Der Boxer
The Boxer (1997), IE/US Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Sportfilm, Drama, Kinostart 19.02.1998
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79 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
von Jim Sheridan, mit Daniel Day-Lewis und Ken Stott
Der ehemalige IRA-Aktivist Danny Flynn kehrt nach 14 Jahren Gefängnis nach Belfast zurück. Hier findet er den alten Konflikt zwischen der Republik und Nordirland, aber auch seine alte Liebe Maggie wieder, deren Leben auch vom Gefängnis bestimmt war. Nachdem Danny den Kontakt mit ihr abgebrochen hatte, heiratete sie seinen besten Freund, der jedoch auch im Gefängnis sitzt und Treue von ihr erwartet – keine leichte Rolle. Danny hat es nicht leicht in der Welt, einzig im Boxring weiß er, was er kann und will sich beweisen. Ein Kampf für sein Leben und die Liebe seines Lebens.
Cast & Crew
-
Jim Sheridan
-
Daniel Day-Lewis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Danny Flynn
-
Ken Stott
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ike Weir
-
Emily Watson
-
Brian Cox
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joe Hamill
-
Gerard McSorley
-
Kirsten Sheridan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mädchen mit Drinks
Regie
Schauspieler
-
Ciarán Fitzgerald
-
Jim Sheridan
-
Terry George
- Genre
- Sportfilm, Drama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Irland
- Handlung
- Boxen, Boxkampf, Boxring, Boxschule, Entlassung aus dem Gefängnis, Evangelische Kirche, IRA, Katholische Kirche, Mord, Politik, Politische Verhandlungen, Terrorismus, Trainer, Training, Trennung, Versöhnung
- Stimmung
- Berührend, Spannend
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Kommentare (6) — Film: Der Boxer
Kommentar schreiben8martin 2012/03/21 17:33:01
Kommentar löschenJim Sheridan, der wegen seiner emotionalen Darstellungsweise von vielen so geschätzt wird, hat hier sein großes Talent erneut unter Beweis gestellt. Und mit einer verblüffend befreienden Wendung am Ende noch einen drauf gesetzt. Er hat in den seit Jahrzehnten schwelenden Nordirlandkonflikt eine der aufwühlendsten Liebesgeschichten platziert, die von den beiden Hauptdarstellern Daniel Day-Lewis als Danny und Emily Watson als Magie hervorragend umgesetzt wird. Von den authentisch wirkenden Kollegen sei nur Ken Stott als trinkender Trainer und Opfer erwähnt. Und die musikalische Untermalung von Gavin Friday spielt mit ihrer dünn-melodiösen Themenführung voll auf der Klaviatur der Gefühle. Sie schmiegt sich wohltuend schmerzhaft ins akustische Gedächtnis.
Die herzzerreißende Brutalität, der die Liebenden ausgesetzt sind, geht unter die Haut. Hier ist physische und psychische Gewalt in packende Bilder umgesetzt, zwei Einzelschicksale vor dem Hintergrund großer politischer Ereignisse. Unter anderem geht es auch um die Frage, kann man sein eigenes Leben neu beginnen, losgelöst von der Vergangenheit? Vieles deutet auf die Unlösbarkeit des irischen Konfliktes hin, wobei sich für die Liebenden als Optionen nur Tod oder Wahnsinn anbieten. Schockierend, packend, emotional, realistisch. Großartiges Kino!
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Andy Dufresne 2012/03/16 11:36:02
Kommentar löschenEin Film über Treue.
"Was ist mit dem Boxring ?" "Der ist schon ewig lang abgebaut..."
Ein hochtalentierter junger Boxer verbringt wegen eines im Namen der IRA verübten Anschlags 14 Jahre im Gefängnis.
Als er zurückkehrt schwelen die alten Konflikte weiter,brechen alte Wunden wieder auf.
Brian Cox, der in Michael Mann´s "Blutmond-Roter Drache" als erster Hanibal Lecktor (damals hieß Lecter noch Lecktor) debütierte, als "Pate" der IRA in Belfast :Taktierend,liebend, einflussreich,salomonisch wollend und doch gebunden.Großartig.
Emily Watson,die subtile aber wahrhaft Schöne, zeigt wie immer eine lebensechte, absolut glaubhafte Darstellung.
Nicht zu vergessen Ken Stott als Trainer, der alles verlor und wie sein Boxer zurückkehrt aus der Verlorenheit.Wirklich toll!
Die größte Leistung allerdings verbringt Daniel Day Lewis, der für mich nach Brando und De Niro der beste Schauspieler aller Zeiten ist.
Man muss die Rolle des Boxers Danny Flynn im Kontext zu seinen anderen Filmcharakteren sehen.
Danny ist introvertiert,ruhig,zurückhaltend, überlegend,den Ausgleich suchend.
Day Lewis war der von Hass geradezu durchzogene Menschenfeind Daniel Plainview in "There will be Blood", er war der Großcharismatiker und Gewaltmensch Bill the Butcher in "Gangs of New York", er war Cristy Brown in "Mein linker Fuß", der nur ebenjenen einen Fuß bewegen konnte.
Er war der heldenhafte,ehrenvolle Indianer Hawkeye in "Der letzte Mohikaner.
Für den Boxer nimmt er sich komplett zurück,spielt einen verletzlichen, melancholischen "Normalo", einen eigentlichen Durchnittstypen mit Talent.
Erst aus diesem Kontext heraus wird meiner Meinung nach klar wie grandios er es versteht sich in die Rolle hineinzuversetzen, sie zu verinnerlichen.
Und welch vollendeter Schauspieler er ist, mit einer schier unglaublichen Wandlungsfähigkeit.
Wenn Daniel Day Lewis ein Abonnement auf den Oscar hätte: Es träfe nie den Falschen (außer vielleicht bei Nine).
Der Boxer ist im innersten, im Kern eigentlich ein Liebesfilm.
Er hat metaphysisch gesehen starke Parallelen zu "Brokeback Mountain", es geht um eine eigentlich unmögliche Liebe, um das verhaftet sein im Zwang der Konventionen und der Tradition.
Und doch ist der Boxer noch viel mehr.
Er ist Polit- und Sportfilm und Drama.
Und in gewissem Maße auch Coming of Age.
Er handelt von Selbstbestimmung, von Freiheit und Befreiung,aus inneren wie aus äußeren Gefängnissen.
Dieser Film ist etwas ganz anderes als ein Lucky Punch.
Etwas ganz anderes als ein technischer K.O.
Dieser Film ist ein eisenharter, mit viel Herzblut erkämpfter,bedingungsloser Knock Out über die ganze Distanz!
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Puni 2011/01/01 14:40:04
Kommentar löschenRichtig toll und intensiv gespieltes Drama, das gute Einblicke in den Irlandkonflikt liefert und zudem mal gar nicht so viel mit Boxen zu tun hat, als es der Titel vielleicht vermuten ließe. Daniel Day-Lewis (kein Wunder) und Watson spielen wirklich genial, der ganze Film ist zudem sehr sehr authentisch und wirklich berührend inszeniert. Jede Szene geht mit ihrer eher subtilen Emotionalität auf eine sehr besondere Weise unter die Haut. Es gibt überhaupt nichts zu bemängeln und das Ende ist einfach nur toll. Unbedingt angucken, wer ihn noch nicht kennt, mich hat er sehr begeistert.
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strangelet 2008/05/01 18:34:32
Kommentar löschenDer Film macht gleich in den ersten Minuten klar, was er nicht tun will - nämlich den Zuschauer mit furioser Erzähltechnik fesseln. Statt dessen bietet er unterbelichtete, blaustichige Bilder ("Atmosphäre"), eine wirre Story ("vielschichtig"), und ganz wenig zusammenhängenden Dialog ("lakonisch"). Insgesamt wird das ganze Werk dann zwangsläufig anstrengend ("anspruchsvoll").
Aber für alle, die ein schlechtes Gewissen kriegen, wenn sie sich unterhalten fühlen, wahrscheinlich eine tolle Sache.
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Pebbles 2008/01/19 18:06:02
Kommentar löschenWiede Day-lewis in einem Irlanddrama. Absolut sehenswert!
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Alecprime 2007/01/06 18:17:15
Kommentar löschenPackendes Nord-Irland Drama mit einem tollen Day-Lewis.
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