Bloody Sunday

Bloody Sunday (2002), IE/GB
Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm

6.6 Kritiker
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7.5 Community
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10 Kommentare
Bloody Sunday - Bild 38609
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von Paul Greengrass, mit James Nesbitt und Nicholas Farrell

Eine Friedensdemonstration verwandelt sich in ein blutiges Massaker – Das explosive, preisgekrönte Meisterwerk von Paul Greengras nach einer wahren Begebenheit. Am Sonntagmorgen des 30.1.1972 startet in Derry/Nordirland eine Demonstration für Bürgerechte. Englische Fallschirmjäger überwachen den friedlichen Zug, als plötzlich erste Schüsse fallen – es kommt zum tödlichen Massaker an den Bürgern. Diese historische Tragödie erlangte als Blutsonntag tragische Berühmtheit und ließ den Nordirland-Konflikt erneut entflammen. Die irische Band U2 schrieb darüber das weltberühmte Lied “Sunday, Bloody Sunday”. In mitreißender Weise arbeitet Paul Greengrass diesen historischen Tag auf und stürzt den Zuschauer mitten in das blutige Geschehen.

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Kritiken (3) — Film: Bloody Sunday

evants.com: eventsandtrends.com

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7.5Sehenswert

In seinem Drama „Bloody Sunday“ arbeitet Paul Greengrass einen schwarzen Tag der jüngeren britischen Geschichte auf. Er stellt die Katholiken in den Vordergrund, mit all ihren Wünschen, Hoffnungen und auch Fehlern. Dabei lässt Greengrass auch nicht die Tatsache aus, dass der „Blutsonntag“ zur Stärkung der IRA und den folgenden Auseinandersetzungen führte. Der dokumentarische Stil passt dabei gut zum Konzept, rückt das Gezeigte in ein glaubwürdiges Bild.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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6.0Ganz gut

Die quasi-dokumentarische Darstellung verfehlt ihre Wirkung nicht, die Ereignisse scheinbar objektiv zu schildern. Der Preis dafür ist, dass die Darstellung aus dramaturgischer Sicht ein wenig langatmig und unübersichtlich ist. [...] Bloody Sunday versucht gar nicht erst, den Zuschauer in eine emotionale Geschichte zu ziehen wie es andere Nordirland-Dramen wie In the Name of the Father getan haben, die nüchternen Bilder haben eher den Charme einer Spiegel-TV Doku.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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6.5Ganz gut

Wie die notwendigen Stichworte bleiben auch die Figuren papiertrocken. Der protestantische Führer der Bürgerrechtsbewegung Ivan Cooper versucht, zu beruhigen. Ein jugendlicher Unruhestifter will nicht wieder ins Gefängnis. Der Belagerungs- und Kriegszustand wird anhand von Schlachtplänen deutlich. Die aufgeregte Handkamera will ganz nahe dabei sein. Das ist Schulfernsehen mit den notwendigen Schlagworten, ausgewogen und ohne Leben. Aber all diese falsche Bemühtheit kann die Wirkung des Unfassbaren nicht verhindern, wenn die furchtbare Hinrichtung durch die Soldaten unter Schreien und Weinen der Frauen stattfindet. Wie anders wirkte da doch “Im Namen des Vaters”, ein alter Berlinale-Sieger von Jim Sheridan, der jetzt als Produzent mitwirkte. Und auch der gleichnamige U2-Song ist viel emotionaler. Trotzdem erhielt “Bloody Sunday” völlig unverdient den Goldenen Bären der Berlinale 2002.

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Kommentare (7) — Film: Bloody Sunday

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Marti DiBergi

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Kameraarbeit fasziniert, frustriert jedoch ebenfalls oft. Die Szenen sind unübersichtlich, kurz und verwirrend. Trotzdem kommt Spannung auf, und wenn die ersten Schüsse fallen, wird das schockierende Ausmaß dieses Verbrechens eindrucksvoll aufgezeigt.

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Zunächst einmal (@masloblojew): Messen lassen an den Ergebnissen der Untersuchungskommission muss sich der Film ganz sicher nicht. Denn eines ist völlig unzweifelhaft: Bei dem Einsatz handelte es sich um ein durch nichts gerechtfertigtes Massaker, das den Irland-Konflikt noch einmal für weitere Jahrzehnte neu manifestiert hatte und weiter manifestieren wird, solange es keine Aufklärung und auch Bestrafung der Täter gibt (letzteres ist schon durch den Zeitablauf vermutlich ausgeschlossen). Und damit kommen wir auch zu einem ersten Schwachpunkt des Films: Die Hintergründe des Marsches an diesem Tag - letztlich also auch geschichtliche Hintergründe - werden bestenfalls angerissen, was zu wenig ist (sicherlich lässt sich der Irland-Konflikt nicht umfassend in einem fünfminütigen Prolog abhandeln, aber ein Mehr wäre möglich und nötig gewesen).

Der zweite "Fehler" - oder vielleicht besser: die zweite Auslassung - ist, zu wenig auf die Opfer eingegangen zu sein, und die Story auch wieder gerade einmal am Vortag beginnen zu lassen (ähnlich wie in "Road to Guantanamo", wo das "zivile Leben" der Opfer vor dem "Problem" nicht dargestellt wird). Damit reiht sich der Film in das "anonyme Opferzählen" ein, welches vor allem von offizieller Seite betrieben wird. Zwar werden die Namen der Opfer und ihr Alter in einer Pressekonferenz genannt, ähnlich dem Ende des U2-Songs (der übrigens im Abspann genau vor dieser Stelle unverständlicherweise ausgeblendet wird), aber gerade die hohe Zahl junger Opfer sollte Anlass geben, diesen auch ein menschliches Antlitz zu geben - z.B. auch Väter, Mütter, Geschwister und Freunde darzustellen (was auch wieder in Worten genannt, aber nicht mit Leben gefüllt wird).

Positiv fand ich, dass in diversen Charakteren durchaus verschiedene "Abstufungen" von Überzeugungen rübergebracht wurden, die die Menschen in dem Konflikt nicht durchgehend schwarz-weiß erscheinen ließen.

Gut, dass sich ein Film dem Thema angenommen hat, schade, dass er so einige Möglichkeiten dabei verpatzt hat.

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stralis560

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ausgezeichnete umsetzung und realitätsnah,aber schwer zu verstehender hintergrund.trotzdem sehr guter film

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waschoi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

filmisch zwar nicht perfekt, aber das thema ist einfach sehr bewegend, daher ein absoluter pflichtfilm.

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alter.native

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gut dass dieser Film wieder ins Gespräch kommt! Nach allem, was man weiß, könnte es ziemlich genau so gewesen sein. Oder hatte auf Seiten der Bürgerrechtler doch einer eine Pistole? Ganau darum geht es eben garnicht, wenn die, die die Macht haben, demonstrieren wollen und müssen, wer der Stärkere ist, um die Macht und damit die Unrechtszustände zu manifestieren. Der Film zieht uns mit seinen kongenialen Stilmitteln in den Bann der Ereignisse, aus denen es kein Entrinnen gibt.

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maslobojew

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Bewertung9.5Herausragend

Greengrass' Film ist kein Drama im klassischen, spielfilmtechnischen Sinne. Die Mittel sind ein Dokumentationsstil und die konsequent eingesetzte, sehr präzise arbeitende Handkamera. Das emotionale Schicksal einzelner Beteiligter wird nur angerissen und so liefern die Figuren kaum Identifikationsmöglichkeiten für den Zuschauer.
Für mich sind das die adäquaten Mittel, bei dem es um ein Ereignis geht, das tatsächlich stattgefunden hat. Der Stil des Films suggeriert die größtmögliche Objektivität als erster Antrieb der Filmschaffenden zur Darstellung der Vorkommnisse.
Ich empfand den Film als hart und aufrüttelnd.
Er muss sich dann an den Ergebnissen messen, die eine hoffentlich objektive Untersuchungskommission im Vereinigten Königreich noch in diesem Jahr veröffentlichen will.

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Johnny Flash

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Bewertung7.0Sehenswert

Das ist aber keine Doku, sondern: „Documentary-style drama showing the events that lead up to the tragic incident on January 30, 1972 in the Northern Ireland town of Derry when a protest march led by civil rights activist Ivan Cooper was fired upon by British troops, killing 13 protesters and wounding 14 more. Written by Anonymous “ imdb

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