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Wo die wilden Kerle wohnen

Where the Wild Things Are (2009), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 17.12.2009


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von Spike Jonze, mit Catherine Keener und Max Records

Es ist die Geschichte des ebenso unbändigen wie sensiblen Jungen Max, der sich zu Hause missverstanden fühlt und dorthin flieht, wo die wilden Kerle wohnen: Max erreicht eine Insel, auf der er geheimnisvollen und seltsamen Wesen begegnet, deren ungestüme Empfindungen und Taten absolut unvorhersehbar sind. Die wilden Kerle wünschen sich nichts sehnlicher als einen Anführer – und Max träumt davon, über ein Königreich zu herrschen. Also wird Max zum König gekrönt und gelobt, ein Reich zu schaffen, in dem alle glücklich sind. Doch bald macht Max die Erfahrung, dass sich sein Königreich gar nicht so leicht regieren lässt: Der Umgang mit seinen Untertanen ist weitaus komplizierter, als er sich das ursprünglich gedacht hat.

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Wo die wilden Kerle wohnen
Genre
Abenteuerfilm, Drama, Fantasyfilm
Zeit
2000er Jahre
Ort
Vereinigte Staaten von Amerika, Wüste
Handlung
Boot, Eltern-Kinder-Beziehung, Insel, König, Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Mutterliebe, Mutterrolle, Reise, Schlaf, Schlafzimmer, Schneeballschlacht, Sohn, Tagtraum, Traum, Wald
Stimmung
Berührend, Entspannt, Gutgelaunt, Traurig
Zielgruppe
Familienfilm
Tag
Bestsellerverfilmung
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Playtone, Warner Bros.

Kritiken (19) — Film: Wo die wilden Kerle wohnen

beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

[...] “Where The Wild Things Are” ist ein Film über die Kindheit, aber definitiv kein Kinderfilm, wie Jonze oft betonte. Die Bilder sind nicht durch eine rosarote Brille aufgenommen, die Charaktere haben mehr Ecken und Kanten, als man anhand des Buches vermuten würde. Max, wunderbar gespielt von Max Records, ist ein ungestümes Kind, das wie auch die wilden Kerle zu drastischen Mitteln greift, um sich Gehör zu verschaffen. Damit zeigt der Film aber viel mehr wie schwierig es manchmal ist, Kind zu sein, als all die gezuckerten Kinderfilme, die Hollywood so auf die Welt loslässt. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.5Sehenswert

Der Bilderbuchklassiker von Maurice Sendak gilt als wahre Größe unter den Kinderbüchern. Mit seiner liebevollen, aber zeitgleich auch (für Kinder) rauen Geschichte vom kleinen Max, begeisterte Sendak Generationen von kleinen und großen Lesern. Spike Jonze, bekannt durch Musikvideo von Weezer und den Beastie Boys sowie den Filmen "Being John Malkovich" und "Adapation" verfilmte nun Sendaks bekanntestes Werk und erschuf eine herrlich phantasievolle Nacherzählung des Buches. Dank dem herausragenden Jungdarsteller Max Records, der seinen Namensvetter grandios glaubwürdig darstellt und die Figur perfekt zwischen kindlichem Trotz, Übermut und Hilflosigkeit balanciert. Genau so sicher bei den Gratwanderungen zwischen den einzelnen Polen der Dispositionen erweist sich auch Jonzes Inszenierung. Seine wilden Kerle sind liebenswerte, große, tapsige, kuschelige aber auch unheimliche Riesen die mit kindlichem Gemüt auf den Zuschauer losgelassen werden und trotz ihrem Kuscheltieraussehen immer noch eine gewisse Fratzenhaftigkeit besitzen. Dass ist bei weitem nichts für Zuschauer die den schnellen Kick suchen, eher etwas für genussvolle Träumer die das Buch kennen und lieben. Die bekommen mit „Wo die wilden Kerle wohnen“ einen der herzlichsten und knuffigsten Filme der letzten Jahre. Zu schade, dass der Film in Deutschland zeitgleich mit „Avatar“ startete und so im Kino nie die Aufmerksamkeit erhielt die er verdient hätte.

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Elisabeth Maurer

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7.5Sehenswert

...Der Beginn des Films offenbart sofort sein Wesen: Max jagt in seinem Wolfskostüm durchs ganze Haus hinter seinem kleinen Hund her, bellt und tobt und schnappt schließlich das leicht eingeschüchterte Tier um mit ihm zu raufen. Dabei verfolgt ihn dicht die Handkamera. Jonze bleibt immer ganz nah bei seinem Hauptcharakter, bewegt sich immer mit ihm und scheint versessen darauf zu sein, durch die Geräusche, durch den Verzicht auf eine dauernde Musikuntermalung, durch nicht auffällig bearbeitete Bilder, die Geschichte so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen, damit sich der Zuschauer wirklich in das Kind einfühlen kann. ...

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

«Where the Wild Things Are» ist ein einfühlsamer und abwechslungsreicher Abenteuer-Film für jedes Alter.

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Khitos: Kälte Reich

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8.5Ausgezeichnet

Ein Kinderfilm? Nein. Spike Jonze meinte, dass es eher ein Film über die Kindheit sei. Es ist mit Sicherheit kein Kinderfilm! Viel mehr ist es eine Charakterstudie. Aus dem kleinen Kinderbuch erschuf Jonze ein wunderbares Werk mit liebenswerten, gewöhnungsbedürftigen und gruseligen Monsterchen. Es ist auch überaus positiv anzurechnen, dass hier nicht viel mit CGI gearbeitet wird und auf alte Methoden zurückgegriffen wurde. Die Wilden Kerle sind echt und das sieht und fühlt man auch. Die Fantasyreise des kleinen Max ist erleuchtend und fesselnd mitanzusehen. Der kleine Max erinnert mich stets an einen kleinen Jungen, den ich im realen Leben kenne, was mir den Kinobesuch noch ein wenig spaßiger gestaltet hat. Aber auch ohne diesen witzigen Zufall überzeugt Where The Wild Things Are, denn entgegen aller Erwartungen ist es ein trauriger, düsterer Film, der viel aussagt ohne viel zu reden.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

Ein Film, der dank Handkameras und nie zu bunten Bildern wie ein Independent-Streifen aussieht, aber über ein sehr stattliches Budget verfügt und dabei gänzlich aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt wird – also mal wieder was anderes – das ist „Wo die wilden Kerle wohnen“. Die freie Adaption des gleichnamigen Bilderbuchklassikers besteht aus einer sehr simplen Geschichte, die jedoch psychologisch fein durchdacht ist. Regisseur und Drehbuchautor Spike Jonze lässt wie schon in „Being John Malcovich“ oder „Adaption“ die Grenzen zwischen Realität und Traum völlig verschwimmen, in diesem Fall jedoch ganz gradlinig und mit kindlicher Selbstverständlichkeit. [...]

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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8.5Ausgezeichnet

WHERE THE WILD THINGS ARE ist eine wunderbare Komposition aus verschiedenen Zutaten. Spike Jonze trifft perfekt den Nerv des Buches und verzaubert mit seinen Figuren, die den Vorbildern nicht ähnlicher sein könnten. Die Mischung aus Kostümen und punktierter Animation funktioniert blendend. Insgesamt fühlt sich WHERE THE WILD THINGS ARE an wie ein warmer Sonnenuntergang. Eine Geschichte aus dem Leben, die berührt und in seiner Einfachheit unglaublich komplex bleibt. Bravo. (Toller Soundtrack von Karen O!)

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Michael Kienzl: critic.de

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Jüngere Kinder könnten mit dieser teilweise sperrigen und düsteren Version eines Kinderfilms Schwierigkeiten haben. Der Film verfügt zudem über eine Indie-Credibility, die sich vor allem an Erwachsene richten dürfte. Wie Spike Jonze aber ein Kinderbuch für die große Leinwand adaptiert, ohne den eigenen Stil zu verwässern oder Zugeständnisse an das Genre zu machen, ist in jedem Fall sehenswert.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

„Wo die Wilden Kerle wohnen“, die Verfilmung von Maurice Sendaks Kinderbuch, ist trotz der vielen Grobiane ein ungemein zärtlicher, in kleinen Gesten und Momenten oft rührender Film. Vieles wirkt spielerisch in diesem gleichermaßen leichten und psychologisch exakten Meisterwerk: Die Handkamera wie bei Amateuren, aber nahe an dem Empfinden von Max. Die nette, kindisch wirkende Mädchenmusik von „Karen O and the Kids“ bringt die Wildheit von Max auf den Soundtrack. Die Lehre der Wilden Tiere lautet klug einfach: Mit diesen Riesen ist es wie mit den unkontrollierbaren großen Gefühlen - sie können Freunde sein, aber auch zerstörerisch

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Spike Jonze hat es wohl tatsächlich geschafft einen der depressivsten Filme dieses Jahres abzuliefern, der ziemlich konsequent alle Erwartungen unterläuft die das Publikum an einen aufwendig produzierten Kinderfilm stellt. Gegen “Where the wild things are” wirkt “Coraline” wie ein echter Happy-Go-Lucky Streifen.

Das spricht jedoch keineswegs gegen diese Kindheitsphantasie, die sich die große Aufgabe gestellt hat, aus einer quasi nicht vorhandenen Geschichte (Junge wird auf sein Zimmer geschickt, flieht in der Phantasie zu den wilden Kerlen, feiert mit ihnen, vermisst sein Zuhause und geht heim), die hauptsächlich von ihren inspirierten Zeichnungen lebte, einen abendfüllenden Spielfilm zu machen. (...)

Jones nimmt fast den kompletten Film über, die sehr egoistische, eigensinnige Perspektive seines jungen Hauptdarstellers ein, der sich von der Welt unverstanden, ignoriert, mißhandelt und vernachlässigt fühlt. Max, der vom jungen Max Records mit beeindruckender Präsenz und Entwicklungsfähigkeit gespielt wird, ist kein leicht zu liebendes Kind. Seine Trauer und Einsamkeit haben reale Gründe, doch seine Reaktionen darauf sind typisch kindliche Überreaktionen. Seine frustrierten Wutausbrüche würden hierzulande sicher die Super-Nanny auf den Plan rufen.

Es verwundert nicht, dass die Monster die er dann auf der Insel trifft, noch viel gestörter sind als er selbst. Ein wenig erinnert deren Vorstellung an den Anfang von “Einer flog über das Kuckucksnest”, denn jedes dieser Borderline-Fellviecher im Vergnügungungspark-Maskottchen-Look, hat seine eigenen Probleme. Die allgemeine Stimmung im Monstercamp ist von depressiver Gemütlichkeit geprägt.

Die erste Frage, die ihm das agressivste und unkontrollierteste, aber auch am verloren wirkenste Monster namens Carol stellt ist – nachdem Max sich zum König gemacht hat – folgerichtig auch: “Wirst du die Traurigkeit fernhalten?”.
(...)
Immer wieder wird Max mit dem extremen Verhalten der verschiedenen Monster konfrontiert, die natürlich Facetten seiner selbst wiederspiegeln und ihm vor Augen führen, wie anstrengend sein eigenes Verhalten oft auf andere wirkt.

Diese Geschichte ist natürlich schon von anderen erzählt worden, doch noch nie so unsagbar traurig und konsequent in Moll. Vom ersten Moment, wenn wir Max sehen, der in einem in Heimvideooptik gefilmten Intro wie ein Berserker durchs Haus rast, das Monster spielt, spuckt und knurrt und den Hund herumschüttelt, verweigert sich dieser Film der üblichen Leichtigkeit mit der solche Parallelweltstories normalerweise inszeniert werden. Die Zerstörung von Max Iglu, durch die Freunde seiner Schwester, sein zutiefst verletzter Gesichtsausdruck, die Zurückweisung durch die Mutter, die just an jenem Abend keine Zeit für ihn hat, weil ihr neuer Freund zu Besuch ist – das alles wird mit grimmigem Ernst inszeniert. So konsequent, wie Kinder alles todernst nehmen, für die eine Zurückweisung für den Moment tatsächlich das Ende der Welt bedeutet.

Die Insel ist kein eskapistischer Märchenort wie Nimmerland, die Monster sind keine Lost Boys. Die Welt dort ist hart und harsch und Abenteuer sind gefährlich. Max ist mehr als einmal in Lebensgefahr, wenn man es realitisch betrachtet und dabei ist der Moment in dem er sich im Schlund eines Monsters versteckt noch einer der harmloseren Momente. Selten ist mit einem kindlichen Protagonisten so unsentimental umgegangen worden wie hier.

Was dem Film fehlt ist eine große Story, eine klassische Dramaturgie. Genau genommen passiert wenig und das was passiert ist eher, typisch kindlich, impulsiv. Der Film lebt tatsächlich mehr über die Stimmung und die Figuren, als über die spärliche Handlung, die ohne klassische Questen und andere Thrillmomente auskommt. Es ist eher das Psychogram einer Therapiegruppe, die versucht miteinander klar zu kommen. Klare Schuldzuweisungen fehlen genauso, wie klare Botschaften.

Fraglich ist, ob Kinder einen Zugang zu dieser Sichtweise finden, die letztlich ein erwachsener und analytischer Blick auf die Kindheit und kindliches Verhalten ist. Ob Kinder sich nicht idealisierter sehen wollen, so wie sie es gelernt haben. Max Records wirkt sehr alt am Ende, wenn nach seinen Abenteuern den Monstern den Rücken kehrt und sich für sein Zuhause, für das Erwachsenwerden und die Weiterentwicklung entscheidet. Wenn der Monster und damit auch einen Teil seiner Kindheit zurücklässt. Spike Jonze liebt seine Monster und all ihre Neurosen und Ängste.

Doch irgendwann muß jeder runter von der Couch und lernen sich dem Leben zu stellen.

Bis dahin sind die Wilden Kerle aber alle mal einen Besuch wert.

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manitu17

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Ist das beabsichtigt, dass dein Kommentar bei Wiki zitiert wird?^^


TheCorey: MovieMaze

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Von der technischen Umsetzung her ist Where the Wild Things Are ausgesprochen gelungen. Die digitalisierten Gesichter auf den realen Kostümen synthetisieren gut und es schadet den Wilden Kerlen nur, wenn Jonze sie durch die Luft springen lässt. Hier wirken die Bewegungen nun wenig natürlich, was aber ob der geringen Präsenz an Sprüngen annehmbar ist. Somit ist Where the Wild Things Are vielleicht kein Meisterwerk, aber trotzdem – und gerade in seinen letzten Minuten – ein teils wunderchöner und ergreifender Film geworden.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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8.0Ausgezeichnet

Wo die Wilden Kerle wohnen ist vielleicht der erste Familienfilm in der neueren Geschichte, der sich nicht nur auf die Story oder Charakterentwicklung stützt, sondern auch auf die Ideen und die Vision des Regisseurs. Das Ergebnis ist eine magische Erfahrung für alle bis auf die hibbeligsten Kinder, und eine Gelegenheit für die Eltern, einen Kinderfilm mal zu genießen als zu ertragen. Für den Regisseur ist dies ein Lieblingsprojekt, und es schneidet besser ab als andere Werke, an denen der Macher emotional zu nahe dran ist. Es gibt kleinere Untimmigkeiten, aber diese tun dem Vergnügen keinen Abbruch. Dieser Film ist die 2009er Antwort auf den "Zauberer von Oz".

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.0Sehenswert

Spike Jonze und Dave Eggers haben die Herausforderung der Adaption dieses kleinen Meisterwerks gemeistert, indem sie einen echten Jungen und die imaginären Monster in einem Film gezeigt haben. Der Streifen fühlte sich lang an, und manchmal gab es Abschnitte, in denen ich weniger als begeistert war. Ist es möglich, dass die Kurzgeschichte doch zu wenig Inhalt hatte für einen Spielfilm in voller Länge? Alles in Allem wird der Film wohl besser ankommen bei Erwachsenen, die einen geliebten Klassiker aus Kindertagen kennen, als bei Kindern, die mit zackiger Action-Animation aufgewachsen sind.

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Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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6.5Ganz gut

Die erfindgunsreichen Bilder aus Sendaks Buch werden in Spike Jonzes Film beibehalten, leider fällt der Ton und die Absichten des Romans irgendwie auf die Seite, um die Ideen des Regisseurs über die Kindheit zu analysieren. Dies hat wenig zu tun mit den Gründen, warum die ältere Generation das Buch so mochte. Leider ist der Film ein seltsamer Mix aus Kunstfilm und ein paar Szenen, die Kinder unterhalten sollen. Die Kritiken werden wohl gemischt sein, obwohl Jonzes Karma gut genug ist, um die negativeren unter den Meinungen abzufedern. Zumindest sollte man ihm Beifall zollen für den Mut, etwas Eigenes zu machen – und nicht einfach einen lieblos zusammengekleisterten Mainstream-Stinker abzuliefern wie Scooby-Doo.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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9.0Herausragend

Wirklich, ich bin unglaublich verliebt in die Filmversion von „Wo die wilden Kerle wohnen“. Dieses Mal stimmt alles, von Kopf bis Schwanzspitze, vom Moment an wo im Prolog die Action eingefroren wird, bis hin zur finalen Szene mit der schwer erkämpften Wiedervereinigung von Mutter und Sohn. Warner Bros. sollte man Beifall zollen für solch ein starkes und atemberaubendes Kunststück – die seltene Adaption eines Klassikers der Kinderliteratur, der tiefer geht als das Original.

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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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4.0Uninteressant

Als ein Kinderfilm ist es langweilig, als ein gewagtes filmisches Abenteuer schrammt der Film knapp an Wahnwitz und Fiasko vorbei. Er ist zwar viel zu nachdenklich und beeindruckend, um ihn ohne weiteres zu ignorieren. Aber das Werk ist auch so eindeutig und deprimierend, dass man sich wundert, was genau den Kult um das Kinderbuch ausmacht, und warum der Autor sich ausgerechnet Spike Jonze ausgesucht hat. Jonze hat sich zwischen den „Kerlen“ verloren und hat das Wilde und den Spaß draußen gelassen.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Filme erlauben trotzigen Kinder meist keine volle Pallette an Emotionen. In diesem Film aber durchlebt der neunjährige Max eine verwirrende Lawine an Gefühlen, was in einem Film von überraschendem Tiefgang und voller Genauigkeit und Energie resultiert. Max mag sich in seinem Löwenkostüm kopfüber ins Abenteuer stürzen, letzendlich ist er nur ein wildes Kind. Er ist kreativ, gefühlvoll und manchmal einsam.

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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8.0Ausgezeichnet

Der Gegensatz zwischen einer wilden Landschaft, einem echten Jungen und kindlichem So-tun-als-ob sollte eigentlich nicht funktionieren, oder vielleicht nur auf dem Level eines Muppet-Films. Aber es funktioniert traumhaft. Statt dass man von Computer-Illusionen bombardiert wird, wird uns erlaubt, unseren Unglauben zu vergessen und unsere eigene Vorstellungskraft einzubringen. Bei all der Kunstfertigkeit fühlt sich der Film doch rau und handgemacht, beinah primitiv an. Es ist ein großartiges Baumhaus von einem Film.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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6.5Ganz gut

Leichtfüßig, emotional an das Thema angepasst und dem gefeierten Originalmaterial instinktiv treu, erntet der Film viele Pluspunkte für den handgemachten Look und die un-homogene, darf-man-es-sagen: organische Darstellung unbefangener kindlicher Vorstellungskraft. Aber die guten Absichten und der magische Stil von Regisseur Spike Jonze kann nicht ganz dafür entschädigen, dass es dem Film ein wenig an Narration und inhaltlicher Fülle fehlt.

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Kommentare (99) — Film: Wo die wilden Kerle wohnen


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Donny Brandt

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Happiness is not always the best way to be happy. „

Es ist dunkel in meinem Zimmer, nur der Bildschirm meines Laptops leuchtet und die Musik läuft durch meine Kopfhörer, doch mehr möchte und brauche ich auch nicht. Meine Stimmung ist am Boden und doch geht es mir so gut wie selten.
Ich schließe die Augen. Nach ein paar Sekunden mache ich die Augen wieder auf. Ich stehe auf einer Insel um mich herum stehen Bäume ich höre in weiter Ferne noch den Schall der Musik doch nach ein paar Sekunden verschwindet auch der. Ich höre es im näherem Umfeld krachen. Außerdem scheint es so als würden sich Leute unterhalten. Also bewege ich mich in Richtung der Geräusche. Nachdem ich ungefähr 500 Meter gegangen bin, sehe ich sie, riesige Monster. Ein von den Monstern zerstört eine aus Holz gebaute Hütte die anderen Monster stehen drum herum und versuchen ihn zu stoppen.
Ich mache die Augen wieder auf und Sitze vor meinem Computer, es ist immer noch dunkel, aus Meinen Kopfhören kommt immer noch Musik und, leider, steht noch immer nichts auf dem Bildschirm, also ran an die Arbeit.
Kanntet ihr das nicht auch? Ihr Wart früher unzufrieden und wolltet etwas kaputt machen doch eure Eltern habe euch gehindert. Bei mir war das früher oft so, und Spike Jonez greift diese Idee aus der ich-weiß-nicht-wie-vielten Sicht auf. Und das fast genauer als es mir eigentlich Lieb ist, es scheint so als würde Spike mich kennen. Wer hätte wissen können das ein Kinder Film mich trauriger macht als jeder andere Film, den ich je gesehen habe? Ich hätte damit nie gerechnet. Eigentlich habe ich „Wo die Wilden Kerle Wohnen“ geguckt weil ich „Her“ und „Being John Malkovich“ toll fand. Ich habe mir einen Film erwartet der reicht, um mir einen schönen Abend zu machen, doch das ist dieser Film nicht. „Wo die Wilden Kerle wohnen“ ist kein Film von dem Regisseur, der diesen und diesen Film gemacht hat. „Wo die Wilden Kerle wohnen“ ist die beste Buchverfilmung aller Zeiten mit einem Ende, das sogar jemanden wie mich, der schon lange über das Alters des Hauptproganisten hinaus ist, zum Weinen bringt. Ich weiß nicht wie Jonez es immer wieder schafft die Emotionen in seinen Filmen so rüberzubringen das man sich immer wieder angesprochen fühlt. Bei „Her“ war es die Liebe nun ist es das Erwachsen werden das thematisiert wird. Und so katapultiert mich Jonez mit diesem Film zurück in meine Kindheit, in der ich die gleichen Probleme hatte, wie Max mit Ausnahme das Ich keine große Schwester hatte. Ich hatte Streit mit meinen Eltern, die großen Jungs haben mein Iglu kaputtgemacht und, und, und immer wieder wollte ich vom Alltag davon flüchten, doch nie hatte ich den Mut dazu. Max hat den Mut und läuft davon, weit weg von seinen Ängsten direkt in die Hände weiterer Ängste die er versucht zu bekämpfen. Die Ängste die versuchen sich selber zu bekämpfen doch damit alles nur noch schlimmer machen. Auch das ist für mich ein altbekanntes Konzept und wird von Jonez perfekt genutzt. Max versucht die Streitigkeiten zu schlichten und somit seine eigenen Ängste zu bekämpfen, um wieder nach Hause zurückzukehren.

#dasetwasandereComingofAgeDrama

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keko24

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Genialer Kommentar und vollkommen zutreffend :-)


Donny Brandt

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Danke :)


Dr.Bobo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein inneres Kind war total begeistert.
Ein Film der zeigt wie toll es eigentlich ist im Dreck zu spielen und anderen Beine zustellen.

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FilmFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Allg. Spoiler Warnung!

Einmal wieder Kind sein. Im Buddelkasten Sandburgen bauen, mit den Freunden vor der Konsole sitzen, draußen rum rennen, "Abenteuer" erleben, die Welt entdecken, Streiche spielen, kurzum: Spaß haben. Das ist ein Traum den wohl Viele teilen. Einmal in die sorgenfreie Zeit zurückkehren und sei es bloß für einen Tag.
Doch ist es als Kind wirklich so viel einfacher? Die Erinnerungen an die schönen Momente, die verankern sich (tiefer) im Gedächtnis, doch auch Kinder haben Probleme, Ängste und Sorgen. Mit diesem Gedanken als Grundtenor illustrierte Maurice Sendak das Buch "Wo die wilden Kerle wohnen". Spike Jonze nimmt sich nun der Vorlage des Kinderbuchklassikers an und liefert ein Familienfilm, der eigentlich kein Familienfilm ist und so viel mehr zu bieten hat.
Max ist ein Junge, der Beachtung und Aufmerksamkeit benötigt. Sein Vater ist fort, seine Mutter überfordert und Max ist einsam. Nach einem Streit mit der Mutter, haut Max kurzerhand ab und landet per Bootsfahrt auf einer Insel, die von skurrilen Geschöpfen bewohnt wird. Mit Hilfe einer kleinen Lüge wird Max zum König der sog. "Wilden Kerle" und lebt fortan mit den großen Gestalten und fängt an eine Festung zu bauen, die alle ihre Träume erfüllen kann. Dass es aber schwieriger ist ein König zu sein, als zuerst angenommen, muss Max auf die harte Art und Weise lernen. Denn Erwachsenwerden ist immer noch das größte Problem eines Kindes.
Als bekannt wurde, dass Mr. Jonze das Kinderbuch verfilmen wird, war klar, das wird kein 08/15 Streifen. Kein weichgespülter Hollywood Kitsch für die ganz Kleinen. Nein, Jonze verwandelt den Stoff in ein liebevolles Märchen, melancholisch und anspruchsvoll, aber gleichermaßen lehrsam. Seine wilden Kerle sind liebevoll, doch ebenfalls von Problemen befallen.
Carol hat "Beziehungsprobleme", Alexander findet keine Beachtung und Judith hat ihre schlechte Laune nicht unter Kontrolle. Doch gemeinsam mit ihrem König könnte all dies Vergangenheit werden. Eine freundschaftliche Beziehung zwischen den "Kerlen" und Max entwickelt sich, vorallem Carol und KW schließt der kleine König in sein Herz. Doch je länger Max in der Obhut der Kerle verweilt, umso mehr packt ihn das Heimweh. Denn den Probleme seines Zu Hauses zu entfliehen mag eine leichte Alternative sein, doch auch woanders entstehen Probleme. Man kann seine Probleme für kurze Zeit ausblenden, doch Flucht ist keine Option.
So kommt es zum Abschied, Max geht wieder nach Hause, er konnte die Probleme der Kerle zwar nicht lösen, aber sie hatten eine großartige gemeinsame Zeit. Dementsprechend emotional fällt auch die Verabschiedung aus. Taschentücher können ruhig bereit liegen, wenn Carol zum Abschluss ein tiefes Heulen von sich gibt und mit wehmütigem Blick seinem Freund hinterherschaut.
"Wo die wilden Kerle wohnen" ist anspruchsvolles Kino. Kino zum Nachdenken, zum Sorgen vergessen, zumindest für 100 Minuten. Kino für die Großen, die wieder mal "klein" sein wollen. Kino, wie es sein soll!

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FilmFan92

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Oh ja, toller Filmemacher (und das obwohl ich lediglich 2 Werke von ihm kenne :P). Hoffe mal "Her" begeistert mich ebenso sehr :)


FilmFan92

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Hab's gecheckt. Sind sogar 4 :P


Zimtmond

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Bewertung9.0Herausragend

Einmal wieder Kind sein. Einmal wieder die Welt mit Kinderaugen sehen. Einmal wieder mit kindlicher Unschuld auf Entdeckungsreise gehen. Einmal dort sein, wo die wilden Kerle wohnen.

-"There were some buildings... There were these really tall buildings, and they could walk. Then there were some vampires. And one of the vampires bit the tallest building, and his fangs broke off. Then all his other teeth fell out. Then he started crying. And then, all the other vampires said, "Why are you crying? Weren't those just your baby teeth?" And he said, "No. Those were my grown-up teeth." And the vampires knew he couldn't be a vampire anymore, so they left him. The end. "

-"I have a sadness shield that keeps out all the sadness, and it´s big enough for all of us."

-"Small is good. My powers are able to slip right through the cracks."
-"But what if the cracks are closed up?"
-"Then I have a re-cracker, which goes right through that."
-"But what if they have some sort of material that re-crackers can't get through?"
-"Then I have a double re-cracker, which can get through anything in this whole universe. And that's the end, and there's nothing more powerful after that, ever. Period."
-"He has a double re-cracker."
-"He does sound powerful."

-"Inside all of us is hope. Inside all of us is fear. Inside all of us is Adventure. Inside all of us is…a wild thing."

-"I'll eat you up; I love you so."

Ein fröhlicher Film. Ein trauriger Film. Ein melancholischer Film. Ein hoffnungsvoller Film. Ein schöner Film. Ein Film, der zeigt, wie wichtig das untereinander zuhören ist, wie wichtig es ist füreinander da zu sein, wie wichtig es ist aufeinander aufzupassen und wie wichtig es ist genauer hinzuschauen und hinter die Schale auf den Kern zu blicken. Ein Film, der mein Herz berührt.

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-"A book is really like a lover. It arranges itself in your life in a way that is beautiful."
(Maurice Sendak)

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Zimtmond

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@pischti
Solltest du wirklich. Ein schöner Film. Danke :)
@jacker
Oh bei mir auch :) ♥ Ich freu mich ja schon so, dass ich allen damit auf den Geist geh :D


Andy Dufresne

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Sehr schön!


alex023

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Bewertung9.0Herausragend

»There is no such thing as King. He’s just a regular boy, pretending to be a wolf, pretending to be a King.«

Spike Jonze ist eigentlich relativ unbekannt, obwohl er doch bekannte Filme gemacht hat? Seltsam in jedem Fall. Mit WHERE THE WILD THINGS ARE verfilmte er ein Kinderbilderbuch – aber es wurde kein wirklicher Kinderfilm daraus. Denn dieses Werk ist so tiefgründig, wie alle Hollywood-Sommerblockbuster es zusammen genommen niemals sein könnten. Es handelt vordergründig von einem Jungen, Max, der seine „issues“ hat, wie es fast jeder Junge in dem Alter hat. Er fühlt sich ignoriert, vernachlässigt und nicht verstanden von der Welt, in welcher er lebt. Max ist ein Kind, was alles überdramatisiert, für das eine einfache Zurückweisung an einem Abend (weil der neue Freund der Mutter zu Besuch ist) schon das Ende der Welt und von allem bedeutet.

Jonze kreiert hier entgegen aller Erwartungen (denn wer hat denn nicht einen Kinderfilm erwartet?) einen sehr, sehr depressiven Film, der gewissermaßen auch keine Lösung bietet, keinen Silberstreif, der verspricht, dass alles besser wird. Wenn wir in die Augen des kleinen Max schauen, als die Freunde seiner Schwester sein Iglu zerstören, fühlen wir uns, als würde gerade die ganze Traurigkeit dieser Welt darin vereinigt werden. Ich komme nicht umhin zu sagen, dass der Film mir sehr nahe gegangen ist und das an mehreren Stellen, nicht bloß am Anfang und am Ende. Wenn Max in seine Phantasiewelt flüchtet, in welcher er auf Monster trifft, die natürlich ihre eigenen, ganz persönlichen Probleme haben und er in einem Wutanfall sich anmaßt, sich beinahe selbst zu ihrem König zu krönen, dann spiegelt das alles nicht bloß die verwirrte Psyche eines Kinder wider, sondern auch das allgemeine Wesen unserer postindustriellen Gesellschaft. Weil Max sich missverstanden und misshandelt fühlt, flüchtet er in diese Welt, in der er glaubt, über die anderen bestimmen zu können, was er jedoch nicht kann.

Es gibt eine Szene zu Beginn, als Max zu seiner Mutter geht, während sie telefoniert. Als sie dann fertig ist, möchte sie von ihm eine Geschichte hören. Er erzählt eine, welche aus simplen „And then“-Sätzen besteht und sie hört aufmerksam zu und tippt sie gleichzeitig in den Computer ein. Bloß diese Geschichte, über einen Vampir, der seine Zähne verliert und deshalb von den anderen ausgeschlossen wird, legt seine Sorgen dar: dass er einmal von allen Menschen verlassen werden wird, die ihm etwas bedeuten. So etwas kann für ein Kind eine existenzielle Sorge sein, die es nicht mehr los wird. Ich möchte aber hier nicht all die Referenzen, Bilder und tiefschürfenden Erzeugungen ergründen, das haben andere schon getan und den Film tiefgehend analysiert. Es geht mir viel mehr darum, zu begreifen, was der Film letztlich aussagt. WHERE THE WILD THINGS ARE zeigt in seiner depressiven und destruktiven Art, wie ein Kind versucht, in der Realität zu funktionieren und dabei scheitert. An seinen eigenen Ängsten und Befürchtungen, die dem eigenen Glauben der Unsterblichkeit und Unverletzlichkeit, der unbändigen Aufmerksamkeit und Existenz seiner geliebten Personen gegenüber stehen.

Es ist ja so: wenn man Kind ist, glaubt man noch an das Gute. Man ist fröhlich, frei und genügsam. Man ist wohl behütet und sich der Liebe von seiner Familie sicher. Doch irgendwann gelangt man an einen Punkt, an dem sich das alles zu verändern droht und man will es nicht wahrhaben. Viele wollen es einfach nicht akzeptieren. Und wenn ich jetzt zurückblicke, werde ich immer ganz nostalgisch und melancholisch, da ich mir irgendwie die Zeit der Unschuld zurückwünsche. Warum ist sie vergangen? Was macht der Mensch eigentlich falsch, dass diese Zeit irgendwann vorbeigeht? Nun, nicht jeder wird es so sehen, aber es gibt sicherlich Gleichgesinnte. Denn irgendwann kommt für jeden die Zeit, in welcher er aus der Komfortzone austreten muss und sich selbst der (bitteren) Realität stellen muss. Genauso wie Max es am Ende tut. Denn er hat keineswegs eine Lösung gefunden, um seine Ängste zu überwinden, er hat keine neue Hoffnung für die Zukunft gefunden. Vordergründig vermisst er einfach seine Mutter, weshalb er zu ihr zurückkehrt. Aber dahinter will er sich auch seinen Ängsten stellen. Er entscheidet sich dafür, sich nicht im Kreis zu drehen und immer wieder die gleichen Fehler zu machen, nicht den eigenen Aggressionen freien Lauf zu gewähren, sondern lieber erwachsen zu werden. Er macht sich auf in die immer noch unsichere Zukunft, aber mit der Absicht, sich nicht zu verstecken.

Jonze inszeniert wundervoll, mit tollen Bildern (der Bruch der Sonnenstrahlen, als Max und die Monster an den Klippen stehen und johlen), verfilmt das ausgezeichnete Drehbuch, was nur Anleihen einer stringenten Handlung hat, weil das alles gar nicht wichtig ist. Die eigentliche Geschichte ist vielmehr die Versinnbildlichung von Max eigener kleiner Story: WHERE THE WILD THINGS ARE ist gewissermaßen in seiner Erzählweise auch eine solche „And then“-Geschichte. Erst passiert das, dann dies und dann…natürlich ist das auch ein Stilelement, aber ich will hier – wie gesagt – nicht zu sehr analytisch vorgehen. Ich glaube einfach, dass sich jeder irgendwie in Max wiederfinden kann – oder zumindest in dem, was ihn beschäftigt. Denn jeder musste irgendwann erwachsen werden oder ist noch dabei, aber irgendwann endet für jeden die Kindheit, die Zeit der Unschuld und dann muss man sich dem Leben stellen. Manche sind dazu bereit, manche nicht.

Fazit: WHERE THE WILD THINGS ARE ist ein wunderbarer, aber doch so depressiver und trauriger Film von Spike Jonze, den man vielleicht zu der richtigen Zeit, in der richtigen Stimmung (und natürlich im O-Ton) schauen muss. Manchen gefällt er vielleicht nicht, aber vielen wird und hat er es. Jonze ist ein ausgezeichneter Regisseur, kreiert hier eine beispiellose Reflektion auf die Unschuld der Kindheit und die Probleme, Ängste und Komplexe, die einen jede Heranwachsenden beschäftigen. Dringlichst empfohlen. Ein Film mit Herz für Menschen mit Herz. Eigentlich fast sowas wie ein Lieblingsfilm. Er nimmt nun auf jeden Fall einen Platz tief in meinem Herzen ein.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/03/where-wild-things-are-us-2009-spike.html]

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The Freewheelin Fonda

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Serh starker Kommentar alex! Muss ich auch dringend mal ansehen!


alex023

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Danke, Fonda.
Ich finde es schon erstaunlich, wie ein Film wie "Being John Malkovich" der 'schwächste' von einem Regisseur sein kann. Aber seine anderen drei sind einfach noch besser. Bitte jedermann HER schauen. ;)


hno-16

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Bewertung0.0Hassfilm

Dieser Film ist einfach komisch und schrecklich, wirklich diese merkwürdige so komisch gestaltete Story, das ist einfach alles total unüberlegt dahin geschmiert. Ic h kannn diesen Film einfach nicht ab, ich sehe in so: Ein verträumter Junge, der nciht genug Anerkennnung bekommt, haut von Zuhause ab.(Ich glaube bis dahin sehen, dass alle so wie ich)! Er trifft irgendweöche komische Wesen, wo er der König wird und schließt mit innen einen merkwürdigen Pact. Irgendwann wird dieser Pact nicht eingehalten und alle zerstreiten sich! Am Ende(wurde mir gesagt, weil ich weggegangen bin, weil dre Film, so schlecht war)geht der Junge wieder zur seiner Mutter zurück. Versteht man woll unter Happpy End. Außerdem ist der Film ganz sicher kein Kinderfilm, woll eher ein Kinder****(muss mich leider so ausdrücken)! Eigentlich verstehen diesen Film Kinder gar nicht und das brauchen sie auch sicher nicht. Der Film ist einfach nur Zeitverschwendung. Zum Glück sind die Bücher in den Vereinigten Statten verboten!

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hno-16

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Ist wohl nur schwachsinnig daher gesagt, ohne Begründung!


hno-16

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So ein Mist passt nicht auf Moviepilot, lieber Medardus!!!!


DieFilmguckerin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt: ein Ort, an dem alles so ist wie man es sich wünscht - ein Ort der Träume, an den man sich zurückziehen kann, wenn man von der wirklichen Welt genug hat. Nach einem Streit mit seiner Mutter reißt der zehnjährige Max kurzerhand von Zuhause aus, segelt über ein Meer und landet schließlich in einer wundersamen Welt voller seltsamer Wesen. Nachdem diese sich entschieden haben, ihn nicht aufzufressen machen sie den nächsten logischen Schritt und erklären den kleinen Jungen zum König, der sie in eine blühende Zukunft führen soll.

Mit "Wo die wilden Kerle wohnen" adaptiert der Regisseur Spike Jonze nicht nur eines der bekanntesten und beliebtesten Kinderbücher für die Kinoleinwand, sondern bleibt auch seiner Vorliebe für surreale Umgebungen und interessante Geschichten treu, so schenkte er den Zuschauern bereits Filme wie "Being John Malkovich" oder "Adaption". "Wo die wilden Kerle wohnen" entführt das Publikum in die phantastische Welt des kleinen Max, die wilder und ursprünglicher nicht sein könnte und von den riesigen und zugegeben teilweise sehr unheimlichen wilden Kerlen bevölkert wird. Doch wir lernen schnell, dass diese nicht nur unbekümmert durch die Wälder taumeln, sondern sehr emotionale Persönlichkeiten mit jeder Menge Problemen sind.

Getragen wird der Film einerseits durch seine spannende und ungewöhnliche Geschichte und andererseits durch den wunderbaren Soundtrack, der zusammen mit den ästhetischen Bildern eine unfassbar dichte und melancholische Stimmung erzeugt, der man sich nicht widersetzen kann. Selten lagen Spaß und Traurigkeit in einem Kinderfilm so dicht beieinander und ermöglichen es auch Erwachsenen sich voll und ganz in die Welt der wilden Kerle fallenzulassen und sich an die eigene Kindheit zu erinnern - an das ungestüme Herumtoben genauso wie an die großen Träume und die kleinen und großen Probleme der eigenen Gefühlswelt.

"Wo die wilden Kerle wohnen" ist ein kleines Gesamtkunstwerk, bei dem einfach alles passt. Wunderschöne Bilder, die wilde Landschaften und detailverliebte Basteleien gleichermaßen einfangen und mit melancholischer und urwüchsiger Musik zu einer unwiderstehlichen Atmosphäre verschmelzen, die den Zuschauer fesselt und in die Geschichte des kleinen Max und seiner Monsterfreunde eintauchen lässt.

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Roldur

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spike Jonze hat mit "Wo die wilden Kerle wohnen" einen Kinderfilm mit einem wahrhaftig großem Herz geschaffen. Da ich als Kind weder das Buch kannte, noch vor einigen Jahren den Release mitbekam, gehöre ich eigentlich gar nicht zur Zielgruppe des Films. So weit so gut, der Film hat dennoch all das geschafft, was ein guter Film schaffen soll.
Die Welt in die ich hereingezogen werde, an Seite des leicht nervigen Kindes Max, ist schwermütig und melancholisch. Die Monster, die sie bewohnen sind ebenfalls emotionale Wracks. Eigentlich ein äusserst trauriger Film für die junge Zielgruppe. Die Gruppe von Voice-Actors, die diese bunte Truppe von schwerfälligen Haar-Monstern spricht, macht ihren Job grandios. Sei es James Gandolfini, als der emotional instabile und schnell aufbrausende Carol, oder Forest Whitaker als der sanftmütige Ira, das sei mal nur als kleine Auswahl genannt.
"Wo die wilden Kerle wohnen" zeigt in wundervollen Bildern, eine für das Genre ganz und gar ungewöhnliche Thematik rund um Einsamkeit, Verlust und Aussenseitertum. Trotz des fast schon surreal anmutenden Schauplatzes hat mich die Geschichte an einigen Stellen weit mehr berührt als viele andere Filme über das Aussenseitertum oder das langsame Erwachsenwerden.
Klar ist der Film hier und da etwas zu lang geraten aber das sei ihm verziehen, denn "Wo die wilden Kerle wohnen" hat mich zum lachen gebracht, zum weinen gebracht und mich wieder kurze Zeit in meine Kindheit zurückversetzt, vielleicht hat er mich in einem besonders emotionalen Moment erwischt und vielleicht sollte man den Film grade in meinem Alter am besten allein schauen, dennoch, so wie ich ihn jetzt gesehen hab, würde ich am liebsten die ganze Welt umarmen. Danke für diese wunderschön depressive Erfahrung!

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Sigrun

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Bewertung6.0Ganz gut

3 Gedanken zu WHERE THE WILD THINGS ARE:

1. BILDER: Originell inszeniert mit einem begabten Kinderdarsteller in der Hauptrolle.
2. INHALT: Eigentlich mag ich aufmüpfige Kinder in Spielfilmen, aber der Spannungsbogen hier ist mir zu überladen. Weniger wäre sicher mehr gewesen. Muss mal das Buch anschauen, auch wenn ich irgendwie skeptisch bin.
3. OHREN: Diese stilisierten Tierohren an Kapuzen und Kappen kann ich nicht mehr sehen, Kinder sind doch keine Teddybären oder Tierbabies. Seltsame Zeiterscheinung.

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uncut123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

hab den auf b-ray gekauft und kann es nur jeden zusagen...tolle reise

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Kleister-Meister

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie stellt man sich die Verfilmung eines Kinderbuchs vor? Eines Kinderbuchs, dessen Geschichte mit einer für Kinder verständlichen Message über einen Rabaukenjungen, der in eine Fantasiewelt mit wilden Monstern reist, dann aber Heimweh bekommt und nach Hause zurückkehrt, in nur wenigen Worten erzählt ist?
Nunja, als Kinderfilm. Doch Spike Jonzes "Where the Wild Things Are" ist kein Film für Kinder geworden. Ganz und gar nicht. Es ist ein wahnsinnig komplexer, hochsensibler und teilweise wirklich depressiver Film über die Psyche und Probleme eines Kindes geworden, das sich von seiner Umgebung missverstanden und alleingelassen fühlt. Einem Kind, das die Welt mit ihren Problemen nicht akzeptieren und wahrhaben möchte.
Der Film begleitet Max in die Tiefen seiner Psyche und seiner Fantasie.
Dabei trifft er auf die wild und gefährlich wirkenden, aber doch recht friedlich miteinander lebenden Monster. Sie machen ihn zu ihrem König, nachdem er ihnen von seinen angeblichen Kräften erzählt, und er freundet sich mit ihnen an. Anfangs hat er viel Spaß mit ihnen, doch schon bald beginnt diese schöne Scheinwelt in sich zusammenzufallen. Diese Monster sind ganz und gar nicht glücklich, sie selbst leiden unter den Problemen, mit denen Max auch in der realen Welt konfrontiert ist. Dabei offenbart sich die unfassbare Stärke des Films. Anders als in vielen Filmen, die solche Parallelwelten als Metapher für die reale Welt nutzen, projeziert der Film seine Einzelprobleme nicht auf bestimmte Monster. Es gibt nicht ein Monster, das Max' Gefühl des Missverstandenwerdens darstellt, auch stellt kein Monster eine bestimmte Person aus Max' leben dar. Vielmehr sind die Kreaturen hochkomplexe Mischungen aus den Eindrücken, Ängsten, Wünschen und Erfahrungen, die Teil von Max' Leben sind. Max beginnt also, sich seinem eigenen Ich zu stellen. Er zwingt sich, die Perspektiven seiner Mitmenschen einzunehmen, sich in sie hineinzuversetzen, ihre Gefühle und Handlungen nachzuvollziehen. Es ist ein Prozess der Empathiebildung, den Max da durchlebt und der zum Erwachsenwerden dazugehört. Er beginnt zu begreifen, dass die Welt eben nicht problemfrei ist, so sehr er sich das auch wünscht, und auch, dass er daran mit seiner Trotzhaltung nichts ändern kann, sondern lernen muss, sich damit abzufinden oder diese Probleme anzupacken.
Der Film hat nicht besonders viel Handlung, und wenn man sich nicht auf diesen emotionalen Trip in die Tiefen von Max' Gefühlswelt einlässt, wird man ihn als albern, ja vielleicht sogar verwirrend empfinden. Doch lässt man sich darauf ein, darf man den wohl wundervollsten und einfühlsamsten Film seit einer Ewigkeit miterleben, darf mit den Monstern lachen und leiden und sich an seine eigene Kindheit zurückerinnern. Und kann manche Dinge vielleicht sogar auch für sein eigenes Leben aus dem Film mitnehmen.
Jonzes "Where the Wild Things Are" ist ein fast unbegreifliches Meisterwerk geworden, ein Appell an das einander Zuhören und sich in sein Gegenüber Einfühlen. Im Grunde genommen ist der Film viel zu vielschichtig, um ihn auf eine bestimmte Kernaussage herunterzubrechen. Es ist ein Film, den man selbst gesehen haben muss, und aus dem wohl jeder für sich etwas anderes mitnimmt.

Eine schöne Besprechung des Films gibt es auch in Videoform von Douglas Walker (Nostalgia Critic): http://youtu.be/32oJPbDXMy8

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Roldur

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Toller Kommi zu einem tollen Film!


PaJeRo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

KEIN Kinderfilm. Ein Film mit einem Kind und Fabelwesen als Hauptdarsteller, ja. Aber kein Film für Kinder! Für die wäre der Film wohl viel zu düster und melancholisch. Die wilden Kerle selber sind keine dauergrinsenden Teletubby-Verschnitte, sondern Wesen mit charakterlichen Ecken & Kanten. Meiner Meinung nach ein sehenswerter Film. Nein, ich liebe ihn sogar! Allein wegen den wilden Kerlen, weil die so ungewöhnlich sind.

Ich freu mich jetzt schon auf Spike Jonze' SciFi-Romanze "Her" mit Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Olivia Wilde, undundund...

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Ladidahh

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Das der Film nichts für Kinder ist, kann ich bestätigen. Meine kleine Schwester und ihre Freundin sind freiwillig ins Bett gegangen - das rumgeschreie am Anfang und sie düstere Stimmung ist wirklich nichts für sie.


mierle

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach ein ganz klasse Film!

Ein vollkommen trauriger, lustiger und einfach wunderschöner Kinderfilm, der bei weitem nicht nur die Kleinen fasziniert! Mich hat er völligst gefesselt, obwohl die Kostüme der "Wilden" sowie die Kulissen recht einfach gehalten sind - Technik ist halt nicht alles!

Vielmehr überzeugt der Film durch die innere Zerrissenheit eines kleinen einsamen Jungen, der seine Gefühle und Erlebenisse in seiner Fantasiewelt reflektiert...

Also einfach herzlich und rührend - unbedingt anschauen!!!

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Cayopei

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das ist Kintopp in Reinkultur. Und, digital ist eben tatsächlich NICHT immer besser. Vor Spike Jonze ziehe ich meinen imaginären Hut. Wie es auf Brettspielen heißt: von 8 - 88 empfehlenswert!

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Leila57

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine Begegnung mit dir selbst.

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Anne.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Wo die wilden Kerle wohnen" hat mich sehr überrascht.
Ich hatte einen Kinderfilm erwartet, der in einer Phantasiewelt voller wundervoller Kinderträume spielt - und irgendwie ist er das ja auch. Allerdings viel facettenreicher, viel reflektierter - er bedient sich der gesamten Farbpalette, hat keine Angst auch in düsteren Farben zu malen. Bedient sich nicht dem Klischee eines bunten, stets heiteren Kinderfilms.
Der Film scheut sich nicht genau das anzusprechen, was ihn von vielen anderen Werken abhebt - er zeigt das Leben aus der Sicht eines Kindes, eines kleinen Jungen namens Max der unglaublich sensibel ist und in seinem Alltag mit vielen Situationen konfrontiert wird, mit denen er nicht umgehen kann.
Obwohl er das gleiche hört und sieht wie die "Großen", erlebt er sie doch ganz anders, seine Welt ist die der Emotionen. Für die Großen erscheinen Dinge anders, sie betrachten sie rational. Sie können Für und Wider abwägen, und Dinge in ihrem Zusammenhang erfassen, sind in vielerlei Hinsicht sogar abgestumpft.
Ein Kind wie Max bemerkt vielmehr die Details, alle Spannungen und Reibungen die ein Familienalltag mit sich bringt, er nimmt die Trauer und die Resignation der Welt um ihn herum auf, hat Angst, fühlt sich allein und abgewiesen, kann die Liebe der Menschen um ihn herum nicht immer wahrnehmen.
Ein Kind wie Max, hat noch kein so großes Phlegma entwickelt wie die Erwachsene um ihn herum es haben, er hat noch nicht gelernt mit seinen Emotionen umzugehen und kanalisiert seine Gefühle in spontane Wutausbrüche und flüchtet sich, in dem Gefühl von der eigenen Familie abgewiesen zu werden, in eine Phantasiewelt.

In seinem Kopf entwickelt sich nun also eine Welt voller Wesen, die genauso sind, wie er selbst. Traurig, einander liebend, aber nicht in der Lage dazu, sich gegenseitig die Liebe immer zu zeigen. Jedes einzelne Wesen von ihnen braucht Liebe, Aufmerksamkeit und Zuwendung, und sind nicht immer dazu in der Lage, sie sich gegenseitig zu geben. Sie missverstehen und verletzen einander, so, wie es auch in der waren Welt geschieht.
Max, der zu ihrem König wird, trägt nun die Verantwortung für diese Wesen und soll dafür Sorge tragen, dass sie glücklich werden. In dieser Rolle bemerkt er, wie schwer es ist, allen seinen Aufgaben und "Untertanen" gegenüber gerecht zu werden. Er erlebt, wie schnell man diejenigen, die man liebt enttäuschen kann und spürt auch die Überforderung, die er bei seiner Mutter als Zurückweisung missgedeutet hatte. Für ihn beginnt eine Zeit voller Herausforderungen, voller Zuversicht und Misserfolge. Die ihn vieles verstehen lassen, was er vorher nicht zu verstehen in der Lage war.

Es ist also kein Film der ununterbrochen fröhlich ist, eher ein Film voller Melancholie, voller Liebe und voller Hoffnung. Ein Film der zeigt, wie schwer es sein kann, Liebe zu spüren und sie zu zeigen... Wie wichtig es ist, genau hinzuschauen und dass sich die Mühe lohnt, zu versuchen, einander zu verstehen.

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Velly

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Sehr schöner Kommentar :-)


Anne.

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Dankeschön :) Ist auch ein sehr schöner Film!


mrvans26

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein echt toller Film.
Hab mir schon lange vorgenommen den Film zu gucken und habs endlich geschafft.
Hat sich gelohnt. Vorallem wenn man sich einfach in den Max versetzt, dann kann man das auch aus der Perspektive eines Kindes sehen. Hier wird nicht mit Tiefgründigen Dialogen um sich geworfen sondern man spürt förmlich die Einsamkeit und Machtlosigkeit, dass ein Kind verspürt wenn nicht alles glatt läuft. Dazu dann die Musik, die sowohl die traurigen als auch die fröhlichen Momente perfekt unterstreicht.
Mich stört nicht, dass dieser Film nicht so funktioniert wie andere Filme. Ich fand es einfach passend.

Toll gemacht!

Sicherlich nicht der beste Film aller Zeiten aber definitiv jetzt einer meiner Lieblingsfilme.

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hallidalli

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Bewertung4.0Uninteressant

sehr merkwürdig, ein Film der nichts konkretes aussagt. Ob kleine was von lernen ist zu bezweifeln eher stürzen sie sich wie im Film Hänge herunter im Glauben Ihnen würde nichts passieren und stellen sich keinen Aufgaben sondern laufen vor ihnen davon.

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chmul_cr0n

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Bewertung9.5Herausragend

Saumäßig geil und innovativ. Und berührend. Aber nicht an unanständigen Stellen, keine Sorge.
Intensiv und einfach nur fett. Mit geilem Soundtrack.

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Pistol-Shrimp

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Bewertung4.0Uninteressant

Meh, the real deal:
http://www.youtube.com/watch?v=KKNaYlzssbc

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