Johnny zieht in den Krieg

Johnny Got His Gun (1971), US
Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Kinostart 27.02.2003

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7.8 Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9 Community
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von Dalton Trumbo, mit Donald Sutherland und Jason Robards

Dem 17 Jahre alten Johnny werden im Krieg durch eine Granate beide Beine und beide Arme abgerissen. Auch sämtliche Sinnesorgane sind nicht mehr vorhanden. Trotzdem schafft er es, sich mitzuteilen, und er bittet eine Krankenschwester, ihn zu töten. Dieses Thema wurde auch von der Heavy-Metal-Band “Metallica” in ihrem Video “One” benutzt.

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Kritiken (1) — Film: Johnny zieht in den Krieg

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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9.0Herausragend

[...] Wahrlich beachtlich, wie ein Film mit so simplen Mitteln und so reduziert eine derart adäquate, ergreifende Metapher für den Krieg finden kann, dass man alle anderen Genrebeiträge – denen die Flucht aufs Kriegsfeld auch gleich jede Sicht verstellt – guten Gewissens vergessen kann. "Johnny Got His Gun" ist ein intensiver, ein kluger, ein wichtiger Film, der verstanden hat, dass man all die genreimmanente Kriegsverklärung aus Heldenpathos und Kameradschaftstod mit einem einfachen, präzisen und einprägsamen Ansatz umgehen kann: Der Qual, nicht sterben zu können und zu dürfen, der ausbleibenden Katharsis, der absoluten Hilflosigkeit, die bleibt. [...]

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Kommentare (17) — Film: Johnny zieht in den Krieg

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Schlopsi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Den Film habe ich vor einer ganzen Weile mal gesehen, kann mich aber noch erinnern als wäre es erst gestern gewesen. Wenn ich über diesen Film stolpere, dann kommen ziemlich viele Gedanken wieder hoch.
Der Film ist gewaltig. Und brutal. Nicht im Sinne von Gewaltdarstellungen, sondern wie der Film auf den Zuschauer wirkt. Selten fühle ich mich durch einen Film so dermaßen bedrückt wie hier.
Oft musste ich mich selbst fragen, wie ich in solch einer Situation reagieren würde. Mindestens genauso oft musste ich mich fragen, wie Johnny es in diesem Zustand überhaupt aushalten kann. Das Szenario ist einfach erschreckend.

Ein zweites Mal kann und will ich mir diesen Film nicht ansehen. Dafür ist er mir auf seine Weise zu extrem.
(Und das obwohl ich mich sehr für den historischen Kontext interessiere!)

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Fezaeh97

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Bewertung9.0Herausragend

Ich bin über "One" von Metallica auf diesen Film gekommen und wollte ihn unbedingt sehen, und er hat mich wirklich sehr bewegt und wirklich ziemlich verstörend. Ich bin schockiert darüber, was in dem Mann vor sich geht...
Die Gedanken wurden sehr gut geschildert, und die Hilflosigkeit des Protagonisten lässt sich perfekt nachvollziehen.

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als in den 70ern und 80ern die große Antikriegswelle ausbrach und dabei bis heute jeder an Filme wie "Apocalypse Now", "Platoon" oder "Full Metal Jacket" denkt, so wird doch ein bedeutendes Werk dieses Genres immer wieder außer acht gelassen: Dalton Trumbos "Johnny Got His Gun". Ohne die Klasse altbekannter Größen schmälern zu wollen, ist dieses unscheinbare Werk seinen Pendants in einer Sache weit voraus: Seiner Botschaft. "Johnny Got His Gun" lässt nämlich nicht große Emotionen im Kugelhagel versinken, sondern zeigt vom Kriegsgeschehen nur einen minimalen Teil und interessiert sich vielmehr an den Auswirkungen des Krieges. Der Zuschauer wird somit an seiner verletzbarsten Stelle getroffen und nimmt die Nachricht des Films besonders intensiv, rein, ehrlich und unverdorben auf. Das ist ohne Frage Kino, das weh tut.
An der Front hat Joe Bonham (Timothy Bottoms) seine Arme und Beine verloren und sein Gesicht entstellt. Er ist somit sein Leben lang ans Bett gefesselt, kann sich nicht bewegen und scheint nicht kommunizieren zu können. Hat sein Leben noch irgendeine Bedeutung? Zwanghaft versucht er sich an Träume und Erinnerungen zu klammern und scheint sich in ihnen zu verlieren.
"Johnny Got His Gun" ist eine zutiefst emotionale Geschichte und wohl einer der eindrucksvollsten Antikriegsfilme, der leider, und zu meinem Unverständnis, viel zu unbeachtet bleibt. Anschauen.

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König_Lustig

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film lief heute Abend auf dem Sender zdf.kultur und ja was soll ich sagen?!?

Fassungslos, ich bin einfach Fassungslos...

...
...
...

...mir fehlen auch jetzt noch so richtig die Worte, ich konnte das gesehene für mich persönlich noch nicht verarbeiten und werde noch einige Zeit über diesen Film nachdenken, denn Er hat auf mich gewirkt wie eine Bombe die in meinem Hirn explodiert ist, ich habe mit Johnny gefühlt und geweint und das schreibe ich als 28 Jähriger!

So etwas grausames habe ich noch nie in meinem Leben gesehen!

Ich war ja schon vor dem Film gegen jede Art von Krieg aber dieser Film hat meine Synapsen wieder zum glühen gebracht...

Ich stimme einem meiner Vorposter zu, dieser Film sollte nein, er muss in den Schulen als Unterrrichtsmaterial aufgenommen im Klassenkollektiv geschaut und wenn möglich auch darüber diskutiert werden!

Er war so intensiv und glaubhaft erzählt, heftig, einfach nur heftig! Denn jeder Krieg läuft so ab, es gibt keine Gewinner nur Verlierer!

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Jack_Torrance

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Bewertung7.0Sehenswert

Dalton Trumbo zeichnet eine vom Krieg gezeichnete, deprimierend kalte Welt. Der Mensch wird als Individuum nicht mehr beachtet, sondern nur als ein existierendes Wesen, nicht mehr. Dies gilt aber nur, wenn der Film schwarz-weiss ist. Die Farbsequenzen sind bewusst übertrieben idyllisch gezeichnet, denn bei Johnnies Schicksal sind auch seine Rückschläge wundervolle Erinnerungen. Als sich am Ende doch Hoffnung in Form der Krankenschwester anbahnt, verfliegt diese Hoffnung aber durch das Militärregime schnell. Die Schlussworte dieses Films "SOS ! Help me !" werden bei mir wohl immer im Gedächtnis bleiben. Ein eindringlicher, deprimierender Film !

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THE_JUDGE

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein ziemlich krasser Film, auch wenn man es am Anfang noch nicht erahnt. Die Intensität des Films steigert sich soweit, dass man es am Ende kaum noch aushält. Man darf sich vom Anfang des Films und den recht zähen, und auch teilweise störenden, bunten Rückblenden nicht stören lassen. Wenn ich mich recht entsinne werden sie gegen Ende ein wenig spärlicher gesäht. Johnnys Kommunikation mit der Außenwelt hat mich ein wenig an "Schmetterling und Taucherglocke" erinnert. Das Ende ist glaube ich eines der besten Film-Enden die ich bisher gesehen habe. Sehr, sehr intensiv. Die dezente Instrumentalisierung, die düstere Optik und der, der Einsamkeit und Dunkelheit überlassene Johnny zehren schon ziemlich an den Nerven. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben. Kriegsbrutalität mal jenseits des Schalchtfelds.

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Molle

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Bewertung7.5Sehenswert

Kann man einen Film dafür kritisieren, dass er so authentisch ist, dass einem schon nach 30 Minuten die Lebensfreude flöten geht? Eigentlich nicht. Dennoch bleibt bei "Johnny got his gun" der bittere Geschmack: hier meinte es einer besonders gut mit dem Zuschauer. Einmal gucken reicht, danke.

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Tyler

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Bewertung9.0Herausragend

Johnny got his gun ist einer dieser Filme, bei denen sich das meisste Grauen im eigenen Kopf abspielt, und man sich anschliessend wünscht, ihn sich niemals angesehen zu haben, auch wenn er wirklich sehr gut ist. Ein erschütternder, unerträglicher und depremierender Antikriegsfilm, der sich diese Bezeichnung wirklich verdient hat.
Man möchte den Fernseher anschreien oder irgendwann einfach nicht mehr hinsehen. Hinhören. Das Schlimmste mag noch nichtmal die selbstgefühlte Hilflosigkeit sein, sondern das ständige Grübeln über das "was wäre wenn"
Einerseits möchte ich diesen Film wirklich niemandem empfehlen, anderseits sollte man ihn doch gesehen haben...
Ich wünschte, ich hätte mir den Film nicht angesehen.
Das "SOS. Help me." verfolgt einen.

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Mr Vincent Vega

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Ja!


König_Lustig

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Du sprichst mir aus der Seele!!!! Ich verdamme es aber gleichzeitig bin ich auch "froh" dieses Antikriegsdrama heute gesehen zu haben. Obwohl der Film schon etliche Jahrzehnte alt ist, ist Er für mich das beste Film gegen den Krieg der je gedreht wurde!!


paexorette

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Bewertung10.0Herausragend

Trumbo gelang es, sein Buch filmisch adäquat umzusetzen!

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Schlegel

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Bewertung9.0Herausragend

Tatsächlich: Ein Antikriegsfilm.

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Bradbury

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Bewertung9.0Herausragend

Schockierender Antikriegsfilm, wahrscheinlich der Beste überhaupt. Qualvoll unerträglich, das Ende absolut deprimierend.

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JimiHendrix

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr harter Anti-Kriegsfilm, der zu bewegen weiß, auch wenn er nicht im Krieg spielt, sondern seine Folgen zeigt.

Dieser Film behandelt heutzutage unbewusst auch Themen wie Patientenverfügungen und Sterbehilfen.

Grade das Ende weiß zu schockieren.

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Schokokueken

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

konnte ihn gar nicht bis zum Ende sehen

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König_Lustig

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...glaube ich Dir, ich selbst habe es kaum ausgehalten!!


AlainDelon87

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Bewertung9.0Herausragend

Ziemlich schockierender Anti-Kriegsfilm der wohl neben "Im Westen nichts neues" der einzige Film seiner Art ist, der es schafft die Greueltaten des 1. Weltkriegs so anschaulich zu dokumentieren.

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Rotfuchs

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein überaus ergreifender, schockierender und genial umgesetzter Anti-Kriegsfilm. Nicht nur der Krieg, sondern auch die Euthanasie werden hier thematisiert. Gibt es etwas schlimmeres im Leben, als derart verkrüppelt dahin zu vegetieren?

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Ferdinand

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Bewertung10.0Herausragend

Das Buch war schon erschütternd und unglaublich fesselnd. Vergleichbar mit "Im Westen nichts Neues" von Remarque und "Heeresbericht" von Edlef Köppen. Prima, dass hier der Buchautor auch den Film umgesetzt hat. Ein Garant dafür, dass keine typischen Hollywood-Geplänkel die Handlung negativ beeinflussen. Das Ganze gehört, in welcher Form auch immer, in die deutschen Lehrpläne!

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König_Lustig

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Ja und das zu 100%!!!


Alecprime

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaublich harter Anti-Kriegsfilm. Das ganze Grauen wird in Metallicas Video "One" nur angedeutet.

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