Der Tod und das Mädchen

Death and the Maiden (1994), FR/GB/US Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 04.05.1995

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6.5
Kritiker
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7.3
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13 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Sigourney Weaver und Stuart Wilson

Paulina Escobar lebt mit ihrem Ehemann in einem einsamen Haus an der Küste eines südamerikanischen Staates. Als eines Tages ein Fremder auftaucht, glaubt sie, in ihm ihren ehemaligen Folterer und Vergewaltiger zu erkennen und will jetzt ihrem damaligen Peiniger den " Prozeß machen". Eine lange Nacht in den Abgründen der menschlichen Seele beginnt- gnadenlos und unbarmherzig.

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Kommentare (12) — Film: Der Tod und das Mädchen


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Alienator

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Bewertung9.0Herausragend

Bedrückender Thriller mit sehr guten Schauspielern

Ein kammerspielartiger Film mit nur 3 Personen in einem eingeschränkten Raum? Kann das spannend sein? Allerdings!
Dieser klaustrophobische Thriller ist meisterhaft inszeniert und unheimlich gut aufgebaut.
Neben dem politischen überwiegt hier allerdings eher der tiefenpsychologische Aspekt. Es geht hier vornehmlich um die seelischen Qualen aller Beteiligten und die Rage nach Schuld und Sühne in einem demokratische Staat. Die Rache der Selbstjustiz entbehrt sich hier, da es nicht darum geht Rache auszuüben, sondern es geht hier um die schmerzhafte Suche nach der Wahrheit und der Erlösung. Polanski erreicht das durch seine geschickte Inszenierung (die besten Momente sind die, bei der die Kamera minutenlang auf den Gesichtern der Schauspieler festhängt und sie in Monologen erzählen; das ist intensiv!) und seinen exzellenten Schauspilern, die allesamt eine hervorragende Leistung ablegen.
Der Film ist ein Plädoyer für die Wahrheitsfindung; so qualvoll sie auch sein mag.

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RoosterCogburn

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Bewertung9.0Herausragend

Was man dem Film all zu sehr anmerkt, das es sich hier um die Verfilmung eines Theaterstückes handelt. Aber das tut der Erzählung und dem Spannugsbogen keinen Abbruch. Nach der eingehenden Rahmenhandlung kommt Roman Polanski mit nicht mehr als drei Schauspielern aus, um ein dramatisches Kammerspiel zu erzählen, das sich in einen aufwühlenden Psychothriller gipfelt.

Titel gebend ist das Streichquartett "Der Tod und das Mädchen" von Franz Schubert, das auch das Leitmotiv des Scores bildet. Frei von jeglichen Effekten und mit ganz wenig Aufwand gedreht, schuf Polanski einen hervorragenden Film, der durch Regie- und Schauspielkunst brilliert. Sigourney Weaver und Sir Ben Kingsley bieten sich ein intensives und nervenaufreibendes Psychoduell. Es geht um Schuld und Rache. Um misshandelte Opfer und deren Leiden. Paulina (S.Weaver) ist überzeugt ihren Peiniger (Kingsley), der sie folterte und vergewaltigte, wieder zu erkennen. Sie nutzt die Gelegenheit und will sich rächen. Aber ist er wirklich der Schuldige? Ist der nette, kultivierte Mann denn nun das Monster von einst oder ist er wirklich unschuldig, wie er es beteuert? ["Pauli, was ist wenn er unschuldig ist?"- "Wenn er unschuldig ist, ist er wirklich beschissen dran."]

Es geht hier nicht einfach um Selbstjustiz, sondern hier wird man zum Nachdenken angeregt.

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein dunkler, zäher Brocken von Film, der es einem stellenweise nicht einfach macht. Man ist immer Aussenstehender, keiner der Charaktere gibt einem wirklichen Halt oder gar Identifikationspotential. Und in diesem Fall ist dies absolut positiv gemeint. Wie in einem Schachspiel verschieben sich die Rollen immer wieder, auch die Motive und Taktiken ändern sich wiederholt im Laufe der Handlung. Und als Zuschauer würde man das alles so gerne einorden, in richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht. Aber alle Figuren spielen ein Spiel, man meint ihre innersten Antriebe zu kennen, weiss aber nur selten wirklich was in ihnen vorgeht, geschweige denn, was als nächstes passiert.
Polanski schafft es von Beginn an eine dunkle, morbide Stimmung aufzubauen und immer in den richtigen Momenten die Spannungsschraube anzuziehen. Erfreulich auch, dass es Sigourney Weaver schafft, einen so ambivalenten und teilweise auch hysterischen Charakter ohne jegliches Overacting zu spielen. Dazu kommt noch ein gewohnt souveräner Ben Kingsley.
So spannend und verstörend würden Filme wie "Saw" gern sein.

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judischnudi

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Haargenau! Endlich auch ein Film, bei dem das mit Spannung ersehnte Ende nicht enttäuscht.


Sigmund

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Bewertung9.5Herausragend

Trotz einiger störender Thriller-Elemente eines der stärksten Kammerspiel-Dramen überhaupt.
Die Geschichte ist kraftvoll und relevant, doch die eigentliche Sensation ist Sigourney Weaver. Wie unglaublich vielschichtig und intensiv sie ihre Rolle spielt – mit welcher Härte und zugleich Verletzlichkeit, dabei grausam und verbittert, trotzdem mädchenhaft, manchmal selbstmitleidig, mit einem unbändigen Hass und Selbsthass, und doch voll tiefer Trauer, Zartheit und Verlorenheit...
Dieses nur scheinbar widersprüchliche Ganze gehört für mich (ohne Übertreibung) zu den 3 größten Schauspielerleistungen der Filmgeschichte.

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raycluster

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Irgendwelche Filmempfehlungen? Weaver hat mich in dem Film echt beeindruckt...


Le Samourai

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Super! Empfand ich ganz genauso!


JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man merkt schnell, dass es sich bei Polanskis Film um die Umsetzung eines Theaterstücks handelt. Drei Hauptpersonen, nur ein einziger Handlungsort und 100 Minuten, die praktisch nur aus Dialogen bestehen. Das ist nichts für einen anspruchslosen Filmabend und braucht auch einige Minuten, um wirklich interessant zu werden. Doch sobald Ben Kingsley (wie drück ich das aus ohne zuviel zu spoilern) "auf dem Stuhl sitzt", beginnt der Streifen zu faszinieren. Die Greultaten, die ausschlaggebend für die Geschichte sind, werden nur beschrieben, doch das reicht vollkommen um zu schockieren. Nicht das einfachste, aber ein bemerkenswertes Kammerspiel mit herrausragenden Darstellern. Wenn Kingsley einen guten Tag hat zählt er eh zu den besten seines Faches, Sigourney Weaver übertrumpft ihn aber noch deutlich. Wüsste spontan keine besser Leistung von ihr.

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Beklemmendes Kammerspiel. Beeindruckend inszeniert und gespielt.

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FordFairlane

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein Güte wirklich harter Tobak der Stoff der einem hier vorgesetzt wird. So hat man Sigourney Weaver und Ben Kingsley noch nie gesehen. Ohne viel über die Vergangenheit der Hauptdarstellerin in diesem Film zu erfahren, freut man sich über jede Information die wir in dem Film über den Charakter erhalten.

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nessuno

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Unglaublicher Stoff, der einen wirklich traurig macht und den Menschenfreund auf eine harte Probe stellt! Typische Polanski-Bilder/ Stimmung (v .a. am Schluss an den Klippen). Nur der etwas überzogene Schluss hätte besser ausgearbeitet werden können.

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schickse77

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein klaustrophobisch geniales Psychospiel zwischen Kingsley und Weaver von Altmeister Polanski. Sehr starker Film.

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dAShEIKO

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Bewertung6.0Ganz gut

Roman Polanski liefert selten etwaqs schlechtes ab. Auch hier erzählt er auf eindrucksvolle Weise eine eigenwillige Geschichte. Es macht Spaß, Weaver und Kingsley bei der Arbeit zuzusehen. Aber stellenweise wirkt die Handlung dann doch übertrieben und unglaubwürdig.

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Ferdinand

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zwiespältig, aber eine Glanzleistung der Darsteller.

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RandyJim

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nervenaufreibendes Kammerspiel und schauspielerische Glanzleistungen von Weaver und Kingsley.

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