Valar Dohaeris

Wir schauen Game of Thrones - Staffel 3, Folge 1

Tyrion träumt von Casterly Rock
© HBO
Tyrion träumt von Casterly Rock

In Staffel 2 von Game of Thrones blickten wir auf ein Reich, dessen Mächtige sich lieber gegenseitig zerfleischen, als Acht auf die jenseits der Grenzen lauernden Gefahren zu geben. Die Story von Daenerys (Emilia Clarke) ließ zwar zu wünschen übrig, doch nach der letzten Episode von Season 2 blieb kein Zweifel, dass diese Frau sich ihr versprochenes Reich zurückholen will. Nördlich der Wall wurden wir Zeuge einer Bedrohung, die alle anderen in den Schatten stellen könnte. Der Krieg der fünf Könige wurde im Laufe der Staffel zwar entschlackt. Die Verteidigung von King’s Landing gegen die Truppen von Stannis Baratheon dürfte trotzdem nur für eine kurzzeitige Entspannung sorgen. Valar Dohaeris, Folge 1 von Staffel 3, liefert uns wie The North Remembers einen Überblick über den Status quo. Nur fehlt dieses Mal mit dem Kometen das vereinende Element. Welches Unheil in den kommenden Episoden auf die Sieben Königreiche zukommt, deuten die Leichenberge in Harrenhal an, sind sie doch ein böses Omen par excellence.

Wie immer gilt, dass Spoiler zukünftiger Ereignisse aus den Büchern von George R.R. Martin als solche gekennzeichnet werden. Um allen Serienfans ein prächtiges Game of Thrones-Erlebnis zu garantieren, sollte in den Kommentaren genauso verfahren werden.

Was passiert: Schwerter klirren, Schreie hallen durchs Dunkel. Plötzlich haben wir nur noch Schnee vor Augen und natürlich Samwell Tarly, der auf die Verbliebenen der Night’s Watch trifft. Jeor Mormont hält eine glänzende Motivationsrede, in der er seinen Soldaten droht, dass alle, die sie jemals kannten, sterben werden, wenn sie nicht fix zur Wall kommen. Daenerys’ Anlaufpunkt Astapor und das rauchende Winterfell gesellen sich danach zur stets berauschenden Titelsequenz der Serie. Von Jons erstem Treffen mit Mance Rayder (und einem Riesen!), über Davos’ Rettung von einem Fels im Meer bis hin zu Robb Stark in Harrenhal, der immer noch sauer auf seine Mutter ist, weil sie Jaime Lannister frei gelassen hat, werden uns die verschiedenen Parteien vorgeführt. Einmal abgesehen von Daenerys, die in der Slaver’s Bay nach einer Armee sucht, bewegt sich hier kaum eine Figur weiter. Stattdessen bleibt der Blick kursorisch, was bei der ersten Episode einer Staffel mit solch einem großen Ensemble nicht verwundert.

Trotzdem gelingt es der Serie, den Zuschauer ohne Umschweife in ihre Welt zu ziehen und die ist so homogen, so in sich geschlossen, dass es selbst nach einer langen Pause wirkt, als hätten wir sie nie verlassen. Für eine Produktion diesen Ausmaßes, die mit jeder Episode neue Figuren und Schauplätze einführt, ist das eine nicht zu unterschätzende Leistung.

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