Julia

Julia (1977), US Laufzeit 116 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.01.1978

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Kritiker
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2 Kommentare
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von Fred Zinnemann, mit Jane Fonda und Vanessa Redgrave

Julia handelt von der Schriftstellerin und Drehbuchautorin Lill Lillian Hellman, die nach langen Jahren ihre Jugendfreundin Julia (Vanessa Redgrave) wiedersieht, zu der sie in der Vergangenheit lediglich in Briefen Kontakt hatte. Als Lilian zu einem Schriftstellertreffen nach Moskau fährt, bittet Julia sie, einen Umweg über das faschistische Berlin zu nehmen. Sie soll Geld nach Deutschland schmuggeln, um damit den Kampf der Widerstandsbewegung gegen die Nazis zu unterstützen.

Julia gewann insgesamt drei Oscars und war für acht weitere Academy Awards nominiert. Ausgezeichnet wurden Nebendarsteller Jason Roberts, der den Schriftsteller und Lebensgefärten von Hellman Dashiell Hammett spielt und Vanessa Redgrave für ihre Darstellung der Titelheldin. Schließlich erhielt Drehbuchautor Alvin Sargent für seine Adaption von Lillian Hellmans autobiographischem Roman “Perfimento” noch die Auszeichnung für die beste Drehbuchadation.

Meryl Streep gab mit Julia ihr Filmdebut.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (2) — Film: Julia


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patcharisma

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Bewertung6.0Ganz gut

"Julia" (1977) - vom grossen Fred Zinnemann - ist ein zweiteiliges Kriegs-Kammerspiel-Drama, das meistens im engstem Interior spielt, und das wird irgendwann nicht mehr toll für den kulturell offenen und interessierten Zuschauer. Bei Erscheinen damals war der Film gar ein Indie-Geheimtipp und Erfolg in den kleinen Kinos. Im ersten Drittel begleitet man hier die tolle, (aber fast zu) superschöne und modisch à la Diven-Kultur der 40er, durchgestylte Jane Fonda auf dem Zenit ihres Schauspielkönnens im Zug auf ihrer Fahrt über die deutsche, abgeriegelte Grenze mit überrot geschminkten Lippen bei allerlei widerlichen Ungemütlichkeiten, die ihrer Jugend-Brieffreundin (Vanessa Redgrave) geschmuggeltes, in einer Pelzmütze eingenähtes Geld, für ihren Widerstandskampf gegen die Nazis überbringen will. Das ist hochspannendes Kino im engsten (Eisenbahn-)Raum und einfach nur grossartig.

Als das überstanden ist, trifft sie leider in der Konsequenz dann auch diese titelgebende Julia, die (selbstverliebte) Madame Vanessa Redgrave mit amputierten Bein (die vorallem mit ihrem Autonom-Palästina-Engagement und Israel-Feindlichkeit Schlagzeilen machte, statt mit der Schauspielerei) in einer schummrigen Bar in Berlin beim Hauptbahnhof und ab dann ist die Luft in dem Film leider raus. Ab dann gibt's nämlich moralisierende, belehrende und leider substanzlose Zwiegespräche bei Kaffee und farbigen Drinks, die einfach nicht mehr packen wollen und das war's denn grad auch.
Aber ansehen kann man sich den Film ja schon mal, denn die beschönigende und auch modisch aufgemotzte (Kriegs-)Aesthetik hat gewiss eine Faszination. Die sieht man auch auf dem Filmplakat, das eines der schönsten aller Zeiten ist.

Fazit der Halb(-garen)-Thriller/Halb-Soap-Opera-Odyssee: Jane Fonda Top - Vanessa Redrave Flop, und das schäbige Drehbuch lässt massiv zu wünschen übrig! xD

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Gustav

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Bewertung3.0Schwach

Der Anfang ist ganz nett, wenn Jason Robards in der Rolle des Dashiell Hammet zynische Kommentare zur Zeitgeschichte der 30er Jahre abgibt. Später gibt's aber nur noch eine Schmonzette mit guten pazifistischen emanzipierten Frauen im Kampf gegen böse Nazi-Männer.

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patcharisma

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Na so schlimm ist es nun auch nicht! xD
Happy 2011, Gustav!