Das Wandelnde Schloss

Hauru no ugoku shiro, JP 2004

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7.5

Sehenswert

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Kritiker: 7.6

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Genre
Anime
Zielgruppen
Familienfilm
Inhalt

Das Mädchen Sophie arbeitet als Hutmacherin im Geschäft ihres verstorbenen Vaters. Bei einem ihrer seltenen Besuche in der Stadt lernt sie zufällig den attraktiven und charismatischen Zauberer Hauro kennen. Sie verliebt sich in ihn und wird daraufhin… Mehr

Cast
Jena Malone, Christian Bale, Emily Mortimer, Lauren Bacall Mehr
Regisseure
Hayao Miyazaki
Autor
Hayao Miyazaki
Laufzeit
120 Minuten

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Kritiker — Sehenswert 7.6

Der Film Das Wandelnde Schloss wurde von 26 Kritikern bewertet.

Fricki76: Asianfilmweb.de

8.0Ausgezeichnet

In einer an das viktorianische England erinnernde Stadt lebt die junge Sophie, die mit Freude als Hutmacherin im elterlichen Geschäft arbeitet. Auf dem Weg zu ihrer Schwester wird sie von zwei Soldaten belästigt. Ihr Retter, ein sympathischer und gutaussehender junger Mann, stellt sich als der Zauberer Hauro heraus, in den sie sich auf der Stelle verliebt. Doch die "Hexe aus dem Niemandsland", die Sophie und Hauro ihres keimenden Glückes wegen beneidet, verzaubert Sophie in eine 90jährige Frau. Um sich nicht erklären zu müssen, geht Sophie von zu Hause weg und beschliesst, sich auf die Suche nach Hauro zu machen...

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

9.0Herausragend

Vergliche man deutsche Trickfilme mit rustikalen Landhäusern und amerikanische mit Zuckerbäckerschlößchen, dann wären die Miyazakis wohl Kathedralen, kühne Entwürfe mit prächtigen Details, endloser Quell des Staunens und des Vergnügens. ... Ansonsten ist "Das wandelnde Schloß" ein gleichermaßen kindliches wie erwachsenes Vergnügen. Es sättigt einerseits den Appetit auf grenzenlose Fabulierkunst und andererseits die Sehnsucht nach einer spirituellen Sphäre, in der wir Erlösung vom allherrschenden Materialismus suchen können.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

7.0Sehenswert

Die Grenzen von Gut und Böse, von Schönheit und Hässlichkeit verlaufen in Miyazakis Kino nie eindeutig. Die Realität zirkuliert, sie bleibt nicht, wo sie ist. Dass die äußere Erscheinung keine zuverlässige Hilfe liefert, um sich im Wirrsal des Lebens zu orientieren, ist ein keineswegs zu unterschätzender Ertrag für das Kinderpublikum. Aber obwohl die Welt bei Miyazaki im steten Wandel begriffen ist, wäre es dennoch kein Fehler, ihr zu vertrauen.

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Alle Kritiken (4)


Kommentare — Sehenswert 7.5

Der Film Das Wandelnde Schloss wurde von 1842 Mitgliedern bewertet.

Lester Burnham

Bewertung8.0Herausragend

Animes aus Japan? Da bin ich zugegebenermaßen immer recht skeptisch, ob das meinen Geschmack trifft. Ich hab mal mit "Das wandelnde Schloss" angefangen und bin durchaus überrascht. Die Optik - der Zeichenstil, Effekte, Farben usw. - sind schonmal große klasse. Das ist in den Animes ganz anders. Hier wird noch einmal eine Schüppe oben drauf gelegt. Das Leitmotiv "Besiege deinen inneren Dämon" hat mir zugesagt, nett umgesetzt, sodass man auch was daraus lernen, naja, sagen wir erfahren, möge. Die Story um das wandelnde Schloss war super, vor allen Dingen, als Protagonostin Sophie alles in Ordnung gebracht hat. Am Anfang war es recht verspielt, fantasievoll, fröhlich; mit der Laufzeit wurde es dann düsterer, ernster. Musste zwangsläufig aber so geschehen. Die Entwicklung der Charaktere war nachzuvollziehen, aber auch notwenig, um glaubhaft zu wirken. Das Feuer war eh am coolsten. :P Sympathisches Märchen!

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jlorenz1

Bewertung8.0Herausragend

Ein seltsamer bezaubernder Zeichentrickfilm, dessen Auflösung gegen Ende nicht sehr überzeugend wirkt. Gleich am Anfang hat man mehrere Déjà-vus: Die Verzauberung in eine alte Frau erinnert an das Märchen "Zwerg Nase", die Vogelscheuche an die Vogelscheuche von "Der Zauberer von Oz", die hühnerbeinigen Füße des Schlosses an das Haus der russischen Hexe Baba Jaga.

Die französische Stadt Colmar und alte Zeichnungen des Franzosen Albert Robida lieferten die Vorlagen zu diesem liebevoll gezeichneten Film. Allein das wandelnde Schloss in Aktion zu sehen ist eine Augenweide. Die wechselnde Ausgangstür ist eine wahrhaft berauschende Idee. Auch die Stadt und die Maschinen sind gut gelungen. Die Geschichte entfernt gegen Ende doch sehr eigenwillig weit von der Buchvorlage.

Die Kriegsszenen mit den Feuerteppichen vermitteln recht anschaulich die Gräuel des Krieges, nehmen aber eine etwas dominante Rolle ein und fördern die Geschichte nicht besonders weiter. Im Vergleich zum "Das Schloss im Himmel" ist der Film noch entschiedener Antikriegsfilm, genauso liebevoll gezeichnet und von Musik umgeben, vielleicht an wenigen Stellen etwas kitschiger, aber als Epos jedoch nicht in sich völlig abgeschlossen. Leider ...

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infamia

Bewertung4.0Uninteressant

Das Buch von Diana Wynn Jones ist eines der schönsten Kinderbücher, das ich kenne. Ich kann gar nicht erwarten, es später einmal meiner Tochter vorzulesen!

Leider hat sich Miyazaki offenbar zu sehr in K&K, Wiener Walzer und seine (Kriegs-)Maschinen verliebt: Er lebt den Krieg und die Schlachten (beides gibt es im Buch nicht) derart detailverliebt aus, dass die Charakterentwicklung auf der Strecke bleibt, man vom Ende und der Auflösung gar völlig überrumpelt wird. Okay, der Schluss des Buches kommt auch eher schnell und überraschend, aber man wird nicht zu schmerzhaft hochgezogenen Augenbrauen genötigt wie vom Film.

Überhaupt ist die Umsetzung des Buches nur schlecht gelungen: Witz, Charme und Ironie gehen völlig verloren. Howls Konflikt ist im Buch ein gänzlich anderer: Er kommt aus unserer Welt (na gut, aus Wales), hat sich durch sein Studium mythischer Texte in die Fabelwelt geschlichen und lebt seinen Wissensvorsprung gegenüber mittelalterlichen Hexen und Zauberern genüsslich aus.

Selbst die deutsche Synchronisation ist lieblos: Der Zaubergehilfe heißt im englischen Buch Marcus. Dass die Japaner das Wort nicht gut aussprechen können, mag ja sein. Aber warum darf Marcus in der deutschen Synchro nicht wieder Marcus heißen? Oder Howl einfach Howl? Bei Sophie hat's doch auch geklappt?

Insgesamt eine enttäuschende Umsetzung eines sehr guten Buches und für mich der bisher schlechteste Ghibli-Film :(

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