Waltz with Bashir

Waltz with Bashir (2008), DE/FR/IL Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Historienfilm, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 06.11.2008

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von Ari Folman, mit Ari Folman und Ron Ben-Yishai

In Waltz with Bashir interviewt der israelischer Regisseur Ari Folman Veteranen aus dem Libanonkrieg, da ihm selbst aus dieser Zeit nur Albträume, aber keine Erinnerungen geblieben sind.

Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari Folman von seinem Alptraum. Darin wird er von 26 dämonischen Hunden gejagt. Jede Nacht – immer die gleiche Anzahl an Hunden. Die beiden kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon-Krieg Anfang der 80er Jahre bestehen muss. Ari ist verblüfft, dass er jegliche Erinnerung an das damals Geschehene verloren hat. Er beschließt, alte Freunde und Kameraden aufzusuchen und mit ihrer Hilfe diese Lücke in seinem Gedächtnis wieder zu schließen. Je tiefer er sich mit den Erinnerungen der anderen auseinandersetzt, desto klarer werden seine Gedanken und die Vergangenheit erscheint in surrealen Bildern.

Hintergrund & Infos zu Waltz with Bashir
Waltz with Bashir ist eine internationale Koproduktion aus Israel, Frankreich und Deutschland. Regisseur Ari Folman verbrachte allein vier Jahre mit der Recherche für die Geschichte. Waltz with Bashir wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet und war für den Oscar als Bester ausländischer Film nominiert. Die Figuren im Film wurden von verschiedenen israelischen und ausländischen Zeichnern erstellt, was zu dem visuell-individuellen Stil beiträgt.

Der Titel Waltz with Bashir bezieht sich auf den ehemaligen libanesischen Präsidenten Bachir Gemayal. Gemayal wurde 1982 zum Präsidenten gewählt und nur wenige Wochen danach ermordet. Er befand sich in aussichtsreichen Friedensverhandlungen mit Israel und ihm wurde der Vorwurf gemacht, den Libanon zu verraten. Dieses Attentat, Gemayal war Christ, wurde von christlich-libanesischen Milizen gerächt. Mitten im libanesichen Bürgerkrieg überfielen die Milizen palästinensische Flüchtlingslager. Dieser Racheakt ist als das Massaker von Sabra und Schatila (die Namen der beiden Lager) in die Geschichte eingegangen.

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Cast & Crew


Kritiken (15) — Film: Waltz with Bashir

Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...

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8.5Ausgezeichnet

Die düsteren Bilder, die Folman für seine Geschichte findet, reißen mit, wirken aber nicht gleichzeitig so abstoßend, dass man sich vom Geschehen auf dem Bildschirm distanziert. Die Geschichte selbst ist dabei ungewöhnlich episodisch aufgebaut, indem sich Folman in Gesprächen mit einer Psychologin, einem Reporter und verschiedenen ehemaligen Kameraden nach und nach an den Krieg erinnert, bis schließlich auch die Erinnerung an das Massaker zurück kommt. WALTZ WITH BASHIR ist nicht einseitig, verharmlost nichts, auch nicht die israelische Beteiligung den den Gräueln des Krieges, schlägt schließlich gar die Brücke nach Auschwitz und wirkt nicht einmal dabei unnötig übertrieben, denn das Grauen, das Folman in so bemerkenswerter Form einfängt, wirkt ungeheuer lebendig.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

Ari Folman war 1982 als israelischer Soldat im Libanon stationiert, und Zeuge des Massakers von Sabra und Schatila in dem christlich-libanesische Milizen eine bis heute nicht eindeutig geklärte Anzahl von Palästinensern ermordeten. „Waltz with Bashir“ ist somit sowohl autobiographisch, als auch dokumentarischen Charakters, ist gleichzeitig aber auch ein Trickfilm. Die Frage, ob die gezeichneten Bilder nicht das dokumentarische Ansinnen konterkarieren, ist in diesem Zusammenhang eine Frage, die durchaus ihre Berechtigung hat. Gleichzeitig unterstreichen diese künstlichen Bilder aber auch die Subjektivität von Erinnerungen. Und so dreht sich „Waltz with Bashir“ konsequenterweise auch um den Versuch Ari Folmans, sich seine eigenen Erinnerungen an das damals Erlebte wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wie so oft, geht es auch in diesem Fall um Verantwortung, Schuld und Sühne. Hätten die israelischen Truppen nicht eingreifen müssen, als sie das Morden bemerkten? Der Film schlägt ziemlich schnell…

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.5Ausgezeichnet

Was mit Alpträumen und Halluzinationen beginnt, wird immer konkreter - bis am Schluss eine 50-sekündige Archivsequenz völlig unvermittelt mitten ins Mark trifft, indem sie zu den realen Opfern des Massakers umschwenkt. Stilistischer Bruch und nachhaltiger Schlusspunkt eines Films, der ob seiner Machart nicht nur als einer der ungewöhnlichsten des Jahres 2008 in Erinnerung bleibt.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Das Ergebnis ist nicht nur vom Thema her, sondern auch von der Machart her überwältigend. Die (alp-)traumhaften Bilder von kläffenden Hunden, goldigen Stränden oder Hinterhalten in Strassenschluchten brennen sich in das Gedächtnis ein. Dabei wird auch die Unverlässlichkeit der Erinnerung thematisiert. So erzählt ein Kollege von einem Experiment, bei dem Personen zehn Bilder aus ihrer Kindheit gezeigt werden. Neun der Bilder sind echt, eines davon eine Collage. 80 Prozent der Versuchspersonen «erinnern» sich sofort auch an die gefälschte Szene, die übrigen 20 Prozent «erinnern» sich nach einer Weile ebenfalls daran. So kann auch «Waltz With Bashir» – noch deutlicher als «reale» Dokumentarfilme – nur als Annäherung an die wirklichen Vorfälle verstanden werden.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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9.0Herausragend

[...] Folman erzählt die Geschichte als visuelles Erlebnis: jede Szene hat neue optische Einfälle und Arrangements. Viele Szenen sehen aus wie ein nachkolorierter Realfilm. Das Spiel mit Licht, Farbe, fliegendem Wechsel zwischen realfilmartigen Szenen und comichafter Überzeichnung ist immer wieder überraschend.[...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.5Sehenswert

Nun kann man natürlich aufschreien. Wie soll man einen Film wegen seinen eindeutigen Längen kritisieren, wenn er doch inhaltlich so wichtig und nah am Leben ist und zudem von den Schrecken des Krieges erzählt. Nun ja, das geht schon, bedenkt man mal das Waltz with Bashir ein als Doku verkleideter Spielfilm ist. Folman erzählt seine Anamnese-Studie nach klare dramaturgischer Linie. Wenn es da Hänger gibt, ist das nicht gewollt.
Gerade dieser Film will fesseln und mit suggestiven Bilder ein Abbild des Krieges schaffen, was man vorher noch nicht gesehen hat. Das gelingt ihm hervorragend. Der Mix aus Traum und Wirklichkeit. Anscheinend hat man die Interviews wirklich gefilmt und danach animiert.
Die Frage, warum das alles gezeichnet ist und in hypnotisch langsame und teils hacklige Flash-Animationen gepackt wurde, klärt sich am Ende auf. Folman benutzt da einen Trick, der schon Robert Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari" so besonders gemacht hat. Das subjektive Bewusstsein…

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Politisch ist der Film, besonders auf die israelische Situation bezogen, sehr mutig. Er wendet sich auch klar gegen übliche Machart von Dokumentarfilmen, in denen man – man denke etwa zuletzt an Errol Morris' Dokumentation "Standard Operating Procedure".

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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9.5Herausragend

Trotz der Distanz, die die animierten Bilder also schaffen, fühlt man sich förmlich in das Geschehen hineingezogen. Wenn am Ende reale Bilder von den Leichenbergen in Sabra und Schatila zu sehen sind, dann ist dies lediglich eine letzte Rückversicherung, dass wir in den letzten knapp anderthalb Stunden keinen perversen Albtraum gesehen haben, sondern nichts anderes als die zutiefst artifiziellen und erschreckend glaubhaften, bis an den Rand des Erträglichen verdichteten Bilder des Krieges, die niemanden mehr loslassen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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9.5Herausragend

Realität und Fiktion verschwimmen nicht einfach. Indem die verschiedenen Reflexionsebenen nach Art der "Graphic Novel" in einem einheitlichen Zeichenstil auf eine Stufe gestellt werden, sehen wir die Welt durch Folmans Augen. Was hat er in Nähe der Lager damals gesehen? Was nicht? Er will keine Wirklichkeit vorgaukeln. Sondern sein "dissoziatives Erinnern" veranschaulichen. ... So einzigartig Folmans Film wirkt, steht er doch auch für einen Trend: die Suche nach neuen Formen im fast verwaisten Bereich zwischen eskapistischer Fiktion und Reality-Wahn, das fröhliche Experiment mit den Formaten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Ein ungewöhnlicher Film, eine Kriegsdokumentation als Zeichentrickfilm, eine Spurensuche, die zu den Massakern von Sabra und Schatila führt - aber keine Schuldigen sucht, sondern Wahrheit, falls das möglich ist. Ein Film, der unsere Sehgewohnheiten unterläuft, die Distanz zu den Kriegsbildern der Nachrichten aufhebt und uns öffnet wie eine Muschel, um uns am Ende ganz wehrlos und offen den Realbildern des Massakers zu überlassen. Ein Film, der etwas zu sagen hat, der Respekt vor seinen Protagonisten und der Geschichte hat und ein Film, der eine künstlerische Vision umgesetzt hat, damit wir die Welt so sehen konnten, wie wir sie noch nie gesehen haben. [Mehr im Podcast]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.0Ausgezeichnet

Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit - eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West-Beirut während des ersten Libanonkrieges...

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Ein Zeichentrickfilm als Dokumentation? Das erscheint dem nüchternen Verstand als Unmöglichkeit oder als Scherz im Abspann eines Pixar-Zeichentrickfilms. Doch in „Waltz with Bashir“ zeigt sich in dunklen Zeichnungen ein Grauen aus den Kriegen im Libanon, das wohlmöglich in dieser Kunstform erträglicher daherkommt. Auf jeden Fall verstecken die Täter und Zeugen des Massakers in den Palästinenser-Lagern Sabrah und Shatila ihre Aussagen hinter den Farbschichten. Eine Methode, die sicherlich nicht zufällig auch bei der israelischen Dokumentation „Z32“ angewandt wird.

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TheCorey: MovieMaze

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6.5Ganz gut

Zwei Freunde treffen sich des Nachts am Hafen in einer Bar. Filmregisseur Ari Folman hört sich an wie ihm ein Freund von einem wiederkehrenden Albtraum erzählt. Doch der Bezug auf Folman selbst will sich diesem nicht erschließen. Ob er sich denn gar nicht mehr an den Libanonkrieg 1982 erinnere, wird Folman gefragt. Zwar weiß Folman, dass er als Zwanzigjähriger damals Bestandteil der israelischen Streitkräfte war, jedoch hat er jede Erinnerung an den Krieg ausgeblendet. Doch wieso? Folman beginnt sich selbst zu fragen, was der Katalysator für seine Verdrängung gewesen sein könnte. Allerdings kommt er von selbst nicht darauf, kann die Mosaikstückchen nicht zusammenklauben. Daher macht er sich auf die Suche nach ehemaligen Kameraden, die gemeinsam mit ihm in Beirut gedient haben. Speziell sein alter Schulfreund und ein ihm Unbekannter – beide sind Teil der einzigen Erinnerung, die Folman noch besitzt. Doch auch der Freund, welcher sich inzwischen nach Holland abgesetzt hat, kann oder will Folman nicht weiterhelfen. Aber der Regisseur gibt nicht auf. In Einzelgesprächen mit ehemaligen Freunden, die ebenfalls gedient haben, sowie Therapeuten und Journalisten fügt er dem blutigen Bild von eins immer neue Bilder hinzu, bis sich ihm am Ende das große Ganze offenbart. Und Folman merkt, dass man zwar seine Vergangenheit vergessen kann, aber die Vergangenheit einen selber nicht vergisst.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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8.0Ausgezeichnet

Ein gezeichneter Dokumentarfilm, das ist auch die logische Folge des nun zehn Jahre dauernden Siegeszuges der Grafic Novel, an dessen Anfang die Frage stand: Kann man ernste Dinge mit einer so unernsten Methode wie dem Comic schildern? ... Auch "Waltz with Bashir" zehrt von dieser Spannung.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.5Ausgezeichnet

Folman lässt die Szenen zwischen Traum und Wirklichkeit changieren, manchmal überlagern sich mehrere Zeiten. All das ist äußerst vielschichtig gestaltet. Politisch geht der Film jedoch über eine Traumabewältigung der persönlichen Art nur in der Weise hinaus, als er sich an der Rolle der israelischen Armee beim Massaker abarbeitet.

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Kommentare (127) — Film: Waltz with Bashir


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Jek-Hyde

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Bewertung5.0Geht so

Großteilig eine Geschichte von der man wohl zu wenig erfährt, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Film nicht im geringsten weiß wohin er will. Als Studie über Psychologie ist er zu oberflächlich; Als Doku zu Filmhaft; für einen Film zu Dokuhaft. Großteilig hält er sich zurück, übermalt alles in tiefen schatten, und in den letzten Minuten fällt ihnen dann ein, Scheiße, wenn wir nicht nochmal voll drauf gehen, wird keiner Schockiert sein. Dann wird halt überlegt wie man noch was reißen kann und nach dem bis dahin leicht psychedelischen Trip, mit seinen Übermalungen, der Musik und allen was so stimmig war wird extra noch ein paar Leichen eingeblendet, nur damit wir schockiert sind. Das ist Unschärfe. Wenn wir so nah herangehen, erkennen wir überhaupt nichts. Wenn es nur darum ging zu zeigen, dass Krieg scheiße ist, und um wach zu rütteln, hätte sie auch die ganze zeit nur Leichen und Chaos zeigen könne, aber das hätte nicht gewirkt, weil sich so was kein gesunder Mensch ansieht, zumindest keiner, der es auch geistig gesund bleiben will. Im Endeffekt weiß ich nicht, was der Film von mir wollte. Ich erfuhr nur Bruchstücke der Situation. Um etwas zu erkennen, muss man es von außen Betrachten. Die vielen "Interviews" wirken ganz am ende nicht. Er hat einfach nicht ordentlich funktioniert.
Wenn man den Menschen wirklich was erzählen will, etwas zeigen will, dann wird man nicht darüber hinwegkommen zu überspitzen, die Künstler zeigen uns mehr Wahres in der Übertreibung und der Lüge. Mit Nüchternheit wird niemand mehr überzeugt. Die Grund Idee hatte besser ausgebaut werden müssen.
Er ist gerade erst vorbei und schon habe ich Probleme mich zu erinnern. Das spricht jawohl für sich. Wenn es bloß um die Essenz des Krieges geht, hat das Sachen wie Apocalypse Now, oder Die durch die Hölle gehen eindringlicher gezeigt. Wenn es um Doku geht, sollte man sich eine Doku ansehen. Kurz um, nach dem vielversprechenden Anfang ging es gleich mal schnell Berg ab; ich meine, zu dem Ende, ich verstehe, was es mir sagen soll, aber ich finde es irgendwie billig. Zum Beispiel, haben die weinenden Personen viel mehr Effekt, als die Leichen, den Leichen kann alles egal sein, es gibt nichts toleranteres als einen Toten. Den Toten geht alles am fauligen Arsch vorbei, hier geht es doch um die Lebenden...oder etwa nicht? Worum ging es eigentlich genau genommen...?

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Grohacke

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Bewertung6.5Ganz gut

Inhaltlich erzählt "Waltz with Bashir" sicher eine der Geschichten, die viel zu selten erzählt werden, die eine Mehrheit lieber verdrängen möchte - so weit gut (bzw. schlimm). Aber die Bilder fand ich nicht - wie so viel beschrien - arg düster und alptraumhaft. Einzig die technische Untermalung des Endes hat einen gewissen Effekt. Ich habe das Werk vor allem wie eine Dokumentation mit sehr vielen Aussagen von Zeitzeugen erlebt. Als Spielfilm somit von mir nur eine mäßige Wertung.

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J4KOB

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Ist auch zum Teil als Dokumentation gedacht.


ursusmajor

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Bewertung9.0Herausragend

Ein spannender und beklemmender Streifen, der ohne Pathos auskommt und die geschilderten Ereignisse aus der einzig wahren - der menschlichen Perspektive zeigt.

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worstcase

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Bewertung9.0Herausragend

Ungewöhnliche Kombination aus Doku und Animation, funktioniert aber ausgesprochen gut und lässt viel Raum zum Mitdenken und Mitfühlen. Ein Film zum unbedingt sehen, unbedingt mitfühlen. Bleibt im Gedächtnis und im Herzen.

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deinvaddah

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film gefiel mir ziemlich gut. Auch weil ich auf Spielerisch in Szene gesetzte Historienschauspiele stehe, aber vor allem weil er ein Thema anschneidet das im Alltag eher am Rande verborgen bleibt. Er zeigt die Gräul des Krieges aber auch die (teils auch späte) Scham der Kombattanten. Speziell greift er das verdrängen auf das sich bei der Hauptperson eingestellt hat. Aber auch die Verunsicherung der Beteiligten denen es so scheint als ob im Krieg alle Moral einer Ethik weicht, die es erlaubt weg zu schauen. Alle Menschlichkeit scheint aufgehoben und hinterlässt ein Vacuum in dem es keine Regeln zu geben scheint außer den Befehlen des jeweils höheren Ranges. In zusammenhang mit dieser Thematik empfehle ich den Film "Lebanon", für den der mehr an dieser art Film interessiert ist.

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ArcheMaxim

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Bewertung9.0Herausragend

Extrem gut gemachter Film. Enthält viele Aspekte die Staunen Lassen.
Die Story ist wirklich gut erzählt. Dass es alles im Stile einer Dokumentation und gleichzeitig durch Rückblicke und Emotionen der Männer die versuchen mit ihren Taten in der Vergangenheit klar zu kommen erzählt ist, ist überwältigend.
Auch technisch gesehen sehr überzeugend und für Interessierte im Berreich Animation/Illustration schon allein deshalb sehenswert. Es wurde nicht durch technische Tricks angegeben, sondern durch einen angenehmen Zeichenstil und einer passende Farbwahl überzeugt. Des Weiteren ist der Animationsstil perfekt für die Traum sequenzen, die mit realen Schauspielern nich so sehr an Stärke gewonenn hätte.
Gleichzeitig gibt einem der reale Hintergrund Grund genug sich immer wieder zu schaudern und ernsthaft über die Grausamkeit des Menschen, insbesondendere in Kriegssituationen, nachzudenken.
Hat absolouten Pflichtwert, nicht nur für Filmfans.

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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt einige Aspekte bei "Waltz with Bashir" die mich ziemlich beeindrucken und ihn insgesamt zu einer herausragenden Dokumentation werden lassen. Aufgrund seiner Stilistik hat man aber selten das Gefühl überhaupt eine Dokumentation zu sehen.
Auch wenn es einem bei einer solch ernsthaften Thematik schwer über die Lippen kommen will: "Waltz with Bashir" ist ein wunderschön anzusehender Film. Teilweise sind die Bilder poetisch, verleihen den dargestellten Grausamkeiten eine gewisse Mystik, ohne sie jemals zu verklären. Ali Folman umgeht nicht die Schrecken des Krieges zu zeigen, er fügt ihnen aber auch nichts unnötig hinzu um einen Effekt beim Zuschauer zu erreichen. Genau dies hat "Waltz with Bashir" nämlich nie nötig. Er schlachtet seine Bilder nie aus, sie sind nie Mittel um das Gesprochene wahrhaft erscheinen zu lassen. Vielmehr scheinen es visualisierte Gedanken zu sein, die eben nicht immer Grau sind, sondern die im Laufe der Zeit ihren farblichen Anstrich durch die Macht der Vergangenheit bekommen hat. Wie dieses Kitzeln im Bauch, das man hat wenn man an etwas schönes denkt, aber genauso wenn die Gedanken auf etwas schlimmes, angstbeladenes stossen. Und so fühlen sich die Bilder des Films für mich an: Schön und doch oft auch sehr unheilvoll.
Hinzu kommt, dass "Waltz with Bashir" auf seine ihm eigene Art spannend ist. Er vermag es einen zu fesseln und ich will fast sagen: Er unterhält! Auch wenn das im Kontext des Films unangebracht klingt. Aber tut dies und schafft es gleichzeitig ein relativ realistisches Bild zu vermitteln. Denn wie schon bei der Visualisierung des Films, bleibt Folman auch inhaltlich relativ nahe an der Wahrheit die er in diesem Krieg erlebte. Man hat nie das Gefühl mit halbgaren Fakten gefüttert oder manipuliert zu werden, allein schon weil dies eben kein Film über das Grosse ist, sondern ein sehr persönlicher Blick auf die Dinge die geschahen. "Waltz with Bashir" ist keine Antwort, ist nicht das fertige Puzzle....aber es ist eines der Teilchen, die man einfügt und dadurch das Bild etwas klarer sieht.
Was mich zu dem einen Punkt bringt, den ich eigentlich am als beeindruckendsten an diesem Film empfinde: Den Punkt den der Film an sich (bwz. Ari Folman) einnimmt. Er tut das, was ganz wenige Filme seiner Art schaffen: Er kehrt vor der eigenen Tür. Und hiermit ist nicht die israelische gemeint, sonder die ganz eigene persönliche. Was hab ich getan? Was hab ich nicht getan? Was hätte ich tun können? Und welche Schuld trage ich nun? Und er trifft bei der Suche nach seinen Antworten einen Ton, der mir einfach verdammt viel Respekt abverlangt. Es wird niemand verurteilt. Kein Soldat, kein Moslem, kein Maronit und auch kein Ari Folman. In "Waltz with Bashir" scheinen alle Beteiligten gleich zu sein, es wird niemand in kategorisiert. Es gibt keine annähernd klares Gut oder Böse. Das Opfer von gestern ist der Täter von heute. Folmans Blickwinkel erscheint sehr objektiv, auch weil er das Licht ja doch sehr auf sein damaliges Tun richtet. Und auch hier fühlt sich fast alles so wahrhaft an. Er entschuldigt nichts von dem was er getan hat (oder einer der Interviewpartner), er verzichtet aber auch völlig darauf sich selbst moralisch völlig zu degradieren. Und trotzdem spürt man eine gewisse Demut bei ihm.
Ich merk grad wie schwer es sowas zu erklären. "Waltz with Bashir" springt einen nie an, man denkt nie so richtig: Oh wie schlimm das alles ist. Er zeichnet langsam an einem Bild, welches einem am Ende gedankenvoll zurücklässt. Dabei bleibt es immer nur ein ganz persönliches Bild...und glücklicherweise behauptet "Waltz with Bashir" nie etwas anderes.
"Waltz with Bashir" spricht alle Sinne an....und erreicht sie auch alle.
Hat definitiv mehr verdient als die 8 Punkte, mit denen er bei mir bisher zu Buche stand.

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ElMagico

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:P


r3sortiane

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Ich fand vor allem deinen Punkt "Er kehrt vor der eigenen Tür. Und hiermit ist nicht die israelische gemeint, sonder die ganz eigene persönliche. Was hab ich getan? Was hab ich nicht getan? Was hätte ich tun können? Und welche Schuld trage ich nun?" gut und wichtig. Darin scheint sich der Film wirklich von anderen zu unterscheiden. Auch mir gefällt dieser Ansatz. Ich habe allerdings gestern erst die anfänglichen 40 min des Films geschaut und werde mir heute den Rest zu Gemüte führen :-) Wieder einmal ein sehr guter Kommentar!


sitzdisko

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Bewertung7.5Sehenswert

gut gemachter doku - film. die synchro und die dialoge haben mir sehr gut gefallen auch die machart ist für diesen film treffend. die geschichte hat mich mitgerissen und am ende aufgewühlt, ein film den eltern ihren kindern nahe legen sollten wenn es so weit ist...

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Suspektianer

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Bewertung9.0Herausragend

"Waltz with Bashir" stellt Leiden im Krieg ungeschönt, aber dank Animation oft treffend verzerrt dar. Insgesamt ist er nicht nur schockierend, sondern auch teilweise spannend gemacht, hat aber stellenweise auch gewisse Längen, wo er etwas zu weit abdriftet.
Der kurze Wechsel zum Realfilm am Ende lößt einen gewissen shock aus, und die Tatsache, dass das vorher (im Film) Gesehene tatsächlich real ist, bohrt sich dadurch noch tiefer in das Hirn des Zuschauers.
Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Film, trotz des brisanten Themas und auch mit "parentaler Begleitung", meiner Meinung nach zu hart.

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Jules.kiekt.jerne

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Waltz with Bashir" - keine Hollywood-Spielfilmproduktion, sondern ein europäischer Low-Budget-Dokumetarfilm; und sollte auch als ein solcher bewertet werden. Er bringt uns Nahe was selten ein Film schafft. Nicht nur ein objektives Bild von dem was ist oder vielmehr war, sondern eine vollkommen ehrliche Konfrontation mit der Realität und einen emotionalen Bezug zur Geschichte - in diesem Falle die grausame Seite der Geschichte. Es ist ein besonderer Film, sowohl in Bild als auch Ton. Als Zeichentrickfilm baut er sowohl eine Distanz als auch ein leicht einzufühlende Beziehung auf. Man hat das Gefühl man ist weit weg, aber in Wirklichkeit ist man voll dabei. Man kann sich in jede Situation des Filmes hineinfühlen und auf bemerkenswerte Art und Weise ihn als eine emotionale Zeitreise miterleben. Besonders die Musik trägt dazu bei, eine Atmosphäre zu schaffen, in der man wie gefangen jeden Moment als DEN Moment wahrnimmt. Der Film erzählt eine unglaubliche Geschichte, in der doch eigentlich jeder ein Gefühl der Verständnislosigkeit aufkommen sollte. Denn genau das ist das Ziel!

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JackoXL

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hat mich schwer beeindruckt. Ein visuell ungewöhnlicher, thematisch hochinteressanter und wirklich bewegender Film über Kriegstraumata, die Funktion von Träumen und die Schutzfunktion der menschlichen Geistes. In erster Linie geht es aber ganz klar um die dokumentarische Aufarbeitung eines grausamen Kriegsmassakers, verpackt in einen, für dieses Thema ungewöhnlichen, Animationslook. Durch dieses Stilmittel erweckt "Waltz With Bashir" natürlich Aufmerksamkeit, doch das ist wohl nicht die einzige Intention dahinter. Den besonderen Kniff hebt sich der Regiesseur für den Schluß auf. Als in den letzten Szenen urplötzlich die animierten zu realen Bildern werden, hält der Zuschauer (zumindest ich) kurz den Atem an und alles, das vorher schon so tief berühren konnte, bohrt sich gleich noch mal ein gutes Stück weiter in Kopf und Magen. Brilliante Idee.
Der visuelle Stil zeigt aber schon vorher Wirkung. Die Bilder sind zum Teil wunderschön, das was sie zeigen ist aber weit weg von Schönheit. Ästhetische Bebilderung eines grausamen Szenarios, die Nachdruck erzeugt, zum Teil mit einem wunderbaren Score unterlegt. Das ist aber keine Effekthascherei, denn Inhalt, Aussage und die emotionale Ebene des Films gerät dadurch nie zur Randerscheinung. Ein perfektes Beispiel dafür ist die titelgebende Szene: Auf der einen Seite irgendwie erschreckend schön, auf der anderen Seite sagt sie alles über den Film aus. Grausame Kriegserlebnisse, die aber eine so bizarre und skurrile Wirkung auf die Wahrnehmung haben können, dass sie letztendlich in der Erinnerung wie ein merkwürdiger Traum abgespeichert sind.
"Waltz With Bashir" ist ungewöhnlich, traurig, erschütternd, ehrlich, menschlich, schön und schrecklich zugleich. Wunderbar und nachwirkend.

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filmschauer

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Für alle Weggepennten: Der Film ist in der Mediathek von Das Erste noch die nächsten Tage anguckbar.


Andy Dufresne

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@filmschauer: DANKE für diese Info !!!


T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

orginell und mitreissend, ein film mit persönlichkeit

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LowRidah

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Bewertung1.0Ärgerlich

Einfach nur langweilig....

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LowRidah

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Freut mich dass das noch jemand so sieht. Habe den Film zufällig mit jemandem gesehen, den der Film begeisterte. Absolut nicht nachvollziehbar... :/


ShayaNova

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ich hab den film gefühltermaßen schon seit jahren hier herumliegen, kann mich aber nicht überwinden, ihn anzuschauen. das ist meistens kein gutes zeichen und dein kommentar bestätigt mich in meiner intuition. thx ;)


Drumhead92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die ungeschönte Wahrheit des Krieges in Zeichentrick! Bildgewaltig, faszinierend, bedrückend.

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kinogaengerin

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Bewertung9.0Herausragend

Der israelische Regisseur Ari Folman nennt 'Waltz with Bashir' selbst einen Dokumentarfilm im Zeichentrickgewand, denn mit diesem Werk arbeitet er seine beinahe gänzlich verdrängten Erinnerungen an den ersten Krieg im Libanon auf. Dazu befragt er alte Freunde und Kriegskameraden, stets verfolgt von einem Traum, in dem er mit zwei anderen aus dem Wasser aufsteigt und in den Kampf zieht... 'Waltz with Bashir' ist sicher kein Film für jedermann, kann man ihn doch nicht einfach so mal nebenbei schauen geschweige denn mit einem ähnlichen Film vergleichen. Dafür ist er zu bewegend, zu anders und schlichtweg zu gut. Obwohl der Zeichenstil zwar gewöhnungsbedürftig ausfällt, überzeugt er am Ende doch vollkommen. Und zum ersten Mal bin ich hier tatsächlich der Meinung, dass ein Film den Oscar höchst unverdient nicht erhalten hat. Ein ausgezeichneter Film, der sich doch völlig zu Recht auf meiner 100-Filme-die-du-sehen-musst-Liste wiederfindet.

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kinogaengerin

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Unbedingt gucken, es ist ein echt mitreißender Film geworden. :)


Tytus

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Danke für denn Kommentar, einfach nur DITO :)


pentafuchs

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Bewertung9.0Herausragend

beeindruckend. faszinierend. spannend. packend. traurig.wunderbar.

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freakualizer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

In „Waltz with Bashir“ wird Krieg mit Kunst verarbeitet ohne dabei zu verharmlosen. Packend!

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SaschaSheva

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

- Auf was schießen wir eigentlich?
- Keine Ahnung. Schieß weiter
- Sollten wir nicht lieber beten?
- Dann bete während du schießt.

Sehr interessanter Stil, gute deutsche Synchronisation und eine perfekte Musikuntermalung.

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David[pRo]

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Super Gefühlsbereitendes AntiKriegs drama, dass lange (doer kurz) nachwirkt.
am anfang weis man nichtr worums geht, weil nichts gesprochen wird, dann will ein typ rausfinden was los ist und das alles auch noch in Zeichentrick- was auch immer.
Perfekt und sensationel.

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Weltenkind

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Bewertung6.0Ganz gut

Technisch nicht unbedingt perfekt, ist die politische und seelische Aussage umso kraftvoller. Autobiographisch gibt der Regisseur seine Erlebnisse des Libanonkrieges in einem filmischen Wunderwerk wider. Die ehrlichen und bedeutenden Bilder machen den Film zu etwas besonderen. Durch die Idee den Film als Trickfilm zu produzieren wirkt er authentischer, da es keine Schauspieler gibt, die sich profilieren oder selbst in den Vordergrund stellen wollen. Hier steht einzig und allein die Geschichte im Mittelpunkt. Durch kraftvolle musikalische Untermalung schafft es "Waltz with Bashir" deutlich an Ernsthaftigkeit zu gewinnen und unterstreichen die teils grausamen Bilder gekonnt.
Mit seinem autobiografischen Animationsfilm verarbeitet Ari Folman seine Kriegserlebnisse und lässt uns gleichzeitig an eben diesen teilhaben.

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