Ein Sommer in New York
The Visitor (2007), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 14.01.2010
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31 Kommentare
Keine
von Thomas McCarthy, mit Richard Jenkins und Hiam Abbass
Walter Vale, einst brillanter Wirtschaftsprofessor und seit fünf Jahren Witwer, lässt sich ziellos durch sein inhaltsleeres Leben in einem Vorort in Connecticut treiben. Bis er zu einer Konferenz nach New York geschickt wird, wo er seit dem Tod seiner Frau nicht mehr war. In seinen vier Wänden in Manhattan angekommen, wartet auch schon eine große Überraschung auf ihn. Der eigentlich leerstehende Zweitwohnsitz wird von einem jungen Paar bewohnt, dem Araber Tarek und der Senegalesin Zainab. Nach einem ersten Schreck auf beiden Seiten stellt sich heraus, dass Walters Wohnung den beiden illegal vermietet wurde. Er entschließt sich, die beiden Fremden bei sich wohnen zu lassen, bis sie etwas Neues gefunden haben. Gerade als er sich mit seinen Mitbewohnern nicht nur arrangiert, sondern auch angefreundet hat, wird Tarek in der U-Bahn verhaftet und als illegaler Ausländer in Abschiebehaft genommen. Als auch noch Tareks Mutter Mouna auftaucht, ist Walter klar, dass er seinen neuen Freunden helfen muss. Koste es, was es wolle…
Handlung
Walter Vale (Richard Jenkins), Professor und Witwer, ist des Lebens eigentlich müde. Für einen Vortrag fährt er nach New York und findet in seiner alten Wohnung ein junges, afrikanisches Pärchen vor: Tarek (Haaz Sleiman) und Zainab (Danai Jekesai Gurira). Die beiden sind Opfer eines Immobilienbetrugs geworden und haben nun keinen anderen Platz zum Leben. Vale gestattet ihnen daher, zu bleiben.
Bald entwickelt sich zwischen dem Professor und dem Pärchen eine Freundschaft. Besonders der Syrer Tarek weckt Vales Lebensfreude wieder, als er ihm das Trommeln beibringt. Dann wird eines Tages bei einer Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn entdeckt, dass Tarek illegal im Land ist. Er landet ihn Abschiebehaft, und Vale versucht, zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna (Hiam Abbass), die Freilassung seines Freundes zu erwirken.
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Cast & Crew
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Thomas McCarthy
-
Richard Jenkins
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Walter Vale
-
Hiam Abbass
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mouna Khalil
-
Haaz Sleiman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tarek Khalil
-
Marian Seldes
-
Danai Jekesai Gurira
-
Richard Kind
Regie
Schauspieler
-
Waléra Kanischtscheff
-
Ramon Fernandez
-
Deborah Rush
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Upper Eastside Woman
-
Ashley Springer
-
Thomas McCarthy
- Genre
- Drama
- Zeit
- 2010er Jahre
- Ort
- Central Park, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Afrikaner, Betrug, Einwanderer, Fahrkarte, Hausbesetzer, Illegale Immigration, Lebensmut, Polizei, Rassismus, Senegalese, Syrer, Trommel, Witwe, Witwer
- Stimmung
- Berührend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Ein Sommer in New York
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Kritiken (11) — Film: Ein Sommer in New York
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen....Auch wenn der Grundriss der Geschichte, die Kameraführung und der nicht diegetische Teil des Soundtracks sich gut im Konzept des politisch korrekten Dramas kadrieren lassen, hat Ein Sommer in New York - The Visitor einige herausragende Aspekte zu bieten. Man kommt zum Beispiel nicht umhin, die hervorragende Leistung der Schauspieler zu bemerken, und zwar so weit, dass es keinen einzigen Charakter im Film gibt, der den Zuschauer enttäuschen kann. ....
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Nicht nur aus inszenatorischer Sicht kommt „Ein Sommer in New York“ also einem beachtlichen Wurf gleich, auch was den Cast angeht, hat sich da ein toll aufspielendes Ensemble versammelt. Das gilt für den charismatischen Haaz Sleiman ebenso wie für für Richard Jenkins, der seinen persönlichen Persönlichkeitswandel glaubhaft verkörpert. Über allen aber steht Hiam Abass in ihrer nuancierten Interpretation der stolzen, dabei aber gleichzeitig nicht minder verletzlichen und verletzten Frau. In der Summe ist Thomas McCarthy somit ein schöner kleiner Film geglückt, der sich seinem Heimatland nach dem 11. September annimmt. Ob man diese äußerst sensibel vorgetragene Geschichte als zu konstruiert bemängeln möchte, oder nicht doch viel mehr als äußerst klug gesponnenes erzählerisches Netz, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Es ist wahrlich nicht das erste Mal, dass ein Film einen kritischen Blick auf die allzu oft unmenschlich erscheinenden Mühlen der Bürokratie wirft, selten war diese Perspektive so ansprechend umgesetzt. Auch wenn „Ein Sommer in New York“ also mit Sicherheit nicht perfekt ist, wartet der Film mit genügend ruhigen, bewegenden und gelungenen Momenten auf, so dass man sich gewünscht hätte, dass dieser Film nicht ganze zwei Jahre auf seine hiesige Kinoauswertung hätte warten müssen.
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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online
Kommentar löschenDer Film ist ein kluger und warmherziger Essay darüber, was einen Menschen ausmacht. Und zugleich eine Kampfansage: Aufgeben kommt nicht in Frage.
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Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online
Kommentar löschenWalters Begeisterung für afrikanische Rhythmik wird zu einer etwas plakativen Metapher für seine Wandlung zum leidenschaftlichen Individuum in einem sonst zartfühlenden Film.
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenEin äußerst feinfühliger Independentfilm, der nie in stereotype Beschreibungen oder weinerliche Charakter-Klischees verfällt, sondern intelligente Denkspuren und "diskrete" emotionale Berührungen verfolgt. Sehr helfen ihm dabei die hervorragenden Akteure, allen voran natürlich Richard Jenkins.
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F. Everschor: Film-Dienst.de
Kommentar löschenOft kommt man beim Ansehen des Films an einen Punkt, wo man meint, genau zu wissen, wohin sich die Handlung bewegt. Doch McCarthy überrascht immer aufs Neue damit, wie seine feinfühlige Versenkung in die Personen alle Klischees und konventionellen Emotionen zu vermeiden versteht. Wie schon „Station Agent“ gelingt es auch diesem Film, aus einer Figur, die sich fundamental von allem unterscheidet, was heutiges Kinopublikum als attraktiv betrachtet, einen Handlungsträger zu formen, dem zunehmend Sympathie und Anteilnahme zuwachsen und dessen seelischen Verbarrikadierungen sowie deren schrittweiser Überwindung man mit wachsender Aufmerksamkeit zusieht. „The Visitor“ erweist sich als einer der seltenen Filme, die mehr am Menschen als an Ereignissen interessiert sind.
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CornelisHähnel: Schnitt CornelisHähnel: Schnitt
Kommentar löschenGlücklicherweise beweist McCarthy erneut sein Feingefühl für die leisen Zwischentöne, für die großen Emotionen in den kleinen Gesten und das hoffnungsvolle Lächeln in der Ratlosigkeit. Der Film stellt nicht das ungerechte System an den großen Pranger, sondern verlagert die Kritik an den Mißständen in die zwischenmenschlichen Gesten seiner Protagonisten.
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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag
Kommentar löschenIn "Ein Sommer in New York - The Visitor" kommt zur nationalen Selbstheilung noch die private hinzu. Am Schicksal des Jungen aus dem Schurkenstaat fasst Walter neuen Lebensmut. Das ist im Grunde unerträglich, würde Jenkins seine Rolle nicht mit solch einer Zurückhaltung spielen.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenRegisseur Tom McCarthy versteht es insbesondere, der Geschichte den richtigen Rhythmus, ein wohldosiertes Tempo zu verleihen. Niemals fällt er mit der Tür ins Haus. Das Drehbuch nimmt sich vielmehr Zeit, Informationen nach und nach zu liefern. Dabei wird McCarthy in der Inszenierung von der eleganten Kameraführung des Deutschen Oliver Bokelberg und dem Schnitt von Tom McArdle kongenial unterstützt. Der Regisseur konnte insbesondere aber auf einen Hauptdarsteller setzten, der die Öffnung des einst egoistischen Professors glaubwürdig darstellt. Der 60-jährige Richard Jenkins, der bislang insbesondere in den Filmen der Coen-Brüder in Nebenrollen zu sehen war, übernimmt in „Ein Sommer in New York – The Visitor“ seine erste Hauptrolle. Und er spielt sie mit einer solchen Präsenz, dass er 2009 für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert wurde. Neben der einfühlsamen Freundschafts- und Liebesgeschichte bietet McCarthys Film auch deutliche Kritik an der Immigrationspolitik der Vereinigten Staaten, die nach dem 9. September überall Gefahren wittert.
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peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenNach jahrelangem Reagieren lernt Wirtschaftsprofessor Walter Vale (Richard Jenkins) in "The Visitor" endlich wieder das Agieren. Als Mann ohne Eigenschaften, der mit wenig erfolgreichen Klavierstunden die letzte Verbindung zu seiner verstorbenen Frau, einer erfolgreichen Pianistin, herzustellen versucht, wird er durch einen Job in New York aus der Reserve gelockt. Der Film tappt dabei nicht in die Falle, ein Sozialdrama zu werden, sondern bleibt ganz nah am Hauptcharakter. Als sein Leben durch die illegalen Einwanderer hinterfragt und auch berreichert wird, spielt Jenkins diese Wandlung genau mit dem Understatement, die diese Rolle ungedingt verlangt. Die Ansteckung durch die afrikanischen Rhythmen übeträgt sich auf den Zuschauer, der mit "The Visitor" im Prinzip drei Filme zum Preis von einem bekommt: Ein Feelgoodmovie, ein Sozialstudie und einen zarte Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert.
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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer
Kommentar löschenDas Attribut "ausdruckslos" beschreibt perfekt Richard Jenkins, dessen reumütiges Gesicht im Gegensatz zu seinem Namen bekannt sein dürfte. Er kommt aus der Gene Hackman-Schule, maßvoll und bescheiden, Erschaffer von Figuren von nebensächlicher Bedeutung, die in deinem Kopf bleiben, lange nachdem du das Kino verlassen hast. In The Visitor, einer unkonventionellen humanistischen Fabel, die auf liebevolle Art die menschenverachtende Bürokratie kritisiert, übernimmt Jenkins lange die Führung. Und, wie der 60jährige Schauspieler in allen seinen Filmen gezeigt hat: Seine ruhige Präsenz hat mehr Autorität und Schattierungen als die auffälligsten und lautesten emotionalen Feuerwerke.
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Kommentare (20) — Film: Ein Sommer in New York
Kommentar schreibenBrigittes Helm 2011/11/19 11:41:39
Kommentar löschenDer Film wurde ja mit so vielen Vorschusslorbeeren bedacht und hat mich dann doch enttäuscht. Ein sehr klischeehafter Gutmenschenfilm. Genervt hat mich die aufgesetzt wirkende Trommelei am Schluss. Richard Jenkins ist einfach nur großartig. Warum ist dieser grandiose Schauspieler hierzulande so unbekannt?
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hottefa 2011/11/18 10:12:43
Kommentar löschenEin wirklich schöner Film mit einem grauenhaften deutschen Titel (wie so oft).
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annaberlin 2011/10/24 16:16:53
Kommentar löschenEin Sommer in New York hat mal wieder einen total irreführenden, doofen Titel. Was eine seichte RomCom suggeriert, entpuppt sich als Mischung aus politisch angehauchtem Immigrationsdrama und oersönlichem Entwicklungsdrama. Was ich mochte, war die Unvorhersehbarkeit der Handlung und das unschnulzige Ende sowie die vielen unterschiedlichen Ansätze, die "bigger than life" aber irgendwie doch Leben pur sind.
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Roka586 2011/07/11 16:23:09
Kommentar löschenEin alternder Wirtschaftsprofessor, dessen Alltag ohne Impulse einfach an ihm vorbeizieht, findet neuen Lebenswert in der Beziehung zu zwei illegalen Einwanderern, die er bei einem Besuch in New York in seiner Zweitwohnung vorfindet. Als sich Probleme mit den Behörden auftun, verschreibt er sich dazu ihnen zu helfen.
Ein gefühlvoller und äußerst liebenswerter Film, in dem Richard Jenkins auf ganzer Linie überzeugen kann. Im Mittelpunkt steht sein Wiederaufleben, doch regt der Film auch zum Nachdenken über die Zuwanderungsproblematik an.
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Sigmund 2011/03/15 14:58:15
Kommentar löschenEin unspektakulärer aber feiner Film, der den großen, ewigen Nebendarsteller Richard Jenkins endlich mal in einer Hauptrolle zeigt.
Ähnlich wie Jenkins' Talent, durch minimalste Gesten und Blicke hochkomisch zu sein, gelingt es auch dem Film, unaufgeregt von wichtigen Themen zu erzählen. Wie fast alle guten Regisseure führt McCarthy das Publikum dabei nicht an der Leine, sondern lässt Raum für kleine Entdeckungen und eigene Interpretation.
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spanky 2010/09/27 11:22:51
Kommentar löschenLeider weiß die Geschichte nicht so recht wo sie hin will. Die Jenkins-Figur fühlt sich anfangs fast wie "A Single Man" an, nur nicht so stylisch. Leider driftet der Plot in Richtung Happy End, ist sich dann aber doch nicht so recht schlüssig über das Warum und vor allem das Wie. Jenkins Potential wurde damit leider verschenkt.
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jahve 2010/09/05 19:26:20
Kommentar löschenGuter Film...nur ein sehr doofes Ende. Schade...
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pellekraut007 2010/08/31 18:10:07
Kommentar löschen"Walter... pass auf, das ist keine Klassik, vier Takte, nein, das ist Afrika... drei Takte... dadum dadum dadum...!" Und Walter verkauft sein Klavier und schlägt die Djembe. Mit Tarek.
Aber, er lässt seine Hose an! Und die Djembe entfaltet ihren Zauber und legt ihn in den ganzen stillen, wunderbaren Film. Dabei geht es nicht um trommeln! Was für ein Glück! Es geht um die elementare Frage: Was ist... fair? Und das macht diesen Film so großartig und einprägsam! God's own country... why not everywhere? Walter scheitert an seiner eigenen heilen Welt und begegnet Menschen auf der Flucht und auf der Suche nach Glück... und Mouna kehrt heim, zu ihrem Sohn Tarek, während Zainab sich weiter verstecken muss. Kein Kitsch, kein Glamour, keine Scheinwelt und schon gar kein Hollywood! Ach, grunz... es werden doch noch sehenswerte Filme gedreht, die ganz ohne die so arg abgewetzten Einwandererfilm-Klischees auskommen! Grunzdadum!
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aggrotainment 2010/07/24 04:18:13
Kommentar löschenEin Film, welcher zunächst einen sehr langweiligen Eindruck auf mich machte. Aber irgendwie war ich ab der ersten Sekunde gefesselt. Es passiert im Prinzip sehr wenig, dennoch weis der Film eine ganze Menge an Inhalt zu bieten. Positiv war ich von den Schauspielern und dem Drehbuch begeistert. Die Kameraarbeit und die Inszenierung der Trommelszenen sind meiner Meinung nach verbesserungsfähig. Die Geschichte selbst behandelt ein sehr intensives und letztendlich auch trauriges Thema, ganz ohne Partei zu ergreifen. Sehr realistisch und direkt aus der Realität gegriffen, trotzdem mit einem für mich unschönen Ende. Ich erwarte bei einem Film nicht immer den puren Realismus deswegen war ich zum Schluss enttäuscht. Die Hauptperson "Walter" kommt zwar nicht schlecht dabei weg, er hat seinen ungeliebten Job aufgegeben und das Trommeln für sich entdeckt, aber in Bezug auf die Frau und seinen "Freund" hat er doch mehr verloren als gewonnen.
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father911 2010/02/01 11:19:32
Kommentar löschenJenkins ist toll in der Rolle des etwas der Welt entrückten Gelehrten. Wir begleiten ihn bei der Rückkehr ins reale Leben und dabei, daß er sich wieder auf andere Menschen einläßt. Beobachtend und nicht wertend erzählt der Film gefühlvoll von einer sich anbahnenden Freundschaft zwischen dem kautzigen Alten und dem jungen Wilden, dem Musikanten (von Plot her ähnlich GRAN TORINO). Als sehr positiv empfinde ich die Kritik am stumpfen Mechanismus der amerikanischen Einwanderungsbehörde. Treffen dargestellt und angeprangert (sehe ich als Ausländer so).
Neben BURN AFTER READING, wo Jenkins die Rolle des verschlossenen, aber irgendwann zielstrebigen Mucki-Buden-Chefs spielt, war ich auch hier begeistert von seiner schauspielerischen Leistung.
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damn 2010/01/26 14:35:52
Kommentar löschenEin Sommer in New York ist einige Parts zu langatmig und hier und da passten mir die Dialoge nicht bzw. hoffte ich, es komme etwas des "guten" Dialog. Trotzdem aber ist an sich das Thema der Geschichte und die schauspielerische Darbietung gut.
Für einen Kinoabend gibt es bessere Filme, für diesen lieber auf DVD oder im TV-Programm warten.
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Rotorua 2010/01/22 18:38:20
Kommentar löscheneigentlich ein guter film, schade nur dass es keine großartige entwicklung in der beziehung zwischen den hauptpersonen gibt. differenziertere charakterzüge hätten auch nicht geschadet, oder wer würde zwei personen die auf einmal in der eigenen wohnung wohnen gleich so herzlich und ohne bedenken einladen? die trommelszenen, von denen der trailer lebt, haben etwas an emotionalität vermissen lassen, gerade diese musik sollte einen mitreisen, leider war der ton zu leise und die kameraperspektiven sehr gewöhnlich.
trotzdem setzt der film dieses schwierige thema angemessen um, gerade auch weil darauf verzichtet wird unnötig auf die tränendrüse zu drücken.
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Caniggia 2010/01/21 14:25:45
Kommentar löschenkurz nach dem Ende des Films hätte ich diesem Streifen eine vernichtende 4 gegeben. Aber 2 Tage später und mit anderem Blickwinkel hat dieser Film doch diese nicht ganz einfache Thematik der Abschiebung sehr präzise und fein umgesetzt. Verzichtet komplett auf Gefühlsduselei und beschränkt sich aufs wesentlich. Natürlich ist einiges zu bemängeln - vor allem die zu schnell aufkommende Vertrauensbasis der beiden Hauptprotagonisten und die damit verbundene übertriebene Gutgläubigkeit in die Menschheit - jedoch zeigt der Film auch in aller Nüchternheit wie hilflos man doch gegenüber Willkür und Gesetz ist. Und schauspielerisch gibts gleich überhaupt nichts auszusetzen
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AylaView 2010/01/20 22:17:51
Kommentar löschenWelch wunderbarer, einfühlsamer Film. Völlig unaufgeregt wird eine tolle Geschichte erzählt. Richard Jenkins ist absolut perfekt für die Rolle des alleinstehenden Lehrers besetzt und sorgt zwischendurch für wohldosierte, angenehme Schmunzler, indem er Dinge einer Welt kennen- und lieben lernt, die ihm bis dato verborgen blieben und immer mehr auftaut. Schönes Kino!
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gromit73 2012/04/12 23:38:42
Antwort löschenSchön beschrieben!
Muad'dib 2010/01/09 13:47:24
Kommentar löschenDer Filmvorführer hat den Abspann nach genau 10 Sekunden abgebrochen, weil absolut niemand den mehr sehen wollte. Man erlebt ja häufig negative Überraschungen bei einer sneak-Vorführung, aber dass man auch physikalische Anomalien antrifft, ist doch eher selten. Einstein hätte seine wahre Freude an dem Film gehabt. Da sitzt man nun Stunde um Stunde im Kino und die völlig ereignislose Geschichte zieht sich wie klebriger Brei über die Leinwand. Nach gefühlten 3 Stunden sieht man auf die Uhr und mit hochgezogener Augenbraue und einem spock'schen "faszinierend..." auf den Lippen stellt man fest, dass man nichteinmal eine Stunde durchgestanden hat. Daraufhin ertränkt man seine Langeweile in überteuerter Kino-Cola und spürt wie sich die Blase immer mehr füllt, aber man denktr sich natürlich: "Ich geh erst bei einer Szene, wo möglichst wenig passiert, um ja nichts zu verpassen..." Die Auswahl fällt hier schwer. Also geht man dann einfach irgendwann. Woody Allen hat mal gesagt: " Wenn dir ein Film nur Leute zeigt, die von Musik unterlegt miteinander reden, ohne dass man ihr Gespräch mithören kann, dann hatte das Drehbuch nur 7 Seiten oder es hatte 100 und auf jeder Seite stand nur "Die Charaktere stoßen heiße Luft durch ihre Münder aus". Die hälfte aller Szenen entsprach genau diesem Muster. Schade um das spannende Thema und die guten Schauspieler. Wenn man keine Dialoge schreiben will, sollte man keinen dialoglastiges Drama drehen! 5 Punkte gibts für die Botschaft des Streifens und für die Szenen, in der die Mimik, Gestik und die Musik die Sprache ersetzen, denn nur hier entstehen Emotionen und es wird klar, wie toll "Ein Sommer in New York" hätte werden können.
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StefanSangrero 2010/01/11 23:00:02
Antwort löschenDas Problem ist doch, dass wenn man die Dialoge gehört hätten, sie sich wahrscheinlich tatsächlich über das Wetter unterhalten hätten, wie Norbert angedeutet hat. Die Situationen, in denen sich die Charaktere unterhalten haben, waren solche des Kennenlernens, zaghafte Versuche der Annäherung und Verständigung, die vonkulturellen Unterschieden, Ängsten und Zurückhaltung ausgingen. Tiefgründige Gespräche kann man sich davon genauso wenig erhoffen wie bei einem Smalltalk zwischen mir und meinem Apotheker. Im Vordergrund stand die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehung zueinander. Diese ließ sich über die mis-en-scène, Musik und Gestik ausreichend darstellen. Dialog hätte dem Film einiges an seiner Aussagekraft genommen. Und an Stellen, an denen er eingesetzt war, war er überzeugend und notwendig: z.B. im Abschiebegefängnis. Ein Film kann ohne Dialoge auskommen. Das hat Odyssee im Weltraum allein schon bewiesen. Und da würde mir Woody Allen sicher auch zustimmen.
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Muad'dib 2010/01/12 14:37:17
Antwort löschenDer Vergleich mit einem großen Meisterwerk ist hier kaum angebracht mein guter. 2001 erzählt eine große Geschichte über die Menschheit, eine Vision, wie das Leben sich entwickeln könnte. Der Film bietet eine Betrachtung drüber an, was der Mensch ist und zwar allgemeingültig. Natürlich kann ihm das nicht vollends gelingen, das können Philosophen in dicken Büchern nicht leisten, wie sollte das also ein 2 Stunden Film schaffen. Was The Visitor macht ist der gegensätzliche Ansatz. Hier wird eine Stichprobe genommen und damit wird versucht etwas auszusagen, aber genau diese Aussage ist sowieso jedem offensichtlich. Die ganze Migrantions-Integrations-Abschiebungs-Problematik ist sehr komplex und vor allem nicht ausschließlich durch irgend ein ungerechtes System verschuldet. Unzählig viele Faktoren und genauso viele Menschen haben damit zu tun und das stellt der Film mir nicht dar. Hier ist es ein herzloses System mit dicken schwarzen Gefängniswärtern, die sich nicht von der Stelle rühren und sich auf keine Diskussion einlassen wollen, das an der Zerstörung des glücklichen Müßiggängerlebens der Einwanderer Schuld ist. Das Dargestellte ist ein Anfang, 5 Punkte halt, aber ich gehe aus dem Kino, nicht nur nicht unterhalten, ob das Ereignislosen und langatmigen Films, sondern zudem auch noch mit dem Gefühl, dass da noch viel mehr ist. Und das es gut gewesen wäre, hätte man davon wenigstens andeutungsweise etwas mitbekommen. Der Gefängniswärter wird möglicherweise selbst diskriminiert und sein Bruder wurde von Polizisten verprügelt und er macht auch nur seinen Job, verdient sich und seiner Familie sein Essen. Er ist nicht Herzlos, aber er ist nicht das System und er kann auch nichts daran ändern. Solche kleinen Denkanstöße hätten Wunder wirken können. Hätten...
StefanSangrero 2010/01/12 20:09:58
Antwort löschenDu hast Recht: Die Aussage des Films über die Migrationsthematik ist offensichtlich. Sie wurde schon allzu oft behandelt. Gerade deshalb bedarf es hier keiner Dialoge. Und du hast auch Recht: Man hätte auf die Ursachen der Probleme mehr eingehen können, man hätte die Gefängniswärter thematisieren können, man hätte und hätte und hätte. Aber origineller gemacht hätte es den Film auch nicht. Crash wurde schon gedreht. Deshalb finde ich den Film gerade daher gut, dass er nicht versucht einen möglichst umfassenden Rundumblick der Thematik zu kreieren - er spielt sich fast konsequent auf der Ebene der Personen und ihrer Psychologie ab. Gerade die Rolle des sich selbst betrügenden lebensarmen Professors ist dabei eine Neuerung. Wie er durch den Kontakt mit den Immigranten wieder Kraft und Lebensfreude fasst, steht im Mittelpunkt. Es wird nicht auf sachlicher Ebene argumentiert: "Ja und die Immigranten sind ja eine kulturelle Bereicherung und Essen und Gewürze und Musik und hier und da", sondern diese Bereicherung ist in diesem Film vorwiegend psychologisch. Ausgehend von dieser Ebene kann der Zuschauer dann größere Schlüsse ziehen, muss er aber nicht.
Broken_Psycho 2010/01/09 13:27:48
Kommentar löschenIch war heilfroh, als ich nach gefühlten dreieinhalb Stunden endlich aus dem Sneakfilm rauskonnte.
Zweifelsohne ist die Einwanderungsthematik der USA ein sehr spannendes und interessantes Thema, hier wurde dies jedoch in einer sehr unglückliches Weise umgesetzt.
Zwar bekommt man im Film sehr viel von New York und seinen Einwohnern zu sehen, es wird aber auch schnell klar, dass arg am Drehbuch gespart wurde.
Die Dialoge, die im Film vorkamen waren in meinen Augen einfach nur haarsträubend und sobald es zu einer interessanten Szene/Gespräch kam, wurde dies einfach geschnitten und überblendet. Nicht umsonst haben wir schnell den Vergleich zu "lieblosen Chatzitaten" gezogen. Es hätte nur noch gefehlt, dass sie sich über's Wetter unterhalten hätten, dann wäre es perfekt gewesen.
Alles in allem war ich sehr enttäuscht (vor allem da mir mp eine Vorhersage von 9.5 gemacht hat) und kann nur sagen, dass ich jedem Zuschauer eher Filme wie "Crossing Over" etc. empfehlen würde.
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StefanSangrero 2010/01/09 02:04:24
Kommentar löschenIch bin über die sehr positive Bewertung von um die 8 Punkte ein wenig verwundert. Zwar hat der Film einiges zu bieten, v.a. die Charakterstudie eines Manns, der ein leeres vorgetäuschtes Leben in einsamer und mühsamer Erinnerung an seine Frau führt, um durch das zufällige Eindringen dreier Einwanderer wieder Farbe und Rhythmus eingehaucht zu bekommen. Der Film spricht vor allem durch Bilder, den gezielten Einsatz von Farbe und Einstellungsgrößen und die vielen Aufnahmen durch transparente Wände, die die Grenzen zwischen den Besuchern aus der Entwicklungswelt und den USA verdeutlichen. Es ist ein Film, der sich Zeit lässt und zu genauerem Hinsehen anregt und der das Charakterliche mit der Immigrationsthematik auf leise Art und Weise verschmelzen lässt. Neue Fragen wirft er jedoch nicht auf.
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Andi Shiva 2010/01/14 01:40:41
Antwort löschenAja.. du bist über 8 Pkt verwundert, gibst aber selber nur 0,5 weniger!? Hmmm??? =;-)
wastlh 2009/12/30 00:14:08
Kommentar löschen"The Visitor" thematisiert eine wirklich ansehliche Charakterveränderung.
Das Leben des Hauptdarstellers ist zuerst leer und hat für seine Existenz wenige Gründe. Die zwei, meiner Meinung nach sympathischen, Einwanderer, die unwillkommen abgeschoben werden, aber geben ihm zu denken, zeigen auf, dass da etwas nicht stimmen kann. Letztendlich ist es ein belehrender Film, von dem man sich gerne zum Nachdenken anregen lässt.
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KallePL 2009/02/06 23:44:28
Kommentar löschenJa, der Film ist unaudringlich, er gibt dem Schweigen Raum, das vor allem ein Ausdruck der Hilflosigkeit der Figuren, vor allem Walters ist. Es geht in dem Film nicht nur um das Einwanderungsproblem in den USA, sondern um die Wahrnehmung kultureller Unterschiede zwischen den Kontinenten Afrika und Amerika wie auch um unterschiedliche afrikanische Mentalitaeten. Die Beziehungen sowohl zwischen Walter und Tarek als auch zwischen Tarek und seiner senegalischen Partnerin wie auch zu seiner Mutter werden erst wirklich lebendig in Tareks Abwesenheit. Ein konsequent gespielter Film mit leisen Toenen. Ich haette ihm dennoch mehr musikalische Momente gewuenscht.Einige Szenen sind auch nahe am Rand zum Kitsch (Walter und Tareks Mutter in der Umarmungsszene) bzw. einfach vom Drehbuch her voellig misslungen (der Dialog von Walter und Mouna im Restaurant nach dem Besuch des Musicals).
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aikifreak 2008/11/17 01:44:18
Kommentar löschenGenial. Richard Jenkins ist die Optimalbesetzung für die Figur des Professors Walter Vale, dem sämtliche Lebensfreude mit dem Tod seiner Frau abhanden kam und im trögen Alltag der Universität so tut als würde er etwas tun. In seiner New Yorker Wohnung haben sich in seiner Abwesenheit zwei illegale Einwanderer einquartiert und er läßt sie nach einem Zusammentreffen weiter bei sich wohnen. Der aufgeschlossene Syrer Tarik spielt professionell die Djembe und Walter wird vom Rythmus des Instruments langsam aus seiner Melancholie geweckt. Tarek wird dann aber festgenommen und landet in Abschiebehaft und die Kälte des Systems schlägt unbarmherzig zu.
Den Film zeichnen viele ruhige Momente aus und dieses Schweigen vermag mehr auszudrücken als ein Dialog oder Filmmusik es könnte. Gerade die Szenen mit Tareks Mutter - Hiam Abass - und Walter sind ein Genuß. Es stimmt einfach die Chemie zwischen beiden Schauspielern und Dialoge würden da fast schon störend wirken.
Sehr positiv finde ich, daß der Griff in den Schmaztopf ausbleibt. Kein Gefühl wird dem Zuschauer künstlich untergejubelt, trotzdem bleiben die Eindrücke haften.
Für Liebhaber ruhiger, gefühlvoller Filme ist dieser Streifen ein muß, die MTV-Staccato-Generation wird ihm wahrscheinlich nichts abgewinnen können.
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