Bullitt
Bullitt (1968), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Actionfilm, Kinostart 03.01.1969
7.7
Kritiker
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von Peter Yates, mit Robert Vaughn und Norman Fell
Der Polizist Frank Bullitt muss einen wichtigen Zeugen beschützen, der gegen das organisierte Verbrechen aussagen soll. Als der Mann dennoch bei einem Mordanschlag getötet wird, hält Bullitt seinen Tod geheim, um Zeit für seine Ermittlungen zu gewinnen.
Cast & Crew
-
Peter Yates
-
Robert Vaughn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Walter Chalmers
-
Norman Fell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Baker
-
Jacqueline Bisset
-
Steve McQueen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lieutenant Frank Bullitt
-
Simon Oakland
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Sam Bennett
-
Don Gordon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Seargant Delgetti
Regie
Schauspieler
-
Alan Trustman
-
Harry Kleiner
- Genre
- Thriller, Gangsterfilm, Actionfilm
- Ort
- Chicago, Flugzeug, Rom, San Francisco
- Handlung
- Arzt, Attentat, Auftragskiller, Ermittlung, Explosion, Falsche Identität, Flucht, Flughafen, Gangster, Gebrauchtwagenhändler, Hotel, Karriere, Klassiker, Krankenhaus, Kronzeuge, Leiche, Leutnant, Mafia, Mafiaboss, Mord, Pilot, Politiker, Polizeirevier, Polizist, Portier, Staatsanwalt, Sterben und Tod, Tankstelle, Telefon, Verfolgungsjagd, Vorgesetzter
- Stimmung
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Drehbuch
Filmdetails Bullitt
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Kritiken (2) — Film: Bullitt
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]„Bullitt“ ist ein ausgezeichneter Großstadtkrimi mit einem vortrefflich besetzten und gespielten Ermittler. Steve McQueen überzeugt in einer seiner berühmtesten Rollen als aufmerksamer Beobachter und grimig-entschlossener Mann der Tat. Ein wenig fehlt es dem Film zwar an einem ebenbürtigen Gegenspieler, doch der von Robert Vaughn mit selbstsüchtiger Verschlagenheit gespielte Staatsanwalt Chalmers erfüllt diesen Zweck, wenn er auch mehr Bullitts moralische Stabilität, denn sein kriminalistisches Vermögen fordert. Jacqueline Bisset bekommt wenige Szenen, verhilft ihrer Cathy darin aber zu mehr als bloß körperlicher Anwesenheit, als Bullitts loyaler Partner Delgetti gefällt Don Gordon. Die Story treibt in ruhigem Fluss voran, ganz und gar ohne langweilig oder monoton zu werden und die wenigen Action-Höhepunkte verdienen auch deshalb eben diese Bezeichnung. Der unbedingte Grad an Realismus macht „Bullitt“ schließlich als einen der frühesten Vetreter seines Genres gleichzeitig zu einem der besten.[...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Bullitt" ist ein zeitloser Klassiker, den jeder Filmfan gesehen haben muss! Wer sich nicht selbst von der Glanzleistung Steve McQueens überzeugt und die großartige Verfolgungsjagd des Films nicht gesehen hat, verpasst ein Stück Filmgeschichte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (40) — Film: Bullitt
Kommentar schreibenZigiener 2012/02/04 11:28:47
Kommentar löschenMit der Requisite hätte ich mehr erwartet.
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RoosterCogburn 2011/12/11 04:09:06
Kommentar löschenZu Film 6, den letzten Film meines persönlichen Film-Festivals und Abschluss meiner
+++ STEVE McQUEEN FILMREIHE +++
„Bullitt“ ist ein schnörkelloser, geradeaus inszenierter Cop-Film. Legendär durch eine zehnminütige Autoverfolgungssequenz in der McQueen weitestgehend bei den Dreharbeiten selbst am Steuer saß. Sehenswert ist diese schon. Vor allem wenn man sich bewusst macht, das man sich damals drei Wochen Zeit für diese Szenen nahm.
Doch möchte ich zum Rest des Filmes kommen. Sicher gehört dieser Klassiker des Polizeifilms zu den Filmen, die man als Filmfreund mal gesehen haben sollte. Dialogarm, wenige Schnitte und mit fehlender Hintergrundmusik zeigt die Inszenierung einen überpräsenten, wortkargen Steve McQueen. "Wer sich aber auf das gemächliche Erzähltempo und ein für die heutige Zeit ungewöhnliches Seherlebnis einlassen kann, wird mit einem wirklich gutem Film belohnt." Klasse Charakterzeichnungen bei denen man es noch nicht mit den "typischen Abziehbildern Hollywoods in den Hauptrollen zu tun hat." Wer sich selbst von der ausserordentlichen Darstellung Steve McQueens überzeugt hat, erkennt das 'Bullitt' ein zeitloser Klassiker ist. Subjektiv betrachtet, ist 'Bullitt' für mich nicht so herausragend wie ich ihn einst in Erinnerung hatte.
[das nächste Motto für ein Film-Festival steht noch aus]
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Hoang-Thach-Vu 2011/09/29 21:45:17
Kommentar löschenUm mal James Rolfe zu zitieren: "Two words: Steve McQueen. All you gotta do is to put his face behind the wheel of a Mustang and you have instant cinematic excellence."
Diese Beschreibung trifft auf jeden Fall auf die Verfolgungsszene in der Mitte des Films zu. Wirklich großartig gefilmt, sehr spannend und man konnte das brennende Gummi fast schon riechen. Aber worauf die Beschreibung, was mich zumindest betrifft, jedoch nicht zutrifft ist leider Gottes der Rest des Films. Ich glaube, ich hatte weniger ein Problem mit der dünnen Story, des kaum vorhandenen Scores oder der eindimensionalen Charaktere.... sonderne einzig und alleine das Pacing zog für mich den Film in die Tiefe.... es war einfach soooooooooooooooooooooooo laaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaam!!!!! Wie kann man nur so viele völlig unbedeutende Szenen dermaßen in die Länge ziehen?
Na ja, whatevs. "Bullitt" war leider leider leider Gottes nicht mein Fall und auch die Verfolgungsjagd, die auch nur 10 von insgesamt 114 Minuten füllen konnte, wird nichts an meiner Wertung ändern können :T Schade eigentlich, hab ich doch so viel von dem Film mir erhofft...!
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Burki84 2012/02/07 09:52:27
Antwort löschenGenau so ging es mir auch und Ich hab eigentlich kein Problem damit wenn ein Film sich Zeit lässt um Rollen oder Atmosphäre zu entwickeln aber die Atmosphäre wurde eher schläfrich udn die Charaktere wurden leider einfach gar nicht entwickelt. Die Verfolgungsjagd durch SF top, der Rest leider flop!
Hoang-Thach-Vu 2012/02/07 15:57:59
Antwort löschenJa, schläfrig ist glaube ich der richtige Ausdruck. Das beste Beispiel ist glaube ich die Szene in der zwei Polizisten eine Kiste auspacken... und die Szene dauert gefühlte 3 Minuten... nur auspacken, sonst nichts D: Horror!
Was für eine Bewertung hast du dem Film gegeben?
Marti DiBergi 2011/09/27 17:43:54
Kommentar löschenStylisher Krimi mit einem coolen McQueen, dessen inszenierung zwar hin undwieder längen hat, aber auch immer wieder mit starken Momenten begeistern kann.
Allein schon wegen der tollen Verfolgungsjagd ist es Wert, diesen Film mal gesehen zu haben.
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Challenger 2011/09/02 16:04:40
Kommentar löschen"Als Roadmovie Fan MUSS man diesen Klassiker einfach gesehen haben" habe ich immer wieder gelesen. Schließlich ist die Verfolgungsjagd, als Steve McQueen mit seinem Mustang den Verbrecher durch die Hügelstraßen von San Francisco scheucht, legendär. Doch schlussendlich muss ich sagen, dass bereits nach ein paar Monaten das meiste aus dem Film aus meinem Kopf verschwunden ist. Warum? Weil ich ihn einfach nicht besonders spannend. Und an dem Alter des Films kann das keinesfalls liegen! Filme wie French Connection oder auch Chinatown hatten einfach die wesentlich spannenderen Fälle zu bieten. So bleibt mir also, wie schon bevor ich den Film gesehen habe, nur die Verfolgungsjagd im Gedächtnis hängen.
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MikeC. 2011/07/17 14:06:59
Kommentar löschenNachdem Bullitt immer wieder von Cineasten für seine herausragende Verfolgungsfahrt durch San Francisco gelobt wurde und auch heute noch immer wieder darauf verwiesen wird, habe ich mir etwas anderes unter diesem Film vorgestellt. Ich hatte keinen Thriller, sondern einen Actionfilm erwartet. Trotzdem konnte er mich ordentlich unterhalten.
Bei der Verfolgungsfahrt habe ich jedoch gemischte Gefühle. Klar, die Autos sind der Hammer! Das Design! Der Motorensound! Einfach herrlich; ein Genuss für jeden Autofanatiker.
Die Szenen in der Stadt waren allerdings ein wenig enttäuschend. Mir kam es so vor, als wurden wenige Szenen aus unterschiedlichen Blickwinkeln gedreht und dann wild zusammengeschnitten, um eine ausgedehnte Verfolgung vorzutäuschen. Das fällt besonders dann auf, wenn man auf den VW Käfer achtet, der in vielen Einstellungen zu sehen ist.
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kronenhummer 2011/06/06 18:30:59
Kommentar löschenAls absoluter Klassiker des Actionfilms bietet „Bullitt“ genau das, was ich mir von einem derartigen Vertreter wünsche: Stilvolle und actiongeladene Szenen ohne dabei flach und effektüberzogen zu sein.
Schon das Intro ist großartig und wird mit stilvollem Musikeinsatz untermauert, der im weiteren Film jedoch ausbleibt. Das die Musik später im Film keine nennenswerte Rolle mehr spielt, stärkt die Konzentration auf die pure, natürliche und realistische Action noch weiter. Es folgt eine spannende Ermittlung, die von gelungenen Rahmenhandlungen, insbesondere dem Disput zwischen Staatsanwalt und Polizei sowie der schwierigen persönlichen Situation von Frank Bullitt passend eingebettet wird.
Apropos Frank Bullitt: Wer ist Frank Bullitt? Frank Bullitt ist ein extrem cooler, aber auch sturer und sehr eigensinniger Polizist, der sich von nichts aus dem Konzept bringen lässt. Oder alternativ: Steve McQueen. McQueen lebt Bullitt. Unantastbar und ohne große Worte und Erklärungen.
Erklärungen lässt dieser Film ohnehin weitestgehend missen. Die benötigt „Bullitt“ jedoch auch gar nicht. Denn gerade so wird die reine, ungetrübte und realistische Handlung geprägt. Highlight dieser sind zweifelslos die sensationellen Verfolgungsjagden, insbesondere in den Straßen San Franciscos ist McQueen unbestritten in seinem Element. Dass auch hierbei auf große Effekte im Stile moderner Verfolgungsjagden verzichtet wird ist ebenso großartig, wie der Verzicht auf jeglicher sprachliche Kommunikation während dieser zehnminütigen Jagd.
Einzig, dass die Story-Entwicklung, möglicherweise auch beeinflusst durch die fehlenden Erklärungen, kleinere Logiklücken bietet sowie der ein oder andere fragwürdige Dialog trüben das Filmvergnügen geringfügig.
McQueen lebt Bullitt. Aber Bullitt lebt auch von McQueen.
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Sigrun 2011/06/03 23:40:53
Kommentar löschenStilsicher.
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ElMagico 2011/06/03 14:38:04
Kommentar löschenEin Cop-Thriller der zwar noch einen Helden aufzuweisen hat, aber schon mit den eher dissozialen Polizisten/Detektiven der 70er liebäugelt, dennoch aber weit davon entfernt ist einen Anti-Helden der Marke Jimmy Doyle aus "French Connection" zu propagieren.
Dazu menschelt Bullit doch zu sehr, ist auf seine Art liebevoll, hat kleine Beziehungsprobleme und ist auch nicht partout auf Krawall gebürstet. Andererseits scheint er Müde zu sein. Müde von seinem Job, dem Verbrechen, der Obrigkeit...und dies macht Bullitt eben auch zum stillen Zyniker, der seinen Weg geht, dann doch mal gerne rebelliert und auch sehr Kalt sein kann. Oder Cool. Wie man es nimmt. Steve McQueen verkörpert dies jedenfalls ganz ausgezeichnet, verleiht der oben beschriebene Mitte auch in seinem Schauspiel und seiner Mimik immer wieder nahezu perfekt Ausdruck.
Auch dem Film an sich merkt man den Beginn von kleineren Umbrüchen an, es war nicht mehr die selbe Welt, die "sauberen" 50er waren lange vorbei. Und gerade bei "Bullitt" merkt man wie dies dezente Einflüsse auf der Leinwand nimmt. Sei es der grössere Einbezug ethnischer Minderheiten, das Frauenbild oder die Art und Weise der Kommunikation: alles ist etwas offener, bunter und zwangloser...alles ist aber auch ein Stück gefährlicher, härter und unsicherer. Vorallem das nachvollziehbare Verhalten und die Auslegung der Charaktere, auch wenn diese sicherlich noch etwas Klischeebeladen ist, fallen einem bei "Bullit" sehr ins Auge und sind Meilenweit vom Cop-Bild der vorherigen Dekade entfernt.
Die Story ist zwar nicht die Neuerfindung des Rades, aber spannend umgesetzt und schafft es im richtigen Moment dem Ganzen immer wieder kleine Wendungen zu geben, so dass man eventuelle Längen nicht wahrnimmt oder sie es einfach nicht gibt. Auch handwerklich bewegt sich "Bullit" im oberen Bereich und das nicht nur wegen der berühmten Verfolgunssequenz. Diese ist aber wahrlich gut gelungen und vorallem ist sie realistisch und dreckig...und ich mag eigentlich gar keine Verfolgungsjagden.
Wirklich schön sind in dieser Hinsicht aber die Bilder die "Bullitt" zeigt: das Amerika das ich gerne Bereisen würde, aber das es gar nicht mehr gibt. Ich weiss daran sind sicherlich auch so manche technischen Spielereien schuld, Kamerafilter und so Zeugs...aber das ist das Amerika wie es sich als Kind in mein Hirn brannte...und ich tu mir schwer, dieses Bild in meiner Phantasie zu revidieren.
Besonderes Lob von mir noch für den tollen Jazz/Soul-Soundtrack von Lalo Schifrin, der ist richtig gut und verleiht dem Film noch ein wenig mehr des oben beschriebenen Feelings. Und ich kannte den Mann noch nicht einmal, was für mich heisst: diggin´in the crates!
Wen ich aber schon kannte und immer wieder gerne sehe, sind Rober Vaughn und Jacqueline Bisset, letztere vorallem weil sie hier eine kleine aber feine Rolle hat und weil sie die erste Frau ist, die ich bewusst Nackt im TV sah :).
Toller Film...für mich zwar kein Meilenstein, aber er kratzt an der Tür dorthin.
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Joe Gillis 2011/06/03 16:48:06
Antwort löschenSehr schön! Macht direkt Lust, den Film mal wieder zu sehen... :)
ElMagico 2011/06/03 17:05:25
Antwort löschen:)
filmschauer 2011/06/03 19:05:48
Antwort löschenIch mag "Bullitt" ebenso, aber auch Verfolgungsjagden. :)
Alle 5 Antworten zeigen
thedirector 2011/06/05 10:49:45
Antwort löschenWunderbarer Kommentar!
Wir haben wohl auch das selbe Amerika in unserer Phantasie...^^
ElMagico 2011/06/06 00:54:15
Antwort löschenIch werd da tatsächlich manchmal Wehmütig...wir brauchen Zeitreisemaschinen!
cannibal83 2011/01/09 12:52:01
Kommentar löschen"Bullitt" minus großartige Verfolgungsjagd und Steve McQueen = Standard-Thriller. Überbewertet.
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alanger 2011/01/09 12:55:08
Antwort löschendas kannste nicht machen: "minus großartige Verfolgungsjagd und Steve McQueen". das ist wie eis ohne gefroren, wasser ohne nass, fußball ohne spieler, rinder-steak ohne rindfleich...
cannibal83 2011/01/09 13:01:05
Antwort löschenIst ja nur bildlich gesprochen. ;)
Alle 4 Antworten zeigen
mr_noname 2011/01/19 20:33:08
Antwort löschenAber gerade das macht den Film doch ganz stark mit aus...
cannibal83 2011/01/23 22:28:33
Antwort löschenNicht genug um ihn für mich zu einem Meisterwerk zu machen.
doctorgonzo 2010/12/27 15:35:42
Kommentar löschen"Detective Lt. Frank Bullitt - some other kind of cop. Pity the guy he works for."
Ja, und Captain Bennet hat es in der Tat nicht leicht. Zwar hat er den einen oder anderen sehr fähigen Polizisten im Team, aber sein bestes Pferd im Stall ist ein wenig ungestüm, um nicht zu sagen ein Mustang. Frank Bullitt ist ein Lehrbuchfall in Sachen Insubordination und trotzdem genießt er Bennets Vertrauen, also kriegt er den Auftrag den Kronzeugen des ambitionierten Staatsanwaltes Chalmers zu beschützen. Das läuft natürlich nicht so reibungslos, sonst würde der Film keine zehn Minuten dauern.
Vielleicht ist der Plot nicht der Gipfel von Kreativität oder Komplexität, aber er ist auch alles andere als langweilig und bieder. Aber das alles ist nicht das entscheidende Element.
Nicht mal die unvergessliche, grandiose, mit Schnitten und Perspektivüberlappungen verlängerte Verfolgungsjagd ist das definitive Moment dieser Geschichte, auch wenn sie trotz einiger Holperer zur unbedingten filmischen Allgemeinbildung gehört (und darüber kann es keine zwei Meinungen geben, nicht nur wegen zwei der wohl schönsten Automobile, die die Amerikaner je zusammengeschweißt haben).
Nein, es ist Terence Steven McQueen, vielfach beweihräuchert als "King of Cool" und das nicht mal zu unrecht. Der wandelbare Akteur drückte seinen Rollen stets Attribute wie tough und gewitzt auf, so auch hier.
Als Cop mit der Neigung, Vorschriften eher großzügig auszulegen und sich auf seine Instinkte zu verlassen konnte man schwerlich einen Besseren besetzen. Wenn er lässig sein Pistolenhalfter über den Pullover zieht und sich entspannt eine ansteckt, dann weiß man: es ist Zeit für coole, wortkarge, aber grenzenlos intensive Unterhaltung.
Für mich kann ein solcher Copthriller mit McQueen keinen Staub ansetzen, weil Typen wie McQueen keinen Staub ansetzen, selbst wenn sie schon dreißig Jahre tot sind.
Es gab ganz ohnehin nur wenige Leute, die wirkliche Coolness und Eleganz verköperten und es werden zweifelsfrei nicht mehr.
Neben ihm ist auch Robert Vaughn als Staatsanwalt Chalmers sehr überzeugend und neben Don Gordon als Bullitts Assistent Delgetti und Robert Duvall als Taxifahrer einer der Nebenakteure, die wenigstens in Ansätzen gegen die Präsenz des Hauptdarstellers ankommen.
"Bullitt" ist ein Klassiker, weil er eine Atmosphäre, eine regelrechte Aura generiert, die heute nicht mehr zustande käme. Und das nicht weil er eine kreative oder tiefe Geschichte oder Charakterzeichnung hätte, sondern aufgrund eines gelungen Hauptcharakters, der nicht nur ein harter Hund und guter Fahrer ist, sondern auch ein gewisses Näschen hat und aufgrund einer Dramaturgie, die zwischendurch, wie im richtigen Leben, auch mal routiniert Ruhephasen einbaut und sich nicht in permanenter Hektik ergeht.
Denn manchmal, da ist da ein Mann, nicht unbedingt ein Held, denn was ist schon ein Held? Manchmal ist da ein Mann, der passt genau da hin und so einer ist Frank Bullitt, wenn er Die Straßen von San Francisco bewacht.
Ein harter, aber lebensnaher Urvertreter seines Genres.
Ein toller Film, mit einigen Schwächen, aber einer uneingeschränkt coolen Atmosphäre, die sogar Familien einen kann, denn dies ist einer der wenigen Filme, die ich mit meinem Vater anschauen könnte, ohne dass einer von uns anfinge zu zappen. Und davon gibt es vielleicht eine Handvoll.
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RaZer 2010/12/26 19:12:27
Kommentar löschenWollen wir doch mal ehrlich sein: Die Story hat auch nicht mehr Substanz als vergleichbare Werke aus heutiger Zeit. Oft undurchdacht, nicht immer in sich schlüssig und auch sonst ziemlich löchrig. Diese Tatsache hat selbst Regisseur Yates eingeräumt. ABER der Film hat in vielerlei hinsicht das Genre bis heute geprägt. Ob nun der obercoole Cop, der sich nichts sagen lässt und sein Ding durchzieht, die arroganten Vorgesetzten oder die rasanten Verfolgungsszenen, dies alles wurde tausendfach kopiert. Besonders die geradezu legendäre Verfolgungsjagd zwischen zwei der größten Männerträume überhaupt, dem Ford Mustang und dem Dodge Charger war prägend für alles was danach kam. McQueen konnte hier voll in sein Element eintauchen und dem Film einen Esprit verleihen, ohne den dieser Film schon lange in der Versenkung verschwunden wäre.
Auch wenn er arg Staub angesetzt hat, sollte jeder gestandene Action/Thriller-Fan diesen Film kennen. Einfach weil er einer der Urväter des Genres ist.
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Conan Doyle 2010/12/21 09:11:33
Kommentar löschenDer Film selber ist eher Durchschnittsware. Wäre da nicht Mr. Cool Steve McQueen und die berühmte Verfolgungsjagd würde ihn heute wahrscheinlich keiner mehr kennen.
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lil.weeze 2010/12/16 22:04:46
Kommentar löschenDurchaus in die Jahre gekommener Polizei-Thriller, dessen unaufgeregte Inszenierung heute wohl niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt (leider), aber mit einem wie immer ultra-coolen McQueen sowie einer der berühmtesten und besten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte überzeugen kann, die ich mir, gerade in der heutigen Zeit von Schnittgewitter und CGI, immer wieder gerne ansehe.
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lioznnep 2010/09/15 11:14:22
Kommentar löschenMeiner Meihnung nach ein film den man auf 10-12 geile minuten kürzen kann. Diese paar minuten waren es mir wert ihn als dvdv zu kaufen
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Filmkenner77 2010/08/19 16:19:16
Kommentar löschenRasanter Klassiker mit tollem Steve McQueen.
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Joshdeniro 2010/07/31 23:05:34
Kommentar löschenJetzt weiß ich endlich, warum man Bullitt immer nur auf seine Verfolgungsjagd herunterdefiniert. Alles andere ist mehr OK als wohoo. Die spannenden Konflikte sind da, aber näher drauf eingegangen wird nicht bzw. schon, aber das Resultat bleibt aus. Schließlich handelt der Film mehr von den Konflikten, als vom Fall selbst. Dann möchte ich auch eine Ende sehen, dass sich komplett damit auseinandersetzt.
Chalmers sieht den Fall nur als Karriereleiter, Bullitt als den Mordfall, den es gilt aufzuklären, aus Respekt vor seinem Kollegen und dessen Familie. Bullitts Freundin Cathy sieht in ihrer Beziehung keine Zukunft und jetzt? Das Filmende greift keinen dieser Konflikte auf. Mir einfach zu wenig. Danke, dass sie zugeschaut haben, die 2h sind schon voll. Gehen sie nun bitte. SPOILER - Sie hatten doch nun ihre Leiche zum Schluss.
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Spielberg_Fan 2010/06/30 14:02:07
Kommentar löschenDer heutige Kinozuschauer würde sagen:"Welch langweiliger Film. Da passiert ja garnichts!". Der Streifen mag angestaubt sein, aber bietet die wohl coolste Autoverfolgungsjagd der Kinogeschichte. Hier merkt man die Magie des Filmschnitts und der Kamara. Ein Paradebeispiel, wie sich Kamara und Schnitt den Ball zu spielen können. Steve McQueen ist einfach perfekt für die Rolle des Cops Bullitt. So cool und lässig war nur Clint Eastwood in "Dirty Harry". Ansonsten bietet der Film die typsiche Kriminalstory, die in einem guten Showdown auf einem Flughafen endet. Michael Mann zitiert diese Szene übrigends in "Heat". Lalo Schifrin rundet das Gesamtpaket mit seinem jazzigen Score ab.
Für mich nicht das Meisterwerk, aber ein absolut sehenswerter Film.
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BobbyIII 2010/04/13 21:31:10
Kommentar löschenWenn man von dem tollen Score, der Coolness von Steve McQueen, DER Verfolgungsjagd der Filmgeschichte schlechthin und natürlich dem Kultfaktor des Films absehen würde, so wäre dieser Film nicht mehr als ein 60er/70er San Francisco-Krimi wie es sie zu Hauf gibt. Aber von diesen Dingen kann man nicht ganz absehen! ;-)
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Rezerwat 2009/12/26 22:26:18
Kommentar löschenSchon immer überbewertet...
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