Citizen Kane

US 1941

Community:

8.0

Ausgezeichnet

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Kritiker: 8.9

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Genre
Schicksalsdrama, Melodram, Drama, Biopic
Inhalt

James Foster Kane - so heißt der ehrgeizige junge Medienzar der zwanziger Jahre in Amerika. Als vielfacher Millionär herrscht er Jahrzehnte lang über unzählige Zeitungen und Radiostationen. Der Erfolg ist es jedoch auch, der ihn mit der Zeit zu einem… Mehr

Cast
Orson Welles, Joseph Cotten, Dorothy Comingore, Agnes Moorehead, Ruth Warrick, Ray Collins, Erskine Sanford Mehr
Regisseure
Orson Welles
Autoren
Herman J. Mankiewicz, Orson Welles
Laufzeit
119 Minuten

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Kritiker — Ausgezeichnet 8.9

Der Film Citizen Kane wurde von 39 Kritikern bewertet.

Kaltduscher: MoviezKult.de

7.0Sehenswert

Kein anderes Werk außer Francis Ford Coppola’s Der Pate taucht so regelmäßig in internationalen Listen auf, die den besten Film aller Zeiten suchen, wie Citizen Kane. Von Amerika bis Europa, von Asien bis Australien gilt das Gesellschaftsdrama von Orson Welles als zeitloser Klassiker, was schon erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass der Film mittlerweile 67 Jahre auf dem Buckel hat. Dementsprechend waren meine Erwartungen enorm. Enttäuscht wurde ich nicht, auch wenn ich Citizen Kane den Status als Meisterwerk absprechen würde.

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Der Cinephile: Der Cineasten-Blog

10.0Lieblingsfilm

Der beste Film aller Zeiten? Ja, tatsächlich.
Orson Welles auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Ein zeitloses Porträt über eine menschliche Selbstzerstörung, technisch perfekt, mit einer handwerklichen Kunstfertigkeit, die danach nur noch Kubrick erreichte (und vielleicht Spielberg in seinen besten Filmen). Es schadet auch nicht, das Welles als Kane vor allem sich selbst spielt.
Einziger Kritikpunkt: der wahrscheinlich größte Filmfehler aller Zeiten! Wenn Kane allein starb, wer hat dann seine letzten Worte gehört?

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

10.0Herausragend

Mit dem Jonglieren der Ebenen läutete der erst 25-jährige Regisseur Orson Welles ein neues Filmzeitalter ein. Berühmt wurde der Film auch für nie zuvor gesehene Schnitte, bizarre Kamerawinkel und verblüffende Tiefenschärfen. Nichts davon hatte der Autodidakt Welles selbst erfunden. Doch er schuf ein Kunstwerk, das bis heute fasziniert.

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Alle Kritiken (4)


Kommentare — Ausgezeichnet 8.0

Der Film Citizen Kane wurde von 1807 Mitgliedern bewertet.

filmfan90

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Orson Welles' "Citizen Kane" wurde regelmäßig von renommierten Fachzeitschriften, wie z.B. der britischen "Sights and Sounds", auf Platz 1 der besten Filme aller Zeiten gewählt.
Filmkritiker und -kenner fragen sich seit geraumer Zeit, woran das liege und ob dies gerechtfertigt sei. Eine Tatsache ist, dass nur wenige andere Filme einen derart großen Einfluss auf die Filmindustrie ausübten und für dermaßen viel Gesprächsstoff sorgten.
Dabei lässt sich der Plot des Films auf wenige Sätze reduzieren: Ein junger Reporter erhält den Auftrag, die Bedeutung des letzten Wortes, das der Medienmagnat Charles Foster Kane vor seinem Tod aussprach, zu ergründen- wer oder was könnte "Rosebud" sein? Der Reporter interviewt verschiedene Personen, die in Kanes Leben eine Rolle gespielt haben, wodurch ein sehr präzises Bild der Lebensstationen und der damit verbundenen Charakterentwicklung Kanes entsteht: wie der kleine Charles von seinen Eltern getrennt wurde, um als Kind bereits in die Welt der Reichen eingeführt zu werden, wie Kane zu der Zeitung "The NY Inquirer" kommt und aus ihr die erfolgreichste Tageszeitung der USA macht, die erste Ehe Kanes mit Emily Monroe Norton, die Kandidierung um das Präsidentenamt, die durch die Aufdeckung der Affäre Kanes mit der untalentierten Sängerin Susan Alexander scheitert, welche er daraufhin zu seiner zweiten Frau nimmt; doch auch diese Ehe geht in die Brüche und Kane stirbt vereinsamt in seinem gigantischen Anwesen "Xanadu". Die eigentliche Bedeutung des Wortes "Rosebud" (Spoiler!), die dem Reporter verborgen bleibt, erfährt der Zuschauer erst am Ende des Films: einer der Entrümpler, die den schier unendlichen Besitz des verstorbenen Kane ausrangieren und vernichten, wirft den Schlitten, mit dem der kleine Charles sich gegen Walter P. Thatcher, den Mann, in dessen Hände Charles' Eltern ihren Sohn gegeben haben, gewehrt hatte, in einen Verbrennungsofen; auf dem Schlitten steht die Aufschrift "Rosebud". Bei den letzten Worten Kanes handelt es sich weniger um die Erinnerung an jenen Schlitten, als um die Frage, wie sich sein Leben ohne seinen unendlichen Reichtum entwickelt hätte. Mit dem Moment, in dem Kane von seinen Eltern getrennt wurde, wurde das Leben des Kindes in eine bestimmte Richtung geleitet und determiniert. Der sterbende Kane, der zahlreiche private Tragödien überstehen musste und stets im Begriff war, an seinem eigenen Größenwahn zu scheitern, erinnert sich an seine verschneite Heimat (er hält eine Schneekugel in der Hand, die er im Moment seines Todes fallen lässt) und stellt sich die Frage nach dem alternativen Werdegang, den er wohl ohne den Fund der elterlichen Goldmine durchschritten hätte. Warum ist dieser Film, der nun 68 Jahre alt ist, immer noch so berühmt und worin besteht sein revolutionärer Charakter?
Orson Welles gestaltete seinen Film für damalige Verhältnisse außergewöhnlich experimentell, d. h. der Film folgt keiner chronologischen Struktur, sonder portraitiert Kane aus der subjektiven Sicht seiner Mitmenschen, die dem Reporter die Lebensabschnitte, die sie mit Kane verbrachten, beschreiben. Hinzu kommt ein sehr geschickter Handgriff Welles‘, dass er internationale Persönlichkeiten des damaligen Zeitgeschehens gekonnt in die Handlung integrierte und dem Film damit ein hohes Maß an Authentizität verlieh. Herausragend sind des Weiteren die Kameraeinstellungen, man denke z.B. nur an die Aufnahmen von „Xanadu“ am Anfang des Films, und die Licht/Schatten- Effekte, die in gewisser Hinsicht schon den „Film Noir“ vorwegnahmen. Auch schauspielerisch stellte der Film eine große Innovation dar, da die von Lee Strasberg entwickelte Schauspielmethode des „Method Acting“ (welche ihrerseits auf der legendären „Stanislawski- Methode“ basiert) bei den Dreharbeiten Anwendung fand: nahezu ohne jegliche Distanz spielt Welles die Rolle des Medien- Tycoons, man könnte sagen, er IST Charles Foster Kane; selten habe ich in einem anderen Film eine derart überzeugende schauspielerische Leistung gesehen.
„Citizen Kane“ ist allerdings nicht nur auf Grund seiner Innovationen, die letztlich „nur“ von filmhistorischem Wert sind, auch heutzutage noch sehenswert, sondern es handelt sich vielmehr um die grandios erzählte Geschichte eines Einzelnen, dessen großes Vermögen ihm Segen und Fluch zugleich ist und eine Parabel über die Dialektik des Reichtums.

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Panta.Rhei

Bewertung9.0Lieblingsfilm

das passiert mit Menschen die zu wenig liebe bekommen. Sie wollen nur das gute tun aber anderen unbewusst damit weh.

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Janus Winter

Bewertung0.0Schmerzhaft

Wie viele andere alten Hollywoodschinken wirkt der Film auf mich übertrieben dramatisch und künstlich. Wer hier eine differenzierte Charakterstudie deklariert, ist bemitleidenswert. CK ist hölzern, oberflächlich und vor allem eins: langweilig. Wir haben den Film zu dritt geschaut, meine beiden Mitstreiter sind eingeschlafen. Sie haben nichts verpasst. Die lang erwartete Schlusspointe ist so banal wie das ganze Vorgeplänkel. Der beste Film aller Zeiten soll das sein? Lächerlich! Im Jahre 2009 sollten einem wirklich andere Filme einfallen...

bedenklich? Kommentar gefällt mir 2 Antworten

jollyroger

Ich kann deine Meinung stellenweise nachvollziehen, ABER:
Citizen Kane gilt unter anderem aufgrund seiner - für damalige Verhältnisse - revolutionären Schnitt- und Kamera-Techniken als Meisterwerk.
Das die Erzählstruktur altbacken ist, die Charaktere eindimensional bleiben und die Dialoge teilweise lächerlich schrill wirken ist der damaligen Zeit geschuldet.
Schlußendlich muss man Citizen Kane im Kontext der damaligen Zeit betrachten - und da war er durchaus wegweisend.
Und ja, ich hab mich auch gelangweilt...:-)


DerFilmeKenner

Der Film war eindeutig zu anspruchsvoll für dich.


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