Nackt unter Wölfen

Nackt unter Wölfen (1963), DE
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.11.1967

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7.7 Kritiker
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von Frank Beyer, mit Erwin Geschonneck und Armin Mueller-Stahl

Die berühmte Frank-Beyer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bruno Apitz handelt von einem kleinen Jungen, der im Ghetto geboren wurde und – versteckt in einem Koffer – ins Konzentrationslager Buchenwald kam und gerettet werden konnte, weil die Lagerinsassen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. In einem hervorragenden Ensemble großer Darsteller spielt ein beeindruckender Armin Mueller-Stahl mit einer herausragenden Darstellung eines gepeinigten, aber dennoch hoffnungsvollen Menschen.

Handlung

Einige Wochen vor der Befreiung kommt der Pole Jankowski (Bolesław Płotnicki) mit einem Transport ins KZ Buchenwald. Er trägt einen Koffer bei sch, diesen will er nicht aus der Hand geben. Die in der Effektenkammer arbeitenden Häftlinge Pippig (Fred Delmare) und Höfel (Armin Mueller-Stahl) erschrecken, als sie ein Kind in dem Koffer entdecken.

Das Kind zu verbergen ist äußerst schwierig und es gefährdet die Arbeit der illegalen Wiederstandsgruppe. Nachdem das Kind mehrere Tage erfolgreich versteckt wurde, entscheidet der Leiter der illegalen KP-Organisation gegen sein Gewissen, das Kind und den Polen mit dem nächsten Transport ins Vernichtungslager zu schicken. Der Lagerälteste Krämer (Erwin Geschonneck) läßt es jedoch nicht zu und er findet viele Helfer, die der SS die Stirn bieten und der Menschlichkeit zum Sieg verhelfen.

Wissenswertes
Als Vorlage für den Film diente Bruno Apitz Roman Nackt unter Wölfen.
Der Film erhielt beim III. Internationales Filmfestival Moskau / UdSSR 1963 den Silberpreis für die beste Regie an Frank Beyer.

Weiterführende Informationen
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Cast & Crew


Kommentare (5) — Film: Nackt unter Wölfen

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Keky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Würdige Literaturverfilmung!
Dieser Film ist zwar schon sehr alt, aber immernoch aktuell und sehenswert. Er gibt Einblicke in das oft schreckliche Leben des zweiten Weltkriegs. Die Grausamkeiten von Folter und Demütigung dem Zuschauer unter die Haut gehen zu lassen, ohne explizite Gewaltdarstellungen darstellen zu lassen, beweisen die durchgehend herausragenden Schauspieler, denen ihre Ängste und ihr Horror in den Verhörbunkern am Gesicht abzulesen sind.
Die Geschichte um ein Kind, das plötzlich auftaucht und in vielen Menschen Emotionen auslöst, ist spannend und überzeugend. Ich würde mir den Film durchaus nochmal ansehen. Es wird das traurige, richtige Leben gezeigt und kein bisschen Hollywood-Kitsch! Das finde ich besonders gut.
Ein Schwarzweiß gedrehter Film von Bruno Apitz gleichnamigen Roman "Nackt unter Wölfen von 1958", wird so wiedergegeben, wie es Bruno Apitz wollte. :)
Ein unbedingt empfehlenswerter Film. ;)

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turin2609

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin doch etwas überrascht, das einer der berühmtesten Filme der DEFA so wenige Bewertungen und Kommentare aufweist.
Die Geschichte selbst ist von Anfang bis Ende konsequent inszeniert und gewährt teils beklemmende Einblicke in das Lagerleben und was Menschen zu tun im Stande sind, wenn ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. Hinzu kommt ein hervorragendes Schauspielerensemble, welches die Tragik und Zerrissenheit der Figuren glaubhaft vermittlen kann.

Eine größere Bekanntheit unter den Moviepiloten wäre jedenfalls wünschenswert.

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Jason Bourne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ergreifender Fim bis zum Schluss.

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sicherlich ein sehenswerter Film zum Thema.

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Duphraine

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehenswerter (schwarzweiß-) Film, der den Zuschauer gut an die Hand nimmt und durch ein (damals noch weniger ausgeleiertes und) schwieriges Thema führt. Der Kern der Geschichte (mit leichten Abwandlungen nach einer wahren Begebenheit) geht durchaus nahe.
Inhaltlich wird ein dramaturgisch interessanter Kontrast zwischen Menschlichkeit und Menschenverachtung gezeichnet.
Technisch überzeugt der Film ebenfalls durch gute Regie und Kameraführung, sowie hervorragende Darsteller.

Ps.: Die propagandistische Tendenz (DDR), die Film und Roman hin und wieder nachgesagt werden, habe ich so nicht wahrgenommen (ist nun aber auch schon ein paar Jahre her).

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