Stalingrad

Stalingrad (1993), SE/DE
Laufzeit 132 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Kinostart 21.01.1993

5.6 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
1085 Bewertungen
15 Kommentare
Stalingrad - Bild 16318
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von Joseph Vilsmaier, mit Jochen Nickel und Dominique Horwitz

Joseph Vilsmaiers dritte Regiearbeit spielt vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Eine deutsche Kompanie unter dem Kommando des Offiziers Hans von Witzland zieht in die brutale Schlacht um Stalingrad. Ostfront, Winter 1942. Die 6. Armee ist mit knapp 600.000 Mann in der zerbombten Stadt Stalingrad eingekesselt worden. Die Temperaturen sinken zeitweise bis auf minus 50 Grad. Für die Landser Fritz, Hans, Rollo und GeGe hat der Kampf ums nackte Überleben begonnen. Kugelhagel und Stalinorgeln sind nur ein Teil des puren Wahnsinns, die meisten verlieren den Kampf gegen Hunger und Kälte. Die Durchhalteparolen des Führers haben plötzlich keine Bedeutung mehr, denn vor ihren Augen zerbricht alles, woran sie geglaubt haben, bis nur noch ein Wunsch existiert: zu sterben!


Cast & Crew


Kommentare (15) — Film: Stalingrad

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der Filmregiesseur

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich einer der besten Kriegsfilme, die je gedreht wurden.
Joseph Vilsmaier erfasst Dramatik und Brutalität der Schlacht,
in einem Meiterwerk der zeigt dass die Wehrmacht keineswegs Anhänger der Naziherrschaft waren sondern bloß arme Gesellen die dazu gezwungen wurden ,für eine aussichtslose Sache zu kämpfen.
Mit anschaulichen Drehorten und einer guten unverbrauchten Besetzung enthüllt er das wahre, das brutale Gesicht des Krieges.Der Film macht deutlich das Leiden der Soldaten der 6.Armee klar:Hunger, Kälte, Verzweiflung und das Wissen, dass jeder Tag der Letzte sein kann.
Es ist nicht bloß ein sinnloses Gemätzel wie die meisten Kriegsfilme.
Es ist ein Film , der ein Kapitel unserer Geschichte nicht in Vergessenheit geraten lässt.

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

"Kessel ist zum Kochen dar, bis das Fleisch gar ist."

Ausstattung und insbesondere Bild und Ton können zwar nicht unbedingt mit Hollywood-Produktionen mithalten, aber dennoch schlägt sich Vilsmaiers "Stalingrad" für einen deutschen Filmbeitrag ganz achtbar.

Die Wandlung des jungen Leutnant Hans von Witzland (gespielt von Thomas Kretschmann), der zwischenzeitig zum Minenentschärfen in ein Strafbataillon versetzt wird und letztendlich die Sinn- und Aussichtslosigkeit des Krieges erkennt, ist schon recht gelungen.
Trotz ansonsten allgemein erkennbarer schauspielerischer Defizite des Cast, wissen zudem Dominique Horwitz als "Obergefreiter Fritz Reiser" und Jochen Nickel als "Unteroffizier Manfred Rohleder" zu gefallen, ohne jedoch zu überragen.

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davethewave

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Antikiegsmoral war etwas zu offensichtlich, aber warum auch nicht, es ist eben eine starke Aussage. Ich kann nicht nachvollziehen, wie manche Zuschauer diese nicht wahrnehmen oder den Film sogar für reaktionär halten.

Meines Erachtens einer der besten Antikriegsfilme überhaupt, da im Gegensatz zu Soldat James Ryan, Enemy at the gates oder Der Längste Tag eben nicht eine Identifikation des Zuschauers mit Charakteren erfolgt, die auf der Seite des "Guten" stehen. In diesen Filmen hat das Sterben der Hauptcharaktere moralisch den Sinn für die Befreiung Europas zu stehen und vernachlässigt eklatant, dass auf der anderen Seite ebenso Menschen sterben, denen später niemand ein Denkmal setzt. Das Sterben in "Stalingrad" kann somit durch Abwesenheit jeglich moralischer Legitimation, Krieg als solchen verurteilen.
Sich dessen bewusst, ist das Schauen des Films deutlich schmerzhafter als zum Vergleich amerikanische Produktionen.

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Kreator

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Bewertung6.0Ganz gut

Für deutsche Verhältnisse ein fast schon überproduzierter Streifen. Die Kriegsszenarien wirken authentisch, an manchen Stellen jedoch unglaubwürdig. Eine wirkliche Antikriegstenzend kam bei mir persönlich, trotz solider Darstellung, nicht rüber. Vielleichts liegt's an der oberflächlichen Inszenierung? Das sei jedoch mal dahingestellt. Diese Tendenz wirklich authentisch darzustellen gelingt aber den wenigsten Antikriegsdramen. Was "Stalingrad" jedoch zu gute kommt, ist die Ausblendung jeglicher politischer Hinteraktionen. Der Mensch, zwar in Sicht der Wehmacht, steht im Vordergrund der Geschehnisse und wird, wie in vielen amerikanischen Pendants, nicht als gefühlsstarres Wesen vermittelt. Im Großen und Ganzen ein solider bis guter Kriegsfilm.

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Kreator

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wenn ich so ein Geschichtsbanause wie du wäre, würde ich genauso argumentieren. Bin ich aber zum Glück nicht!


A-Wax

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Ich darf mich "Erik1980" anschließen. Wo dieser Film unglaubwürdig sein soll, habe ich mich schon auch gefragt. Ich bin kein Geschichtsbanause und soweit ich weiß wird hier der geschichtliche Ablauf sehr genau dargestellt.


Enrico_Palazzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

der vorwurf des geschichtsrevisionismus is lächerlich

seltsamerweise habe ich beim sehen des films eine sehr starke empathie für die hauptcharaktere entwickelt. und das trostlose und traurige letzte drittel des films ruft bei mir schon mitgefühl hervor. auch die so gar nicht heldenhafte und glorreiche darstellung des kriegsgeschehens finde ich gelungen (schon ernst jünger hat ja erkannt, dass krieg eben kein "fröhliches schützengefecht auf blumigen, blutbetauten wiesen" ist). leider krankt die darstellung der kampfhandlungen etwas am vergleichsweise schmalen budget des films. da hätte man in punkto realismus mehr rausholen können...

ein kritikpunkt meinerseits ist die schwarz-weiß-malerei des regisseurs hinsichtlich der meisten protagonisten des films. es gibt nur die ausnahmslos guten oder eben bösen deutschen. die kann man ernsthaft nur als verfilmte stereotype bezeichnen. wenn ich eines während meines geschichtsstudiums gelernt habe, dann ist es die notwendigkeit, jeden sachverhalt differenziert zu betrachten. der überwiegende teil jedes themas besteht zum großteil aus verschiedenen grautönen

ps: in stalingrad wurden ca. 200.000 deutsche soldaten eingekesselt, nicht etwa 600.000 wie oben angeführt

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Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr realistisch anmutendes Kriegsszenario mit guten Darstellerleistungen.

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MovieMonster

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr deprimierender Antikriegsfilm, der ohne jeden Kitsch versucht, die Hölle des Rußlandfeldzuges auf menschlicher Ebene widerzuspiegeln.

Durchaus guter und glaubwürdiger Film, mich persönlich jedoch zieht er zu sehr runter, als daß ich ihn mir öfter ansehen könnte. Hab ihn zweimal gesehen, und das letzte Mal vor ca. 10 Jahren - ich hab genug davon. Trotzdem 7.0

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MKr

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr beklemmender und spannend gemachter Film.

Was mich jedoch an der Aussage des Films stört:

Dadurch dass fast alle gezeigten Verbrechen der Wehrmacht im Film auf das Gewissen eines einzigen (übertrieben fanatischen) Offiziers gehen, werden die realen Verbrechen von einfachen Wehrmachtssoldaten verharmlost.

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treebeard3rd

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film zeigt ausnahmsweise mal das Schicksal der Wehrmachtsoldaten im zweiten Weltkrieg. Er zeigt auch im Gegensatz zu den meisten amerikanischen Produktionen, das noch lange nicht alle deutschen Soldaten Monster waren.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

n0x

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Etwas verspätet, aber ich muss dennoch meine Meinung kundtun. Was man hier teilweise zu lesen bekommt ist wirklich erschreckend. Herr alanger, ich würde dringend empfehlen einmal die Schuldkomplexe und Vorurteile, die Ihnen wohl sehr erfolgreich von den zahlreichen, oft reißerischen, penetranten und hetzerischen, Medienbeiträgen eingebläut wurden, zu lösen. In diesem Krieg wurden schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen - besonders von Deutschen Invasoren gingen viele dieser Gräueltaten aus - keine Frage. Dennoch ist es absolut armselig alle deutschen Soldaten mit derartig hirnrissigen Aussagen und Vorurteilen zu verunglimpfen. Bitte ersparen Sie sich derartige Pauschalisierungen und Provokationen. Der "gemeine Frontsoldat" war sicher kein blutrünstiger Nazi, sondern größtenteils bemittleidenswertes Menschenmaterial, junge Männer, die für krankhafte Ideologien und machthungrige Individuen in den Tod maschieren mussten.

Zum Film selbst: Recht guter Antikriegsfilm, der im Gegensatz zu Hollywood-Actionreißern aus der Perspektive der "Gegenseite" erzählt wird und auf Heldentum und Glorifizierung verzichtet.


Buffalo_Bill

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Besser hätte man es nicht formulieren können-danke n0x :)


Bradbury

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Bewertung2.5Ärgerlich

Damals war die Welt noch in Ordnung: Die Winter waren richtig schneereich, die Russinnen willig, Freitags Oh-Tannebaum-Singen mit den Landser-Kameraden und vom Himmel regnete es Schokolade. 08/15 in weiß.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

A-Wax

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Auf welchem Trip bist du denn???


der Filmregiesseur

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was hat der film den bitte mit "damals war die welt noch in ordnung zu tun


Bandrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr, sehr beklemmend und einfach nur erschütternd. Einer der besten deutschen Kriegsfilme, die ich je gesehen habe

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dr.hoschi

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Kriegsfilm der im Gegensatz zu Mainstream Hollywood Filmen wie Soldat James Rayn und weiterem Käse darstellt wie der Krieg wircklich war. Brutal,kalt,hoffnungslos und einsam. Auch dass endlich mal die deutsche Seite realistisch dargestellt wurde rechne ich dem Film sehr hoch an. Er zeigt dass nicht alle deutschen Soldaten Nazis waren, wie es in Hollywoos Produktionen meist rüberkommt. Die Soldaten der Wehrmacht taten was sie tun mussten und was jede andere Nation auch gemacht hätte: Das eigene Land verteidigen, ob berechtigt oder nicht weiss man als einfacher Soldat nur im Nachhinein.

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MRJ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich mal ein Kriegsfilm, der die Deutschen nicht alle als Kannonenfutter-Nazis mit Hörnern auf dem Kopf darstellt. Völlig unterbewertes Glanzstück des Genres, das die Gräuel des Krieges erschreckender und realistischer darstellt als seine meisten Konkurrenten aus der "Traumfabrik".

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Nemsis

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Bewertung4.0Uninteressant

Eigentlich ein guter Film, aber ich habe ihn irgendwann nur noch vorgespult, weils nicht mehr anzuschauen war.

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stalker

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Bewertung1.0Ärgerlich

Kriegsfilm. Schießen und so. Ruinen. Winter. Russen. Nazis im Urlaub und danach. Opa hätte seine Freude gehabt.

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A-Wax

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Ganz bestimmt auch mit einem solchen Blödsinn als Kommentar / Kritik.


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