Sin Nombre
Sin Nombre (2009), MX/US Laufzeit 95 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 29.04.2010
23 Bewertungen
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1414 Bewertungen
70 Kommentare
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von Cary Fukunaga, mit Paulina Gaitan und Edgar Flores
Gewalt gehört zum Alltag von Casper: Als Mitglied der brutalen Gang Mara Salvatrucha führt er ein Leben auf der Überholspur – Abbremsen unmöglich. Als sich die Ereignisse überschlagen, trifft Casper eine folgenschwere Entscheidung und flieht aus den Fängen der Gang. Auch Sayra sehnt sich nach einer besseren Zukunft und kehrt ihrer Heimat den Rücken. Das Schicksal führt sie mit Casper in dem Moment zusammen, in dem er sich entscheidet, Sayra zu retten und dafür sein eigenes Leben zu riskieren. Gemeinsam stürzen sich die beiden in ein gefährliches Abenteuer. Mutig steht Sayra Casper auf der Flucht vor der Mara zur Seite, während sie durch die mexikanische Landschaft der Hoffnung auf ein neues Leben entgegenfahren.
Cast & Crew
-
Cary Fukunaga
-
Paulina Gaitan
-
Edgar Flores
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Willy / El Casper
-
Kristian Ferrer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) El Smiley
-
Tenoch Huerta
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lil Mago
-
Diana Garcia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Martha Marlene
-
Luis Fernando Peña
Regie
Schauspieler
-
Cary Fukunaga
- Genre
- Schicksalsdrama, Drama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Mexiko, Zug
- Handlung
- Armut, Art House-Film, Brutalität, Familie, Flucht, Gang, Gewalt, Grenze USA-Mexiko, Hoffnung, Illegale Immigration, Jugendlicher, Krimineller, Liebe, Migration, Mord, Mord an Mädchen, Mord an einem Freund, Mörder, Rache, Reise, Schicksal, Schlägerei, Suche nach Mörder, Verfolgung, Vergeltung, Versehentlicher Mord
- Stimmung
- Berührend, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Sin Nombre
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Kritiken (14) — Film: Sin Nombre
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Ein Güterzug wird zum wichtigsten Schauplatz des Films und portraitiert Emigranten auf dem quälenden Weg zur drei Wochen entfernten Grenze. Orte werden negiert, stattdessen wird der Weg in den Vordergrund gestellt: Anhand einer Karte verfolgen die Protagonisten ihren Fortschritt und verlieren nach und nach ihr Ziel aus den Augen. Spätestens die Ankunft des flüchtenden Hauptcharakters signalisiert die Tatsache, dass es kein Ziel gibt, sondern nur der unmögliche Versuch eines Ausbruchs. Die tragisch beendete erste Liebe, Grund für die ursprüngliche Flucht, bekommt auf dem Dach des Güterzugs eine symbolische zweite Chance. Überhaupt arbeitet Cary Fukunaga sehr schlicht mit Archetypen, daher die Stärke seines Films. Verhältnismäßig viel Zeit nimmt er sich, um diese Reise in den Tod mit dem Inneren des jungen Flüchtlings durch expressive Bilder zu verbinden. Zwischen Gesellschaft und der omnipräsenten Mara, zwischen dem bürgerlichen Namen und den Spitznamen als Gangmitglied eröffnet sich keine weitere Alternative....
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenSin Nombre hätte viel Potential gehabt ein großer Film zu werden. Besonders zu Beginn überwiegen die positiven Aspekte noch deutlich und der Film versteht es sein Milieu zu schildern und eine packende Atmosphäre zu erzeugen. Doch sobald man die beiden Handlungsstränge zusammenführt, flacht die Handlung etwas ab und Sin Nombre reduziert sich selbst auf klassische Verfolgungsszenen und Schießereien. Manchmal hängt zwar ein Hauch Vergänglichkeit in der Luft, aber da wäre trotzdem mehr möglich gewesen. Kurzweilig und insgesamt sehenswert bleibt Sin Nombre aber dennoch.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Begbie 2010/08/02 00:26:43
Antwort löschenJa genau so seh ich das auch...
Begbie 2010/08/02 00:27:01
Antwort löschenJa genau so seh ich das auch...
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Meister Qualle 2010/08/27 20:27:05
Antwort löschenJa genau so seh ich das auch...
Tytus 2011/01/11 16:07:00
Antwort löschenJa genau so seh ich das auch..
Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online
Kommentar löschen"Sin Nombre" ist ambitioniertes Genrekino, das alles richtig macht, aber vielleicht gerade deswegen ein wenig blutleer wirkt.
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Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenEin Film ohne Schauspieler, sagte Hendrik. Und das ist ein starkes Kompliment für einen Film, der über das wirkliche Leben sprechen will. Ein beeindruckender, dichter Film, der sehr intensive Bilder findet für den Kampf ums Überleben, für die Hoffnung und die grausame Realität in Mittelamerika. Handwerklich so souverän, dass man dem Film vorgeworfen hat, Hollywoodmainstream mit mexikanischen Emigrations- und Gangsterkolorit zu sein. Was natürlich Blödsinn ist. “Sin nombre” ist berührendes Kino, das uns Menschen und Schicksale und das wirkliche Leben nahebringt. Und das ist eine ganze Menge. Eine ganze Menge mehr als fast alles aus Hollywood in den vergangenen Jahren. (Mehr im Podcast)
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschen„Sin Nombre“ ist ein großartiges, mächtiges Drama, das sich satt und schnell entwickelt. Der Fluss des Films ist immer wieder sagenhaft: Von einem ruhigen Dahinrollen durch die Landschaft mit dem vom Zug, der so ganz anders, so viel ehrlicher als in „Megacities“ wirkt, steigert sich die Szene über ein raffiniertes Ausweichen der Grenzkontrollen zu einer heftigen Schießerei zwischen den Gangs. Doch bei aller erstaunlicher Filmkunst von Cary Joji Fukunaga, einem Amerikaner mit schwedischen und japanischen Wurzeln, prägen sich die Figuren und Schicksale am stärksten ein: Smiley, der kleine Killer. Erschreckend, beängstigend. Das Mitleid, das man mit dem stillen Jungen hatte, als er die brutale Prügel aushielt, wandelt sich bald. Man versteht eigentlich nicht, wieso er seinen Mentor El Casper verrät, doch der Kleine geht so entschlossen seinen Weg, dass man begreifen muss, was die Gang solch einem Kind bedeutet. So viel, dass er über Leichen geht. Die Gangs als Hort und Familienersatz sind ebenso Realität wie der ununterbrochene Zug von Flüchtlingen in Richtung Norden. Solche Geschichten können nicht gut ausgehen. Selbst wenn es jemand in die USA schafft, schmeckt dieser Erfolg furchtbar bitter.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschen»Sin Nombre« ist ein durchaus zynischer Film, der mit den Schau- und Schauerwerten der Peripherie spielt. Die Logik des Lebens am Rande eines guten Lebens wird durch intelligente wie drastische Regiekniffe geschildert.
Erzählt wird von einer Realität, in der Kindlichkeit eine militärische Qualität ist, und oft folgt auf die Kindheit nicht einmal eine prekäre Jugend, sondern gleich der Friedhof.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenEs grenzt an ein Wunder, wie die starken Schauspieler/innen, fast allesamt Laien, den reichlich schematischen Figuren Leben einhauchen. Nur konsequent erscheinen dagegen die Preise für Regie und Kamera, die "Sin Nombre" beim renommierten Sundance-Festival erringen konnte. Konsequenter Realismus und ästhetische Brillanz bilden hier einmal keinen Widerspruch. Die einfache Geschichte entwickelt einen unglaublichen Sog, die Zugfahrt ins Ungewisse mit ihren vielen Gefahren wird physisch erfahrbar. (...) Fukunaga vertraut auf die visuelle Kraft seiner Geschichte, in der sich Elemente von Thriller und Western miteinander mischen. Das mexikanische Filmwunder der frühen Nullerjahre findet damit eine Fortsetzung. (...)
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenIm Unterschied zur hohen Schnittfrequenz und den unruhigen, mit wackeliger Handkamera aufgenommenen Bildern etwa von „City of God“ oder auch von José Padilhas „Tropa de Elite“ fällt an „Sin nombre“ die ruhigere, sehr klassische Kameraführung auf, die bestechende Aufnahme liefert. Insbesondere die Filmmusik überzeugt mit ihrer Mischung aus fetzigem Rap und ruhigen Passagen, die freilich das allzu Folkloristische vermeiden. Obwohl auch deshalb atmosphärisch weniger dicht, weil sich das von Regisseur Cary Joji Fukunaga selbst verfasste Drehbuch mitunter konstruiert ausnimmt, hat Fukunagas Spielfilmdebüt mit Mereilles’ „City of God“ den halbdokumentarischen Ansatz gemeinsam, die „Sin nombre“ eine ausgesprochene Authentizität verleiht.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenSeine Tattoos bedeuten sein Verderben: Die in die Haut geritzten Symbole verraten, welcher mexikanischen Gang Casper (Edgar Flores) angehört. Und da sie nicht so einfach wieder zu entfernen sind, tun sie dies auch noch, als Casper sich längst von seiner Bande losgesagt hat. So bleibt er sein Leben lang gezeichnet und erleichtert seinen ehemaligen Gangbrüdern und befreundeten Banden, die mittlerweile zu seinen erbitternsten Feinden geworden sind, ihn zu jagen.
Doch warum hat Casper seiner Gang, die so etwas wie eine Familie für ihn bedeutete, den Rücken gekehrt? Die Straßenbande fordert von Casper bedingungslose Loyalität. Als aber herauskommt, dass der 18-Jährige sich heimlich mit einem Mädchen trifft, muss er mit ansehen, wie die junge Frau von seinen Boss brutal ermordet wird. Caspers nächste Mission ist entsprechend undankbar: Er soll auf einem Güterzug in Richtung USA fahrenden, südamerikanischen Flüchtlinge ausnehmen. Doch als er dies nicht übers Herz bringt…
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Sin nombre» ist ein zwar eindrückliches, aber dennoch ein wenig zu konventionelles Elendsdrama.
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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times
Kommentar löschenEs gibt eine seltsame Schönheit in der Armut und der Verzweiflung, die Sin Nombre einfängt, ein bewegendes und beeindruckendes Debüt von Autorenfilmer Cary Joji Fukunaga, welches sowohl die Reise Richtung Norden von so vielen Mexikanern und Zentralamerikaners nachverfolgt und die Gang-Gewalt thematisiert, welche die Zurückgebliebenen bedroht.
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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune
Kommentar löschenEinmal erdrückend realistisch und dann wieder melodramatisch abgedroschen - diese Strategie funktionierte ja bei Slumdog Millionaire, wieso nicht auch bei Sin Nombre? Dieses Spielfilmdebüt stammt von Regisseur Cary Joji Fukunaga, der aus Oakland kommt und dieses Projekt am Sundance Institut entwickelte. Der Film kam zu beachtlichem Ruhm auf dem diesjährigen Sundance-Festival, so wie Frozen River im vergangenen Jahr. Ich frage mich allerdings, ob es im Entwicklungsprozess von Sundance liegt, dass talentierte Regisseure und Autoren zu Handlungs-Vorrichtungen und Überfrachtungen ermutigt werden.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenSin Nombre ist ein kraftvoller, magenverdrehender Thriller, der einige packende Geschichten aus Zentralamerika verknüft. Der Film ist zudem eine der bewegendsten und am besten erzähltesten Sagen über lateinamerikanische Einwanderer mit dem Ziel USA seit El Norte aus dem Jahr 1983. [...] Dass dies Fukunagas Debütfilm ist, ist erstaunlich, betrachtet man das gestochene Skript, die technische Professionalität und das spannungsgeladene Tempo. Die Besetzung ist erstklassig.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenSin Nombre ist ein beachtenswerter Film, der die unglaublichen Entbehrungen zeigt, die Menschen erleiden, um "El Norte" zu erreichen. Ja, das Thema der illegalen Immigration ist ein schwieriges. Wenn wir einen Fremden ohne Papiere treffen, sollten wir nicht zu schnell mit unseren Annahmen sein. Diese Person könnte ihr Leben für Wochen und Monate an den Abgrund gebracht haben, um das zu suchen, was wir den Amerikanischen Traum nennen. Was Fukunaga inspirierte, als Amerikaner, diesen Film zu machen, so erfuhr ich, war eine Geschichte aus dem Jahr 2003 über 80 illegale Immigranten, die in einem LKW gefunden wurden und in Texas zurückgelassen worden waren. 19 starben.
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Kommentare (56) — Film: Sin Nombre
Kommentar schreibenG0DsTylA 2012/01/20 00:15:28
Kommentar löschenGuter Film, der durch authentizität glänzt,aber meiner meihnung nach ein bisschen zu wenig action geboten hat. Dennoch sehr sehenswert und wer sich mit dem thema der " Mara Salvatrucha" beschäftigt sehr interresant, allerdings sind da einige dokus warscheinlich einsichtiger! Jedoch war ich mit dem ende nicht ganz zufrieden aber da es ein Drama ist war das eigentlich zu erwarten. Ich kann ihn nur empfehlen aber da sind Filme wie "City of God" doch noch besser meiner meihnung nach. Von mir daher gute 7.5.
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Sarabsi 2011/11/09 10:39:55
Kommentar löschensehr brutaler und nahe gehender Film über Gangs in Mittelamerika und die Migration in die USA. Auch wenn die Dialoge und die Synchronisation, selten auch der Plot, nicht besonders (überzeugend) sind, so ist "Sin Nombre" meiner Ansicht nach ein sehr wichtiger Film. Zum einen wegen der kaum fassbaren brutalen Gewalt, die u.a. durch Armut entsteht, zum anderen aber auch um zu sehen, was Menschen alles auf sich nehmen, um in ein Land zu gelangen, wo sie ihrer Meinung nach besser leben können. Täglich versuchen sicherlich Tausende so ein Wagnis, aber wie krass und hart dieser Weg tatsächlich ist, kann man sich kaum vorstellen. Obwohl es eigentlich ein Menschenrecht ist, "seinen Aufenthaltsort frei zu wählen sowie jedes Land, einschließlich sein eigenes, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren", so ist das in der Realität doch nicht umsetzbar.
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Wumz 2011/11/08 14:59:54
Kommentar löschenVor ca. einem Jahr hab ich mich bei Moviepilot angemeldet, unteranderem dank diesem Film. Damals habe ich im Internet nach Filmen wie "Sin Nombre" gesucht, kurze Zeit später war ich auch schon bei MP angemeldet. Meine Leidenschaft für Filme jeglicher Art hat sich seitdem verdoppelt und mein Filmhorizont ist auch erheblich gewachsen.
Nun frage ich mich, was mich damals veranlasst hat Filme wie Sin Nombre zu suchen. Das hat zum einen sicher mit meinem Interesse an Süd- und Mittelamerika zu tun und auch mit den Themen des Films, die da wären: Flucht aus dem eigenen Land und das Leben in einer Gang.
Diese beiden Themen werden in "Sin Nombre" geschickt miteinander verbunden und bieten vielleicht keinen differenzierten Einblick in die Gesellschaft Mexikos, dafür aber einen intensiven. Das Niveau des Films sinkt leider in der zweiten Hälfte, hier rückt nämlich eine Liebesgeschichte in den Vordergrund, die der Film nicht nötig gehabt hätte. Nicht desto trotz bleibt "Sin Nombre" ein durchaus sehenswertes Drama.
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JimiHendrix 2011/11/08 17:36:38
Antwort löschennette kleine anekdote ;D
DonMunich 2011/10/31 14:40:20
Kommentar löschenDieser Film zeigt am Anfang wie es ist in einer Umgebung aufzuwachsen, die von Hass und Gier nach Anerkennung innerhalb einer Gemeinschaft geprägt ist. Man sieht, auch wenn der Film nicht zu sehr darauf eingeht, wie sehr es für die Kinder und Jugendlichen wichtig ist irgendwo dazu zu gehören, auch wenn es "nur" darum geht in einer Bande von Mördern und Verbrechern aufgenommen zu werden. Dieser Film zeigt deutlich das Menschen ohne Perspektiven zu allem fähig sind. Am Anfang des Filmes wird gut darauf eingegangen, jedoch leider verflacht die Geschichte ein wenig in dem Moment als der junge Casper das Mädchen auf dem Zug rettet. Diese dann entstehende Notgemeinschaft zwischen Casper und dem Mädchen Sayra beschreibt zwar gut die Flucht aus einem armen Land, aber ohne die Spannung zu sehr auf die Spitze zu treiben. Das Ende ist ok und wahrscheinlich am realistischsten von allen möglichen Enden die man hätte sich ausdenken können. Im Großen und Ganzen ein guter film der zum nachdenken anregt...
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neenchen 2011/10/01 20:01:06
Kommentar löschenSpoilerwarnung!
Ein realistischer und dadurch natürlich schockierender Film über das Leben in einer Gang und die Konsequenzen des Aussteigens vermischt mit einer Flüchtlingsgeschichte (von Honduras nach Amerika). Für mich ist den ganzen Film leider nicht erkennbar, warum Sayra genau flieht. Ihre Beweggründe sind mir genauso unklar, wie die Gründe, warum sich ein kleiner Junge wünschen würde, Teil einer Gang zu sein, wenn er schon als Einstiegsritual jemanden umbringen muss. Ich denke, genau diese Fragen und auch eine gehörige Portion Unverständnis und Schockiertheit sollen durch den Film ausgelöst werden. Auf der anderen Seite hat man das Gefühl, bereits vertraut mit diesen Themen zu sein und bereits ein Wissen über diese Grausamkeiten zu besitzen. Der Freundschaft oder gar Liebe der beiden Hauptdarsteller wird kaum Zeit zur Entfaltung gegeben und dementsprechend erscheint das Ende zu dramatisch und nicht nachvollziehbar.
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meliT 2011/09/02 17:42:53
Kommentar löschenBei den Dialogen ("Solange ich bei dir bin, wird alles gut" - nach 2 Tagen!) habe ich mich echt fremdgeschämt.
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Mervit 2011/09/02 22:32:06
Antwort löschenaich
Patrick Fiergolla 2011/08/27 00:38:30
Kommentar löschenRelativ anspruchsvoller und hintergründiger Film, der sich trotzdem nicht in der Weiträumigkeit des Themas verliert. Politische und soziale Missstände werden somit nicht einfach anhand von zig verschiedenen Szenarien und Erzählperspektiven trocken erörtert, sondern alleine die Geschichte von Casper und Sayra reicht das Publikum einzuwickeln und dabei sogar kulturelle Informationen zu vermitteln.
Die Hintergründe an sich sind, nach meinem eigenen Wissensstand, sehr authentisch, trotzdem kommt auch der Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz.
Gelungene Mischung zwischen Epik und Anspruch.
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Dachsman 2011/07/29 20:58:06
Kommentar löschenKonventionelles und reichlich vorhersehbares Roadmovie, vor der Kulisse der südamerikanischen Slums. Kennt man, tut nicht weh, Liebesgeschichte gibt es auch, alles wie gehabt. Also quasi nochmal "Slumdog Millionare" ohne Oscars.
Unterhaltsam, aber wenig erhellend.
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Roolfer 2011/07/29 21:24:59
Antwort löschenDiesen Film mit Bollywooddreck zu vergleichen ist eine Sünde.
Sin Nombre hat nicht ansatzweise was mit Slumdog Millionare zu tun. Er ist stattdessen um einiges realistischer, authentischer und spannender. Schäm dich...
Dachsman 2011/07/29 21:32:40
Antwort löschenWeißt, du schon ein kleiner Blick in den deutschen Wikipedia-Artikel hätte dich erkennen lassen, wie falsch es ist "Slumdog Millionare" als Bollywood-Film zu bezeichnen, aber gut.
Roolfer 2011/07/29 21:42:31
Antwort löschen"Slumdog Millionare" ist total überbewertet. Ein kitchiger Liebesfilm in Indien bei dem nach dem Happyend zu indischer Musik getanzt wird. In meinen Augen gehört er damit zur Kategorie "Bollywood", ganz gleich was auf wikipedia steht.
Dachsman 2011/07/29 21:46:22
Antwort löschenUnd "Slumdog Millionare" ist vorallem eine amerikanische Produktion. Wie du den Film also nach Bollywood verorten möchtest verstehe ich immer noch nicht so ganz.
Und ganz davon ab: "Sin Nombre" ist ein Roadmovie mit Liebesgeschichte, nicht unbedingt kitschig, aber konventionell, wo ist das Problem?
Roolfer 2011/07/29 21:54:54
Antwort löschen"Also quasi nochmal "Slumdog Millionare" ohne Oscars. " - Da ist das Problem. Aber wie ich sehe haben wir in der Hinsicht total verschiedene Geschmäcker. Deswegen habe ich jetzt auch keine Lust dich zu überzeugen zu veruchen, dass "Sin Nombre" einen "Slumdog Millionare" in fast allen Kriterien, die mir beim Bewerten von Filmen so einfallen, in den Schatten stellt.
Dachsman 2011/07/29 21:58:01
Antwort löschenDie Sätze davor und danach hast du auch noch gelesen?
Mal davon abgesehen, dass ich es auch nicht sinnvoll finde ein Roadmovie mit einer episodenartigen Liebesgeschichte zu vergleichen, aber gut.
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Roolfer 2011/07/29 21:59:48
Antwort löschenWieso tust du das dann? Darum geht es mir doch gerade :)
Dachsman 2011/07/29 22:06:27
Antwort löschen>>[...] vor der Kulisse der südamerikanischen Slums.<<
Das ist die Parallele.
ElMagico 2011/07/04 21:18:11
Kommentar löschenGang-Drama aus Mexiko, dass leider die Dichte und Intensität der ersten 45 Minunten immer mehr verliert und gegen Ende doch recht beliebig erscheint. Denn was als Studie im Gang-Milieu beginnt, wird mit fortlaufender Spielzeit zum jugendlichen Liebes-Drama, welches nur wenig überzeugen und fesseln kann.
Solange sich "Sin nombre" im Umfeld der Gang bewegt, ist er aber ein sehr eindrucksvolles, gleichzeitig aber auch abstossendes Stück Film, da hier ein Blick in eine Gang-Kultur gewährt wird, die irgendwelche Neuköllner Jungs mit Messern aussehen lässt, wie die Glücksbärchis.
Das hat schon was vom Spannen beim Autounfall, eigentlich ist man angewidert und will es nicht sehen, aber es ist faszinierend, zieht einen an und man guckt hin. Zudem ist dies hier wirklich gut gemacht und ich würde sagen, dass hier auch ein annähernd realistisches Bild der Mara Salvatrucha vermittelt wird. Doch es gibt hier schon, abseits von der Darstellung des Ganglebens, erste kleine Kritikpunkte. Für mich waren die Handlungsweisen des Casper nämlich von Beginn an nicht sehr stimmig. Auch ist diese grosse Liebe, die der Film später wieder aufgreift, eigentlich nicht sonderlich stark zu spüren.
Und ab dem Moment, in dem Casper vor seiner Gang flüchten muss, verflacht der Film für mich kontinuierlich. Er will dann Drama sein, hat aber nicht den Inhalt und nicht die Figuren dazu, was für einen langen Zeitraum Leerlauf in punkto Story bedeutet. Die Gang spielt nur noch sporadisch eine Rolle, ist für Casper zwar als Bedrohung omnipräsent, "Sin nombre" spielt diese Karte aber nicht wirklich aus. Dieses "ich-kann-mit-dir-nicht-zusammen-sein-ich-bin-schon-tot" ist mir zu dünn, da hätte etwas mehr kommen müssen, vorallem da das Ende allzu vorhersehbar war.
Punkten kann "Sin nombre" aber durch seine exotische Kulisse, frische Gesichter und eine ganz banale Andersartigkeit. Ich finds einfach immer wieder schön, mal andere Landstriche in einem Film zu sehen. Und es ist "Sin nombre" durchaus auch anzurechnen, dass er sich Problemen wie Gangs und Wirtschaftsflüchtlingen annimmt, auch wenn diese Themen nicht wirklich befriedigend behandelt werden. Wir werden aber mit soviel Zucker zugeschüttet, da finde ich sowas doch bemerkenswert.
Ist sicherlich kein Fehler "Sin nombre" anzugucken, da auch mit schönen und eindrucksvollen Bildern aufwarten kann. Wollte ne 6,5 geben, aber jetzt wo ich das alles geschrieben hab, bin ich doch irgendwie der Meinung, dass "Sin nombre" eine 7 verdient hat.
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Andy Dufresne 2011/07/05 03:56:30
Antwort löschenDen will ich auch unbedingt sehen (wollte schon ins Kino,aber hab es wie so oft nicht geschafft...).Laut deiner Kritik lohnt es sich ja wohl auch.
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ElMagico 2011/07/05 07:53:48
Antwort löschenEin Fehler ist es nicht und andere mögen denn ja richtig arg...gibts mittlerweile, noch dazu, ja für billig Geld.
Andy Dufresne 2011/07/05 09:37:02
Antwort löschengut,dann schnapp ich mir den wenn ich mal dran vorbeilauf...
Myce 2011/05/10 16:01:10
Kommentar löschenDer Film macht sehr gut auf das Elend in dem Land aufmerksam. Den Leuten bleibt ja fast keine andere Wahl als sich so einer Gang anzuschließen. Die Lebenserwartung ist auch so nicht sehr hoch.
Er zeigt ganz gut wie diese MS13 Jungs leben und was es ihnen bedeuted dabei zu sein. Für sie ist es ihr leben! Allerdings schon scheisse was die mit den frauen anstellen... nur um sie zu brandmarken.
Kannte die MS schon weit vor dem Film und war deswegen sehr gespannt drauf. Es hat sich auch mehr oder weniger gelohnt.
Leider war der Film recht schnell vorbei. Hätte gern noch so ne 1/2h gesehen wie es weiter geht.
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cpt. chaos 2011/05/08 23:11:03
Kommentar löschenDer Vergleich zu "City of god" drängt sich unweigerlich auf, ohne jedoch dem standhalten zu können.
Zwar bewegt sich "Sin nombre" im Verlaufe des einfach gestrickten und ein wenig vorhersehbaren Plots in eine andere Richtung, dennoch sind gewisse Parallelen unverkennbar, ohne allerdings dabei seine gewisse Eigenständigkeit zu verlieren.
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dustyOn3 2011/05/07 15:06:49
Kommentar löschenBewegendes - ja man kann schon sagen "Jugenddrama" - mit guter schauspielerischer Leistung aller Darsteller und einigen Wendungen, welche die spannende Story gut vermitteln. Wer sich vom Titel abgeleitet erwartet, dass der gesamte Film über die Gang der MS-13 oder auch "Mara Salvatrucha" handelt, der liegt (leider) falsch. Dafür wird dem Zuschauer ein gefühlvolles Schauspiel über Liebe und Zusammenhalt, verpackt in einer Welt die wir niemals kennen lernen werden, geboten. Ein wirklich guter Film.
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MikeC. 2011/04/29 20:32:36
Kommentar löschenEine langweilige Fahrt ins nichts.
Der schwache Plot (ich verlasse meine Familie um mit einem Typen durchzubrennen, den ich nicht kenne und der von der gefährlichsten Gang des Kontinents gejagt wird) tut sein übriges.
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stevenwolff 2011/05/01 00:01:23
Antwort löschenIch habe ein Film mit einem anderen Plot gesehen.
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MikeC. 2011/05/01 13:03:35
Antwort löschenIch wünschte bei mir wäre er auch anders gewesen...^^
convera 2011/09/02 17:27:55
Antwort löscheneeendlich dachte schon ich habe was beim Film übersehen, dass die den alle so toll finden :D
Kill_Diether 2011/04/12 16:04:02
Kommentar löschenAuch wenns ein anderes Thema ist, so lässt sich Sin Nombre schon mit City of God vergleichen. Aus verschiedenen Gründen ist die Intensität des brasilianischen Films besser. Aber Sin Nombre ist nicht oberflächlich oder langweilig, nur distanzierter.
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Bradbury 2011/04/07 14:05:51
Kommentar löschen"Es fährt ein Zug nach Nirgendwo ..." und ich fahr einfach mal mit. Auch wenn ich keine Ahnung hab, wo Nirgendwo liegt ... und was ich da eigentlich soll.
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stuforcedyou 2011/04/07 12:57:09
Kommentar löschenJa, das geht einem irgendwie nahe und ist überaus bedrückend, doch der letzte, entscheidenen Funke will leider nie so richtig überspringen. Dies liegt zum einen an der doch sehr konventionellen, ziemlich trockenen Erzählstruktur, die das Lebensgefühl der großen Gang nie richtig transportiert und vor allem nie richtig beleuchtet. Einzig eines weiß der Film zu vermitteln: Die MS-13 sind echt übele Leute. Vielen Dank, aber da wäre mehr drin gewesen.
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Jona89 2011/03/08 12:48:47
Kommentar löschenDer Film ist sehenswert, mehr aber auch nicht. Der Film beginnt sehr gut. Man findet sich einerseits im Leben einer mexikanischen Gang und deren Regeln wider, andererseits bei einer Familie, die versucht über die amerikanische Grenze in die USA zu fliehen. Bis zum Zusammentreffen der beiden Handlungsstränge hat der Film mich absolut überzeugt. Danach wird es leider zu vorhersehbar, so das eigentlich keine richtige Spannung mehr aufkommen will. Sehenswert ist er trotzdem, aber kein Film den man gesehen haben muss.
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Mr.Moffet 2011/02/14 20:47:28
Kommentar löschenFür mich ist "Sin nombre" ein typisches Beispiel für jene Filme, über deren Bewertung man unmittelbar nach dem Anschauen für sich völlig unschlüssig ist. Und damit meine ich die persönliche Reflexion hinsichtlich der Botschaft, der Anregung zur Auseinandersetzung, natürlich auch des Unterhaltungsfaktors und vieler weiterer kleiner, auch völlig marginaler Einflüsse, die einen Film in der Wahrnehmung nun einmal ausmachen, ob man ihn als grandios, mittelmäßig, schlecht (oder irgendeine Nuance dazwischen liegend) empfindet. Und dann, nachdem man eine Nacht darüber geschlafen hat, ist man plötzlich beeindruckt. Der gewisse Abstand setzt wohl (auch) unwillkürliche Verarbeitungsmechanismen in Gang, Bilder und Worte formen sich in ihrer Bedeutung zu Erkenntnissen, Verständnis, Begreifen, über ihre eigene Ästhetik, ihre Kraft und der damit einhergehenden ganzheitlichen Wirkung auf das eigene Empfinden. Und genau diese Entwicklung hat "Sin nombre" in mir durchlebt. Dazu kommt sicherlich auch, dass die tatsächliche Realität vor allem in den nördlichen Grenzregionen Mexikos noch um ein Vielfaches schlimmer ist, als im Film dargestellt, täglich werden Menschen getötet, ob Polizisten, Richter, Anwälte oder kriminelle Gangmitglieder. Einen kleinen, wahrscheinlich auch ziemlich oberflächlichen Einblick in das Zusammenleben einer solchen Gang, der "Mara Salvatrucha", bietet dieser Film. Die Gang als Familienersatz, als Sinngebung fürs Leben und doch so brutal in ihrer Loyalitätseinforderung und ihrer menschenverachtenden Zerstörung der eigenen Persönlichkeit, des Individuums an sich. Der Film vermittelt daneben auch sehr eindringlich das Schicksal tausender illegaler Flüchtlinge aus Lateinamerika, wie eben das von Sayra und ihrer Familie, größtenteils ja gebildete und qualifizierte Menschen, die aus der Perspektivlosigkeit ihrer Heimat auf dem Dach von Güterzügen zur US-amerikanischen Grenze entkommen wollen, nur um im gelobten Land wahrscheinlich niederste Tätigkeiten ausführen zu dürfen. Einer der wenigen Filme bisher, der diese Fluchtthematik intensiv aufgreift. Die schauspielerischen Leistungen empfand ich überwiegend als äußerst authentisch, hervorzuheben natürlich Paulina Gaitán als Sayra und Edgar Flores als El Casper, das Ganze wurde von Cary Fukunaga stimmig in Szene gesetzt. Ein echtes Ärgernis war allerdings die unterirdisch schlechte deutsche Synchronisation, die mir diesen Film fast kaputt gemacht hätte. Im spanischen Originalton (natürlich mit UT) wirkte "Sin nombre" um Längen besser, man sieht mal wieder, dass gute Bilder auch eine adäquate sprachliche Begleitung brauchen, aber das ist ja weiß Gott keine neue Erkenntnis. Unterm Strich also ein empfehlenswerter Film, der mit seiner Nachhaltigkeit beeindruckt.
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patcharisma 2011/02/07 21:36:21
Kommentar löschenDieser abgefeierte Film macht mich ziemlich ratlos. Staubtrocken und mit einer bewusst sehr schleppenden Erzählweise werden hier zwei Stories ineinander verwoben, wobei der Authentizitätsfaktor das wichtigste Anliegen des jungen "Gringo"(!)-Debut-Regisseurs Cary Fukunanga zu sein scheint. Mit (teilweise atmosphärischen) Details wird nicht geknausert: Favela-Insights, Wüstlinge voller Tattos, Grenzpolizisten, Kruzifixe, Gang-Kinder, billige Pin-Ups an den Wänden, endlose Panoramen und plötzlich einsetzende Tropenregenfälle sind paar davon. Und hier hapert es für mich denn auch: Ich werde den Verdacht nicht los, dass da einem westlichen (Sundance-)Publikum die "harte Realität eines der brutalsten Länder der Welt" so mal richtig schonungslos aufgetischt werden sollte. Die ganze Rauheit darin konnte mich jedoch nicht wirklich überzeugen, es kam mir alles irgendwie theatralisch und aufgesetzt vor, die Gossen-Dialoge wirkten nicht wirklich echt, sondern merkwürdig steril, die Side-Aspekte sind ohne Tiefenschärfe und die Story ist ernüchternd simpel und hat kaum Spannungsansätze oder psychologische Dichte vorzuweisen.
Denn wenn aus Authentizität (auch ungewollt) irgendwann Exotismus wird, empfindet es der Zuschauer nicht mehr als wirklich (emotional) packend, sondern alsbald mal als oberflächlich und vergessenswert, das trotz aller akribischen Liebe zum Detail hierin. Eben nicht grad schlecht das (euphorisch überbewertete) Ganze, aber bestimmt auch nicht wirklich gut. Gell? xD
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DontAskTwice 2011/02/05 21:48:04
Kommentar löschenRealistische Darstellung der mexikanischen Gangs. Leidensschaftslos brutal werden Menschen erschossen, halt wie man eine Fliege an Wand kaputt macht. Zu realistisch, als dass man darüber lachen könnte, wie manchmal in SAW etc. Kein Happy-End und somit mal anders als die zig Ami-Filme wo immer nur die Guten gewinnen. Sehenswert!!
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