Womit habe ich das verdient?
¿Qué he hecho yo para merecer esto!! (1984), ES/FR/DE Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 18.04.1991
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Keine
von Pedro Almodóvar, mit Carmen Maura und Luis Hostalot
Wenn Gloria von diversen Putzjobs in ihre winzige Wohnung am hässlichen Stadtrand Madrids zurückkehrt, wartet dort schon wieder ein Berg von Arbeit auf sie: kochen, putzen, waschen, bügeln, tagaus, tagein. Und das Geld ist auch immer knapp. Freuden gibt es in Glorias Alltag keine. Ihre Sippschaft gibt dafür auch, weiß Gott, wenig Anlass: Ehemann Antonio hockt nur biertrinkend vor der Glotze, mosert übers Essen und fordert hin und wieder einen lustlosen Quickie ein. Der ältere Sohn Toni verdient sein Geld als Drogendealer. Sein kleiner Bruder Miguel ist ein frühreifer Homosexueller, der die Väter seiner Schulkameraden verführt. Und die ebenso schrullige wie geizige Schwiegermutter will nur wieder in ihr kleines Dorf zurück. Allein Cristal, die freundliche Hure von nebenan, hat manchmal ein freundliches Wort übrig. Als der tablettensüchtigen Gloria eines Tages die Appetitzügler der Marke “Minilip” ausgehen, beginnen ihre Nerven zu vibrieren: Es kommt zur Katastrophe.
Cast & Crew
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Pedro Almodóvar
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Carmen Maura
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Luis Hostalot
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Ryo Hiruma
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Profesor Kendo
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Chus Lampreave
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Ángel de Andrés López
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Gonzalo Suárez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lucas Villalba
Regie
Schauspieler
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Verónica Forqué
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Juan Martínez
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Kiti Manver
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Sonia Anabela Holimann
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Cecilia Roth
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Pedro Almodóvar
- Genre
- Tragikomödie, Schwarze Komödie, Familiendrama
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- Madrid, Vorstadt
- Handlung
- Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Prostituierte, Prostitution, Stricher
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Kommentar — Film: Womit habe ich das verdient?
Kommentar schreibenpierrot-le-fou 2011/02/22 23:50:08
Kommentar löschen„Desperate Housewives“, dass ich nicht lache – schaut euch das Leben von Gloria an! Während sich die feinen Damen der Wisteria Lane mit Gärtnern, Schmuckkästchen und anderen Kleinigkeiten herumschlagen müssen, hat es Gloria (Carmen Maura) deutlich schlechter erwischt. Ihr Ehemann Antonio behandelt sie wie ein rohes, stinkendes Stück Hackfleisch, wohingegen seine Liaison mit einer deutschen Sängerin wie eine Trophäe in Erinnerung gehalten wird. Auch ihre Söhne leisten keine Abhilfe, da sie entweder lieber ihr Taschengeld mit Drogenhandel aufbessern oder ältere Männer verführen. Das Chaos komplett macht die Schwiegermutter (wunderbar und vielleicht die beste Oma der Filmgeschichte: Chus Lampreave), die sich nur ungern beim Sammeln von Mineralwasser, Süßigkeiten und einer Eidechse stören lässt. Als dann selbst Glorias Seitensprung an der Impotenz des Mannes scheitert und plötzlich auch noch ihre Beruhigungspillen namens Minilips ausgehen, sieht sie rot! Ebenfalls in die Fresse haut der Film, denn dieser frühe Almodovar enthält einiges an Biss, ist voller brillianter Provokation und Situationskomik. Ihm gelingt eine so gelungene Mischung aus italienischem Neorealismus, Sarkasmus, Groteske und Melodram, dass man nicht so recht weiß, ob man jetzt lachen oder weinen soll. Zum Schluss zeigt Almodovar eine Großansicht der Hochhäuser einer Madrider Vorstadtsiedlung. Und man weiß genau – Ähnliches könnte sich hinter jedem der Fenster abspielen. Ein übersehenes Filmjuwel.
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