Hilde

Hilde (2009), DE
Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 12.03.2009

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5.6 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
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von Kai Wessel, mit Heike Makatsch und Johanna Gastdorf

Hildegard Knef war Sünderin und Sängerin, Hollywoodstar und ein Hit am Broadway. Sie liebte einen Nazi und heiratete einen Juden. Sie kämpfte in den Ruinen Berlins um ihr Leben und fühlte sich an der Park Avenue zuhause. Vom deutschen Publikum verehrt und verachtet, wurde ihre Autobiografie das erfolgreichste Buch der Nachkriegszeit. Ihre Konzerte sind Legende. Sie war eine deutsche Ikone. Und sie war sehr, sehr cool. Dies ist ihr Leben. Der Film basiert auf der Biographie “Hilde – Meine Liebeserklärung an Hildegard Knef”, geschrieben von Knefs Witwer Paul von Schell.

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Kritiken (8) — Film: Hilde

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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5.5Geht so

Was in der Summe von „Hilde“ bleibt, ist ein ohne jeden Zweifel unterhaltsamer Film, doch ist er dies aus den falschen Gründen. Er ist einfach viel zu wenig Hilde, sondern viel mehr Heike. Der Zuschauer wird sich an der Darstellung von Heike Makatsch als Hilde erfreuen, und weniger an der Abbildung des Lebens von Hildegard Knef. Mit anderen Worten: Letztlich sollte man sich den Film wegen der formidablen Performance von Heike Makatsch ansehen, nicht weil es eine Verfilmung des Lebens von Hildegard Knef ist, denn dieses bleibt einem seltsam fremd – Und dies kann wohl kaum im Sinne des Erfinders gewesen sein.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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4.0Uninteressant

Zum Ende mag Kai Wessel noch nicht einmal auf das Uralt-Klischee vom zerschmissenen Schminkspiegel verzichten, bevor er Heike Makatsch endlich das mit Textzitaten bedeutungsschwanger durch den Film leitende Immergrün "Für mich soll's rote Rosen regnen" darbieten läßt. Ja, Heike Makatsch singt alle Songs selbst, und nicht nur das ist beeindruckend: Sie, die wir schon längst als eine unserer talentiersten und natürlichsten Schauspielerinnen begreifen sollten (und eben nicht die Laras und Gedecks dieses Landes), überzeugt nicht nur stimmlich und äußerlich als erstaunlich verinnerlichte Knef, sondern bemüht sich um das, was dieser Film partout nicht leisten will: Wandlung, Entwicklung, Tragik und Tiefe. Doch leider ist diese Glanzleistung - die Kritik am zweifelhaften "Berlinern" will ich mal weglassen - gefangen in einem weiteren Stück Konfektionskino aus Deutschland, das langweilig inszeniert, orchestriert und letztlich auch produziert ist. Das hat Heike Makatsch nicht verdient, und das hat vor allem Hildegard Knef nicht verdient.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Die Makatsch verkörpert den umstrittenen deutschen Star in Gestik, Mimik und sogar ansatzweise mit rauchiger Stimme. Sie schafft es, das Abarbeiten von biografischen Lebensstationen und -wenden mit Leben zu füllen. Denn eigentlich ist die Knef-Karriere ja bekannt, doch dank Makatsch durchleidet man die Qualen einer fragilen Person, die sich nach außen hin sehr rau geben musste.

Grimme-Preisträger Kai Wessel („Die Flucht“) erzählt das beeindruckende Leben der beeindruckenden Frau mit starken Momenten als Nazi-Liebling und im Überlebenskampf zu Kriegsende. Die Karriere von „Die Mörder sind unter uns“ über die vermeintliche Skandal-Produktion „Die Sünderin“ bis zu ihrer Karriere als Sängerin hat zwar Längen, auch nervt die Musik fast durchgängig, doch man folgt dem Auf und Ab dieses Lebens mit Interesse und gerne.

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José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Als Rahmenhandlung verwendet das Drehbuch das Konzert, das die Wandlung von der Schauspielerin zur Sängerin markiert: Im Jahre 1966 kehrt Hildegard Knef (Heike Makatsch) zusammen mit ihrem zweiten Ehemann David Cameron (Dan Stevens) nach Deutschland zurück, um in der Berliner Philharmonie aufzutreten. Es ist das erste nichtklassische Konzert, das im ehrwürdigen Haus stattfindet, und es soll ein großer Triumph für die Knef werden, bei dem sie von zweitausend Zuschauern umjubelt wird. Aber zunächst zeigt der Film, wie sich die Schauspielerin und Sängerin in der Garderobe entspannt und ihr Leben Revue passieren lässt – ein üblicher dramaturgischer Kunstgriff in einer Filmbiografie.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

Eigentlich spielt sie gar nicht, sie ist Hildegard Knef mit Leib und Seele, sieht ihr zum Verwechseln ähnlich, imitiert ihre Stimme perfekt, imponiert mit frechem Auftreten, Schlagfertigkeit und Berliner Schnauze. Sogar bei den Liedern kommt man ins Grübeln: Wer singt denn nun - Hilde oder Heike?

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.0Ganz gut

Dass Heike Makatsch die Hildegard Knef unbedingt spielen wollte und sich auch kräftig bemüht, der Figur in all ihrer Komplexität gerecht zu werden, ist nicht zu übersehen. Und genau hier liegt das Problem: Eben jene Mühe, mit der die Makatsch an ihre Arbeit gegangen ist, merkt man ihr leider an. Die tiefe Stimme, das Berlinern, die freche und burschikose Art der Knef, das alles versucht sie möglichst perfekt zu imitieren. Doch weder wird dies konsequent durchgehalten, noch kommt sie dem Original so wirklich näher. Man sieht stattdessen immer nur Heike Makatsch, wie sie krampfhaft versucht, Hildegard Knef zu sein. Nur in den Momenten, in denen sie einfach spielt und sich wenig um das übergroße Vorbild schert, blüht sie auf der Leinwand auf. Dass man dieses Biopic, in dem das bewegte Leben der Hildegard Knef von Mitte der 1940er bis Mitte der 1960er erzählt wird, nicht als wirklich gelungen bezeichnen möchte, liegt jedoch nicht allein an Frau Makatsch. Auch Regisseur Kai Wessel schafft es nicht, die Faszination der Knef dem Zuschauer begreiflich zu machen. Nur in Ansätzen erkennt man, was diese Frau zu ihrer Zeit so besonders gemacht hat, ansonsten verstrickt sich Wessel im Kleinklein aus grauem Nachkriegsalltag, Beziehungskrisen, Mutter-Tochter-Gesprächen und Geldproblemen. Den großen Auftritt gönnt TV-Profi Wessel dem gefeierten Weltstar Knef fast nie, vom Glamour, der sie umgab, und von ihrem faszinierenden Wesen bekommt man als Zuschauer nur eine vage Ahnung. Verglichen mit anderen Filmbiografien bleibt diese daher seltsam blass und am Objekt ihrer Betrachtung vorbeiinszeniert.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Hildegard Knef ist eine Ikone der deutschen Unterhaltung. Über Jahrzehnte schaffte sie es zu faszinieren und mit immer neuen Facetten ihres Könnens das Publikum zu begeistern. Das Leben dieser Lichtgestalt der Nachkriegsgeschichte ein Biopic zu widmen, kann man als großes Wagnis bezeichnen. Grimme-Preisträger Kai Wessel ("Die Flucht", "Leben wäre schön", "Martha Jellneck") hat sich jedenfalls...

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

Vielleicht ist Heike Makatsch ja auch deshalb so nervös, weil sie im Grunde ahnt, dass "Hilde" kein ganz großer Film geworden ist. Und dass sie jetzt (wie Hilde bei der "Sünderin") alle Kritik abbekommt. "Wenn du mit der Kunst verheiratet bist", auch so ein Satz, den Heike als Hilde im Film zu sagen hat, "hast du die Kritik zur Schwiegermutter." Deshalb klingt es fast wie eine Entschuldigung, dass sie "ihr Bestes" gegeben habe und "mehr nicht tun" könne. Dabei ist das doch wahrlich nicht wenig: gegen eine Ikone anzuspielen. Wie Katja Flint, die es wagte, "Marlene" zu spielen. Und wie Jessica Schwarz und Yvonne Catterfeld, die uns beide noch dieses Jahr mit ihrer jeweiligen "Romy" ins Haus stehen.

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Kommentare (18) — Film: Hilde

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Filmkenner77

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Bewertung5.0Geht so

"Hilde" ist ein etwas zu lang geratenes Porträt der Ausnahmekünstlerin Hildegard Knef. Ähnlich wie "Marlene", versucht sich der Film daran, wichtige Stationen ihres Lebens Revue passieren zu lassen. Diese sind ähnlich wie bei vielen anderen Filmen dieser Art in eine Rahmenhandlung, nämlich den Auftritt der Knef 1966 in der Berliner Philharmonie, eingebettet. Es ist dem hervorragenden Spiel von Heike Makatsch zu verdanken, dass der aufwändig gestaltete Film nicht gänzlich scheitert. Insbesondere die Anfangsjahre bis Kriegsende werden über fast eine Stunde ausführlich geschildert, während andere Passagen ihres Lebens in wenigen Szenen abgehakt werden. Die Zeit nach 1966 spielt zudem in dem Film keine Rolle mehr. Bedauerlich, da dort Höhen und Tiefen ihrer Karriere noch mehr zum Tragen gekommen wären. Vermutlich hätte dies aber auch den Rahmen eines einfachen Kinofilms gesprengt. Insgesamt bleibt der Film zu eindimensional und zu stark in Oberflächlichkeiten verhaftet. Am Ende stellt sich Hilde selbst die Frage, wer Hildegard Knef eigentlich ist, doch der Film kann darauf keine überzeugende Antwort liefern.

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Ripley1

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Wohl ein Fall von Idiosynkrasie.


Ripley1

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Ich meine natürlich, Idiosynkrasie deinerseits.


FineCut

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Bewertung4.0Uninteressant

Vor zwei Tagen konnte ich nicht einschlafen und so kam es, dass ich mir HILDE im TV angeschaut habe. Er ist zumindest um einiges besser als der Totalausfall MARLENE von Vilsmaier, aber auch hier war mir immer so einen zweitklassigen TV-Film zu schauen, der viele Längen hatte. Die Makatsch hat ihre Sache dennoch ordentlich gemacht.

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Darbon

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Bewertung1.0Ärgerlich

Johanna Gastdorf spielt die Knef, das will ich sehen. Sie spielt zwar die Knef, doch nur Hildchens Mutter, die lediglich in der Totalen agieren darf. Dann halt die junge und talentierte Makatsch. Die singt viel zu oft zu lieblich, bleibt im Finale 1968 noch immer blütenjung; das ist geschenkt, weil sie ja nur ein 2009er Hildchen in der Tradition von Verdrängungskitsch sein soll - in der Verantwortung der Macher, die den Mistfilm sieben Jahren nach dem Tod der Hilde stemmten - ganz ohne Erlaubnis von Irmgard Knef (Ulrich Michal Heissig).

Mit "HILDE" kommt ein Pseudo-Biopic durch verniedlichende Ausschmückung und bewusste Auslassung durchweg als Geschichtsklitterung verlogen daher und gerät bei einem Leben wie dem der Knef sträflich unpolitisch, dass es eine Schande ist: "Eine Schande für Deutschland", darf dann eine Edelkomparsin fluchen wie heute das Merkel, wenn der niedliche Euphemismus vom "Nazi-Trio" 2011 ganz ohne 20:15-Brennpunkt ans Licht kommt. Die baren Knef-Brüste in der dünnen Peinlichkeit "Die Sünderin" lassen die Tätergeneration Empörung heucheln, ein Weilchen nach dem Totalen Krieg, den dereinst wohl weitaus mehr Menschen wollten, als ein Guido Knopp so manchen im "HILDE"-Sender ZDF weismachen will.

Hildchens erste echte Filmrolle im DEFA-Film "Die Mörder sind unter uns" empörte jene Generation 1946 weitaus heftiger und war mehr "Schande" für die Betrachter als ihr blanker Busen. In der Sowjetischen Zone uraufgeführt, war dieser Film der Start zu Hildes Schauspielkarriere, doch das verschweigt das Schmonzett "HILDE" und erfindet einen Ami als Besetzer, wo doch Wolfang Staudte sie am Schlosspartheater entdeckt hatte und Hilde hernach in der DDR sowjetische Filme synchronisierte.

"HILDE" montiert in jene "Die Mörder sind unter uns"-Premiere vom 15. Oktober die Hinrichtung von Ewald von Demandowsky am 7. Oktober - von Wolfgang Staudtes Film, der gerade jenes "Ein Mann sieht rot"-Procedere aus dem Orignialtitel "Der Mann, den ich töten werde" und dem Script tilgte, erfährt man im Kintopp und im ZDF nichts (Der Film lief ja auch erst 1971 erstmals in der BRD).

Die erbärmlich geratene Schmonzette lässt ohnehin alles aus, was die Schauspielerin Knef berührt: "Film ohne Titel" brachte ihr 1948 in Locarno einen Schauspielpreis, doch "HILDE" will ein Lieschen-Müller-Film sein: ein Nazi-Flittscherl mit Chuzpe findet sich wieder in einem Hollywood des güldenen Farbfilters. 2009 entsteht für die deutsche Vertretung von Warner Home Video genau das, was in den 1950er Jahren in Deutschland beliebt war: eine Verdrängungslüge. Einziger - und wirklich einziger - Lichtblick als Empfehlung ist die Mitwirkung von Dan Stevens ("Dowton Abbey")

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Pardus

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Bewertung4.0Uninteressant

hab gerad noch nen punkt meiner bewertung weggenommen als ich roger cicero im film entdeckt habe. hab mich irgendwie verarscht gefühlt durch sein mitwirken. tut mir leid. das is doch n bissel lächerlich.

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angelmoonsoul

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Bewertung5.0Geht so

Der Film ist weder gut noch schlecht.
Heike's Stimme klingt in meinen Ohren grauenhaft.

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stuforcedyou

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Knef, wie sie Fans und Verehrer immer würdevoll nannten, erhält mit "Hilde" eine überaus gelungene Biographie mit einer sehr überzeugenden Heike Makatsch. Makatsch, der es gelingt nicht nur äußerlich Hildegard Knef nahe zu kommen, gibt dem Film eine apodiktische Note. Authentizität ist also nicht der große Makel des Films von Kai Wessel, sondern seine Zahmheit. Als Hildegard Knef 1951 in "Die Sünderin" blank zog, war dies ein gigantischer Skandal, im Film wirken solche historischen Gezeter um einiges zu trivial. Ähnlich mutlos erzählt der Film vom Privatleben der großen, deutschen Diva, wenn man einmal von der Romanze mit einem Nazi zu Beginn absieht. Es hätte der Biographie sehr gut getan, wenn man etwas tiefer und kritischer mit der Knef umgegangen wäre. Es hätte ihrer Größe wahrlich nicht geschadet. Aber genug gemeckert, denn trotz einiger Fehler und Schwächen ist "Hilde" eine ansprechende Huldigung an eine der größten Schauspielerin bzw. Sängerin unserer Nation. Besonders schön: "Hilde" schlägt Joseph Vilsmaiers lustlose Marlene Dietrich Biographie aus den 1990er Jahren um Längen. Das hätte der Knef gefallen.

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der cineast

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Bewertung4.5Uninteressant

Überlanges, zähes Porträt einer Ausnahmekünstlerin, von Makatsch brillant dargestellt.

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Punk

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kein Interesse

Für mich solls rote Rosen regnen. Den hat sie seiner Zeit mit Extrabreit neu eingesungen. Aber schon 63 flötete es aus ihrem Munde: Eins und Eins das macht Zwei. Ich finde, das Lied kann man ganz gut hören, aber dennoch interessiert mich der Film überhaupt nicht. Vielleicht später, denn was nicht ist, kann ja noch werden ;) .

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pellekraut007

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Bewertung3.0Schwach

Gähn... grunz! Für mich soll's rote Gummibärchen (ohne Gelatine) regnen. Ich hätte mir vielleicht vorher nicht "La vie en rose" ansehen sollen, denn damit kullerte "Hilde" ins dröge Filmallerlei-Abseits. Wo mich Edith, als launige, drogensüchtige Göre in jeder Sekunde fesselt, denke ich bei Hilde unwillkürlich an Käthe Kruse, äh, Heike Makatsch. Ich frage mich immer wieder, warum deutsche Filmbeleuchter keine Atmosphäre schaffen können und weshalb alles so distanziert hölzern wirkt, wie im Bauerntheater. Ich kann nicht, ich will nicht, je ne regrette rien,... j'aime Edith! Und ärgerlich: wo Hilde, vom Leben und OP's am Ende nur noch mit Riesenbrille ansehnlich war, glänzte Heike stets als altersloses Vivamoderatorin-Goldie-Hawn-Lookalike-Girlie. Naja, also dann, padam, padam, padam....

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Blonder

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film entstand nach ihrer eigene Biografie, denn da liegt auch schon das Problem. Die Geschichte wird nämlich nur aus einer Sicht erzählt und wirkt etwas einseitig. Das Positive an dem Film ist Heike Makatsch, die als Knef eine sehr gute Leistung abliefert, auch die Gesangsnummern erinnern an das Original.
Recht ansehnliches Portrait, das dennoch etwas seicht und lückenhaft ist.

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iLOVEjenniferANISTON

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Bewertung10.0Herausragend

"Hilde" entstand nach der Autobiografie "Der geschenkte Gaul" von Hildegard Knef. Mit einer Länge von 137 Minuten beansprucht er das Sitzfleisch ungemein, aber dieses Meisterwerk ist es mehr als wert! Einer der deutschen Lebenswege nach dem Zweiten Weltkrieg. Hildegard Knef war die Sünderin, ein Kinotraum, ein Weltstar, eine Ikone. Dies ist ihr Leben.

Heike Makatsch in der Rolle ihres Lebens. Makatsch glänzte schon in Filmen wie "Nackt" oder "Bin ich schön?". Auch international ist die deutsche Schauspielerin schon warm geworden ("Resident Evil", "Tara Road" oder "Love... Actually"). Als Hildegard Knef hat sie sich aber selbst übertroffen. Authentischer und bewegender hätte wohl niemand Hilde verkörpern können. Dazu kommt eine immense Ähnlichkeit mit Hilde. Super!
In weiteren Rollen: Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Roger Cicero, Johanna Gastdorf.

Sie ist "den weiten Weg gegangen". Ein Hindernislauf, doch von den Höhen und Tiefen füllt Regisseur Kai Wessel in seinem Film zum Glück nur wenige mit Kitsch. Der Krebs, das Morphium, die hemmungslose Liaison mit der Öffentlichkeit bis ins Alter, diese Sucht nach Rampenlicht, die Verschwendung, die Egozentrik, aber eben auch der Mut, die Stehaufmännchen-Qualität...
Alles, was Hildegard Knef zu einer einzigartigen Figur der deutschen Nachkriegszeit macht, wird reflektiert und schonungslos gezeigt.

Schade ist das der Film viel Zeit mit Kriegsbildern verschwendet als mit Hildes Kampf in dieser Zeit. Von der Kriegs-Gefangenschaft und den Strapazen während eben dieser, wird jedoch nichts gezeigt.
"Wenn das alles ist"... Anfang der 70er Jahre startet Hilde ihre Musikkarriere, die Beweggründe und der Weg dorthin werden glaubwürdig und interessant geschildert, aber das kann doch nicht alles gewesen sein! Was ist mit der Geburt ihrer Tochter, der Freundschaft zur Diva Marlene Dietrich? Es fehlen meiner Meinung nach einfach einige wichtige Stationen ihres Lebens.
Naja, das kann ich verzeihen, es ist ja schließlich ein Spielfilm und keine Dokumentation (da kann ich die grandiose Doku "Hildegard Knef: A Woman and a Half" empfehlen!). Außerdem ist der Film mit 137 Minuten wie gesagt schon sehr lang.

Alles in allem trotzdem ein fantastischer Film über eine fantastische Frau, der oftmals mehr als "17 Millimeter zum Glück fehlten", die das "Vergang'ne aber vergangen liess" und für die es am Ende doch noch "rote Rosen regnete". Hut ab vor Heike Makatsch, die alle Lieder selbst gesungen hat und eine unglaublich echte und nahe Hilde darstellt.
Unbedingt kaufen!

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Sesemi

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Bewertung7.0Sehenswert

Heike Makatsch überzeugt als "Hilde" in jeder einzelnen Szene, besonders aber beeindruckt ihr Gesang, der trotz seiner erstaunlichen Nähe zum Vorbild beileibe kein lebloser Abklatsch ist.
Gelobt werden sollte auch die Tatsache, dass der Film die Brüche und Widersprüche im Leben der Knef zeigt, ohne zu moralisieren; dem Zuschauer wird hier wohltuenderweise ein eigenes Urteil zugetraut.
Einzig die seichte Hintergrundmusik nervt zuweilen.

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Makatsch ist so unerreicht nah an der Knef, wie es ihre Zwillingsschwester nicht sein könnte. Selbst gesanglich ist sie ihr doppelgägerisch verbunden. Es hätte keine bessere Wahl für die Rolle geben können. Sie macht dieses gelungene Biopic erst möglich.

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Hucklberry

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Makatsch ist Hilde toll. Wenn der Film auch seine längen hatte so fand ich ihn doch sehr interessant und unterhaltend.
Man ist hin und her gerissen diese Frau in den Arm zu nehmen oder sie in den Arsch zu treten. Makatsch spielt sie einfach sehr glaubwürdig das man denken könnte sie ist die Knef.

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contessa

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich war selbst dabei....War in der Entourage von "HILDE".
Die Dreharbeiten waren einfach "KLASSE"..

In Memoriam an Monica Bleibtreu...

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VoodooChild09

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ist denn jetzt der film dank der "tollen" dreharbeiten sehenswert ???


contessa

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Ich möchte sagen, es lohnt sich..


friechen

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Bewertung5.5Geht so

leider zeigt der film ja nur den aufstieg von hildegard knef und ich muss zugeben, dass heike makatsch zwar toll spielt, der film aber dennoch nicht ganz überzeugt. mir fehlten vor allen dingen die übergänge, es waren immer nur einzelne szenen, die zusammengesetzt einen film ergeben sollten, was meiner meinung nach nicht ganz funktioniert hat. trotzdem lohnt es sich, schon allein wegen heike makatsch, den film zu sehen, obwohl ich es ziemlich wahrscheinlich keine zweites mal tun werde.

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AndreaP.

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Bewertung5.0Geht so

Ein nettes Filmachen, was man sehen kann, aber sicher nicht sehen muss. Er zieht sich ziemlich in die Länge (was nicht nur an der Überlänge liegt)und als er dann zum Punkt kommt -ihre Gesangskarriere- ist er auch zu Ende! Heike Makatsch ist hier mal ganz anders, als man sie sonst als Schauspielerin kennt...

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schalli

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Bewertung5.0Geht so

Leider leider alles andere als der große Wurf der es mit der tollen Heike Makatsch in der Hauptrolle hätte werden können. HILDE krankt daran, dass die Knef hier nicht so gezeigt wird, wie wir sie heutzutage in Erinnerung haben. Der Film beruht auf ihren Memoiren "Der geschenkte Gaul", die sie Ende der 60er Jahre verfasst hat. Aus heutiger Sicht fehlen daher ganz wesentliche Elemente, die den Mythos Hildegard Knef eigentlich ausmachen - das Hadern mit der eigenen Berühmtheit, der eigenen Schönheit, dem Altern an sich und die damit verbundenen Parallelen zu einer anderen Ikone - Marlene Dietrich. Letztlich werden sich die Parallelen zu Marlene wohl leider darauf beschränken, dass jenes Biopic damals in den 90ern ebenfalls schlechter ausfiel als erhofft und im Kino floppte.

Auch die Rolle der Musik kommt bei HILDE viel zu kurz, denn der Film endet genau dann, wenn Hildes Gesangskarriere erst so richtig in Fahrt kommt. Schade. Hätte gern ein besseres Porträt dieser wunderbaren Künstlerin gesehen.

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