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A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

A Beautiful Mind (2001), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.02.2002


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5.9
Kritiker
54 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7
Community
21150 Bewertungen
118 Kommentare
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von Ron Howard, mit Russell Crowe und Jennifer Connelly

In Ron Howards Drama um den genialen Mathematiker John Nash wird das Leben des Wissenschaftlers eines Tages von Grund auf verändert, als er merkt, dass etwas mit ihm anders ist als mit seinen Mitmenschen.

Eigentlich wirkt der junge Wissenschaftler John Nash (Russell Crowe) in erster Linie wie ein mathematisches Genie – er ist zwar etwas eigen, scheint aber ein relativ normales Leben zu führen. An der Universität Princeton lernt er die smarte Alicia (Jennifer Connelly) kennen, die er heiratet und mit der er ein Kind bekommt. Alles scheint gut: Er ist glücklich mit seiner Familie und hat einen Job, bei dem er im Auftrag der amerikanischen Regierung sowjetische Codes entschlüsselt. Doch eine Veränderung geht schleichend in John vor, die sein ganzen Leben auf den Kopf stellt.

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Mehr Bilder (22) und Videos (4) zu A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn
Genre
Ehedrama, Familiendrama, Psychodrama, Biopic, Drama
Zeit
1940er Jahre, 1950er Jahre, 1960er Jahre, 1970er Jahre, 1990er Jahre
Ort
Fantasiewelt, Massachusetts, Massachusetts Institute of Technology, New Jersey
Handlung
Außenseiter, Bibliothek, Ehe, Ehefrau, Ehekrise, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Ehepaar, Einbildung, Elektroschock, Geheimdienst, Genie, Genie und Wahnsinn, Große Liebe, Individuum, Kitsch, Kommilitone, Krankheit, Marktwirtschaft, Mathematik, Mathematiker, Mathematisches Theorem, Nobelpreis, Nobelpreisträger, Oscargewinner, Patient, Pentagon, Persönlichkeitsstörung, Phantom, Phantombild, Princeton University, Professor, Psychiatrie, Schizophrenie, Seminar, Student, Unheilbare Krankheit, Universität, Verfolgungswahn, Verlieben, Verrückter Professor, Verschwörungstheorie, Vorlesung, Wahnsinn, Wahnvorstellung, Wissenschaftler, Ökonomische Theorie
Stimmung
Berührend, Ernst
Tag
Mindgame-Film, Oscargewinner
Verleiher
United International Pictures GmbH
Produktionsfirma
Imagine Entertainment

Kritiken (8) — Film: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

Wenns bei den Titanen ein bisschen längerdauert… schnapp dir die Titanenliste von Fonda und lies dir durch, was wir, also Fonda, Martin O., Boogers und ich, bisher so fabriziert haben. http://www.moviepilot.de/liste/titanisches-trio-die-filme-hfonda15
Aber nicht jetzt. Denn es gibt doch tatsächlich einen neuen Kommentar!!
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„Genie und Wahnsinn“ lautet der deutsche Untertitel des Films „A beautiful Mind“. Und man hätte keinen besseren Untertitel für diesen Film über John Nash finden können. Obwohl er ein mathematisches Genie ist, so verändert er sich im Lauf der Zeit und gleitet immer mehr in den Wahn ab. Oder liegt es daran, weil er ein mathematisches Genie ist? Das zu beantworten, das ist wie die berühmt Frage: „Ei oder Henne“! Geht nicht. Muss man auch nicht.

„A beautiful Mind“ ist nämlich nicht an Erklärungen interessiert, sondern vielmehr an einer Entwicklung. Er versucht aufzuzeigen, wie sich das Mathematikgenie John Nash fühlt, wie es in ihm aussieht und welche Auswirkungen das auf ihn und auf seine Umwelt hat. Denn John Nash ist anders, völlig anders als die Menschen in seiner Umwelt. Das merkt er, das weiß er – und das macht ihm zu schaffen. Er merkt, dass er alleine nicht lebensfähig ist, dass er zwischen Realität und Unterbewusstsein nicht unterscheiden kann. Das Verschmelzen verschiedener Persönlichkeiten macht ihn zum Sonderling für die Außenstehenden. Und wir beobachten und merken, dass er eigentlich auch nicht anders ist, dass er ganz normal sein will – es aber nicht kann.

Der Film funktioniert größtenteils, auch wenn man natürlich merkt, was er will. Er drückt bewusst auf die Tränendrüse und ist eine typische Hollywood-Produktion. Mit Ron Howard hat man dafür auch den richtigen Regisseur gefunden. Man weiß, worauf er hinaus will – aber wenn man das zulässt und sich nicht bewusst dagegen stemmt, dann, wie gesagt, dann funktioniert das auch. Natürlich liegt das auch am tollen, manchmal etwas zu aufgesetzten Score und an der intelligenten Ein- und Verarbeitung von Nashs Wahnvorstellungen. Es gelingt dem Film, den Zuschauer zu berühren, auch wenn der immer wieder recht zähe Phasen hat. Allerdings ist er auch ziemlich vollgepackt, will Psyhogramm, Drama, Thriller und noch vieles mehr sein und verzettelt sich da hin und wieder. Prunkstück und Garant, dass der Film aber trotzdem nicht langweilt, ist das Zusammenspiel von Russell Crowe mit Jennifer Connelly, das von einer unheimlichen Intensivität geprägt ist und wahrlich echt aussieht. Auch wenn ich der Meinung bin, dass Crowe und Connelly kein schönes Paar abgeben. Aber sei‘s drum. Das hat ja nichts mit der famosen Leistung des Casts zu tun, aus der eben Crowe noch einmal heraussticht.

Und unterm Strich ist „A beautiful Mind“ ein guter Film. Typische Hollywoodware, klar, viel zu vollgepackt, aber famos gespielt und gut inszeniert. Er ist unterhaltsam, bewegt und regt sogar zum Nachdenken an. Und schon wegen Russell Crowes fantastischer Leistung muss man diesen Film einfach gesehen haben.

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Murphante

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http://www.youtube.com/watch?v=PLqlFFP8g9s

Der ist so genial wie er wahnsinnig ist ... einfach GUT !!!


kobbi88

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:D


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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3.0Schwach

Hollywoodsches Verlogenheitskino à la Ron Howard, mit all den schmalzigen Zutaten, die den gefüllten Braten auch wirklich ungenießbar machen. Da nimmt man sich einfach eine interessante Persönlichkeit wie John Nash, ein Mathematiker und Metaphysiker, ein Meister der Differentialgeometrie und ein an paranoider Schizophrenie erkranktes Genie, und fertig ist die passende Projektionsfläche, um das genügsame Massenpublikum von A bis Z um den unlauteren Finger zu wickeln. Mit dem echten Nash hat Howards „A Beautiful Mind“, bis auf die Charaktergrundsteine, die sich hier durch ihre triviale Irrelevanz auszeichnen nicht unikal, sondern vollkommen arbiträr erscheinen, wenig am Hut. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Mr.Film

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[Machtwort gegen alle (warum auch immer) Fans dieses Films hier bitte einfügen]


lieber_tee

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Behinderten-Porno.


Mr.Film: City of Cinema

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4.0Uninteressant

John Nash(Russel Crowe) ist eine Mischung aus Edward Norton in „Fight Club“, einer Art Frauenheld und Sheldon Cooper(„The Big Bang Theory“). Diese extravagante Mischung ist ein Genie in der Mathematik und Jagd dem Erfolg(und später auch den Russen) hinterher. In der Uni von Princeton beginnt es, Nash steigert sich in seine Arbeit hinein, wird von dem bösen grauen Monster verfolgt das auf den Namen „Misserfolg“ hört und rettet sich in eine schizophrene Psychose. Der Misserfolg blieb aus, doch der „Wahn“ war nun hinter ihm her. Ein noch bestialischeres Monster das ihn zu bezwingen scheint.
Ron Howard macht in „A Beautiful Mind“ alles richtig. Das könnte man sagen wenn der Film nur bis zur Entdeckung Nash’s Krankheit geht, denn danach geht es bergab. Man wollte zu viel, und zu viel ist nur selten gut. Denn was haben wir denn da, eine kleine Romanze, ein netter Thrill, Drama Drama und dann möchte man natürlich auch noch diese komplexe Krankheit authentisch darstellen. Wenn man so viele Bereiche hat die man abdecken muss, weiss man das es kaum möglich ist alles perfekt umzusetzen, in Wirklichkeit wurde nur eine Kelle aus dem jeweiligem Topf genommen anstatt gleich den ganzen Topf zu nehmen, es wurden also nur ein paar Möglichkeiten genutzt. Das ist nicht gut, das ist eine Schande für den wirklich existenten John Nash. Ja, vielleicht wurde er hier nicht lächerlich gemacht(obwohl Russel Crowe’s Overacting seinen Charakter irgendwann ins Komische gezogen hat), aber es ist schon arg respektlos wenn man sein Leben so verdreht darstellt. Denn in Wahrheit wurde viel aus seiner Biographie gestrichen, und viel frei erfunden.

„A Beautiful Mind“ ist ein Film der die Masse im ersten Augenblick überzeugt und mit seiner Dramatik umwirft, dennoch sollte man einen zweiten Blick wagen und realisieren was man da gesehen hat, ob das wirklich so gut war. Was ich bei so einer Person wie Nash erwarte ist eine surreale Reise in seinen Kopf, in seine Krankheit, in seinen Verstand. Das wird einem aber nicht geboten, da hat man sich nicht Mühe gegeben, da ist man auf Nummer sicher gegangen und geht das Thema auf simpelste Weise an. Zwar vermag der Film zu rühren, in seinen besten Szenen sogar sehr, dennoch ist es unterm Strich einfach zu wenig für ein Werk mit so viel Potenzial. Dass der Film kein vollkommener Flop geworden ist kann man Jennifer Connelly verdanken, sie verkörpert Nashs Frau die ebenfalls an ihre Grenzen und darüber hinausgeht auf sensationelle Weise. Wunderschön und unglaublich talentiert. Zwar habe ich schon ein paar schlechte Worte über Crowe verloren, dennoch kann er, jedenfalls zu Anfang, den exzentrisch denkenden Mathematiker der in den zwischenmenschlichen Situationen scheitert perfekt rüberbringen. Mit zunehmender Laufzeit wirkt es dann einfach nur gekünstelt und übertrieben.

Alles in allem ist es einfach nur Schade was man hier vorfindet, zwischen den Trümmern dieses Films liegen zwar auch noch gute Eigenschaften, doch gehen sie in dem grauen Haufen des gescheiterten Versuches unter.

„Haben Sie jemals einfach etwas gewusst, Dr. Nash?“ – „Ständig.“

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Coach T

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Ich finde den Streifen trotzdem klasse! :)


Mr.Film

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Wenn schon eine wahre Geschichte dann auch mit wenigen Logiklöchern und gut umgesetzt...aber naja, kanns sonst verstehen was man an dem Film so toll findet.


TheCorey: MovieMaze

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6.5Ganz gut

Howards Film ist mehr schlecht als recht eine wahrheitsgemäße Wiedergabe von Nashs Leben. Darüber kann man sich jetzt streiten, ob das in Ordnung ist oder den Film, der eh etwas ganz anderes sein will, verfälscht. Dennoch funktioniert "A Beautiful Mind" als typischer Hollywood-Film erstaunlich gut.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Schauspielerisch sehr gut umgesetzt die Darstellung des Ausbruchs einer Schizophrenie, jedoch auch etwas rührselig an manchen Stellen. Guter Film, der aber auch noch mehr Potential gehabt hätte.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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5.0Geht so

2001 war ein trauriges Oscar-Jahr.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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2.0Ärgerlich

Tränendrüsige-verlogenes Biopic, das kaum Spurenelemente der wahren Geschichte Nashs enthält und zugunsten einer schnulzigen Lovestory die interessanteren Aspekte seines Lebens, seiner Krankheit aber auch seiner Fähigkeiten vernachlässigt. Russel Crowe spielt so angestrengt maniriert, daß ich mir mehr als einmal das Lachen verkneifen mußte. So stellt sich Puttchen Brammel einen Schizophrenen vor. Dagegen ist Anthony Perkins Norman Bates selbst im schlechtesten Teil der Psycho-Serie noch ein Wunder an Subtilität. Typisch Howardsches Massendrama, von einem Regisseur, der noch nie einen wirklich interessanten Film gemacht hat.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Murphante

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AN DIE KRITIKER:
Ich bin dafür das die Kritiker nur noch Filme nach ihrem Alter entsprechend vor die Klüsen gesetzt bekommen sollten ... denn wie sollten Milchbubis was mit Emotionen und Gefühlen anfangen können wenn sie solche Erlebnisse noch nie hatten ???


styx.canomo

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hach wie süß dieser kindergarten der empörten howard-jünger hier doch wieder ist^^ batzman, ich liebe dich umso mehr für diesen kommentar! fand ihn zwar nicht ganz so schlimm, aber besonders im bezug auf russel crowe bin ich so froh, dass mal endlich jemand mit mir einer meinung ist. ganz ehrlich: außerhalb von haudrauf-filmen hat der typ für mich nichts verloren.


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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0.0Hassfilm

Grauenvoll polemisches Bio-Pic, das weder imstande ist, die Schizophrenie des Helden clever zu inszenieren, noch darauf verzichtet, seinem Publikum jegliche Sympathien aufzuzwingen. Crowes Over-Acting schreit nach dem ungerechtfertigten Oscar, während Howards einfältige Regie dem unsäglich weinerlichen Film den letzten Rest gibt. Ein durch und durch anbiedernd kalkuliertes Hollywood-Drama.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Tadajon

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Das overacting von Crowe passt zum Film (ist aber tatsächlich etwas nervig). Wirkt so, als hätte man zig Minuten Film (die man sonst benötigt hätte) auf 5 Minuten komprimiert. Spart einfach Zeit und ist mMn deswegen völlig in Ordnung. Das es so nicht korrekt sein kann, hast du ja erkannt. Warum also ausschlachten und in langen Szenen verwursten, wenn dein Kopf die Arbeit viel besser erledigen kann?


AddictedToIan

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Das ist kein Overacting, das ist gar kein Acting. Der spielt einfach nur scheiße und murmelt sich die Hälfte der Lines einfach in den Bart.



Kommentare (110) — Film: A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn


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Martin Oberndorf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

(Der Film ist eine Biografie, die folglich in dem Sinne keine richtigen Höhepunkte aufweist, dennoch werde ich hier weiter in diese reale Geschichte eingreifen, weshalb ich hier dennoch eine leichte Spoilerwarnung hinplatziere.)

Hallo liebe Moviepiloten!
Lang ist's sehr, aber nun schlagen wir doch wieder zu.
Halt, nicht ducken, mit Kommentaren schlagen wir zu, nicht mit Fäusten!
Eure liebsten Titanen - ich hoffe doch, das wir das sind - haben sich einmal mehr zusammengetan, um euch mit einem Kommentsrprojekt zu unterjo... ähm, ich meine euch den Tag schöner zu machen.
Für unser nächstes Projekt haben wir uns auf einen oscargekrönten Film geeinigt, nämlich "A Beautiful Mind".
...
Der Tagline des Films lautet 'Genie und Wahnsinn'.
Doch woher kommt es, dass diese Komponenten so oft so nahe beieinanderliegen?
Und was ist Wahnsinn? Was ist Genie? Ist Wahnsinn Genie, oder ist Genie Wahnsinn? Ist es wahnsinnig, genial zu sein? Oder kann Wahnsinn genial sein?
Keine Ahnung. Vielleicht ist die Lösung auch wahnsinnig genial.
Haha.

"A Beautiful Mind" erzählt die reale Geschichte des Mathematikers John Nash, der auf der einen Seite geniale Thesen aufstellte, auf der anderen Seite seiner paranoiden Schizophrenie immer wieder verfiel.

Ich finde solche Thematika immer wieder interessant.
Nicht das mit der Mathematik, aber die Paranoia.
Wie die Person unbewusst im Stande ist, sich Dinge und komplexe Handlungen auszudenken, die sogar sie selbst überzeugend und echt findet. Wie man hier sieht, auch, wenn die Person selbst bereits weiß, dass alles nur Einbildung ist.

Gerade diese Erkenntnis muss doch ein richtiger Schlag sein.
Die Freundschaften, der Beruf... alles nicht echt. Vor Allem das Erste muss sicher schlimm sein.
Eine herzzereißende Szene gibt es in diesem Film gegen Ende, als das kleine Mädchen mit ausgebreiteten Armen dasteht, um von ihrem "Onkel" umarmt zu werden, dieser sie jedoch ignoriert und vorbeigeht, da sie ja nicht existiert.
Da frage ich mich persönlich, ob ich an Nashs Stelle nicht lieber eine Lüge gelebt hätte, anstatt die Wahrheit zu erfahren.
Diese Frage habe ich mir bei unserem Matrix-Titanenprojekt schon gestellt und hier, in diesem realitätsnäherem Kontext stelle ich sie mir erneut. Ist eine schmerzhafte Wahrheit wirklich besser als eine wunderschöne Lüge? Für mich ist sie doch wahr.
Wer weiß, vielleicht bin ich ja schizophren. Vielleicht gibt es euch alle nur in meiner Vorstellung. Ich will es garnicht erfahren. Weil ich mich sehr wohl fühle, so, wie es ist.

Aber zurück zum Film.
"A Beautiful Mind" wird oft vorgeworfen, nicht authentisch zu sein.
Ich wünschte, ich könnte das widerlegen, aber dass eine Ehe plötzlich um JAHRZEHNTE verlängert wird oder aus Juden plötzlich Russen wurden, um dem Publikum besser zu gefallen, ist nunmal wahr.
Dennoch möchte ich fragen: und? Was ist so schlimm daran?
Der Film als Film wird durch einige Änderungen einfach besser.
Durch seine Liebe zu seiner Frau und das Fehlen seines Antisemithismus wirkt die Figur von John Nash viel sympathischer und nicht wie ein unnahbarer pseudointellektueller Computer, wie er vielleicht von einem anderen nichthollywoodschen Regisseur dargestellt worden wäre.
Auch, wenn er von sich selbst sagt, er würde doppelt so viel Hirn und nur halb so viel Herz haben.
Nun ja.
Da darf wieder die Frage in den Raum gepfeffert werden, was wichtiger ist, Authenzität oder ein guter Film?
Es lässt sich sicher in einigen Fällen vereinbaren, aber für den Film ist es durchaus besser.
Der Feinschliff sozusagen. Ich bin überzeugt, im realen Leben wirkte die Geschichte eher kalt, gefühllos. Durch die Änderung erhielt der Film mehr Seele, mehr Feingefühl.

Und das Endergebnis kann sich sehen lassen.
Der Film ist spannend, gefühlvoll und sehr gut inszeniert.
Alllein wie der Film nach einer Stunde dermaßen kippt ist fabelhaft.
Es muss am Besten wirken, wenn man nicht weiß, wie es sich entwickeln wird, wenn man nichts von Nashs Krankheit weiß und sich weder über ihn noch über den Film informiert hat.
Man kann fast sagen, gegen Ende der ersten Hälfte gibt es einen Plot Twist, der die ganze zweite Hälfte beeinflusst.

Der Film lebt von seinem Hauptdarsteller. Russell Crowe spielt ja wohl mal absolut genial.
Als jung, erwachsen und alt überzeugt er auf ganzer Linie, spielt in den Momenten der Anfälle genauso brillant wie in den ruhigen Szenen, man hätte diese Rolle garnicht besser besetzen können als mit ihm.
Dafür hätte es einen Oscar geben müssen. Ich will Denzel Washingtons Leistung in Training Day garnicht schmälern, auch er ist absolut super und hat ihn sich verdient, aber in meinen Augen erfordert es noch mehr schauspielerisches Können, eine Rolle zu spielen, die in einem Augenblick zurückhaltend und in einem Anderen einen paranoiden Anfall hat.

Alles in Allem ist "A Beautiful Mind" vielleicht wirklich nicht so authentisch, wie es möglich gewesen wäre - ein Märchen ist es dennoch nicht - aber als Film ist er wirklich ausgezeichnet gelungen.
Und mehr habe ich dazu nicht zu sagen.

bedenklich? 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

kobbi88

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Crowe is ein toller Schauspieler.


styx.canomo

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wie schon gesagt, ich kanns nicht nachvollziehen warum den alle so toll finden.
vllt lebe ich in einer paralleldimension?
und sehe einen anderen crowe als ihr?^^


Boogers666

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Bewertung3.0Schwach

Titanenkommentar Nr. Schieß mich tot : A Beautiful Mind:

Unser nächster gewählter Film , ist ein Film der eigentlich fest verankert auf meiner “Keine-Interesse” Liste stand, doch den Titanen zuliebe hab ich ihn mir dann doch angesehen und das Resultat war, nun ja, ernüchternd. Aber es wäre ja langweilig wenn unsere Wertungen immer beisammen liegen würden.

“Meine Klassenlehrerin in der ersten Klasse sagte, ich hätte bei der Geburt zwei Portionen Gehirn aber nur ne halbe Portion Herz”

“A Beautiful Mind”, so nennt sich der Film, der seinen von vorne herein unsympathischen Hauptcharakter als stumpfe Marionette benutzt um sie als Projektionsfläche für seine Behinderung zu benutzen. So wird über zwei Stunden lang dauerhaft darauf verwiesen, wie schlecht es ihm doch geht, wie sonderbar er doch ist. Das fängt schon in seinem Studium an: Er ist der sozial verkrüppelte Nerd, der Abends am Fenster sitzt und die Scheiben vollkritzelt, der durch reinen Zufall plötzlich alle Thesen Smiths überdenkt, am Beispiel einer ungünstigen Personenkonstellation um eine attraktive Blondine (als ob noch nie zuvor jemand die Idee gehabt hätte). Und der dann dadurch natürlich in die Regierung beordert wird. Das Superkind, Das Genie. So gnadenlos wird das wahre Leben von Nash zur Schau gestellt, um es am Ende auf seine Behinderung zu reduzieren, frei nach dem Motto: Guckt doch mal, der ist behindert, habt Mitleid mit ihm. Das ist nicht nur moralisch widerwärtig, sondern auch grottenschlecht umgesetzt. Das maßlose Overacting von Russel, wirkt vor allem zu Beginn unfreiwillig komisch und am Ende irgendwie fehl am Platz. Denn am Ende stimmt allgemein gar nichts mehr, die Harmonie der Charaktere untereinander geht völlig flöten, ebenso wie die Bindung zum Zuschauer. So plätschert der Film belanglos vor sich hin nur um natürlich, das Blatt wieder zum guten zu wenden, muss es ja auch ist ja ein Blockbuster. Weiterhin wirkt der ständig präsente maßlos übertriebene Score, wie der Wisch unter der Nase, der uns erneut klar machen soll, wie schlecht und dramatisch doch alles ist. Der Film hat unglaublich viele Fehler auf cineastischer Ebene, die in zu einem großen luftgefüllten und vor allem unoriginellen Nichts machen. Denn die Geschichte die uns aufgetischt wird, hat jeder schon dutzend Mal in anderen nervenden Melodramen gesehen, nur besteht hier der Unterscheid das sich daran aufgegeilt wird, dass alles auf einer wahren Begebenheit beruht, das Lustige daran? Tut es gar nicht. Hier wird versucht alles in einen Topf zu werfen was geht: Spionagethriller im Kalten Krieg, Emotionale Geschichte über Schizophrenie und natürlich das Leben von John Nash wiederzugeben. Das amüsante dabei ist allerdings, keines davon gelingt: Der Film ist über weite Strecken sterbenslangweilig, Gefühl wird im Grunde nie entwickelt, außer der Holzhammer wird ausgepackt, der alles wieder zunichte macht und mit dem Wahren Leben von John Nash, hat der Film sowieso fast nichts gemein. So ist es traurig, dass hier ein wahres Genie im Grunde nur auf seine Sonderbarkeit reduziert wird. Seine wahre Geschichte so verbogen wird, dass es auch keinem bitter aufstößt (So war Nash z.B. laut einigen Quellen ein ziemlicher Rassist) Warum? Weil es mit einer weniger bekannten Person weniger erfolgreich gewesen wäre. So ist “A beautiful Mind” wieder der beste Beweis dafür zu was die Oscars und Hollywood generell verkommen ist.

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 26 Antworten

Dasprofil

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Ne hab ich nicht. Ich achte aber soweiso nie auf die E-mail Benachrichtigung bei Antworten von daher ist mir das dann auch weiterhin egal :D.


styx.canomo

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da bleibt die frage: ist russell crowe überhaupt ein schauspieler?
oder ist er einfach so?
ich glaube letzeres, was seine mangelhafte darbietung aber nicht besser macht.


The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.0Sehenswert

Titanisches Trio Kommentar #11
10 Monate ist das Projekt von uns Moviepiloten schon alt und nachdem unsere letzten Texte an den Klassiker "Psycho" gingen, geht es heute um "A Beautiful Mind"
http://www.moviepilot.de/liste/titanisches-trio-die-filme-hfonda15

Ich weiß nicht wirklich woran es bei Ron Howard Filmen liegt, (bei "Apollo 13" war es genau das selbe) aber ich schaffe es trotz einem verdammt starken Hauptdarsteller und einer makellosen Inszenierung nie komplett in der Geschichte aufzugehen.

Die Geschichte von John Nash mag ja grundsätzlich interessant sein, doch irgendwie hatte die Story nichts was mich fesseln konnte, irgendwelche Szenen die im Gedächtnis blieben und der Spannungsaufbau bei den Hirngespinsten die Nash über eine Russeninvasion hat, vermochte mich auch nicht zu packen.
Alles wirkte von der Erzählweise zu "glatt" zu hollywoodmäßig, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen, etwas Neues zu bieten.
Wenn man sich die Biographie des realen Nash anguckt, hat man viele faszinierende Themen, die man verfilmen könnte, doch da sich Ron Howard hier oft zu sehr auf seine Familienbeziehungen und die Russenparanoia konzentriert, hat man derartige Konflikte schon zu oft in Filmen gesehen.

So blieben die interessantesten Szenen für mich, die Szenen in der ersten Hälfte des Films, das Genie was nicht aus sich selbst herauskommt, was sich bewusst ist, was in ihm steckt aber es nicht hervorbingen kann.
Diese Szenen, wenn Nash an SEINER Idee sitzt, sich seiner Genialität bewusst ist, doch unfähig ist das Genie herauszulassen, waren großartig, bevor der Film zu einem sehr typischen Hollywood Biographiefilm wird.

Klingt nach einer 6 Punkte Tragödie, doch was wirklich Bonuspunkte einbringt ist das Spiel von Russel Crowe!
Ich bin nicht sein allergrößter Fan aber dieses Spiel hier ist einfach fantastisch, so eine extreme, intensive Darstellung muss einfach gelobt werden.
Er spielt hier so wahr und ehrlich, spielt hier nebenbei noch den genialen Ed Harris an die Wand, dass er den kompletten Film für mich aufwertet und "A Beautiful Mind" praktisch im Alleingang stemmt.

Ob der Oscar für den "Besten Film" 2002 damals verdient war, sei mal dahingestellt, ein sehenswerter Streifen bleibt "A Beautiful Mind" allemal auch wenn er mich emotional nicht ganz so mitnehmen konnte, wie er es wollte.

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BenAffenleck

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Kann ich aber nicht nur an Crowe festmachen, dass ich den Film so toll finde. Conelly und Harris spielen auch toll, und mir gefällt die Geschichte und die Erzählweise auch. Funktioniert auf jeden Fall besser als Howard's APOLLO 13


sachsenkrieger

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Wenn man den (und andere) sieht, fragt man sich immer, warum der Crowe sich jetzt so billig verschachert. Kommi is´schön passend.


lamarck

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Epos an Film !!

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

John Nash (Russell Crowe) gilt als mathematisches Genie, aber auch als etwas seltsam. An der Universität lernt er die hübsche Alicia (Jennifer Connelly) kennen - beide heiraten und bekommen einen Sohn. John entschlüsselt im Auftrag der amerikanischen Regierung sowjetische Codes, jedoch wird die Beziehung zu seiner Frau durch immer wieder auftretende schizophrene Schübe belastet. Schließlich muss das Mathegenie in die Psychiatrie eingewiesen werden...

Der Film basiert auf der Biographie des echten John Nash, der 1994 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde.

Ein Meisterwerk mit einem grandiosen Russel Crowe. Unbedingt sehenswert!

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich wußte weder, worum es in diesem Film ging, noch wußte ich im Vorhinein, was ich von ihm halten sollte! Das wußte ich nach den ersten zwanzig Minuten zwar immer noch nicht, jedoch packte mich irgendwie die Thematik; als der Film dann seinen ersten, filmrelevaten Hacken schlägt, stockt einem der Atem und man merkt, dass der deutsche Untertitel "Genie und Wahnsinn" hier mehr als passt. Und spätestens da zeigt sich, das Russel Crowe einer der talentiertesten Schauspieler unserer Zeit ist. , und dass Jennifer Connely nur wenig dahinter ist. Daraufhin begleitet man John Nash auf seinem Lebensweg durch jegwede Pfade, immer auf der Suche nach der wahren Wirklichkeit! Das sich der Film dabei manchmal zieht, weil er immer wieder Ansätze für mögliche Enden setzt und dann doch weiter geht, ist zwar während des Schauens etwas merkwürdig, hinterlässt jedoch keine negative Spur. Im Nachhinein muss ich sagen, dass mich dieses Biopis vielleicht besonders gefesselt hat, weil ich mich auf eine bestimmte Art und Weise mit dem Hauptcharakter identifizieren konnte! Ein wahres Meisterwerk, dem bessere Musik gutgetan hätte!

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frank-br

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Russell Crowe spielt ausgezeichnet. Das Thema ist intelligent und packend umgesetzt. Ein Film nicht mal eben für nebenbei!

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mehrezallam

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk so bald man sein Hirn einschlaten kann.

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Hartmut Wastian

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Bewertung4.0Uninteressant

Routiniert besetzte und abgedrehte Mainstreamproduktion, die das uralte Stereotyp von 'Genie und Wahnsinn' ausbeutet, um Anspruch zu suggerieren und Mitgefühl zu wecken. Ein rein auf Wirkung hin konzipiertes, heuchlerisches Setup mit einem talentfreien Russel Crowe - not my cup of tea.

Edit: Gerade irgendwo "Behinderten-Porno" gelesen. Das trifft den Nagel auf den Kopf!

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zmpfl

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Yupp, bin damals tatsächlich in's Kino gerannt und kopfschüttelnd wieder rausgegangen. Pseudoanspruchsvolles Schmalzfilmchen.


daniel.wolf.7731

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Bewertung9.0Herausragend

Russell Crowe demonstriert eindrucksvoll sein schauspielerisches Talent und lässt den Zuschauer gebannt in seine Welt aus Genie und Wahnsinn abtauchen. Ein intelligenter Film der seine 4 Oscars zurecht abräumte.

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Andy Dufresne

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Bewertung9.5Herausragend

"Der Mensch ist in dem Maße zu Gräueltaten fähig, wie es seine Phantasie zulässt."

Ich war damals im Kino.

In einer Phase meines Lebens, in der ALLES,
wirklich ALLES aus dem Ruder lief, komplett...

Äußerlich sowieso, innerlich nur umso mehr...

Ungefestigte Beziehungen (Familie/Freunde/Arbeit/Liebe).

Verlorenheit.
Suche.
Verlorenheit komplett.

Ein Film über einen Menschen, der anders ist, genial, aber ebenso, mindestens ebenso kaputt.

Ein Mensch, der nicht genau unterscheiden kann zwischen realen Ereignissen und Manifestationen seines Unterbewusstseins.

Ein Mensch der brillant ist, aber ebenso kaum bis gar nicht lebensfähig.

Der zwar fast alles zu Erkennen vermag, aber dennoch an Alltäglichem grandios scheitert.

Ein Mensch der Ziele hat, der will, aber in dieser Umwelt nicht kann, nicht stattfinden kann, weil keiner weiß, was er da eigentlich meint, was er denn da eigentlich will.

Ein Mensch der sich sehr wohl, extrem sogar, selbst bewusst ist, es aber nicht in die äußere (Um)Welt übertragen kann.

Ein Mensch, der wenig zweifelt, viel weiß und dennoch fühlt, dass in dieser Welt kein Platz für ihn sein wird, sein kann.

Ein Mensch, der abseits steht.

Und der doch, auf das selbe hofft, das selbe begehrt, wie jeder Andere.
Liebe, Zuneigung, Gefühl.
Wärme eben, echte Liebe.

Und dennoch so (zu arg!) in sich selbst wandelt, sich in sich selbst bewegt, dass dies alles nicht ohne weiteres erreichbar ist.

Der weiß, dass er zu arg anders ist.

Und der dennoch irgendwann aufhört, erkennen zu können wo diese Trennlinie, diese Grenze zwischen "Normal" und "Verrückt" verläuft, der nicht mehr sehen kann, was "noch geht" und was eben nicht mehr geht...

Der sich schier innerlich wie äußerlich zu Tode zermürbt, auf der Suche nach einem Mittelweg.

Der erkennt, das im Annehmen der eigenen Schwäche(n), der eigenen Dämonen, im Respekt, auch zu der dunklen, eigenen Seite das Seelenheil liegt...

Der erkennt, dass man das Böse in einem selbst, genauso wie das Gute in einem selbst, als Gefährten zulassen muss, das man Gutes sowie Böses als Begleiter, als gegebene Begleiter zulassen muss.

Und das beide ihre Berechtigung haben, ihre unbedingte Berechtigung haben müssen, dass es das eine ohne das andere, nicht geben kann.

Das Alles, positives, sowie negatives, aus der selben Quelle fließt, dass es eben gleichwertig, weil gleich bedeutend, gleich wichtig ist, für das Lernen, das Weiterentwickeln des Menschen, in der Zeit, der Entwicklung eben.

Vielleicht, liegt gar der Sinn des Lebens darin begraben, Gegensätzliches zuzulassen, es verschmelzen zu lassen, aus der Essenz der Gegebenheiten, gut/schlecht, richtig/falsch, Wahrheit/Lüge, einen individuellen Weg zu finden, etwas zu finden, das alles, vergangen, stattfindend, zukünftig verbindet.

Etwas, dass alles vereinigt, herauszufinden, das Mensch sein bedeutet NIE anzukommen.

Nie zu wissen, völlig zu wissen.
Vertrauen zu müssen.
Warum sonst, sollte etwas so fragiles wie das Sein an sich, eine Berechtigung haben?

Vielleicht ist es die Bestimmung des Menschseins, die Dämonen (das Hemmende), sowie die Engel (das Beflügelnde) neben uns her laufen zu lassen, uns direkt begleitend, eben unmittelbar beeinflussend zuzulassen.

Vielleicht liegt die Freiheit im Unfreien, im ständigen, unaufhörlichen Hinterfragen von allem.

Vielleicht liegt Freiheit, wahre Freiheit im Erkennen der eigentlichen Unfreiheit, im Hoffen, Glauben auf eine andere Freiheit, irgendwo anders, im Glauben an eine andere, "freiere" Freiheit...

-"Wie groß ist das Universum?"
-"Unendlich."
-"Woher weißt du das?"
-"Weil alle Daten darauf hindeuten, dass es unendlich ist."
-"Aber es ist noch nicht bewiesen."
-"Nein."
-"Du hast es nicht gesehen?"
-"Nein."
-"Wie kannst du dann so sicher sein?"
-"Kann ich nicht, ich glaub es einfach. "

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Dahmer

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super kommi andy!


Andy Dufresne

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Danke :)


Aoewir

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Bewertung7.0Sehenswert

schizophrenie ist gottes art uns menschen zu sagen, dass er uns zum kotzen findet

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goddessofdeath

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, bei dem ich durchgehend Gänsehaut hatte. Schizophrenie ist eine derart schlimme Krankheit mit einer genau so schlimmen Prognose und wird selten in Filmen ernst genommen. In diesem hier aber wird die Erkrankung so intensiv, so brutal dargestellt, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat, als würde man auf dem schmalen Schizophreniegrat mitwandern- das ist eine Grenzerfahrung. Ich weiß nicht, was es Russell Crowe gekostet hat, so zerrissen zu spielen- ich hoffe, er kam hinterher nicht auf dem Zahnfleisch daher.
Am brutalsten, intensivsten und eindrucksvollsten war die Szene am Elektroschocker. Sehr wenige Filme schaffen es, mich derart zu berühren, in diesem allerdings konnte ich den Schmerz, den John empfand, fast selbst spüren- und hatte mehr als Tränen in den Augen. Das ist Kino, das einen nachhaltig noch berührt und irgendwie auch im guten Sinne 'schädigt'.
Was mir am Ende besonders gut gefällt, ist die Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit. Nach jahrelangem, schwerem Kampf, der am Ende fast aussichtslos scheint, ist am Ende ein Sieg da, der vielleicht nicht offensichtlich ist, aber soviel Zuversicht gibt, mit soviel Augenzwinkern dargestellt wird, dass man sieht, dass man wirklich über sein eigenes Leben Regie führen kann- auch als Schizophreniekranker.
Ein ganz tolles, mitreißendes Drama, das das Thema Schizophrenie vielleicht so realistisch und menschlich anpackt wie kein Film zuvor. Großartiges Kino!

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DeutschePraezision

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh ein wunderschöner Film =)

Zugegeben, er ist zwischenzeitlich ziemlich zäh.
Aber dran bleiben lohnt sich!
Die Musik ist wunderschön und zum Ende verliert man ein paar Tränchen.

Man ist mitgerissen durch die ganzen Erlebnisse des Mr. Nash und verfolgt sein Leben mit Spannung!
Toller Mann! Tolle Geschichte! (wenn mich nicht alles täuscht,- wahre Begebenheit)

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Wendigo

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Bewertung9.5Herausragend

Ich glaube so angetan war ich noch nie, oder wenn nur unterbewusst von einem Film und deren Hauptdarteller. Russell Crowe spielt sagenhaft toll, genauso wie Jennifer Connelly, die mich beide richtig umgehauen haben. Selten so hohes Niveau gesehen.

Die Geschichte ist an einer gewissen Tragik wohl kaum zu übertreffen, und diese kommt erstklassig zur Geltung. Der Film hat mich in vielerlei Hinsicht erreicht, er war immer mal rührend, beeindruckend und bewegend, in kontinuierlichem Wechsel. Ganz groß.

Wenn man nun noch bedenkt das hier von einer wahrheitsgemäßen - wenngleich übertriebenen - Darstellung auszugehen ist, kann man mMn. nur zum Wort 'episch' zur Beschreibung finden. Einer der tollsten Filme die ich je gesehen habe, fertig aus.

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styx.canomo

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Bewertung2.0Ärgerlich

grrrrrrr, nein, es geht einfach nicht, ich kann es nicht tun!
ich würde diesen film von der idee her so gerne mögen, aber dieses verdammte arschloch von zelluloid-verschwenderischem behinderten-porno wehrt sich einfach mit zähnen und klauen dagegen!
wieso verdammt nochmal musste howard mit so einem selbstherrlichen sozial-kitsch-drama die eigentlich interessante lebensgeschichte nashs verhunzen?
dies ist wieder eines dieser biopics, das sich anscheinend mehr für sich selbst und seine einfältige geschwätzigkeit interessiert als für den zu behandelnden menschen dahinter.
der einzige wirkliche unterhaltungswert geht eher unfreiwillig aus der "schauspielerischen leistung" russell crowes hervor, der uns wohl auf biegen und brechen beweisen möchte, dass die rolle mit ihm fehlbesetzt ist.
irgendwie sind wohl alle bei diesem film einem großen irrtum anheim gefallen.
dem irrtum, dass man mit tearjerking außer dem eigenen süffisanzständer auch allen anderen weißmachen kann, dass das ganze irgendwie die künstlerische wiedergabe einer lebensgeschichte sei und dem irrtum, dass die einzigen symptome einer schizophrenie aus nuscheln, augenzucken und grunzen bestehen.

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Dady

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hab selten einen Film gesehen der mich so gefesselt hat. Die Verfilmung über das Leben des Mathematikgenies John Forbes Nash ist mehr als gelungen. Der Film gibt einen sonst eher seltenen Einblick in die Schizophrenie und stellt diese sehr realistisch dar. Ich dachte mir nur so das es doch total heftig ist wenn man sich sein halbes Leben oder einen besten Freund nur einbildet und dies alles nur im eigenen Kopf geschieht. Nash wurde von Russell Crowe einfach nur überragend dagestellt und zurecht mit Lob überschüttet. Noch ein paar Worte zu Jennifer Connelly die wie immer umwerfend aussieht und auch grandios spielt. Den Oscar hat sie natürlich zu 100% verdient!!

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NWO@Movie

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Bewertung6.0Ganz gut

Das ist der witzigste Film den ich je gesehen hab. Schade dass man den schwulen Aspekt von John Nash nicht gezeigt hat. So könnte man seine ganze Schizophrenie erklären. John Nash ist so witzig xD

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lena.hahn.161

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film der mich nach dem Schluss immernoch nicht losgelassen hat.
Da dies nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde, großen Respekt an die Frau des Protagonisten für ihr Durchhaltevermögen und ihre Loyalität auch in den schlimmsten Zeiten.
Der Film ist sehr packend lässt gut mitfühlen.

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Kingnussi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das ist der Albtraum bei der Schizophrenie. Nicht zu wissen, was wahr ist. Stellen sie sich vor, sie würden plötzlich erfahren, dass die Menschen und die Orte und die Momente, die ihnen am wichtigsten sind, nicht nur weg, nicht tot wären, sondern noch viel schlimmer: nie existiert hätten. Was für eine Hölle wäre das?

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