hälfte sich zu einem Slasher entwickelt, der an Intensität, roher Gewalt, Tempo und Spannung seines gleichen sucht.

Wo Carpenter noch eine unheimlich gute und bedrückende Atmosphäre zu erschaffen wusste, kreierte Zombie hier einen sehr düsteren und teils makaberen Horrorfilm, der auf ganzer Länge überzeugen kann.

Allein die Maske des Michael Myers wirkt viel bedrohlicher, der Charakter des Psychopathen wird gut ausgeleuchtet, lässt aber dennoch genügend Platz dafür, die Figur mysteriös und geheimnisvoll was die Beweggründe angeht wirken zu lassen, was einen großen Teil der gelungen Charakterzeichnung und der Spannung ausmacht. Die Gewalt ist sehr explizit und teils wirklich ekelerregend realitätsnah, was die BPjM veranlasste, diesen Streifen auf den Index zu setzen. Doch fügt sich das perfekt in diesen Slasherfilm ein und macht daraus einen wahrhaft guten Vertreter des Terrorkinos.

Alles in allen gefällt mir diese neuere Version von Halloween etwas besser, gerade aufgrund des Tempos, der Charakterzeichnung und des unglaublich großen Terrors.

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Nein, Joey isn Spaßvogel. Lustig, Joey! Sei mal Ernst!


Joeyjoejoe17

Antwort löschen

Tut mir leid :-(

Zombie ist natürlich der beste Regisseur aller Zeiten, trotz dieses Schund namens "Halloween" hier.

Kommt nicht wieder vor^^


horro

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Im Gegensatz zum allzu zahmen Original rockt dieses Teil hier ganz anständig. Leider sind die Charaktere etwas zu überdreht.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

horro

Antwort löschen

kann man so sehen ... solange du nicht bei "H20" ins Schwärmen kommst, bin ich mit allem einverstanden :)


mikkean

Antwort löschen

Meine Rede, netter die sonstigen Remakes. Nur leider nicht auf Augenhöhe, wie immer also.


Pfizze

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Das größte Problem an Rob Zombies Version von John Carpenters HALLOWEEN liegt darin, dass er versucht die Figur Michael Myers zu Entmystifizieren, was nicht nur unnötig ist, sondern auch eine echte Bremse in Hinblick auf die Dramaturgie des Films ist. Die erste Hälfte ist somit, bis auf ein paar nette Bilder, stinklangweilig. Danach gewinnt das ganze zwar durchaus ein wenig an Spannung, dafür fühlt es sich dann zu sehr an das Original gebunden an und kann somit auch nicht wirklich überzeugen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sedonis

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Der Film ist ein markantes Blutspektakel, der versucht ein Meisterwerk der 70er aufzuputschen, indem er viel Energie investiert, die aber aber in gerade mal 3 Schreckmomenten irgendwie verpufft.
naja... ab ins Regal zu den anderen Teilen der Reihe.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

deevaudee

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich finde, was aus dem Original gemacht wurde, kann sich durchaus sehen lassen. Aber meine Meinung basiert ausschliesslich auf die "Liebe" zu der Figur, Michael Myers. Das die Story bissel ausgedehnter verpackt wurde

-kaputtes Elternhaus usw....

fand ich persönlich sehr Befriedigend.
Denn das fehlt so ein klein wenig im Klassiker. Auch kommt die Brutalität, und die Kraft, die Myers hat, durch den neuen Vertreter super zur Geltung. Und was den Lichtblick darstellt, die kleine Danielle Harris wieder zu casten, nach ihrem Start in den alten Teilen 4 und 5. Um zu sehen, was aus dem kleinen Mädel damals wurde. Fand ich durchaus positiv. Gut, das erste mal seit dieser Zeit konnte man sich auch im ersten Düstere Legenden bestaunen, aber dank dem Remake, konnte auch sie wieder, "Heimkehren".
Ich zu meinen Teilen, habe das Remake genossen, und war nicht taurig.
Denn ich besitze so viel Geist, um den Film hier, und das klassische Original getrennt zu betrachten. Und dadurch beide tolle Filme sind. Einzigster Wehrmutstropfen, an Donald Pleasence Strahlkraft, kommt Malcolm Mcdowell leider nicht ran.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

loveissuicide

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Den Film hatte ich damals im Kino gesehen und war, ehrlich gesagt, etwas fadisiert. Pf, dachte ich mir nun, ca. 5 Jahre später, vielleicht hatte ich nur einen blöden Tag erwischt und meine schlechte Erfahrung war dadurch bedingt, dass ich nicht wirklich in der richtigen Stimmung dafür war. Darum habe ich mir den Film heute nochmal angeschaut. Die Vorgeschichte in das Halbremake zu integrieren war wirklich eine sehr gute Idee, auch deshalb, weil daraus nicht gleich ein kompletter Film gemacht worden ist. Das ist aber auch schon der einzige Punkt, den ich an Zombies Version wirklich gut finde. Der Rest? Genauso wie vor 5 Jahren. Nur brutal, aber Null Spannung, und die Teenies nerven extrem! Aber, wie gesagt, die Vorgeschichte fand ich cool, wenn auch ein wenig klischeehaft. Der Soundtrack? Beim berüchtigten Halloween-Thema zu Beginn kam schon Gänsehaut auf, das ist einfach nur genial, und auch der restliche Score ist eigentlich recht gut, aber der ist spannender als der Film selbst. Schade.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

the assassin 666

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Rob Zombies Neuinterpretation des klassischen Halloweenstoffes war ein Remake das sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Zombie und Carpenter haben je ihre eigene Version von der Thematik. Sicher auch weil der Film im Jahr 2007 remaked wurde ist er an vielen Stellen anders. Keinesfalls schlecht der Film aber KEIN Vergleich zum Original.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ms.VanessaMyers

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

VisitorQ

Antwort löschen

Diese Wertung verdient das Original vielleicht... aber Rob Zombie. Urks. *schauder* haha, sry. Ich mag den Typen einfach nicht. hehe.


Ms.VanessaMyers

Antwort löschen

Und wenn interessiert das jetzt... Ich bin auch deiner Meinung aber trozdem :))


aberaber

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Gelungene Neuinterpretation des Horror-Klassikers. Für die Hardcore-Carpenter-Fans natürlich ein Affront. Für alle anderen ein sehr gut gemachter, unterhaltsamer Slasher, in Teilen dem Original sogar überlegen. Auf jeden Fall besser als alle bisherigen Sequels. Die schlecht besetzten und gespielten Teenager-Rollen ziehen den Film ab der Mitte dann doch etwas runter. Athmosphärisch kann der Film dem Original aber nicht das Wasser reichen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dachsman

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Über den Film an sich wurde schon genug geschrieben. Der nüchterne Grundtenor, dass es schlicht nicht funktioniert eine Ikone erst zu entmystizifieren und zu erden, nur um sie dann wieder ins Phantastische zu überhöhen, stimmt dabei einfach.
Was man aber auch sagen sollte, dass Zombies eigene Ideen (sprich: die erste Hälfte) trotz vollkommen banaler Küchenpsychologie wesentlich besser funktionieren, als das minutiöse nachstellen eines anderen Films.
Ansonsten, viel Rumgenerde und Fanservice, wer in solchen Gefilden bewandert ist könnte wenigstens daran seine Freude haben.
Was mir allerdings auch durch den Kopf ging (und durch Michaels Aussehen im zweiten Teil noch verstärkt wurde), ist, dass das ganze vielleicht tatsächlich als naive, jugendliche Vergangenheitsbewältigung zu verstehen ist. So ein bisschen könnte ich mir vorstellen, wie der junge Rob Zombie in sein Tagebuch die Idee zu diesem Film geschrieben hatte. Und im Hintergrund dröhnte passend dazu "Crawling" von Linkin Park (oder das zeitgenössische Äquivalent, als Zombie zur High School ging).

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mad02

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Zombies Remake hat das Original deutlich auf hochglanz poliert und noch eine Hintergrundgeschichte eingepracht. Der Film sieht wirklich ganz toll aus ist aber eindeutig nicht das, was ich mit Halloween verbinde. Die Vorgeschichte von Michael Myers explizit zu zeigen entmystifiziert für mich die ganze Sache rund um Michael Myers. Er jetzt nicht mehr der gesichtslose Massenmörder sondern wird teilweise als Opfer der Gesellschaft dargestellt. Der Showdown ist dann auch nur ein auf heutige Verhältnisse angepasste Kunstblutorgie. Ohne den Titel Halloween wäre der Film ein guter 08/15 Slasherfilm gewesen, so ist er aber nur ein mittelmäßiges Remake von einem Klassiker.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MOVIE...FAN

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mir hat die Zombie-Variante gut gefallen. Klar Zentrum eines Slasher-Films ist das Schlitzen. Aber für einen Vertreter aus genau diesem Genre kann der Film mit einer bestimmten Tiefe punkten. Zombie stellt nicht nur einfach einen maskentragenden Killer vor und lässt ihn dann seinen stupiden Job machen, sondern beleutet den Charakter des Killers. Der Killer hat eine eigene Geschichte (wie er zu einem Serienkiller wurde, die Anfänge). Davon handelt der gesammte 1/3. Das hat mich am meisten erfreut und war für mich sehr positiv. Endlich mal einen Slasher-Film mit einer Charaktertiefe (wenn auch nicht sehr tief). Die Atmosphere ist enorm dicht und so ist er nahezu immer spannend. Klar auch dieser Film hat seine Schwächen bzw. Logikfehler. Aber man vergisst diese dann schnell wieder. Die Schlitzereinlagen sind auch gut gemacht und stimmungsvoll. Diese sind absolut erbarmungslos und hart. An Blut wird natürlich auch nich gespart und die letzten schmerzilchen Atemzüge der Opfer runden die Atmosphere ab. Obwohl man manchmal genau weiss bzw. ahnt dass Michael Myers hinter der Türe steht bleibt immer eine gewisse Spannung.
Wunderbarer, sehr zu empfehlender Horrorfilm. Der mit Charaktertiefe (zumindest 1/3) punktet. Einer der besten Horrorfilme die ich in letzter Zeit gesehen habe.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

swissroland

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

was für ein geiles hammer remake des horrorklassikers! Für mich fast noch besser als das original! Was hier der zombie angeliefert hat is grosses kino! Das einzige was ein bissi nervt war diese schreiende tussi, wo man eigentlich nur hofft, dass er sie bitte endlich killt und das schreien aufhört. Ne also diese Scout Taylor-Compton, hat mir eh absolut ned gefallen. Das is aber auch der einzige punkt der für mich ned stimmt
Blödsinn der is klar besser als das original!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fkfilmkritik

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Von Familie geplagt. Von Schülern gedemütigt. Ein Michael Meyer der mittendrin stehen muss und dem nichts anderes geschieht als immer wahnsinniger, gehässiger und letztlich böser zu werden. Tiere werden zu seinen ersten Opfer und er selbst beinahe zum Tier, wegen eines schwer zu ertragenen Umfeld. Dieses ist zwar sehr stereotypisch geschildert, wird aber äußerst konsequent vorgetragen. Es folgt eine stille Zeit im Irrenhaus, die mit einem barschen Ausbruch fortgesetzt wird. Der Film bleibt seinem kurzweiligem Tempo treu und traf so sehr gut meinen Nerv. Ein spannender und gehässiger Verlauf, der schön fesselt und unterhält. Typisch für einen Slasher dürfen hier auch keine kreischenden Teenies fehlen. Das bringt Stimmung, Gelächter und ein bisschen Grusel. Viel besser als gedacht. Der allbekannte Soundtrack vom Original funktioniert wunderbar und erzeugt immer wieder Nervenkitzel. Ein wirklich sehenswertes Remake, wobei ich sagen muss, dass das Original noch nicht von mir gesichtet wurde.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gorez33

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

das Remake über den Messerschwingenden Maskenmann,beschäftigt sich viel über die Kindheit des Serienkillers und wie es dazu kam dass er als kleiner Junge seine Mitschüler vermöbelte und seine (fast) gesamte White-Trash-Familie abschlachtete.Nach diesem verstörtem Ereignis muss Michael Myers in die Klapse aus der er in jener Kürbisnacht ausbricht und in seine Heimatstadt Haddonfield zurückkehrt,um zu vollenden,was er als Kind begann.Problem ist nur das Regisseur Rob Zombie (''Haus der 1000 Leichen'') viel zu sehr an sein frühes Regiewerk ''The Devil's Rejects'' anknüpft und somit ein Vorstadthorrorszenario entwickelt.Am Ende wechselt er nochmal die Spur und beschäftigt sich volkommen mit dem Abschlachten von Blut,Knochen und Gedärmen,was wahrscheinlich der Grund war wieso dieser Film indiziert wurde...Komplett ideenlos fängt er bei 70% an nur noch die verschiedenen Stationen von Myers' Amoklauf abzuhaken und somit bleibt auch,die davor gut gelungene Spannung aus.Letztendlich ist ''Rob Zombie's Halloween'' weniger verstörend und schreckenhaft wie John Carpenter's Original,weil er sich viel zu sehr mit der Kindheit des großem Teufels beschäftigt,als dass bei Carpenter's Original die Taten Myers auf ein offenes Ende steuerten und ungeklärt blieben,was psychisch verstörend wirkt...Zombie's Streifen ist dagegen zu detaliert und nur zur Hälfte eine gelungene Neuinterpretation des Genreklassikers.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J!GS4W

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Wirklich was zum Gruseln war das ja nicht und an Spannung und tiefer Geschichte war nun auch nicht viel zu erkennen. Rob Zombie trumpht zwar mit Schauspielern wie Brad Dourif und Malcolm McDowell auf, setzt diese aber nicht klug genug ein, sodass ein eher langweiliger Streifen entsteht. Die Beweggründe Myers sind meist nicht so recht nachvollziehbar und die Rumschlachtereien sind eher stupide aneinander gereiht. Dennoch muss man dem Film einen gewissen Charme lassen, der aber eher am Erbe des Originals liegen muss.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Eine ganz miese Neuinterpretation eines Klassikers des Genres. Was mir total gegen den Strich geht ist, das Rob Zombie versucht das Unerklärliche zu erklären. Er hinterfragt die Figur Michael Myers und will dessen Motive dem Zuschauer nahe legen. So ein Schwachsinn! Daraus hat John Carpenter im Original seinen Horror bezogen. Ich will doch auch nicht wissen, warum der schwarze Mann mir Angst macht oder Jason Voorhees oder Freddy Krüger.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

el benko

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

"Taylor-Compton kann gut schreien; Klebe ist die übliche blonde Schlampe; Harris ist, öhm, die mit den dunklen Haaren"
und Micheal ist (evtl noch Steinbeißer) der groeßte Grobmotoriker den ich je im Film gesehn hab.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

seven

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"Evil. Unmasked."

Genau das hat Zombie gewagt, genau das betreibt er: Demaskierung. Jedenfalls auf den ersten Blick. Laut waren die Buhrufe und lang dauerte ihr wütendes Echo. "Wie kannst du nur, Rob? Wieso nur musstest du uns die Kindheit von Michael zeigen?"
So in etwa. Dieses epische Vergehen, die Entzauberung eines Mythos, einer Horror-Ikone, wird nicht selten als Kapitalfehler bewertet. Ridley Scott kann ein Lied davon singen, musste er sich doch anhören, die mysteriöse Ambiente eines Dr. Lecter zerstört zu haben, die sich ein Jahrzehnt lang in den Köpfen der Kinogänger eingenistet hat. Und nun also "Halloween", Vorreiter und Mitgründer des Slashers. Welch Unverschämtheit, oder etwa doch nicht?

"Behind these eyes one finds only blackness [...] These are the eyes of a psychopath."

Aber wie sonst sollte ein normaler Junge zu dem werden, was er am Ende ist: Eine stumme, unbarmherzige Tötungsmaschine.
Rob Zombie greift bewusst in die tiefsten Tiefen der Klischeekiste und holt all jene Bausteine heraus, die offensichtlich Stereotype und Abziehbilder bedienen, aber niemals stören, sondern nur zwangsläufig und logisch sind.
Wenn die eigene Familie die unterste aller Schienen vom White Trash ist. Wenn die Mutter als billige Striptänzerin arbeitet. Wenn der eigene Vater nicht mehr da ist, wenn der verhasste Stiefvater ein vulgäres Arschloch ist, wenn sein Proletengehabe abstoßend und ekelerregend ist, ein ordinärer, triebhafter Krüppel. Wenn die Schwester wie ein dreckiges Flittchen rumläuft. Wenn andere Schüler dich auf der Schultoilette in die Enge treiben und dir ins Gesicht spucken, dich für deine kaputte Familie verhöhnen.
Nun dann ist es eben schon nicht mehr so utopisch, seinem geliebten Haustier das Fell abzuziehen. Wenn dein soziales Umfeld blanker Abschaum ist, dann hinterlässt das Spuren. Die meisten reden dir ein, was du für eine hässliche Visage hast. Dann versteckst du dein hässliches Gesicht eben hinter einer Maske, weil du das selbst schon glaubst.
Und dass dieses Verhalten sich radikalisieren wird, dass dein erstes menschliches Opfer in nicht mehr allzu großer Entfernung liegt, dürfte sich von selbst verstehen. Vorzugsweise die Leute, die dich verspotten und auf dich hinabsehen.
Und genau deswegen ist dieser Schritt Zombies nicht nur eine gelungene inhaltliche Variation und Expansion, sondern auch ein unglaublich intensives, schmerzhaftes Erlebnis für das Gemüt, weil nachvollziehbar. Hier ist es egal, sogar richtig, in Bezug auf miserable Kindheit und Erziehung vor Klischees zu triefen. Wie sonst will man erklären, wie es zu einer Wandlung zu einem solchen Monster kommt? Es ist dieser Nährboden aus Hass, Orientierungslosigkeit und Verwirrung (klugerweise verlegte Zombie Michaels Alter von sechs auf zehn), der Psychopathen schafft. Niemand wird als Monster geboren. Die systematische Misshandlung und das Desinteresse, sei es gewollt (Schwester, Stiefvater, Mitschüler) oder ungewollt (Mutter) durch die Personen, die die eigentlich die wichtigsten Stützen im Leben eines Heranwachsenden sein müssten, diese emotionale und psychische Vergewaltigung, schafft Monster. Wäre Michael zu einem Serienkiller geworden, wenn seine Eltern ein normales Ehepaar gewesen wären? Wenn er zumindest einen, und sei es nur einen, richtigen Freund gehabt hätte? Zweifelsohne ist es ein komplexes Geflecht aus diversen Faktoren, um dieser Frage gerecht zu werden. Aber die sehr wahrscheinliche Antwort ist doch wohl: Nein, natürlich nicht. Er wäre ein normaler Teenager geworden.
Insofern zeugt es von Zombies Zuneigung und Verständnis für diese Figur, ihn ein Stück weit zu vermenschlichen, ihn greifbarer zu machen. Das mag den treuen Carpenterfans nun einer schamlosen Entmysthifizierung gleich kommen, doch in erster Linie erlaubt es eine Involvierung in Geschehen und die Gefühlswelt von Michael, wie es das Original nie vermochte.
Dass sich der Film nach dem Ausbruch Michaels aus der geschlossenen Abteilung ins konventionelle Teeniegeschlitze wirft, stört kaum. Denn dafür ist Zombie zu versiert als Regisseur, dafür begeistert die Inszenierung zu sehr. Die Mordszenen sind entsprechend des Produktionsjahres blutig und explizit geupdated, dabei aber immer stilvoll. Das Grundtheme ist ebenfalls adaptiert worden, ohne Beeinträchigung der Melodie.
Wesentlich härter, aber mit absoluter Daseinsberechtigung. Ein Remake, das dem Original in Nichts nachsteht.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

der cineast

Antwort löschen

Beeindruckt hätte er mich mit der anderen Variation.


seven

Antwort löschen

Ich bin mir sicher, dass du mit deiner Meinung nicht alleine bist.


Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch