Diary of the Dead
US 2007
- Genre
- Zombies
- Zielgruppen
- Über 18 (Gewalt)
- Inhalt
Während der Dreharbeiten zu einem Filmprojekt gerät eine Gruppe Studenten mitten in eine Invasion der Untoten! Der Filmstudent Jason, seine Freundin Debra und ein aus Mitstudenten bestehendes Filmteam drehen in den Wäldern Pennsylvanias einen… — Mehr
Während der Dreharbeiten zu einem Filmprojekt gerät eine Gruppe Studenten mitten in eine Invasion der Untoten! Der Filmstudent Jason, seine Freundin Debra und ein aus Mitstudenten bestehendes Filmteam drehen in den Wäldern Pennsylvanias einen Horrorfilm für ihre Uni, als im Radio erste Meldungen von wiederauferstehenden Toten laufen. Verzweifelt und verängstigt versucht die Gruppe, sich zu ihren Familien und Freunden durchzuschlagen. Doch Jason beschäftigt ein ganz anderes Problem: Weil er die Verlogenheit der Berichterstattung anprangert, lässt er auf der Flucht vor den Untoten gnadenlos seine Kamera mitlaufen und dokumentiert den Angriff der Zombies, um sie später über das Internet der Allgemeinheit zugänglich zu machen.
- Cast
- Shawn Roberts, Megan Park, Amy Ciupak Lalonde, Chris Violette, Michelle Morgan, Tatiana Maslany, Joshua Close — Mehr
- Regisseure
- George A. Romero
- Autor
- George A. Romero
- Laufzeit
- 92 Minuten
- Handlung
- Zombie, Überleben, Überlebenskampf
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ganz gut 6.2
Der Film Diary of the Dead wurde von 9 Kritikern bewertet.
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, Flute...
Mit DIARY OF THE DEAD, der in Deutschland ohne den „Umweg Kino“ gleich auf DVD erscheint, erzählt uns Romero nun etwas über die sich rasant verändernde Mediengesellschaft. Eine Gruppe Filmstudenten dreht in den Wäldern von Pennsylvania einen Horrorfilm als sie in den Nachrichten von einem Virus hören, der Tote wieder auferstehen lässt. Die medienkompetenten Jugendlichen wissen sofort, das die Dokumentation dieser beängstigenden realen Geschehnisse den besseren Horrorfilm abgibt. Deshalb lassen sie die Kamera auf ihrem Weg durch das blutige Chaos immer laufen. In der Regel waren Romeros gesellschaftskritische Filme ihrer Zeit immer etwas voraus. Doch ganz so schnell ist der inzwischen 69jährige Filmemacher nicht mehr. Mit seinem Zombiefilm für die „youtube-Generation“ schwimmt er im soliden Mittelfeld auf der von ihm initiierten Zombiewelle mit. Wie seine langsam vor sich hin taumelnden Old-School-Zombies, ist Romero etwas berechenbar geworden. Dennoch ist DIARY klug und verlässlich gut und die deutsche DVD besticht zudem mit einem Audiokommentar von Romero und vielen informativen Featurettes zum Film.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
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Alles auf Anfang. Das dachte sich George A. Romero nach dem groß angelegten Projekt „Land Of The Dead“ und drehte mit unbekannten Darstellern wieder mal einen Independent Streifen für schlappe zwei Millionen Dollar. Das war wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Mit „Diary Of The Dead“ wagt Romero sich in neues Terrain, meistert dies aber erstaunlich gut.
Romero siedelt die Grundidee seines „Night Of The Living Dead“ in der heutigen Cyber-Generation an und erzeugt dabei mit dem Dokumentar-Stil einen besonderen Realismus, der teilweise geradezu bannend, teilweise aber auch zu aufgesetzt wirkt. Dem Zuschauer wird das widerwärtige Wirrwarr des Sensationsjournalismus und die kranke Seite der heutigen, vom Internet regierten Welt vor Augen geführt. Zudem geht es um das berühmte menschliche Phänomen, bei einer Katastrophe nicht wegschauen, aber auch nicht helfen zu können.
Anfänglich droht der ungewohnte Wackelkamera-Stil beinahe zu nerven, doch nac… — Mehr
Alles auf Anfang. Das dachte sich George A. Romero nach dem groß angelegten Projekt „Land Of The Dead“ und drehte mit unbekannten Darstellern wieder mal einen Independent Streifen für schlappe zwei Millionen Dollar. Das war wahrscheinlich die richtige Entscheidung. Mit „Diary Of The Dead“ wagt Romero sich in neues Terrain, meistert dies aber erstaunlich gut.
Romero siedelt die Grundidee seines „Night Of The Living Dead“ in der heutigen Cyber-Generation an und erzeugt dabei mit dem Dokumentar-Stil einen besonderen Realismus, der teilweise geradezu bannend, teilweise aber auch zu aufgesetzt wirkt. Dem Zuschauer wird das widerwärtige Wirrwarr des Sensationsjournalismus und die kranke Seite der heutigen, vom Internet regierten Welt vor Augen geführt. Zudem geht es um das berühmte menschliche Phänomen, bei einer Katastrophe nicht wegschauen, aber auch nicht helfen zu können.
Anfänglich droht der ungewohnte Wackelkamera-Stil beinahe zu nerven, doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kann man dann in das Schreckensszenario eintauchen. Hier ist ja auch ein Filmstudent am Werk, der die Kamera ruhig halten kann. An guten, neuen Ideen mangelt es wieder mal nicht, so sind auch ein recht straffer Spannungsbogen und Unterhaltung gegeben. Leider sehen die blutigen Effekte diesmal zu computergeneriert aus, da durch den schwierigen Dokumentar-Stil die meisten Effekte der Einfachheit halber erst nachträglich eingefügt wurden, statt wieder auf Handgemachtes zu setzen. Dafür ist der Film als vermeintlicher Zusammenschnitt von Filmstudenten meistens überzeugend, zumindest solange man die völlige Besessenheit des Kameramanns nachvollziehen kann und nicht zu viele (Sound-) Effekte um der Dramatik willen den Realismus schmälern.
Das kleine Problem ist, dass „Diary Of The Dead“ sich nicht als Kinofilm präsentiert, es aber nicht ganz kaschiert werden kann, dass er eben doch einer ist. Andererseits wäre es zu langweilig geworden, hätte man alles so schlicht wie „Blair Witch Project“ aufgezogen. Die Ausrede, dass alles von fähigen Filmstudenten zusammengeschnitten wurde, ist nicht die überzeugendste, aber akzeptabel. Das nächste Problem bezieht sich auf Romeros Message, die auch diesmal klar zu erkennen ist. Einige das Hauptthema betreffende Phrasen aus dem Off-Kommentar oder von den Darstellern selbst haben einen ziemlich affektierten Beigeschmack. Was da auf diese Weise vorgetragen wird, mag erschreckend wahr sein, aber so bringt Romero seine Sozialkritik bei weitem nicht so elegant unter, wie er es früher schaffte.
Pluspunkte sammelt „Diary Of The Dead“ mit der trostlosen Atmosphäre, die auch das Ende regiert, denn diese Art von Unbehagen konnten „Day Of The Dead“ und „Land Of The Dead“ bis zum Schluss nicht erzeugen. Mit dem besonderen Konzept wirkt „Day Of The Dead“ eben besonders nah am Zuschauer. Wieder mal eine wirklich gute Idee vom Zombie-Meister, der mit 68 Jahren zeigt, dass er es noch drauf hat, und das sogar mit einem modernen, weitgehend die Jugend betreffenden Thema. Einziges Manko bleibt hier und da die Frage nach der Glaubwürdigkeit. Diese muss jeder für sich selbst beantworten.
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Kommentare — Geht so 5.6
Der Film Diary of the Dead wurde von 246 Mitgliedern bewertet.
Zichi03 2010/02/01 11:44:01
Was bei ´´REC´´ und ´´Paranormal Activity´´ funktionierte, tuts bei diesem Streifen absolut nicht!
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Andi Shiva 2010/01/30 09:41:22
Dafür das ich absolut nichts erwartet hab..*Hut ab* Auch wenns zum Ende hin etwas albern wird! Aber mein Jott, n bisl Zombie's klatschen macht immer laune. Ganz gut mit Augen-zu-drück-Charakter :-P
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Izzy8888 2009/12/01 19:15:53
Die Fake Dokumentation war etwas unglaubwürdig. Jason filmte munter wenn seine Freunde von Untoten bedroht und getötet wurden, anstatt mal die Kamera kurz wegzulegen und einzugreifen.
Seit wann prägt sich eigentlich das Akku-Leer-Symbol direkt auf die Filmdatei ein?
Gegen das Ende des Films ist nichts einzuwenden. Ich hätte allerdings noch gern etwas mehr gesehen.
Es gab einige gelungene Schockmomente, die Gore- und Make-up-Effekte lassen den Film deutlich teurer wirken als er ist.
bedenklich? Kommentar gefällt mir 1 Antworten
JoJoNagel 2009/12/01 19:24:45
Das war doch grade der Punkt, dass Jason sich immer mehr in seine Dokumentations-Obsession reinsteigert und am Ende nur noch ans Filmen denkt (sogar seinen eigenen Tod)...
Kommentieren | Alle Kommentare (29)
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[...] Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Metiers wird hier erstaunlich viel Handlung und manchmal auch Tiefgang geboten, so dass ihm ein plattes „Ist wie ‚Cloverfield’, nur mit Zombies“ bei weitem nicht gerecht wird.
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