Momo
Momo (1986), DE/IT Laufzeit 101 Minuten, FSK 6, Komödie, Fantasyfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 16.09.2004
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650 Bewertungen
13 Kommentare
Keine
von Johannes Schaaf, mit Radost Bokel und Mario Adorf
In der Welt des Waisenmädchens Momo (gespielt von Radost Bokel) hat plötzlich niemand mehr Zeit. All ihre Freunde sind von der Idee besessen, scheinbar unproduktiv genutzte Zeit für ein längeres Leben anzusparen. Doch Zeit kann man nicht sparen und tatsächlich sind es die mysteriösen grauen Herren (u.a. Armin Mueller-Stahl), die Vertreter der Zeitsparkasse, die den Menschen die Zeit stehlen und diese für ihre eigenen Zwecke nutzen. Mit nur einer Stundenblume in der Hand und der Unterstützung der Schildkröte Kassiopeia stellt sich Momo mutig dem Heer der grauen Herren, um den Menschen die Zeit und ihre Lebensfreude zurückzugeben.
Momo ist die Literaturverfilmung von Michael Endes gleichnamigen Märchenroman, der im Jahr 1973 erschien. Das Buch Momo wird weitläufig als zeitlose Parabel auf das Leben angesehen, in der Kritik an der modernen Konsum- und Leistungsgesellschaft geübt wird, in der Produktivität und Effizienz an erster Stelle stehen. Autor Michael Ende bestätigte, das er mit Momo implizit das Motto ‘Zeit ist Geld’ an den Pranger stellen wollte.
Unter der Regie von Johannes Schaaf, der auch für das buchgetreue Drehbuch mitverantwortlich ist, und der kritischen Aufsicht von Ende selbst, wurde Momo in Rom gedreht. Ende war, im Gegensatz zu der Verfilmung von Die unendliche Geschichte, so zufrieden mit der Umsetzung von Momo, das er selbst eine kleine Statistenrolle im Anfang des Films übernahm. Für die damals elfjährige Radost Bokel war Momo ihre erste Filmrolle überhaupt. (JW)
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Cast & Crew
- Genre
- Komödie, Märchenfilm, Science Fiction-Film, Fantasyfilm
- Zeit
- Zeit
- Ort
- Fantasiewelt, Fiktiver Ort
- Handlung
- Alter Mann, Bedrohung, Freiheit, Gesellschaftskritik, Kind, Kindlicher Held, Kultur, Märchen, Phantasie, Rauchen, Schildkröte, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Suche, Verfolgungsjagd, Vergänglichkeit, Wirtschaft, Zeitmangel, Zeitstillstand, Zigarre
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Kommentare (12) — Film: Momo
annaberlin Sun, 28 Oct 2012 10:44:51 -0000
Kommentar löschenAch Momo. Alleine für das Casting dieses Mädchens müsste es schon 10 Punkte regnen. Momo heute zu schauen, versetzt einen wundervoll in die 80er zurück. Michael Ende ist der Gott der Kinder- und Jugendliteratur.
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Basilikum Sat, 01 Sep 2012 09:19:30 -0000
Kommentar löschenIch kannte die Geschichte um das Waisenmädchen Momo und die grauen Herren in ihren Grundzügen schon und dachte, hey, die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Leider kann dieser Film in keinster Weise überzeugen oder gar Spannung aufkommen lassen. Die Geschichte wird nicht flüssig erzählt, sondern erscheint wie eine Aneinanderreihung von Handlungssträngen ohne gekonnten Übergang. Die schauspielerischen Fähigkeiten lassen auch stark zu wünschen übrig und Alles in Allem ist Langeweile vorprogrammiert. Das einzig Positive sind die (für die Zeit) passablen Effekte.
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leah-wallace Sat, 21 Jan 2012 19:34:26 -0000
Kommentar löschenvölkisch- strukturell antisemitische kackscheiße, wenn ich mich richtig erinnern kann. "die grauen männer" die verschworene gemeinschaft, die uns die zeit wegnehmen will?
memo an m. ende: willkommen in der zukunft, kraut!
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leah-wallace Sun, 22 Jan 2012 00:05:38 -0000
Antwort löschendas ging jetzt schnell *g*
tja, die problematik hat sich mir aufgedrängt, "die grauen männer" sind ein beliebte vergleich meiner mutter, für die probleme die sie mit der gesellschaft hat. in einer diskussion über den begriff "graue männer" begann es mir zu dämmern, und ich googelte meinen verdacht.
der bahamas artikel ist das einzige, was dazu zu finden ist - er ist halt etwas verwertmüllert, aber ich werd mir das buch nochmal durchlesen müssen...
Louisaw Thu, 22 Mar 2012 02:45:20 -0000
Antwort löschenIch kenne nur das Buch, aber ich habe die ganze Sache mit den grauen Männern immer als Kapitalismuskritik gesehen...
Louisaw Thu, 22 Mar 2012 02:55:46 -0000
Antwort löschenIch habe den Artikel gelesen und es ist eindeutig quatsch. Es gibt kein einziges haltbares Argument dafür, dass Endes GEschichte antisemitische Züge hat. Man kann auch überall Mist hinein interpretieren wenn man möchte...
Deep Ford Sat, 07 Apr 2012 09:41:22 -0000
Antwort löschenKann Louisaw nur zustimmen, die Argumente in dem zitierten Artikel sind an den Haaren herbeigezogen. Die Gleichsetzung von Kapitalismuskritik mit Antisemitismus erfolgt nicht aus einer Argumentation heraus, sondern aus einem diffusen Bauchgefühl.
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Tyrannia Tue, 08 May 2012 09:25:01 -0000
Antwort löschenMöchte hier auch noch ne Lanze für Momo brechen und mich Louisaw und Deep Ford anschließen. Habe meine Magisterarbeit über Endes Kinderbücher geschrieben und kann über den von dir getätigten Interpretationsansatz nur staunen!!!
By the way:
Edgar Ende, M. Endes Vater war ein surrealistischer Künstler und wurde unter den Nazis verboten, da seine Bilder zur "entarteten Kunst" zählten. Im Freundeskreis der Endes fanden sich viele, die vor den Nationalsozialisten ins Ausland fliehen mussten (sofern sie dies noch konnten); Michael Ende selber fand sich Ende des Krieges mit 16 Jahren in einer Untergrundbewegung wieder, die versuchte, München kampflos den Amerikanern zu übergeben.
Also antisemitische Tendenzen kann man dem Autor nicht unterstellen!!!!
Ich empfehle das Lesen von Jim Knopf und das sich darauf beziehende Buch von Julia Voss mit dem Titel "Darwins Jim Knopf".
der cineast Sat, 09 Mar 2013 17:37:58 -0000
Antwort löschenFinde ich sehr interessant, Tyrannia. Kann man Deine Magisterarbeit irgendwo einsehen? Würde mich sehr interessieren.
Oskar Gleit Tue, 12 Jul 2011 11:48:13 -0000
Kommentar löschenDas waren noch Zeiten damals, als ich Momo im Kino gesehen habe, gab´s ein Panini Sammelalbum und 2 Tütchen dazu. Kostenlos !!!!
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Simonius Sun, 20 Mar 2011 22:10:19 -0000
Kommentar löschenfands als kind echt sehr spannend und abgedreht
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mazinger Wed, 27 Oct 2010 19:10:10 -0000
Kommentar löschenEiner meiner Lieblingsfilme aus meiner Kindheit. Hat mich früher fasziniert und auch heute finde ich den Film immer noch sehr kreativ und anspruchsvoll! Allerdings würde
ich Ihn meiner 6 Jahre alten Tochter bestimmt noch nicht zeigen! Dafür sind die grauen Herren einfach zu unheimlich und der Film im allgemeinen zu strange!
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Filmkenner77 Wed, 29 Sep 2010 17:18:10 -0000
Kommentar löschenFür Momo konnte ich mich nie so recht begeistern. Einfach nicht so mein Fall.
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Lucifer Wed, 13 Jan 2010 18:18:34 -0000
Kommentar löschenFand den Film als Kind schon scheisse.
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Deep Ford Sun, 07 Feb 2010 13:24:38 -0000
Antwort löschenEcht jetzt! Immer diese Kackfilme, wo niemand erschossen wird. :-)
Deep Ford Wed, 30 Dec 2009 12:21:45 -0000
Kommentar löschen"Niemand schien zu merken, daß er, indem er Zeit sparte, in Wirklichkeit etwas ganz anderes sparte. Keiner wollte wahrhaben, daß sein Leben immer gleichförmiger und immer kälter wurde. Aber Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.
Und je mehr die Menschen daran sparten, desto weniger hatten sie."
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AylaView Sat, 12 Dec 2009 09:01:06 -0000
Kommentar löschenUnvergesslich mit dem schönsten Lockenkopf der Filmgeschichte.
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nurleben Fri, 05 Dec 2008 22:58:34 -0000
Kommentar löschenWunderbare Umsetzung des zeitlosen :D kraftvollen Märchens
[Diese Rezension habe ich zuvor schon bei Amazon veröffentlicht.]
Momo ist eins meiner Lieblingsbücher, ich weiß nicht, wie oft ichs schon gelesen habe, diese einfache Geschichte über Freundschaft und Schönheit und Spaß und Tanzen und Spielen und, ja, Zeit wohl auch :D, hat mich immer wieder aufs neue und immer wieder anders berührt, ganz da drinnen ...
Ich kann nicht sagen ob ich den Film schonmal gesehen habe, ich kann mich nicht sicher dran erinnern. Ich hatte jedenfalls Angst, dass er mir nicht gefällt.
Aber schon in den ersten Minuten wich diese Angst einer Begeisterung, einem wahren Gefühlssturm, der mit den Wendungen der Geschichte hin und herstürmte und schöne Tiefen auch gar erreichte wie es akke meine Lieblingsfilme so an sich haben :).
Die Geschichte ist da, der Film erzählt die gleiche Geschichte, anders zwar, aber die gleiche, wunderbare Geschichte, mit den gleichen, wunderbaren Szenen, jedenfalls die schönsten ...
Momo, wie sie zuhört, wirklich, mit dem Herzen, zuhört, und durch ihr Dasein Veränderungen beflügelt, die Kinder, wie sie spielen, auf einem Forschungsschiff zu reisen, eine wahre Ode an das Spielen, die Fantasie an sich, und die Szene im Film, wo ich wohl am hesftigsten geweint hab, weil das einfach so schön und so freudig ist, unbeschreiblich ...
Und die berühmten Worte von Beppo Straßenkehrer Atemzug, Schritt, Besenstrich; Atemzug, Schritt, Besenstrich; und plötzlich ist die ganze Straße fertig, aaach :).
Kurzum: Ich liebe diesne Film und bin sehr froh, ihn in der Bibliothek entdeckt zu haben, ich kann ihn allen nur wärmstens empfehlen, denen es nach gut erzählten Geschichten hungert, solange sie selbst grad keien kochen können ;).
Die Filmmusik ist auch wunderbar, ich werd mir mal dne Sounddtrack per eBay holen, bei Amazon ist er maßlos überteuert.
Danke an die Filmemacher für diese wunderbare Filmumsetzung und danke natürlich auch an Michael Ende für diese wunderbare Geschichte über soviel mehr als die Zeit :).
P.S.: Der Kopf findet auch bei mir einige Kritikpunkte bezüglich Umsetzung/einigen Kürzungen, doch das Herz freut sich einfach nur maßlos ;) über den Film, und das ist das wichtigste :).
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dAShEIKO Fri, 17 Aug 2007 13:10:10 -0000
Kommentar löschenGanz nett für Kinder
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