Amores Perros

Amores Perros (2000), MX Laufzeit 153 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 01.11.2001

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7.5
Kritiker
57 Bewertungen
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7.6
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6440 Bewertungen
56 Kommentare
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von Alejandro González Iñárritu, mit Vanessa Bauche und Emilio Echevarría

Sechs Jahre vor Babel inszenierte Alejandro González Iñárritu Amores Perros, ein Drama über Liebe, Betrug und den Tod.

Amores Perros (Hundeliebe) bezeichnet die Verknotung dreier Geschichten in Mexico Stadt, deren Protagonisten ein Leben voller Hass, Liebe, Tod und Träume führen. Diese Verknotung manifestiert sich in einem Autounfall, an dessen Ort sowohl die Charaktere Octavio, Valeria und El Chivo aufeinandertreffen als auch die sich überlagernden Erzählstränge.

Octavio (Gael García Bernal) lebt als junger Mann mit seiner Mutter und der Familie seines Bruders Ramiro (Marco Pérez) zusammen. Unglücklicherweise ist er in Susanna (Vanessa Bauche), seine Schwägerin, verliebt und möchte mit ihr abhauen. Susana, die seine Gefühle erwidert, scheint ebenfalls ihr Leben mit dem aggressiven Ramiro beenden zu wollen. Das Geld für die gemeinsame Flucht mit Susana und dem Baby versucht sich Octavio bei illegalen Hundekämpfen mit seinem Jund Cofi zu verdienen. Beim letzten Kampf gerät er in einen Hinterhalt und baut schließlich einen Autounfall, der verheerende Folgen für Valeria haben wird.

Valeria (Goya Toledo) ist ein angesehenes Topmodel, die privat mit dem verheirateten Verleger Daniel (Alvaro Guerrero) liiert ist, welcher seine Frau und zwei Kinder verlässt, um mit Valeria zusammenzuziehen. Durch den Unfall mit Octavio verliert sie ein Bein und muss seitdem im Rollstuhl sitzen. Das Modeln muss sie dadurch aufgeben. Außerdem gerät das Glück mit Daniel gerät in Schwierigkeiten, als ihr kleiner Schoßhund in ihrer neuen gemeinsamen Wohnung unter den Parkettboden gerät und sie ihn ständig jaulen hört, ohne ihm wirklich helfen zu können. Daniel wiederum beginnt durch die Strapazen ebenfalls an der Liebe mit Valeria zu zweifeln und sich zu fragen, ob es die richtige Entscheidung war, seine Familie für sie zu verlassen.

Der alte El Chivo (Emilio Echevarría) lebt mit einer Schar Hunde als Auftragskiller auf der Straße und beobachtet so auch den Autounfall. Beim Studieren der Todesanzeigen fällt ihm diejenige seiner Frau auf, die er vor Jahrzehnten zusammen mit seiner erst zweijährige Tochter sitzengelassen hatte, um seine Ideale als Revolutionär zu verwirklichen. Bei der Beerdigung sieht er nach Jahren seine Tochter Maru wieder. Den Mut, mit ihr persönlich zu sprechen, bringt er jedoch nicht auf. So schleicht er sich in ihr Zimmer, bespricht ihren Anrufbeantworter oder hinterlässt Bildchen von ihm.

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Amores Perros

_Garfield: Blogbusters

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8.0Ausgezeichnet

[...] Als Spiegel aller Figuren tritt der Hund in den Mittelpunkt. Der eine bis zur finalen Eskalation ohne Reue, stets die Augen nach vorne gerichtet, sich stoisch verbissen und das große Geld im Blick (Octavio), der andere als Sinnbild für lähmende Ungewissheit, offene Zukunft und schließlich die leise Hoffnung stehend (Valeria & Daniel), sowie schließlich die einstiege Bestie, die doch eigentlich gar keine ist. Das Produkt seiner Umwelt, tiefe Wunden, Milieu-geschädigt, als Zeichen für eine Chance; die Chance Wunden zu heilen oder zumindest vergessen zu machen und einen neuen, vielleicht besseren Weg zu beschreiten.

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Punsha

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Mehr Mut zur Länge!


_Garfield

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Manchmal muss man einen kleinen, appetitlichen Köder auswerfen, um für den eigenen Blog neue Leser zu angeln. Aber keine Angst, wird nicht zur Gewohnheit. Versprochen.


Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

"You and your plans. You know what my grandmother used to say? If you want to make God laugh... tell him your plans."

Informiert euch über Mexiko City, ebenso über Medellin oder eine andere mexikanische Stadt, die zu den gewalttätigsten der Welt gehören, und ihr werdet sehen, wie verdammt realistisch 'Amores Perros' ist. Ein Film, der das Leben in diesen Städten wiederspiegelt, so schockierend, hart und skrupellos es sein mag.
Die zentrale Rolle in 'Amores Perros' spielen die titelgebenden Hunde. Hunde als Kampfmaschine und Geldeinnahmequelle, Hunde als Begleiter des Menschen, Hunde als Protagonisten. Ein Episodenfilm, dessen Szenen unweigerlich im Gedächtnis bleiben werden, so überzeugend brutal und gleichzeitig liebevoll hat der mexikanische Regisseur Alejandro Gonsalez Inárritu seine Heimat inszeniert. Ebenso sind die Schauspieler, die mir vom ersten Augenblick an etwas bedeuteten und die Atmosphäre, die mich glauben lies, ich würde mich…

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Le Samourai

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Babel ist großartig.


Mr.Moffet

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Mal wieder perfekt geschrieben...und in allen Punkten Zustimmung !
Und ja, Babel ist großartig. Verfehlt aber doch um Nuancen die unfassbare Wirkung von Amores Perros...


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

[...] Die verschiedenen Handlungsstränge sind nicht ganz so kompliziert verschachtelt wie in „21 Gramm“, die Schauplätze beschränken sich auf Mexico City, nicht auf Länder in der ganzen Welt wie in „Babel“. „Amores Perros“ ist Iñárritus übersichtlichster und bodenständigster Film. Er ist auch sein Debut, noch verhältnismäßig verhalten inszeniert.
Nichtsdestotrotz sind die drei Episoden rund um einen üblen Autounfall clever miteinander verknüpft und überschnitten, und die eher unbekannten Schauspieler liefern eindringliche Leistungen. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (53) — Film: Amores Perros


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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie eine halbe Ewigkeit fühlte es sich an, als ich mir diesen Film heut wieder einmal anguckte. Eine der ersten DVDs die ich mir kaufte und ein bisschen kam es mir vor, als wäre das ein anderer Mensch gewesen damals.
Ich konnte mich eigentlich auch nur vage daran erinnern, dass mich die Wucht von "Amores perros" beeindruckte und der Film von einer eigenartigen realistischen Künstlichkeit geprägt war. So direkt aufnehmen konnte ich "Amores perros" heut nicht mehr, was er präsentiert konnte keinen so großen Wow-Effekt mehr hervorrufen. Ehrlich gesagt wusste ich im ersten Moment noch nichteinmal was man über diesen Film hätte sagen können. Noch nicht mal ein Wort das irgendwie gepasst hätte wollte mir einfallen. Und das meine ich nicht im geringsten negativ, es soll so rein gar nicht heißen, dass "Amores perros" ein schlechter Film ist, ich kann dessen Geist nur schwer in Wort fassen...zu flüchtig und hauchdünn scheinen dieser zu sein.
Ein Episodenfilm, dessen einzelne Handlungsstränge sich zwar kurz berühren, der aber nicht den Fehler macht, diese mit aller Gewalt verbinden zu wollen, nur um eines dieser Enden zu kreiren, welches die Leute als Sinn des Films ausmachen. Das braucht "Amores perros" nicht und das will er auch nicht. Er hat noch nicht einmal einen wirklichen Höhepunkt, denn auch das braucht er nicht. Inszenatorisch ist er für mich sowieso über jeden Zweifel erhaben. Tief und anspruchsvoll und trotzdem realistische Milieustudie. Geprägt von großer Dramatik, aber immer ganz nah am Puls des Lebens. Genauso roh, wie er feinfühlig ist.
Und so verschieden die einzelnen Episoden auch angesiedelt sind, was sie für mich alle 3 darstellen ist die suche nach dem persönlichen Glück. Das Suchen. Das Finden. Das Verlieren. Denn wenn mir der Film etwas sagte, nein eigentlich flüstert er es eher, dann ist es dies: Was willst du? Willst du mehr? Dann nimm es! Willst du dann noch mehr? Wann ist es gut? Ist es jemals gut? Oder immer schlecht? Dein Glück ist dir immer meilenweit voraus! Oder ist es neben dir? Nach mehr streben und hoffen? Oder das lieben, dass man hat? Was ist dieses Glück?
Ein Glücksfall ist auf jeden Fall "Amores perros"!

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beast667

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Bewertung9.0Herausragend

Toller Episodenfilm, der sich allerdings streckenweise bissel arg in die Länge zieht. Wenn man darüber hinwegsehen kann ist man bestens bedient.

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Wednesday90

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alejandro González Iñárritu Werkschau Part I.
Ich wollte mir eigentlich Babel ansehen, habe mir aber dann gedacht, ich mache eine komplette Sichtung von Iñárritus Werk. Sind ja nur 4 (Spiel-)Filme. ;)
Amores Perros erzählt drei Geschichten über die Liebe. Da hätten wir Octavio, der in die Frau seines Bruders verliebt ist und von einer gemeinsamen Zukunft träumt, die er durch Hundekämpfe finanzieren will. Die 2. Geschichte handelt vom verheirateten Familienvater Daniel, der seine Familie für das Model Valeria aufgibt. Dann wäre da noch El Chivo, gezeichnet von den Fehlern seiner Vergangenheit, schlägt er sich als Kopfgeldjäger auf den Straßen Mexiko City`s durch und sucht gleichzeitig die Liebe seiner Tochter.
Die titelgebenden Hunde spielen eine tragende Rolle, jeder Handlungsstrang hat seine Hunde. Kampfhunde, Schosshündchen, Straßenhunde, egal ob als Einnahmequelle in Kämpfen oder als Freund, das Schicksal der Protagonisten wird zum großen Teil von seinen vierbeinigen Mitstreitern beeinflußt.
Die drei Geschichten sind auf den ersten Blick voneinander Unabhängig, streifen sich aber immer wieder im Handlungsverlauf und sind durch einen Autounfall, der alle Schicksale nachhaltig beeinflußt, direkt miteinander verknüpft.
Die große Stärke des Films ist dessen Authentizität, die einen von Beginn an mitreißt. Die harten Lebensumstände dieser Stadt werden mit schonungsloser Härte porträtiert.
Darstellung, Schnitt und Musik sind auf hohem Niveau. Die einzig größere Schwäche des Films ist der mittlere Handlungsstrang um die Beziehung von Daniel und Valeria. Im Vergleich zu den anderen beiden Geschichten fällt diese doch merklich ab und raubt dem Film an Intensität.
Dennoch ist Alejandro González Iñárritu mit seinem Spielfilmdebüt direkt ein großer Wurf gelungen. Ein schockierend, ehrliches Werk über das Streben nach Liebe.

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Roolfer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich muss gestehen, ausschlaggebender Grund mir Amores Perros anzusehen, war der übergeile Soundtrack von Control Machete, der dem Trailer erst diese wahnsinnig intensive Atmosphäre verleiht. Einfach nur WOW! Deswegen war ich erst ein kleines bisschen enttäuscht, das Lied weder während des Filmes noch in den Credits wiederfinden zu können. Es hätte doch so gut zum Ende gepasst. So musste ich mir jedenfalls etwas deprimiert eingestehen, dass der geile Soundtrack gar kein Soundtrack ist. Getröstet hat mich dann "nur", dass der Film auch ohne meinen Wunschsong absolute Spitzenklasse ist. Absolut authentisch, atmosphärisch und emotional. Wahnsinns Film!

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matthy2003

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Bewertung5.0Geht so

Die zweite Geschichte zieht den Gesamtfilm derart runter, dass es von eigentlichen 7-8 Punkten nur noch 5 sind

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Nagelfar

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Same here...


TheDrPepperPower

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and here! Dieses bescheuerte Rumgesuche nach ihrem Hund, das gleichzeitig die Suche nach ihrem alten Leben symbolisieren soll, war so lächerlich schlecht konzipiert und umgesetzt, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen.


Irrelevant21

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiges Kino Debüt des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu , welcher es schafft in diesem filmischen Meisterwerk , Emotionen wie Liebe und Hass , nahezu perfekt darzustellen , sodass diese den Zuschauer nicht mehr loslassen und er selbe für die verschieden Charaktere empfindet. Jene werden von allen Schauspielern überdurschnittlich gespielt , besonders bemerkenswert ist dabei mir Emilio Echevarría aufgefallen , welcher die Trauer gegenüber seiner Tochter so realistich und überwältigend schauspielerte , das ich bei dem Schlusstelefonat den Tränen nahe war. Ebenfalls emotional mitgenommen , haben mich die teilweise doch sehr detailreich dargestellten Hundekämpfe . Dagegen hatte sich ja bereits die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals beschwert als der Film 2000 herauskam . Das Konzept der drei Episoden , bei denen sich die Personen verknüpfend auch über den Weg laufen gefällt mir ebenfalls sehr gut und ich kann dem Film nur jedem entpfehlen der mal etwas anderes als dieses Hollywood Mainstream Kino sehen möchte .

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sam_ace_rothstein

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Bewertung9.0Herausragend

"Grösser als Pulp Fiction" gemäss Süddeutschter Zeitung. Das ist Amores Perros nicht, aber Amores Perros ist ein überdurchschnittlich guter Film.

In Amores Perros lernen wir in 3 unterschiedlichen Episoden mehr über das Leben in Mexico City. Die Episoden könnten verschiedener kaum sein. In der ersten Episode lernen wir Octavio kennen, der mit Hundekämpfen genug Geld verdienen will, um mit seiner Schwägerin durchzubrennen. In der zweiten Episode geht es um das Model Valeria. Ihr Leben ändert sich blitzartig nach einem Schweren Unfall. In der letzten Episode versucht ein alter ehemaliger Auftragskiller mit seiner Tochter Kontakt aufzunehmen.

Diese 3 Episoden haben nichts miteinander gemeinsam, bis auf ein tragisches Ereignis, welches all diese Leute verbindet.

Alejandro Gonzalez Inarritu hat mit Amores Perros ein emotionales, bewältigendes und sensibles Drama erschaffen, man sieht, wie kostbar das Leben ist und das ein einziges Ereignis ausreicht, um unser Leben für immer zu verändern.

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jacker

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"21 Gramm" ist bei mir auch lange her, aber ich erinnere mich in SEHR bewegend empfunden zu haben.


sam_ace_rothstein

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@ Jacker Da hast du recht. Finde alle Filme die ich von Alejandro Gonzalez Inarritu gesehen habe bewegend. Dieser Mann ist ein Künstler.


benutzerbenutzer

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Bewertung7.5Sehenswert

Mein erster Film von Inarritu hat mich leider doch etwas enttäuscht zurückgelassen. Zwar hat die komplexe Geschichte durchaus ihren Reiz und wirkt stets gut durchdacht, inhaltlich hat das Ganze aber nicht gerade sonderlich viel zu bieten. Vielmehr zeigt der Regisseur in seinem Debütfilm Episoden aus dem normalen Leben, was sicherlich auch eine gewisse Daseinsberechtigung hat, die damit verbundene Aussage bleibt mir allerdings rätselhaft. Dadurch wirkt der Film mitunter etwas langatmig und auch die Figuren verhalten sich manchmal sehr seltsam. Aber ich will den Film hier nicht schlechter machen als er ist, denn vor allem inszenatorisch und schauspielerisch gibt es nichts zu bemängeln (gerade die Anfangssequenz ist grandios), und auch die Art und Weise, in der die Verhaltensweisen der Hunde und ihrer Besitzer gegenübergestellt werden - meistens zerfleischen sie sich gegenseitig - ist grandios. Darüber hinaus weiß die Kameraführung, die den Zuschauer immer wieder ganz nah ans Geschehen heranbringt, zu beeindrucken.

Fazit: Zum von mir erhofften Meisterwerk hat es leider nicht gereicht, sehenswert ist Inarritu's Regiedebüt aber allemal. Als nächstes steht dann wohl "21 Gramm" auf dem Programm.

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MrDepad

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Bewertung9.0Herausragend

Das Debüt "Amores Perros" zeigt schon die herausragenden Fähigkeiten von Regisseur Alejandro González Iñárritu. Alles, was auch die Nachfolgewerke auszeichnet, findet sich bereits in diesem Film wieder. Die Handlung spielt sich episodenhaft ab, hier aber noch nicht so sprunghaft wie in seinen anderen Filmen, sondern aufgeteilt in 3 große Storysegmente. Der Cast besteht fast nur aus unbekannten mexikanischen Darstellern, die großartig spielen und sehr authentisch wirken. Sie führen den Zuschauer durch eine Geschichte, die mit Gewalt, Liebe, Verlust, Trauer und Schmerz vollgepackt ist. Was mich besonders beeindruckt hat, war wie Iñárritu die Beziehung zwischen Mensch und Tier umgesetzt hat, in diesem Fall zwischen Hund und Mensch. Hunde spielen in jedem Handlungsstrang eine große Rolle und mir ist aufgefallen, dass sie genau das Verhalten ihrer Besitzer wiedergespiegelt haben. Hundeliebhaber werden also mit einigen sehr tollen Momenten belohnt, allerdings gibt es aufgrund der Hundekampf-Thematik zu Beginn des Films auch einige sehr brutale Szenen zu sehen. Der Film leidet ein wenig an seiner Überlänge, ich empfand ihn nicht ganz so intensiv wie seinen Nachfolger "21 Gramm", aber dafür bekommt man mit "Amores Perros" den rohsten und schonungslosesten Film von Iñárritu geboten, in welchem die Figuren am ehrlichsten und realistischsten wirken. Ein kraftvoller und beeindruckender Erstlingsfilm, der sich keinesfalls vor seinen ebenfalls großartigen Nachfolgern zu verstecken braucht.

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dustyOn3

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Bewertung10.0Herausragend

Alejandro González Iñárritu. Ein Mann, ein Regisseur, der mit seinen Filmen Geschichte(n) schreibt. Mein erster Film von ihm war "21 Gramm". Er konnte mir leider nicht das geben, was ich gesucht habe. Da ich aber für alles zugänglich bin, und der Name Iñárritu offenbar für Abwechslung steht, war mein nächstes Ziel ein älteres Werk von ihm. Ich entschied mich für "Amores Perros". Auf einen Trailer verzichtete ich dieses Mal, da mich der Trailer von "21 Gramm" ziemlich neugierig machte, der Film jedoch enttäuschte. Somit war es im Grunde genommen ein Sprung in das kalte Wasser. Und manchmal braucht ein Mensch einfach Abkühlung.

Kühl ist ein gutes Stichwort, denn wie ist das Leben? Richtig: Eiskalt und grausam. Naja, nicht immer. Aber das Leben ist nicht fair. Und es ist hart. "Amores Perros" steht für mich für das Leben. Die beiden Wörter stehen für Ungerechtigkeit, Gerechtigkeit, für Hass und für Liebe.

42. Viele Menschen behaupten, dass das die Antwort auf das Leben sei. Nicht nur auf das Leben, sondern auf alles was wir fühlen, schmecken, riechen, sehen und denken. Douglas Adams hat es einigen ziemlich leicht gemacht. Egal ob es nur Spaß, oder sogar Ernst ist. Das Leben ist ein weitaus komplexeres Rätsel, als der Mensch in seiner unendlichen Dummheit überhaupt zu erkennen vermag. Zum Glück gibt es Menschen wie Iñárritu. Herr Iñárritu macht es seinen Zuschauern schwer. Nachdenken ist das Ziel. Selber philosophieren. Unterhaltung in Form einer Erkenntnistheorie, die jeder für sich selber ausarbeiten kann. Sicherlich will er mit diesem Film bestimmte Aspekte ansprechen, jedoch ist der Zuschauer fast schon selber der geheime Darsteller, welcher sich bei einer reflektierenden Anschauung, den Sinn selbst erklärt.

An dieser Stelle ein kleines Zitat von Thomas Carlyle:

"Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt."

Ich persönlich, habe meine eigenen Schlüsse gezogen.

"Amores Perros" ist der ehrlichste Film, den ich jemals gesehen habe. Viele Filme lügen um zu unterhalten. Iñárritu wollte eine Unterhaltung mit einem komplett gegenteiligen Konzept erreichen. Und das funktioniert. Dokumentativ in Szene gesetzt, fängt er die simpelsten Momente im Leben von verschiedenen Personen geschickt ein und baut das Ganze zu einem komplexen Gerüst zusammen. Für mich ist der Film trotz seiner ungeheuren Bitterkeit absolut nicht melancholisch. Der Film strotzt nur so vor menschlicher Stärke und das hat mich unglaublich beeindruckt. Ein wahres Meisterwerk.

Ich bin soeben ein großer Fan von Iñárritu geworden, denn obwohl mir "21 Gramm" nicht gefallen hat, so hat er mit "Amores Perros" genau ins Schwarze getroffen. Dieser Mann hat zwar eine ganz bestimmte Handschrift, jedoch ist jeder Film ein neues Erlebnis. Meine nächste Station wird "Babel" sein. Ebenfalls ohne Trailer.

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_Garfield

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"Babel" <3


dustyOn3

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Ach, Garfield lässt auch mal wieder einen Kommentar da! Das freut den dusty aber (Auch wenn's nicht wirklich Personenbezogen war). :-)

@ Punsha: Danke dir. Habe den Lachs schon hier liegen, kanns kaum erwarten. ;-)


hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wenig skeptisch war ich am Anfang ja schon. Auf dem Cover stand: „Größer als Pulp Fiction.“ – Süddeutsche Zeitung. Eine gewagte Behauptung, die ich nicht unterstütze. Den Vergleich halte ich schlichtweg für nicht angebracht. Die Erzählweise ähnelt zwar der von "L.A. Crash", aber "Amores Perros" ist so viel besser und auf seine eigene Weise ein besonderer Film.
Drei Episoden. Drei unterschiedliche Geschichten, die in Mexico City spielen, sich schicksalhaft kreuzen und die eine Gemeinsamkeit verbindet: Hunde.
Die erste Episode handelt von dem jungen Octavio, der mit Hundekämpfen Geld verdient, um mit Susana, der Schwester seines gewalttätigen Bruders, zu fliehen. In der zweiten Episode geht es um Daniel, einen Verleger, der seine eigene Familie verlässt, um mit dem Supermodel Valeria und ihrem Hündchen zu leben. Und die letzte Episode erzählt die Geschichte des Obdachlosen "El Chivo", der nur seinen Rudel Hunde hat und zwischendurch als Auftragsmörder "arbeitet". Als er herausfindet, dass seine Frau gestorben ist, möchte er seine Tochter wiedersehen, die ihn gar nicht kennt.
Dem mexikanischen Regisseur Alejandro González Iñárritu ist mit "Amores Perros" ein kleines Meisterwerk gelungen. Ein Meisterwerk, das sich komplett von anderen Filmen unterscheidet und den Zuschauer mit seiner Darstellung erreicht. Kamera, Musik, Schnitt und alles, was es noch so gibt, sind brilliant. Die Atmosphäre? Intensiv. Dreckig. Natürlich. Zwar kenne ich nicht die GENAUE Lebenssituation in Mexico City, doch der Film strahlt eine solche Realitätsnähe aus, dass ich einfach nicht anders kann, als ihn als Realität zu akzeptieren. Eine Realität, die mich richtig traurig macht. Eine Welt der Brutalität, Kälte, Grausamkeit, Unmenschlichkeit - die bestialische Seite des Menschen. Deshalb stellen die Hunde in dem Film ein gewisses Motiv dar. Auch der Mensch ist (oft) wild und rücksichtslos, wenn seine Natur die Überhand über ihn gewinnt.
Am stärksten finde ich die erste Episode, am bewegendsten und interessantesten die dritte, und am schwächsten die zweite, weil diese Geschichte ein bisschen zu oberflächlich und belanglos erscheint. Dennoch ist der Film als Gesamtwerk ganz groß. Die Geschichten werden geschickt miteinander verbunden und erzählt und auch an der Inszenierung kann man nicht meckern.
Auch wenn der Film seine Längen hat (ganz viele Szenen, die dem Regisseur wichtig waren, jedoch nicht nötig, wurden sogar herausgenommen) und das Drehbuch vielleicht hätte besser sein können, ist "Amores Perros" ein Film, der mich nachdrücklich berührt hat und an den ich wahrscheinlich immer denken werde, sobald ich einem gefährlich erscheinenden Hund über den Weg laufe.

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Timo K.

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Denk' dir ein Like dazu. ;)


fkfilmkritik

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Bewertung7.0Sehenswert

Nun kann auch ich mir endlich ein endgültiges Bild über Iñárritu´s Episoden-Trilogie machen. (Für mich hält "21 Gramm" die Spitze und "Babel" schaffte es leider meiner Meinung nicht mehr an diese beiden Teile heran.) In einem Teil widmet er sich dem fiesen Nutzen von Kampf-Hunden. In dem anderen Teil zeigt er die starke Liebe zum Hunden. In einem Teil wird gezeigt, wie sich das Züchten von Kampf-Hunden auf andere Hunde auswirkt.

"Amores Perros" beginnt - wenn man mal die Eingangsszene weglässt - immer ruhig mit Glück. Es sind wir Menschen, die alle Träume, Hoffnungen fallen lassen. Wenn man, obwohl man sein Limit schon längst überzogen hat noch einmal nachhaken muss. Man siehe den letzten Hundekampf, man siehe das ewige Suchen nach dem Hund unter den Boden. Es sind dabei alles Charaktere, die sich nicht absprechen, die nicht über Probleme reden. Die sich belügen, sich verachten ohne Grund. Die etwas wollen, was nicht im entferntesten erreichen zu sein scheint und dennoch ihr Leben auf´s Spiel setzen. Grandios gelingt im dabei immer wieder bestimmte Aspekte erstmal im dunklen zulassen und sie nachher zu behandeln. Besonders auffällig ist dies bei de Crash, der aus drei Perspektiven gezeigt wird und letztlich der Geschichte den Punkt bringt in dem die Figuren alle Aufeinander treffen. Alle drei sind in anderer Stimmung. In einem Auto herrscht Angst und Hektik. In einem Hoffnung. Und so macht ein Knall die Hoffnung zunichte und die Angst wird zur Einsamkeit, während die dritte Person einschreitet und in erster Linie nichts weiter tut, als zu helfen.

Iñárritu´s Debüt gilt nicht umsonst als einer der ersten Klassiker des neuen Jahrhunderts. Die Charaktere, die sich durch unerreichbare Wünsche immer selbst runterziehen geben "Amores Perros" eine ungeheuer fesselnde Realitätsnähe. Iñárritu´s Film ist gnadenlos, konsequent, ehrlich, faszinierend, schockierend und ernst, dabei aber nie zu ernst. Ein grandioser, deprimierender Film, der zwar ein bisschen mehr Charme als "21 Gramm" und "Babel" hat, aber trotzdem einige ungeheuer schockierende Szenen mit sich bringt. Dabei gibt es auch eine ebenso drastische wie poetische Bebilderung und Inszenierung. Irgendwo zwischen einfühlsam und hochdramatisch. Ich schaue glaube ich zu viele deprimierende Filme, aber wenn sie so gut sind sage ich einfach nur: Augen zu und durch!

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timotion

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Weil wir auch das sind, was wir verloren haben.“ - beschreibt diesen Episodenfilm wohl so passend wie es nur möglich ist. Tolles Werk.

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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Unbekannte und somit völlig unverbrauchte Gesichter in einer Episodenerzählung, die drei Geschichten miteinander verbindet, welche mehr oder minder Liebe und Hass zwischen Mensch und Mensch, Hund und Mensch und schließlich Hund und Hund schildert. Immer wieder streifen sich die Geschichten bzw. werden miteinander verwoben, wie es sich für einen guten Episodenfilm gehört.
Nur schade, dass die mittlere Geschichte arg schwächelt und somit den Gesamteindruck entscheidend trübt.

Dennoch ein wirklich interessanter Film, den man gesehen haben sollte!

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TheDrPepperPower

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Beachtlich, dass kaum jemand bemerkt, wie furchtbar die 2. Geschichte ist. Hat mir den Film ziemlich zerstört.


cpt. chaos

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Hätte man drauf verzichten können - manchmal ist weniger mehr!


Sigmund

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Bewertung9.0Herausragend

Private Filmgeschichtchen, Folge 12:
Ich habe mal eine Zeitlang in einer Videothek gejobbt – eine Arbeit, die ich jedem Filmliebhaber nur empfehlen kann. Unter anderem, weil man mit so manchem Kunden spannende Gespräche über Filme führen kann. Und weil man etwas über unterschiedliche Geschmäcker lernt. Aber auch, weil man Dinge erlebt, die man nicht so schnell vergisst.
Einmal fiel mir auf, dass AMORES PERROS – Inarritus kraftvolles Debüt über drei Menschen, deren Schicksale sich bei einem Autounfall kreuzen – schon länger überfällig war. Überfällig heißt: Der Kunde hat die DVD nicht wie üblich am nächsten Tag zurückgebracht. Da wir den feinen Film in der Videothek nur einmal hatten, sah ich im Computer nach, wer ihn nun schon seit einer Woche „aus dem Verkehr zog“, und war etwas überrascht – denn es war ein sympathisches Pärchen, Stammkunden, mit denen ich schon etliche nette Filmdiskurse hatte und die normalerweise so gut wie täglich zusammen vorbeischauten.
Ich dachte mir, vielleicht sind sie in Urlaub gefahren und haben dabei glatt vergessen, den Film wieder abzugeben. Eine andere Erklärung kam eigentlich nicht in Frage.
Eine weitere Woche Abwesenheit erhärtete den Verdacht. Zu diesem Zeitpunkt schickten wir immer eine schriftliche Erinnerung an den säumigen Kunden raus.
Nach drei Wochen brachte die Kundin den Film alleine zurück. Sie wirkte sehr bedrückt, so hatte ich sie noch nie erlebt. Auf die Frage, warum so spät, sagte sie, worauf niemand von uns vorbereitet war: Ihr Freund sei vor drei Wochen bei einem Autounfall ums Leben gekommen...
Sie bezahlte die Nachgebühr, verließ den Laden, und ich habe sie nicht wieder gesehen. Doch immer wenn ich diesem Film begegne, denke ich an die beiden.

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Sigmund

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Das freut mich!


Sigmund

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Oh, dankeschön! Ich nehm's mir zu Herzen :)


Sufu

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Bewertung9.5Herausragend

"Mein Gott, so ein Elend", sowie eine leise Liebeserklärung an Hunde.

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Mavrocordato

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Meine Güte, was ein abgefuckter Film.

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bluelapislazuli

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Obwohl der Film wirklich lange dauert, hat er mich die ganze Zeit über gefesselt. Die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie. Die Handlung ist brutal und faszinierend zugleich. Besonders mitgenommen hat mich die erste Story, was vor allem an der großartigen Leistung von Gael Garcia Bernal lag. Danach hab ich erstmal eine Weile gebraucht um wieder in der eigenen Realität anzukommen. Fazit: Ein Film, der einem länger im Gedächtinis bleibt.

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Die erste und die dritte Story kämen, leichte Kürzungen vorausgesetzt, schon auf lockere 8 Punkte. Gut, gewisse Spannung, interessante Charaktere. Das Problem ist die mittlere Story, die am einfachsten komplett hätte weggelassen werden können, denn nichts daran interessiert mich auch nur im Ansatz. In Summe also ein Film mit Potential, der aber an seinen Längen (eine davon der Mittelteil) etwas scheitert.

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facepalm

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Bewertung9.0Herausragend

Stellt euch mal kurz ein kleines Männchen in mir vor, blond mit blauen Augen meinetwegen, und nennen wir es "Begeisterung". Okay, also der Begeisterung ist in mir eingezogen nachdem ich "21 Gramm" gesehen hatte. In seinen Adern flossen bis vor wenigen Tagen die Bilder, die ich aus diesem Film in Erinnerung hatte, er atmete die Gefühle, die ich währenddessen und danach empfand und er ernährte sich von dem Gedanken, wozu Filme heute im Stande sein können, der Hoffnung, die er daraus ziehen konnte und nicht zuletzt von der Gewissheit, dass dieses filmische Ereignisse hier im Schrank stand und nur darauf wartete, erneut angeschaut zu werden. Das alles hatte zur Folge, dass ich mir vor ein paar Tagen "Babel" angesehen habe - und seitdem saß der kleine Begeisterung zusammengekauert in einer dunklen Ecke in mir, schluchzte ab und zu und verfluchte sich selbst. Er wartete auf etwas, irgendwie wollte er jetzt noch nicht sterben, er saß einfach nur da, starrte auf den Boden und wartet ab. Und ich wusste nicht worauf. Doch jetzt weiß ich es. Gestern war es soweit. Ich hab mir "Amores Perros" angeschaut und Begeisterung machte in den ersten 10 Minuten Luftsprünge, feierte und brüllte, war wieder voller Lebensfreude.

Danke, danke, danke! Inarritu hat mit Amores Perros ein sehr intensives Drama geschaffen, dass ich mich in den ersten 45 Minuten wie ein Schnitzel gefreut habe. Dichte Kamera, grandios tiefe Charaktere, spannende Gespräche und ein Plot, der einen einfach nur vor den Bildschirm fesselt. "Amores Perros" ist da vielleicht der falsche Titel, tatsächlich geht er mit Hunden deutlich ins Gericht - doch genau da trifft die Faust den Magen am besten. Ich werde einen Teufel tun und irgendwas erzählen von der Geschichte, die hier erzählt wird, und wenn ihr den Film noch nicht kennt und ihn euch anschauen wollt, dann solltet ihr euch keine Beschreibungen durchlesen, denn das habe ich auch nicht gemacht. Ich wusste nicht was mich erwartet, daher war ich komplett unvoreingenommen und ich glaube, dann kann er seine volle Intensität entfalten. Es ist schon länger her, dass mich ein Streifen so vor den Bildschirm fesseln konnte, dass ich einfach nicht aufs Klo gehen wollte, das Telefon sollte halt klingen und die leere Chipsschüssel war mir herzlich egal - will wissen wie's weiter geht. Nach diesen 45 Minuten drückt Inarritu ein wenig auf die Bremse und nimmt sich Zeit, die zweite Episode einzuleiten. Das ist beim ersten Schauen weniger spannend als das vorher gesehene, aber je weiter die Episode fortschreitet desto deutlicher wird, das alles was man bisher als "langweiliger" empfunden hat, notwendig war. Quasi das Ausholen der Faust. Je weiter man schaut, desto mehr Wucht steckt hinter dem Faustschlag, der dann kommt. Ganz plötzlich entlädt sich alles in dieser Geschichte mit einem Knall, man sitzt wie geschlagen vor dem Bildschirm und liebt Inarritu für dieses Erlebnis. Schnitt. Dritte Episode. Gleich von Anfang an sehr dunkel und traurig, weil der Charakter in dieser Geschichte während der vergangenen beiden schonmal auftauchte - kurze Szenen zwischendurch bei denen man nicht wusste, was das soll. Verfolgen wir den Charakter dann einzig und allein, wird alles klar - hier ein cleverer Kniff im Drehbuch, denn anstatt die Episoden nur hintereinander weg zu erzählen, verwebt Inarritu sie in der ersten Episode ein wenig eineinander, um den Knoten nach der dritten wieder zu lösen - sehr schön. So sieht das also aus, wenn man sich Gedanken über ein Drehbuch macht. Und sowas kommt dann dabei raus. Ganz besonders bedanken möchte sich mein kleiner Freund Begeisterung bei Gael García Bernal, der hier als Octavio alles gibt was geht und wirklich eine Bereicherung für dieses ganze Projekt ist - ein grandioser Schauspieler und sympathischer Typ. Danke dafür. Und jetzt fehlt nur noch, dass ich mir 21 Gramm mal wieder anschaue. Viel zu lange ist's her - der Kleine ist hungrig.

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facepalm

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Dankeschön, ja sind alle sehr verschieden, mich hat Babel am wenigsten überzeugt.


filmschauer

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Hat sich also gelohnt. :) Gehe d'accord mit Wertung und Kommentar, obwohl interessanterweise meine Chronologie an Inarritu-Erstsichtungen mit "Amores Perros" -> "Babel" -> "21 Gramm" etwas unterschiedlich ist.



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