Beate Uhse - Das Recht auf Liebe

Beate Uhse - Das Recht auf Liebe (2011), DE
Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
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von Hansjörg Thurn, mit Franka Potente und Erich Krieg

Der Film erzählt die Geschichte der Beate Uhse von 1945 bis 1972. In den letzten Kriegstagen landet eine junge Frau mit ihrem zweijährigen Sohn Klaus auf dem englisch besetzten Flughafen Leck in Schleswig-Holstein. Die Freude über die gelungene Landung auf vermeintlich sicherem Gebiet währt nicht lange. Beate, geborene Köstlin, verwitwete Uhse, wird als deutsche Pilotin in britische Kriegsgefangenschaft genommen, ihr Sohn dem deutschen Roten Kreuz überführt. Nach einem Unfall des Gefangenentransports wacht Beate Uhse schwer verletzt in einem britischen Lazarett auf. Ihr Bettnachbar, der Anwalt Georg Tauber, lässt seine Beziehungen spielen und bringt Klaus zurück zu seiner Mutter. Dieses Wiedersehen gibt der Verletzten die Kraft, sich über die ärztliche Diagnose “nie wieder laufen zu können” hinweg zu setzen. Beate Uhse kämpft, trainiert, trotzt den Schmerzen. Und schließlich kommt der Moment, da sie das Lazarett mit Klaus verlassen darf. Heimat- und wohnungslos trifft sie auf Ewe Rotermund. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch. Ewe nimmt Mutter und Sohn mit in seine Flüchtlingsunterkunft. Ausgerechnet hier im Pastorat berät Beate dieanderen Frauen in Sachen Verhütung. Angesichts der aussichtslosen wirtschaftlichen Lage möchte keine von ihnen ungewollt schwanger werden. Dafür landet Beate Uhse samt Ewe und Klaus wieder auf der Straße. Schon 1946 beginnen sieund Ewe die legendäre “Schrift X” über die Knaus-Ogino-Verhütungsmethode zu vertreiben. Die “Schrift X” wird ein Renner. Bis 1949 verkauft sie sich zirka 32 000 Mal, das Stück für ein bis zwei Mark, und sichert damit Beate Uhse das Startkapital für eine eigene Firma. Der Aufklärungsbedarf im prüden Nachkriegsdeutschland ist enorm. Und zu den Ratgebern, Katalogen und Schriften kommen bald Kondome und andere Artikel. Dann wird ausgerechnet die Verhütungsexpertin ungewollt schwanger. Beate Uhse und Ewe Rotermund heiraten; seinen Nachnamen nimmt sie für ihr familiäres und bürgerliches Leben an. Privat und beruflich sind die Rotermunds ein Dream Team. Mit steigendem Umsatz wird der Beate-Uhse-Versand mehr und mehr zum gesellschaftlichen, moralischen Problem. Aufgrund des “Unzuchtsparagraphen” §184 wird Beate Rotermund mit ihrem Versand immer wieder vor Gericht zitiert. Staatsanwalt Martin Volke, angestachelt vom Volkswartbund, schreibt sich auf die Fahnen, der Uhse das Handwerk zu legen. Eine Klagewelle bricht über die Firma herein. Georg Tauber, ihr ehemaliger Bettnachbar im Lazarett, kämpft als Anwalt an ihrer Seite und hat ebenso einfallreiche Ideen, der Staatsanwaltschaft immer wieder zu entkommen, wie Beate Uhse selbst. All das wächst Ewe Rotermund über den Kopf. Er möchte mit dem erwirtschafteten Vermögen aussteigen, ein ruhigeres Leben führen und nicht länger dem Spott und den Vorurteilen von Beates Gegnern ausgesetzt sein. Beate jedoch will der Prüderie und der sexuellen Unwissenheit in Deutschland ein Ende setzen. Nach zig Verhaftungen, Hunderten von Anzeigen und entgegen aller Anfeindungen eröffnet sie 1962 ihren ersten Laden für “Ehehygiene”. Die gesellschaftliche Ausgrenzung und die unterschiedlichen Lebensziele treiben die Eheleute weiter auseinander. Als Ewes Affäre mit der Haushälterin Helga eine ernstere Beziehung wird, bricht für Beate Uhse eine Welt zusammen. Ewes Auszug aus dem gemeinsamen Heim zerstört ihre Hoffnung auf ihren ganz großen Traum von der glücklichen Familie.

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Kommentare (7) — Film: Beate Uhse - Das Recht auf Liebe

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NewYork1998

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Also alle die den Film schlecht bewertet haben, haben das Leben nicht verstanden!
Die Schauspieler sind auch gut gewählt, sie passen zu den Rollen.
Ich versteh euch echt alle nicht ;D

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lumpenerna

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<Also alle die den Film schlecht bewertet haben, haben das Leben nicht verstanden!> Gefällt mir!


NewYork1998

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nee deshalb bin ich noch nich erwachsen, aber ich habe sehr sehr sehr viel gelernt. Über das verkaufen und Prinzip und das wird in diesem Film eben auch klar! Und dass Beate Uhse nicht aufgibt bis sie hat was sie will :)

lumpenerna :D gut^^ mir auch ;)


renefischer

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Bewertung3.0Schwach

Ehrlich gesagt habe ich mir deutlich mehr erwartet. Selbst für eine Fernsehverfilmung war dieser Streifen viel zu schlecht.

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Moppel1984

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Bewertung1.0Ärgerlich

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie unglaublich schlecht diese Verfilmung ist. Da passt einfach gar nichts. Schlechte Schauspieler, schlechtes Drehbuch, schlechter Soundtrack und und und.....

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his_poisongirl

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich fand den Film recht ok und bin nun im Bilde über Frau Uhse ;)

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muechue

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Bewertung1.0Ärgerlich

Selten einen dermaßen schlechten Film gesehen. Die Dialog sind übel, das Drehbuch könnte von einem Grundschüler stammen, die Charaktere sind für "Biopic" total überzeichnet und unrealistisch und die realitatsnähe zur Realperson und deren Biographie nur bedingt gegeben. 1 Punkt für den Mut, sowas schlechtes zu zeigen und für Franka Potente, einfach hübsch. :-)

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eddy-movie

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Bewertung7.0Sehenswert

Auch wenn es nur eine Fernsehproduktion sein soll, find ich diesen Film durchaus sehnswert. Abgesehen davon das ich ein Fan von wahren Geschichten bin, find ich die weibliche Hauptrolle sehr überzeugend. Jedoch muss ich auch sagen, dass es ein Film für einmal oder zweimal gucken ist, aus dem man aber viel über die Aufklärung und die sexuelle Revollution lernen kann. Deswegen insgesamt 7p.

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viewer

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Bewertung3.5Schwach

Unglaublich wie sehr dröge das eigentlich doch so spannende Leben dieser Aufklärerin inszeniert ist! Damit man die vielen Infos der Hintergründe unterbringen kann, wird ihr Leben in Rückblenden erzählt, als Rahmen"handlung" (haha) sitzt sie mit einem Freund in ihrem Wohnzimmer und erzählt. Er darf dabei immer wieder so pathetische Sätze sagen wie "Das muss sehr schwer für Dich gewesen sein" oder "Du bist eine mutige Frau!".

Ansonsten beschränkt sich der Film auf das Abbilden der Fakten. Zur Figurenentwicklung liegen die Hauptdarstellerin und ihr Liebhaber dafür z.B. nachts neben einem Lagerfeuer. Er schaut in den Himmel, zieht an seiner Zigarrette und sagt verbittert "Meine ganze Kompanie fiel in Russland. Einer nach dem anderen. Es war die Hölle." Und dann erklärt er ihr wo man den großen Wagen und den Polarstern am Nachthimmel findet. Einfallsloser und aufgesetzter kann man eine Liebesgeschichte wohl nicht inszenieren.

Nach 45min musste ich umschalten, auf ARTE kommt mal wieder "Chocolat" mit Juliet Binoche. Auch hier geht es um eine aufklärerische Frau, die gegen die Widerstände der Kirche kämpft, aber mit Witz und Finesse die Sympathie der Zuschauer und auch der Dorfbewohner bekommt. Franke Potente ist einfach nur die typisch deutsche TV-Movie-Hauptfigur, die es halt sehr, sehr schwer hat und sich erhobenen Hauptes durchkämpft. Veronika Ferres hätte es nicht schwülstiger spielen können!

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Baumkopf Holzfaust

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ach was regt ihr euch so auf. Das ist immerhin ein DEUTSCHER Film und da sind die Erwartungshaltungen entsprechend niedrig.

Unsere Bildungs-, Ausbildungs- und Zertifizierungsmanie, die sich sonst quer durch alle Branchen zieht macht vor der Filmindustrie seltsamerweise einen großen Bogen. Jeder Idiot kann dort ohne jede fachliche Qualifikation eine Karriere starten und je nachdem ob er sich genügend bei der Frau des Produzenten einschleimen kann macht er eine mehr oder weniger große Karriere. Das ist schon befremdlich, wenn man andererseits in keiner Werkstatt auch nur einen Kabelbinder in die Hand nehmen darf, ohne irgendeine Quali vorweisen zu können.

Es gibt zwar die "Medienstudiengänge" aber was dort gelehrt wird hat einen Bezug und eine Relevanz zur echten Filmkunst von 5%. Der Rest ist Wirtschafts- und Theoriequatsch, ich bin Insider also glaubt mir bitte.
Am Set prallen also selbsternannte Profis (oder herumdilletierende "Autodidakten") und verkopfte, praxisferne Akademiker aufeinander, die weder zu einer zielführenden Kommunikation fähig sind und noch dazu in den wenigsten Fällen wirklich eine Ahnung von "Filmkunst" haben. Dafür Egomanie, Eitelkeit und Stutenbissigkeit dass es nur so kracht. Die schlimmsten Auswüchse dieser Zustände kann man alljährlich bei den "RTL-Eventfilmen" beobachten, dass man diesen Sender amliebsten auf "Lebenszeitverschwendung" verklagen möchte.

Beate Uhse ist halt nur ein weiterer Rohrkrepierer, was sicherlich nicht nur an der unambitionierten Leistung von Franka Potente gelegen hat.

Aber solange der deutsche Film fest in der Hand der "Ziegler/Berben/DEGETO" Mafia ist, wird sich daran wohl auch nichts ändern.


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