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Der unsichtbare Dritte

North by Northwest (1959), US Laufzeit 136 Minuten, FSK 12, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 18.12.1959


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8.6
Kritiker
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7.7
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von Alfred Hitchcock, mit Cary Grant und Eva Marie Saint

Im Alfred Hitchcock-Klassiker Der unsichtbare Dritte wird Cary Grant nicht nur für einen Spion gehalten, sondern bald auch für einen Mörder. Dies zwingt ihn zu einer abenteuerlichen Odyssee quer durch die USA.

Aufgrund einer Verwechselung in einem Restaurant wird der New Yorker Werbefachmann Roger Thornhill (Cary Grant) in Der unsichtbare Dritte für einen gewissen George Kaplan gehalten und von einigen Verbrechern entführt. In der Villa ihres Auftraggebers (James Mason) fordert dieser ihn zur Kooperation auf, aber Thornhill weiß nicht, was die Männer von ihm wollen. Um ihn loszuwerden, machen ihn die Männer betrunken und setzen ihn auf einer abschüssigen Straße ans Steuer eines Autos. Bevor er jedoch verunglücken kann, wird Thornhill von der Polizei gestoppt. Als er am nächsten Tag zu der Villa zurückkehrt, sind die Männer verschwunden. Aber vielleicht kann der eigentliche Besitzer, der Diplomat Lester Townsend, ja Licht ins Dunkel bringen. Für Thornhill beginnt eine nervenaufreibende Irrfahrt durch die Vereinigten Staaten.

Hintergrund & Infos zu Der unsichtbare Dritte
Der Drehbuchautor Ernest Lehman wollte mit Der unsichtbare Dritte (OT: North by Northwest) den ultimativen Hitchcock-Film schaffen, der alle Elemente von Hitchcocks Lieblings-Szenario, dem unschuldigen Mann auf der Flucht, auf die Spitze treibt. Zusammen mit Alfred Hitchcock dachte er sich die aberwitzigsten Verwicklungen aus, in die der Hauptcharakter geraten könnte.

Die Verfolgung von Cary Grant durch ein Schädlingsbekämpfungs-Flugzeug in einem Maisfeld gehört zu den ikonischsten Szenen der Filmgeschichte. Eigenen Angeben zufolge wollte Hitchcock damit einen Gegenpol zu den üblichen Szenen schaffen, in denen ein Bösewicht seinem Opfer zum Beispiel nachts in einer dunklen Gasse auflauert: In Der unsichtbare Dritte ereignet sich der Mordversuch am hellichten Tag und auf offenem Felde.

In einer Szene, in der ein Charakter auf einen anderen schießt, findet sich ein berühmter Filmfehler: Ein Junge im Hintergrund hält sich schon vor dem Schuss die Ohren zu. Anscheinend wusste der kleine Schauspieler schon von den vorherigen Takes, was gleich folgen würde, und wollte sich den nochmaligen Knall ersparen.

Auch in Der unsichtbare Dritte hat Hitchcock einen seiner berühmten Cameo-Auftritte: Am Ende des Vorspanns verpasst er einen Bus. Der Vorspann stammt, wie bei Psycho und Vertigo, vom legendären Vorspannn-Designer Saul Bass. Die Musik stammt, wie so oft bei Hitchcock, von Bernard Herrmann. Gedreht wurde der Film in VistaVision, was eine gegenüber gewöhnlichen 35mm-Filmen bessere Bildqualität ermöglichte. (CD)

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Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu Der unsichtbare Dritte


Cast & Crew


Kritiken (6) — Film: Der unsichtbare Dritte

sushi25: movie-fan.de

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8.5Ausgezeichnet

Hitchcock und Grant funktionieren einfach zusammen. Der unsichtbare Dritte ist ein perfekt ausbalancierter Film mit vielen legendären Szenen. Ein Klassiker, den man immer wieder gerne anschaut.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

Die Quintessenz von Hitchcock, der hier mit einnehmender Leichtigkeit einige seiner Hauptmotive erfolgreich zusammenführt. Ein exzellentes Ensemble wird durch eine so bunte wie abwechlsungsreiche Thrillerkomödie geführt, in der sich nicht nur unzählige visuelle Ideen, sondern auch einige von Hitchs fiesen Widerhaken finden. Höhepunkt ist die berühmte Sequenz auf freiem Felde, die ohne Musik auskommt und bis heute ihresgleichen sucht. Ein Klassiker, wenn es jemals einen gab.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Der Thriller mit Cary Grant ist nicht wirklich der beste Film von Hitchcock. Der Meister-Regisseur verwendete darin aber sämtliche seiner Markenzeichen. «North by Northwest» ist daher sozusagen der kompletteste Hitchcock-Film.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Es gibt also genug Gründe, den Film auf dem Siegertreppchen abzufeiern. Trotzdem beeindruckte Hitchcock sein Publikum schon deutlich mehr, berührte es tiefer. Dafür ist „Der unsichtbare Dritte“ die bunteste und vergnüglichste Variante von Hitchcocks Lieblingsthema – dem zu Unrecht Gejagten – und wirkt im Vergleich zu dem inhaltlich sehr ähnlich angesiedelten „Die 39 Stufen“ stimmiger, wenn Onkel Alfred sich auch nach wie vor im Film seine eigene Art von Realität schafft, wo die erstaunlichen Zufälle sich aneinanderreihen, weil es einfach gut unterhält. [...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.0Ausgezeichnet

Was ist Kino? ... hm... Es ist Lüge! Kino ist Lüge, ist Illusion, ein Trugbild und es gab nie einen besseren Lügner als Alfred Hitchcock. Mit seinem Lustspiel-artigen Agententhriller erweist er seinem Medium somit eine kleine Reminiszenz, denn so wie Hitchcock ist auch Cary -die Eleganz in Person- Grant als Roger Thornhill ein Lügenverkäufer. Jemand der sich selbst sehr sicher ist, schließlich weiß er was wahr ist, nur sein Publikum nicht. Spannend wird es dann, wenn Thornhill auf einmal selbst zum Zuschauer wird und er in eine ihm fremde Inszenierung hineingezogen wird, die er nicht unter Kontrolle hat. Protagonist und Zuschauer liegen bei Hitchcock eng beieinander, sind vielleicht ein und das selbe. Nun springt der Film aus der Leinwand in den Zuschauersaal und Thornhill, fest-gezurrt in einem Netz aus Lügen (Kino), muss einen Ausweg finden. Hier findet er ihn durch die Liebe.
Das klingt zwar arg kitschig, aber da sich Ernest Lehmann für die Dialoge verantwortlich zeigt, hört es sich nie so an, sondern ist raffiniert, komisch und messerscharf. Im Stile einer pervertierten romantischen Komödie (mit grandiosen sexuellen Anspielungen) begeistert "North by Northwest" als einer von Hitchcock ungewöhnlichsten Filmen. Er beginnt zwar wie das alt-bekannte ein Unschuldiger-wird-verdächtigt-Thema, aber er fügt dem ganzen eine neue Ebene hinzu, die ihn z.B. von "The Wrong Man" unterscheidet. Wenn die Tragödie in den Spiegel schaut, lächelt die Komödie zurück. Danke dafür!

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Kubrick_obscura

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Das fand ich auch eigenartig.


Darbon

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Zumal Jessie damals kolportieren ließ, sie sei nur ein Jahr älter als Cary.


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

"Der unsichtbare Dritte" von Alfred Hitchcock fühlt sich an wie eine aufregende Achterbahnfahrt der Gefühle, aber auch wie eine imposante Sightseeingtour quer durch amerikanische Landschaften, Mythen und Denkmäler. Mit Hitchcocks Lieblingsthema – nämlich der verlorenen Identität und dem unschuldig Gejagten – rennt unser tragischer Held und unglücklicher Werbefachmann Roger O. Thornhill alias George Kaplan in einer wilden Fluchtgeschichte von einer Katastrophe in die andere. Nur dass es sich dabei immer wieder um kleinere dramaturgische Höhepunkte handelt, die nahezu lückenlos aneinandergereiht werden; quasi ein Showdown spannt den Bogen zum nächsten (vgl. "Die 39 Stufen", "Saboteure"). Roger O. Thornhill (der ewige Seitenscheitel Cary Grant), er ist in jeder Szene präsent und steht stets im Mittelpunkt, er wird von Ort zu Ort gehetzt. Doch Hitchcocks spektakulärer Spionage-Thriller ist mehr als nur Verfolgungsjagd durch die USA. Er ist einer seiner witzigsten und zugleich intelligentesten Filme überhaupt. Ein rasantes kriminalistisch-komödiantisches Stationendrama, bei dem die unzähligen Minuten Spielfilmlänge zu purer, ja pausenloser Schau- und Hörlust verdichtet werden.

So brillant wie die knisternde Oberfläche des Films auch ist – Robert Burks' gemäldeartige Kamerabilder, Bernard Herrmanns hypnotischer Score, die teilweise kunstvollen Szenenübergänge (Anfangs- und Schlussüberblendung) –, so reiht sich in diese Brillanz ebenso das Drehbuch von Ernest Lehman ein. Samt erotisch-psychologischen Minidramen (in einer Agentenvilla eines wiederum imaginären Agenten oder im Speisewagen) und meisterlich getimten Wortgefechten (bei einer hyperventilierenden Auktion; eine der besten Szenen des Films) profitiert Lehmans Script und somit "Der unsichtbare Dritte" in erster Linie von seinen verblüffenden Wendungen, die den Zuschauer in die Irre führen, und von seinem sprühenden Sarkasmus. Er vereint sämtliche Elemente, die des Altmeisters frühere Filme ausgemacht haben: Suspense, Geheimnisvolles, Turbulentes, heiteren Humor (und davon nicht zu wenig) und, davon abgesehen, eine Liebesgeschichte einschließlich latenter Erotik und Sex. Und das alles vor dem Hintergrund so berühmter Monumente wie dem UN-Hauptgebäude (aufgrund des Filmverbots hat Hitchcock mit versteckter Kamera gedreht), der Grand Central Station und dem Mount Rushmore National Memorial, die lustvoll-ironisch in die Handlung hineingerissen werden.

Trotz alledem führt uns Hitchcock in keinem anderen Film hinters Licht wie in diesem. Da gibt es beispielsweise die plakatbeherrschenden Actionsequenzen. Wer erinnert sich nicht an die berühmt-berüchtigte "Maisfeldszene". Oft referenziert und kopiert, aber nie erreicht. Und das, obwohl erst nach geschlagenen, zu äußerster Spannung getriebenen, endlosen Minuten etwas passiert; in denen ein über den Augenblick verwirrender Cary Grant, der stolze Kosmopolit, von einem Insektenvernichtungsflugzeug mitten in der Einöde gejagt wird und um sein Leben wie um den Weltmeistertitel rennt. Ohne Musik, auf friedlicher, geradezu harmloser Gegend, mitten in der Sonne. Wo kann sich unser Protagonist demnach verstecken? Hitchcock konterkariert hier mit dem Flimklischee, dass ein bedrohlicher Mord gleichzeitig immer in bedrohlicher Umgebung und unübersichtlicher Szenerie stattfinden muss. Eine außergewöhnlich absurde und unwahrscheinliche Szene, in epischer Länge sowieso, mit einigen Westerntönen vorgetragen, aber von großer Könnerschaft in Szene gesetzt. Aber auch die Sequenz, als der Chef der Spionageabteilung Thornhill über seinen weiteren Plan aufklärt, der Zuschauer jedoch angesichts des Motorenlärms (die Szene spielt auf einem Flughafen) davon nichts mitbekommt, suggerieren einmal mehr die Tatsache, dass es in "Der unsichtbare Dritte" viele kleine Momente ohne existierende Zeit und wahrnehmbaren Raum gibt, die für sich allein stehen – und die den Einfallsreichtum der Regie widerspiegeln.

Cary Grant indes verkörpert den ahnungslosen Werbefachmann, über den jegliche Sicherung zusammenbricht, charmant, vital und quirlig auf seine ganz originäre Weise, der in einen Strudel aus (Lebens-)Gefahr gerät und nicht weiß, wie er wieder herauskommen soll. Ein einfacher Werbefachmann, der einige der aberwitzigsten Mordanschläge überlebt, die in Hollywood je verübt worden sind. Ein cleverer Unwissender de facto, der stets am Flüchten ist, stets am Protestieren, stets einen kecken Spruch über die Lippen bringt, stets auf der Suche nach der Wahrheit. Und der schlussendlich erwachsen wird und dementsprechend sein persönliches Ziel erreicht. Hinzu kommt in Gestalt von Eva Maria Saint eine ungemein attraktive Frau (natürlich blond), die ihre erotische Anziehungskraft und ihr Geschick in brenzligen Situationen geschickt einzusetzen vermag, ebenso wie James Mason als kühler und hartgesottener Antagonist, als Gangster mit Format, dem nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann, und der mit dem jungen Martin Landau über einen adäquaten Handlanger verfügt.

Somit bleibt ein ohne Zweifel wegweisender (in Bezug auf nachkommende "James Bond"-Filme etwa), erfrischender und über alle Maßen unterhaltsamer Film, sprich: ein fabelhaftes Verwirrspiel, übrig. Dieses siedelt sich irgendwo zwischen Thriller, Abenteuer und Kriminalkomödie an und bringt alle Elemente mit, die ein Garant für ein kurzweiliges, für ein leichtes Sehvergnügen sind. Das ist es eben, was man einen Klassiker nennt. (Aufgepasst: Die sexuelle Metapher im Schlussbild könnte geistreicher nicht sein.)

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Kommentare (57) — Film: Der unsichtbare Dritte


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Copacabanasun

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Cary Grant *____* was für ein Mann. :D :D <3 <3 <3
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"Der unsichtbare Dritte" ist wie alle Hitchcock-Filme, zeitlos und sehr unterhaltsam. Dieser Klassiker, versprüht auch heute noch, einen ganz eigenen Charme, dank der tollen Kamera-Arbeit, der beiden Hauptdarsteller und der sehr spannenden Story.

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Deathstroke

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein eigentlich sehenswerter Klassiker der auch recht gut umgesetzt ist, aber ab der Mitte lässt die Spannung und das packende nach.

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Medardus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Die Summe aller filmischen Erfahrungen.“
– François Truffaut-

Nuff said!

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timmoe

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Bewertung6.0Ganz gut

Spannend hat er begonnen, konnte dies aber nicht über die sehr lange Laufzeit halten. Wird aber nicht der letzte Hitchcock sein, den ich mir angesehen habe.

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MurmelTV

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Bewertung10.0Herausragend

Programmkino - Lichtblick Paderborn #2: North by Northwest

Abermals bot uns die Lichtblick e.V. mit "North by Northwest" (OV) einen alten Klassiker auf der großen Leinwand zu bewundern, dieses mal von keinem Geringeren als den Master of Suspense höchstpersönlich: Alfred Hitchcock.

So schusselig wie ich bin, ging ich mit komplett falschen Vorstellungen ins Kino, da ich davon überzeugt war, den Film bereits zu kennen, doch noch bevor die Vorführung begann, wurde ich stutzig, als die nette Frau, welche einen kleinen Vortrag zum Film vorbereitet hatte, vor den Zuschauern stand und die Hintergründe erzählte, wieso nun Cary Grant und nicht James Stewart die Hauptrolle erhalten hat. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass James Stewart hier die Hauptrolle spielt", dachte ich mir, "aber nunja, jeder Mensch vertut sich mal." Als der Film nun endlich anfing, wunderte ich mich jedoch abermals, als auf dem Bildschirm hektisch umherlaufende Menschenmassen zu sehen sind:"Fing der Film nicht mit einer Familie an, die in den Urlaub fährt?"

Endlich viel der Groschen. Ich habe die ganze Zeit an "Der Mann, der zu viel wusste" gedacht! Nun hieß es: Mund abwischen und weiterschauen, passiert schon mal!

Nachdem sich die Augen an die - für heutige Standards - schlechte Bildqualität gewöhnt haben (was wahrlich schnell der Fall war), fing ich also an, den mir doch unbekannten Film genau zu verfolgen: Ich sah zu Beginn Hitchcock selbst, welcher einen Bus verpasst, lauschte den flotten Dialogen, in denen sehr viel Humor steckte, begleitete den armen New Yorker Werbefachmann Roger Thornhill/George Kaplan auf seinem unfreiwilligen Abenteuer, voller Gefahren, Drehungen und Wendungen! Ich sah viele beeindruckende Bilder, insbesondere wenn man sich einmal den Zeitpunkt anschaut, an dem dieser Film gedreht wurde: 1959! Trotzdem gelang es Hitchcock, einen Flugzeug-Angriff so spannend und fesselnd darzustellen ("That's funny, that plane's dustin' crops where there ain't no crops." -> einfach grandios!), oder den Atem seiner Zuschauer mit einer Verfolgungsjagd auf dem Mount Rushmore National Memorial anzuhalten. Hier steckt alles drin und alles ist ebenso perfekt inszeniert. Der Master of Suspense macht seinen Namen mal wieder alle Ehre und ich bin wie immer begeistert, wie zeitlos seine Filme doch sind!

Dabei hilft besonders die enorm starke Leistung eines Cary Grant, welcher, immer mit einem kleveren Spruch auf den Lippen, sowas von cool und abgebrüht daherkommt, dass man ihm stundenlang zuschauen kann. Es kam nicht gerade selten vor, dass, nicht nur ich, sondern auch der ganze Saal, laut angefangen hat zu lachen, sei es wegen der gelungenen Dialoge, oder der Aktionen unseres Werbefachmannes. Besonders bei der Szene im Auktionshaus gab es kein Halten mehr!
Auch der Rest des Casts macht seine Sache hervorragend: Eva Marie Saint als die verführerische Eve Kandall, Jessie Royce Landis als Roger Thornhills Mutter oder auch James Mason als Phillip Vandamm.

Der Film hat mich von vorne bis hinten unterhalten und begeistert und ich bin froh, dass ich ihn auf der großen Leinwand sehen durfte. Ich freue mich schon auf die nächsten Sichtungen, wenn mir die Lichtblick e.V. Paderborn mal wieder die Möglichkeit dazu gibt!

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TrendSocke

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Yay, Lichtblick^^


MurmelTV

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Lichtblick ist echt eine runde Sache. Aber ich ärgere mich immer noch darüber, dass ich es zur "2001: A Space Odyssee"-Vorführung nicht geschafft habe! >.<


DeDavid

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Bewertung9.0Herausragend

"That's funny, that plane's dustin' crops where there ain't no crops."

»Northy by Northwest« mutet zu weiten Teilen wie ein Hitchcocksches Best Of an. Eine ganze Vielzahl an Motiven vergangener und folgender Werke findet hier Einzug: Da wäre zum einen die verschwundene Person im Zug (»The Lady Vanishes«), der unschuldige Verdächtige auf der Flucht (»The 39 Steps«), Spionageverwicklungen (»Saboteur«) oder eine Anhänglichkeit an die eigene Mutter (»Psycho«; »The Birds«), die allerdings ihren Sohn nicht psychisch einengt, sondern hingegen für eine der lustigsten Szenen des Films sorgt: "You gentlemen aren't really trying to kill my son, are you?"

Viellleicht liegt es ja auch an der Besetzung, dass dieser Film Hitchcocks sein bis dato Bester, möglicherweise sein Bester überhaupt ist. Vor allem zwischen Cary Grant und Eva Marie Saint knistert es gewaltig. Grant, als Vorläufer von Don Draper (ja, seine Figur Roger Thornhill arbeitet tatsächlich in der Werbebranche) besitzt eine fantastische Grandezza und lässt keine Zweifel aufkommen, dass er in seinen späteren Rollen besser denn je war. Saint, zwar Neuling unter Hitchs Ägide, gelingt es wunderbar, die Reihe an Blondinen für den Altmeister fortzusetzen. Auf der anderen Seite wären da die nicht weniger unvergesslichen James Mason und Martin Landau mit einem seiner ersten Auftritte. Auch Stammkomponist Bernard Herrmann, Kamerann Robert Burks und Cutter George Tomasini sind mit von der Partie. Stellt diese Zusammensetzung aus alteingessenen Beteiligten und großer Mimen das Erfolgsrezept dar?

Dramaturgisch wird ein Höhenpumkt an den Nächsten gereiht, was dem Film einen episodischen Charakter zukommen lässt, jedoch nicht auf negative Weise. Gerade so kippt die Spannungskurve erst gar nicht und mitreißender kann ein für die Zeit derart ungewöhnlich kinetischer Film nur schwerlich werden. Und doch wird nie der heitere Tonfall gebrochen, denn Platz für Herzlichkeit und Humor (genial: Grants renitentes Verhalten auf der Auktion) findet sich immer. Nicht umsonst wird vielerorts behauptet, dass die James Bond-Filme viele Charakteristika aus »Northy by Northwest« übernommen haben. Zwar bewegt sich der Protagonist nur quer durch die Vereinigten Staaten und nicht interkontinental fort, doch auch dieser rasche Standortwechsel ist so kennzeichnend wie inspirierend für kommende, leicht entrückte Agentenabenteuer. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass Roger Thornhill nur unfreiwillig in die Rolle des George Kaplan gerät und kein Berufsspion ist. Memorable Szenen wie die Maisfeldszene oder die Flucht über die Granitköpfe des Mount Rushmores halten zurecht einen Ikonenstatus und treiben Hitchs inszenatorisches Können auf die Spitze. Ja, für mich steht fest: »Northy by Northwest« ist Hitchcock größtes, schönstes und aufregendstes Werk!

http://drei-cineasten.blogspot.de/2013/08/auf-der-flucht-richtung-nordwest.html

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Le Samourai

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So isses. Aber vieeel zu wenig Punkte! :D


SherlockHobbit

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Bewertung10.0Herausragend

Der beste Hitchcock, den ich bis jetzt gesehen habe. Mit einem halbwegs charismatischen Prtagonisten, der um keinen Spruch verlegen ist, bringt Hitchcock eine ganz bestimmte Stimmung in den Film. Er ist witzig, aber auch ernst. Sehr spannend, das Ende war ein wenig sehr abrubt, aber eigentlich bleibt auch nichts mehr zu sagen.
Die Story ist einzigartig und wirklich gut durchdacht. Die eindringliche Musik vermag es, jeder Szene mehr Leben einzuhauchen. Von Anfang bis Ende ein Meisterwerk ^^

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NewZooYorker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alfred Hitchcock - eine Name, der aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken ist. Die Story von "Der unsichtbare Dritte" ist so gut durchdacht, dass ich mich nicht eine einzige Sekunde langweilte, auch wenn die Geschichte vielleicht vorhersehbar ist. Aber hier ist diese bestechliche, mit Leichtigkeit versehene Inszenierung des großen Regisseurs, welche diesen Film so elegant und so unheimlich packend wirken liesen und zwar von vorne bis hinten. Cary Grant spielt , eine humorvoll und leicht zynische Rolle, die sympathischer nicht sein könnte. Die Handlung ist von ihrem Plot her (fals dieser überhaupt existiert) gar nicht mal so besonders. Roger Thornhill wird entführt, da die Leute ihn für George Kaplan halten. Und der Film bildet im wesentlichem die Suche nach George Kaplan, und was hinter ihm steckt. Dabei bietet der Film eine riesige Bandbreite an Schauplätzen. Von der Börse bis zin zu den steinernen Präsidentenköpfe sind hier viele unvergessliche Szenen enthalten. So ein unentbehrliches Engament mit Herz und Seele vermisse ich in den meisten heutigen Filmen Und ein Hitchcock-Film ohne einen Cameo des Meisters selbst wäre kein richtiger Hitchcock-Film. Um so besser ist dieser hier. Das Ende war zwar nicht wesentlich überraschend oder unerwartet... aber eben doch das ungehörigste von Alfred Hitchcock ;)

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A-Wax

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Bewertung9.0Herausragend

Spitzen-Thriller vom Master of Suspense mit zwei vorzüglichen Hauptdarstellern.

Alfred Hitchcock war und ist eine Legende und der vorliegende Film "Der unsichtbare Dritte" zeigt warum das so ist. Ich habe selten eine so gut erzählte Geschichte bestaunen dürfen. Die Art und Weise wie man die wirklich spannende Story "ausbreitet" ist einfach wunderbar und das Timing was Wendungen und Sprünge in der Handlung angeht, ist nahezu perfekt. Die viel zitierten Motive und einprägsamen Szenen (UN-Gebäude, Maisfeld, Finale am bzw. auf dem Mount Rushmore) zeigen wie Hitchcock es meisterhaft schafft eben diese Bilder bei seinen Zuschauern entstehen zu lassen und vor allem diese zu verankern. So geht es mir bei vielen seiner Filme, gerade bei "Die Vögel" sind mir Szenen von meiner allerersten Sichtung als ich so 10-12 Jahre alt war (zusammen mit meinen Eltern) noch im Gedächtnis und ich krieg sie auch nicht mehr aus dem Kopf.

Ein weiterer Pluspunkt für diesen Film sind die beiden tollen Hauptdarsteller. Von Cary Grant durfte man wahrscheinlich eine solche Meisterleistung erwarten. Aber wer mich wirklich fasziniert hat war eben Eva Marie Saint als undurchsichtige, aber bildschöne Lady. Gerade ihre Figur macht im Film diverse "Wandlungen" durch und es ist bis zum Schluss nicht 100 % klar auf welcher Seite sie steht.

Insgesamt ein großartiger Beweis für die Qualitäten von einem der größten Regisseur-Genies die wir jemals erleben durften, der hier einen Thriller der absoluten Spitzenklasse schuf.

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erik.stein.12

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Thriller von Alfred Hitchcock. Ich will garnicht viel über den Film schreiben, um eventuellen Lesern, die den Film noch nicht gesehen haben, die Spannung zu verderben oder auch nur das gerinsgte zu spoilern.
North By Northwest ist ein technisch perfekter, intelligenter und durchdachter Thriller, bietet ein Finale, das in die Filmgeschichte eingegangen ist, hat fantastische Schauspieler und glaubwürdige Figuren, eine sich konstant weiter entfaltenede Geschichte, super Pacing, sehr schöne und zum Teil schnippige Dialoge, fantastische Musik und geniale Schausplätze – ein Kult-Klassiker, an dem der Zahn der Zeit in einem weiten Bogen vorbei gegangen ist.

Infos zur Bild- und Tonqualität der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/03/der-unsichtbare-dritte-uk-import-blu-ray.html

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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein hochgefeierter Klassiker und das zu recht!

Allein schon visuell ist "Der unsichtbare Dritte" (oder doch lieber "North by Northwest"?) ein absolutes Highlight seiner Zeit. Wie Hitchcock und sein Kameramann Robert Burks hier Landschaften, Architektur und Natur einfangen ist großartig - bereits die Motive faszinieren und fesseln und die Art wie, teils in unglaublichen long-shots, die selbst Autos wie Staubkörner erscheinen lassen, die Protagonisten verloren durch diese Perspektiven hetzen erzeugt eine unheimliche Wirkung.

Inhaltlich ist hier eigentlich alles optimal balanciert.
Der gejagte Thornhill ist in ständiger Bewegung und das genau in der richtigen Geschwindigkeit: Ortswechsel, wie auch Wendungen und Überraschungen in der Handlung sind gut getimet - nichts wirkt gehetzt, nichts verliert sich in Langatmigkeit - und seine Flucht ist zu gleichen Teilen mit Spannung, wie auch leichtem Humor durchsetzt. Teilweise irrwitzige Unterhaltungen reichen sich mit rasanten und nervenaufreibenden Verfolgungsjagden die Klinke, doch der Vorteil: dieses Auf und Ab bleibt völlig unberechenbar. Gerät Thornhill zwar intervallartig in brenzlige Situationen, so ist doch die Art wie er sich aus ihnen hinaus manövriert immer verschieden und vor allem grundsätzlich interessant und überraschend inszeniert.

Inhaltlich bietet dieser Film nichts neues, ähnliche Stoffe hatte Hitchcock ja beispielsweise in "Saboteure" bereits selbst durchexerziert, allerdings verstand er es wahrlich Filme über seine Inszenierung, die Wahl der Schauspieler und sein exaktes Timing für ein breites Publikum zu drehen und simple Stoffe interessant zu gestalten!

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der.herr.der.fliegen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein Lieblings-James-Bond!

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Denkt man an Hitchcocks Blockbuster "Der unsichtbare Dritte", schießen einem unweigerlich die Bilder von der grandiosen Verfolgungsjagd im Maisfeld in den Kopf und natürlich der legendäre Showdown am Mount Rushmore.
Cary Grant, der ewig smarte Sunnyboy, manövriert sich tapfer durch ein wendungsreiches Verwirrspiel, das auch heute noch prima funktioniert!

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emotionfreak

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ganz klar mal wieder ein genialer Hitchcock mit vielen für ihn typischen Elementen. Ein unbescholtener Bürger muß plötzlich ums Überleben kämpfen. Das Geniale dabei ist, dass weder der Protagonist, noch der Zuschauer wissen, was eigentlich los ist. Diese Frage zieht sich lange Zeit durch den Film und lässt gewaltige Spannung aufkommen. Überhaupt wird der Film spannend und in sehr rasantem Tempo erzählt, wodurch es zu keiner Zeit langweilig wird. Unter anderem wegen des Tempos geht das Werk ab und an ein wenig in die Richtung Komödie, zumindest geht es zeitweise recht locker zu. Hitchcock hat eine hervoragende Balance zwischen lockerer Komödie und spannendem Thriller geschaffen.
Carry Grant kommt in seiner Rolle einfach prima rüber und ich hätte mir keinen besseren für die Rolle vorstellen können. Zudem sind noch ein paar gute und witzige Dialoge dabei.

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mariega

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Bewertung9.0Herausragend

Ups, je recommence... Même après une seconde vision, le suspense reste le même! Par contre, j'avais quelque peu oublié l'humour du divin Cary Grant.

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Stallforce

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@VincentLebowski: Dein Kommentar hat die Welt bewegt und dankt dir dafuer! Wahrscheinlich hattest du nur einen schlechten Tag, weil es keinen Schokopudding zum Nachtisch gab. Vielleicht solltest du erst lernen um was es in einer Community geht, bevor du andere auf solch primitive Art beleidigst und intelligenter erscheinst du mit deinem Statement keinesfalls.


mariega

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@Stallforce: Merci :)!


RaZer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich musste 2099 Kommentare schreiben um zu merken, dass ich noch kein Wort über Hitchcock verloren habe. Schlimmer noch: Mir wurde bewusst, dass ich noch gar keinen Film von ihm richtig mit Verstand gesehen habe. Das ist schon ziemlich peinlich, aber ich gelobe Besserung und fange mit "North by Northwest" an. Dieser grandiose Thriller ist seiner Zeit in vielerlei Hinsicht wohl voraus gewesen. Zwar besticht er auch durch einen durchgängig guten Spannungsbogen und eine durchdachte, wendungsreiche Story, doch in erster Linie ist es der perfekt getimte, sarkastische und ironische Humor, der den Film so stark macht. Cary Grant haut mit einer Coolness staubtrockene Sprüche raus, die nichtmal von Bruce Willis in den Schatten gestellt werden können. An turbolenten Reißern wie "Mission: Impossible" oder der "Bourne"-Reihe kann sich Hitchcocks Werk freilich nicht messen lassen, aber trotz seines beträchtlichen Alters hat der Film keineswegs Staub angesetzt. Damals wie heute ist das größte Problem in solchen Filmen die wohl unvermeidliche Lovestory, die leider auch hier das Tempo verschleppt und einige unnötige Längen fabriziert. Allerdings ist das Meckern auf hohem Niveau.
Zurecht ein Klassiker, der mit der Flugzeugszene eine der am meisten nachgeahmten und parodierten Szenen überhaupt sein Eigen nennt. Schon das ist ein Indikator für den zeitlosen Charakters des Films, der vom Stil her gut 30 Jahre jünger sein könnte.

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Murray

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der wirklich alles beitzt: Spannung, Humor, Romantik eine facettenreiche Story, tolle Darsteller aber bisweilen auch etwas kitsch.

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based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Krimis aller Zeiten!

Das Leben der Werbefachmanns (Cary Grant in Höchstform) läuft wie geschmiert. Er kann gut mit Worten umgehen und die Frauen liegen ihm zu Füssen. Nur die Beziehung zu seiner Mutter (die eher wie seine Schwester aussieht) harzt ein bisschen. Aufgrund einer Verwechslung gerät er ins Kreuzfeuer verschiedener Organisationen. Auf einer Zugfahrt lernt er Eve kennen, die ihm mehrmals aus der Patsche hilft...

"Der unsichtbare Dritte" ist handwerklich auch über alle Jahre hinweg fast perfekt. In der "Fall-Szene" war der "Fallende" zwar sehr schlecht ausgeschnitten, was zwar sofort ins Auge sticht, aber nicht weiter schlimm ist. Auf Cary Grant, einer der coolsten Männer aller Zeiten ist die Rolle des eloquenten Roger Thornhill massgeschnitten und auch der Rest der Crew weiss zu überzeugen. Die Musik ist typisch für Filme dieser Zeit und die Kameraführung ist genial. Einige Szenen aus dem UNO-Gebäude sollen gar mit versteckter Kamera gefilmt worden sein. Für sein Alter ist der Film wirklich rasant und er putsch ganz schön nach Vorne, man hat kaum Zeit durchzuatmen.

Ein Meilenstein und ein Muss für alle Film-Fans. Für Krimi-Fans sowieso. Und für Hitchcock-Fans "am sowiesoesten"

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Filmkenner77

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Sehr schön. Mein liebster Hitchcock-Film, da er alles vereint, was den Meister ausmacht.


CaptainHowdy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser sarkastische / zynische Humor (am Anfang und immer wieder zwischendrin) ist genau mein Ding. Weiterhin ist der Film auch für sein Alter wesentlich besser als ich ihn mir jemals vorgestellt hätte. Allerdings fällt der Film für mich deutlich ab als die "Liebesgeschichte" beginnt, trotz dessen reicht es immer noch für lockere 8 Punkte...

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Benjamin W.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Reines absurd-willkürliches, leichtfüßig-elegantes Hitchcockkino vom Allerfeinsten, von François Truffaut als die Summe des amerikanischen Werks des Altmeisters bezeichnet, eine kunterbunt gestaltete und profund arrangierte Jagd einem das Ungewisse versinnbildlichenden unsichtbaren Dritten hinterher, eine Ansammlung stellvertretend für das Genie des Regisseurs stehender instant classics, mit illusorischen Momenten der Ruhe gepolstert und unterbrochen. Mag auch „North by Northwest“ nicht sonderlich in die Tiefe gehen, so beweist er doch Hitchcocks formal-inszenatorische Größe auf ganz und gar eindrucksvolle Weise. Die vielzitierte Maisfeldszene als Exemplar für das meisterliche Verständnis des master of suspense für Aufbau und Anordnung ist in ihrer unkonventionellen Haltung jeglichen Spannungsklischees, also der Annahme, der Nervenkitzel sei stets durch unheimlich-düstere Umstände bedingt, gegenüber - „Ich wollte mich gegen die Schablone stellen.“ - schlichtweg radikal und selbstverständlich ungeheuer innovativ, eine träge voranschreitende und geographisch eindrucksvolle Klimax, mit dem Flugzeug als übermächtigem Feind eine wunderbare Allegorie. Die Willkürlichkeit, die „North by Northwest“ zur „abstrakten Kunst“ macht, regiert schließlich vom UN-Hauptgebäude über den Mount Rushmore bis zum Ende – bis zum schelmischen Sieg über die Zensur des Production Code, als der Zug mit dem sich küssenden Paar Grant/Saint in den dunklen Tunnel schießt.

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