Im Angesicht des Verbrechens

Familiendrama, Gangsterfilm, Mafiafilm 2010

Verbrechen

Community

8.0Ausgezeichnet 348 Bewertungen
von 10

Deine Wertung

Bewerte diese Serie
noch nicht bewertet

Im Angesicht des Verbrechens ist Polizeithriller und zugleich Familiensaga. Die Serie von Dominik Graf und Rolf Basedow widmet sich in 10 Episoden den komplexen Verflechtungen zwischen der russischen Mafia in Berlin und den Gesetzeshütern, die ihr auf den Fersen sind. Mit ihnen tauchen wir in die Unterwelt der Hauptstadt ab.

edit trailer admin admin Moviemaster:Series
Mein Favorit Doch kein Favorit Auf Merkliste

Handlung

Marek Gorsky (Max Riemelt), Sohn russisch-jüdischer Einwanderer,
ist Polizist im Abschnitt 6 der Berliner Polizei. Als er gemeinsam
mit seinem Freund und Kollegen Sven Lottner (Ronald Zehrfeld) vom LKA
angefordert wird, um Sokolow, einen der Köpfe des illegalen
Zigarettenhandels zu finden, holt ihn das Trauma seiner Kindheit
wieder ein: Grischa, sein älterer Bruder, ist von einem kriminellen
Rivalen erschossen worden. Der Täter wurde nie gefasst.

Die Jagd nach Sokolow wird für Gorsky zu einer Jagd nach dem
Mörder seines Bruders Grischa. Spielball in einem undurchschaubaren
Machtkampf, verraten von korrupten LKA-Beamten verfolgen Gorsky und
Lottner Sokolows Spur. Eine Spur, die sie immer näher an Mischa
(Mišel Matičević ), den Besitzer des Restaurants Odessa und Ehemann
seiner Schwester Stella (Marie Bäumer) heranführt. Gorsky muss sich
entscheiden zwischen den Werten seiner Familie und seinem neuen Leben als Polizist. Untergraben wird seine Arbeit von den BKA-Beaten Bruno Hollmann (Uwe Preuss ) und Sabine Jaschke (Ulrike C. Tscharre), die für die Russen-Mafia arbeiten.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Forum 1 Thema Neues Thema hinzufügen

Antworten Letzter Beitrag
Wiederholungen? loogee: Gibt es vor Oktober im ARD ... mehr 5

Kommentare

über Im Angesicht des Verbrechens

the assassin 666

Kommentar löschen

Kenne ich leider gar nicht. Aber Kriminalfälle und Krimis haben sowieso eine besondere Anzeihungskraft auf mich. :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

lieber_tee

Antwort löschen

Wenn auch arg klischeehaft, eine der wenigen sehenswerten Gangster-Serien Deutschlands.


Stefan Ishii

Kommentar löschen
5.5Geht so

Ja, "Im Angesicht des Verbrechens" ist packend, spannend und interessant. Die Wahl des Serienformates finde ich grundsätzlich gut, ermöglicht es doch, viele verschiedene Handlungsstränge parallel aufzubauen und einzelne Personen stärker zu beleuchten. Auch die Schauspieler sind größtenteils super. Leider gibt es an dieser Serie allzuviel, das mich erheblich stört.

Zum ersten setzte man viel zu viel auf Vorurteile. Vorurteile gegenüber Vietnamesen, Russen, aber auch Polizisten und Reichen. Das Ganze erschien mir stellenweise einfach oberflächlich und plakativ. Und ständig fallen Sätze wie "Lerne Deutsch; du bist hier zu Gast." Da beschlich mich jedesmal ein ungutes Gefühl...

Viele Kommentare beschreiben "Im Angesicht des Verbrechens" als realistisch. Das mag stellenweise der Fall sein. Aber an anderen auch wieder nicht. Soll es wirklich normal sein, wie am Beispiel einer Hauptfigur namens Jelena, dass Mädchen, die von Menschenhändlerringen entführt werden, tage- und wochenlang rumsitzen, niemals zur Prostitution gezwungen werden und dann einfach von einem (wenn auch scheinbar respektablen) Menschen mitgenommen werden können? Ist es wirklich überzeugend, dass zwei normale Polizeibeamte so einfach beim LKA reinspazieren, um Akteneinsicht zu erhalten? Und scheinbar müssen die auch nie ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen oder gar schlafen...

Und nun zu meinem Hauptkritikpunkt: Die Handlung wurde für meinen Geschmack nicht überzeugend entwickelt, sowohl in der Grundkonzeption als auch in der Umsetzung direkt. Spannende Handlungsideen wurden zwar aufgebaut, aber später teilweise völlig aus den Augen verloren oder unbefriedigend aufgelöst. Das war für mich manchmal ein wirkliches Ärgernis. Und zum Ende hin erschienen mir so manche Entwicklungen etwas hektisch und übereilt. Gerade so, als hätten die Macher gemerkt, dass sie auch mal zum Ende kommen müssen. Aber am meisten stört mich die grundlegende Figurenkonstellation und die übertriebene Verwendung der Zufallsmomente.

Mit Regisseur Dominik Graf werde ich einfach nicht warm. Schon bei der "Dreileben"-Reihe fiel sein Beitrag im Vergleich zu denen von Christian Petzold und Christoph Hochhäusler meiner Meinung nach erheblich schwächer aus. Ich bin zwar insgesamt leicht positiv gegenüber "Im Angesicht des Verbrechens" eingestellt, aber wirklich viel zu viele Details behindern einen ungestörten Genuß erheblich.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Florian Albrecht

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Im Angesicht des Verbrechens ist das deutsche Pendant zu The Wire.

Packend, natürlich erzählt und immer wieder überraschend.
Ansich nichts zu meckern.
Nur das es keine Fortführung gibt, denn am Ende WILL man wissen wie es weiter geht, man ist mit den Figuren wahrmgeworden, die Konstellationen sind super, das Schachbrett ist aufgebaut und die Spielfiguren verzwickt, verzweigt und nach Lösung suchend. Ich hoffe es geht in diese Richtung weiter.

Eine technische Meckerei: Die Tonmischung war in manchen Szenen katahstrohal! Laut leise immer und immer wieder. Obs jetzt an der DVD lag weiß ich nicht, nur hat das ständige Nachregeln erheblich gestört.

Ansonsten ist Im Angesicht des Verbrechens Pflicht für Krimijünger, LIebhaber des deutschen Films und sämtliche Leute die in der Film und TV Branche tätig sind.

cheers

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Roco De Long

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Die Authentizität, der glaubhaft dargestellte Berliner Polizeialltag, ist für mich das große Plus der Serie. Auch die Tatsache, dass sich an Gangstermilieus überhaupt herangetraut und diese auch gut recherchiert wurden, hebt "Im Angesicht des Verbrechens" natürlich deutlich über den (deutschen) Standard.
Ich kann aber nicht leugnen, dass ich nach den vielen Vorschusslorbeeren doch mehr erwartet hätte. Bei zu vielen Faktoren der Serie ging mir ein ziemlich deutliches "What the fuck?" durch den Kopf. Immergleiche Rückblenden, teilweise mehrfach in einer Folge, machen einfach keinen Sinn. Sie nerven. Sie bringen nichts voran und wirken, als hätte man zu wenig Footage. Generell kommt die Serie nie richtig in Fahrt und es bleibt das Gefühl, dass man auch alles in 5 Episoden hätte erzählen können. Der Schnitt war für mich ein weiteres Ärgernis: vielleicht soll er "rough" wirken, ich fand ihn stets nah am Trash und teilweise einfach nicht gut.
Was ich aber am wenigsten nachvollziehen kann, ist, dass die Serie immer als wenig Mainstream, sogar als "zu komplex" beschrieben wird. Das sehe ich überhaupt nicht. Die Figurenkonstellationen sind nachvollziehbar und überschaubar. Vor allem aber wird alles ausreichend erklärt, oftmals mithilfe einer doppelten Erklärung in Wort und Bild. Also genau das, was zwar keine offenen Fragen lässt, gleichzeitig aber viel erzählerische Qualität wegnimmt.
Wäre die Serie noch stringenter, noch kompromissloser, spannender, härter (und das Potential hätte sie!) und wäre DANN gescheitert... OK, dann wüsste man wenigstens und mit erhobenem Haupt WARUM sie gescheitert ist. Aber diese ständigen Zugeständnisse an den "Normalzuschauer" (wer immer das ist) sind für mich einfach enttäuschend.
Somit sieht "Im Angesicht des Verbrechens" natürlich schwach aus, wenn man es mit dem internationalen Toplevel derartiger Serien vergleicht. Aber alleine die Tatsache, DASS man diesen Vergleich zieht, ist wahrscheinlich bereits ein großes Kompliment. Das Moviepilot-Begriffe-Fazit: ich finde die Serie "ganz gut".

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

BruderJ

Antwort löschen

Das sehe ich genauso.


littledrummerboy01

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

So intensiv, so dicht, so spannend... unglaublich. Weit über dem Standard, den man von deutschem Fernsehen gewohnt ist, auch über internationalen Stadards. Diese Serie ist wirklich wert, angesehen zu werden, ein unglaublich energiegeladenes Epos über die Russenmafia in Berlin, bei dem alles stimmt - bis auf eine Sache. Der Titel klingt beschissen. Aber das ist dann doch zu verzeihen, zumal die einzelnen Folgentitel ziemlich gut gewählt sind.
ANSCHAUEN!!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Andy Dufresne

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Mit das Beste was die Deutschen seit ganz,ganz langer Zeit produziert haben...Das es ewig auf der Kippe stand,sogar noch während des Drehs, (finanziell) beweist mal wieder die Ignoranz und die mimosenhafte Feigheit der Fernsehlandschaft hierzulande, sich mal auf was Neues,Riskantes einzulassen...

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Delonghi

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Scheiss auf Klischees, die Serie ist der Knaller:-)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tyler-Durden

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Großartig!

bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Tyler-Durden

Antwort löschen

bitte mehr davon.


U-Turn

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Ganz nett, auch wenn die Serie m.E. viel mit Vorurteilen arbeitet und Ängste schürt

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

filmschauer

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Fast hätte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Die Hoffnung, dass es in Deutschland doch noch die Fähigkeit gibt, gescheite TV-Kost im Bereich Polizeiserie abzuliefern, die nicht nur dem handelsüblichen Krimischema hinterherläuft oder auf belanglose Seichtigkeit setzt. "Im Angesicht des Verbrechens" ähnelt zwar mit ihrer streng fortlaufenden Handlung dem bekannt-populären Prinzip von erfolgreichen US-amerikanischen Serienproduktionen der letzten Jahre, schafft aber mittels einer packenden Geschichte und einer originellen und fast filmischen Umsetzung die hiesige TV-Landschaft mit einer wunderbaren Perle zu bereichern, die nicht nur Serienfans, sondern von ihrer Form auch 'Nur-Filminteressierte' ansprechen sollte.

Es gibt einiges, was diese eine realisierte Staffel besonders macht und sich von anderen Serienschemata unterscheidet. Regisseur Dominik Graf und, besonders zu erwähnen, Autor Rolf Basedow schaffen es, unzählige Charaktere aus verschiedensten Bereichen der Gesellschaft in einer miteinander vernetzten Kriminalgeschichte zusammenzuführen. Geschickt vereinen sich die langwierigen und äußerst komplexen Ermittlungen über die russische Mafiaszene in Berlin mit dem sehr persönlichen Schicksal der Hauptfigur Marek Gorsky, wunderbar gespielt vom unterschätzten Max Riemelt. Hinzu kommt ein nicht zu missachtener Nebenplot um zwei ukrainische Frauen, die getragen von Träumen und einer besseren Welt in Berlin den rauen Umgangston des von außen unsichtbaren Untergrunds erfahren und fast darin verloren gehen.

Dies und noch viel mehr wird groß in den Anfangsepisoden aufgezogen und mag der eine oder andere Zuseher vielleicht als zu überfrachtet empfinden. Man muss sich zweifelsohne an das schnelle Pacing von Graf gewöhnen. Dabei ist jedoch keine Wackelkamera und Schnittgewitter gemeint, sondern die vielen Szenen- und Lokationswechsel, die in dieser Form für eine Serie doch ungewöhnlich sind. Man kann wirklich nicht sagen, dass man wenig zu sehen bekommt, sogar in Teile von Osteuropa verschlägt es die Serie. Zudem wird sehr, sehr viel in russisch gesprochen. Hat man sich allerdings auf diese Form der Präsentation eingelassen, entfaltet sich schnell die Faszination über die sehr realistisch wirkenden Mafiamachenschaften. Spätestens ab der Mitte der Staffel nimmt die Geschichte in punkto Emotionalität und Spannung nochmal deutlich an Fahrt auf, die bis zum Ende der zehnten Folge durchgehalten wird. Dabei ist es auch angemessen, den Härtegrad (FSK 16) etwas höher gelegt zu haben, denn wieso sollte die Mafia-Realität künstlich gewaltloser dargestellt werden? Dass dabei alles der Glaubwürdigkeit der Handlung unterordnet wurde, muss nicht weiter betont werden.

"Im Angesicht des Verbrechens" wurde vor der Ausstrahlung viel gelobt und ich muss nun sagen, das dies auch zurecht geschah. Dominik Graf schafft durch seine ganz eigene Bildsprache und Inszenierungswillen das aufwenig recherchierte Basedow-Skript in gekonnter Manier umzusetzen. Sicherlich ist der Stoff etwas schwieriger (ich vermeide das Wort "anspruchsvoll" an dieser Stelle), biedert sich wiederum dem Publikum nicht an und setzt lieber mehr den Fokus auf ein realistisch wirkendes Porträt eines großen Kriminalfalls. Es gibt viele Drehorte und sehr viele Personen, die mal mehr, mal weniger essentiell für den Plot sind. Aber es ist wie im echten Leben, dass selbst die kleinste Nebenhandlung die Sicht auf das Ganze erst vervollständigen kann. Über die umfangreiche Schauspielriege kann man wirklich nicht meckern, ohne jetzt jeden Part einzeln beleuchten zu wollen. Die zehn Folgen sind dicht erzählt, vermeiden jegliche Länge, und schaffen dabei die tragische Note neben der kriminalistischen Handlung deutlich zu machen. Es gibt nur einen Nachteil: Auch wenn "Im Angesicht des Verbrechens" befriedigend zu Ende geführt wurde und durch den ausbleibenden Erfolg bei der Quote für immer eine Mini-Serie bleiben sollte, man möchte gerne noch mehr davon sehen.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Kommentar schreiben | Alle Kommentare (18)


Genre
Familiendrama, Gangsterfilm, Mafiafilm, Drama, Kriminalfilm