Unter Kontrolle
Unter Kontrolle (2011), DE Laufzeit 102 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 26.05.2011
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von Volker Sattel,
Unter Kontrolle führt uns vor Augen, wie groß die Anstrengungen sind, die “friedliche” Nutzung der Kernenergie, mit der Wirklichkeit zu versöhnen. Was passiert eigentlich hinter den Mauern der Kernkraftwerke? Unter Kontrolle – macht das Unsichtbare sichtbar. Regisseur Volker Sattel hat sich der Aufgabe angenommen und besuchte deutsche Atomkraftwerke. Die Kamera ist dabei, wenn die Menschen scheinbar selbstverständlich mit der gefährlichsten Materien der Welt umgehen.
Mehr Bilder (9) und Videos (1) zu Unter Kontrolle
Cast & Crew
-
Volker Sattel
Regie
Schauspieler
-
Volker Sattel
-
Stefan Stefanescu
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- 2010, 2010er Jahre
- Ort
- Deutschland, Österreich
- Handlung
- Atomenergie, Atomkraftgegner, Atomkraftwerk, Ingenieur, Kernkraftwerk, Nukleare Katastrophe, Reaktor
- Stimmung
- Ernst, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Unter Kontrolle
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Kritiken (7) — Film: Unter Kontrolle
Christian Alt: NEGATIV
Kommentar löschen[...]Das Bemerkenswerteste ist jedoch die Ästhetik des Films. In 35 mm und Cinemascope gedreht spricht aus jedem Bild eine große Faszination für die Technik. Imposante Bauten aus den Zeiten der alten Bundesrepublik, antiquierte Schaltzentralen in denen eben noch nicht alles computerisiert ist, faszinieren und verstören gleichermaßen. Das modernste deutsche Kraftwerk sieht aus, als käme es direkt aus einem 70er-Jahre Science Fiction-Film. [...]
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenUnder Control: Odyssee im Kernkraftwerk, Bilder zwischen Erforschung und Bestandsaufnahme, Dokumentation in CinemaScope. "Unter Kontrolle" von Volker Sattel beginnt wie pure Science-Fiction: In schönsten Breitwandbildern führt er durch artifiziell erscheinende Kontrollräume und schwebt hinweg über diffuse technische Wunderwerke. Doch der schwelgerische Schein trügt, in seinem Dokumentarfilm hat Sattel lediglich verschiedenste Kernkraftwerke in Deutschland und Österreich besucht, denen er faszinierende Einblicke abgewinnt. Und die Kamera ist überall, beobachtet Konferenzen, Arbeitsprozesse, Mitarbeiter, am Liebsten noch würde sie wohl gespaltene Atome ablichten. Wie die essayistischen Dokumentationen von Harun Farocki verzichtet auch Sattel auf konventionelle Hilfestellungen, kein Off-Text, keine klare Linie und keine überdosierten Hintergrundinformationen behindern seinen nüchternen, ja geradezu rücksichtsvollen Blick. [...]
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenLaufend werden Kontrollverfahren gezeigt. Wahrscheinlich stellen sich die Betreiber hier in ein zu gutes Licht! Erlebt man im Film, wie viel geprüft und überwacht wird, könnte man meinen, es passiere nie etwas. Aber es passiert eben doch. Kommentar gibt es keinen – ein objektiver Vorteil. Ingenieure, Strahlenschützer, Wissenschaftler, Risikoforscher, Schulungsleiter, Pressesprecher kommen zu Wort.
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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter
Kommentar löschenIn ruhigen Einstellungen wird die sterile Welt der Kernkraftwerke und Zwischenlager erforscht, zu Wort kommen Betreiber und Mitarbeiter, aber nur wenige Kritiker. [...] Mit meist statischer Kamera, in mitunter schmerzhafter Ruhe, erschließt sich eine seltsame Welt, in der nur Männer agieren. [...]
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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR
Kommentar löschenUnter Kontrolle ist eine Dokumentation des Innenlebens deutscher Atommeiler, von der man sich mehr Informationen gewünscht hätte. In dem Eröffnungsfilm des Dokfilmfest München zieht der Regisseur Volker Sattel sich auf eine sehr grafisch geprägte Bilderwelt zurück. Spannendes Thema mit geringem Output.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenIn kühlen Bildern zeigt Sattel die Ästhetik einer Technik des vergangenen 20. Jahrhunderts. Das Besondere: Unter Kontrolle wertet nicht, er beobachtet nur. [...] Bild für Bild vermisst Sattel eine fremde und unbehauste Welt, lässt sich von der imposanten Ansicht verführen und vergisst darüber streckenweise jegliche Form von Dramaturgie. Die Aneinanderreihung von einem AKW an das nächste endet in Beliebigkeit.
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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online
Kommentar löschenSo wirkt der geschlossene Kraftwerkskosmos in Unter Kontrolle wie ein einziger Anachronismus. [..]
Vor der Industrieruine von Kalkar hat ein findiger Mensch einen kleinen Jahrmarkt aufbauen lassen, in einem der ehemaligen Kühltürme jaulen Kinder auf einem Kettenkarussell. So viel Spaß kann es machen, eine Branche zu beerdigen.
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Kommentare (6) — Film: Unter Kontrolle
Kommentar schreibenDerDude_ 2012/04/02 23:09:04
Kommentar löschen"Unter Kontrolle" ist eine bedrückende, bildgewaltige Dokumentation über die umstrittene Branche Atomkraft. Das das arg kompliziert ausfällt dürfte klar sein. Der Film versucht gar nicht erst technische Klarheiten zu schaffen. Viel mehr stellt der Film ein kühles Requiem auf eine Branche dar.
"Unter Kontrolle" zeichnet sich zum einem durch seine Andrei Tarkowski ähnlichen Bilder aus :
Rauch aus dem Atomkraftwerk treibt vor funkelndem Vollmond umher, Autobahnen und Flüsse im Schatten des Kraftwerkes. Der Kontrast zwischen Atomkraft und Natur ist allgegenwärtig. Stll und Leise ist das, impressionistisch und in den besten Momenten beklemmend. Die spärlichen Interviews versuchen meist über die Arbeit in Kraftwerken aufzuklären. Insgesamt wird in "Unter Kontrolle" für eine Dokumentation enorm wenig geredet. Vielmehr sprechen die Bilder für sich.
Dadurch wird der Film selbstverständlich für einige sehr anstrengend. Wer jedoch die impressionistischen Bildern auf sich wirken lassen kann, wird mit einem poetisch, beklemmendem Poträt eines Fortschrittes der zur Angst wurde.
Und die Tatsache, das der Film noch vor Fukushima abgedreht wurde, macht ihn noch sehenswerter.
"Am Ende entsteht der Eindruck der Vergeblichkeit, als hätten wir die Atomkraft enttäuscht, nicht umgekehrt. das Wunder der Technik wartet geduldig auf einen neuen Menschen, der vernunftbegabter ist - und keine Angst hat vor der Ewigkeit"
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Kubrick_obscura 2011/06/24 19:42:25
Kommentar löschen"Unter Kontrolle" ist durchtränkt mit Poesie und für einen Dokumentarfilm reichlich schweigsam. Volker Sattel inszenierte seine Aufnahmen zu einer Elegie auf eine untergehene Branche, die die Schöpfungskraft der Wissenschaft ebenso würdigt, wie sie die Kurzsichtigkeit der Wirtschaft kritisiert.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Mr Vincent Vega 2011/06/24 20:40:54
Antwort löschenDokumentarfilme sollten am Besten immer schweigsam sein. Dann können sie sich nämlich ganz aufs Dokumentieren konzentrieren.
Kubrick_obscura 2011/06/24 21:01:40
Antwort löschenMit dem Kommentar habe ich schon gerechnet. Ich widerspreche dir da auch garnicht. Ich bin eher vom "üblichen" DokFilm, mit seinen Off-Kommentaren und langen Interviews ausgegangen. Filme wie "Unter Kontrolle" sind da schon mehr die Ausnahme.
Mr Vincent Vega 2011/06/24 21:03:25
Antwort löschenNicht, wenn man gern die Dokumentarfilme von z.B. Harun Farocki schaut. Da wirken dann irgendwann eher Dokus mit Kommentaren befremdlich, weil sie doch eher verfälschen, statt wirklich abzubilden.
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Horvath 2011/06/25 14:37:09
Antwort löschenMittlerweile sind es zu 90% die Sender die auf die Kommentare bzw. Voice Over bestehen. Und da die Abhängigkeit des DokFilmers vom Fernsehen sogar noch größer ist als beim Spielfilm, wird der Forderung auch zumeist entsprochen. DokFilme ohne Kommentare wirken bei den Redaktionen per se verdächtig, da sie am Ende gar noch Raum zur Interpretation lassen.
Kubrick_obscura 2011/06/26 00:28:07
Antwort löschenIch kann mir nichts schlimmeres vorstellen. :)
schoschi 2011/06/23 23:00:24
Kommentar löschenDoku über Atomkraft. Sehr neutral in der Aussage, zeigt hauptsächlich Ansichten & Aktivitäten in Atomkraftwerken, Lehrzentren und AK-Demontage. Teilweise sehr ästhetische Bilder, nur wenige Interviews. Sehr interessante Einblicke.
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Kroof 2011/06/22 14:01:09
Kommentar löschenBis auf ein paar gelungene Kameraführungen, ein absolut langweiliger Dokumentarfilm.
Der ganze Film besteht nur aus mehreren unverständlichen Szenen von Atomkraftwerken Deutschlands, die lieblos aneinandergereiht wurden. Außerdem wurden die einzelnen Szenen viel zu lang eingeblendet, was einfach nur nervtötend war. Zwischendurch haben irgendwelche Wissenschaftler mit süddeutschen Dialekt ihren Senf dazugegeben.
Ich werde diesen Kommentar mit einem kurzen Fazit abschließen:
SCHMERZHAFT!
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Windom Earle 2011/06/20 00:27:58
Kommentar löschenIn das Universum Volker Sattels einzudringen ist nicht gerade einfach. So assoziativ und metaphorisch sind seine Bilder auf den ersten Blick, so prägnant und konkret auf den zweiten. Bezeichnend, dass Sattel vor ein paar Jahren ein Remake von Walter Ruttmanns ‘‘Berlin – Symphonie einer Großstadt‘‘ drehte. Genauso symphonisch könnte man auch ‘‘Unter Kontrolle‘‘ bezeichnen: die dokumentarische 35mm-Symphonie einer überholten Technik, eines ausgeträumten Traums, einer unfreiwillig komischen Welt.
Wo einst Burgen standen thront nun das Atomkraftwerk über der Kleinstadt und scheint alles unter seiner Kontrolle zu haben. Gerade in solchen unscheinbaren Momenten werde ich das Gefühl nicht los gerade den realsten und bedrohlichsten Science-Fiction-Film, den es je gab gesehen zu haben. Sattel spielt hier mit szenischen Elementen – bei einer langsamen Dollyfahrt auf einem Bürogang erwarte ich hinter jeder Ecke die Shining-Zwillinge oder zumindest eine Welle Blut, die in Zeitlupe aus dem Aufzug stürzt. Und da liegt eine der Stärken des Films – er schafft ein unsichtbares drittes Bild zwischen der Schnittstelle, dass ich nur in meinem Kopf wahrnehme, ich werde dank der wunderbaren Montage permanent gezwungen zu assoziieren. Kommentarlos und im statischen und wunderschön fotografierten Cinemascope zeigt er die Alltags-Absurditäten der verschiedenen deutschen und österreichischen AKWs, eine nerdige Männergesellschaft in Bademänteln wie aus einem Roy Andersson Film, ausgediente 70er-Jahre Technik, die blinkt und piept, einen bizarren Freizeitpark mit Kettenkarussel im stillgelegten Atom-Meiler und verschafft einen nie dagewesenen (und wohl auch den letzten) und längst fälligen Einblick in den absurden Kosmos Kernkraftwerk.
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jimmey11 2011/06/20 00:33:05
Antwort löschen'[...] er schafft ein unsichtbares drittes Bild zwischen der Schnittstelle, dass ich nur in meinem Kopf wahrnehme, ich werde dank der wunderbaren Montage permanent gezwungen zu assoziieren.'
Klasse Kommentar!
redZora42 2011/05/25 11:51:59
Kommentar löschenSehr zäher, Pseudodokumentarfilm, der Impressionen von Kernkraftwerken zeigt.
Pluspunkt: es gibt keine Schauspieler und man ist einfach so mit dabei.
Aber: es ist beinahe unmöglich zu verstehen, was passiert.
Sehr, sehr ruhig, ohne viel Spaß.
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Windom Earle 2011/06/18 21:22:33
Antwort löschenPseudodokumentarfilm? aha.