Palindrome

Palindromes (2004), US
Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.04.2005

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6.4 Kritiker
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von Todd Solondz, mit Stephen Adly-Guirgis und Walter Bobbie

Das zwölfjährige Mädchen Aviva Victor hat nur eines im Sinn, nämlich Mutter zu werden. Sie unternimmt alles, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Es gelingt ihr auch beinahe, wären da nicht ihre Eltern, die ihr im letzten Moment doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Daraufhin läuft Aviva von Zuhause weg, immer noch fest entschlossen, auf die eine oder andere Weise schwanger zu werden. Stattdessen jedoch landet sie unversehens in einer anderen Welt, die zwar vielleicht etwas unheimlich ist, in der sich aber allerlei seltsame Möglichkeiten auftun. Am Ende dieser so ungewöhnlichen Reise lässt sich kaum sagen, ob Aviva jemals wieder die gleiche sein wird – oder ob sie umgekehrt jemals eine andere als immer nur die gleiche wird sein können. Ein Mädchen, das sich danach sehnt, immer einen Menschen zu haben, den es lieben kann.

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Kritiken (3) — Film: Palindrome

Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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6.5Ganz gut

In seinen Erläuterungen zu Avivas Geschichte bekennt Solondz: "Kunst also hat überhaupt keinen Sinn, wenn sie nicht verändern will." Dieser Wille, zu verändern, war noch nie so stark wie hier. Aviva muß, unabhängig davon wer sie nun spielt, immer die gleiche bleiben, schließlich ist sie weniger eine Figur als ein Inbild von Verständnis und Liebe. Dieses Verständnis und diese Liebe zu Menschen, deren Handlungen zunächst abscheulich erscheinen mögen, will Solondz in uns allen wecken.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

In seinem bewusst den guten Geschmack provozierenden Film setzt sich Todd Solondz ( Willkommen im Tollhaus ) vielschichtig und schonungslos mit dem Thema Abtreibung und Mutterschaft in den USA auseinander. Der Film entlarvt fanatische Abtreibungsgegner/innen und Pseudo-Lebensschützer/innen in ihrem bigotten Heuchlertum, wenn sie die Abtreibung als Mord brandmarken, selbst aber zu Mordenden werden. Auch geht es um Doppelmoral und Scheinidylle in religiösen Sekten, die ihre Augen vor der Realität verschließen, beispielsweise vor Müllhalden mit verhungerten Babys unmittelbar neben ihrer Gemeinde.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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6.0Ganz gut

Man muß Regisseur Todd Solondz, dem international bekanntem Fachmann für alles nachhaltig Sonderbare, schon fast dafür bewundern, daß ihm mit "Palindrome" wieder ein herrliches Werk einwandfrei verstörender Filmkunst gelungen ist. [...] Wer allerdings zynische Scherze mag, bekommt eine Menge zu lachen.

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Kommentare (2) — Film: Palindrome

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Erzählweise lässt diese abstruse Groteske fast als Episodenfilm durchgehen, auch wenn sich am Ende einige Handlungsfäden zusammenfügen lassen. Der weitaus größte Teil dieses typisch amerikanischen Mosaiks beschäftigt sich mit einer Aneinanderreihung von Taboos und will bewusst schockieren: optisch durch missgestaltete Figuren, ethisch durch Themen wie Kinderschwangerschaft, Abtreibung und Mord. Mit der Darstellung von fundamentalistischen Gläubigen wird der Film für uns zur Schmunzelklamotte, für Amerika (Bush-Country) zum Gegenstand ernsthafter, heftiger Diskussionen. Die Besetzung mit verschiedenen Darstellern für eine Rolle macht die Verwirrung komplett. Der anspruchsvolle Titel erregt zunächst Aufmerksamkeit, enttäuscht dann aber doch zusehends durch tränenreiche Diskussionen. Die Wirkung der Taboothemen verflacht und mit ihr auch das Interesse. In seiner andersartigen Radikalität ist der Film unangenehm, also nicht wirkungslos.

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spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein bizarres Geflecht von seltsam verwobenen Episoden aus dem amerikanischen Alltag. Die Solondz'sche Bissigkeit und tabubrechende Unterkühltheit ist aber nur in Ansätzen vorhanden.

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