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Der Tod und das Mädchen
Death and the Maiden (1994), FR/GB/US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 04.05.1995
6.5
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von Roman Polanski, mit Sigourney Weaver und Stuart Wilson
Paulina Escobar lebt mit ihrem Ehemann in einem einsamen Haus an der Küste eines südamerikanischen Staates. Als eines Tages ein Fremder auftaucht, glaubt sie, in ihm ihren ehemaligen Folterer und Vergewaltiger zu erkennen und will jetzt ihrem damaligen Peiniger den " Prozeß machen". Eine lange Nacht in den Abgründen der menschlichen Seele beginnt- gnadenlos und unbarmherzig.
Mehr Bilder (4) und Videos (2) zu Der Tod und das Mädchen
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der Tod und das Mädchen
- Genre
- Politdrama, Psychothriller, Drama, Thriller
- Ort
- Chile
- Handlung
- Arzt, Demütigung, Ehepaar, Folter, Geständnis, Rache
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Kommentare (12) — Film: Der Tod und das Mädchen
Alienator Thu, 21 Mar 2013 18:52:58 -0000
Kommentar löschenBedrückender Thriller mit sehr guten Schauspielern
Ein kammerspielartiger Film mit nur 3 Personen in einem eingeschränkten Raum? Kann das spannend sein? Allerdings!
Dieser klaustrophobische Thriller ist meisterhaft inszeniert und unheimlich gut aufgebaut.
Neben dem politischen überwiegt hier allerdings eher der tiefenpsychologische Aspekt. Es geht hier vornehmlich um die seelischen Qualen aller Beteiligten und die Rage nach Schuld und Sühne in einem demokratische Staat. Die Rache der Selbstjustiz entbehrt sich hier, da es nicht darum geht Rache auszuüben, sondern es geht hier um die schmerzhafte Suche nach der Wahrheit und der Erlösung. Polanski erreicht das durch seine geschickte Inszenierung (die besten Momente sind die, bei der die Kamera minutenlang auf den Gesichtern der Schauspieler festhängt und sie in Monologen erzählen; das ist intensiv!) und seinen exzellenten Schauspilern, die allesamt eine hervorragende Leistung ablegen.
Der Film ist ein Plädoyer für die Wahrheitsfindung; so qualvoll sie auch sein mag.
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RoosterCogburn Sat, 10 Mar 2012 16:01:53 -0000
Kommentar löschenWas man dem Film all zu sehr anmerkt, das es sich hier um die Verfilmung eines Theaterstückes handelt. Aber das tut der Erzählung und dem Spannugsbogen keinen Abbruch. Nach der eingehenden Rahmenhandlung kommt Roman Polanski mit nicht mehr als drei Schauspielern aus, um ein dramatisches Kammerspiel zu erzählen, das sich in einen aufwühlenden Psychothriller gipfelt.
Titel gebend ist das Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" von Franz Schubert, das auch das Leitmotiv des Scores bildet. Frei von jeglichen Effekten und mit ganz wenig Aufwand gedreht, schuf Polanski einen hervorragenden Film, der durch Regie- und Schauspielkunst brilliert. Sigourney Weaver und Sir Ben Kingsley bieten sich ein intensives und nervenaufreibendes Psychoduell. Es geht um Schuld und Rache. Um misshandelte Opfer und deren Leiden. Paulina (S.Weaver) ist überzeugt ihren Peiniger (Kingsley), der sie folterte und vergewaltigte, wieder zu erkennen. Sie nutzt die Gelegenheit und will sich rächen. Aber ist er wirklich der Schuldige? Ist der nette, kultivierte Mann denn nun das Monster von einst oder ist er wirklich unschuldig, wie er es beteuert? ["Pauli, was ist wenn er unschuldig ist?"- "Wenn er unschuldig ist, ist er wirklich beschissen dran."]
Es geht hier nicht einfach um Selbstjustiz, sondern hier wird man zum Nachdenken angeregt.
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ElMagico Sun, 27 Mar 2011 11:35:04 -0000
Kommentar löschenEin dunkler, zäher Brocken von Film, der es einem stellenweise nicht einfach macht. Man ist immer Aussenstehender, keiner der Charaktere gibt einem wirklichen Halt oder gar Identifikationspotential. Und in diesem Fall ist dies absolut positiv gemeint. Wie in einem Schachspiel verschieben sich die Rollen immer wieder, auch die Motive und Taktiken ändern sich wiederholt im Laufe der Handlung. Und als Zuschauer würde man das alles so gerne einorden, in richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht. Aber alle Figuren spielen ein Spiel, man meint ihre innersten Antriebe zu kennen, weiss aber nur selten wirklich was in ihnen vorgeht, geschweige denn, was als nächstes passiert.
Polanski schafft es von Beginn an eine dunkle, morbide Stimmung aufzubauen und immer in den richtigen Momenten die Spannungsschraube anzuziehen. Erfreulich auch, dass es Sigourney Weaver schafft, einen so ambivalenten und teilweise auch hysterischen Charakter ohne jegliches Overacting zu spielen. Dazu kommt noch ein gewohnt souveräner Ben Kingsley.
So spannend und verstörend würden Filme wie "Saw" gern sein.
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judischnudi Fri, 28 Oct 2011 14:40:52 -0000
Antwort löschenHaargenau! Endlich auch ein Film, bei dem das mit Spannung ersehnte Ende nicht enttäuscht.
Sigmund Tue, 16 Nov 2010 13:05:04 -0000
Kommentar löschenTrotz einiger störender Thriller-Elemente eines der stärksten Kammerspiel-Dramen überhaupt.
Die Geschichte ist kraftvoll und relevant, doch die eigentliche Sensation ist Sigourney Weaver. Wie unglaublich vielschichtig und intensiv sie ihre Rolle spielt – mit welcher Härte und zugleich Verletzlichkeit, dabei grausam und verbittert, trotzdem mädchenhaft, manchmal selbstmitleidig, mit einem unbändigen Hass und Selbsthass, und doch voll tiefer Trauer, Zartheit und Verlorenheit...
Dieses nur scheinbar widersprüchliche Ganze gehört für mich (ohne Übertreibung) zu den 3 größten Schauspielerleistungen der Filmgeschichte.
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raycluster Thu, 20 Jan 2011 00:51:22 -0000
Antwort löschenWas sind die beiden anderen größten Schauspielerleistungen?
Sigmund Thu, 20 Jan 2011 10:10:02 -0000
Antwort löschenGute Frage, schwierig zu beantworten. Hatte nicht zwei weitere konkret im Kopf. Gibt natürlich sehr sehr viele große Schauspielerleistungen, Ausdruckstarkes ohne Ende. Spontan fällt mir aber nichts vergleichbar Vielschichtiges ein. Wenn ich mich festlegen müsste, dann wäre es wahrscheinlich was von Gene Hackman und von Romy Schneider.
Alle 4 Antworten zeigen
raycluster Thu, 20 Jan 2011 10:13:31 -0000
Antwort löschenIrgendwelche Filmempfehlungen? Weaver hat mich in dem Film echt beeindruckt...
Le Samourai Sat, 07 Jul 2012 23:03:48 -0000
Antwort löschenSuper! Empfand ich ganz genauso!
JackoXL Mon, 01 Nov 2010 15:57:28 -0000
Kommentar löschenMan merkt schnell, dass es sich bei Polanskis Film um die Umsetzung eines Theaterstücks handelt. Drei Hauptpersonen, nur ein einziger Handlungsort und 100 Minuten, die praktisch nur aus Dialogen bestehen. Das ist nichts für einen anspruchslosen Filmabend und braucht auch einige Minuten, um wirklich interessant zu werden. Doch sobald Ben Kingsley (wie drück ich das aus ohne zuviel zu spoilern) "auf dem Stuhl sitzt", beginnt der Streifen zu faszinieren. Die Greultaten, die ausschlaggebend für die Geschichte sind, werden nur beschrieben, doch das reicht vollkommen um zu schockieren. Nicht das einfachste, aber ein bemerkenswertes Kammerspiel mit herrausragenden Darstellern. Wenn Kingsley einen guten Tag hat zählt er eh zu den besten seines Faches, Sigourney Weaver übertrumpft ihn aber noch deutlich. Wüsste spontan keine besser Leistung von ihr.
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Filmkenner77 Sun, 19 Sep 2010 12:22:26 -0000
Kommentar löschenBeklemmendes Kammerspiel. Beeindruckend inszeniert und gespielt.
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FordFairlane Sat, 21 Mar 2009 00:09:04 -0000
Kommentar löschenMein Güte wirklich harter Tobak der Stoff der einem hier vorgesetzt wird. So hat man Sigourney Weaver und Ben Kingsley noch nie gesehen. Ohne viel über die Vergangenheit der Hauptdarstellerin in diesem Film zu erfahren, freut man sich über jede Information die wir in dem Film über den Charakter erhalten.
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nessuno Sat, 23 Aug 2008 10:50:43 -0000
Kommentar löschenUnglaublicher Stoff, der einen wirklich traurig macht und den Menschenfreund auf eine harte Probe stellt! Typische Polanski-Bilder/ Stimmung (v .a. am Schluss an den Klippen). Nur der etwas überzogene Schluss hätte besser ausgearbeitet werden können.
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schickse77 Fri, 15 Feb 2008 16:05:56 -0000
Kommentar löschenEin klaustrophobisch geniales Psychospiel zwischen Kingsley und Weaver von Altmeister Polanski. Sehr starker Film.
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dAShEIKO Thu, 07 Feb 2008 15:07:43 -0000
Kommentar löschenRoman Polanski liefert selten etwaqs schlechtes ab. Auch hier erzählt er auf eindrucksvolle Weise eine eigenwillige Geschichte. Es macht Spaß, Weaver und Kingsley bei der Arbeit zuzusehen. Aber stellenweise wirkt die Handlung dann doch übertrieben und unglaubwürdig.
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Ferdinand Mon, 10 Dec 2007 15:22:39 -0000
Kommentar löschenZwiespältig, aber eine Glanzleistung der Darsteller.
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RandyJim Wed, 05 Sep 2007 00:03:09 -0000
Kommentar löschenNervenaufreibendes Kammerspiel und schauspielerische Glanzleistungen von Weaver und Kingsley.
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