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Waltz with Bashir

Waltz with Bashir (2008), DE/FR/IL Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Animationsfilm, Drama, Dokumentarfilm, Kinostart 06.11.2008


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7.9
Kritiker
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6121 Bewertungen
154 Kommentare
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von Ari Folman, mit Ari Folman und Ron Ben-Yishai

In Waltz with Bashir interviewt der israelischer Regisseur Ari Folman Veteranen aus dem Libanonkrieg, da ihm selbst aus dieser Zeit nur Albträume, aber keine Erinnerungen geblieben sind.

Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari Folman von seinem Alptraum. Darin wird er von 26 dämonischen Hunden gejagt. Jede Nacht – immer die gleiche Anzahl an Hunden. Die beiden kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon-Krieg Anfang der 80er Jahre bestehen muss. Ari ist verblüfft, dass er jegliche Erinnerung an das damals Geschehene verloren hat. Er beschließt, alte Freunde und Kameraden aufzusuchen und mit ihrer Hilfe diese Lücke in seinem Gedächtnis wieder zu schließen. Je tiefer er sich mit den Erinnerungen der anderen auseinandersetzt, desto klarer werden seine Gedanken und die Vergangenheit erscheint in surrealen Bildern.

Hintergrund & Infos zu Waltz with Bashir
Waltz with Bashir ist eine internationale Koproduktion aus Israel, Frankreich und Deutschland. Regisseur Ari Folman verbrachte allein vier Jahre mit der Recherche für die Geschichte. Waltz with Bashir wurde mit einem Golden Globe ausgezeichnet und war für den Oscar als Bester ausländischer Film nominiert. Die Figuren im Film wurden von verschiedenen israelischen und ausländischen Zeichnern erstellt, was zu dem visuell-individuellen Stil beiträgt.

Der Titel Waltz with Bashir bezieht sich auf den ehemaligen libanesischen Präsidenten Bachir Gemayal. Gemayal wurde 1982 zum Präsidenten gewählt und nur wenige Wochen danach ermordet. Er befand sich in aussichtsreichen Friedensverhandlungen mit Israel und ihm wurde der Vorwurf gemacht, den Libanon zu verraten. Dieses Attentat, Gemayal war Christ, wurde von christlich-libanesischen Milizen gerächt. Mitten im libanesichen Bürgerkrieg überfielen die Milizen palästinensische Flüchtlingslager. Dieser Racheakt ist als das Massaker von Sabra und Schatila (die Namen der beiden Lager) in die Geschichte eingegangen.

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Mehr Bilder (16) und Videos (6) zu Waltz with Bashir


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Waltz with Bashir
Genre
Animationsfilm, Anti-Kriegsfilm, Drama, Inszenierter Dokumentarfilm
Zeit
1982, Erster Libanonkrieg
Ort
Beirut, Israel, Libanon, Naher Osten, Niederlande
Handlung
Alptraum, Dokumentarfilm, Dokumentarfilmer, Erinnerung, Flüchtlingslager, Gedächtnis, Genozid, Gewissenskonflikt, Hund, Israeli, Kneipe, Krieg, Kriegsverbrechen, Kriegsveteran, Massaker, Nahost-Konflikt, Panzer, Phantasie, Realitätsverlust, Reporter, Schlechtes Gewissen, Schuld, Schuldgefühl, Schwimmen, Soldat, Suche nach Zeugen, Surrealismus, Traum, Trauma, Verantwortung, Verdrängte Vergangenheit, Vergessen, Zeuge
Stimmung
Ernst, Geistreich, Traurig
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Pandora Filmverleih
Produktionsfirma
Arte France, Bridgit Folman Film Gang, Hot Telecommunication, ITVS, Israel Film Fund, Les Films d'Ici, Medienboard Berlin-Brandenburg, New Israeli Foundation for Cinema and Television, Noga Communication - Channel 8, Razor Film Produktion GmbH

Kritiken (17) — Film: Waltz with Bashir

JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.5Ausgezeichnet

Schwer beeindruckend. Ein visuell ungewöhnlicher, thematisch hochinteressanter und wirklich bewegender Film über Kriegstraumata, die Funktion von Träumen und die Schutzmechanismen der menschlichen Seele. In erster Linie geht es aber ganz klar um die dokumentarische Aufarbeitung eines grausamen Kriegsmassakers, verpackt in einen, für dieses Thema ungewöhnlichen, Animationslook. Durch dieses Stilmittel erweckt "Waltz with Bashir" natürlich Aufmerksamkeit, doch das ist wohl nicht die einzige Intention dahinter. Den besonderen Kniff hebt sich der Regisseur für den Schluss auf. Als in den letzten Szenen urplötzlich die animierten zu realen Bildern werden, hält der Zuschauer kurz den Atem an und alles. Was vorher schon so tief berühren konnte, bohrt sich gleich noch mal ein gutes Stück weiter in Kopf und Magen. Brillante Idee, die einen mit einem Urknall auf den Boden der Tatsachen schmettert.

Der visuelle Stil zeigt aber schon vorher Wirkung. Die Bilder sind zum Teil wunderschön, das was sie zeigen ist aber weit weg von Schönheit. Ästhetische Bebilderung eines grausamen Szenarios, die Nachdruck erzeugt, zum Teil mit einem wunderbaren Score unterlegt. Das ist aber keine Effekthascherei, denn Inhalt, Aussage und die emotionale Ebene des Films gerät dadurch nie zur Randerscheinung. Ein perfektes Beispiel dafür ist die titelgebende Szene: Auf der einen Seite irgendwie erschreckend schön, auf der anderen Seite sagt sie alles über den Film aus. Grausame Kriegserlebnisse, die aber eine so bizarre und skurrile Wirkung auf die Wahrnehmung haben können, dass sie letztendlich in der Erinnerung wie ein merkwürdiger Traum abgespeichert sind.

"Waltz with Bashir" ist ungewöhnlich, traurig, erschütternd, ehrlich, menschlich, schön und schrecklich zugleich. Wunderbar und nachwirkend.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

filmschauer

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Für alle Weggepennten: Der Film ist in der Mediathek von Das Erste noch die nächsten Tage anguckbar.


Andy Dufresne

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@filmschauer: DANKE für diese Info !!!


Dr. Borstel

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8.5Ausgezeichnet

Die düsteren Bilder, die Folman für seine Geschichte findet, reißen mit, wirken aber nicht gleichzeitig so abstoßend, dass man sich vom Geschehen auf dem Bildschirm distanziert. Die Geschichte selbst ist dabei ungewöhnlich episodisch aufgebaut, indem sich Folman in Gesprächen mit einer Psychologin, einem Reporter und verschiedenen ehemaligen Kameraden nach und nach an den Krieg erinnert, bis schließlich auch die Erinnerung an das Massaker zurück kommt. WALTZ WITH BASHIR ist nicht einseitig, verharmlost nichts, auch nicht die israelische Beteiligung den den Gräueln des Krieges, schlägt schließlich gar die Brücke nach Auschwitz und wirkt nicht einmal dabei unnötig übertrieben, denn das Grauen, das Folman in so bemerkenswerter Form einfängt, wirkt ungeheuer lebendig.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.0Ausgezeichnet

Die konsequente und nicht alltägliche Trickfilmoptik, die poetische Bilder des Schreckens auf den Bildschirm zeichnet, lässt "Waltz with Bashir" vielleicht etwas zu starr und affektiert wirken, aber seine tatkräftige Aussage gegen den Krieg und das Vergessen machen aus dem ambitionierten Werk von Ari Folman einen sehenswerten Film, der seine besondere Visualität für seine klare pazifistische Botschaft nutzt. Dass ist großes, humanistisches Kino dass eindringlich und mit dokumentarischer Präzision den Krieg am Libanon von 1982 in den Erinnerungen der damals jungen Soldaten widerspiegelt und mit diesen harten wie realistischen Aufzeichnungen den Zuschauer weit aus intensiver in Mark und Bein trifft als all die seelenlosen Kriegsbildern aus den Nachrichten und Magazinen.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

mikkean

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Sorry für die Auszeit. Hab da noch einen Kandidaten fürs best picture 1978, der den Preis nicht bekam: Star Wars


mikkean

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Kubrick sehe ich ganz genauso (deine anderen Vorschläge übrigens auch), das selbe gilt für Hitchcock. Auch The Elephant Man hätte den Goldie verdient. Das Leben ist halt wirklich ungerecht.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

Ari Folman war 1982 als israelischer Soldat im Libanon stationiert, und Zeuge des Massakers von Sabra und Schatila in dem christlich-libanesische Milizen eine bis heute nicht eindeutig geklärte Anzahl von Palästinensern ermordeten. „Waltz with Bashir“ ist somit sowohl autobiographisch, als auch dokumentarischen Charakters, ist gleichzeitig aber auch ein Trickfilm. Die Frage, ob die gezeichneten Bilder nicht das dokumentarische Ansinnen konterkarieren, ist in diesem Zusammenhang eine Frage, die durchaus ihre Berechtigung hat. Gleichzeitig unterstreichen diese künstlichen Bilder aber auch die Subjektivität von Erinnerungen. Und so dreht sich „Waltz with Bashir“ konsequenterweise auch um den Versuch Ari Folmans, sich seine eigenen Erinnerungen an das damals Erlebte wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wie so oft, geht es auch in diesem Fall um Verantwortung, Schuld und Sühne. Hätten die israelischen Truppen nicht eingreifen müssen, als sie das Morden bemerkten? Der Film schlägt ziemlich schnell den Bogen nach Auschwitz: Hätten nicht gerade die Israelis intervenieren müssen, um diesen offensichtlichem Massenmord an Frauen, Alten und Kindern Einhalt zu gebieten? „Waltz with Bashir“ gibt auf diese Frage keine klare Antwort, sondern lässt immer wieder einzelne Stimmen der damals in Beirut stationierten Soldaten erklingen. Wie es im inneren dieser Menschen heute vielleicht aussieht, davon vermittelt der Film ein eindringliches Bild. In seinen eindrucksvollen Bilderwelten hat „Waltz with Bashir“ seine unbestrittenen Stärken, vermag zu überzeugen. Dem Anspruch einer Dokumentation hingegen hält Folmans Regiearbeit jedoch nicht stand. Die Bilder sind zu künstlich, wirken abstrakt, nicht natürlich – wie könnten sie auch? Natürlich, in gewisser Weise bietet der Zeichentrick dem Betrachter auch Schutz. Zwar nivellieren die Bilder die gezeigten Gewalttaten nicht, doch sie nehmen ihnen die Schärfe, vor allem aber auch jegliche Historizität. Am Ende des Films schließlich, als Folman sein Gedächtnis wiedergefunden hat, wird dem Betrachter dieser Schutz genommen. Der Film endet mit realen Aufnahmen von den Folgen des Massakers und dem Leid der Zivilbevölkerung. Dieser abrupte Wechsel ist ein Schock, und verfehlt seine drastische Wirkung nicht, zeigt sich doch ein weiteres Mal das Versagen der menschlichen Zivilisation.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.5Ausgezeichnet

Was mit Alpträumen und Halluzinationen beginnt, wird immer konkreter - bis am Schluss eine 50-sekündige Archivsequenz völlig unvermittelt mitten ins Mark trifft, indem sie zu den realen Opfern des Massakers umschwenkt. Stilistischer Bruch und nachhaltiger Schlusspunkt eines Films, der ob seiner Machart nicht nur als einer der ungewöhnlichsten des Jahres 2008 in Erinnerung bleibt.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Das Ergebnis ist nicht nur vom Thema her, sondern auch von der Machart her überwältigend. Die (alp-)traumhaften Bilder von kläffenden Hunden, goldigen Stränden oder Hinterhalten in Strassenschluchten brennen sich in das Gedächtnis ein. Dabei wird auch die Unverlässlichkeit der Erinnerung thematisiert. So erzählt ein Kollege von einem Experiment, bei dem Personen zehn Bilder aus ihrer Kindheit gezeigt werden. Neun der Bilder sind echt, eines davon eine Collage. 80 Prozent der Versuchspersonen «erinnern» sich sofort auch an die gefälschte Szene, die übrigen 20 Prozent «erinnern» sich nach einer Weile ebenfalls daran. So kann auch «Waltz With Bashir» – noch deutlicher als «reale» Dokumentarfilme – nur als Annäherung an die wirklichen Vorfälle verstanden werden.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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9.0Herausragend

[...] Folman erzählt die Geschichte als visuelles Erlebnis: jede Szene hat neue optische Einfälle und Arrangements. Viele Szenen sehen aus wie ein nachkolorierter Realfilm. Das Spiel mit Licht, Farbe, fliegendem Wechsel zwischen realfilmartigen Szenen und comichafter Überzeichnung ist immer wieder überraschend.[...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

Nun kann man natürlich aufschreien. Wie soll man einen Film wegen seinen eindeutigen Längen kritisieren, wenn er doch inhaltlich so wichtig und nah am Leben ist und zudem von den Schrecken des Krieges erzählt. Nun ja, das geht schon, bedenkt man mal das Waltz with Bashir ein als Doku verkleideter Spielfilm ist. Folman erzählt seine Anamnese-Studie nach klare dramaturgischer Linie. Wenn es da Hänger gibt, ist das nicht gewollt.
Gerade dieser Film will fesseln und mit suggestiven Bilder ein Abbild des Krieges schaffen, was man vorher noch nicht gesehen hat. Das gelingt ihm hervorragend. Der Mix aus Traum und Wirklichkeit. Anscheinend hat man die Interviews wirklich gefilmt und danach animiert.
Die Frage, warum das alles gezeichnet ist und in hypnotisch langsame und teils hacklige Flash-Animationen gepackt wurde, klärt sich am Ende auf. Folman benutzt da einen Trick, der schon Robert Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari" so besonders gemacht hat. Das subjektive Bewusstsein Formans verwandelt sich mithilfe eines Schnitts in das kollektive Bewusstsein der Welt, die Bilder aus den Nachrichten. Sie erzwingen Erinnerung und verhindern das Vergessen.
Dazu kommt, dass der Film politisch äußerst mutig ist, wenn man bedenkt, dass das ein israelischer Film ist.
Was mich gestört hat war der Einsatz von Musik, besonders von Songs, im Einklang mit den Bildern. Zwar stellt Folman die Frage nach der Darstellbarkeit des Krieges in den Medien, doch seine Inszenierungswut macht aus vielen Kriegsszenen wilde Musicalsequenzen und Video-Clips, die sich der Faszination des Krieges nicht entziehen können und ihr verfallen. Da explodieren Häuser im Gleichklang zu den Paukenschlägen. Da gab es weit schlechtere Dokus, die dass auf eine erschreckendere Weise für sich genutzt haben. Man denke da z.B. an Fahrenheit 9/11 in denen die Soldaten während ihres Einsatzes ihre Lieblingsmusik im Helm hören konnte. Das brachte die Reizüberflutung der Soldaten viel besser auf den Punkt.
Trotzdem bleibt "Waltz with Bashir" eine meisterliche Meditation über das Bild des Krieges.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Politisch ist der Film, besonders auf die israelische Situation bezogen, sehr mutig. Er wendet sich auch klar gegen übliche Machart von Dokumentarfilmen, in denen man – man denke etwa zuletzt an Errol Morris' Dokumentation "Standard Operating Procedure".

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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9.5Herausragend

Trotz der Distanz, die die animierten Bilder also schaffen, fühlt man sich förmlich in das Geschehen hineingezogen. Wenn am Ende reale Bilder von den Leichenbergen in Sabra und Schatila zu sehen sind, dann ist dies lediglich eine letzte Rückversicherung, dass wir in den letzten knapp anderthalb Stunden keinen perversen Albtraum gesehen haben, sondern nichts anderes als die zutiefst artifiziellen und erschreckend glaubhaften, bis an den Rand des Erträglichen verdichteten Bilder des Krieges, die niemanden mehr loslassen.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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9.5Herausragend

Realität und Fiktion verschwimmen nicht einfach. Indem die verschiedenen Reflexionsebenen nach Art der "Graphic Novel" in einem einheitlichen Zeichenstil auf eine Stufe gestellt werden, sehen wir die Welt durch Folmans Augen. Was hat er in Nähe der Lager damals gesehen? Was nicht? Er will keine Wirklichkeit vorgaukeln. Sondern sein "dissoziatives Erinnern" veranschaulichen. ... So einzigartig Folmans Film wirkt, steht er doch auch für einen Trend: die Suche nach neuen Formen im fast verwaisten Bereich zwischen eskapistischer Fiktion und Reality-Wahn, das fröhliche Experiment mit den Formaten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Ein ungewöhnlicher Film, eine Kriegsdokumentation als Zeichentrickfilm, eine Spurensuche, die zu den Massakern von Sabra und Schatila führt - aber keine Schuldigen sucht, sondern Wahrheit, falls das möglich ist. Ein Film, der unsere Sehgewohnheiten unterläuft, die Distanz zu den Kriegsbildern der Nachrichten aufhebt und uns öffnet wie eine Muschel, um uns am Ende ganz wehrlos und offen den Realbildern des Massakers zu überlassen. Ein Film, der etwas zu sagen hat, der Respekt vor seinen Protagonisten und der Geschichte hat und ein Film, der eine künstlerische Vision umgesetzt hat, damit wir die Welt so sehen konnten, wie wir sie noch nie gesehen haben. [Mehr im Podcast]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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8.0Ausgezeichnet

Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit - eine Reise in die Jugendkultur der 80er Jahre und das West-Beirut während des ersten Libanonkrieges...

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Ein Zeichentrickfilm als Dokumentation? Das erscheint dem nüchternen Verstand als Unmöglichkeit oder als Scherz im Abspann eines Pixar-Zeichentrickfilms. Doch in „Waltz with Bashir“ zeigt sich in dunklen Zeichnungen ein Grauen aus den Kriegen im Libanon, das wohlmöglich in dieser Kunstform erträglicher daherkommt. Auf jeden Fall verstecken die Täter und Zeugen des Massakers in den Palästinenser-Lagern Sabrah und Shatila ihre Aussagen hinter den Farbschichten. Eine Methode, die sicherlich nicht zufällig auch bei der israelischen Dokumentation „Z32“ angewandt wird.

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TheCorey: MovieMaze

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6.5Ganz gut

Zwei Freunde treffen sich des Nachts am Hafen in einer Bar. Filmregisseur Ari Folman hört sich an wie ihm ein Freund von einem wiederkehrenden Albtraum erzählt. Doch der Bezug auf Folman selbst will sich diesem nicht erschließen. Ob er sich denn gar nicht mehr an den Libanonkrieg 1982 erinnere, wird Folman gefragt. Zwar weiß Folman, dass er als Zwanzigjähriger damals Bestandteil der israelischen Streitkräfte war, jedoch hat er jede Erinnerung an den Krieg ausgeblendet. Doch wieso? Folman beginnt sich selbst zu fragen, was der Katalysator für seine Verdrängung gewesen sein könnte. Allerdings kommt er von selbst nicht darauf, kann die Mosaikstückchen nicht zusammenklauben. Daher macht er sich auf die Suche nach ehemaligen Kameraden, die gemeinsam mit ihm in Beirut gedient haben. Speziell sein alter Schulfreund und ein ihm Unbekannter – beide sind Teil der einzigen Erinnerung, die Folman noch besitzt. Doch auch der Freund, welcher sich inzwischen nach Holland abgesetzt hat, kann oder will Folman nicht weiterhelfen. Aber der Regisseur gibt nicht auf. In Einzelgesprächen mit ehemaligen Freunden, die ebenfalls gedient haben, sowie Therapeuten und Journalisten fügt er dem blutigen Bild von eins immer neue Bilder hinzu, bis sich ihm am Ende das große Ganze offenbart. Und Folman merkt, dass man zwar seine Vergangenheit vergessen kann, aber die Vergangenheit einen selber nicht vergisst.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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8.0Ausgezeichnet

Ein gezeichneter Dokumentarfilm, das ist auch die logische Folge des nun zehn Jahre dauernden Siegeszuges der Grafic Novel, an dessen Anfang die Frage stand: Kann man ernste Dinge mit einer so unernsten Methode wie dem Comic schildern? ... Auch "Waltz with Bashir" zehrt von dieser Spannung.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.5Ausgezeichnet

Folman lässt die Szenen zwischen Traum und Wirklichkeit changieren, manchmal überlagern sich mehrere Zeiten. All das ist äußerst vielschichtig gestaltet. Politisch geht der Film jedoch über eine Traumabewältigung der persönlichen Art nur in der Weise hinaus, als er sich an der Rolle der israelischen Armee beim Massaker abarbeitet.

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Kommentare (137) — Film: Waltz with Bashir


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craax

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Bewertung9.5Herausragend

Geschichten wie der hier dargelegten begegnet jeder, unzählige Male in seinem Leben. In Büchern, Filmen, Zeitungsartikeln, Erzählungen, Hörensagen. Es sind unzählige Varianten des Unbekannten. Wir leben in einem Zeitalter, das mitten angefüllt ist mit diesem Unbekannten. Wir bewegen uns in ihm wie der Fisch im Wasser, in seinem Element. Es umfließt uns, umgibt uns, perfekt. Wir atmen seine Existenz, die unsere ist, wie durch Kiemen, stützen unsere Flossen auf seinen sanften Widerstand, und bewegen uns, wenden uns, winden uns. Unser Fluß durch dieses Element wird beantwortet und ruht auf dem Kontakt und der innigen Berührung und Verflochten-Sein von diesem, dessen ANDERS (als wir) -Sein unsere eigene Abgrenzung ermöglicht / uns unsere einmalige, jetzige, nur von uns erlebte, an diesem einen einmaligen Ort zu diesem Jetzt durch unser Ich , erlebte Bewegung. Der Fisch im Wasser erlebt, schließlich, Einmaligkeit. Der Ozean, und alle Fische in ihm, ist Immer, Alle. Nur Ich bin ich. Und Ich bin jetzt, und hier. Dieser Moment ist durch mich, und für mich, besonders. Dieser Moment und diese Bewegung gehört mir ; und ich bin er, werde zu ihm. Und so wird aus etwas, das immer ist, und etwas, das wir wovon wir wissen, etwas, das nur einmal ist und für immer bleiben wird: unser Erlebnis; unsere einmalig erlebte Variation der Geschichte; die für uns immer bleiben wird. Wo wir mit der Geschichte für immer verschmelzen. Wo von der Geschichte, die wir schon unzählige Male hörten, in der wir uns aufhielten, bleibt wozu wir mit ihr verschmolzen und gleichzeitig wurden; wo wir zur Geschichte wurden und die Geschichte – zu uns, dem was wir taten, was aus uns kam, ihren Ursprung nahm. Denn wir bewegen uns nicht nur im Wasser, einem uns fremden Element; es gibt einen Punkt, in dem wir wiederum werden und uns zurückverwandeln in das, woraus wir bestehen, dieses fremde Element, das wir sind; und dieser Augenblick ist magisch, einmalig und Geschichte zugleich; die Verschmelzung von Wir und Geschichte, und, wenn es schlimm kommt, Ich und Geschichte. Dieser Augenblick wird alles verändern.

Waltz with Bashir schleicht sich an den Zuschauer heran (das liegt in seiner Form, das können Sie mit auch noch so viel Vor-Wissen nicht ändern) wie sich Geschichte an den Geborenen heranschleicht, um ihn zu seinem, ihrem Material zu machen, und Immer, und Alle, zu Ich zu verwandeln.
Waltz with Bashir schleicht sich ins Erlebnisinnere des Zuschauers. Es bereitet sorgfältig vor. Es erzählt, was Angst ist, woraus sie besteht. Alle die, die am Übersichtspunkt, der beschaulichen Überblicksperspektive genau wissen, wie man sich richtig und nicht so dumm dämlich verhalten hätte, das ja klar ist, was passieren und wie es kommen mußte, und kaum besser verdient war im Glauben, dem (>geschickteren<) Selbst hätte das nicht passieren können,- sie werden in eine Falle gelockt; wollen doch mal sehn, ob sie es (selber) merken,- und anders handeln,- wenn es soweit ist.

Waltz witz Bashir nimmt sich viel Zeit; so viel Zeit wie das Leben, sich auf das, was dann doch ganz unversehens eintritt, vorzubereiten. Es wechselt öfter die Perspektive (und wählt sich dabei auch einmal diejenige von Richard Linklater, um zu zeigen, was in ihr steckt, wenn man sich noch ganz anderen Themen als Dieser zuwendet, welche es auch noch gibt, obwohl wir sie alle nie erleben wollen mögen).

Waltz with Bashir tastet sich heran und fällt nie mit der Tür ins Haus. So müssen wir beispielsweise unaufdringlich beigebracht bekommen, wer Bashir Gemayel ist oder war (mit unterderhand Verlaub, und ich verrate nichts, war er im Libanonkonflikt 1982 ein gewählter Landesführer /der Christengruppe zugehörig/, der willig war, Verständigung mit Israel anzustreben, bevor er nach kurzen Wochen ermordet wurde) (was dann, wiederum, sich zu etwas entwickelte, womit der Plot zu tun hat).
Vieles wird vorbereitet. Er erzählt, der Film, von Angst viel mehr als von Haß; Haß ist etwas, was den meisten von uns fremd ist (und bleiben wird). Wäre das Übel der Welt auf Haß angewiesen,- es stünde schlecht um es. Aber Angst ist sogar ein noch besseres, und umso ergiebigeres Schmiermittel. So wird auch hier plausibel gemacht, warum man in einem Schützenpanzer den ganzen Tag herumfährt, und nur schießt (ohne etwas zu sehen, und auf >nichts<, worauf) (nicht etwa auf Menschen, nur in Gärten, in die Landschaft, das Umliegende umher : egal) ; Schiessen als Selbstzweck, ohne Schaden anzurichten. Aber : die Angst zu bekämpfen. So kommt es auch zum Tanz, mit MG, auf der Kreuzung. Und Begin, und Scharon, kommen auch zu Wort (und vors innere Auge). Tanz mit der Geschichte.

Waltz with Bashir kreist uns ein, und bildet ineinandergestaffelte Belagerungsringe um uns, und bereitet uns darauf vor, genauso überrascht zu werden wie jedes Geborene auf die schließliche Erkenntnis, von Geschichte umgeben zu sein, die nicht >Geschichte< ist sondern woran es teilhat: das es >seine< Geschichte ist, und so oder so das wird, was es ist, indem es tut, oder auch unterläßt. Man kann Geschichte durch Unterlassen nicht entgehen. Auch Unterlassen kann Geschichte werden, hat jedes, vielleicht gerade, Potential dazu. Der Haß ist selten, die Angst ist groß. Die Angst bietet das weite Forum, der Fläche, auf dem einzelne Tänzer sich erheben und zu tummeln vollenden können,- genügt. Ich zerschiesse jetzt nicht die zentrale und >hypnotische<, wiederkehrende Szene des Films, in der im Wasser (des unschuldig aufgewachsenen Daseins, wie alle) treibende zarte Jugend sich erhebt, und vorbereitete Uniformen überstreift und hineinschlüpft, noch ganz ohne Bartflaum, bereits Erkennungsmarke; wie schnell kommt dieser Bart, auf die Wangen, kaum Älterer, wenn sie, plötzlich zum Ich gewandelt, anstarren, was, nicht länger bedrohlich, wenn die Angst längst vorüber und unwesentlich geworden... ist, -auf sie sich zubewegt, und nicht mehr zu ändern: Geschichte geworden ist,- zum Teil von Ich, und Ich zu Es.

Das ist eine Reise, hin zu seltener Einmaligkeit, auf die uns dieser merkwürdige Tanz, mit der Geschichte, mitnimmt. Die Tür müssen Sie allerdings schon selber aufstoßen, und nicht nur angucken; für den gewöhnlichen Fall, das es bei Ihnen noch rechtzeitig,- nicht zu spät sein könnte. Dann haben Sie eine einmalige, weit aufgebesserte Chance: sich, anders, Ihre Unschuld, vielleicht, doch noch zu bewahren: denn es schleicht sich an, und von diesem Schleichen genau wie es tut, erzählt der Film, zu spät, für ihn; nur für uns, für das was kommt vielleicht noch nicht.

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Miike

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ari Folman, schafft mit seinem Werk, einen Pfad der Erinnerung. Auf diesen nimmt er seine Zuschauer mit und versucht so ein Trauma zu bewältigen, welches er über lange Zeit in sich getragen hat. Die Verwendung der Animation anstatt realer Bilder hilft, Distanz zum geschehenen aufzubauen. Ist es nun ein Traum?, ein Zerrbild der Erinnerungen. Hat er sich gewisse Dinge eingebildet und doch wird die im Film nachgezeichnete Suche nach Fragmenten des Geschehenen, immer klarer nur um uns am Ende die schreckliche Realität vor Augen zu führen, welche er selbst verdrängt hat. Waltz with Bashir ist ein beeindruckendes Werk, eine Dokumentation, ein Trickfilm, ein Kriegsdrama... etwas ähnliches habe ich zuvor nicht gesehen und das Werk wird mich sicherlich noch länger beschäftigen und zum nachdenken anregen.

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HimmelHoch

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Bewertung9.0Herausragend

"We may forget the past, but the past won't forget us."
________________________

Selbst Tage nach der Erstsichtung fällt es mir schwer Worte für diesen Film zu finden.
Ich sehe unperfekte, rohe und unpolierte Animation an die mein Auge sich erst gewöhnen muss. Ich höre einen tiefen, dröhnenden Soundtrack der mir Gänsehaut verpasst und meinen Magen zu Eis werden lässt. "Waltz with Bashir" will nicht im klassischen Sinn eine Geschichte erzählen. Wir werden mitgenommen auf eine Reise. Auf Ari Folman's Reise. Er hat vergessen. Und jetzt will er sich wieder erinnen. Vielleicht aber auch nicht, manchmal ist er sich da nicht so sicher. Die Erinnerungen haben aber einen hohen Preis. Wir lernen viel. Den Preis von Pflichten und Taten. Den Unterschied zwischen Überzeugung und Handlung, zwischen Vorstellung und Realität, von Wahrheit und Überzeugung. Von Menschen, die Soldaten werden und von Soldaten, die wieder Menschen werden wollen.
Ari Folman versucht in dieser Dokumentation sich zu erinnern und das unbegreifliche zu verstehen. Es ist nicht zu verstehen, es ist unbegreiflich. Aber sich zu erinnern und das Wissen zu teilen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

__________

Soldier: What to do? What to do? Why don't you tell us what to do?
Ari Folman: Shoot!
Soldier: On who?
Ari Folman: How should I know on who? Just shoot!
Soldier: Isn't it better to pray?
Ari Folman: Pray and shoot!

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HimmelHoch

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Ja, bitte guck ihn in einer ruhigen Minute. Der ist einfach..wow! Und vielen Dank! :)


boeck

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ich hab ihn nie ganz gesehen danke das du mich erinnert hast!


mondauge

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Bewertung9.0Herausragend

Zunächst zweifelte ich, denn warum sollte ich mir einen israelischen Film über Reue am Libanonkrieg ansehen. Was wäre da wohl zu erwarten. Das klingt zu sehr nach abstraktem, gewollt moralisierendem und überkünsteltem Arthousekino.

Eigentlich sind das schon drei Todschlagargumente, aber ein Trailer hat mir Lust gemacht, also begann ich den Film zu schauen. Schon direkt in den ersten Minuten vergaß ich, dass es ein Animationsfilm war und eine düstere grauenhafte Atmosphäre umgab meine Wahrnehmung. Der Anfang gehört meiner Meinung definitiv zu den besten Anfängen eines Filmes in der Filmgeschichte.

Nach diesem Film sehe ich Israel etwas anders. Nein, die Taten werden nicht relativiert, es wird nichts geschönt, es wird hart abgerechnet, so hart, dass ich zwischenzeitlich dachte, so manch anderes Land hätte so eine Darstellung von Schuld und Verantwortung an Kriegsverbrechen in Form eines Filmes verboten.

Seit diesem Film bin ich auch ein Fan von Max Richter.

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markus.schwarz.16

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Bewertung10.0Herausragend

Ist sehr gut gemacht, hat mich sehr beeindruckt....
Von nun an einer meiner liebings Animations Filme !!!

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Klaus K.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, den man nicht mehr vergisst!

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Deathpool

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Bewertung9.0Herausragend

http://www.youtube.com/watch?v=JiUGUBBrcv4

Elender Hass
Er zieht mich ins Innere
Ich sehe Taten
Ich sehe mein Werk
Ich sehe den Sturm
Sehe Fleisch
Sehe Dich!

Stiefel marschieren
Der Sand brennt auf der Haut
Soldaten
Herz aus Stahl
Freiheit im Glauben
Massaker Unschuld
Stolz gebrochen
Sieche in meinen Träumen
Kotze Blut

16. September!
Der Tag gräbt sich ins Herz
Sehe Körper
Berge formen sich

Blutbad
Nur die Zeit still in Einsamkeit
Ist Zeuge
Die Sonne scheint
Streift an Leichen vorbei
Der Mond erhellt
Vergewaltigung blass auf dem Tisch
Liebe gibt es nicht

Schuss in den Kopf
Das Kind sinkt in Staub
Windet sich
Das Grauen
Vermummtes Gesicht
Röchelnd
Leben gegen Stumpfsinn

Mein Blut
Diese Hände
Haben gemordet
Rot ist Leben
Weine aber kann nicht leugnen
Unsere Taten
Unsere Seuche
Unsere Schuld

Mutter massakriert
Vor den Augen der Unschuld
Vergewaltigt
Aufgeschlitzt
Tiefe Sehnsucht
Nach Tod
Der Feind war Schuld

Wir sind Sturm
Wir sind Kommando
Wir sind heilig
Wir sind Waffe
Wir sind System

Finger du brauchst sie nicht
Schneide sie ab
Kopf in Wasser getränkt
Atme den Fluss

Maske der Konformität

Wir marschieren
Unser Land
Der Krieg
Langsam zerbricht mein Verstand

In meinen Träumen
Stehen 26 Hunde
Sie jagen
Sie verstehen
Sie wissen
Die Grausamkeit an diesen Tagen

Geschoss schlägt ein
Häuser brennen
Schreie in der Nacht
Erschossen
Ausgelöscht
Bin die Bombe
Diener der Fleischlichkeit

Kannst du fühlen?
Verstehst du diese Zeilen?
Dann schöpfe Kraft
Schöpfe Aufmerksamkeit!

Brachialer Sog der nachdenklich stimmt.
Auch wenn das Grauen hier offen liegt.
"Waltz with Bashir" ist Depression und dennoch so befreiend.

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HimmelHoch

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Ich mag deine Kommentare immer sehr, aber das hier ist (bisher) mein persönlicher Favorit!


Deathpool

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@Himmel: Welch großes Lob, vielen Dank.
Mag den Text auch sehr und freut mich das er dir so gefällt.
Übrigens hast du auch nen Super Kommi geschrieben dazu, sehr passend.


Lydia Huxley

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh Lord, gar nicht so einfach zu diesem Film was zu sagen!
Ich habe aber was ziemlich treffendes bei Rotten Tomatoes von Liam Lacey gelesen:

"Persepolis meets Full Metal Jacket"

Das trifft es wirklich gut. Jedenfalls im Hinblick auf die Emotionen, die in diesen beiden Filmen generiert werden. Waltz with Bashir war der erste animierte Film, der für den Oscar als "Bester fremdsprachiger Film" nominiert war. Zu Recht, denn allein der Zeichenstil ist etwas ganz besonderes, in einem aufwendigen Verfahren kreiert. Das Gefüge aus Bilder und Musik ist so unglaublich intensiv und stimmungsvoll, dass man unwillkürlich in die Geschichte hingesogen wird. Man muss sich darauf einlassen, mit den Figuren auf die Suche gehen, auf die Suche nach längst verdrängten Erinnerungen. Es ist wie nach einer Amnesie - nach und nach fügen sich Worte und Bilder wie Puzzle-Teile aneinander. Und dann ganz zum Schluss bekommt man den Hammer auf den Kopf - denn es war kein Traum, kein Déja-vu sondern die pure Realität.

Soldat: What to do? What to do? Why don't you tell us what to do?
Folman: Shoot!
Soldat: On who?
Folman: How should I know on who? Just shoot!
Soldat: Isn't it better to pray?
Folman: Pray and shoot!

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Jason Born

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Warte kurz, ich hol nur meine Eishockeymaske aus der Kammer, hihi.
Nein, du stehst unter dem Schutz von Born, Voorhees und Kenny dem Unsterblichen:DD Ist manchmal gar nicht so einfach meine 3-4 verschiedenen Persönlichkeiten unter einen Hut zu bringen


Lydia Huxley

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Kann ich mir vorstellen, dass das manchmal heikel sein kann. Vor allem Voorhees und Kenny müssen ja ständig aneinander geraten. Da beide aber unsterblich sind, kann Bourne äh Born da rumballern wie er will :D Stell ich mir gerade sehr lustig vor *Bilder im Kopf*
Schön zu wissen, dass ich unter ihrem Schutz stehe, da fühle ich mich gleich ganz sicher und behütet :)


Ragnaroek

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Bewertung9.0Herausragend

Ein gutes Beispiel dafür wie Kriege und Kriegsverbrechen filmisch aufgearbeitet werden können. Die Figuren werden nicht als kaltblütige Mitwisser, die in Anbetracht eines Massakers tatenlos zusahen verurteilt, sondern es werden die Hintergründe und Verdrängungsmechanismen beschrieben, die solche Verbrechen ermöglichen. Es werden keine Extrembeispiele von traumatisierten und psychisch zerstörten Ex-Soldaten gezeichnet, welche die Kontrolle über ihr Leben verlieren. Es geht um den viel größeren Teil ehemaliger Soldaten, dem zwar ein normales Leben möglich ist, der jedoch mit dem Erlebten und seiner Mitschuld umgehen muss. Indem er es Verdrängt oder indem er es, wie in diesem Film beschrieben, aufarbeitet.

Wirklich ein sehr guter Film, an dem sich deutsche Filmemacher, die sich mit unserer Kriegsvergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen, ein bespiel nehmen sollten. Mit plumpen Charakteren, die sich nach Schema F in gut und böse unterteilen lassen, kann ein Film nicht beschreiben, wie ein ganzes Volk einen Massenmord ignorieren konnte. Waltz with Bashir jedoch macht vor wie man mit einem solchen Thema umgehen kann.

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nilswachter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wahrscheinlich der bis dato beste Animationsfilm aller Zeiten, dessen Schlussszene zu den eindrücklichsten der Filmgeschichte zählt.

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Solveig

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Bewertung9.0Herausragend

Was war denn das?
Da gehe ich einfach durch die Stadt an einem Wühltisch mit DVDs vorbei, tue das, was diesem Tisch seinen Namen verdankt und halte "Waltz with Bashir" in der Hand, überfliege flüchtig die Inhaltsangabe auf der Rückseite, sehe Bilder eines Zeichenstils, der mir eigentlich nicht gefällt, aber nach mal etwas Anderem aussieht. Komme nach Hause, in mein Zimmer fällt das Sonnenlicht gerade so unpraktisch, dass ich mich mit meinem Laptop und der DVD und - um meine Mitbewohnerin nicht zu stören - mit Kopfhörern in eine stille Ecke der Wohnung zurückziehe, ahnungs- und erwartungslos den Film einlege und starte.
Und danach?
Also, wenn ich nach einem Film das Gefühl habe, dass mir eben - ernsthaft - das Gehirn zerpflückt wurde, ich mich von den Schultern an bis in die Fußspitzen wie ein Eiszapfen fühle und in mir Übelkeit aufsteigt, weil ich an die eindringliche Musik des Films denken muss... Da nehme ich die DVD-Hülle noch einmal in die Hand, sehe sie mir genauer an und sehe erst da, dass mir auf der Rückseite der Tagesspiegel einen Film "Von archaischer, hypnotischer Intensität" verspricht. Bingo - da hat "Waltz with Bashir" bei mir in genau die richtige Kerbe geschlagen.
Ein sehr beeindruckendes Werk über die psychische Verdrängung von Kriegserlebnissen, vom Vergessenwollen und Aufarbeitung, gespickt mit Rückblenden voller psychologischer Bilder und Metaphern, abstoßend und verstörend, beklemmende Sounduntermalung, die sich mir in den Kopf und die Magengegend bohrten; Bilder die so absurd und unwirklich wirken und trotzdem hin und wieder Realität durchschimmern lassen.
-
"In einem Panzer fühlt man sich ganz sicher, denn ein Panzer ist ein sehr schweres, geschlossenes Fahrzeug. In unseren Panzern waren wir geschützt."
-
"Guten Morgen, Libanon.
Mögen deine Träume sich erfüllen.
Mögen deine Alpträume vergehen.
Dass es dich gibt, ist ein Segen
Du wirst in Stücke gerissen ...
und verblutest in meinen Armen.
Du bist die Liebe ...
meins Lebens,
meines sehr kurzen Lebens.
Reiß mich in Stücke.
Ich blute ..."
-
"Ich weiß nicht, ob es eine Ewigkeit ist oder nur eine Minute als ich Frenkel auf der Kreuzung sehe wo aus allen Himmelsrichtungen die Kugeln angeflogen kommen. Aber, statt die Kreuzung zu überqueren, sehe ich ihn tanzen wie in Trance. Er beschimpft die, die ihn beschießen so, als wolle er für immer dort unten auf der Kreuzung bleiben, als wolle er ihnen zeigen, wie er einen Walzer tanzt, einen Walzer zwischen ihren Kugeln und den Bildern von Bashir [...]"
-
Nein, nein, kein schöner, überhaupt kein schöner Film - aber sehenswert ... aber ein Film, der mich richtig kalt erwischt und verstört ... ausgezeichnet - aber ... aber ein Film, der mich sogar physisch so dermaßen in die Kneifzange nimmt... der muss herausragend sein. Und schließlich freue ich mich eigentlich immer - und es kostet ja nichts -, eine hohe Punktzahl vergeben zu können.
Kein schöner Film, überhaupt kein schöner, und einer, den ich so schnell nicht noch einmal sehen möchte. Aber ein Film, der mir ein unvergleichbar intensives Erlebnis bescherte wie schon seit einer Ewigkeit kein anderer mehr und genau nach sowas suche ich immer.
... wenn man vergessen will und vergisst, dann macht man sich erst richtig schuldig an dem, was man getan hat ...

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Lydia Huxley

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Kann ich nachvollziehen, bei Musik ist das bei mir genauso! Ich werde mir den Tipp zu Herzen nehmen :)


Brenda von Tarth

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Super Kommentar & sehr toll geschrieben!


Comicverkäufer

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Bewertung9.0Herausragend

Ich habe mich lange vor diesem Film gefürchtet. Kriegsdrama, beklemmend, verstörend, etc. - das waren die Dinge, die ich über "Waltz with Bashir" gehört hatte. Daher immer wieder verschoben, aber nie das Interesse verloren.
Jetzt habe ich mich also endlich getraut und bin froh, daß der Film nicht irgendein Lückenfüller war. Hätte ich ihn aus Langeweile geschaut, oder einfach, um ihn gesehen zu haben, ich hätte es wahrscheinlich bereut. "Waltz with Bashir" ist alles, was ich erwartet hatte (oder gefürchtet) und dabei seltsam real-surreal.
Ein Film, dessen Eindruck ich nicht beschreiben kann. Ich bin froh, mich endlich getraut zu haben!

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Jek-Hyde

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Oh ja, Moviepilot ist klasse. KLASSE!


Jek-Hyde

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:D habe ich noch vergessen, das gehört da noch unbedingt dran. UNBEDINGT!


kai.lam.161

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Bewertung7.5Sehenswert

Gut gemachter Film, geiler Soundtrack und selten habe ich einen passenderen Trailer auf einen derart komplexen Film gesehen.

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et7

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Bewertung6.5Ganz gut

"Waltz with Bashir" stellt die verschiedenen Bewältigungsstrategien Einzelner mit traumatischen Kriegserlebnissen dar. Dokumentarisch und interessant, wenn auch gewöhnungsbedürftig, animiert, zeigt er das kollektive Versagen der Beteiligten in den chaotischen Zuständen des Krieges. Verantwortung kann und/oder möchte kein Beteiligter für die Greueltaten übernehmen, wenn die Befehlskette des Militärs versagt. Letzlich konnte der Film nicht vollends zu mir durchdringen, auch wenn (Achtung Spoiler!) der Film mit einem sehr wirkungsvollen Twist endet, indem er den Zuschauer die verdrängten Erinnerungen des Protagonisten, in Form von authentischem Filmmaterial, mit ihm wiedererleben bzw. nachvollziehen lässt. Gelungenes Ende eines originellen, anspruchsvollen, aber auch gewöhnungsbedürftigen Films.

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Jek-Hyde

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Bewertung5.0Geht so

Großteilig eine Geschichte von der man wohl zu wenig erfährt, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Film nicht im geringsten weiß wohin er will. Als Studie über Psychologie ist er zu oberflächlich; Als Doku zu Filmhaft; für einen Film zu Dokuhaft. Großteilig hält er sich zurück, übermalt alles in tiefen schatten, und in den letzten Minuten fällt ihnen dann ein, Scheiße, wenn wir nicht nochmal voll drauf gehen, wird keiner Schockiert sein. Dann wird halt überlegt wie man noch was reißen kann und nach dem bis dahin leicht psychedelischen Trip, mit seinen Übermalungen, der Musik und allen was so stimmig war wird extra noch ein paar Leichen eingeblendet, nur damit wir schockiert sind. Das ist Unschärfe. Wenn wir so nah herangehen, erkennen wir überhaupt nichts. Wenn es nur darum ging zu zeigen, dass Krieg scheiße ist, und um wach zu rütteln, hätte sie auch die ganze zeit nur Leichen und Chaos zeigen könne, aber das hätte nicht gewirkt, weil sich so was kein gesunder Mensch ansieht, zumindest keiner, der es auch geistig gesund bleiben will. Im Endeffekt weiß ich nicht, was der Film von mir wollte. Ich erfuhr nur Bruchstücke der Situation. Um etwas zu erkennen, muss man es von außen Betrachten. Die vielen "Interviews" wirken ganz am ende nicht. Er hat einfach nicht ordentlich funktioniert.
Wenn man den Menschen wirklich was erzählen will, etwas zeigen will, dann wird man nicht darüber hinwegkommen zu überspitzen, die Künstler zeigen uns mehr Wahres in der Übertreibung und der Lüge. Mit Nüchternheit wird niemand mehr überzeugt. Die Grund Idee hatte besser ausgebaut werden müssen.
Er ist gerade erst vorbei und schon habe ich Probleme mich zu erinnern. Das spricht jawohl für sich. Wenn es bloß um die Essenz des Krieges geht, hat das Sachen wie Apocalypse Now, oder Die durch die Hölle gehen eindringlicher gezeigt. Wenn es um Doku geht, sollte man sich eine Doku ansehen. Kurz um, nach dem vielversprechenden Anfang ging es gleich mal schnell Berg ab; ich meine, zu dem Ende, ich verstehe, was es mir sagen soll, aber ich finde es irgendwie billig. Zum Beispiel, haben die weinenden Personen viel mehr Effekt, als die Leichen, den Leichen kann alles egal sein, es gibt nichts toleranteres als einen Toten. Den Toten geht alles am fauligen Arsch vorbei, hier geht es doch um die Lebenden...oder etwa nicht? Worum ging es eigentlich genau genommen...?

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Grohacke

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Bewertung6.5Ganz gut

Inhaltlich erzählt "Waltz with Bashir" sicher eine der Geschichten, die viel zu selten erzählt werden, die eine Mehrheit lieber verdrängen möchte - so weit gut (bzw. schlimm). Aber die Bilder fand ich nicht - wie so viel beschrien - arg düster und alptraumhaft. Einzig die technische Untermalung des Endes hat einen gewissen Effekt. Ich habe das Werk vor allem wie eine Dokumentation mit sehr vielen Aussagen von Zeitzeugen erlebt. Als Spielfilm somit von mir nur eine mäßige Wertung.

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J4KOB

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Ist auch zum Teil als Dokumentation gedacht.


ursusmajor

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Bewertung9.0Herausragend

Ein spannender und beklemmender Streifen, der ohne Pathos auskommt und die geschilderten Ereignisse aus der einzig wahren - der menschlichen Perspektive zeigt.

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worstcase

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Bewertung9.0Herausragend

Ungewöhnliche Kombination aus Doku und Animation, funktioniert aber ausgesprochen gut und lässt viel Raum zum Mitdenken und Mitfühlen. Ein Film zum unbedingt sehen, unbedingt mitfühlen. Bleibt im Gedächtnis und im Herzen.

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deinvaddah

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film gefiel mir ziemlich gut. Auch weil ich auf Spielerisch in Szene gesetzte Historienschauspiele stehe, aber vor allem weil er ein Thema anschneidet das im Alltag eher am Rande verborgen bleibt. Er zeigt die Gräul des Krieges aber auch die (teils auch späte) Scham der Kombattanten. Speziell greift er das verdrängen auf das sich bei der Hauptperson eingestellt hat. Aber auch die Verunsicherung der Beteiligten denen es so scheint als ob im Krieg alle Moral einer Ethik weicht, die es erlaubt weg zu schauen. Alle Menschlichkeit scheint aufgehoben und hinterlässt ein Vacuum in dem es keine Regeln zu geben scheint außer den Befehlen des jeweils höheren Ranges. In zusammenhang mit dieser Thematik empfehle ich den Film "Lebanon", für den der mehr an dieser art Film interessiert ist.

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ArcheMaxim

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Bewertung9.0Herausragend

Extrem gut gemachter Film. Enthält viele Aspekte die Staunen Lassen.
Die Story ist wirklich gut erzählt. Dass es alles im Stile einer Dokumentation und gleichzeitig durch Rückblicke und Emotionen der Männer die versuchen mit ihren Taten in der Vergangenheit klar zu kommen erzählt ist, ist überwältigend.
Auch technisch gesehen sehr überzeugend und für Interessierte im Berreich Animation/Illustration schon allein deshalb sehenswert. Es wurde nicht durch technische Tricks angegeben, sondern durch einen angenehmen Zeichenstil und einer passende Farbwahl überzeugt. Des Weiteren ist der Animationsstil perfekt für die Traum sequenzen, die mit realen Schauspielern nich so sehr an Stärke gewonenn hätte.
Gleichzeitig gibt einem der reale Hintergrund Grund genug sich immer wieder zu schaudern und ernsthaft über die Grausamkeit des Menschen, insbesondendere in Kriegssituationen, nachzudenken.
Hat absolouten Pflichtwert, nicht nur für Filmfans.

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