Zwölf Uhr mittags

High Noon (1952), US Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Western, Thriller, Kinostart 09.01.1953

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8.0
Kritiker
46 Bewertungen
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7.3
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4278 Bewertungen
51 Kommentare
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von Fred Zinnemann, mit Gary Cooper und Thomas Mitchell

Am Tag seiner Hochzeit steht Sheriff Kane vor einer schweren Gewissensentscheidung. Soll er sich der Rache des gefürchteten Mörders Miller stellen oder dem Bitten seiner jungen Frau Amy nachgeben und die Stadt verlassen? Als um zwölf Uhr mittags der Zug in glühender Hitze im Bahnhof einrollt, hat die Stunde der Entscheidung geschlagen.

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Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Zwölf Uhr mittags

Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Die Handlung ist so simpel wie effektiv, von virtuoser Montage in Echtzeit erzählt – was insbesondere damals eine sehr clevere Idee war und geschickt für Spannung sorgt. Fast mechanisch reiht Regisseur Fred Zinnemann präzise Einstellungen aneinander – selten sah man besser, wofür das gute alte 4:3-Format (hier genaugenommen 1,37:1) gut war. Die Kadrierung rahmt die Personen formvollendet ein. Es ist eben kein Western der satten Panoramen, sondern ein Western der Dialoge, also der Menschen. [...]

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Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Außergewöhnlich gut. Die Figur des Will Kane ist psychologisch bestens dargestellt. Durch die zeitliche Verortung gelang es dem Regisseur, eine Einheit der agierenden Personen, der relativen Zeit und des Handlungsortes herzustellen. [...]

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Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

'High Noon' ist ein einzigartiger Western, ein Klassiker, ein Meisterwerk. Leider war das nur ein Wunschdenken, denn der Western aus dem Jahre 1952 ist genau das Gegenteil. Mit einer Dauer von nur 85 Minuten sollte man meinen, der Film hätte etwas zu erzählen. Leider ist dem nicht so, oder ich habe etwas übersehen in der eh schon langweiligen und unspektakulären Umsetzung, der trägen Story und den eher mittelmäßigen Schauspielern? Es dann auch noch fertig zu bringen, in dieser kurzen Spielzeit Passagen unterzubringen, die der Geschichte so gar nicht weiterhelfen, ist wohl die größte Kunst dieses überbewerteten Werkes. Schön und gut, die Geschichte wird in Echtzeit erzählt, aber da hätte man sich schon Besseres einfallen lassen können, denn zu keinem Augenblick weiss der Film, was er überhaupt zu erzählen hat. [...]

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Le Samourai

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Haha, also wer Rio Bravo, High Noon oder The Searchers nicht zu schätzen weiß, mit dem muss ich wohl gar nicht erst anfangen das "Western-Genre zu analysieren". ;)
Unterhaltungswestern ist ja auf jeden Fall ein Totschlagargument für Qualität. Nicht. Für mich ist das ein total belangloser Spaghettiwestern, der mit dem Genre an sich mal so überhaupt nichts zu tu hat.
Leone hat neben "Spiel mir das Lied vom Tod" übrigens noch zwei weitere Meisterwerke geschaffen, nämlich "The Good, The Bad and The Ugly" und "Once upon a Time in America". Und nicht zu vergessen die Dollar-Filme.
Aber tatsächlich - die drei Corbuccis fehlen mir in der Tat noch. Sollten die aber nicht kolossal besser sein als der komische Companeros, sehe ich ihn im Vergleich mit Maestro Leone auf ziemlich verlorenem Fuß. ;)


Oceanic6

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Klassiker ist nicht automatisch Meisterwerk. Das musste ich leider feststellen als ich jetzt nochmal deine Bewertungen durchgegangen bin. Abgesehen natürlich von Unterhaltungsklassikern wie "Jurassic Park" oder "Die nackte Kanone". Unterhaltungsfilme scheinen bei dir ja nie mehr als 6-7 zu bekommen. Damit hat sich dann auch für mich die Diskussion über einen Unterhaltungswestern erledigt. Corbucci wird immer unerreichbar bleiben im Western-Genre, niemand konnte Gesellschaftskritik dermaßen gut in Western integrieren. Außer vielleicht Andrew Dominik in "Jesse James" und George Roy Hill in "Butch Cassidy und Sundance Kid", ebenfalls zwei unerreichte Western.


Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.5Sehenswert

Vorläufer von "24" ;) und doch das genaue Gegenteil! Die politische Ebene des Films war mir vorher garnicht bewusst, aber allein das Real-Time-Feeling, das kurzzeitige Abtauchen in diesen Mikrokosmos, die Spannungen zwischen den Figuren, das alles reicht schon zum Klassiker und geht weit über das Western-Genre hinaus. Außerdem, keiner läuft so lässig und angespannt durch die City wie Gary Cooper!

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Die politische Allegorie über die Verfolgung von liberalen Menschen während der McCarthy-Ära überzeugt auch noch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung. Gary Cooper spielt in einer Paraderolle den einsamen, klassischen Helden, der aber auch verwundbar gezeigt wird. Formal ist der mit vier Oscars ausgezeichnete Western vorzüglich.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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10.0Lieblingsfilm

High Noon leitete die Ära der Edelwestern der 50-er Jahre ein und blieb dabei unerreicht. Das liegt in erster Linie daran, dass er die klassischen Western-Klischees nicht bedient, denn der Held des Films agiert zwischen Angst und Pflichtbewusstsein.
Die Duelle zum Abschluss des Films gelten dann nicht als Allheilmittel, sondern sind aufgezwungene Gewalt, damit der des Schießens müde Marshal seinen verdienten Lebensabend nicht in Angst und auf der Flucht verbringen muss.
Fred Zinnemann hat mit seinem Film den wohl ehrlichsten und glaubwürdigsten Western geschaffen. Nicht zuletzt auch Tiomkins eindringlicher Musikscore macht den gesamten Film somit unvergesslich.

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Kommentare (45) — Film: Zwölf Uhr mittags


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Martinmartin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tik, tok. Immer wieder die Uhr im Bild, immer wieder die in die Ferne führenden Bahngleise. Die Zeit rinnt, die unweigerliche Ankunft um Zwölf Uhr Mittag rückt Minute für Minute näher. High Noon versteht es, durch das selten so gut eingesetzte Stilmittel der Realzeit (who the fuck is Jack Bauer?) eine außerordentliche Suspense-Spannung aufzubauen, die bis zum auf die Minute pünktlichen Showdown nicht locker lässt. Doch die eigentliche Sensation des äußerst untypischen Western ist das, was in der Zwischenzeit passiert. Keine Verfolgungsjagen, keine majestätischen Landschaftsaufnahmen, keine Schießereien. Nur ein verzweifelter, idealistischer Einzelgänger, von Freunden im Stich gelassen, aus Feindessicht schon mit einem Bein im Grab, der sich vergeblich durch die Stadt diskutiert. Verlass dich auf andere, und du bist verloren. Ich gebe zu, die McCarthy Allegorie war nicht der erste Gedanke, der mir in dem Sinn kam. Mit dem Wissen um das Schicksal des Drehbuchautoren Carl Foreman müsste man allerdings blind sein, die Verknüpfung nicht zu sehen. "I wish I could help you. I got family, you know..." Einzig der Titelsong wird etwas überstrapaziert. Ansonsten funktioniert der 2013 noch genauso gut wie 1952.

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Aldo_Valletti

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Bewertung2.5Ärgerlich

Wer die amerikanische Moral der 50er im unrealistischen Westen des 19. Jhds. sehen will ist hier genau richtig. Mittelmäßig bis schlechte Schauspieler. Der Film erscheint mir geauso langweilig wie das Quäkertum. Da fand ich Mr. Smith geht nach Washington noch kurzweiliger.

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Lorion42

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Bewertung6.5Ganz gut

Fängt sehr gut und vielversprechend an. Dann verliert er sich aber leider in endlosen Diskussionen nach dem Schema "Du musst die Stadt verlassen" - "Nein, du musst mir helfen" - "Ich kann nicht". Und wenn ich noch einmal das Lied "Do Not Forsake Me, Oh my darling" höre... Die Idee, den Film in Echtzeit laufen zu lassen erzeugt eine unterschwellige Spannung, die am Ende in einem dramatischen Finale gipfelt, das sich auch heute noch sehen lassen kann. Insgesamt ganz sehenswert, aber es fügt dem Thema Verantwortung und Gemeinwohl nicht wirklich etwas interessantes hinzu.

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uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

und noch ein klasse western..der mich bestens uterhalten hatt und auf den neuen django erst mal in ruhe warten lässt!

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Oliver0403

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Bewertung6.5Ganz gut

Für gewöhnlich bin ich alles anderes als ein Fan von Western, aber der ist garnicht mal so schlecht. Dass Will Kane am Ende alleine gegen seine Gegner antreten muss, zeugt von absoluter Feigheit der anderen Bewohner.
Zwischenzeitlich hab ich schon überlegt, eine Strichliste anzulegen, um mal zu zählen, wie oft der Song "Oh my Darling" eigentlich läuft...

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Julian F.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist ein Klassiker des Genres, eindrucksvoll in Szene gesetzt, toll gespielt und mit einer sehr interessanten und glaubwürdigen Botschaft versehen.
Die Diskussionen, welche über die Deutung und die politischen Ansprüche des Filmes geführt wurden, scheinen sich hier fortzuführen. Das antiautoritäre und teils antiamerikanische Meinungsbild der Debattierer ist mir zuwider, dennoch finde ich den Film grandios.
Über den Einsatz der oscar-gekrönten Filmmusik haben wir damals sogar im Musikunterricht auf dem Gymnasium gesprochen - anhand bekannter Szenen. Die Geschichte ist tiefgründig und der Aussage, die daraus entsteht, schließe ich mich gerne an (wer mich nun einem politischen Lager zuordnen möchte, kann das gerne tun). Stilvoll also, mit Grace Kelly (♥), Lee van Cleef und Gary Cooper, der für seine Darbietung auch einen Oscar gewann.
Dass dieser Western in der damaligen Zeit dem politischen Aufruhr zum Opfer fiel und in Amerika hauptsächlich kritisch betrachtet wurde, ist bedauerlich - dennoch ist er einer der stilprägendsten Western überhaupt.

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Brentano

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Oha, die sehr "glaubwürdig übermittelte" Botschaft darin,
(sehe ich übrigens ähnlich!) lautet daher:
"Unterwerfe dich deinem Staat und dessen Obrigkeit, du Konsumdackel,..!" oder?


Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

„Do Not Forsake Me, Oh My Darling“
Ein über alle Zweifel erhabenes, stilbildendes, formvollendetes und absolut zeitloses Meisterwerk mit grandioser Mise-en-scène und legendärem Showdown. Gary Cooper und Grace Kelly sind zum niederknien.
Mit Sicherheit einer der besten Western aller Zeiten.

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fuerchtegott

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Für das entertainment, das du bietest, gern geschehen! Dir traue ich auch zu, dass du das Potential ausschöpfst;-) Friede den Hütten...


Le Samourai

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:)


Brentano

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Bewertung5.5Geht so

Eine ganz, ganz üble, Autoritäten und satte Hierarchien verherrlichende Schnulze.

Dafür gemacht das auch der Letzte nicht weiter denkt und blindlings "law and order" heftigst zu lieben und zu begehren beginnt, jetzt, hier und überhaupt.
Man/frau muss dazu nur ein entschieden didaktisch orientiertes Plot aufbauen, kann auch im angeblich „wilden Westen“ sein, einen grimmig bereiten Hrn. Oberlehrer als Hauptakteur casten, ihn als Westernepigone verkleiden und schon geht es los!
Dagegen wirkte bisweilen selbst Helge Schneider in seiner ruhrpöttlerisch gemeinen, Dortmund depressiven wie brachialen, Hobby Western-Kulisse als "Doc Irgendwas", "authentischer", echter.....

Das war also der Vor-Reiter der „Aufklärungsfabeln“ für "gemeine, niedere" Staatsbürger. ("Oswald Kolle" im sozialen Brennpunkt,, damit es möglichst leicht und verständlich daher kommt,..) Eine Parade-rolle die sonst, heute etwa, „Ober-Mutterin" Furtwänglerin, oberflächlich, doch dabei geistig völlig unverhüllt, in ihren rand-debilen, vollständig transparent gehaltenen und durchsichtigen „Tatort" Schmonzetten übernommen hat, um immer wieder-weiter, brachial-aktionistisch, dort wie hier, mit dem Zaunpfahl und stierem Bick, die Akklamation und devote Staatstreue des "gemeinen" (angeblich mündigen, zu was übrigens, ...?) "Bürgers" ein-zu-fordern, ein-zu-fangen.

Bravo: Standing Ovations! Auftrag und Soll nach Plan erfüllt, hier wie dort.

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Le Samourai

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:D Wahnsinn. Die reinste Realsatire bist du. Das darf doch nicht "wahr sein", dieses "Profil" MUSS doch ein Fake sein?!? """"""""""""


Brentano

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UNGLAUBLICH aber w*a*h*r: er hat es erkannt, gratuliere!

Du bist unsere heutiger S*I*E*G*E*R !!!

5555 PUNKTE! Du darfst dir bei "Payback" einen Küchenartikel deiner freien Wahl aussuchen, ich freu mich für dich, ebenso!

HERR-liche und herzliche Glückwünsche!

Dein Codewort ist: "Wahnsinn! In D-Land"


cinram

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Bewertung9.0Herausragend

Ich sah "12 Uhr Mittags" zum ersten Mal an einem Sonntag, im Rahmen der "ZDF- Matinee", Anfang der Achtziger!
Der Sender hatte die Anlaufszeit des Filmes so angesetzt, daß der Zug mit dem berüchtigten "Frank Miller" ziemlich exakt gegen 12 Uhr in die Wohnzimmer einrollen sollte! Echt coole Idee! So saß ich gebannt auf meinem Sessel und verfolgte das Geschehen, rund um Gary Cooper in der Stadt "Headleyville"!
Diese fantastische Arbeit von Fred Zinnemann (der österreichisch- ungarische Emigrant war übrigens seinerzeit ein Schul- Kollege von Billy Wilder) ist auch heute noch für uns Filmliebhaber ein ungeheuer INTENSIVER Western, der weniger durch Action punktet, als vielmehr Kritik an der (in diesem Falle, feigen) Masse übt, eine interessante Charakterstudie einiger Darsteller, insbesondere aber des Hauptprotagonisten, Marshal "Will Kane" bietet!
Dieser weist seine frisch angetraute Frau Amy (Grace´Kellys zweite Rolle) darauf hin, daß sie beide nicht ein Leben lang vor dem ihn aus Rache verfolgenden Verbrecher Frank Miller davonlaufen können! (Beide sind bereits mit ihrer Kutsche unterwegs, die Stadt zu verlassen)! Wenn Kane da auch Recht hat, in Wahrheit jedoch führt ihn sein Verantwortungsgefühl zurück, um sich den Banditen zu stellen! Hier kommen große, geradezu edle Charakterzüge zutage! Treue sich selbst und seiner Aufgabe gegenüber!

Einfach ist diese, seine Entscheidung nicht: Wieder in "Headleyville" kommt es zum Streit mit Amy! Sein Deputy (Jeff Bridges´Vater, Lloyd Brigdes) will Kane nicht im Kampf mit "Miller" und dessen drei Killern unterstützen und totz der Apelle des Marshals an die Bevölkerung, will ihm partout kein Mann (außer einem gutherzigen Säufer und einem Jungen) gegen diese Übermacht helfen!
Gary Cooper (Oscar für den besten Hauptdarsteller) war zu den vierwöchigen Dreharbeiten gesundheitlich angeschlagen (u.a. Magengeschwür) und hatte Beziehungsprobleme! Dies kam seiner Performance jedoch zugute!
Das Bild von Kameramann Floyd Crosby wurde mit Absicht körnig düster gehalten! Ziel war es, Aufnahmen ähnlich, wie im Bürgerkrieg zu präsentieren, daher wurde ohne Filter gedreht und das Ergebnis war eine wolkenlose, geradezu ausgebrannte Optik!
Dimitri Tiomkins Oscarprämierte, unaufdringliche, einprägsame Musik (manchmal "dribbel" ich beim Zuschauen mit den Fingern mit) begleitet fast über die gesamte Filmlänge und Countrysänger Tex Ritter "schmeißt" seinen Ohrwurm immer im rechten Augenblick in die Szene! (Bei der Deutschen Erstaufführung 1953, sang Bruce Low das Intro! Weiß leider den Text nicht)!
Also mich berühren neben vielen anderen Dingen zwei Aufnahmen in diesem Klassiker besonders:
-Gary Cooper, ausgebrannt, weil alleingelassen und müde, legt seinen Kopf umringt von seinen Armen auf seinen Schreibtisch! Sich nur EINMAL kurz der Hilflosigkeit hingeben, denn normalerweise wäre er nun mit seiner Frau unterwegs, um ein neues Leben zu beginnen! (Da tut er mir echt immer tierisch leid)!
-Nach dem Showdown nimmt er den "Marshal- Stern" von seiner Brust und wirft diesen - mit einem verachtenden Blick, der seinesgleichen sucht- vor der erst jetzt aus ihren Häusern kommenden Bevölkerung, in den Sand!
DAS war Hollywood von gestern, nicht?

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cinram

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Ich bedanke mich vielmals!
Ich glaube, Reaktionen auf Reviews hier bei MOVIEPILOT können nicht nur interessant sein, sondern uns auch allen richtig Spaß machen!
Wenn dem nicht so wäre- wer weiß, ob sonst so ein Forum funktionieren würde!
Zumindest wäre dann alles viiiel langweiliger!


sharingwithoutschere

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Moviepilot ist einfach erste Sahne :)


cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

In Fred Zinnemanns vierfach Oscar prämiertem Edel-Western aus dem Jahre 1952, bestimmen Ehre, Edelmut und Pflichtgefühl das Geschehen und natürlich der unausweichliche Showdown um zwölf Uhr mittags auf den menschenleeren Straßen.
Edelmann Gary Cooper, die wunderschöne Grace Kelly, Lee van Cleef in seiner ersten Rolle und der junge Lloyd Bridges, verleihen dem Kult-Western den nötigen Glanz.

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Markbln

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Western für die Ewigkeit. Ein Film, der so edel und stilvoll wie kein zweiter ist. Das Hauptdarstellerduo Cooper-Kelly lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
"High Noon" ist nicht nur stilistisch und atmospärisch über jeden Zweifel erhaben, sondern auch eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära. Für Fans des klassischen Western vielleicht zu ungewöhnlich, wie hier Zeit und Raum dramaturgisch genial eingesetzt werden.
Für mich hat der Film eine Einzelstellung und zählt zu Recht zu den besten Filmen aller Zeiten.

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Le Samourai

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Yes!


Julian F.

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Da stimme ich zu!


The_Cube

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Bewertung2.0Ärgerlich

"I shot the sheriff, but I didn't shoot no deputy..." (Fällt mir irgendwie dazu ein)
In diesem Film passierte gefühlte zwei Stunden nichts. Dann gab es eine Schießerei und der Gute schaffte es auch noch zu gewinnen. "Mittagsschläfchen bis Zwölf" wäre ein passenderer deutscher Titel.

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Teezy123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Klassischer Western mit umwerfenden Darstellern.
Sicherlich schon ein wenig angegraut, aber dennoch ein absolutes Meisterwerk mit einer klaren Botschaft: Verlass Dich auf andere und Du bist verlassen.
Sensationeller Spannungsaufbau mit einem legendären Ende.
Dazu absolut geniale Dialoge....
High Noon war, ist und bleibt einer der ganz großen Western.

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xtheunknown

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Bewertung7.5Sehenswert

mein lebenlang habe ich gedacht es gehe hier um ein echtes duell um 12 uhr mittags. das es etwas anders kam wäre weniger schlimm gewesen, aber so ein gewöhnliches westernheld ende hat mir den film, dem ich 9 punkte geben wollte, echt vermiest. den ärger muss ich erst einmal verdauen, irgendwann gibt es eine zweite chance. vieleicht gefällt er mir dann besser.

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Filmkenner77

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Na, der Zug kam aber pünktlich. Heute eher die Seltenheit. Gute alte Zeiten. ;-)


swissroland

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Bewertung9.5Herausragend

High noon gehört in die kategorie der meist überbewerteten filme!!

Blödes gequatsche ;)

Keine gewalt, kaum action, ned mal postkartenlandschaften ;) Das wichtigste in dem film is ganz klar die geschichte selber. Toller Gary Cooper und eine der schönsten frauen der filmgeschichte, Märchenprinzessin Gracia Patricia, zusammen mit nem genialen sound machen aus dem film ein meisterwerk

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter Western.

Trotz seinen vielen Jahren, die er auf dem Buckel hat, ist er sehenswert und zu keiner Zeit langweilig. Die Story ist spannend, wenn auch etwas löchrig und die Schauspieler sind authentisch. Die musikalische Untermalung war seiner Zeit voraus und bis heute nur in seltenen Fällen erreicht.

Must-Seen!!

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RoosterCogburn

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Keine blühenden Landschaften eines glorifizierten Westens. Keine furchtlosen Helden ohne Schwächen. Ein einprägsamer Titelsong („Do Not Forsake Me, Oh My Darling“ für den Film von Tex Ritter interpretiert) sorgt für ein unvergessliches Cowboy-Feeling. Nie wurden eine Stunde Filmzeit derart auf 80 Minuten Real-Time umgesetzt. Absolut fantastisch und sehenswert. Der damals erst 27-jährige Lee van Cleef spielte seine erste Filmrolle als eines von Millers Bandenmitgliedern. Ein unvergesslicher Western-Klassiker.

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La Bardot

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Bewertung9.0Herausragend

High Noon ist nicht nur der Grund, warum Río Bravo gedreht wurde, sondern schlichtweg einer der besten Filme dieses Genres - ein absoluter Klassiker! Eine entzückende Grace Kelly und ein herrlich spielender Gary Cooper machen diesen Film zu einem immer wieder genießenden Erlebnis, auch wenn man bereits weiß, was um 12 Uhr mittags passieren wird.

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Discostu

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Western, der statt mit viel Action und einem überhöhten Helden zu arbeiten sich glaubwürdig mit den Themen Zivilcourage und Gewissensentscheidungen auseinandersetzt. Besonders die Sequenz in der die letzten Sekunden bis zur Mittagsstunde verstreichen ist genial in Szene gesetzt. Durch die Universalität seiner Themen auch für Leute, die mit dem Genre sonst vielleicht nicht so viel anfangen können, ein sehenswerter Film.

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Finnigan

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Bewertung7.5Sehenswert

Drei Reiter kommen in die Stadt, sie scheinen bekannt zu sein. Am Bahnhof fragen sie nach dem 12 Uhr mittags Zug.
Sheriff Kane heiratet derweil seine Amy und will in den Ruhestand, als er erfährt, was die drei wollen und wer mit dem 12 Uhr mittags Zug ankommen soll: Frank Miller. Ein Bandit, den Kane vor einigen Jahren hinter Gitter gebracht hat, der nun begnadigt wurde und auf Rache sinnt. An Ruhezustand ist nun - ganz zum Leidwesen seiner Frau und anderer Anwesenden - für ihn nicht mehr zu denken.

Er hat noch knapp eine Stunde Zeit - und die läuft im Film in Echtzeit ab! Geschickter Schachzug, lange vor Jack Bauer!
Es folgen zunächst keine wilde Schießereien oder Verfolgsjadgen. "12 Uhr mittags" ist dahingehend ein recht untypischer Western. Was ihn jedoch auch so besonders macht. Vielmehr handelt es sich hierbei nämlich um eine Art Drama im Westernsetting, das nicht zuletzt auch das Thema Zivilcourage behandelt. Denn auf der Suche nach Hilfe hat Kane reichlich wenig Glück: Die eine Hälfte des Dorfes freut sich eher auf Frank Miller und scheint mit ihm zu sympathisieren, und die andere Hälfte hat schlichtweg Angst zu helfen. Und alle wollen Kane dazu überreden, die Stadt zu verlassen. Und immer schwingt ein gehöriger "Suspense"-Faktor mit durch das Wissen, dass es um 12 Uhr zur unvermeidlichen Konfrontation kommt.

Der Soundtrack kann nicht mit einem Morricone-Score mithalten, dennoch ist er auch hier durchaus gelungen und vor allem der immer wiederkehrende Song "High Noon" versprüht Atmosphäre, wenn er im Hintergrund läuft, während Kane von allen im Stich gelassen durch die Stadt läuft.

Was ich bei Italowestern immer besser finde als bei amerikanischen Vertretern ist der schmutzige Look. US-Genrevertreter haben mitunter durchaus Heimatfilmcharakter und kommen doch verhältnismäßig "herausgeputzt" daher. Bei "12 Uhr mittags" ist man nicht ganz so dramatisch "ordentlich". Zwar sind selbst die Banditen lediglich durch dreckige Hemden und einen Dreitagebart etwas "heruntergekommener", aber grundsätzlich wurde beim Look eine gute Balance gefunden. Kann ich mich nicht beschweren.

Weniger gefallen haben mir die Frauenrollen. Sowohl Kanes Frau Amy als auch Helen Ramirez als quasi ihr Gegenstück agieren mitunter irgendwie fragwürdig oder unlogisch. Der Dialog zwischen den beiden wirkte auf mich auch etwas seltsam.

Der Showdown war dann letztlich eher unspektakulär und relativ schnell vorbei, was aber nicht dramatisch ist, da der Film eben seinen Fokus vielmehr auf das Charakterdrama liegt anstatt auf "Action".

Es haben sich ein paar wenige Längen eineschlichen, aber "12 Uhr mittags" ist zweifellos ein gelungener Western. Untypisch, aber dadurch besonders interessant.

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