L.A. without a Map

L.A. without a Map (1998), GB/FI/FR
Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 16.09.1999

admin edit edit group memberships sweep cache
7.0 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8 Community
65 Bewertungen
6 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Mika Kaurismäki, mit Steve Huison und Julie Delpy

Eine Hollywoodschauspielerin hat während eines Besuchs in einer kleinen Stadt in Nordengland ein Abenteuer mit dem örtlichen Leichenbestatter, der auch die Todesanzeigen der Lokalzeitung verfasst. Nach ihrer Rückkehr nach Hause, wo sie als Kellnerin arbeitet, erzählt sie jedem von dem gutaussehnden “Schriftsteller”, den sie auf ihre Reise getroffen hat. Dummerweise will der sie unbedingt besuchen…


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: L.A. without a Map

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
5.5Geht so

Das ist nett anzuschauen, freilich hätte man sich öfters etwas weniger Klischees, etwas mehr Nachdenken gewünscht. Wenig ist gegen den Film zu sagen, aber auch nicht besonders viel für ihn. Im Kino ist alles in Ordnung, weil nicht klar ist, was noch passieren wird. Ist es dann passiert, und der Film aus, bleibt ein schales So what?-Gefühl. Dabei hat die Geschichte durchaus öfters das Potential, sich in eine Tragödie zu verwandeln. Vielleicht weil der Europäer Kaurismäki einem Film über Hollywood auch ein entsprechendes Ende geben wollte, schlug er sich schließlich doch auf die Seite der Komödie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Hollywood küsst und schlägt dich. Bruder Mika kopiert den Ari und feiert das exportierte europäische Kino in dieser dialog- sowie zitatreichen und sympathisch besetzten Komödie. Beißende Seitenhiebe auf die Traumschmiede Hollywood, der vielleicht lässigste Auftritt von Johnny Depp als fleischgewordenes Poster, zahlreiche Cameos und Filmsätze wie "Sogar meine Maniküre will Tarantino sein" machen aus "L.A. Without A Map" vielleicht kein Meisterwerk, aber ein wahres Indie-Sahnestück.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (4) — Film: L.A. without a Map

Kommentar schreiben
Sortierung

Xebeche

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ob L. A. without a Map in erster Linie eine romantische Komödie mit Hindernissen erzählt oder mehr eine Liebeserklärung und Kritik zugleich an das Kino sein soll, darf man wohl guten Gewissens dem Rezipienten selbst überlassen. Dass Mika Kaurismäki, wie auch sein bekannterer Bruder Aki, das Kino an sich liebt, ist nicht zu übersehen. Im Wortsinne. Es ist das Independentkino, das Kino der Autorenfilmer und das Kino des alten Hollywood, wie es die - in die Story manchmal eingebundene, manchmal nur blanke - Präsentation von Filmpostern, die die Zimmerwand Richards zieren, erkennen lässt. Wenn Johnny Depp aka William Blake vom "Dead Man"-Poster herab durch ein leichtes Drehen des Kopfes Richard Hinweise auf seinem Weg zur Angebeteten zeigt oder die vielleicht berühmteste Szene aus Hitchcocks Vertigo "zitiert" wird und damit Richards Gemütszustand beschreibt, wirkt das alles sehr charmant und skurril, täuscht aber nicht über die zwar deutliche, aber eher belanglose Form hinweg, mit der Mika Kaurismäki sich in seinem Werk als Filmliebhaber erweist. Seine Spitzen gegen die auf rein kommerziellen Erfolg bedachte Maschinerie Hollywood sind auch bestenfalls als charmant und harmlos zu bezeichnen, jedenfalls weitab von Subtilität, Subversivität oder nennenswerter Ironie. Vielleicht auch ein wenig zu klischeebehaftet, wobei das aber durchaus intendiert sein kann. Gefällig sind die Auftritte des "echten" Johnny Depp und von Anouk Aimée sowie die guten Darstellerleistungen. Julie Delpy, deren Rolle zwar kein Cameo ist, aber doch ein wenig Julie Delpie as herself (stellvertretend für den Schauspielerberuf) zu sein scheint, darf man neben Vincent Gallo besonders hervorheben. Die Liebesgeschichte zwischen Richard und Barbara ist in lockerer Komik und sanfter Tragik und ohne Gefühlsduseleien inszeniert, scheint jedoch ein wenig sprunghaft, ohne selbst genau zu wissen, wohin der Film letztendlich führen soll. So meint man am Ende auch, der Film hätte das Potenzial zu Höherem gehabt, wenn Kaurismäki dem Ganzen mehr Tiefsinn verliehen hätte. Man sollte sich weder abschrecken lassen, noch Erwartungen stellen aufgrund der Tatsache, dass er sowohl Filme seines Bruders als auch Jarmuschs würdigt, denn Stil und Narration sind eher klassischen Strukturen folgend und geredet wird ungefähr soviel wie in allen Werken der beiden zusammen. Auch wenn er vielleicht etwas anderes sein möchte, bleibt er daher ein eher konventioneller Film, der durch nette Einfälle punktet und allenfalls noch Lust macht, mal wieder den einen oder anderen Klassiker zu sehen. Oder einen Aki-Film. Oder einen Jarmusch! ;)

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xpander

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Naja, war halt nich meine Zeit. Einer von vielen IndiFilmen der Neunziger. Eher mager. Highlight: Anouk Aimèe spielt sich selbst und schaut sich im Kino ihren großartigen "Lola das Mädchen aus dem Hafen" an.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

russell

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

ein hinreißend gut aufgelegter vincent gallo und die toll mit ihm harmonierende julie delpy machen diesen film sehr sehenswert.
leider sind die beiden nur die zweitwichtigsten personen des films und daher nicht durchgehend zu sehen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

doctorgonzo

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Neulich erst gesehen: schön, nicht umwerfend.Werd ich sicher irgendwann mal wieder sehen und mich freuen, aber ohne mir ein Bein auszureißen, um ihn nicht zu verpassen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch