Frost/Nixon
Frost/Nixon (2008), US Laufzeit 122 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 05.02.2009
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von Ron Howard, mit Frank Langella und Michael Sheen
Oscarpreisträger Ron Howard bringt Peter Morgans Interpretation eines der faszinierendsten Duelle des Talkshow-Journalismus in die Kinos. Drei Jahre lang schwieg Richard Nixon nach seinem Rücktritt in Folge der Watergate-Affäre, doch im Sommer 1977 ließ sich der stahlharte und überaus redegewandte Ex-Präsident auf eine exklusive Reihe von Fernsehgesprächen ein, um über seine Amtszeit zu sprechen. Die Erwartungen waren hoch, Einzelheiten über die Hintergründe des Spionagefalls zu erfahren. Nixons überraschende Wahl für den Moderatoren der Sendereihe fiel auf den bis dahin eher als windig bekannten britischen Moderator und Entertainer David Frost – wahrscheinlich in der Hoffnung, leichtes Spiel mit ihm zu haben, um sich so ohne große Gegenwehr einen Platz in den Herzen und Köpfen der Amerikaner zurückerobern zu können. “Frost/Nixon” blickt vor und hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Begegnung, die für beide zum öffentlichen Moment der Wahrheit wurde. Wie auch in der Broadway-Inszenierung von Morgans Stück spielen der mit einem “Tony”-Award ausgezeichnete Frank Langella und Michael Sheen die Hauptrollen als Richard Nixon und David Frost. Eines der schmachvollsten Kapitel amerikanischer Geschichte spiegelt sich ebenso spannend wie menschlich in diesen Momenten wider – einfühlsam und kraftvoll auf die große Leinwand gebracht von Ron Howard.
Cast & Crew
-
Ron Howard
-
Frank Langella
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richard Nixon
-
Michael Sheen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) David Frost
-
Sam Rockwell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) James Reston Jr.
-
Kevin Bacon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Brennan
-
Matthew Macfadyen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) John Burt
-
Oliver Platt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Zelnick
Regie
Schauspieler
-
Rebecca Hall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Caroline Cushing
-
Toby Jones
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Swifty Lazar
-
Andy Milder
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Frank Gannon
-
Kate Jennings Grant
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Diane Sawyer
-
Gabriel Jarret
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ken Khachigian
-
Jim Meskimen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ray Price
-
Patty McCormack
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pat Nixon
-
Geoffrey Blake
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Regisseur
-
Clint Howard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lloyd Davis
-
Rance Howard
-
Joe Spano
-
Gavin Grazer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) White House Director
-
Marc McClure
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Network Executive
-
Peter Morgan
-
Ron Howard
- Genre
- Politdrama
- Zeit
- 1977
- Ort
- Kalifornien, San Clemente
- Handlung
- Berater, Duell, Entschuldigung, Feier, Fernsehsender , Filmproduzent, Frauenheld, Förderung, Geld, Geldgier, Geldnot, Interview, Karriere, Moderator, Präsident, Recherche, Richard Nixon, Schuld, Schuldgefühl, Schönheit, Stolz und Eitelkeit, U.S. Präsident, Vertuschung, Watergate-Affäre, Zweikampf
- Stimmung
- Ernst, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Frost/Nixon
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Kritiken (20) — Film: Frost/Nixon
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenBei den Interviews scheint es geradezu so, als ob man es gerade im Fernsehen schaut und man live dabei ist. Genau dieser Nervenkitzel, die Rivalität zweier Kontrahenten, die Sticheleien, das gekonnte Hin und Her, das fehlt vielen vermeintlichen Thrillern.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Wer auf der Suche nach großem Charakterkino ist und sich nicht an dem für „uns Deutsche“ eher unbedeutenden historischen Hintergrund stört, der wird mit „Frost/Nixon“ seinen wahre Freude haben.
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenZu sehr bleibt Howard den Hollywoodregeln für die - vermeintlich - breite Masse treu und inszeniert zu sehr auf Effekt - frei stehende Monologe, Hans Zimmer-Gedudel, dramatische Höhepunkte aus dem Spießerlehrbuch.
Die Austattung ist fantastisch, der Film ist toll gespielt, besonders von Sheen; Langella bewegt seinen Nixon für meinen Geschmack zu nah an der Parodie. Sehenswert allemal.
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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Kommentar löschenDer Film schafft es, den Prozess hinter eine Talkshow in einen fesselnden Thriller zu verwandeln, wenn auch viele von uns glauben, den Ausgang schon zu kennen.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl der Kern von „Frost/Nixon“ naturgemäß eine kammerspielartige Dramaturgie besitzt, bei der Salvatore Totinos Kamera die kleinsten Regungen und die Blicke der Hauptfiguren in Großaufnahme zeigt, macht etwa auch das detailverliebte Produktionsdesign – gedreht wurde an Originalschauplätzen, in Nixons Haus in San Clemente sowie in Frosts Hotel-Suite – aus „Frost/Nixon“ einen großen Kinofilm.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Frank Langella, der für seinen Bühen-Nixon den Theater-Oscar ‚Tony‘ erhielt und völlig zu Recht in diesem Jahr für annähernd jeden Filmpreis nominiert ist, spielt schlicht überragend. Seine physische Präsenz, die in einer lustigen kleinen Szene sogar seinen schärfsten Kritiker völlig einschüchtert, besonders aber der Zwiespalt zwischen dem Eigenempfinden als Missverstandenem und dem gleichzeitigen Schuldbewusstsein, dem innersten Wunsch nach Vergebung und dem Starrsinn, sie zu fordern, statt zu erbitten – Langella stellt all diese Facetten mit Hingabe und gleichzeitig ausreichend Differenzierung dar, um aus Nixon nicht das politische Übermonster, sondern einen Menschen zu machen. Beim Anekdoten ausplaudern, wie beim Wutausbrüche ob seines auf den Watergate-Skandal reduzierten Handelns bekommend, Langella meistert die schwierige Rolle mit Bravour und umschifft gekonnt jede Tücke, die das Bild eines derart negativ in der öffentlichen Wahrnehmung manifestierten Mannes mit sich bringt.[...]
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Um den eigentlichen Kern, die Interviews, baut Howard eine massentaugliche Geschichte, beginnt seinen Film mit der Abdankung Präsident Nixons und nimmt sich fast eine Stunde Zeit, beide Hauptcharaktere vorzustellen. Eine etwas zu lange Einführung in Anbetracht des Hauptthemas. Eines jedoch muss dem Zuschauer hier klar sein: Frost/Nixon ist nicht das Abziehbild der Originalgeschehnisse. Vielmehr nimmt der Film sich das Recht heraus, Figuren und Tatsachen im Sinne der Dramaturgie zu verändern.[...]
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenAuch und gerade für Kinobesucher, die nicht en detail mit den politischen Hintergründen der Nixon-Ära vertraut sind, bietet Frost / Nixon geschliffene Unterhaltung und vor allem zwei brillante Schauspieler in Höchstform. Und vielleicht markiert er ja eine Trendwende im US-amerikanischen Kino - weg von tumber Action und hin zu mehr Bewusstsein für Politik und eine kritische Auseinandersetzung mit der Macht der Medien.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenFrank Langella nimmt die pathologischen Züge Nixons zurück und verleiht ihm eine kleinliche Schläue, die jedoch schnell in staatsmännische Gravitas umschlagen kann. Morgan betont die innere Verwandtschaft der Kontrahenten, die beide im Exil leben (Frost arbeitet nach einigen Quotendesastern in Australien). Wirklich sympathisch ist keiner von ihnen, dennoch schafft es der Film, den Zuschauer mitfiebern zu lassen.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenRon Howard ist ja so ein Fall für sich. Ich mag Parenthood und The Paper (hauptsächlich wegen Keaton), ohne zugleich sagen zu wollen, dass sie gut sind. Bei How the Grinch Stole Christmas ist es eher so, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich Dr. Seuss Charakter vorher nicht kannte, Howards Arbeit schlecht einschätzen kann, obschon ich auch diesen Film mag. Über seine restlichen Filme – allen voran The Da Vinci Code – hülle ich lieber den Deckmantel des Schweigens. Was ich lustig finde, wo ich grad IMDb offen hab, ist, dass der gute Mr. Howard vor Frost/Nixon erst zweimal für einen Academy Award nominiert war (mit A Beautiful Mind). Dabei hatte ich eigentlich das Gefühl, dass das Ginger Kid so ein Kandidat ist, denn die depperte Academy jedes gefühlte zweite Jahr nominiert. So kann man sich irren.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenHoward inszeniert die Geschichte unaufwendig und packend mit geschliffenen Dialogen an wenigen Originalschauplätzen als Kammerspiel. Im Fokus steht der psychologisch tiefgründige Schlagabtausch zwischen den beiden Männern, den er, ohne die Urteilsbildung des Publikums zu polarisieren, mit einer auf Schuss-Gegenschuss ausgerichteten klassischen Kameraführung bildlich umsetzt.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Eigentlich eine banale Geschichte, Vorbereitung und Durchführung eines - wenn auch legendären - Interviews. Aber Ron Howard, der ansonsten für Blockbuster wie Da Vinci Code oder den dieses Jahr erscheinenden Nachfolger Angels & Demons verantwortlich ist, schafft es, das ganze so spannend zu inszenieren wie einen Thriller. [...]
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWer hätte gedacht, das ich je einem Ron Howard Film eine wirklich gute Bewertung geben würde. Steht der Mann für mich doch, für langweiliges Mittelmass und den cineastisch kleinsten gemeinsamen Penner. Abgesehen von Cocoon und Willow hat Howard, der durch seine Rolle in “American Graffitie” und die daraus resultierende Rolle in der Endlos-Sitocm “Happy Days” bekannt wurde, wenig vollbracht, das nicht fader, belangloser Einheitsbrei ist. Howards Filme sind in der Regel glossig, schmierige All-American-Stories die Pathos statt Sauerstoff atmen. Und doch: Frost/Nixon ist gelungen. Ein kraftvoller, hochspannender und sehr gut gespielter Thriller zwischen Boxduell und Mediensatire.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenHilfe ich mag einen Ron Howard Film. Bei genauerer Betrachtung gestalltet sich das aber wesentlich simpler: Gewohnt dünnes Drehbuch kämpft gegen spielwütige Darstellerorgie - und verliert. Zum Glück. Auf Grund dessen halte ich den Film insgesamt für gelungen, selbst wenn er an den üblichen howard'schen Wehwehchen leidet.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenEiner der Filme, den man sich wegen der Thematik vielleicht nicht unbedingt freiwillig ansehen würde. Watergate, Nixon - das dürfte für die Mehrzahl der aktiven Kinogänger eher Namen aus Geschichtsbüchern sein.
Der Film lohnt sich dank der grandiosen Leistung der beiden Hauptdarsteller, die beide ihre Filmrollen schon auf der Bühne erfolgreich dargestellt haben. Ein großer Film!
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDas Ron Howard dieses Theaterstück auf die Leinwand bringen konnte, grenzt an ein kleines Wunder. Seine Beharrlichkeit, ein kleines Budget und zwei großartige Schauspieler haben dieses Wunder wahr werden lassen. Der Film blickt vor und hinter die Kulissen einer denkwürdigen Begegnung, die für beide...
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenEin Vergleich mit Sportarten lässt sich fast nicht vermeiden. Irgendwo zwischen einem Schachspiel und einem Boxkampf entfaltet sich diese dramatische Begegnung von Frost und Nixon. Diese Konfrontation zweier unterschiedlichen Persönlichkeiten wird von Ron Howard schwungvoll inszeniert. Vertrauen kann er dabei nicht nur auf seine technische Crew, sondern auch auf die vorzüglichen Schauspieler. Aufgelockert wird das Drama durch aus heutiger Sicht ironische Beobachtungen.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenDie Hauptdarsteller Frank Langella und Michael Sheen versuchen nicht ihre Charaktere nachzuahmen, sondern verkörpern sie. Es gibt die gewöhnliche Eingewöhnungsphase, die in Filmbiografien vorkommt, wenn der Betrachter die Realität mit der Darbietung vergleicht. Dann verschwindet diese und der Zuschauer wird in den Bann des Dramas gezogen. Regisseur Ron Howard nutzt authentische Schauplätze und es werden zeitweise viele Details erläutert. Der Film konzentriert sich aber wirklich auf diese zwei, stark fesselnden, Hauptcharaktere. Diese zwei Männer zeigen tiefe Bedürfnisse, ganz außerhalb des Themas des Interviews.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenDer Regisseur Ron Howard und Drehbuchautor Peter Morgan schafften mit Frost/ Nixon mehr als nur eine verschönerte Neuerzählung junger Geschichte.Sie formtem eine Tragödie, die fast die Kraft eines Shakespeares besitzt.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenSchon eine kurze, unaufdringliche Szene in Frost/Nixon erfasst perfekt den subtilen Schmerz des gesamten Films. Der fesselnde Streifen ist gefüllt mit vielsagenden Momenten und kraftvollen, schauspielerischen Leistungen. Es ist schwer sich vorzustellen, das Interviews zwischen nur zwei Personen unterhaltsam sein können, aber Frost/ Nixon könnte nicht spannender sein.
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Kommentare (71) — Film: Frost/Nixon
Kommentar schreibenviewer 2012/01/29 22:41:05
Kommentar löschenSchade, dass sich Filme wie diese an die echten Begebenheiten halten müssen, denn die sind aus dramaturgischer Sicht völlig unbrauchbar.
Zu Beginn wird Frost als Playboy und oberflächlicher Lebemann gezeigt, der dann aber seine ganze Existenz für dieses Interview riskiert. Lieder sieht am nicht, dass es ihm in irgendeiner Weise wirkich ernst wäre: seine Redakteure recherchieren Tag und Nacht; er geht lieber schick essen und zu Filmpremieren! (was für eine unsympathische Hauptfigur!). Er geht lässig ins Interview und - oh Überraschung! - hat Nixon unterschätzt und sich ganz schlecht vorbereitet. Und leider sieht er seine Fehler nicht mal ein! Selbst nach dem 2. und 3. verpatzten Tag ist er egozentrisch, feiert lieber seinen Geburtstag mit vielen Stars und Playboy-Häschen. Spätestens da verliere ich die Hauptfigur. Er ist dumm, eitel und nicht bereit zu lernen!
Der zweite große Schwachpunkt sind die Interviews selbst. Ich hatte auf ein Wettkampf zweier Demagogen auf Augenhöhe gehofft. Auf Schlagabtausche, Diskussionen mit viel Subtext auf psychologische Kriegsführung und auf unglaubliche Spannung. Auf einen Boxkampf, der bis 5 Minuten vor dem Ende unentschieden steht. Vielleicht so ein bißchen wie in "Eine Frage der Ehre" (wird der Anwalt es schaffen, dass Nathan Jessup Stellung zum "code red" bezieht?).
Doch dann: nach 11 komplett verlorenen Interviews kommt die Wende. Unser Held kommt auf die sensationelle Idee, sich auch mal vorzubereiten und ein Wochenende zu arbeiten, statt mit seiner Schnalle (die dramaturgisch völlig sinnlos ist) auszugehen. Und dann der entscheidende Schlagabtausch: Hallo, hier ist ein neuer Beweis! Und Nixon bricht sofort ein, ohne Gegenwehr. Mag alles so gewesen sein, ist aber komplett langweilig!
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Tho 2011/12/31 00:11:40
Kommentar löschenNicht übel, aber das original Interview ist nicht schwer zu finden und deutlich besser.
Schade
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Delonghi 2011/12/26 21:30:19
Kommentar löschenWow, ein richtig, richtig guter Film über DAS Interview, welches zu der damaligen Zeit die Welt bewegte und wohl auch mitriss. Man stelle sich dies in der heutigen Zeit vor, da wäre aber Facebook und Twitter zum Erliegen gekommen. Der Film riss mich mitsamt des bis ins kleinste Stellschräubchen genial besetzten Casts mit. Jederzeit, jede einzelne Minute und Sekunde habe ich den Rollen unschätzbare Glaubwürdigkeit geschenkt! Und was der Film auch noch schaffte, war das Schmunzeln zwischendurch, wenn der Frost mal wieder sein eher charmantes Jack Nicholson-Grinsen aufsetzte. Echt cool, und das Ende reichte vielleicht noch zu....Mitleid für den ach so geschassten und gehassten einsamen Richard Nixon...ach ne, doch nicht;-)
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Hagen Hagen 2011/10/30 23:05:14
Kommentar löschenDie Szenen mit mit dem Rechercheteam um Oliver Platt und Sam Rockwell sind die besten. Interessant wird es auch immer, wenn Kevin Bacon eine Szene hat. Das eigentliche Duell zwischen Frost und Nixon kommt aber zu kurz und überzeugt mich auch nicht. Langella macht das zwar gut, aber Hopkins war dem diabolischen Nixon doch deutlich näher.
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Dysta 2011/10/25 14:43:34
Kommentar löschenRon Howard schafft es (obwohl ich es ihm nicht zugetraut habe) diesen komplizierten Filmstoff in eine spannende Symbiose aus Thriller,Dokumentarfilm und Persönlichkeitsstudie erfolgreich zu verpacken. Die beklemmende Atmosphäre, welche besonders im letzten Drittel des Films aufgebaut wird, bringt einen zum Frösteln und man würde eher in die Tischkante beißen als sich vom Fernseher weg zu bewegen.
Es gibt nur wenig Tadel, die man Ron Howard ankreiden muss. Eigentlich hat er alle wichtige Personen hinter diesen Skandal dargstestellt und jeder eine eigene graviernde Persönlichkeitszeichnung zukommen lassen. Nur habe ich mich den gesamten Film über gefragt, weshalb die Person der Caroline Cushing mit in den Film übernommen wurde.... Sie hat keinerlei Anteil an der Handlung, sie beeinflusst ja noch nicht einmal irgendjemand anderen. Abgesehen davon um die Frauenquote in diesen Machwerk zu halten, kommt ihr mMn kein größerer Sinn hinzu^^
Ansonsten ist das größte Lob an Peter Morgan auszusprechen. Er hat es geschafft den Stoff des vermeintlich größten Politskandals des 20. Jahrhunderts verständlich,spannend,interessant für den Film aufzuarbeiten ohne das wichtige Aspekte auf der Strecke bleiben.
Ich verneige mich - Ein wirkliches Meisterwerk
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loveissuicide 2011/10/23 22:08:21
Kommentar löschenEnthält Spoiler, die aber eigentlich keine sind, weil die Geschichte eh hinlänglich bekannt sein sollte.
Eine kleines, fieses Psychospielchen, dieser Interview-Film. Der Film schafft es gut, den Wunsch des bis dato znbedeutenden David Frost in Szene zu setzen, Richard Nixon zum Geständnis zu zwingen. Spätestens mit dem ersten Interview wirds dann echt zermürbend, man leidet mit Frosts Team richtiggehend mit, als er eine Ohrfeige nach der anderen kassiert. Das finale Interview ist dann jedoch der große Befreiungsschlag. Zum Schluß sieht man dann noch den senilen Nixon, mit dem man jedoch kein Mitleid hat, oder besser gesagt, man kann das Mitleid mit der Privatperson Nixon ganz gut von dem Politiker Nixon trennen.
Traurig finde ich die Aktualität des Themas. Korruption auf allerhöchster Politikerebene ist in Österreich zur Zeit ja auch in aller Munde...
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Emzed 2011/10/22 20:45:38
Kommentar löschenZu seinem Rücktritt in Folge der Watergate-Affäre gab US-Präsident Richard Nixon lange kein offizielles Statement ab - bis ihn der junge Talkmaster David Frost zu einem Fernsehduell vor die Kameras lockte, das für großes Aufsehen sorgte. Michael Sheen ist toll als junger Showmaster Frost, der Nixon weniger aus politischem Interesse, sondern mehr aus Abenteuerlust und wegen der Aussicht auf Ruhm zum Interview bewegen will. Das sorgt für Konflikte mit seinem Beraterteam, das die Gelegenheit nutzen will, Nixon ein Geständnis seiner Mitschuld an der Watergate-Affäre und eine Entschuldigung gegenüber dem amerikanischen Volk abzuringen. Der Ex-Präsident hingegen glaubt im Vertrauen auf seine Redegewandtheit, mit dem politisch unbeschriebenen Blatt Frost leichtes Spiel zu haben und sich somit durch den Auftritt öffentlich rehabilitieren zu können. Als sich abzeichnet, dass ein Misserfolg der Interviews für Frost den finanziellen Ruin bedeuten würde, geht es beim finalen rhetorischen Duell auch um seine Zukunft. Es macht Spaß zuzusehen, wie aus der spontanen Idee Frosts ein konkreter Plan entsteht, wie Frost sich beim ersten Aufeinandertreffen von der Persönlichkeit des Ex-Präsidenten beeindruckt zeigt und wie Nixon bei den Interviews seine kleinen Psychospielchen treibt. Frank Langella geht voll auf in der Rolle des republikanischen Haudegens Nixon, wirkt unnahbar und doch charismatisch, zeigt Stolz, Siegessicherheit und Arroganz, aber auch Frustration und Unsicherheit angesichts seines schlechten Rufs und seiner Fehler. Kevin Bacon als Nixons politischer und persönlicher Berater und zugleich zutiefst loyaler Anhänger hat mir ebenfalls gut gefallen. Sam Rockwell als Frosts idealistischer Berater sowie Rebecca Hall als Hingucker sind runden die erstklassige Besetzung ab.
Wer kein Interesse an den politischen und historischen Hintergründen der Begebenheit hat, den wird an dem Film doch ohne Frage faszinieren, wie die beiden toll dargestellten Hauptcharaktere in den Interviews um die Oberhand ringen. Das Duell der Worte ist exzellent inszeniert und durch die Hinführung wird wunderbar Spannung aufgebaut – absolut sehenswert!
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Patrick Zecca 2011/10/08 10:53:47
Kommentar löschenEin Film über einen Präsidenten, der zwar nie gerichtlich für seine Taten belangt wurde, jedoch von sich selbst letztendlich genug bestraft wird.
Die schauspielerischen Leistungen in diesem Machwerk sind überragend, Langella und vor allem Sheen überzeugen mit einer unglaublichen Glaubwürdigkeit und fesseln den Zuschauer in diesem psychologisch komplizierten Medienduell. Obschon man, oder zumindest jeder wohl informierte Zuschauer, bereits weiß wie die Geschichte endet, so ist die Spannung sowohl vor dem Bildschirm, als auch innerhalb des Streifens greifbar und lässt zu keiner Sekunde des zweistündigen Meisterwerks Langeweile aufkommen.
Fantastisch, intellektuell ansprechend und überaus interessant zu beobachten, wie hier allein mit der Macht der Worte eine Schlacht allererster Klasse geführt wird.
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AgentGuhl86 2011/09/23 20:23:33
Kommentar löschenEs passiert nicht allzu oft, dass man beim Betrachten eines Filmes eine große Vorfreude auf das Auftreten eines Darstellers hat. Mit Frank Langella als Richard M. Nixon gibt es einen dieser seltenen Momente. Kein anderer hätte diesen schmalen Grad zwischen kühlem Strategen und gebrochenem alten Mann besser darstellen können. "Frost/Nixon" ist mehr als ich mir erhofft hatte. Nicht nur ein Interview; sondern die Anatomie eines Interviews das seinerzeit David Frost weltberühmt machte. Neben den großartigen darstellerischen Leistungen ist die Geschichte an sich ja zeithistorisch schon ein gefundenes Fressen und bietet sehr anspruchsvolle Unterhaltung. Unterhaltung, die man wahrscheinlich noch mehr zu genießen weiß, wenn man sich nur mit dem Thema auskennen würde. Das einzige Wissen, dass ich bisher über Watergate hatte, sind von Hoffmann und Redford vermittelt worden ;).
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DrPhil 2011/08/09 16:55:41
Kommentar löschenWenig Story beschert dem Film viel mehr Platz für die Charaktere, den dann auch Michael Sheen und Frank Langella überaus großartig ausfüllen. Die Anspannung die die Hauptdarsteller ausstrahlen spürt man regelrecht und lässt einem selber gebannt mit fiebern. Auch sehr gut ist die Charakterentwicklung in Szene gesetzt, sodass der Film noch mehr an Tiefe und Dramatik gewinnt.
Spätestens am Ende wird klar, dass der Zuschauer hier eigentlich ein stark erweitertes Theaterstück bewundert, welches es tatsächlich gab, sogar mit denselben Schauspielern. Wegen den eingespielten Kommentaren der Mitwirkenden, wirkte der Film zum Teil wie eine gute Dokumentation. Der Film ist lehrreich und durch eine Handvoll Unterhaltungseinlagen sogar etwas witzig, welches den Film auflockert. Naja die Klamotten die die Schauspieler tragen und die Frisuren, welche deren Köpfe schmückt sind überaus hässlich. Zum Glück befinden wir uns hierbei in den 70er, wo solche, ich nenne sie mal Fehler, üblich waren.
Frost/Nixon ist ein sehr gutes Beispiel für starke Effektlose Filme. Ohne großes Tam-Tam ein durch und durch spannender Schlagabtausch zweier medienerfahrenen Menschen.
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Bonseibaum 2011/07/26 23:53:21
Kommentar löschenEinfach nur klasse! Gigantische Schauspielleistung. Es hat mich mitgenommen und gefesselt. Toll!
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Filmkenner77 2011/07/23 15:50:23
Kommentar löschenZweifellos, was hier von den Schauspielern, allen voran Frank Langella und Martin Sheen geboten wird, ist schon allererste Sahne. Martin Sheen spielt David Frost, den Showmaster, der ein politischer Journalist sein möchte und für ein Interview mit Nixon seine Karriere, seine Reputation und sein ganzes Geld aufs Spiel setzt. Frank Langella verkörpert den gewieften Machtmenschen Richard Nixon, der die Chance sieht, das in der Öffentlichkeit von ihm entstandene Bild geradezurücken und sich von seiner Schuld und Verantwortung in der Watergate-Affäre reinzuwaschen. Mit viel Geld lässt sich Nixon davon überzeugen, die Gunst der Stunde zu nutzen, um nach dem Gespräch einen erneuten Anlauf auf das Präsidentenamt nehmen zu können. Zunächst scheint es ihm in die Karten zu spielen, dass er mit Frost einem im Umgang mit Politikern ungeübten Interviewer entgegentreten kann. Alles deutet darauf hin, dass der Plan aufgeht, denn Frost ist dem politischen Kalkül und Intellekt Nixons gnadenlos unterlegen. So wirkt das Interview lange Zeit wie ein Werbefeldzug des Ex-Präsidenten. Ein Telefongespräch zwischen Nixon und Frost am Vorabend des vierten und letzten Interviews bringt schließlich die entscheidende Wende. Im Rededuell kann Frost Nixon aus der Reserve locken und ihm folgende Worte abringen:"Wenn der Präsident es tut, bedeutet das, es ist nicht illegal". Nixons politische Karriere ist damit endgültig besiegelt. Frank Langella spielt Nixon so glaubwürdig, dass man am Ende, als er als gebrochener Mann das Fernsehstudio verlässt, gar Mitleid mit ihm empfindet. Eine wahrlich grandiose schauspielerische Leistung.
Frost/Nixon ist Schauspielkino auf höchsten Niveau und für politisch Interessierte sicherlich ein Muss. Abstriche muss man bei der Fokussierung auf die Interviews machen, in denen Themen meist nur kurz angerissen werden. Da hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrund und Tiefe gewünscht.
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heikschn 2011/07/23 13:24:25
Kommentar löschenEin gutes Beispiel für einen dialoglastigen Film, der es schafft ganz ohne Actionmomente oder besondere Storytwists Spannung zu erzeugen und den Zuschauer in den Bann zu ziehen. Das Duell ist hervorragend inszeniert, auch dank der beiden guten Hauptdarsteller. Der angedeutete Dokumentarstil wirkt allerdings zu gekünstelt und nur halbherzig umgesetzt.
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hoffman587 2011/07/22 15:02:33
Kommentar löschenFrost/Nixon
"Frost/Nixon" aus dem Jahre 2008 war für mich wirklich eine Überraschung, wenn ich überlege wer da auf dem Regiestuhl saß, Ron Howard, besonders wenn ich an seine letzten Filme denke, aber der Mann zaubert tatsächlich ein hervorragendes Politdrama nach dem Theaterstück Peter Morgan auf die Leinwand.
Um wieder mit der Story weiter zu machen, diese handelt von einem man kann sagen, einem Meilenstein der TV-Geschichte, und zwar dem legendären Interview, das Talkmaster David Frost mit dem Ex-Präsidenten Richard Nixon führte und jetzt nochmal genauer: 1977 nachdem Richard Nixon vor 3 Jahren, wegen der Watergate-Affäre als Präsident zurückgetreten ist. Willigt er ein dem Talkshowmaster David Frost ein paar Interviews zu geben, um sich zu rehabilitieren. Doch der ehemalige Präsident unterschätzt den jungen Frost.
Nun stellt sich die Frage, wer spielt denn die beiden Personen?
Nun ja hier wird einmal Nixon von Frank Langella verkörpert, dessen Ähnlichkeit mit Nixon wirklich verblüffend ist und er spielt die Rolle mindestens genauso authentisch, er ist wahrhaft die Idealbesetzung, ich bin von ihm wirklich überrascht, sehr positiv überrascht von seiner Leistung, die ich am besten mit dem Wort "fantastisch" beschreiben kann und auf der anderen Seite hätten wir Michael Sheen, der auch vollkommen überzeugt, aber dass er reale Persönlichkeiten grandios spielen kann, hat er schon in anderen Filmen bewiesen.
Neben ihnen glänzen aber auch noch Kevin Bacon, Oliver Platt und Sam Rockwell.
Wie gesagt überrascht bin ich auch von der Regie von Howard, er erzählt die Story sehr fesselnd, um ehrlich zu sein, für mich gab es hier keine Längen, aber gut und auch sonst ist Howard Regie auf einem "spitzenklasse" Niveau.
Tja und die Kamera ist eindeutig exzellent, einerseits sind die Interview-Szenen perfekt inszeniert, sehr sauber und sehr detailliert, da neben wurden andere Sequenzen, eher im dem dokumentarischen Stil inszeniert, wackeln inklusive, aber das nehme ich hier nicht so hart, da er hier für mich, falls er so einer sein sollte, funktioniert hat, außerdem wurden die Bilder noch mit einer exquisiten Optik verziert.
Nun zu der großen Stärke des Films, den genial geschriebenen Dialogen, wirklich famos die Wortduelle von Nixon und Frost, während ihrer Interviews, sodass diese einen doch packen und die zudem wurden auch die Charaktere ausgezeichnet skizziert, zumindestens hat jeder von ihnen genug interessante Hintergründe spendiert bekommen.
Also, um es nochmal zu wiederholen, kann man sagen, dass "Frost/Nixon" wortgewaltiges und erstklassiges Politkino ist, das bis zur letzten Sekunde fesselt, naja jedenfalls erging es mir so.
30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Punsha 2011/07/22 15:29:31
Antwort löschenganz genau :)
seven 2011/07/22 16:11:11
Antwort löschenKlasse hoffi! ;)
hoffman587 2011/07/22 16:50:36
Antwort löschenDanke:)
Finnigan 2011/07/22 18:10:44
Antwort löschenSchönes Review, nur kann ich nicht ganz zustimmen, dass Frank Langella aussieht wie Richard Nixon. Schauspielerisch schafft es Langella durch Mimik, Gestik und Art auf alle Fälle, eine verblüffende Ähnlichkeit mit Nixon darzustellen. Rein optisch finde ich, weißt er jetzt nur bedingt eine Ähnlichkeit auf. Optisch ist ihm Gegory Itzin imho ähnlicher.
Finnigan 2011/07/22 18:11:34
Antwort löschen*weißt = weist mein ich natürlich *hust* ^^
Alle 7 Antworten zeigen
hoffman587 2011/07/22 18:52:36
Antwort löschen@Finnigan: Ja, durchaus, aber gerade durch diese Gestik und Mimik erkennt man den Charakter des Nixon wieder und so meiner Meinung nach ist bei mir die Illusion schon fast perfekt.
Athlet 2011/07/23 01:20:04
Antwort löschenein wichtiges Thema grandios verfilmt und nebenbei von dir gut treffend kommentiert Hoff!
cpt. chaos 2011/07/22 01:19:18
Kommentar löschenPolitik ist und bleibt ein schmutziges Geschäft!
Nur gut, dass das arrogante Stück Dreck doch noch zu Fall gebracht wurde.
Auch wenn bzw. trotzdem hier sogar noch ordentlich hinzugedichtet wurde, konnte mich die filmische Umsetzung dieses sicherlich brisanten Stoffes nicht überzeugen.
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aimée 2011/07/22 01:06:36
Kommentar löschenFantastisch! Spannend, beängstigend und doch auch auf eine befremdliche Art und Weise berührend.
Der Film überzeugt in Gänze durch einprägsames Schauspiel, glänzt in seinen Feinheiten durch die Ausgestaltung der Charaktere. Ein David Frost, der bis zuletzt, auch nach seinem Triumph-Interview, noch mit der Größe Nixon zu kämpfen hat, seine Ehrfurcht nie ganz ablegt und ein Jack Brennan, Nixon als treuer Gefährte auf dem schmalen Grat zwischen Mut und Hoffnung führend, bis ans bitterste Ende.
Die drei "Politkracks" sind jeder für sich herrlich neben der Spur, könnten nicht besser harmonieren. Ein weiteres Highlight.
Es ist und bleibt (Polit)Kino allererster Güte.
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Punsha 2011/07/22 00:50:45
Kommentar löschenEin beeindruckender, realitätsnaher Film über Richard Nixon, seinen Rücktritt, die Watergate-Affäre und vor allem sein Wesen. Drei Jahre nach seinem Rücktritt lies er sich dann überraschend auf ein Interview mit dem scheinbar harmlosen David Frost ein. Der Grund? Er will sich geschickt wieder in die Köpfe und Herzen der Menschen reden, um wieder zur Politik zu gelangen. Doch inspiriert von seinem Team ist das Ziel Frosts Nixon nicht so leicht davon kommen zu lassen. Das spannende daran?
"The limelight can only shine on one of us. And for the other, it'll be the wilderness, with nothing and no one for company but those voices ringing in our head."
Sowie der Fakt, dass das Ganze als ein herrlich interessantes Psycho-Duell aufgezogen ist und abwechslungsreiche Züge wie Routine, Cleverness, Beherztheit, Naivität, Angriffslust, Schönrederei und, und, und enthalten sind.
Dabei spielt wirklich ausnahmslos jeder Darsteller absolut überzeugend und natürlich.
"Frost/Nixon" zeigt uns welche Kraft das Fernsehen und Worte haben können, und wie viele Politiker diese Tatsache schamlos auszunutzen zu versuchen. Im Unterschied dazu nutzte dieser Film das im positiven Sinne, lehrte und unterhielt mich ausgezeichnet.
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Punsha 2011/07/22 19:48:45
Antwort löschen:)
mudjekeewis 2011/07/22 00:35:48
Kommentar löschenÄrgerlich,
und plötzlich, am Anfang des 3. Tages, eine einfache vorgelesene Behauptung; nach dieser ganzen Stärke seitens Nixon bricht dieser einfach zusamnmen!
Nein, es ist ... Kino, aber mehr nicht, und weil es diesen Anspruch anspricht ..., ärgerlich.
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mudjekeewis 2011/08/11 22:26:35
Antwort löschenOkay, kann ich verstehen,
in den ersten beiden interview tagen ist nixon sich seiner sache sicher, zeigt keine anzeichen von schwäche, zweifel oder reue. Sein politik-apparat arbeitet einwandfrei und er geht an beiden tagen klar als sieger hervor.
Am 3ten interview tag ist er - und seine mannschaft - sich absolut sicher, wieder die fernsehzuschauer für sich überzeugen zu können.
Und dann direkt am anfang dieses interview-tages konfrontiert frost nixon mit einer von einem blatt abgelesen behauptung, die nixon als lügner darstellt und entlarvt. Nun, diese behauptung entspricht wohl den tatsachen und nixon wusste das wohl, nehm' ich an. Aber das dieser mann und sein ganzer apparat, seine ganzen helfer, seine medienspezialisten, anwälte usw, sich so einfach dem schicksal ergeben und kurz darauf nixon das interview fortsetzt und dieses umfassende geständnis ablegt, das ist mir einfach zu unglaubwürdig.
Es mag ja sein, dass es wirklich so gewesen ist, ich habe das orginal-interview nicht gesehen, aber die umstände, die dazu geführt haben, können dann nicht die umstände sein, die im film dargelegt werden. Ein polit-profi geht so schnell einfach nicht zu boden, vielleicht wurde ja einfach nicht gezeigt, was wirklich passiert ist.
Das meine ich mit kino, das gute siegt, das böse unterliegt, es braucht ganz einfach nur eine "behauptung", an die - soweit ich mich erinnern kann - frost erst in allerletzter minute herangekommen ist, (fast) ein wunder.
Ich mag das einfach so nicht glauben und diese darstellung des sieges des guten ist mir einfach zu "kitschig". Und das thema ist mir zu ernst. Wenn wir glauben, dass es so einfach ist, tja, dann sollen wir das wohl glauben.
Wie gesagt, kann sein, dass ich komplett daneben liege, ich kenne das orginal-interview - und vor allem die umstände der ganzen tage darum - nicht, aber der film hat mich einfach geärgert. Es ist sicherlich eine (sehr) subjektive sicht, aber so möchte ich dieses hier nutzen. Es soll sich ja eine "Film-Persönlichkeit" entwickeln und zeigen, oder?
Yvonne_Kol 2011/07/22 00:29:06
Kommentar löschenEin erstklassiges Politdrama das trotz der leichtfüssigen Erzählstruktur durch Inhalt und Anspruch zu überzeugen weiß.
Der Underdog Frost, ein charismatischer Talkmaster ohne Politerfahrung entlockt dem überlegenen, eloquenten Nixon ein Schuldeingeständnis. Der Film ist zugleich Charakterstudie, denn die Fehler von Nixon sind bekannt, aber hier wirkt sein Versagen nur allzu menschlich. Sehr clever erzählt und absolut empfehlenswert (vorausgesetzt man hat sich im Vorfeld über die Watergate-Affäre informiert).
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dantesque 2011/07/22 00:23:29
Kommentar löschenEin durchaus herausragender Film, über einen Teil der amerikanischen Geschichte, mit dem ich nicht sonderlich gut vertraut war. Speziell das, was Michael Sheen und Frank Langella - die beiden Hauptdarsteller - da abgeliefert haben, war ganz großes Kino.
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