Rat mal, wer zum Essen kommt

Guess Who's Coming to Dinner (1967), US
Laufzeit 108 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 21.03.1968

7.0 Kritiker
4 Bewertungen
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7.5 Community
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6 Kommentare
Rat mal, wer zum Essen kommt - Bild 25716
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von Stanley Kramer, mit Spencer Tracy und Sidney Poitier

Katharine Hepburn und Spencer Tracy, das innigste und zauberhafteste Filmpaar, als stolze Eltern einer wohlgeratenen Tochter, die ihren Mann fürs Leben zuhause vorstellen will. Sie haben gehört, dass er gut aussieht und ausgezeichnete Karriere-Aussichten hat, doch dann geschieht etwas Unerwartetes: Die beiden versuchen, sich wie einfühlsame, kultivierte Leute zu benehmen, doch es gibt eine Fülle von Problemen und Lächerlichkeiten, während sie herausfinden, dass sie wohl doch nicht so tolerant sind, wie sie dachten. Sidney Poitier spielt den Schwiegersohn in spe und Katharine Houghton die Tochter in Stanley Kramers tiefgründiger Darstellung von Vorurteilen und sozialen Schranken.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Rat mal, wer zum Essen kommt

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

Regisseur Stanley Kramer hat mit «Guess Who’s Coming to Dinner» nicht nur ein ethisch wertvolles Werk, sondern in erster Linie eine wunderbar bissige Liebeskomödie geschaffen, die auch 40 Jahre später nichts an Schwung eingebüsst hat.

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Kommentare (5) — Film: Rat mal, wer zum Essen kommt

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JimiHendrix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr intelligentes und scharfzünginges Poträt über die Probleme einer Mischehe.

Genrefrei kommt dieser Revoltismusstreifen daher, gewürzt mit einer Menge Satire.
Es baute sich regelrecht ein Spannungsbogen auf, der sich wie ein roter Faden durch den Film zog bis zum endgültigen Endschluss.

Die Thematisierung war zu dieser Zeit so ungemein wichtig, dass dieser Film einen besonderen Stellenwert einnehmen MUSS.

Grade schon die Tatsache, dass sich für die weibliche Hauptrolle, aus Angst vor schlechtem Image, keine Darstellerin finden ließ, die den fabigen Schauspieler Sidney Poitier küssen sollte, zeigt ja deutlich, wie es um die Meinung zu jener Zeit bestellt war.

Es knisterte ein paar mal verdammt stark, als die verschiedenen Pateien aufeinander trafen um zu beratschlagen, was jetzt wohl am Besten zu tun sein sollte.

Sidney Potier spielt wieder einmal weltklasse und glänz mit fabelhafter Mimik und sehr guten Dialogen.

Also dieser Film hatte von Anfang an eine besondere Atmosphäre und diese hielt bis zum Schluss auch an.

Was ein Glück, dass dieser Film gegen alle Wiederstände gedreht werden konnte!!!

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Blonder

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Bewertung9.0Herausragend

Als der Film Ende der Sechziger gedreht wurde, waren in den USA ständig Rassenunruhen und somit war der Film damals reines Dynamit. Aber auch in der heutigen Zeit hat die Geschichte kein bisschen Staub angesetzt und ist somit immer noch up to date. Im Film geht es nicht direkt um Rassismus, wie ich erst dachte, viel mehr geht es um die vielen kleinen Vorurteile gegen Mischehen. Um die immer noch aktuelle Thematik zu verstehen, muß man sich nur vorstellen, dass die eigene Tochter plötzlich einen Türken oder auch einen Farbigen mit nach Hause bringt. Dann würde nämlich fast jeder so reagieren wie Tracy in diesem Film. Der eigentliche Sinn der Geschichte ist, dass wir Menschen trotz unserer verschiedener Hautfarben alle gleich sind und dass jeder den heiraten darf den er auch liebt.
Gelungen finde ich, dass man auch die Vorurteile der Farbigen auf die Weissen sieht.

Katharine Hepburn spielt die Mutter der Braut, die am Anfang, als sie den Bräutigam zum ersten mal sieht, auch sprachlos ist. Aber dann im nach hinein zu ihrer Tochter hält, sie hat den Oskar in jeder Hinsicht verdient. Denn die Frau ist eine wahre Meisterin ihres Fachs. Spencer Tracy, der den Vater spielt ist gut wie immer, aber die Rolle ist ihm auch wie auf den Leib geschneidert. Die Idealbesetzung ist natürlich Sidney Poitier in der Rolle des Bräutigams. Poitier war nämlich der erste afroamerikanische Superstar Hollywoods.

Der Film besticht haupsächlich durch die messerscharfen Dialoge der Hauptdarsteller. Die Geschichte wird sensibel und mit leisem Humor erzählt. Es ist ein Film den jeder mal gesehen haben sollte, vielleicht wird man ja durch ihn verständnisvoller.
Ein kraftvolles Plädoyer für die Gleichheit und die Liebe.

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alanger

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schön!


Blonder

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Danke.


Sonse

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Bewertung9.0Herausragend

Was für ein Film! Glücklicherweise hat seine Geschichte schon eine ordentliche Patina angesetzt... Oder etwa nicht? Die Botschaft lässt sich mühelos auf sämtliche Vorurteile übertragen, die auch in der heutigen Gesellschaft noch üppig vorhanden sind.
Den Film muss man natürlich in seiner Zeit (1967) betrachten: Civil Rights Movement, Martin Luther King, die Rassenunruhen... Joey und Dr. Prentices Verbindung war gesetzlich noch in zahlreichen US-Bundesstaaten verboten - umso wichtiger war dieser Film. Katherine Hepburn und Spencer Tracey haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass er gedreht wird. Katharine Houghton, die die Tochter spielt, ist schauspielerisch der einzige Schwachpunkt des Films. Wenn ich mich nicht irre, war sie eine Nichte Hepburns. Man konnte keine berühmte Schauspielerin für den Part bekommen, weil alle Angst hatten, Sidney Poitier zu küssen bedeute das Ende ihrer Karriere. Houghton hatte nie vor als Schauspielerin Karriere zu machen und willigte ein.

Die Thematik aber mal ganz beiseite, dieser Film ist für mich ein Hepburn-Tracey-Film. "Old- yes. Burned-out- certainly, but I can tell you the memories are still there- clear, intact, indestructible, and they'll be there if I live to be 110" sagt Tracey als Drayton am Ende, er sollte nur 67 Jahre alt werden und 2-3 Wochen nach dem Dreh starb er. Tracey und Hepburn sind wohl eines der großen, wenn nicht DAS Schauspieler-Liebespaar überhaupt. Am Set kennen gelernt und angeblich ging der verbale Schlagabtausch gleich los... Hepburn: "I'm afraid I'm too tall for you, Mr. Tracy." Mankiewicz, der beide einander vorgestellt hatte entgegnete: "Don't worry, he'll soon cut you down to size." ;-) Die beiden waren bis zum Schluss unzertrennlich (on- & off-screen), obwohl sie niemals heirateten, stets getrennte Wohnungen hatten, immer eine zeitlang ihre eigenen Wege gingen und das ganze größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit hielten. Schließlich war ihre Liaison zu ihrer Zeit auch ein Skandal (Tracey war bis zu seinem Tod noch verheiratet)... So kann man mit Sicherheit behaupten, in diesem Film die beiden zu sehen, für ihre Rollen mussten sie sich nicht verstellen. Beide wussten, dass es Tracey schlecht ging und dies sein letzter Film, beider letzter Film gemeinsam sein wird. Hepburns Tränen während Traceys Schlussmonolog sind echt, wenn er u.a. zu seiner Filmtochter und ihrem Freund sagt: "(...) But you do know, I'm sure you know, what you're up against. There'll be 100 million people right here in this country who will be shocked and offended and appalled and the two of you will just have to ride that out, maybe every day for the rest of your lives. You could try to ignore those people, or you could feel sorry for them and for their prejudice and their bigotry and their blind hatred and stupid fears, but where necessary you'll just have to cling tight to each other and say "screw all those people! (...)"
Katherine Hepburn hat sich "Guess who's coming to Dinner" niemals angesehen. Sie konnte es nicht wegen Tracey. Sie hat was verpasst, aber wir können uns beider Vermächtnis zum Glück heute noch anschauen.

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pellekraut007

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Dito! Sehr genau erkannt... and well done! Bravo! (Interessante Hintergrunddetails!)


Sonse

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Wenn ich begeistert genug bin, dann recherchiere ich schon automatisch. :)


doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klasse gespielt und eine hervorragende Satire auf den weitverbreiteten latenten Rassismus, der nur rauskommt, wenn es einen direkt betrifft.

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Zuri

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zitat von Chekov aus Star Trek VI: "Rat mal, wer zum Essen kommt?"

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