Station Agent

The Station Agent (2003), US Laufzeit 88 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 10.06.2004

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8.1
Kritiker
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7.5
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44 Kommentare
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von Thomas McCarthy, mit Finbar McBride und Peter Dinklage

Finbar liebt Züge – wesentlich mehr als Menschen. Deshalb hinterlässt ihm sein einziger Freund ein altes Bahnwärterhäuschen in Newfoundland, New Jersey. Ohne mit der Wimper zu zucken gibt er sein bisheriges Leben auf. Überrascht muß er feststellen, daß sein abgeschiedenes Dasein von zwei anderen Individuen aufgebrochen wird, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihm in Kontakt zu treten: Joe, der nicht weit vom Bahnwärterhäuschen mit Leib und Seele und kubanischer Herzlichkeit einen Imbiss betreibt, und Olivia, deren Bekanntschaft er macht, als sie ihn beinahe mit ihrem Wagen überfährt. Finbar würde beiden am liebsten komplett aus dem Weg gehen, doch Zähigkeit und Zufälle bringen die Drei immer wieder auf ein Gleis.

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Cast & Crew

Regie
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Kommentare (44) — Film: Station Agent


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Velly

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wunderbar sympathischer Film :-)

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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Sympathischer, ruhiger Buddy-Film mit einem ewig grundgleichen Peter Dinklage und einer wie immer bezaubernden Patricia Arquette. Bei Station Agent kann man nichts falsch machen!

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Martinmartin

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Bewertung7.0Sehenswert

Grundsympathischer Film, der eigentlich alle Zutaten mitbringt, mit denen sich ein Indiestreifen in mein Herz spielen kann: ein toller Cast, eigensinnige, aber ehrliche Charaktere, eine Prise Melancholie und eine einfache, aber schöne Message, die ohne viel Pathos vermittelt wird: Freundschaft entsteht manchmal, wo man sie am wenigsten erwartet, und erst geschlossen, übersteht sie alles.

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dmtjdc

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Bewertung6.5Ganz gut

Ruhig und freundlich, klimpert die Indie-Tonlagen hoch und runter, ohne dabei großartig zu nerven. Das Geschehen ist zwar vorhersehbar, die guten Darsteller machen aber einiges wieder wett. Genau der richtige Film, um die garstige Welt mal für gut 1 1/2 Stunden in ihre Schranken zu verweisen.

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headmusic

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein kleiner feiner Film mit wunderbaren Figuren und einem klasse Drehbuch! Peter Dinklage spielt hier schön unaufgeregt das es ein Freude ist.

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filmfreak23

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Egal ob groß oder klein, ob extrovertiert oder introvertiert, ob ganz normal oder etwas seltsam, wahre Freunde akzeptieren sich untereinander und halten zusammen.
Dieser kleine, unauffällige, aber doch so große Film transportiert eine etwas altbackene Botschaft, aber eben dies tut er auf unglaublich erfrischende, ruhige, natürliche und charmante Art und Weise.
Keine besonderen Kameraspielereien, von visuellen Effekten ganz zu schweigen und zurückhaltende Musik.
Die Bühne gehörte somit eigentlich gänzlich den Schauspielern, denen man zu jeder Sekunde aus dem Gesicht lesen kann, wie sehr sie diese Freiheiten geniesen.
Bevor ich 'Station Agent' das erste Mal sah, habe ich Peter Dinklage ja schon in 'Game of Thrones' sehr sehr lieb gewonnen und Patricia Clarkson sowie Michelle Williams haben mir schon in 'Shutter Island' gut gefallen.
Diese drei Schwergewichte, ein mir vorher nicht bekannter, aber in diesem Film sehr sympatischer Bobby Cannavale und Richard Kind mit einem kleinen Gastauftritt verzaubern den Zuschauer.
Natürlich, die Regiekünste von Thomas McCarthy sind dennoch zu loben, aber es sind einfach hauptsächlich die Figuren, die dafür sorgen, dass mir selbst zu dieser Jahreszeit ganz warm wird.

Fazit:
Es ist ein Film der von Herzen kommt und mit dem Herzen aufgenommen werden sollte.

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich braucht es keine weitere naheliegende Umschreibung à la 'kleiner Mann, großer Film', um "Station Agent" entsprechend würdigen zu können. Thomas McCarthy hat schlicht einen wunderschönen Film geschaffen, bei dem wie bei vielen US-Indie-Produktionen vergleichbare Eigenschaften wie Lakonie, das Gefühlschaos einzelner Personen oder lässiges Understatement zutreffen würden. Was ihn aber ganz speziell und liebenswert macht, ist nicht der Auftritt eines Kleinwüchsigen an sich in einer Hauptrolle, sondern die konkrete Besetzung. Peter Dinklage ist nicht erst durch seinen zweiten Karrierehöhepunkt "Game of Thrones" als ein begnadeter Schauspieler berühmt, sondern er zeigt auch schon hier sein außerordentliches Talent auf eindrucksvolle Weise. Seine Rolle als Fin ist jedoch nicht unbedingt der typische Außenseitertyp, der beim Zuschauer automatisch Mitleid erregen soll. Es ist anfangs sogar schwer, außer der inbrünstigen Eisenbahn-Leidenschaft sein Verhalten genauer zu durchschauen, was auch die ersten menschlichen Begegnungen in seiner neuen, ziemlich ruhigen Heimat zu spüren bekommen, die teilweise ebenfalls so etwas wie verlorene Seelen darstellen (in ihrer Leistung erwähnenswert: Patricia Clarkson und auch Michelle Williams). Umso unterhaltsamer, lustiger und spannender, wenn diese unterschiedlichen Mikrokosmen aufeinanderprallen und nach einiger Zeit so etwas wie verschmelzen. Der Rest ist bis auf kleinere Problemchen, die sich mit der Zeit auftun (müssen), sympathisch unaufgeregtes Wohlfühlkino über Freundschaft, Toleranz und Langmut. Außerdem zeigt sich eindrucksvoll, für welch ausgeklügelte Metaphern das Zug-Thema geeignet ist, ohne dass je in einem gefahren werden muss. Auf jeden Fall besser als etwa... Zeppeline.

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strangelet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man einen Film machen will, der ein Plädoyer für Toleranz und Respekt und den ganzen Scheiß sein soll, dann kommt dabei normalerweise etwas heraus, das man sich unmöglich anschauen kann, wenn man nicht gerade evangelische Religionslehrerin für Grundschulen ist.

Oder, in sehr seltenen Fällen, sowas wie "Station Agent". Und dann, aber nur dann, ist das eine ganz großartige Sache.

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Dimatrius

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Bewertung7.0Sehenswert

Station Agent. Ein netter kleiner Film der das Thema Freundschaft sehr schön in Szene setzt.
Ist ganz gut mal zwischendurch, wenn man sich ein nettes Abendessen gemacht hat, oder ne Pizza im Ofen hat.

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natedb

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klein aber fein.
Charmanter, ruhiger Film über Freundschaft. Mit sympathischen, gut aufgelegten Darstellern, leisem Humor und einem perfekten Hauch Dramatik und der idealen Dosis Melancholie. Peter Dinklage avanciert langsam aber sicher zu einem meiner Favoriten.

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cj durden

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Bewertung9.5Herausragend

Ein kleiner, ruhiger Film, der ohne große Geschehnisse in der Story, trotzdem unterhät und auch irgendwie berührt. Peter Dinklage ist super als Finn, der einfach in ein stilles Örtchen kommt um seine Ruhe zu haben, aber wie es sich herausstellt, sind Freundschaften manchmal einfach nicht zu vermeiden, so trifft er Joe und Olivia, mit denen er eigentlich gar nichts zu tun haben will. Seine Leidenschaft, die Züge Amerikas, und sein verstorbener Freund haben ihn nämlich nach Newfoundland geleitet und nicht die neuen Kontakte. So entwickelt sich im Laufe des Films eine glaubwürdige Charakterentwicklung von Finn und als Zuschauer geht man trotz unspektakulärer Erzählweise und Geschichte mit. Vielleicht hängt es auch an diesen typischen Flair der Indie Filme, dass ich diesen hier so gern geschaut habe, schlussendlich bleibt aber zu sagen, dass "Station Agent" ein kleiner, gefühlvoller Indie Film ist, den man auch gucken sollte wenn man keine Indie Filme mag.

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Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Könnte als "Indieperle; die" im Duden stehen...

Hier die Komponenten, die eigentlich selbsterklärend sind:

Das echte Leben atmende, schlichte, warmherzige Ballade, voll von wirklichen Charakteren, kleinen, alltäglichen, in bestem Sinne unspektakulären Geschichten, die um Solidarität und Freundschaft handeln.

Der kleine, ganz große Peter Dinklage (" Game of Thrones", "Sterben für Anfänger"),
die gefühlvolle, absolut zerbrechliche, altwunderschöne Patricia Clarkson,
der leicht tumbe und doch interessierte Bobby Cannavale
und die, in meinen Augen, immens talentierte, immer ganz bei sich seiende, in höchstem Maße liebenswürdige Michelle Williams.

Das mehrfach preisgekrönte, von ihm selbst geschriebene Regiedebüt des Schauspielers Thomas Mc Carthy (The Wire), der auch am "UP-Oben" Drehbuch mitwirkte, dem ersten für den besten Film nominierten Animationsfilm.

Unterlegt von einem großartigen Soundtrack und eingefangen von einer zurückhaltenden, auf die Charaktere fokussierten Kamera.

So geht amerikanischer, abseits von Hollywood realisierter Herzblutfilm...

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Mr. Pink

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Nee, das ist auch falsch. ;) Er war gar nicht dabei. Guck mal in die IMDB, da ist er auch nicht aufgeführt. Aber irgendwie denken einige, dass er in "In Bruges" war. Ich weiß gar nicht wieso. Außer, dass er und Prentice beide kleinwüchsig sind, finde ich nicht wirklich, dass sie sich besonders ähnlich sehen.


Andy Dufresne

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Huiuiuiu!!! War mir zu 100% sicher das er es ist...
Aber Unwissenheit schützt vor Diskriminierung nicht (im Sinne von: Ist ein Zwerg,MUSS Dinklage sein...:D)...
Dachte echt er wäre in Brügge gewesen damals.ö..Ändere es gleich mal...


Irreversibel

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Bewertung9.0Herausragend

Ein ganz wunderbarer Film. Ruhig, fast ein bisschen melancholisch und auf eine ganz besondere Art irgendwie ehrlich. Ein Film über Menschlichkeit, der mit nahezu wortkargen Hauptdarstellern und ganz banalen Alltagssituationen mehr über dieses Thema aussagt, als es Worte von glühenden Verfechtern dieser Werte könnten. Die 88 Minuten Spieldauer ziehen leise an einem vorbei, wie das eigene Leben Tag für Tag, und die Unaufgeregtheit der Geschichte, die ohne große Aufreger und Wendungen auskommt, zeigt uns durch die kleinen Gesten dieser Menschen, manchmal nur durch die reine Präsenz einer Person, welchen Wert Freundschaft hat. Olivia, Joe und Fin könnten sich unähnlicher nicht sein, doch ihrer Freundschaft können äußere Verschiedenheiten und Meinungs- und Interessenunterschiede nichts anhaben, weil sie vielmehr daraus erwächst, dass sie alle zusammen durch ihre Gutmütigkeit und ihre Warmherzigkeit geeint werden (ja, ich schreibe das auch auf die Gefahr hin, dass es als kitschig abgeurteilt wird).
Für mich, auch wenn diese Assoziation bei der Schlusssequenz vielleicht naheliegend ist, ist der Film wie ein gutes Gespräch mit Freunden an einem lauen Sommerabend. Etwas, was leider nicht besonders oft stattfindet, einen aber Verbundenheit und Rückhalt spüren lässt, in einem Leben, das sich jeden Tag um 180 Grad drehen kann.

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Shady95

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Bewertung9.0Herausragend

Peter Dinklage spielt fantastisch und glaubwürdig. Toller,ruhiger Indie-Film!

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U-Turn

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Bewertung5.5Geht so

Das Thema ist gut, aber der Film fesselt einfach nicht. Teilweise auch unglaubwürdig.

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anakyn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

na, der station agent kann was! ein schöner feel-good-film mit "kleiner" message. es macht spaß zu sehen, wie der selbstgewählte außenseiter fin sich in seine umgebung einfügt bzw. einfach von ihr an- bzw. eingenommen wird. tolle weiblich hauptrolle, tolle nebencharaktere ... toller film!

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

ach ja. Mein Herz ist jetzt ganz groß. Schöner Film zum wohlfühlen, der nur relativ selten kitschig ung aufgesetzt wirkt. Die Cast ist auch ausgezeichnet, Patricia Clarkson ist eine ganz große und ich sehe sie immer wieder gerne.

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Kavau

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Bewertung1.5Ärgerlich

Selten einen so langweiligen Film geschaut! Am Anfang war ich noch gespannt was da so noch passiert aber......es passiert einfach nichts.....

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servo80

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Bewertung9.0Herausragend

Mein 2000. Film sollte etwas ganz Besonderes werden. Es sollte kein halbgarer Blockbuster sein, kein Thriller mit zwanzig Plot-Twists und auch kein hochphilosophischer Arthouse-Schinken. Die Wahl war trotzdem schwer, weil bei den mehreren hundert Filmen, die noch darauf warten, gesehen zu werden, einige Perlen schlummern. Eine 8.5-Vorhersage und ein vielversprechender Trailer brachten mich auf "Station Agent", eine Wahl, die ich nicht bereuen sollte.

Finbar arbeitet in einem kleinen Laden als Restaurateur für Modelleisenbahnen. Er redet nicht gerne, mit seinem Kollegen und Freund, dem Ladeninhaber, teilt er die Leidenschaft für Züge. Sein erweiterter Freundeskreis besteht aus Leuten, die es sich zum Hobby gemacht haben, neben Zügen herzufahren und das zu filmen, um zu allem Überfluß das ganze in gemeinsamer Runde anzusehen. Als der Laden geschlossen wird, weil sein Freund stirbt, vermacht dieser ihm ein Grundstück in Newfoundland, dem letzten Winkel von New Jersey (das aufgrund einiger Filme bei mir ein Ansehen als langweiligster Ort der Welt genießt). Am stillgelegten Gleis bezieht er das ehemalige Haus des Stationsvorstehers, des Station Agent.

Hier trifft er auf Joe, einen redseligen Hot-Dog-Verkäufer, der aufgrund der schweren Krankheit seines Vaters dessen Stand in dieser Einöde weiter betreibt. Und Olivia, eine geschiedene Mitvierzigerin, vom Leben enttäuscht, der Sohn gestorben, vom Mann verlassen. Finbar mag diese Menschen anfangs nicht, was einen nicht wundert, denn er mag überhaupt gar keine Menschen. Man kann das verstehen, denn er ist kleinwüchsig und hat keine guten Erfahrungen damit gemacht, wie andere mit ihm umgehen. Am Liebsten hat er seine Ruhe und "schreitet das Wegerecht ab" (was soviel bedeutet, wie, die stillgelegten Gleise entlang zu gehen) oder er sitzt auf einer Bank und beobachtet die Züge, die jede Stunde vorbei fahren. Kein aufregendes Leben.

Die Beziehungen entwickeln sich aufgrund seiner anfänglichen Ablehnung langsam. Auch wenn er die Gesellschaft von Joe anfangs nur widerwillig erträgt, weil er es leid ist, ihn fort zu jagen, entwickelt sich zwischen beiden eine Freundschaft. Olivia, die er zufällig kennen lernt, macht das Trio komplett, und Fin scheint sich zu öffnen. Gerade, als er das tut, stößt er auf Ablehnung, was ihn in seiner Ansicht bestätigt, dass man allein am Besten dran ist. Doch letztendlich lernt er auch, dass in Freundschaften Enttäuschungen dazu gehören.

"Station Agent" ist kein Film der großen Worte. Der Protagonist redet im gesamten Film nicht mehr als ein paar Sätze. Und damit passt er gut zum ganzen Film. Denn dieser propagiert keine hochtrabende Botschaft, will keine alternative Weltanschauung vermitteln oder großartig zum Nachdenken bringen. Er beobachtet: Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die sich zusammen raufen, weil sie, jeder auf seine Art, in Einsamkeit gefangen sind; die Enttäuschungen erleben und schöne Momente teilen. Mehr muss es manchmal gar nicht sein. Newfoundland, die Name des Ortes, der am Anfang fast ironisch anmutet, bezeichnet am Ende allegorisch das, was alle drei gefunden haben.

Das echte Leben mag nicht besonders spannend sein. Aber im Fall von "Station Agent" gab es mir ein ungeheuer gutes Gefühl, dabei zuzusehen.

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servo80

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Ja, ich weiß. Bin schon im Besitz derselben.


SteveZissou

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Schön geschriebene Kritik ;)
Allerdings erzählst du mir für meinen Geschmack ein bisschen zuviel vom Inhalt des Films (zum Glück sah ich ihn schon vorher), aber das nur nebenbei.


moviee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderschöner Film mit drei herausragenden Hauptdarstellern in einem der ruhigsten Filme überhaupt. Bereits nach wenigen Momenten hat man alle drei Hauptcharaktere in sein Herz geschlossen. Fin, den Außenseiter und Zügeliebhaber.
Joe, den aufgedrehten Sympatisanten. Und Olivia, die psychisch labile und liebenswerte Nachbarin. Station Agent erzählt ein wundervolles Außenseiterdrama einer Freundschaft von drei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein können, sich aber doch irgendwie verbunden fühlen.

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