Shakespeare in Love

Shakespeare in Love (1998), GB/US Laufzeit 122 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Komödie, Drama, Kinostart 04.03.1999

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6.6
Kritiker
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6.5
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41 Kommentare
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von John Madden, mit Joseph Fiennes und Gwyneth Paltrow

Vor etwa 400 Jahren lebte in England ein Schriftsteller mit dem Namen William Shakespeare. Ähnlich wie viele Autoren der “neuen” Medien in der heutigen Zeit, hatte auch er manchmal Probleme, einen guten Stoff für seine Werke zu finden. Dieser Shakespeare, der, wie seine heutigen Kollegen, manchmal unter einer geistigen Ladehemmung litt, verliebt sich dazu noch unglücklich in Viola, eine Tochter aus reichem Hause. Als Normalbürger und relativ unbekannter Künstler, hat er natürlich keine Chance, das Herz dieser Frau zu erobern.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Shakespeare in Love

Kubrick_obscura: CinemaForever

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4.5Uninteressant

Solche Filme bekommen Oscars. Traurig.

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Kommentare (39) — Film: Shakespeare in Love


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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unbekümmert haben die Autoren Authentisches und Fiktives zu einer geschmeidigen Kostüm-Satire vermischt. Voll mit Schwindel, Flunkereien und Eitelkeiten wird die Zunft des Theaters aufs Korn genommen. Drum herum ist das ganze stinkende London im Theaterfieber, vom Bettelknaben bis zur Königin. Der Spott auf die Theater-Gesellschaft lässt sich auf das Filmgeschäft übertragen, die unverfroren stereotype Liebesgeschichte ist eben zeitlos. Nicht Kleckern, sondern klotzen ist die Devise. Klischees werden nicht zart anzitiert, sondern fleißig aufgestapelt. Zur romantischen Wirkung des Filmes werden zwei Hauptdarsteller gereicht, die zu schön sind um wahr zu sein. Fiennes hat den Lidschatten pfundweise im Gesicht und die sonst zur Sprödheit neigende Gwyneth Paltrow darf als Viola, der Zofe nach ihrer Entjungferung ihre Begeisterung über die vergangene Nacht entgegen schleudern. Hemmungslos wurden die Chancen genutzt, Bettszenen mit Shakespeare-Zeilen zu unterlegen.
Das Spiel auf der Londoner Theaterbühne spiegelt das Geschehen, das der Film als 'richtiges Leben' ausgibt, wieder – ein formaler Trick, der zum Beispiel auch in "Die Geliebte des französischen Leutnants" von Karel Reisz oder in "Das Wunder von Mâcon" zu sehen ist.

"Shakespeare in Love" ist eine geistreiche Komödie, mit allerlei Shakespeare'schen Referenzen. Besonders hervorstechend sind die Kostüme, die großartige Ausstattung, das opulente Setting und die schöne Kameraführung. Dafür wurde der Film mit 13 Oscar-Nominierungen belohnt und mit letztendlich sieben ausgezeichnet. Bei den Darstellern fällt mir besonders positiv Geoffrey Rush als Theaterdirektor auf.

Ausgezeichnetes Amüsement, verpackt in einem liebevollen Konstrukt voll Witz und Romantik.

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JulianVanRheinfall

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich sind die Nebenfiguren viel interessanter als Will und Viola. Regisseur John Madden beweist viel Gespür für Timing und Atmosphäre, inszeniert manchmal zwar nur haarscharf, aber immer liebevoll, an sämtlichen Kitschklippen vorbei.

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Eponine07

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich LIEBE diesen Film! Er ist so wunderbar romantisch und so schön und so traurig! Die chemie zwischen Joseph Fiennes und Gwyneth Paltrow ist einfach perfekt! Der Film ist einfach sooo toll!!
Einziger Kritikpunkt ist Ben Affleck der in dieser Romeo & Julia Fassung Mercutio spielt, weil ich den jetzt nicht so super gut als Schauspieler finde. Aber ansonsten ist der Film einfach klasse!!!

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dilan.or.5

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich mag Shakespeare an sich sehr gerne und auch gegen Fiktive Storylines habe ich nichts, aber das ganze war zu "bemüht" um wirklich gut zu sein, schade :(

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craax

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Bewertung7.5Sehenswert

Endlich wieder einmal ein Film, der zeigt, was Kino kann und wofür es erfunden worden wäre,- gäbe es es nicht schon. Alles an diesem Film ist opulent – Besetzung, Story, Kostüme – und der Griff in die Vollen der großen Namen des Mythos.

Shakespeare,- was für eine Wahl ! von Mut, so nahe verwandt der Reue, bezeugt. Regisseur und Geschichtenlieferant trauen sich hier Einiges zu. Sicher -, natürlich ist dies wieder einmal keine historische dokumentarische Studie – natürlich nicht. Dies ist eine Filmwahl,- die nicht wenig verlangt,- und der Witz ist : sie bringt es.

Ein Film anhand von Shakespeare? Nun er benutzt einige festwurzelnde ‚Klischee‘vorstellungen über das „Elisabethanische Drama“, um sein eigenes Spiel damit zu treiben und aufzubauen. Dies ist ein Spiel mit dem Feuer: denn der Zauberlehrling, der sich leichthin darauf einläßt, muß damit rechnen, von den buchhaltenden Bescheidwissern der Zeit von nun an gemessen zu werden und sich messen lassen zu müssen. Shakespeare ist eine Ikone, die manchen lieb und wert ist und ihre Gralshüter in allen möglichen Ecken und Winkeln der Community aufzutreiben weiß: und all ihrem Befund muß der Film sich stellen; sowohl dem leichtfertigen Werkeltagsublikum, das wie zur Premiere des vom jungen Autor schließlich dem Leben abgerungenen Kunstdramas namens „Romeo und Julia“ ins Globe strömt -, wie auch demjenigen, der womöglich Marlowes „Faust“ den Hervorbringungen Shakespeares an die Seite zu stellen weiß,- und seinen Standpunkt in der einschlägigen Diskussion verorten kann, in der „Shakespeare“ in Wirklichkeit das Pseudonym eines hochadligen, im Hofmilieu kundigen-, der dubios-halblegalseidenen Teilhabe an der Randgesellschaft der fahrenden Künstlertruppen verbotenen,- Mannes von Stand war,- wie er etwa an der Person Shaftesburys eventuell festzumachen wäre. Nach dieser Theorie bezahlte ein derartiges hochdramatisches- und -ambitioniertes Genie eine halbseidene Schmierenkomödianten-Existenz namens William Shakespeare aus Stratford on Avon dafür, als seine Deckadresse und Briefkastenfirma für die eigenen unstatthaften dramatischen, hochpolitischen Hervorbringungen zu figurieren – da ihm, dem Original, eine Teilnahme an dieser asozialen, komödiantischen Unterwelts-Existenz von Stands wegen genauso verwehrt war wie der theaterbegeistert-verbotenen -, trotzdem ungehorsamen unkeuschen Viola im Film zu der Zeit, als Frauenpräsenz auf der Bühne noch gleichbedeutend mit Zurschaustellung öffentlicher Unzucht war.

Das, heutzutage unvorstellbar, wo ganze Industrien von der Ausbeutung (auch) weiblicher erotischer Anmut und Schönheit und Grazie leben und sich (nicht eben übel) nähren,- ist keine Fiktion, sondern geschichtliche Tatsache.
Wer darüber Bescheid weiß, über diese fern schillernde verschollene Welt der Molieres und Ben Johnsons,- über Corneille und Racine (bald), über antike Chöre und liturgische Dramen, in Italien, die Opera buffa, Harlekins und Papagenos,- über Bartholomäusnächte (Marlowe!) und PhilipII,- über den Dämmer der Neuzeit in dieser quecksilbrigen Vitalität der hochpulsierenden Renaissance,- für den also Geschichtskenntnis mehr ist als nur ein Tusseaut’sches Wachsfigurenkabinett und eine Requisitenrumpelkammer,- (etwa zu besichtigen in „Nachts im Museum“),- auch dieser wird früher oder später Kenntnisnotiz von „Shakespeare in love“ erhalten und auch ihr Auffassungsresultat wird sich herumsprechen – weil nichts so sehr abgestraft wird wie schamlose Lüge und Unwahrheit in Eigeninteresse.

Damit, liebe Freunde, meine ich nicht: die geschichtliche Exaktheit oder ‚Wahrheit‘ (was soll das übrigens sein?) noch attitüdenhafter Ausstattungs-Prunk,- (dafür, ich wiederhole es, ist Kino – so wenig wie „Kunst“, NICHT da -), sondern der Geist der Wahrheitswahrscheinlichkeit, der über den Wassern schwebt und im Spiel sich regt und spürbar wird. Wer den Namen Shakespeares in den Mund nimmt, beschwört, wenn er Schindluder treibt, einen Sturm herauf (der sich mit einem gleichnamigen Stück, lieber Prospero, messen kann). Nein, SHAKESPEARE heißt: in seinem Geiste handeln,- nicht dem Buchstaben nach – denn Shakespeare ist Geist, ein großer, ständiger Menschheitsbegleiter seitdem. Wer diesen Namen vom Boden der Geschichte aufnimmt, riskiert etwas.

Das Aufnehmen hat hier, wie im Kino dieser Zeit anders nicht möglich,- etwas von Auf-Klauben. Shakespeare ist heutzutage ernste, >große< kanonisierte Kunst; Kino hat diesen Geruch immer noch nicht und arbeitet daran (durch die erlesene im Lauf der Zeit keusch anwachsende und sich züchtig vermehrende Zahl künstlerisch wertvoller Aussageprojekte auf Leinwand),- diese Schallmauer zur auch möglichen Ernstnahme-Geltung erst zu durchbrechen. Noch gilt Kino als das, was Bühnenkunst zur Zeit „Shakespeares“ war : ein anrüchiges halbseidenes Genre, von Predigern erfolgreich befehdet (und doch aussichtslos),- von seriösen Leuten mit zu bewahrendem Ruf vorsichtig umgangen und gemieden -, eine soziale Duldungsgeste der Macht gegenüber dem Ruhigstellungsbedarf des Volkes, das ewig für Brot und Spiele leben muß, da es von den Bestimmungsquellen seines Schicksals abgeschnitten ist und morphinösen Ersatz dafür geleistet haben will und gewährt bekommt -, ein ausfasernder armutsbedrohter unterer Randsaum der Gesellschaft nach dunklen Gefilden in Richtung Abschaum hin -, zu Shakespeares Zeit war >Shakespeare< keinesfalls kanonisierter Dichterkanon : der „Dichter“ selbst war kaum erfunden und kämpfte einen zukünftigen Überlebenskampf a la Tasso um Anerkennung genauso, wie heute immer noch das Kino um Anerkennung auf seine Geltung als Kunst kämpfen muß. Diese Verwandtschaft der Genres schafft innere Verbundenheiten und entbindet Potential: und siehe da, der Film nutzt es – nicht -auf und nicht -ab,- nur einfach: spielt auf gleichwertiger Ebene ein anmutiges Spiel mit ihm. Und er tut es gekonnt.

Die geschichtliche Exaktheit ist natürlich in allerhöchster Besinnung herzlich egal dabei – aber einige Etagen tiefer wiederum auch nicht so herzlich,- das die Identifikation nicht mit dem Geschichtsdetail Shakespeares >in sich< -,- sondern mit unserem Legendeninventarium (des Mythos Shakespeare >an sich< und >IN UNS<)-, gefordert möglich und unverletzt wird. Diesen Zwiespalt überbrückt der Film phänomenal: die „Rose“-, das „Globe“,- Theaterarchitektur,- hölzerne Galeriekonstruktionen und kostümhafte Darstellungstreue (nur etwas zu muppetmäßig: Königin Victoria-Lisabetha),- Enge der ungepflasterten bevölkerten Gassen mit taufrischer Mistdüngung und unversehenen Nachttopfgüssen von oben,- rauhen Sitten und komödiantenhafter Hingabe und Konkurrenz,- sind herrlich und voller schauspielerischer Lust und Unmittelbarkeit getroffen und nachgestellt-, -inszeniert; mit liebevollem Blick aufs Detail und nicht gekleckert,- sondern geklotzt. Der Film fürs Auge setzt Requisite ein wie es sein muß – ungespart! Der Mythos der Epoche der hochschwangeren Renaissance mit der Neuzeit im geschwollenen Bauch wird liebevoll getroffen und der Geschichte unangestrengt unterlegt; sie bildet ein solides Parkett und ein Hintergrund-Bühnenbild, auf dem eine Komödien-Instanz im dichterischen Geist der Damaligkeit aufblühen und sich entfalten kann.

So blüht auf eine -, und hier beginnt nun eine von Geschichtskorsett (dezent- wahrhafte, nur scheinbar übertriebene) abweichende Kultur subjektiver individueller Erzählkunst sich zu entfalten: am Aufhänger um die gleichzeitige romantische und dramatische Entstehung von Romeo und Julia,- einer der wohl eher nicht unbekanntesten und unbegabtesten künstlerischen Liebesentwicklungs-Gaben der Kunstgeschichte.

Nicht ungeschickt wäre es gewesen, den heiklen Namensgeber aus der Titelgeschichte herauszuhalten und stattdessen einen aus dem Umfeld dieser – zur Not auch Romanze – zu wählen.

Romeo wird also hier zu Shakespeare, unter dessen Autorschaft das Stück nun einmal notorisch ist; und wenn er es geschrieben hat, was läge näher, da er ja mit den Detailfakten der Abwicklung genügend Vertrautheit beweist und diese Kenntnis irgendwo herstammen muß,- ihm diese Kennerschaft konkret festgemacht anzulasten im eigenen aktuellen Erleben ,- und darum herum-, eine Dichtung zu stricken: Shakespeare als Romeo,- fehlt nur noch eine glaubwürdige Julia: und schon haben wir Werthers Leiden,- in echt, wie Charlotte Buff,- durch den Literatur-Mythos geistert,- bis zu Wiederbelebungsversuchen a la „Lotte in Weimar“ von Thomas Mann – nun aber Shakespeare im ‚Rose‘,- a la John Madden. Shakespeare spielt sich selbst – und erarbeitet eigenes Herzblut fiktional in Bühnendramaturgie um, indem er aufschreibt (manchmal wörtlich) was er erlebt – und gesprochen und verhandelt wird – zwischen ihm und seiner Liebsten – Shakespeare in Love,- das ist herzergreifend und kann doch auch kein gutes Ende nehmen,- zumal bekannt (oder eher unbekannt) ist,- das der Dichter späterhin unbeweibt starb – und wohl zumeist auch lebte (von einem ganz frühen legislatorischen Fehltritt abgesehen). Aber man weiß so wenig: so ist viel Raum,- für äußerliche Gestaltungsfreiheit: man darf sie nur nicht mißbrauchen,- durch Kitsch.

Genau das tut dieser Film,- so spielfreudig und turbulent-aufgeregt (eher angeregt) er sich gibt,- NICHT (Gottseidank!). Er schlägt, bei aller Burleske, kaum unerlaubt über die Stränge. Seine liebhabenden Macher und phanatsievollen Erdenkens-Konstrukteure erweisen Geschmack : nicht abgestandene Sentimentalität,- und auch nicht ranzige Schwüle a la Wagner: nein, die Waage wird von allen Beteiligten gehalten und wohl dosiert im rechten Augenblick zurückgenommen: die Schminke sitzt zwar dick,- aber eben nur äußerlich, niemals innerlich: und darüber könn(t)en echte Tränen kullern: denn Shakespeares Dramen selbst sind nicht ausgedacht: sie sind echt und ursprünglich vorhanden : und die innere Wahrscheinlichkeit bleibt unangetastet. Wer einen reinen Süßschmalz a la „Notting Hill“ oder Titanic wünscht: wird eher mager fett werden; wer von „Romeo und Julia“ herkommt, einer Geschichte ohne Happy End (die eigentlich nicht einmal unbedingt NUR ein Liebesdrama beschreiben will),- (sondern einen Versöhnungs-Versuch der aufruhrgespaltenen Menschheit mit Androhung des Liebes-Endes als winkendem Zaunpfahl),- der wird eher zufrieden sein. Dies ist kein Kitsch, sondern augenzwinkerndes Spiel mit dem Ernst; etwas moderner als noch bei Shakespeare meinbar.

Ich verzichte wie üblich auf die Wiedergabe des Inhaltsresumees. Die Eingangsszene mit den schmauchenden Stiefelsohlen setzt gleich ernste Akzente: wir sehen, es ist nicht nur komisch gemeint; aber so ernst dann auch wieder bald nicht,- auch der Protagonist, der dann wie auf Kohlen durch Londons Gassen humpelt und seine Füße gern in Tränken badet,- erntet Lacher,- und zeigt, das die Lebenslage „hoffnungslos, aber nicht wienerisch ernst ist“; statt jener „berlinerischen“ Abwandlungs-Variante. „...Es ist ein Wunder“-; eine der zahllosen Nettigkeiten und hoffnungsspendenden Gestenlust des Werks. Shakespeare beim Psycho-Quacksalber, für vier Pennys; und dann das Katz- und Maus- Verkleidungs-Verwechslungsspiel; als ein seltenes Un-Zuendegeführtes fällt mir gerade die übel-offengelassene Rolle des angebenden kleinen Denunzianten-Mickerlings bei; das wurde etwas zu ungar zu Tisch gebracht und serviert. Alles andere wird stimmiger und stimmiger: wie zum Beispiel das Marlowe eben doch nicht auf Shakespeares Geheiß ermordet wurde (Amadeus läßt grüßen!) - und geschickt schließlich auf die endlich fadenverbindende, kulminierende dramaturgische Höhepunktsszene sowohl des Films - wie des in diesem spielenden Bühnenstücks hinzugearbeitet : 1.Geoffrey Rush und Gwynneth Paltrow spielen 2.als Shakespeare und Viola 3.Romeo und Julia 4.aber doch in Wahrheit sich selbst. ?. Moment? – jetzt fehlte nur noch, das die beiden während der Dreharbeiten 5.etwas miteinander gehabt hätten: mein Gott, wär das schön-, ein flottes der Geschichte humoriges Quintett gewesen. (Eigentlich Sextett, der Zuschauer käme mit seiner Geschichte 6.,weswegen er lachen oder heulen dürfte, noch dazu). - Aber soviel Romantik gönnt uns das Leben,- von dem die Kunst immer nur ein Abklatsch ist, bekanntermaßen nicht. So greift auch schon eine hölzerne Elisabetha ein (im Grunde Leichenrollebelebend: Judie Dench),- und erteilt wie ein donnernder Deus ex machina ein göttliches Ja-Wort aus machtvollkommener Absolutheit: der förmlichen unwidersprechlichen Tatsachengerechtigkeit. Schön,- wenn weltliche und höhere geistige Macht so harmonisch zusammenfallen,- da fühlt man sich doch gleich besser aufgehoben in seinem wankenden Lebensschiffchen. Wieder wie herrlich: die Pfütze, die jugendlich hoffnungsvollen Hofsprößlinge, die jene Geschichtchen gut Bescheid wissen und etwas zu unflink memorieren, - die orientiert-wissende, resignierte Frau in ihrem murmeligen „...zu spät!“. Ist das nicht herrlich -witzig?
Ach, ein handfester, üppiger, greifbarer Film- da hat man was in der Hand! Die Oscars hauen, einmal, vom Handwerklichen gesehen, schon hin.-
William und Viola dürfen sich noch einmal küssen,- dann geht reitet fährt resp. schwimmt jeder seinem einzelnen Schicksal entgegen: und wie gelungen die letzte Einstellung des Films, den endlosen Strand hinauf in die fernere Unerkennbarkeit, aus und in die Geschichte heraus-hinein-heraus, zu Worten : ‚unvergessen‘, doch „...einem neuen Leben entgegen“! ...-.

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Thomas Hetzel

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin ja echt kein Shakespeare-Fan und eigentlich habe ich den Film auch nur wegen Colin Firth geguckt, aber für das was ich erwartet habe, war der Film gar nicht mal so schlecht. Diese lyrische, kitschige Sprache kam jetzt zum Glück nicht soooo oft im Film vor (im "Romeo und Julia"-Film mit Leonardo DiCaprio fand ich diese Sprache einfach unerträglich), dazu kam noch ein Hammer-Cast, allen voran, finde ich, Colin Firth. Dieser spielt hier wie in "Das Bildnis des Dorian Gray" das Arschloch perfekt, frage mich wirklich warum viele ihn ihm immer nur mit der Rolle des Traummans identifizieren, denn er kann auch den Mistkerl super spielen, aber seit dem er den Oscar für "The King´s Speech" gekriegt hat, sollten wohl alle wissen, dass er ein gute Schauspieler ist.
Ansonsten hat der Film zwar streckenweise einige unvermeidliche, kitschige Szenen, bittet aber auch einige witzige Momente und er wird auch selten langweilig.
Zwar reicht es mir wenn ich den Film einmal geguckt habe(mehrmals muss ich ihn nun wirklich nicht sehen), aber da gibt es nun wirklich viel schlimmere Liebesfilme.

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supersizefilms

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Bewertung7.5Sehenswert

Ganz lustiger Historienfilm. Shakespeare als junger wilder Autor.
Der Film an sich ist irgendwie abgedreht. Nicht im Baz Luhrman's Moulin Rouge Style, aber man muss sich irgendwie an manches gewöhnen. Teilweise für die Zeit ungewohnte Dialoge und Szenen die eher wie eine moderne Shakespeare-Parodie in Theaterform wirken. Colin Firth kenn ich bisher nur als lieben smarten Typen, Gwyneth Paltrow als Romeo hat mich erstmal überrumpelt und Judi Fench's Frisur. Ich finde man muss sich erstmal reinleben und dazu wird einem nicht genug Zeit gelassen. Aber irgendwann ist man drin und dann wirkt alles ganz "symphatisch". Anonymous finde ich trotzdem einen gelungeren Shakespear Film ;)

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Cellmorbasg

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Bewertung7.5Sehenswert

London zur Zeit Elisabeth I.: Schauspieler, Schriftsteller, Direktoren, Geldgeber tummeln sich auf dem Abenteuerspielplatz der Londoner Theater. Doch was als leichte Komödie beginnt wächst sich zu einem Liebesdrama aus in dem ein Cast von Rang und Namen mit Worten zu jonglieren versteht. So wird aus Romeo und Julia eine humorvolle Neuinterpretation die das Stück ins Leben Shakespeares einbindet und so zu einem weniger tragischen Ende führt. Ein Kostümfilm vor historischer Kulisse der nicht historisch ist, jedenfalls nicht als real existierte Geschichte und auch sonst kaum einer möglichen historischen Realität verpflichtet ist. Es zeigt ein Londoner Leben wie es sich mit Sicherheit nicht abgespielt hat und wird so zur Parallelwelt der damaligen und heutigen Zeit, die als Rückszugsort für eine Geschichte dient die sich selbst nicht zu ernst nimmt und dadurch als leichte Kost für einen entspannten Filmgenuss sorgt.

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Uwe B.B.B.

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Bewertung7.0Sehenswert

Ganz nette Verbindung von Kostümfilm und Romantischer Komödie. Gwyneth Paltrow spielt hervorragend.

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littledrummerboy01

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Bewertung9.5Herausragend

Meine Definition eines tollen Films: Eine gute Geschichte, die gut erzählt wird.
Also zum Beispiel "Shakespeare In Love"!
Ich glaube, mich hat jetzt schon eine ganze Weile kein Film mehr emotional so mitgenommen. Das liegt nicht nur an der Story, die natürlich nicht die allerneuste ist, da der Film ja gleichzeitig Adaption und fiktive Entstehungsgeschichte von Romeo und Julia ist, aber eben als Komödie, mit besserem Ende (sie sterben halt nicht), sondern vor allem an den Darstellern! Ich kann wirklich nicht sagen, ob das hier gerade rein subjektives Empfinden und überwältigt davon sein, das erste Mal diesen Film gesehen zu haben, ist (deshalb auch noch keine Vollwertung, aber vielleicht nach der zweiten Sichtung - bald), aber für mich macht dieses Meisterwerk einfach alles richtig. Die Story ist, wie schon gesagt, wunderbar angelegt, denn letzten Endes stammt ein Großteil davon einfach von einem DER Meister im Geschichtenerzählen überhaupt - Shakespeare. Aber es geht noch darüber hinaus, denn der Film verwebt das Stück ganz eng mit der (fiktiven) Entstehungsgeschichte und der Zeit, die er ebenfalls wunderbar darstellt, und füllt alles einfach mit prallem Leben. Und das kommt ganz ohne aufdringliche Kameraeffekte aus, braucht keine hektischen Schnitte, sondern einfach nur einen der am besten harmonierenden Casts, den ich jemals bewundern durfte. Aus allem heraus sticht natürlich Gwyneth Paltrow (Oscar ist sowas von verdient), bei der man schon ab der ersten Sekunde, ab der man sie sieht merkt, dass sie etwas ganz besonderes ist. Da geht es dem Cineasten wie Shakespeare, denn er verliebt sich in ganz ganz große Schauspielkunst. Völlig ungefiltert, natürlich und ehrlich kommen die Gefühle durch ihre wunderbare Mimik heraus. Joseph Finnes bietet den perfekten Gegenpart dazu, charismatisch, getrieben und voller Kreativität, auch in seinem Spiel (warum wurde er denn nicht mal nominiert?). Auch Geoffrey Rush in seiner Rolle als Henslowe mit dem genialen Leitsatz "I don't know. It's a miracle." brilliert, dass es einfach nur Spaß macht zuzusehen. Und Judi Dench gibt dem Ganzen zum Schluss dann noch einen königlichen Anstrich, die nötige Würde.
Also, ich empfehle diesen Film einfach mal jedem, der emotional nicht völlig abgestumpft ist, denn er zielt einfach nur auf eine Sache: Das Herz.
Und da trifft er voll ins Schwarze!

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Flominator

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Bewertung6.5Ganz gut

Das Ende war für meinen Geschmack ein wenig ... unbefriedigend.

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Ichundso

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Bewertung3.0Schwach

Und hätte man Shakespeare auf einen mittelalterlichen Markplatz gezerrt, ihn an den Pranger gestellt und mit sich noch im Verwesungsprozess befindlichen echten Penissen beworfen, er wäre immer noch respektvoller behandelt worden als von den Machern dieses Films.

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CarrionFairy

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penisse für alle!!!!


*frenzy_punk<3

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Bewertung5.0Geht so

"Shakespeare in Love" überkitschter Schmachtfetzen mit poetischen Sprüchen und ausgezeichnetem Cast.

Marc Norman und Tom Stoppard tischen dem Zuschauer wieder die berühmte "Wir kennen uns ein paar Sekunden und lieben uns bis in den Tod" - Geschichte auf und strangulieren damit seine Nerven.
Hinzu kommt, dass die Protagonisten im Mittelteil eigentlich nur am Bettwäsche zerwühlen sind und poetisches Liebesgebrabbel von sich geben. Das mag ja schön romantisch sein, ist aber auf Dauer einfach langweilig. Außerdem ist alles viel zu überdröselt, die Liebe wirkt unaufrichtig und oberflächlich.

Was man dem Film aber nicht absprechen mag, ist der ausgezeichnete Cast. Joseph Fiennes (Luther) mimt perfekt den Shakespeare und Gwyneth Paltrow (Iron Man) kann ebenso gut einen Romeo mimen, wie Geoffrey Rush (Pirates of the Carribean - On stranger Tides) einen Sprachtherapeuten.
Die anderen fügen sich gut ein und zeigen, dass sie auch ebenso gut auf der Theaterbühne zu Hause sein können. Sogar Ben Affleck (Dogma) zeigte Höchstleistungen.
Hinzu kommt die fantastische Musik, die gekonnt ins Szenenbild mit einfließt.
Auch seinen Humor möchte ich ihm nicht schlecht sprechen. Die flotten Sprüche zünden außerordentlich! Hiervon hätte es ein wenig mehr sein dürfen.

"Shakespeare in Love". Zu viel des Guten. Hier hätte sich der Spruch "Weniger ist oft mehr" auch gut getan.

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kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

'Shakespeare in Love' gefällt mir immer noch, obwohl ich ihn während eines Schul-Wandertages sehen musste. Das liegt natürlich zum einen an meiner persönlichen Affinität zu Shakespeare und der Zeit, in welcher der Film spielt. Zum anderen liegt es an dem wahrlich wunderbaren Cast. Wir hätten da einen grandiosen Geoffrey Rush als Theaterbesitzer, einen begeisternden Tom Wilkinson als Geldgeber (und -eintreiber) und eine fabelhafte Judi Dench als englische Königin mit doch recht geringer Screentime. Gwyneth Paltrow spielt gut, aber nicht so herausragend, wie man es erwarten könnte. Die Geschichte zur Entstehung von 'Romeo und Julia' ist erfrischend umgesetzt und kommt federleicht und gut gelaunt daher: "Also, was tun wir jetzt? – Nichts, es wird schon alles gut werden. – Wie das? – Ich weiß es nicht, es ist ein Wunder." Der Schluss überzeugt und endet zum Glück nicht als 08/15 Happy End, sondern beweist, dass auch das Leben tragisch ausgehen kann.

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

Shakespeare in Love

So endlich wieder so einen typischen Mega-Oscar-Filmfutter gesehen, immerhin bekam "Shakespaeare in Love" 7 Oscars, aber naja wir kennen ja bereits die geläufige Oscar-These. in dem Fall stammt das Werk von John Madden aus dem Jahre 1998, produziert von Edward Zwick der zunächst die Regie übernehmen wollte und Jahre lang um den Stoff gekämpft hatte, die Story wollte bloß kein Studio finanzieren.

Ich muss zugeben, dass mir die Story als kleiner Shakespeare-Fan, ich besuchte neulich erst sein Geburtshaus in Stratford-Upon-Avon, schönes Städtchen nebenbei erwähnt, sehr gefiel. Sie hatte für mich was originelles und ja durchaus auch innovatives, faszinierte mich dann doch irgendwie, die Story zwar geschichtlich gesehen absoluter Humbug, aber doch mit einigen netten gestalteten Momenten: Was erzählt man uns also? Eine Romanze. Eine Liebeskomödie. Die unwahre Geschichte von William Shakespeare, lebt ungefähr im Jahre 1593, er ist ein Barde und erhält den Auftrag ein Stück mit dem Namen "Romeo und Ethel, die Tochter des Piraten" zu schreiben, doch schwupps weg ist sie die Inspiration. Und der gute William leidet an einer Schreibblockade. Hoffnung gibt es aber in Form von der Liebe bzw. Edelfräulein Viola, die sich als Mann verkleidet um in seine Theatergruppe zu kommen. Und die Liebe zwischen ihnen blüht bald auf...

Dazu noch einen Megacast der Extraklasse, darunter erstmal Joseph Fiennes als Shakespeare insgesamt recht gut, war schon okay auch wenn ich mir an der Stelle doch mehr den guten Daniel-Day-Lewis gewünscht hätte, aber was solls, ist halt so. Andererseits sollte ich wohl sehr glücklich über die Besetzung von Viola sein, denn die sollte ursprünglich Julia Roberts übernehmen, da freut man sich richtig über die sehr gut aufspielende Gwyneth Paltrow, weiß immerhin zu glänzen und harmoniert mit Fiennes(Oscar trotzdem naja). Zudem gäbe einen wie immer eigentlich exzellenten Geoffrey Rush, herrlich mitanzusehen als Theatermanager, dann noch Tom Wilkinson, ist bei mir eh stets gern gesehen und sein Schauspiel ist auch nicht von minderer Qualität und natürlich Judi Dench als majestätische Königin Elizabeth, schön ironisch, Judi Dench ist eh immer erstklassig, der würde ich fast alles abkaufen, ob nun für den fast 8-Minuten-Auftritt( ich berufe mich hier auf einige Quellen, da meine Stoppuhr zum Zeitpunkt der Sichtung leider streikte, deshalb kann ich leider auch keine genaueren Auskünfte geben) ein Oscar von Nöten war ist hingegen eine andere Frage. Auch schön: Colin Firth, eh ein unterschätzter Schauspieler wie ich meine als Lord Wessex, hatte irgendwie auch was.
Zuletzt noch kurz erwähnt: Ben Affleck, ist für 91%(Schätzung) aller seiner gemachten Filme keine Bereicherung, dasselbe gilt auch hier für Shakespeare in Love, einfach gesagt strebt er hier das absolute Overacting an und wirkt dann doch deplatziert.

Dann noch eine, naja nennen wir es mal, gute Regiearbeit. Unterhaltsam ist das Ganze ja, teilweise recht amüsant, aber an einigen Stellen das Gegenteil von unterhaltsam, aber doch über die ganze Laufzeit nett anzuschauen, mit den üblichen typischen Zutaten einer Liebeskomödie, das kann auch die schicke Handlung nicht verhindern.
Aber die Kamera auch recht gut, immerhin liefert hübsch anzuschauende Bilderchen, nette Optik, schicke Verzierung, eben alles auf Hochglanz poliert.
Wirklich herausragend sind dann meiner Meinung nach nur die glaubwürdigen Kulissen, war dann auch bei mir teilweise der Aspekt der den Film am laufen hielt und natürlich die prachtvollen Kostüme, in der Hinsicht waren die Oscars schon gerechtfertigt. Brillante Ausstattung.

Das Drehbuch hingegen fand ich dann wieder stark überschätzt (auch hier Oscar und ja mein ganzer Kommentar ist sehr Oscar-basiert), ein paar lyrische Einschiebungen bei den Dialogen und noch insgesamt durchaus intelligent geschrieben, zwar schon beschwingt und nett, aber herausstechend keinesfalls, wenigstens kein Melodram der epischen Fraktion, da dann lieber dieser das hier. Und sonst gibts noch ein paar sympathische Charaktere, recht interessant und humorvoll gestaltet.

Alles in allem, kann ich mir die unzähligen Oscars bei "Shakespeare in Love" nicht erklären, für mich einfach nur eine locker, leichte, nette und durchaus unterhaltsame Romanze, mit einer tollen Ausgangsidee.

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hoffman587

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@Reload: Danke sehr:)
@HJ: Kann mal machen, auch wenn du da nicht allzu hohe Erwartungen haben solltest, aber geht schon klar, nett anzuschauen ist er mMn ja, weiß aber nicht, ob das so deinen Geschmack trifft^^


Hooded Justice

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Genau daran zweifle ich nämlich auch. Mal sehen.


Nayelivolando

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also wenn es mal eine Liebesschnulze für mich sein muss, dann DIESE!! :)

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agynessa

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film hat mir wirklich ganz gut gefallen, da ich neben Horror und Sience Fiction Filme auch sehr auf Schnulzenfilme abfahre.

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Roolfer

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Bewertung2.0Ärgerlich

Traurig, dass so ein vorhersehbarer Hollywood-Kitsch so viele Oscars bekommen konnte. "Das Leben ist schön" hätte sie verdient. Vor allem in der Kategorie bester Film.

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8martin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

John Madden ist ein Geniestreich gelungen. Es gibt viel Dramatik, genügend Komik und auch ein bisschen Tragik. Ein großartiges, bis in kleine Nebenrollen prominent besetztes Ensemble (Paltrow, Fiennes, Dench, Firth u.v.a.) bringt eine atmosphärisch glaubhafte Show über die Rampe. Dies wird unterstützt von pompöser Deko und einer temporeichen Inszenierung mit turbulenter Action und einer Titelmusik, die ins Ohr geht. Es ist für Kenner von Shakespeare und seiner Zeit, aber auch für Newcomer auf diesem Gebiet ein amüsanter Hochgenuss. Die Kenner erfreuen sich an der Wiedererkennung von Szenen und Textstellen aus Shakespeares Stücken, Newcomer fühlen sich äußerst gut unterhalten. Der Titel hat hier doppelte Bedeutung und deckt sowohl die Realität ab, als auch das Theaterstück ’Romeo und Julia’, auf das alles zuläuft. Eine textgleiche Abfolge zwischen beiden belustigt und verdeutlicht eine mögliche Entstehung des Stückes, wobei man sich in der Tradition der Verkleidungs- und Verwechslungsstücke bewegt. Und die Tatsache, dass üblicherweise Männer Frauenrollen übernahmen, wird hier umgekehrt: eine Frau spielt vorübergehend einen Knaben. Die Liebe findet nicht erst am Ende ihre Erfüllung, sondern schon mittendrin. Die verfahrene Situation einer Vereinigung für die Ewigkeit wird in echt Shakespearescher Art und Weise durch einen königlichen, salomonischen Schiedsspruch geregelt und der Aussicht auf ein neues Stück „Was ihr wollt“. Rundum gelungen!

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Recht unterhaltsame Mischung aus Komödie, Historienfilm und Romanze.

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