Das Geheimnis von Kells

The Secret of Kells (2009), BE/FR/IE Laufzeit 76 Minuten, FSK 6, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Animationsfilm


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7.7
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557 Bewertungen
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von Nora Twomey und Tomm Moore, mit Brendan Gleeson und Evan McGuire

Das Geheimnis von Kells erzählt die fiktionalisierte Entstehungsgeschichte des Buches von Kells anhand der Abenteuer des Klosterschülers Brendan.

Irland im 8. Jahrhundert: Der 12-jährige Brendan (Evan McGuire) ist Neffe des mächtigen Abts Cellach (Brendan Gleeson), der der Abtei von Kells vorstellig ist. Cellach setzt alles daran, Brendan in die Geschäfte eines Abts einzuführen, denn dieser soll einmal die Abtei übernehmen. Brendan interessiert sich aber mehr für die Geheimnisse der Buchmalerei als für die Probleme von Cellach, mit einem gewaltigen Trutzwerk die einfallenden Wikinger abzuwehren.
Während seiner Ausbildung hört Brendan vom Buch von Iona, welches von Bruder Aidan (Mick Lally) bearbeitet wird. Eines Tages sucht Bruder Aidan die Abtei auf, im Gepäck sein legendäres Werk. Er bittet Brendan um Mithilfe, denn seine Augen sind schon altersschwach. Dazu muss sich Brendan aber in den nahe gelegenen Wald begeben, der von vielerlei wundersamen, aber auch gefährlichen Wesen bewohnt wird. Hier trifft Brendan auf das Wolfsmädchen Aisling (Christen Mooney), die ihm eine große Hilfe ist. Gemeinsam spüren sie nach dem mythischen Auge von Collum-Cille, das einer alten keltischen Gottheit namens Crom Cruach gehörte. Zwischen der Konfrontation mit dem uralten Wesen und den angreifenden Wikingern muss Brendan über sich hinauswachsen, will er die Abtei und das Buch von Iona retten…

Hintergrund & Infos zu Das Geheimnis von Kells
Das Geheimnis von Kells (OT: The Secret of Kells) ist eine französisch-belgisch-irische Koproduktion. Sie ist voller Referenzen auf die keltische Mythologie und basiert auf dem mittelalterlichen Buch von Kells (Irisch: Leabhar Cheanannais). Dem Thema gemäß ist der Zeichenstil von Das Geheimnis von Kells den farbenprächtigen Buchmalereien nachempfunden.

In Deutschland hatte Das Geheimnis von Kells seine Premiere auf der Berlinale 2009. Auf dem Internationalen Film Festival in Dublin gewann Regisseur Tomm Moore den Publikumspreis, während der Film in der Kategorie Best Animated Feature Film of the Year für den Oscar nominiert wurde.

Geadelt wurde Das Geheimnis von Kells auch durch die Mitarbeit von Brendan Gleeson, der sich sehr mit den Mythen seiner Heimat identifiziert. So stellte sein Regiedebüt At Swim-Two-Birds, für das er auch das Drehbuch schrieb, eine Auseinandersetzung mit der irischen Folklore dar. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Das Geheimnis von Kells
Genre
Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Klassischer Zeichentrickfilm
Zeit
9. Jahrhundert
Ort
Fantasiewelt, Irland
Handlung
Abenteuer, Abt, Abtei, Buch, Fabelwesen, Gefahr, Junge, Kloster, Magie, Magische Fähigkeiten, Mauer, Mönch, Phantasie, Verwunschener Wald, Wald, Wikinger, Wolf
Stimmung
Geistreich, Spannend
Produktionsfirma
Cartoon Saloon, France 2 Cinéma, Les Armateurs, Vivi Film

Kommentare (37) — Film: Das Geheimnis von Kells


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levent1980

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Bewertung9.0Herausragend

Was für wunderschöne Bilder, stimmige Musik und schöne Geschichte. Hätte ich so gerne im Kino gesehen.

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fesman

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr schöner Film für einen verregneten Sonntagnachmittag...

Man braucht zwar am Anfang etwas, um sich an den - sehr schönen - Stil zu gewöhnen, aber Gott-sei-Dank nicht dieser ewig verwaschene Animations-Mist, den man sonst so kennt....

Hat zwar "nur" 1:13 Std. Spielzeit, aber dafür wird er auch nie langweilig, absolut ok.

Fazit:
Empfehlenswert, allerdings nicht für "zwischendurch", man sollte sich schon auf den Film und Inhalt einlassen (können)

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Audreyfan

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Bewertung7.0Sehenswert

» I've lived through many ages. I've seen suffering in the darkness. Yet I have seen beauty thrive in the most fragile of places. I have seen the book. The book that turned darkness into light. «

Als ich vor etwas mehr als einem Monat über den grünen Rasen des Trinity Colleges in Dublin ging, wollte jeder unbedingt das Buch von Kells sehen und ich - unwissend wie man manchmal mal ist - wusste nicht, warum alle so begierig waren, ein bestimmtes altes Buch zu sehen, wenn sie eine Bibliothek an alten Büchern vor sich hatten. Oder war das nur wieder so eine gehypte Touristenattraktion?
"The Secret of Kells" verwandelt die Entstehungsgeschichte des Buches in einen bunten, bezaubernden, unglaublich detailreichen Trickfilm und ich glaube man muss noch nicht mal zu den grünen Wiesen Dublins reisen, um der Magie näher zu kommen, es bringt sogar mehr sich von diesem Film gefangen nehmen zu lassen und in den Details zu verlieren und zu verlieben.
Die Geschichte spielt im Irland des 8. Jahrhunderts und Hauptperson ist der Junge Brendan, der schon fast eingesperrt im Dorf Kells lebt. Alle Schreiber mussten ihre Arbeiten aufgeben, um an einer hohen Mauer mitzuarbeiten, die vor den Wikingern schützen soll. Brendan interessiert sich sehr für die hohe Kunst der Buchmalerei und als Bruder Adain, der momentan das Buch von Iona neu schreibt, ins Dorf kommt, vergisst Brendan all seine Pflichten und will das Handwerk erlernen. Dafür muss er aber im Wald bestimmte Beeren pflücken, dabei lernt er die Waldfee Aisling kennen. Sie zeigt ihm den wunderbaren Wald, gruselt sich vor dem Dunklen und Bösen und ist begeistert von der Schrift und den Zeichnungen der Menschen.
Das Buch bringt wahrlich Licht ins Dunkel. Zum einem in Brendans Leben. Hinaus aus dem dunklen Dorf mit seinen hohen Mauern in den lichten Wald, in dem er auch selber das Dunkle in Helligkeit verwandelt, auf der Suche nach einem wichtigen Edelstein. Zum anderen strahlt das Buch auch Licht aus und auch wenn dieses Licht angeblich den Sündern verborgen bleiben soll, strahlt es am Ende auch für den Abt Cellach, der das Buch zu Zeiten seiner Herrschaft verdammte.
Auch wenn der Zeichenstil zuerst schlicht und altbacken anmutet, entwickelt sich über den Film hinweg eine solche Pracht an Details und Farben, das man nicht mehr blinzeln möchte.

http://planetofpictures.blogspot.de/2014/06/the-secret-of-kells-b-fr-ie-2009-nora.html

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Wunderschön gezeichneter und von toller Regie-Choreographie gleitet führt uns dieser Animationsfilm in die Welt der irischen Mythen und Legenden.
So kommen das Auge von Columban von Iona sowie der Gott der Unterwelt Cromm Cruach vor. Im Mittelpunkt steht der junge Brendan, der das Buch der Abtei Kells vollenden soll. Sein Onkel, der Abt Cellach mit der Stimme von Brendan Gleeson, will aber lieber eine Mauer als Schutz gegen die bösen Nordmänner bauen. So stehen hier Bildung und Wissen gegen handfeste kriegerische Optionen. Von den Nebenfiguren überzeugt vor allem die Waldfee Aisling. Ihre Verwandlungen und Sturzflüge sind sehr fantasievoll gestaltet.
Die bösen Nordmänner erinnern zwar optisch und akustisch etwas an die Orgs erfüllen aber genau wie die bösen schwarzen Wölfe ihre Funktion des Furchterregens. Wenn ein Kreidestrich als Mauer / Schutz in Szene gesetzt wird, ist das beste Animation.
Ungewöhnliche Details sind farblich stilsicher auf einander abgestimmt und ergeben ein abgerundetes Bild.
Der Film erinnert an eine frühirische Handschrift und befreit sie damit vom Schatten des Vergessens. Inhaltlich ist er für alle Altersgruppen. Mal lustig, mal ernst, einfach nett.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe mal ein Interview mit einem Filmemacher gelesen, der meinte, er würde aufhören, Animationsfilme zu machen. Denn er müsse ja ständig und überall mit Disney konkurrieren. Wenn ich nun ein Werk wie "Das Geheimnis Von Kells" sehe, bin ich froh, dass es immer noch Menschen gibt, die genau das wagen. Wunderschöne Bilder und Motive zu kreieren, die nicht zwangsläufig versuchen, mit dem familienfreundlichen Werte-System einer Disney-Produktion gleichzuziehen.

Sowieso hinkt der Vergleich mit der allmächtigen Mickey Mouse. "Das Geheimnis Von Kells" ist kein Animations-Streifen, er ist schon mehr ein Ereignis. Und hat viel mehr gemein mit seinen Art-Verwandten aus Japan.

Die Geschichte führt uns zurück ins Irland des achten Jahrhunderts. Kells ist ein riesiger Klosterbau, der von einer ebenso imposanten Mauer umgeben ist. Hier suchen neben Geistlichen auch Bauern und Dorfbewohner Zuflucht vor den Wikingern, welche das Land heimsuchen. Im Grunde geht es aber mehr um die Neugier des jungen Brendan, der sich auf die mysteriösen Dinge einlässt, als die ständige Furcht vor den Nordmännern. Damit gerät er ständig in Konflikt zu den Ansichten seines Onkels Cellach, der Kells vorsteht und die Prioritäten ganz klar auf die Stärkung der Mauer legt. Aber Brendan lässt sich natürlich nicht so einfach belehren und das ist auch der Grund, warum im Wald um Kells schließlich Freundschaft zur Elfe Aisling knüpfen wird und in der verlassenen Schreibstube von Kells an der Fertigstellung eines ganz besonderes Buches helfen wird.

Über die Story Worte zu verlieren, ist eigentlich Zeitverschwendung. Nicht, weil "Das Geheimnis Von Kells" keine aufbieten könnte, sondern weil sich wirklich jeder selbst davon ein Bild machen muss. Denn dieser Film ist atemberaubend schön gestaltet und jeder und jede muss diese Magie selbst erleben. Mit einem eigenwillig schönen Gestaltungsstil wirkt das Geschehen manchmal wie eine lebendig gewordene Bild-Erzählung auf altem Pergament. Dann wieder huschen Natur-Geister durchs Bild und lassen eine direkte Verwandtschaft mit Prinzessin Mononoke erkennen. Faszinierend ist auch, dass der Film eben nicht ein animiertes Glaubensbekenntnis darstellt oder eine komische Animations-Version von "Der Name Der Rose". Es geht um Glauben, aber auch um falsche Engstirnigkeit und ihre fatalen Konsequenzen. Besonders beeindruckt haben mich die Darstellungen der Gewalttaten der Wikinger. Ja, es ist Gewalt im Spiel, die Nordmänner werden eher als dunkle Gestalten des Todes, denn als Menschen gezeigt. Besonders bei der, auch gerechtfertigten Altersfreigabe, ein mehr als verblüffendes Detail.

"Das Geheimnis Von Kells" ist deshalb jedem ans Herz gelegt, der Animation nicht gleichsetzt mit Zeichentrick. Der gerne die Möglichkeiten verfolgt, mit denen historische Fakten und Fiktion verbunden und erkundet werden. Schließlich ist Kells ein realer Schauplatz und auch das Book of Kells gibt es natürlich auch. Nicht nur deswegen ist dieser Film den einen und anderen Blick wert. Ich konnte den vollen Umfang seiner Schönheit gar nicht mit einem Anschauen erfassen. Das ist jetzt mal eine Empfehlung.

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memayme

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Bewertung5.0Geht so

man schaut auf die Bewertungen und denkt sich wtf? man wieso kenn ich den noch nicht? Dann schaut man 5 Minuten rein und denkt sich WTF?? Jetzt weiß ich warum. Ja Kunstfilm und blabla. Teilweise ganz rührend, aber niemals packend und einfach nicht meins...
Man muss dem Film aber zu gute halten, dass er wahrscheinlich ganz gut, aber man einfach entäuscht is, wenn man die Bewertungen vorher durchliest...
Geschmackssache!!

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seher.oba.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr beeindruckender Animationsfilm!
Viel fanatsievolles und sehr schöne Darstellungen, auch wenn sie auf den ersten Blick eher einfach wirken, sind sie doch komplexer als man meint.
Die Handlung ist sehr interessant.
Es enstehen wachsende Freundschaften, Tragik und Zerstörung spielen eine Rolle, und das deutliche Gute und Böse ist einander immer wieder gegenübergestellt.
Das Einzige was mich an dem Film dennoch gestört hat, war der fehlende Kampf zwischen dem Guten und Bösen, denn auch zum Schluss bleibt Einiges offen und Fragen unbeantwortet.
Auch ein richtiges "Happy End" gibt es strenggenommen nicht, aber das mögen viele sowieso nicht, und hat mich selbst auch nicht so sehr gestört.

Ich empfehle diesen Film weiter, für alle die Interesse an "schaurigen" Animationsfilmen haben und emotionale Filme mögen. ;)

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naibaf

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wundervoll!!!

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sachsenkrieger

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine willkommene Abwechslung zu den mittlerweile optisch grandiosen Animationsfilmen Hollywoods, bei denen leider die Phantasie manchmal etwas zu kurz kommt. Der Film wird getragen von keltischer und christlicher Symbolik, untermalt von schöner Musik und einer an eine wahre Begebenheit angelehnten Geschichte.

Der Film will wohl etwas zum Thema Phantasie, Hoffnung, Neugier, Mut, Hoffnung etc. ausdrücken, aber eine genaue Aussage trifft er nicht. Wie er seine Message rüberbringt, ist allerdings einfach nur schön und nicht nur für Kinder geeignet.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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FrDrSeltsam

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Bewertung9.5Herausragend

Zauberhaft, ungewöhnlich und ein Kunstwerk in sich. Eine Hymne auf die Macht des Buches.

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Fanfan89

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Film Nummer 100. Und es hätte kaum ein schönerer sein können.


Patrick Zecca

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Bewertung5.5Geht so

Über diesen Film liest man hier einiges, meistens wird er als "magisch, wunderschön, fantastisch und kreativ" bezeichnet, die Zeichnungen seien, jede für sich, sein eigenes Meisterwerk.
Ich weiß nicht woran es lag, dass dieser Stil auf mich überhaupt nicht zu wirken vermochte. Die Art der Zeichnung ist nett, ja, aber soll das reichen um Filmmittelpunkt zu sein? Das muss ich ganz klar sagen: nein. Das Ganze plätschert vor sich hin, ohne zu fesseln, teilweise nett und kindlich, teilweise lahm und einschläfernd. Die Geschichte hat für mich kein spannendes Element, ist flach und karg, wirkt wie eine Kindergeschichte aus längst vergangenen Tagen, die es leider nicht schafft annähernd deren Magie zu verströmen. Die Figuren haben keine Sympathie und keine Emotion in mir geweckt.
Nun ja, das eine gefällt, das andere nicht, so ist das eben in der Welt der Filme ..

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katzltatzl

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ein sehr treffender kommentar. für mich war der film leider eine (teure) enttäuschung.


Tytus

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hier gratis ob der Umsonst is kann ich net sagen

http://www.netzkino.de/#!/index/das-geheimnis-von-kells.html

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Bandrix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Das Geheimnis von Kells“ ist eine wahre Wundertüte von Film.
Eingebettet in fantastisch kreative Bilder erzählt der Film eine einfache Geschichte, die jedoch trotzdem mitzureißen weiß.
Die Figuren sind sympathisch, der Humor (bis auf die ersten Minuten) stimmig und auch an Spannung fehlt es zum Ende hin nicht.
Der Zeichenstil, der eine Mischung aus mittelalterlichem Buchzeichnungen und neuesten Animationstechniken darstellt, ist hierbei das tragende Element.
Jedes einzelne Bild wirkt, wie schon das Buch, um das sich alles zu drehen scheint, wie ein Kunstwerk. Unfassbare Schönheit, die ich gerne im Kino erlebt hätte. Die Farben erstrahlen förmlich, Alltagsgegenstände verwandeln sich in wunderschöne Objekte.
Doch nicht alles ist derart lebensfroh. Hat der Film, solange er anfänglich unbeschwert ist, noch eine erbauende Wirkung, so schlägt das mit dem Angriff der Wikinger schlagartig um.
Denn nicht nur die heiteren Momente werden durch die Technik verstärkt, auch die düsteren Seiten erhalten mehr Durchschlagskraft. So kann einem das Lächeln schon mal vergehen. Für die ganz Kleinen ist das sicherlich nichts. Der Schrecken wird dargestellt in gesichtslosen Fratzen, schwarz und rot. Der Tod wird zum zentralen Thema.
Das erhöht noch mal die emotionale Kraft, die der Film besitzt.
„Das Geheimnis von Kells“ erhielt zu Recht eine Oscarnominierung, denn das, was die Macher hier abliefern, ist einfach ganz großes Kino.
Unbedingt ansehen, wer sich nicht vom ungewöhnlichen Zeichenstil abschrecken lässt.

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Solveig

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Bewertung9.0Herausragend

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"Ich sah das Buch, das Buch, das die Finsternis in Licht verwandelte."
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"Die Menschen brauchen Bücher. Daraus schöpfen sie Hoffnung."
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"Brendan, wenn meine Brüder jetzt bei uns wären, würden sie dir sagen, dass du in den Wäldern von all den Bäumen und Felsen mehr lernen kannst als sonst wo. Dir werden Wunder begegnen, und das weiß auch euer Abt - jedenfalls wusste er es früher."
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"Das Geheimnis von Kells" erzählt die Geschichte des Jungen Brendan, der im 8. Jahrhundert sein junges Leben hinter Klostermauern verbringt; Mauern, die sein Onkel Cellach - der auch gleichzeitig der Abt ist - immer höher ziehen lässt, um sein Kloster vor der Finsternis - verkörpert durch die Nordmänner, die hier exemplarisch "die dunkle(n) Zeit(en)" darstellen - zu schützen. Eines Tages flüchtet sich Bruder Aidan hierher. Bei sich trägt er das geheimnisvolle Buch von Iona. Es ist das Buch von Engeln. ... ? Nein, das Buch ist "nur das Werk einfacher Sterblicher wie mir oder dir", aber es vermag den Menschen Licht und Hoffnung in Zeiten der Finsternis zu bringen. Aber das Buch muss noch fertiggestellt werden und so wird Bruder Aiden die Hilfe von Brendans jungen Augen brauchen, um an dieses Ziel zu gelangen. Gleichzeitig wird der junge Novize aber in die Welt außerhalb der Klostermauern ziehen müssen, wo er einige dunkle Gefahren bestehen muss, die auf irisch-keltische Mythen zurückgehen. Unverhofft trifft er dabei auf die geheimnisvolle Aisling - wird sie ihm eine Hilfe sein?
.
Selbst wenn man mit dem Inhalt dieses Films nichts anfangen können sollte, möchte auch ich jedem "Das Geheimnis von Kells" ans Herz legen, denn dieser Film ist wahnsinnig und einmalig schön in seiner künstlerischen und ästhetischen Gestaltung, durchzogen von Symbolen und Ornamenten, die sich hier so wunderbar miteinander verflechten wie die einzigartigen keltischen Knoten, und trotzdem nie überladen wirken. Darüber hinaus wird einem hier eine wundervolle Parabel über Licht, Hoffnung, Beistand und vorallem dir Kraft der Phantasie in finsteren Zeiten erzählt.
Es wundert mich sehr, dass "Das Geheimnis von Kells" zu den eher unbekannteren Trickfilmen gehört, wo er doch immerhin 2010 in der Kategorie 'bester Animationsfilm' für den Oscar nominiert war - das sollte geändert werden, denn
"es war dem Buch nie bestimmt, hinter Mauern verborgen zu sein, weggeschlossen von der Welt, der es seine Entstehung verdankt. Brendan, du musst das Buch zu den Menschen bringen."
Jetzt mag man sich vielleicht fragen, warum ich dem "Geheimnis von Kells" "nur" 7,5 Punkte gebe. Nein, das liegt nicht am Film, das liegt definitv an mir, denn ich muss gestehen, dass ich bisschen länger gebraucht habe, zu diesem Film und vorallem zu seinen archaischen Inhalten, die bei der ersten Sichtung auf mich noch etwas kryptisch wirkten, einen richtigen Zugang zu finden. "Das Geheimnis von Kells" beginnt humorig und wird dann geheimnisvoll und ernst und steht im Vergleich zu anderen Trickfilmen in der Art und Weise, wie seine Inhalte präsentiert werden, auf relativ einsamer Flur, was ihn aber wiederum besonders auszeichnen kann und bei dem man den Kopf nicht ausschalten sollte. Ich werde ihn mir sicher noch ein paar Mal anschauen und es ist sehr gut möglich, dass ich ihn mit der Zeit so lieb gewinne, dass es hier noch einen halben, oder sogar noch einen ganzen Punkt mehr geben wird, denn ...
"Viele Schleier verbergen im Leben die Wahrheit. Und uns ist nur eine kurze Zeit vergönnt."

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mariega

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Ah, liebe Solveig, ich habe genug zu kämpen Fehler zu vermeiden um welche absichtlich zu machen :D :D! Merci für deine respektvolle Verbesserung :)!


Solveig

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De rien. :)


metal1bob

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Bewertung7.5Sehenswert

Vor allem optisch ist "Das Geheimnis von Kells" ein herausragendes Werk geworden. Jede einzelne Szene ist perfekt durchkomponiert, nahezu jedes einzelne Szenenbild würde als kunstvoll gerahmtes Bild an der Wand funktionieren. Leider kann die durchschnittliche Story hier nicht mithalten, sie ist zwar okay und hält bei der Stange, bietet aber nichts Besonderes. Das Ende enttäuschte mich zudem, 10-15 Minuten mehr Laufzeit hätte dem mit knapp 75 Minuten eh recht kurzem Film wohl sehr gut getan.
Für Animationsfreunde, die gerne mal etwas ganz anderes sehen wollen und zudem auch Interesse an keltischer Mytholgie haben, ist "Das Geheimnis von Kells" aber auf jeden Fall eine Empfehlung.

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Sperber

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"The Secret of Kells"

Irland im frühen Mittelalter.
Klosterschüler Brendan lebt in einer abgelegenen Abtei, deren Frieden gefährdet ist in Gestalt von raubenden Wikingern.
Also ordnet der hiesige Abt den Bau eines Mauerwalls an, um die Klostergemeinschaft vor den Angriffen der Nordmänner zu schützen.
Schon bald sucht der Meisterilluminator Aidan Zuflucht bei den Mönchen vor den bedrohlichen Wikingern. Bei sich hat er das legendäre "Buch von Iona", welches von ihm hier fertiggestellt werden soll.

Der Junge Brendan entdeckt durch ihn seine Leidenschaft für die Kunst der Buchmalerei und unterstützt vortan Aidan bei seinem Vorhaben, das Buch hier in der Abtei vollenden zu können.
Der Mönch Aidan ist überzeugt:
"Das Buch ist ein Leuchtfeuer in diesen dunklen Tagen der Herschaft der Nordmänner."

Behilflich ist ihnen auch das Wolfsmädchen Aisling aus dem Wald.
Aber die gemeinsame Aufgabe erweist sich als schwierig, denn Aidans Sehkraft wird mittlerweile immer schwächer.
Außerdem nähern sich den Klostertoren bereits Horden von wütenden Nordmännern...
Soviel zur Geschichte.
"Das Geheimnis von Kells" ist ein Film über Hoffnung, Mut, Glauben und Freundschaft, gespickt mit einer Prise Humor.

Der ungewöhnliche Zeichenstil erinnert an kunstvolle, mittelalterliche Buchmalereien und ist einzigartig. Gewöhnungsbedürftig sind die teils einfachen, flachen Darstellungen ohne Raumtiefe.

Wer Liebhaber keltischer Mythen ist und sich noch dazu für Animationsfilme begeistern kann, dem sei dieses kleine Meisterwerk mit epischen Bildern ans Herz gelegt.

Ganz zauberhaft ist auch der irische Soundtrack dazu.
Dieser Film hat sich nach und nach zum Herzchenfilm gemausert und "Aisling´s Lied" zum Ohrwurm. Einfach wunderschön. :)

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Sperber

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Ein ungewöhnlicher Film, aber eine Perle.
Lohnt sich wirklich - wirst sehen.


Solveig

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Huhu,
gestern habe ich mir auch mal wieder etwas bei amazon gegönnt. Und nach diesem verlockenden Kommentar und tollen Tipp, landete der Film gleich in meinem Einkaufswagen und an der Kasse. ;)


Galaxysinger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Absolut bemerkenswertes Stück bewegter Kunst. "The Secret Of Kells" treibt die visuellen Möglichkeiten des Zeichentricks dicht an die Grenzen der Perfektion. Man könnte zufällig in einer beliebigen Szene pausieren, und das Bild als gerahmtes Poster an die Wand bringen. Schlichtheit in perfekter Symbiose mit filigraner Geometrie und meisterhafter Koloration. Ein Augen- und Ohrenschmaus!

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inga2000

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Ein wunderschöner Film. Den hab ich hier gefunden:

http://www.kinderkino.de/blog/allgemein/das-geheimnis-von-kells/

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DieFilmguckerin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für ein wunderbarer Film! In diesem 2010 für den Oskar nominierten Animationsfilm geht es um einen kleinen Jungen namens Brendan, der in einem Kloster mitten im Wald lebt. Diesen hat er allerdings noch nie betreten, denn sein Onkel, der Abt des Klosters, lässt eine gigantische Mauer um das Kloster errichten, die die herannahenden Feinde abhalten soll. Der kleine Junge interessiert sich jedoch mehr für Buchmalerei als für das Bauvorhaben und wird vollends entflammt, als eines Tages der Buchmalermeister Aidan eintrifft. Um Farbe für ihre Malereien zu besorgen, wagt sich Brendan sogar in den Wald.

Die Geschichte des Films ist wirklich ungewöhnlich und interessant, das Besondere an diesem Film ist aber eindeutig die wunderbare Ästhetik und der wirklich außergewöhnliche Stil des Films. Die wunderbaren liebevollen Zeichnungen wirken wie handgemacht und jedes Bild ist gespickt mit Ornamenten und Mustern, so viel Sinn fürs Detail ist wirklich bemerkenswert. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Farbigkeit gelegt, die für die jeweils abgezielte Emotion oder Atmosphäre perfekt abgestimmt ist. Sehr schön gespielt wurde damit in Traumsequenzen und bei Angriffen der Feinde (die übrigens vom Charakterdesign absolut cool und bedrohlich sind, perfekt!), die nur in Rot, Schwarz und Weiß gehalten sind.

Der Film hat auch eine sehr interessante Hintergrundgeschichte, so stützten sich die Filmemacher dabei auf die Geschichte des Book of Kells, das als Meisterwerk der insularen Buchkunst angesehen wird und über dessen Entstehung nur gemutmaßt werden kann und das im Zeitalter der Wikingerüberfälle in Sicherheit gebracht wurde. Im Film ist auch eine Seite des Buches zu sehen. Aus diesem Buch und allgemeinen aus der Kunst der Kelten schöpften die Filmemacher und gaben dem Film eben das Aussehen und die Ästhetik mittelalterlicher Malereien, Kunst und Architektur. Das Ganze wird konsequent durchgezogen, bei den Szenen im Wald kamen teilweise auch Einflüsse aus dem Jugendstil zum Tragen, was den Film wirklich zu einem ästhetischen Highlight macht. Auch eine Gottheit der irischen Mythologie taucht im Film auf, und zwar der Gott der Unterwelt und des Todes Cromm Cruach. Bei der Gestaltung dieses Charakters wurde sich an Tiefseekreaturen orientiert, die Szene seines Auftritts ist auch wirklich toll umgesetzt und sehr unheimlich.

Der Film ist sehr empfehlenswert, ich persönlich habe so eine Ästhetik bisher noch nicht gesehen und bin begeistert.

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Dachsman

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Bewertung7.0Sehenswert

Zauberhafter Animationsfilm aus Europa, sagenhaft hübsch animiert und gestaltet, der er trotz seiner kompakten Länge trotzdem schafft seine faszinierende und mitreißende Geschichte zu einem überhasteten Ende zu bringen.

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