In China essen sie Hunde

I Kina spiser de hunde (1999), DK Laufzeit 91 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Komödie, Drama, Kinostart 06.07.2000


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7.2
Kritiker
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7.7
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141 Kommentare
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von Lasse Spang Olsen, mit Lasse Lunderskov und Jesper Christensen

Bis zum heutigen Tag war Arvid mit seinem Leben eigentlich zufrieden. Er hatte einen angenehmen und finanziell ausreichenden Job in einer Bank, und auch im Privatleben hatte er mit seiner Frau Hanne eine passende Lebenspartnerin gefunden. Ein Klischee trifft auf Arvid jedoch absolut zu, nämlich das, daß Bankangestellte langweilig sein sollen. Aus diesem Grund will Hanne sich von ihm trennen. Er jedoch geht zur Arbeit, wo er zum gefeierten Held des Tages wird, indem er einen Bankraub verhindert. Als er jedoch gut gelaunt nach Hause kommt, hat seine Lebensgefährtin die Wohnung bereits leergeräumt und das Weite gesucht. Und dann schießt auch noch eine zweite Frau in sein Leben: Es ist die Frau des Bankräubers, die Arvid vorwirft, ihr Leben zerstört zu haben, denn das Geld aus den Überfall sei für eine künstliche Befruchtung bestimmt gewesen, nun aber wird sie durch sein Verschulden ohne Kind und dazu noch ohne Mann leben müssen, weil der für die nächsten Jahre im Gefängnis sitzen wird. Arvid fühlt sich schuldig, und besucht daher zum ersten mal seit einem Jahrzehnt seinen Bruder Harald, der ein kleines Restaurant besitzt, eigentlich aber von Einnahmen aus Gaunereien lebt. Harald sowie dessen Angestellte Martin, Peter und Vuk sollen ihm dabei helfen, einen Geldtransporter auszurauben und den Bankräuber Franz zu befreien, damit dem glücklichen Leben von Franz und seiner Frau nichts mehr im Weg steht.

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Kommentare (140) — Film: In China essen sie Hunde


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cmaj1970

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Bewertung0.0Hassfilm

Mein Resümee: Schade um die Zeit. Lange keinen Film mehr gesehen, der mich so enttäuscht hat (ob der hochlobenden Kritiken). Diese Filmempfehlung ging bei mir definitiv daneben. Gar nicht meins.

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Steuerhinterzieher

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Bewertung7.0Sehenswert

EInfach spitze der Film :)!

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elias.beldzik

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Dänen und ihre Filme ... :)

Herrlich absurd, die Handlung ist nicht spannend, aber man kommt auf seine Kosten. Wenn einem langweilig ist, ist der Film hervorragend dafür geeignet, die Langeweile auszumerzen - mit schwarzem Humor und blöd-witzigen Dialogen. Witzig!

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schwedenretter

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Bewertung6.5Ganz gut

Hat nicht wirklich Sinn, ist aber typisch dänisch-schwarz. Wer es trocken und absurd mag, kommt auf seine Kosten.

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razzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In China essen sie Hunde und in Dänemark drehen sie verrückte Filme, die kein Schwein in China kennt.

Ist doch eh alles nur eine Frage des Standpunktes, des Blickwinkels. Wer entscheidet denn schon was richtig oder falsch, was gut und was böse ist. Unsere Kultur, die Gesellschaft, das Gewissen das uns leitet oder liegt nicht doch alles in den allmächtigen Händen Gottes?

Eine Frage, die dieser Film nicht beantworten kann (und erst gar nicht will), aber zumindest weiß man danach, wie lange ein Orgasmus bei Schweinen dauert: ne halbe Stunde. Und ich Trottel zahl immer noch meine Kirchensteuer! Ab Montag bin ich Hindu!!! :D

...
''Esst ihr keine Radieschen in Indien?'' - ''Ich bin Serbe.'' - ''Ich scheiß’ drauf.''
...
''Du bist ein Rassist, Mann.'' - ''Und wenn schon. Was ist falsch dran?''
...

Der geniale Kim Bodnia (Pusher, Bleeder) ist hier wieder mal eine Wand der nordischen Lässigkeit. Steinhart und undurchlässig für jede Art von menschlichen Gefühlen. Mit seinem treudoofen Bruder, den Köchen und dem unzerstörbaren Vuk ("Mensch Vuk, das isn Volvo. Die sind aus Panzerstahl.") geht er auf eine moralische Mission Impossible, die immer verrückter und wahnwitziger wird, bis sie am Schluß komplett in ihrer Absurdität implodiert. Ein Film, der sich in keine Schubläden stecken lässt, keine Grenzen kennt und einfach macht was er will. Respektloses Anarcho-Entertainment par excellence.

Mag sein, dass es Ecken gibt wo sie Hunde essen, aber nirgendwo gibt es solch ''Dänische Delikatessen'', wo der Sarkasmus noch eine Spur schwärzer zu schmecken scheint, wo einem das Lachen so wun(derb)ar-zynisch im Halse stecken bleibt.

Und was lernen wir draus?

Bei Skandinaviern dauert ein cineastischer Höhepunkt in der Regel knapp 90 Minuten.

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razzo

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Dänische Gründlichkeit eben :D


razzo

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Man muss es so sagen wie es ist: die Dänen stehen einfach über uns ;)


Zwiebel88

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Bewertung7.5Sehenswert

Tiefschwarz, sau lustig und herrlich absurd. Die Skandinavier können das einfach wie kaum jemand sonst, und das hat mir "In China essen sie Hunde" wieder mal gezeigt. Das Ende ist auch - gelinde gesagt - eher alternativer Art, was ins Gesamtbild dieses schrägen Kleinods passt. Top!

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razzo

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Ja Zwiebel, das ist der Nachfolger. Für mich aber bei weitem nicht so gut, wie die ''chinesischen Hunde'' ;)


Zwiebel88

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Alles klar. Früher oder später möcht ich gern alle gängigen, schwarzen Komödien sehen. Da schau ich den dann so oder so :)


Maxsson

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Bewertung7.5Sehenswert

"Was gibt's da durchzublicken? Es gibt nichts was richtig ist, und es gibt nichts was falsch ist. Du bestimmst. Du entscheidest. In China, da kannst du ein' ganzen Schäferhund aufessen und kein Idiot stört sich dran. Das ham' die da so entschieden. Es geht nur 'drum rauszufinden was man nicht will und es dann bleiben zu lassen. Is' doch ganz einfach."

Cooler Film, coole Dialog. Der schwarze Humor kommt nicht zu kurz!
Man erlebt, wie sich Arvid ändert und sein Bruder ihm dabei Hilft.

Weiß auch nicht, warum ich den erst jetzt gesehen habe. Macht wirklich spaß!

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PuertoRican

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Bewertung1.5Ärgerlich

Oh mein Gott! Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so hohe Erwartungen an einen Film hatte und sie so dermaßen zerstört wurden. Ich habe regelrecht Schmerzen im Bauch nachdem ich mir diesen Film angesehen habe. Das schlimmste was einem Film passieren kann, ist das man die Minuten runterzählt, wann er denn endlich vorbei ist. Und genau das ist mir mit "In China essen sie Hunde" passiert. Zwei meiner absoluten Lieblingsfilme sind von Anders Thomas Jensen, der sich als Verantwortlicher für das Drehbuch herausstellt. Das ist Fakt Nummer 1 warum ich wirklich WIRKLICH traurig war, das dieser Film so eine Vollkatastrophe war. Fakt Nummer 2 warum ich wirklich den tränen nahe bin ist die extrem gute Besetzung die dieser Film zu bieten hat. Wir haben da Kim Bodnia, Nikolaj Lie Kaas, Slavko Labovic und Line Kruse die so talentiert sind!! In China essen sie Hunde ist ein Volldesaster. Dem Film fehlt komplett die Finnesse und generell der komplette Sinn. Ich finde ihn tatsächlich ziemlich gut vergleichbar mit "Gigantisch". Die Story ist nämlich genau so Ziel- und Orientierungslos. Das Ganze wird noch mit ziemlich überzogenen und lächerlich wirkenden Actionszenen mit reichlich Explosionen und Rumgeballer garniert. Das Beste war aber natürlich die Schießerei zum Ende des Films. Dort angekommen dachte ich schon "schlechter kann es echt nicht mehr werden..." doch in diesem Punkt hat mich der Film tatsächlich noch überraschen können, es wurde sogar noch um einiges schlechter. Der Teufel der von Anfang an die Geschichte erzählt und dann am Ende Pseudo-coole Sprüche raushaut. Man das war echt ne Nummer bei der ich mich erschießen wollte. Das erste Viertel dachte ich tatsächlich noch der Film sei ganz in Ordnung doch es wurde immer schlechter. Die letzte halbe Stunde musste ich mich durchkämpfen um nicht aufzugeben und einfach abzubrechen. Verdammt Schade um das Potential das hier verschenkt wurde. Vor allem weil ich Jensen eigentlich so übertrieben feiere für "Dänische Delikatessen" und "Adams Äpfel". Ich hoffe dieser Film ist nur dieser eine Ausrutscher, den jeder Regisseur oder Drehbuchautor in seiner Karriere mal gehabt haben muss.

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Sliwowitz

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Bewertung6.0Ganz gut

die Moral am Ende war das beste :D

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DAWE265

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Bewertung7.5Sehenswert

Schon ettliche Male gesehen und man kann immer noch drüber lachen (muss man als Däne auch ;) ). Nur hatte ich die Actionszenen nicht so billig in Erinnerung. Ansonsten mit eine der lustigsten schwarzen Komödien, wie ich finde. Allein schon wegen Vuk und Harald. Was ich garnicht mehr aufm Zettel hatte, dafür aber gut gelacht, war die Szene am Ende: "Wieso muss ich denn in die Hölle? -"Na du bist doch schwul, oder?" -"BOOOM". (Ohne das jetzt homophob zu meinen)

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MrMcJones

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Bewertung9.5Herausragend

Selten war ich so traurig als ein Film rum war - ich hätte einfach noch stundenlang weiterschauen können! Die fast schon chronische Incorrectness steigert die Situationskomik ins Unendliche. Interessant finde ich, dass trotz der zuschauer sich trotz der Absurdität in die einzelnen Rollen rein versetzen kann.
Hut ab!

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MrMcJones

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* dass sich der Zuschauer trotz


vega_vincent

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandios! Einfach nur grandios!

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lieber_tee

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Sorry, ist ein total-unpassender Eintrag zu diesem Film...
http://24.media.tumblr.com/d8bfd3f6b314a5cf20f95b7bcf7d8132/tumblr_mvhskxW1Am1rn7bzro1_500.gif
...aber soooo süüüß....

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lieber_tee

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...mit Stäbchen? ^^


BattlemasterIZ

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So unpassend ist der Eintrag doch garnicht, gefält mir ;D
Mit Stäbchen Essen und das Wort China passt ja zusammen.


JohnUttaka

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Streifen hat mich nicht zuletzt auf Grund seines abwegigen Titels etwas Überwindung gekostet. Doch nach 90 Minuten purer Unterhaltung hab ich diesen Filmtipp einer Freundin nicht bereut.
Als der unscheinbare Arvid von seiner Freundin verlassen und bei einem Banküberfall plötzlich zum negativen Helden wird, stellt sein Leben sich im Handumdrehen auf den Kopf. In Kooperation mit seinem Bruder Harald und dessen Küchengehilfen versucht er seinen "Fehler" wieder gut zu machen, was leider ziemlich aus den Rudern läuft. Dass Arvid am Ende trotz einiger Leichen, die auf seine Kappe gehen, vom personifiziertem Gott trotzdem in den Himmel geführt wird, mag vorerst zweifelhaft erscheinen. Doch seine Absichten waren stets gut..
Dass Low-Budget-Produktionen oft mehr bieten als Emmerichs vergoldeten Katastrophenfilme ist absehbar. Die unberechenbaren Handlungen und ausgeklügelten Dialoge - die vielleicht an Tarantino erinnern mögen - die makaberen Szenen und der angeschwärzte Humor machen dieses Werk absolut sehenswert. Und nicht zuletzt sind die schauspielerischen Leistungen allen voran von Kim Bodnia (u.a. bekannt aus Pusher) vom Allerfeinsten. Dieser dänische Streifen kann mit Hollywood definitiv mithalten.

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Frostfeuer

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Bewertung6.5Ganz gut

Vielleicht hätte ich mich vorab besser über den Film informieren sollen. Dann hätte ich ihn mir wahrscheinlich in einer Männerrunde und mit einer Dose Bier in der Hand angesehen. So aber saß ich ganz nüchtern mit meiner Freundin da, und in diesem Ambiente wollte die spezielle Art Humor nicht richtig zünden. Hier wird gestorben am laufenden Band und die meisten Witze sind extrem frauenfeindlich oder rassistisch. Ich mag schwarzen Humor sehr gern, allerdings bevorzuge ich es, wenn die Ironie deutlicher erkennbar ist. Hier wird alles sehr trocken präsentiert, so dass man sich manchmal fragt, ob man das eben Gesehene noch lustig oder doch schon zu derb fand. Aber es soll ja auch Leute geben, die bei Schindlers Liste herzhaft lachen können...

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Martin Oberndorf

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Bewertung9.0Herausragend

Mein erster dänischer Film und gleich ein voller Erfolg!
Ohne weitere Ausschweifungen geht es jetzt zu meinem Kommentar zu "In China essen sie Hunde".
...
Man sollte über den merkwürdigen Titel (ausnahmsweise mal keine blöde Übersetzung) hinwegsehen.
Der Film ist richtig klasse.
Auf Moviepilot ja eine recht große Nummer, kennt diesen Streifen kaum jemand außerhalb der Filmcommunity.
Ich bin beim Durchstöbern der Arthaus-Collections auf ihn gestoßen. Bei so einem Titel muss ein Film doch aus der Masse hervorstechen.

"In China essen sie Hunde" besiedelt ein Genre, welches ich persönlich sehr mag, nämlich das der Kleingangsterkomödie.
Oftmals als Tarantino-Klon bezeichnet haben es diese Filme oft sehr schwer, wobei ich bisher immer fand, dass die vermeintlichen Kopien untereinander mehr gemeinsam haben als mit dem quentinschen "Originalen".
Vor Allem, da sie zumeist mehr Wert auf Humor legen als der Großmeister.

"In China essen sie Hunde" ist aber wieder eine Stufe weiter.
Der Film hat einen Humor so schwarz wie ein Pinguinarsch bei Nacht und scheut nicht vor extremer, unerwarteter Gewalt, rassistischen Witzen und einer fragwürdigen Moral zurück.
Das ganze ist natürlich nicht für bare Münze zu nehmen, und man braucht einen Hang zur pechschwarzen Situationskomik, um mit dem Streifen was anfangen zu können.

Ich hab mich an einigen Stellen fast gekugelt vor Lachen.
Was passiert, wenn ein.Haufen unerfahrener Köche und ein Bankangestellter einen Geldtransporter ausrauben und einem Gefangenen zur Flucht verhelfen wollen?
Eine abgefahrene Situation nach der anderen!

Das Ganze lebt vor Allem mal seine Charaktere, so ist der durchschnittliche Bankangestellte Arvid zunächst noch schockiert von der Brutalität seines Bruders, ist er später einfach nur mehr genervt bzw. hat er sich schon damit abgefunden.
"Wir haben 2 Leute umgebracht."
"3. Ich hab [XY] erschossen."
"Kannst du mich nicht auch einfach erschießen?"
"Nein, du bist doch mein Bruder."

Die enorme Situationskomik der Bande, die zu unfähig für's "sinnvolle Verbrechertum" ist einfach herrlich.
Und wenn die beiden Köche nicht mehr mit dem Leichenentsorgen nachkommen, ist das einfach nur mehr witzig.
Der Humor ist derart makaber und zynisch - und brutal - dass man ab und an vergessen könnte, dass man eine schwarze Komödie und keinen ernsten Schocker sieht. Gerade, wenn die Gewalt unerwartet kommt.
Das Ende setzt dem Ganzen nochmal die Krone auf.

"In China essen sie Hunde" ist ein asozialer, sarkastischer, abgefuckter und absolut unterhaltsamer Gangster-Comedy-Hybrid, der sich definitiv lohnt.

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Martin Oberndorf

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@Everton: Hab ihn jetzt gesehen und kommentiert. Just for the Info.


EvertonHirsch

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Hab ich gelesen, wirst mir wahrscheinlich doch nicht so übereinstimmen. :)


DonChris

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Bewertung9.0Herausragend

Ich muss zugeben, die Dänen haben es mir schon angetan. Zumindest ihre Filme (und Serien). Was dort teilweise aus dem Boden gestampft wird - Und das ohne großes Buget - das beeindruckt mich schon. Vor allem wenn man einen Vergleich mit deutschen Produktionen anstreben würde. Aber lassen wir das ;).

In "In China essen sie Hunde" steht ein Typ im Mittelpunkt der seichter nicht sein könnte. Er arbeitet in einer Bank, zahlt pünktlich seine Rechnungen und sieht aus wie der Prototyp des Langeweilers, vermutlich sind selbst seine Fürze leise und lauwarm. Das hat inzwischen auch seine Herzallerliebste erkannt, weswegen sie eine derbe Antipathie gegen ihn entwickelt hat.

Durch eine Verkettung unvorhergesehener Ereignisse dreht sich dann quasi sein Leben um. Aus diesem Grund sucht er auch seinen seit Jahren nicht gesehenen Bruder (Harald) auf. Ein Raubein aus dem Bilderbuch, einer, der das Herz auf der Faust trägt. Vor allem bekommt das Vuk zu spüren, eine ausländische Küchengehilfe die von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, an Inkompetenz kaum zu überbieten ist und sich in erster Linie dadurch auszeichnen, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, was ihn zunehmend zeichnet. Es ist genial wie Harald Vuk bei jeder Gelegenheit trocken und Ansatzlos eine mitgibt :D.

Anders Thomas Jensen (Drehbuchgott) zeichnet seine seine Charaktere wie üblich durch tiefschwarzen Humor und eine Art Grundverschobenheit aus, was seine Verfilmungen, in diesem Fall unter der Regie von Lasse Spang Olsen, immer zu einem besonderen Leckerbissen für mich macht. Und auch wenn der Film zweifelsohne nicht den Anspruch hat besonders geistreich und tiefgründig zu sein, so macht er es durch Dialoge wie „Ich habe sie umgebracht. - Wen? - Na meine Frau natürlich.”, "Er ist tot." - "Red keinen Unsinn." - "Er hat ihm das Nasenbein ins Gehirn gerammt." - "Na und? Daran ist noch keiner gestorben." oder "Ich hab Hanne getötet" ... "Hanne, wer ist Hanne? Wieso?" "Sie hat den Fernseher mitnehmen wollen" "Achso, wo ist sie?" "Zu Hause... im Flur...und in der Küche" locker wieder wett :D.

Ein Film, der auch Einwandfrei funktioniert, wenn man sich mit Freunden einen netten geselligen Abend genemigt ;).

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Sven - Friedrich Wiese

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@DonChris: Wie gesagt, wenn ich in 2 Jahren über den roten Teppich der Oscarverleihung schreite und deutsche Reporter mich fragen, wo denn nur mein ehemaliger Filmemacher-Buddy DonChris seie, werde ich kaltschnäuzig antworten: "Der ist in der Gosse ,weil er nichts mehr mit mir zu tun haben wollte!"


DonChris

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:D Es ist schon bitter das es mit mir jetzt so bergab gehen muss.


ginko

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich hab noch nie so gelacht, wie beim ende dieses filmes, wo der bogen zu der "kommt ein mann in ne bar"-nebenstory geschlagen wird. bin fast unterm tisch gelegen.

aber auch der weg zu dieser grandiosen schlussszene is toll. schwärzester humor vom allerfeinsten, steht für mich mit "fargo" und "brügge sehen und...sterben" absolut in einer reihe.

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Schloøpselcki

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Bewertung7.0Sehenswert

Auf jedenfall sehenswerter Film, der gegen Ende ein bisschen in Klamauk entgleist, jedoch seinen schwarzhumorigen Charme behält! Eigentlich auch eine ziemlich großartige Parodie auf sämtliche Ballerfilme (ist das der fachgetreue Ausdruck?) die ich je gesehen habe. Den Olsen sollte man sowieso nie unterschätzen und Kim Bodnia (Harald) ist soeben zu einem meiner Helden aufgestiegen!

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Roldur

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Bewertung9.0Herausragend

"In China essen sie Hunde" scheißt auf alles. Auf Political Correctes zuerst mal. Hm, dann wäre da noch Menschenwürde. Achja, natürlich wird auch Rassismus ganz groß geschrieben. Reflektion? Nada. Nicht mal das winzigste Bisschen.
Der Film treibt den schwarzen Humor der Dänen auf die Spitze und das weit über die Schmwerzgrenze hinaus. Was ist daran toll? Einfach alles.
Vom typisch skandinavischen gedrosselten Tempo bis hin zu sehr gut sitzenden Gags tief unter der Gürtellinie. Für mich macht "In China essen sie Hunde" einfach alles richtig, von absolut fragwürdiger "Moral" bis hin zu toller Schauspielerei, interessanter Kamera und gutem bis sehr gutem Soundtrack. Was soll ich noch dazu sagen? Anschauen... aber dringend!

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