Zwölf Uhr mittags

High Noon (1952), US
Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 09.01.1953

7.9 Kritiker
41 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
3472 Bewertungen
38 Kommentare
Zwölf Uhr mittags - Bild 25363
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von Fred Zinnemann, mit Gary Cooper und Thomas Mitchell

Am Tag seiner Hochzeit steht Sheriff Will Kane vor einer schweren Gewissensentscheidung. Eigentlich wollte er mit seiner jungen Frau Amy die Stadt verlassen. Doch der gefürchtete Mörder Frank Miller hat sich angekündigt, um sich für die sieben Jahre Zuchthaus zu rächen. Soll Kane sich, von Freunden und Mitbürgern verlassen, in der ausgestorbenen Stadt Miller und seinen drei Komplizen stellen? Oder Amys Bitten nachgeben, die als Quäkerin jede Form der Gewalt verabscheut? Als um zwölf Uhr Mittag der Zug in der glühenden Hitze im Bahnhof einrollt, kommt alles ganz anders.

Handlung

Eine schlimme NachrichtWill Kane (Gary Cooper), Sheriff des kleinen Städtchens Hadleyville, heiratet die Quäkerin Amy (Grace Kelly ) und legt sein Amt nieder. Ihm ist nicht ganz wohl, da sein Nachfolger erst am nächsten Tag eintreffen wird. Doch das Paar möchte sich aufs Land zurückziehen und dort ein beschauliches Leben führen. Da erhalten sie unerwartet die Nachricht, dass der Bandit Frank Miller ( Ian MacDonald) begnadigt worden ist. Dieser wurde von Kane vor fünf Jahren verhaftet und vom Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun ist er auf den Weg nach Hadleyville, um sich an Kane zu rächen. Seine Freunde, die Banditen Ben Miller (Sheb Wooley), Jack Colby (Lee Van Cleef) und James Pierce (p:4079), warten bereits am Bahnhof auf seinen Zug, der zwölf Uhr mittags ankommen soll.

Kane wird nun gedrängt, die Stadt mit seiner Frau schnellstens zu verlassen. Er dreht auf der Fahrt jedoch um, da er vor Miller nicht weglaufen will. Amy versucht vergeblich, ihren Mann von diesem Vorhaben abzubringen. Als sie wieder in Hadleyville ankommen, erklärt sie ihm, sie werde die Stadt alleine verlassen. Als sie jedoch am Bahnhof die drei Banditen erblickt, beschließt sie, in der Hotelhalle auf den Zug zu warten.

Vergebliche Suche nach UnterstützungUnterdessen muss Kane mit ansehen, wie der Friedensrichter Percy Mettrick (Otto Kruger) angstvoll die Stadt…

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Zwölf Uhr mittags

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Außergewöhnlich gut. Die Figur des Will Kane ist psychologisch bestens dargestellt. Durch die zeitliche Verortung gelang es dem Regisseur, eine Einheit der agierenden Personen, der relativen Zeit und des Handlungsortes herzustellen. [...]

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Die politische Allegorie über die Verfolgung von liberalen Menschen während der McCarthy-Ära überzeugt auch noch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Entstehung. Gary Cooper spielt in einer Paraderolle den einsamen, klassischen Helden, der aber auch verwundbar gezeigt wird. Formal ist der mit vier Oscars ausgezeichnete Western vorzüglich.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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10.0Lieblingsfilm

High Noon leitete die Ära der Edelwestern der 50-er Jahre ein und blieb dabei unerreicht. Das liegt in erster Linie daran, dass er die klassischen Western-Klischees nicht bedient, denn der Held des Films agiert zwischen Angst und Pflichtbewusstsein.
Die Duelle zum Abschluss des Films gelten dann nicht als Allheilmittel, sondern sind aufgezwungene Gewalt, damit der des Schießens müde Marshal seinen verdienten Lebensabend nicht in Angst und auf der Flucht verbringen muss.
Fred Zinnemann hat mit seinem Film den wohl ehrlichsten und glaubwürdigsten Western geschaffen. Nicht zuletzt auch Tiomkins eindringlicher Musikscore macht den gesamten Film somit unvergesslich.

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Kommentare (35) — Film: Zwölf Uhr mittags

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xtheunknown

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Bewertung7.5Sehenswert

mein lebenlang habe ich gedacht es gehe hier um ein echtes duell um 12 uhr mittags. das es etwas anders kam wäre weniger schlimm gewesen, aber so ein gewöhnliches westernheld ende hat mir den film, dem ich 9 punkte geben wollte, echt vermiest. den ärger muss ich erst einmal verdauen, irgendwann gibt es eine zweite chance. vieleicht gefällt er mir dann besser.

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Filmkenner77

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Na, der Zug kam aber pünktlich. Heute eher die Seltenheit. Gute alte Zeiten. ;-)


swissroland

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Bewertung9.5Herausragend

High noon gehört in die kategorie der meist überbewerteten filme!!

Blödes gequatsche ;)

Keine gewalt, kaum action, ned mal postkartenlandschaften ;) Das wichtigste in dem film is ganz klar die geschichte selber. Toller Gary Cooper und eine der schönsten frauen der filmgeschichte, Märchenprinzessin Gracia Patricia, zusammen mit nem genialen sound machen aus dem film ein meisterwerk

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter Western.

Trotz seinen vielen Jahren, die er auf dem Buckel hat, ist er sehenswert und zu keiner Zeit langweilig. Die Story ist spannend, wenn auch etwas löchrig und die Schauspieler sind authentisch. Die musikalische Untermalung war seiner Zeit voraus und bis heute nur in seltenen Fällen erreicht.

Must-Seen!!

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RoosterCogburn

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Keine blühenden Landschaften eines glorifizierten Westens. Keine furchtlosen Helden ohne Schwächen. Ein einprägsamer Titelsong („Do Not Forsake Me, Oh My Darling“ für den Film von Tex Ritter interpretiert) sorgt für ein unvergessliches Cowboy-Feeling. Nie wurden eine Stunde Filmzeit derart auf 80 Minuten Real-Time umgesetzt. Absolut fantastisch und sehenswert. Der damals erst 27-jährige Lee van Cleef spielte seine erste Filmrolle als eines von Millers Bandenmitgliedern. Ein unvergesslicher Western-Klassiker.

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La Bardot

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Bewertung9.0Herausragend

High Noon ist nicht nur der Grund, warum Río Bravo gedreht wurde, sondern schlichtweg einer der besten Filme dieses Genres - ein absoluter Klassiker! Eine entzückende Grace Kelly und ein herrlich spielender Gary Cooper machen diesen Film zu einem immer wieder genießenden Erlebnis, auch wenn man bereits weiß, was um 12 Uhr mittags passieren wird.

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Discostu

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Western, der statt mit viel Action und einem überhöhten Helden zu arbeiten sich glaubwürdig mit den Themen Zivilcourage und Gewissensentscheidungen auseinandersetzt. Besonders die Sequenz in der die letzten Sekunden bis zur Mittagsstunde verstreichen ist genial in Szene gesetzt. Durch die Universalität seiner Themen auch für Leute, die mit dem Genre sonst vielleicht nicht so viel anfangen können, ein sehenswerter Film.

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Finnigan

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Bewertung7.5Sehenswert

Drei Reiter kommen in die Stadt, sie scheinen bekannt zu sein. Am Bahnhof fragen sie nach dem 12 Uhr mittags Zug.
Sheriff Kane heiratet derweil seine Amy und will in den Ruhestand, als er erfährt, was die drei wollen und wer mit dem 12 Uhr mittags Zug ankommen soll: Frank Miller. Ein Bandit, den Kane vor einigen Jahren hinter Gitter gebracht hat, der nun begnadigt wurde und auf Rache sinnt. An Ruhezustand ist nun - ganz zum Leidwesen seiner Frau und anderer Anwesenden - für ihn nicht mehr zu denken.

Er hat noch knapp eine Stunde Zeit - und die läuft im Film in Echtzeit ab! Geschickter Schachzug, lange vor Jack Bauer!
Es folgen zunächst keine wilde Schießereien oder Verfolgsjadgen. "12 Uhr mittags" ist dahingehend ein recht untypischer Western. Was ihn jedoch auch so besonders macht. Vielmehr handelt es sich hierbei nämlich um eine Art Drama im Westernsetting, das nicht zuletzt auch das Thema Zivilcourage behandelt. Denn auf der Suche nach Hilfe hat Kane reichlich wenig Glück: Die eine Hälfte des Dorfes freut sich eher auf Frank Miller und scheint mit ihm zu sympathisieren, und die andere Hälfte hat schlichtweg Angst zu helfen. Und alle wollen Kane dazu überreden, die Stadt zu verlassen. Und immer schwingt ein gehöriger "Suspense"-Faktor mit durch das Wissen, dass es um 12 Uhr zur unvermeidlichen Konfrontation kommt.

Der Soundtrack kann nicht mit einem Morricone-Score mithalten, dennoch ist er auch hier durchaus gelungen und vor allem der immer wiederkehrende Song "High Noon" versprüht Atmosphäre, wenn er im Hintergrund läuft, während Kane von allen im Stich gelassen durch die Stadt läuft.

Was ich bei Italowestern immer besser finde als bei amerikanischen Vertretern ist der schmutzige Look. US-Genrevertreter haben mitunter durchaus Heimatfilmcharakter und kommen doch verhältnismäßig "herausgeputzt" daher. Bei "12 Uhr mittags" ist man nicht ganz so dramatisch "ordentlich". Zwar sind selbst die Banditen lediglich durch dreckige Hemden und einen Dreitagebart etwas "heruntergekommener", aber grundsätzlich wurde beim Look eine gute Balance gefunden. Kann ich mich nicht beschweren.

Weniger gefallen haben mir die Frauenrollen. Sowohl Kanes Frau Amy als auch Helen Ramirez als quasi ihr Gegenstück agieren mitunter irgendwie fragwürdig oder unlogisch. Der Dialog zwischen den beiden wirkte auf mich auch etwas seltsam.

Der Showdown war dann letztlich eher unspektakulär und relativ schnell vorbei, was aber nicht dramatisch ist, da der Film eben seinen Fokus vielmehr auf das Charakterdrama liegt anstatt auf "Action".

Es haben sich ein paar wenige Längen eineschlichen, aber "12 Uhr mittags" ist zweifellos ein gelungener Western. Untypisch, aber dadurch besonders interessant.

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Wu-Tang-Sven

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Bewertung7.5Sehenswert

ein wahrer Held, der Sheriff. Und dass alles in Echtzeit gespielt ist gefällt mir umso mehr. Man merkt wie sich alles auf den Höhepunkt zuspitzt. Am Ende gibt es ein Happy End, was mir nicht ganz so gefällt.
In diesem Film geht es weniger um Action. Das sollte man sich klar sen bevor man diesen Film sieht.

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Filmkenner77

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Schöner Kommentar. Aber ein Happy End? Ansichtssache.


seniorem

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Bewertung9.5Herausragend

Hammer Film, wohl einer der ersten Filme die in Echtzeit spielen und eine der genialsten Anfangsszenen in Filmgeschäft mit dem Hammersong von Tex Rider

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Oceanic6

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Bewertung3.0Schwach

Inhalt:
"Am Tag seiner Hochzeit steht Sheriff Will Kane (Gary Cooper) vor einer schweren Gewissensentscheidung. Eigentlich wollte er mit seiner jungen Frau Amy die Stadt verlassen. Doch der gefürchtete Mörder Frank Miller hat sich angekündigt, um sich für die sieben Jahre Zuchthaus zu rächen. Soll sich Kane, von Freunden und Mitbürgern verlassen, in der ausgestorbenen Stadt Miller und seinen drei Komplizen stellen? Oder Amys Bitten nachgeben, die als Quäkerin jede Form der Gewalt verabscheut? Als um zwölf Uhr mittags der Zug in der glühenden Hitze im Bahnhof einrollt, schlägt die Stunde der Entscheidung."

Kritik:
'High Noon' ist ein einzigartiger Western, ein Klassiker, ein Meisterwerk. Leider war das nur ein Wunschdenken, denn der Western aus dem Jahre 1952 ist genau das Gegenteil. Mit einer Dauer von nur 85 Minuten sollte man meinen, der Film hätte etwas zu erzählen. Leider ist dem nicht so, oder ich habe etwas übersehen in der eh schon langweiligen und unspektakulären Umsetzung, der trägen Story und den eher mittelmäßigen Schauspielern? Es dann auch noch fertig zu bringen, in dieser kurzen Spielzeit Passagen unterzubringen, die der Geschichte so gar nicht weiterhelfen, ist wohl die größte Kunst dieses überbewerteten Werkes. Schön und gut, die Geschichte wird in Echtzeit erzählt, aber da hätte man sich schon Besseres einfallen lassen können, denn zu keinem Augenblick weiss der Film, was er überhaupt zu erzählen hat. Zudem weist der Film keine außerordentliche Charaktertiefe, keine für das Western-Genre typische Coolness, zwei nervtötende Liebesgeschichten und öde Bösewichte auf, was diesem "Klassiker" dann endgültig den Garaus macht.

Bin ich also mit den falschen Erwartungen an den Film gegangen? Habe ich den Film nicht verstanden? Oder war der Film nicht das, was man ihm zuspricht? Das sind hier die Fragen. Fakt ist, dass das einer der miesesten Western ist, die ich jemals gesehen habe, denn niemals wurde ich in diesem Genre dermaßen in Langeweile versetzt. Die Punkte gehen an die Idee für die Echzeit, an die Momente, in denen ich glaubte, der Film würde sich doch noch steigern und an den Filmsong. Die Filmmusik selbst würde ich eher als "kratz, kratz, quietsch, quietsch" bezeichnen. Ingesamt ist es mir wirklich unbegreiflich, wie dieser Film jemals seinen heutigen Klassiker-Status erreichen konnte.

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facepalm

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Haha, sehr gut, das gefällt mir :)


Ripley1

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:)


Conan Doyle

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Bewertung9.0Herausragend

Spannender Western der etwas anderen Art.
Gary Cooper spielt einen Sheriff, für den Pflichterfüllung und Dienst an der Gemeinschaft über alles gehen. Als der Mann, den er einst in Gefägnis brachte, zurückkehrt, um die Stadt zu übernehmen und sich zu rächen, wird er von seinen feigen Mitbürgern und seiner frischangetrauten Braut im Stich gelassen. Um 12 Uhr Mittags kommt es dann zum Showdown.
Zugegebenermaßen agiert Cooper hier ziemlich selbstmitleidig. Trotzdem ist der Film durchweg gelungen und auch heute noch aktuell.
Originell auch die Idee, das ganze in Echtzeit zu verfilmen.
Auf jeden Fall ein echter Klassiker.

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cannibal83

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Bewertung4.5Uninteressant

Die Story dieses "Meisterwerks" über fehlende Zivilcourage, besteht nur aus einem Gary Cooper der in einem Dorf alle möglichen Häuser nach Hilfspolizisten absucht, aber überall Absagen verpasst bekommt. Und das ist im Film genauso ernüchternd unspannend wie man es sich anhand des vorherigen Satzes vorstellt. Obendrein geht der Subplot zwischen Amy und Helen gehörig ins Leere und der Schusswechsel gegen Ende ist nicht mehr als ein besserer Witz.

"Klassiker" langweilig zu nennen ist ja eigentlich was für Banausen, für mich ist das jedoch kein "Klassiker".

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alanger

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wichtiger film in der mccarthy ära, aber wichtig ist leider nicht immer zeitlos.
und als western ist er eher schlecht. aber der tietelsong ist wirklich gut.


cannibal83

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Das "wichtig" erkenne ich an, und den Titelsong fand ich auch fantastisch. Aber aus heutiger Sicht ist der Film ein ganz böser Langweiler.

Heisst ich stimme dir in allen Punkten zu. :)


Bonsta

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Bewertung10.0Herausragend

Ein bitterböser Film und eine Abrechnung zu fehlender Zivilcourage, Egoismus und Feigheit, schlicht ein Meisterwerk.

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Mike Myers

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Bewertung7.5Sehenswert

Einer der besten Filme über (fehlende) Zivilcourage.

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Filmkenner77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zweifellos einer der besten Western aller Zeiten. Schon allein die Musik ist brillant. Absolute Hochspannung!

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.5Sehenswert

24 im Wilden Westen. Nun, eben genau das ist es, was diesen Western von den anderen aus dieser Zeit unterscheidet. Er hat eine gewisse Realität. Ein Scheriff, der pflichtbewusst ist, aber auf sich alleine gestellt ist, weil niemand ihn unterstützen will. Fantastisch wie er eine Stunde lang durch die Straßen wandert, um Verbündete für sich zu gewinnen. Genau hier baut sich die Spannung des Films auf. Der Showdown ist dafür schnell abgewickelt.

Warum dieser Klassiker von mir nur 7.5 Punkte bekommt?
Ich merke immer wieder, das Filme aus den 30er, 40er und 50er Jahren mir einfach von ihrer Machart nicht zu sagen. Sie reißen mich einfach nicht mit. Es fehlt mir an Drama, das Schauspielern kommt mir so überspitzt vor und es wirkt langweilig. Vielleicht ändert sich das ja in ein paar Jahren:). Trotzdem, "12 Uhr Mittags" war seine 80 Minuten wert.

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Lichtspielamigo

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Bewertung10.0Herausragend

Klassisches Stück über Durchhaltevermögen unter widrigen Umständen. Moralisch erbaulich, aber als Lehrstück für die heutige jüngere Generation naturgemäß nicht so einprägsam, wie es einst war.

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Kill_Diether

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Bewertung9.5Herausragend

Mitte der 1960th bis etwa Mitte der 1970th gehörten
Western jeden Samstag, spät Abends, zum
Pflicht-Programm der ARD (sonst gab's ja nix, außer
ZDF und das Dritte). Etwa 90% davon waren in
Anbetracht meiner Kindheit ziemlich mittelmäßig,
bis langweilig. Immer das gleiche
schwarz-weiße Cowboy-Indianer-Gut-Böse-Geballer.
12 Uhr Mittags hat sich jedoch stark abgehoben vom 0815-Western
und mich als Kind/Jugendlicher in seinen verdammt gut gespielten,
spannenden Bann gezogen.

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BobbyIII

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl ich kein wirklicher Westernfan bin ist dieser hier wirklich gut. Ist vom Spannungsbogen aufgebaut wie ein typisches klassisches Drama aus dem 19ten Jahrhundert was ich wirklich beeindruckend finde bei diesem Film, weil dadurch die Spannung beim Showdown am Ende gar nicht so groß (Retadierendes Moment) ist, wie auf der Suche nach Verbündeten in der Mitte des Films (Kimax).
Außerdem ist der Film halt auch wirklich Kult! ;)

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.5Sehenswert

Vorläufer von "24" ;) und doch das genaue Gegenteil! Die politische Ebene des Films war mir vorher garnicht bewusst, aber allein das Real-Time-Feeling, das kurzzeitige Abtauchen in diesen Mikrokosmos, die Spannungen zwischen den Figuren, das alles reicht schon zum Klassiker und geht weit über das Western-Genre hinaus. Außerdem, keiner läuft so lässig und angespannt durch die City wie Gary Cooper!

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