Inland Empire

Inland Empire (2006), US
Laufzeit 180 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 26.04.2007

6.0 Kritiker
23 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
851 Bewertungen
65 Kommentare
Inland Empire - Bild 27136
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von David Lynch, mit Laura Dern und Jeremy Irons

Nikki Grace, deren Ruhm als Schauspielerin deutlich verblasst ist, erhält ihre wohl letzte Chance auf ein Comeback. Für den Regisseur Kingsley Stewart soll sie die Hauptrolle in einem Film an der Seite von Devon Berk übernehmen. Doch schon bei den Proben zu dem Film häufen sich die Merkwürdigkeiten. Kurz vor Drehbeginn erfahren die beiden Hauptdarsteller, dass der Originalfilm nie fertiggestellt werden konnte, weil die damaligen Schauspieler ermordet wurden… Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft vermischen sich auf beängstigende Weise mit Fiktion und Realität.

Handlung

Die Nadel eines alten Plattenspielers tastet sich über eine LP und gibt ein von einer Frau gesungenes polnisches Lied zum Besten. Bald betreten eine Frau und ein Mann mit bis zur Unkenntlichkeit verschwommenen Gesichtern ein Zimmer. Wenig später weint die Frau beim Blick auf den Fernseher, wo sich Menschen mit Hasenköpfen wortlos in einem Sitcom-typischen Wohnzimmer aufhalten.

Die nächste Szene führt Hauptdarstellerin Nikki Grace (Laura Dern) ein, die in ihrem prächtigen Haus Besuch von einer merkwürdigen alten Frau (Grace Zabriskie) bekommt, die sich angeblich nur bekannt machen will, sie aber mit ihren verschreckenden Botschaften konfrontiert und irritiert. Nur wenige Momente später sehen wir Nikki und zwei ihrer Freundinnen auf einem anderen Platz im Salon sitzen, wo sie gerade die Nachricht erhält, dass sie die Hauptrolle im nächsten Film von Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons) besetzen darf.

Remake

Bei einer ersten Drehbuchprobe am noch unfertigen Set treffen sich Nikki und Devon (Justin Theroux), ihr Filmpartner mit Regisseur Stewart und seinem Schattenmann und Assistenten Freddie Howard (Harry Dean Stanton). Noch während sie die erste Szene gemeinsam lesen, dringen Geräuche aus dem Set – obwohl sonst niemand da sein sollte. Mutig versucht Devon der Sache auf den Grund zu gehen. Er hört Schritte und folgt diesen zu einer Tür,…

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Inland Empire

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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7.5Sehenswert

Anstrengend arthousemäßig: Ja
So schlimm wie erwartet oder prophezeit: Nein

In vielerlei Hinsicht liefert Lynch mit "Inland Empire" genau das, was viele von "Inception" erwartet hätten, und bei Nolan an der falschen Adresse waren: "Inland Empire" ist ein (Alb-)Traum von Film; eine wirre Fieberphantasie, die nicht durch ein normales Raum-Zeitgefüge, sondern maximal durch die eigene Fantasie begrenzt wird. Nichts muss, alles kann.
Natürlich kann man sich davon ausgehend an einer Vielzahl von (pseudo-)philosophischen Interpretationen versuchen, aber seine maximale Wirkkraft wird er nur behalten, wenn man ihn als das undurchdringbare und unbequeme Mysterium wahrnimmt, dass er ist. Ob der arthouse-abstinente Kinogänger damit nun wirklich besser klargekommen wäre, als mit Nolans Glasfassaden-Welt; es darf bezweifelt werden.

Trotz dieser interessanten Ausgangsposition ist "Inland Empire" in erster Linie Lynchs filmische…



Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Hitmanski

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Ich würde es nicht einmal komplett ausschließen wollen, habe sogar schon mit einem Kinogang geliebäugelt - bis ich feststellen musste, dass mein Kino mir da einen Strich durch die Rechnung macht und ihn nicht ins Programm aufnimmt...Aber ich nehme an, allzulange wird man sowieso nicht auf den DVD-Release warten müssen^^


BigDi

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Pfff, DVD, nur im Kino zieht der Trip wirklich. Aber ich verspreche, das wird das letzte Mal sein, dass ich das sage. ^^


Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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3.0Schwach

Eine Nadel in einer Plattenrille, unscharfe Paare, menschengroße Hasen, die dubiose Nachbarin, mörderische Schraubenzieher, Augen in klaustrophobietreibenden Fluren: in David Lynchs „Inland Empire“ baut sich eine Atmosphäre auf, die Bedrohung als Dauerzustand verheißt. Jede Einstellung Terror im depressiven Nervenkrieg: Diese Geschichte einer doppelt gespiegelten Filmschauspielerin enthält nichts, was für Klarheit sorgt, und alles, was zusätzliche Verwirrung stiftet.
„Inland Empire“ Lynch benennt sein neuestes Werk nach einem Landstrich in Kalifornien, einer Gegend, der er ein ausgeprägtes Eigenleben attestiert. Der Name soll für sich selbständig machende Prozesse stehen, das ist das Grundthema: die sich unkontrollierbar ausbreitende Furcht davor, dass man lieber da ist als viel lieber nicht.
Dafür braucht es kein Drehbuch; Lynch drehte ohne. Wohl aber einen Plot, dessen Arbeitstitel lautet: „Der Schreck steht ihr ins Gesicht geschrieben.“ Eine Prinzipienfrage:…

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momopipi

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Äußerst beeindruckender Kommentar zum Film. Hab den Film vor ca. einem halben Jahr gesehen und so richtig vergessen kann ich ihn nicht, obwohl ich es doch gern tun würde. Für mich war der Film die reine Hölle und aus meiner Sicht ist das der wohl schlimmste Film überhaupt. Eraserhead, Lost Highway, Wild at Heart und sogar Mulholland Drive wirken verglichen mit diesem Albtraum eher wie Zuckerwatte. Ich habe mir alle 10min gesagt, dass ich den Film vllt. vorzeitig beenden sollte, doch ich habe mich durchgequält. Alleine und in völliger Stille habe ich mir den Film angeschaut und ich habe es bereut, dass ich nicht wenigstens etwas Gesellschaft dabei hatte, um den Film wenigstens ein bisschen besser zu vertragen. Auch wenn ich die filmischen Ideen von David Lynch sehr respektiere, mit Inland Empire hat er den Bogen viel zu sehr überspannt...


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

...Der Zuschauer stets mittendrin, und ebenso hilflos und verwirrt wie die Protagonistin selber. Die Grenzen zwischen den Dimensionen explodieren und implodieren zu Gleich, kein Halt, keine Hilfe, Nichts. Nur Anarchie des Bildes auf dem Weg zum Abspann. Ein Film so faszinierend, wie anstrengend. Eine dreistündige Tortur, ebenso wie ein Genuss. Verzweiflung und Freude, Bewunderung und Wut auf diesen Film bedingen sich. Die Unmöglichkeit der umfassenden Erkenntnis wird mit „Inland Empire“ auf die Spitze getrieben. Ein Film, der mit normalen Kino – aber was ist schon normal – nicht mehr viel zu tun hat...

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

Man muss Lynch nicht verstehen. Und muss sich auch nicht dafür schämen. Sich ihm ausliefern will man trotzdem. Denn schon mit einem dumpfen Bass auf der Tonspur vermag der Filmautor einen Sog, eine Magie, eine Spannung zu erzeugen, die ihresgleichen sucht. Lynch ist wie ein Labyrinth, in dem man sich mit Lust noch in die nächste Verzweigung stürzt. Nur droht er bei der permanenten Überdrehung seiner Regieschraube, sich allmählich in seinen immer komplizierteren Konstrukten selbst zu verlieren.

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sikkmeidack

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Nein, man muß ihn wirklich nicht verstehen. Er sagt ja, er verstehe seine Filme selber nicht. Das nenne ich mal Egotherapie auf höchstem Niveau mit absoluter Narrenfreiheit. Für seine Jünger ist alles Kunst. Für mich nicht.


johanna: movie-screening.de johanna: movie-screening.de

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1.0Ärgerlich

Sorry, aber das ist mein persönlicher Nerv-Film, ich gehe selten aus dem Kino raus, ich glaube: bis jetzt 2-3 Mal, aber dieser Film war nicht zu ertragen.

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DerDude_

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War wohl zu gruselig :)


Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Erstaunlicherweise fügt sich am Ende alles ineinander. Lynch hat demonstriert, was Film sein kann, und sich zugleich verweigert. Er hat abgerechnet mit Hollywood, der Glitzerwelt falscher Illusionen, dem menschlichen Hang zur Selbsttäuschung, und seine Sehnsucht nach Echtheit hat zum Ziel geführt.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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7.5Sehenswert

Ein Geschenk für Fans, eine harte Nuss für alle anderen.

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Kommentare (58) — Film: Inland Empire

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Mr.Film

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Bewertung2.0Ärgerlich

David Lynch ist wohl immer noch auf dem Lost Highway unterwegs, auf der Reise hat sein Oberstübchen eine Menge Schäden mit sich genommen. Ist gar nicht böse gemeint, solche Leute braucht die Filmbranche. Doch auf seiner Reise ist noch mehr passiert, er hat seinen Verstand verloren und vor allem den roten Faden. Ich hau einfach mal auf den Tisch uns sage es ganz deutlich: "Inland Empire" ist ganz, ganz fürchterlich. Anstrengend ja, nicht so anstrengend wie viele behaupten, aber ja, er war es, aber vor allem ist er fürchterlich. Es sind 3 wirklich qualvolle Stunden, 3 Stunden Filmmaterial die aus einem der wirrsten Köpfe überhaupt entstanden ist, keine Minute wird sich hier zurückgehalten, Lynch hält sich an keine Regeln und tut das was er will, und jedesmal will er das man sich mit seinen Filmen beschäftigt und über sie nachdenkt.
Bei "Lost Highway" habe ich voller Freude "Scheiße, was hat das alles zu bedeuten?" in mich hinein gefragt, doch hier kommt keine Lust der Auseinadersetzung zustande.

Allein die erste halbe Stunde ist unglaublich ermüdend und bereitet den Zuschauer auf eine noch härtere Reise vor, diese hysterische Grace Zabriskie als prophezeiendes Orakel zerrt an den Nerven und man will einfach nur abbrechen. Doch irgendwo hatte ich die Hoffnung das es besser wird. Diese Hoffnung gibts doch immer. Die Geschichte entwickelt sich dann mit der Zeit (wenn dann endlich mal eine Geschichte zu erkennen ist) und man wird Zeuge dessen wofür Lynch bekannt ist: Identitäten wechseln und wandern, durchgehend nervenaufreibende Bilder(diesesmal jedoch nicht im positivem Sinne). Gefüllt mit redundanten Dialogen, überflüssigen Szenen wie die der "Rabbits"-Episoden, begleitet von einem Kameramann der wohl grade erst in der Ausbildung steckt, verwackelte, unscharfe, unterbelichtete Bilder die einem den Kopf schmerzen lassen, Großaufnahmen die zeigen wie unrein die Haut der Darsteller ist, Froschperspektiven...ach, mir wird schon wieder übel.
Wenn Laura Dern (die Protagonistin die den Film noch etwas rettet) dann auch noch stundenlang, ja gefühlte Jahre durch absolut dunkle Korridore schleicht ist irgendwann die Schmerzgrenze erreicht und die Frage nach dem Sinn hat sich in die Frage "Wann ist es endlich vorbei?" verwandelt. Das alles kann man natürlich auch als Kunst anpreisen, aber für mich bleibts hässliges Gewürschtel.
Das alles fesselt einfach nicht, von Unterhaltung kann man sowieso nicht reden. Wenn dann kurz vor Ende eine komische asiatische Pennerin davon anfängt, über Affen und Löcher in Vaginas zu reden, ist alles verloren. Alles hat seine Grenzen.

"Inland Empire" ist großer Schund. Künstlerisch wervoll? Kanns ruhig sein. Mutig dem Mainstream entgegenstellend? Auf jeden Fall. Doch Schund bleibt Schund.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

alanger

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mein jott, IE schaut man doch nicht!! vor MD, abfängerfehler. ;)


Mr.Film

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Wie konnte ich nur ;)


Joeyjoejoe17

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Bewertung9.0Herausragend

Mein dritter Lynch, und ich wurde nicht enttäuscht.
Ich könnte einiges zu diesem Film schreiben: Wie extrem verstörend er ist, wie er es schafft, trotz sehr unklarer Handlung, derart spannend zu sein. Wie eine unglaublich dichte Atmosphäre geschaffen wurde, trotz allergrößter Verwirrung. Wie die Schauspieler mit ihrem minimalistischen Spiel perfekt ins Geschehen passen. Wie das gesamte Werk wie ein unglaublich böser Albtraum daherkommt. Und wie die Musik die ohnehin schon derb düstere Stimmung gekonnt unterstreicht und verstärkt.

Nein, ich werde dazu nichts schreiben. Stattdessen möchte ich nur zwei Zitate aus diesem Film anführen, die meine Gedanken zu diesem Kunstwerk nahezu perfekt beschreiben:
"Das ergibt doch alles keinen Sinn!"
"Es ist so, als hätte mir jemand ins Gehirn gepisst."

Vielen Dank, lieber David, für die 170 Minuten albtraumhafte Dauerverwirrung *?*

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hoffman587

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Papa und ich freuen uns sehr, mir kommen fast die Tränen. :) *?*


Joeyjoejoe17

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Schön wenn ich dich (fast) zum Weinen bringen kann :D


dumas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "Inland Empire" erschafft Lynch den bösen Zwilling seines Vorgängerfilms "Mullholland Dr.", erneut entlarvt er Hollywood als Alptraumfabrik, geht dabei jedoch in jeder Hinsicht weiter, vielleicht sogar zu weit.
Eine Frau in Schwierigkeiten- der deutsche Untertitel liefert bereits eine treffende Zusammenfassung des Inhalts. Aus der Frau werden jedoch schon bald zwei Frauen, oder präziser ausgedrückt, zwei Frauen verschmelzen zu einer einzigen und damit beginnen die Schwierigkeiten. Drei Stunden lang hält uns Lynch in diesem Alptraum gefangen, wirft uns häppchenweise seine Mosaikteilchen des Wahnsinns zu und verweigert uns gleichzeitig den Überblick über das gesamte Bild, denn es gibt keines- zumindest kein eindeutiges. Verbindungen zu Vorhergegangenem und Nachfolgendem lauern in diesem filmischen Labyrinth hinter jeder Ecke, es ist ein Tatort voller Hinweise, die jedoch unmöglich eine genau Rekonstruktion des Tathergangs zulassen, sondern nur erzählen, wie unfassbar grauenvoll das Verbrechen wohl sein muss. Lynch verlässt sich dabei stärker denn je auf die Vorstellungskraft des Zuschauers und verlangt ihm einiges ab, auch auf audiovisueller Ebene. Die Tongestaltung ist bedrohlich und düster wie eh und je, es gibt sogar einige Buh-Schockeffekte, doch vor allem die verwackelte DV-Kamera-Optik, welche das traumartige Geschehen in eine geradezu dokumentarisch-realistische Verpackung zwängt, wirkt auf die Dauer eher ermüdend. Dass dies durchaus beabsichtig ist, liegt auf der Hand: Lynch gönnt dem Zuschauer kein passives Mitreiten auf der Geisterbahn der inneren Abgründe, er soll ebenso an seine Grenzen stossen wie die Hauptfigur, ihr Leiden teilen bis zum erlösenden Ende.
Wieso man Lynch auf diesen Trip folgen sollte? Weil es sich lohnt.

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Birgisson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ist es eigentlich Möglich diesen Film zu verstehen, geschweige denn davon in zu bewerten. David Lynch hat es wieder geschafft. Diesmal hat er einen Film geschaffen der bei mir bis heute noch Fragezeichen hinterlassen hat.

Ich denke dass sich Lynch was dabei gedacht hat, dass er ein grobes Konzept hat. Anders als bei Filmen wie zB. Mulholland Drive, werden bei Inland Empire nur wenig Möglichkeit gegeben um sich an der Handlung festzuhalten.
Der Film ist vor allem mit seiner langen Spielzeit ein ganz schön sperriger Brocken, den guckt man nicht mal einfach so zwischen durch. Im Vergleich zu seinen anderen Werken hat ich nach Inland Empire wenig Motivation verspürt ihn zu verstehen, zu abstrus kam mir alles vor.
Der Film so Sinn machen? Bestimmt nicht.

Trotzdem (oder gerade deshalb) fühlt sich der Film anders an. Anders als alle anderen Filme. Hier passiert etwas was man sich nicht ganz erklären kann, etwas nciht greifbares dass im Raum steht.
Lynch schafft es auch hier ein total dichte und teilweise bedrückende Stimmung zu erzeugen. Ich erinnere mich an die Russische Frau am Anfang des Filmes, oberflächlich gesehen alles normal, dennoch baut sich eine sehr unheimliche Stimmung auf. Gleiches gilt m.M.n auch für die Szenen mit den Hasen.

Lynch hat es geschafft ein Film zu schaffen der mit nichts zu vergleichen ist. Ich würde den Film denjenigen empfehlen, die schon mal ihre Füße in Lynchigen Gewässern hatten und nicht sofort raus gesprungen sind.
Der Film ist ein surreales Erlebnis, dass einem so gut wie jeden Zugang verwehrt. Irgendwann, Irgendwann werde ich ihn nochmal gucken und vielleicht ein wenig mehr Licht ins Dunkel bringen.

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SoulReaver

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Bewertung7.0Sehenswert

'Inland Empire' ist der wohl letzte und der schwächste Teil einer mehr als verwirrenden Trilogie. David Lynch, der ein Meister des surrealen ist, lässt auch hier nichts anbrennen. 'Inland Empire' ist pure Verwirrung, ohne jegliche Anhaltspunkte und stabilen Storyverlauf.

Regisseur Stewart will das Remake eines Melodramas drehen, das nie beendet wurde, da die Hauptdarsteller während der Dreharbeiten ermordet wurden. Er engagiert die Schauspieler Devon Berk und Nikki Grace, die sich durch den Film ein Comeback erhoffen. Doch schon am Anfang der Dreharbeiten wird klar, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Lynch, der hier zum ersten Mal selbst mit einer Digitalen Videokamera drehte, ist immer ganz nah am Geschehen. Meiner Meinung nach ZU nah, die ständigen Großaufnahmen der Gesichter, die Unschärfen und die wechselnden dunklen und hellen Bilder verursachen doch nach gewisser Zeit einige Kopfschmerzen und wirken eher störend. Wie auch die Kameraführung, übernahm Lynch den Schnitt und war für den Soundtrack verantwortlich. Der Schnitt und die Musik zählen aber wieder zu den Stärken des Film und tragen ihren Teil zur Atmosphäre und zur Verwirrung bei.

Die Darsteller bringen alle eine solide bis gute Leistung. Doch vor allem Laura Dern zeigt eine grandiose Leistung. Der Film ist voll auf sie zugeschnitten und sie schafft es ihn die ganze Dauer zu tragen. Sie spielt die Schauspielerin Nikki Grace, die immer mehr Identitäten annimmt und dem Wahnsinn Schritt für Schritt näher kommt. Dern ist stetig präsent und füllt ihre Rolle mit Leben. Justin Theroux, als zweiter Schauspieler, spielt Devon Berk. Theroux kriegt nicht wirklich viel Zeit sein Können zu beweisen, überzeugt aber auch in seinen Szenen. Den Cast vervollständigen großen Namen wie Jeremy Irons und Harry Dean Stanton.

David Lynch inszeniert wieder ein absolutes Verwirrspiel. Voller unerklärbaren Ereignissen und seltsamen Szenen wie zum Beispiel: die Gespräche der polnischen Männer, die eigenartigen Tanzeinlagen oder auch die Menschen im Hasenkostüm. Irgendwie alles total ohne Hintergrund und Sinn. Aber eigentlich ist man das ja von Lynch gewohnt. Aber wieso ist er dann der schlechteste Teil? Das liegt eben an der Kamera und auch an der Filmlänge. Mit seinen guten drei Stunden wird man in eine Geschichte gezogen, die in einer Geschichte spielt und die Geschichte spielt dann nochmal in einer Geschichte. Das ist streckenweise äußerst zäh und man sehnt sich ab und an dem Ende entgehen. Doch Lynch lässt sein großes Können immer wieder aufblitzen und rüttelt den verwirrten Zuschauer mit noch mehr Verwirrungen wach.

Fazit: Was fällt mir zu 'Inland Empire' nun genau ein? Wie kann man ihn beschreiben? 'Inland Empire' ist: verwirrend, surreal, wahnsinnig, unverständlich, düster, angsteinflößend und hat eine ganz starke Hauptdarstellerin. All das wofür Lynch steht und bekannt ist. Aber 'Inland Empire' ist auch viel zu lang geraten, zäh und Kopfschmerz bereitend. An die Meisterhaft inszenierten 'Lost Highway' und 'Mulholland Drive' kommt 'Inland Empire' lange nicht ran. Aber er ist doch durch und ein Lynch und in jedem Falle Sehenswert. Man sollte nur wissen, worauf man sich entlässt. 'Inland Empire' ist ein Film, mit dem man kämpfen muss, obwohl man nach wenigen Minuten bereits weiß, dass man verlieren wird.

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Jack_Torrance

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Der letzte Satz deines Kommentares ist brilliant !


SoulReaver

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Oh Jack! Pardon. Ich lese es erst jetzt: DANKE! :)


Punsha

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Bewertung4.5Uninteressant

Anders als bei Lynchs anderen Werken wird bei "Inland Empire" sogar das narrative Grundgerüst zum Einsturz gebracht und es entsteht ein wirrer Trümmerhaufen aus Realität, Filmfiktion und Traum, der zu in jeder Szene eine andere Gestalt annimmt und zu dem man gerade deswegen nie wirklich einen Zugang findet. Lynch wagt zu viel und schickt seine aus dem Hirn sprießenden Ideen viel zu dick verpackt auf die Leinwand, sodass man nie wirklich herausfindet, was das Gesamtpaket verbarg. Wer ein echter Lynch-Fanatiker ist, der könnte an diesem Rohdiamanten gefallen finden und vielleicht nach mehrmaligen Schauen sogar den ein oder anderen Zusammenhang erkennen, aber wer will denn schon den selben Alptraum mehrmals durchleben? Ich jedenfalls versuche das konfuse Gedankenexperiment so schnell wie möglich zu vergessen und lediglich Laura Derns exzellentes Schauspiel in Erinnerung zu behalten.

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fkfilmkritik

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Pffff-;-)


Oceanic6

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Meine Unterstützung hast du, keine Ahnung was sich Lynch hier gedacht hat... 4,5 Punkte sind noch zu viel...


ElMagico

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Bewertung2.5Ärgerlich

Bildgewaltiges, surreales und komplexes Meisterwerk mit einer grossartigen Laura Dern. Könnte ich jetzt sagen und nur wenige würden sich beschweren. Aber auch heilige Kühe geben mal schlechte Milch. Man muss sie dann vielleicht nicht gleich schlachten, aber die Milch gutheissen sollte man deswegen auch nicht. Und surreal und komplex ist "Inland empire" ja auch, ein Meisterwerk ist es aber nicht (ist ja auch mittlerweile ein Unwort;)) und Laura Dern....naja.
Bildgewaltig ist der Film leider auch nicht. Im Gegenteil, gern hätte ich David Lynch diese bescheuerte Digital-Kamera aus der Hand geschlagen. Ich mochte Lynch immer dafür, dass er selbst im kränkesten Moment, eine deutlich spürbare Liebe zum Kino und zur Filmhistorie vermittelte. Doch hier hatte ich so oft das Gefühl, dass alles lieblos und kalt ist, so modern und tres chic. Lieblos...das hab ich mir übrigens öfters bei "Inland empire" gedacht. Lieblos, gewollt, uninspiriert und selbstverliebt.
Waren Lynch-Filme sonst immer ein gewagter und verschlüsselter Kommentar zum Menschen und gleichzeitig einer speziellen Filmhistorischen Phase, kommentiert sich Lynch mit "Inland empire" selbst, scheint sich aber auch nicht selbst zu hinterfragen und schliesst somit alle anderen von diesem Film aus. Hier schien niemand gewesen zu sein der mal sagte "Stop...nochmal überdenken!", hier schien es keine Grenzen zu geben und in meinen Augen hat sich Lynch dabei vollkommen verzettelt. "Inland empire" scheint durchgängig eine billig gemachte Kopie eines Lynch-Films zu sein. Kennt jemand von euch noch diese K-Tel Kassetten für paar Mark? Mit den neuesten Hits, dies aber gesungen von irgendwelchen Menschen die dem Original-Interpreten mal mehr, mal weniger ähnlich klangen? So fühlte sich "Inland empire" für mich an.
Für mich gab es hier nix zum halten, nichts wodurch ich über manche Mankos hätte hinwegschauen können. Hier gibt es keine Spannung, nichts das inhaltlich oder optisch beeindruckt. Eine Geschichte die völlig aus dem Ruder läuft und sich irgendwann selbst nicht mehr ernst nimmt, weil sie sich selbst nicht mehr versteht. Ich hab beileibe nichts gegen Kunst-Filme, ich hab nichts gegen Arthaus...aber ein schlechter Film ist ein schlechter Film, egal was er auch immer für eine Titelierung vor sich her trägt.
Hab "Inland empire" jetzt zum 2. Mal durchgehalten und das wird so schnell nicht mehr passieren. Bin enttäuschter als beim ersten Mal.
Aber woran liegts? Fehlte die Lust? Die Muse? Das Geld? Ist Lynch vielleicht tatsächlich nicht mehr so ganz für voll zu nehmen, nach all seinen Guru-Dingern da?
Selbst all das würde diesen Film nicht entschuldigen. Langweiliger, narzisstischer Mist. Punkt.

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ElMagico

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Yep...da freu ich mich auch drauf! :)


_Garfield

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Schöne Einleitung und dann sofort der krasse Twist. :D


LynchFan1706

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Bewertung7.0Sehenswert

..."kein Film, den man liebt. Den man bewundert, vielleicht, mit dem man vor allem aber kämpft.“

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DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

Nach BigDi, s Lobgesang und der tatsache das ich sowieso keinen schlechten Lynch kenne , gab ich mir einen Ruck und schob die Blaue Scheibe in meinen Player.
Das war um 20:15 ,als sie wieder aus dem Player flog war es 23:15(Logisch).
Was dazwischwischen geschah war ein Traum , nein , ein Alptraum.
Nein ,ein Film der noch nie einen Alptraum so gut gezeigt hatte. Ein Film , bei dem der Zuschauer gebannt und in Angst versetzt vor dem Bildschirm lauert , ständig in angst vor dem nächsten Schockeffekt, ständig verwirrt von der immer abstruser werdenden Handlung , ständig fasziniert.

Doch :Eins nach dem anderen.

Vorsicht ist geboten: Wer schon mit "Lost Highway" und "Mulholland Drive" völlig überfordert war , die beiden Filme annähernd zu deuten , der soll es bei "Inland Empire" erst gar nicht versuchen. Bei Inland Empire gibt es keine Lösung. Bei "Lost Highway" und "Mulholland Drive" bekam man Puzzelstücke , die irgendwie zusammen passten , wenn man etwas an ihnen rumschneidet. Bei "Inland Empire" bekommt man Puzzleteile , die zwar zusammenpassen , aber kein Bild formen. Man sieht Szenen , die schon irgendwie zusammengehören , aber kein Bild formen.

Vorsicht ist geboten: Wer schon Eraserhead zu tiefst verstörend fand , der sollte sich überlegen , ob er sich "Inland Empire" zu Gemüte führen sollte. In meinen Augen ist Inland Empire nicht nur der spannenste(aber nicht der beste) Lynch Film , sondern auch der spannenste Film , den ich je gesehen , nein , erlebt habe.

Vorsicht ist geboten: Er schon mit der extremen , nervenaufreibenden Subjektivität von "Enter the Void" überfordert war , der kann etwas beruhigt sein. So extrem ist "Inland Empire" nicht ganz , aber noch intensiver als "Enter the Void"

Vorbereitungen: Am besten man sieht ihn sich im Winter an , da es dort früher dunkel wird und da es spät wird. Und seine volle Intensität lebt dieser Film bei Nacht aus. Am besten man sieht ihn sich an , wenn man allein zu Hause ist.

Jetzt aber mal der Film:

Wie schon "Mulholland Drive" gibt einem "Inland Empire" in der ersten Stunde das Gefühl , man habe es mit einem Film zu tun , dessen Handlung man folgen könnte, wenn man mal von der Eröffnungsequenz (Stichwort:Hasen) absieht.
Hier erlaubt es sich Lynch den Zuschauer an der Nase herum zu führen.
Er zeigt uns Szenen die wir für die Realität halten , entlarvt diese aber im nächsten Moment als Filmdreh , durch das Auftreten der Kamera.

Nach einer Stunde aber , verliert der Film nicht nur alle Nebendarsteller , sondern auch seine Handlung. Aber die brauch er nicht. Zu was "Inland Empire" hier mutiert ist schwer in Worte zu fassen. Es ist ein Alptraum. Ein Alptraum der dich auffrisst und nach 2 Stunden wieder ausspuckt. Lynch erzeugt eine beängstigende Ästhetik , die die lange Laufzeit ertragbar macht. Zur Hilfe kommen ihm dabei Stilmittel wie Unschärfeneffekte , verzerrten Nahaufnahmen oder Bildcollagen , aber vor allem Hauptdarstellerin Laura Dern , die in jeder Szene präsent ist und die warscheinlich beste Darstellung ihrer Karriere abliefert.

Fazit: Sicherlich ist nicht alles an dem Film perfekt. So gibt es in der ersten Stunde ein paar Längen , aber alles in allem ist "Inland Empire" als ein weiteres Meisterwerk von David Lynch zu betrachten. Doch , wie oben vermerkt , muss man für Lynchs film gemacht sein. Wer sich auf diesen dreistündigen Alptraum einlässt , wird mit einem herrausragendem Stück Kino belohnt.

P.S.
Unbedingt den Abspann sehen :)

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SKURRIL

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Bewertung9.0Herausragend

Da ich Lost Highway und Mullholland Drive zu meinen Lieblingsfilmen zähle, musste ich jetzt mal langsam Inland Empire kaufen und ansehen! Zunächst dachte ich, dass ich enttäuscht werde, irgendwie fand ich diese "unprofessionelle" Kameraführung und -aufnahmen am Anfang komisch und schwer zugänglich, doch nach einiger Zeit (die ungeschnittene Version von 173 Minuten lässt hierfür einige Zeit übrig ^^) hat mir das banale Filmen sehr gut gefallen! Genauso wie in LH und MD werden Musik und Bild genial verbunden, Schatten betonen die verlorenen und hilflosen Plätze menschlicher Abgründe, extreme Nahaufnahmen lassen einen sofort nach hinten weichen.... Düster und gewaltig! verwirrend und verspult! Ich bin geflasht und wieso? Keine Ahnung!!! Und das is gerade das wahnsinnig geniale daran! :)

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Valor2002

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Der erste Film, der von mir nach dem Ansehen keine Bewertung erhält. Weil ich einfach nicht weiss, wie man einen solchen Film bewerten soll. Manchmal bewerte ich nach der Grundstimmung die der Film erzeugt. Gibt ein Film mir ein durchweg gutes Gefühl, kann es kein schlechter Film sein. Dieser Film jedoch ist anstrengend, bedrohlich, beängstigend und sehr verwirrend. Das muss erstmal nichts schlechtes sein, aber da ich leider nicht in der Lage war, den "Clue" des Films zu erkennen, kann ich auch nichts zu Story sagen...die war mehr oder weniger nicht vorhanden. Trotzdem war es ein Erlebnis diesen Film zu sehen. Insofern: Ohne Wertung.

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nz2004

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(0 + 10) / 2 = 5


JohnnyKee

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer bin ich?
Was will ich?
Wo bin ich?
Was soll das alles?
Werde ich jemals wieder zu mir finden?

Mit Inland Empire präsentiert uns David “The God“ Lynch sein wahrhaftig abgedrehtestes und surrealstes Werk. Was ist real? Was ist Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart?
Welche Rolle spielt man gerade? Tote oder Lebendige? Inland Empire lässt keine Gelegenheit vorbeiziehen um den Zuschauer mit noch mehr Fragen zu kontaminieren und die Story ins Nichts zu lenken. Zumal der Zugang zum Film sowieso schon kompliziert genug erscheint. Szenen und Ereignisse wechseln sich in nur wenigen Sekunden. Szenen verlieren an Reiz, man hat das Gefühl sie passen nicht zusammen, sind unwichtig, langweilig und zu lang. Man kann sich nur selten darauf einlassen. Einen roten Faden sucht man vergebens. Nicht das es jemals einen, bei einem Lynch, gegeben hätte. Aber bei seinen restlichen Kunstwerken gab es wenigstens Szenen und Fakten an denen man sich klammern konnte. Nicht so wie hier. Hier driftet vollkommen alles in einen verrückten, düsteren und meist nichts sagenden Albtraum ab. Schade! Ansätze für ein fesselndes Verwirrspiel wie Mulholland Drive oder Lost Highway wären vorhanden gewesen, wurden aber nur selten genutzt und nicht zu Ende geführt. Dennoch ist Inland Empire keine Missgeburt. Soundtrack, Geräusche und Ambiente überzeugen wie immer. Die Kamera ist furchtbar, Laura Dern nicht so gut wie dauernd betitelt und der Rest vom Cast ist mal so gar kein schmückendes Beiwerk. Trotzdem wird wieder eine lynch-typische Atmosphäre geschaffen die den Zuschauer regelrecht dazu zwingt, 3 Stunden lang, auszuharren. Und am Ende stellt sich trotz der Kritik ein befriedigendes und gutes Gefühl ein.
Lynch macht‘s möglich!

„Ich kenne die Wahrheit nicht. Und ich denke das ich sie niemals kennen werde. Alles was ich habe ist meine Gewissheit. Zwischen den Takes, mitten in der Szene, allein mit mir selbst. Jetzt ist damals, damals ist bald, bald ist jetzt. Damals war ich tot, jetzt lebendig, bald schon ein wandelnder Geist. Werde ich jemals wieder zu mir finden? “

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ElMagico

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was auch ok so ist...der kommentar ist gut find ich und bei den Bewertungen hab ich dann auch oft das Problem, dass die eher so ein Emo Ding sind, das mit nicht beschreiben kann. Ich war auch enttäuscht UND ich fand ihn schlecht ;) Hoff der Mann kriegt die Kurve, aber wenn man diesen Sektenkack von ihm hört, habe ich fast keine Hoffnung.


JohnnyKee

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Kann ich alles nachvollziehen ;)


disastermaster

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich habe Mullholland Drive und Lost Highway geliebt, also dachte ich ich könnte mit Inland Empire ja nichts falsch machen. Falsch gedacht. Die "Story" ist als solche nicht identifizierbar, ein absurder Moment reiht sich scheinbar zusammenhangslos an den nächsten. Das ganze kommt dann noch in billigster DV-Kamera-Optik daher, die den Film noch abgehobener wirken lässt. Und als wär das alles noch nicht genug, dauert die Tortur auch noch fast 3 Stunden. Grandios alleine die Leistung von Laura Dern. Ach, und ich mag die Musik.

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ElMagico

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Die Liebe zum Film, die Lynch sonst ausmachte, geht "Inland Empire" völlig ab!


fennek

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Bewertung0.0Hassfilm

Unerträglich. Und nicht, weil man es nicht besser könnte.

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Imagination

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Bewertung9.0Herausragend

Das Blurring aller möglichen Zeitebenen und Realitäten wie Irrealitäten zwingt den Zuschauer in einen Alptraum, in dem ihm die Scheiße nur so um die Ohren fliegt und eben diese ihm beim Aufwachen aus diesen läuft. Mindblowing, -fucking, -raping.
Und der Opener war die Neudefinition des Grotesken.

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Imagination

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Die Rabbits gibt es ja auch als Kurzfilme, wie geil ist das denn?


Oceanic6

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Bewertung2.0Ärgerlich

Heiliges Kanonenrohr, da bleibt mir doch echt die Spucke weg! Was für ein Horrorerlebnis, ja 'Inland Empire' ist der blanke Horror, allerdings dieses Mal im negativen Sinne.

Ausgerechnet der Film, auf den David Lynch, seinen Worten zufolge, sein ganzes Leben hingearbeitet hat, und genau der Film, mit dem er Geschichte schreiben wollte, stellt/e für mich eine einzige Tortur dar.
Durchaus hat 'Inland Empire' ein paar wenige schockierende Sequenzen zu bieten, welche vor allem Laura Derns brillianter Darstellung zu verdanken sind. Andererseits fand ich den Film so uninteressant wie ein Fahrrad, das in China umfällt, so unspannend wie mein ehemaliges Chemiebuch und so unemotional wie Michael Bays Effektorgie. Hinzu kommt einer der übertriebensten Mysteriestorys der Filmgeschichte, die ganze Geschichte ist ein einziges unlösbares Rätsel. Zwar sind das auch Lynchs andere Filme wie 'Mulholland Drive' oder 'Lost Highway', nur kann man da sehr leicht am Ball bleiben und sehr leicht eigene Theorien entwickeln. Im Falle 'Inland Empire' jedoch bekommt der Zuschauer fast drei Stunden eine einschläfernde und meiner Meinung nach nichtssagende Handlung über eine Schauspielerin, die sich während eines Filmdrehs in sich selbst verliert, bis weder sie, noch der Zuschauer, mehr zwischen Realität und Illusion unterscheiden kann.
Die Technik ist hervorragend, vor allem die Ausleuchtungen der Sets sind grandios. Ebenso die Schauspieler. Dass dies nicht den lahmen Plot überspielen kann, ist enttäuschend, vor allem, da ich Lynch generell sehr schätze. Keine zusammenhängende Narration, Kunstkino, wie ihr es noch nie gesehen habt, das stellt dieses Kunstwerk dar. Und wie moderne Kunst, habe ich dieses Werk die volle Zeit verabscheut. Das Fass wurde hier schon allein für die Idee zum überlaufen gebracht.

Fazit: Die Intention ist klar, Lynch will dem Zuschauer seine Grenzen aufzeigen, 'Inland Empire' soll eine Selbsterfahrung darstellen und zeigen, wie man Ängste überwindet. Wer also daran interessiert ist und gerne Mal drei Stunden sein Gehirn vermatschen will, der tue sich das an, ansonsten kann ich weder eingefleischten Cineasten, noch Lynch-Fans diesen Film ans Herz legen.

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Tyler__Durden

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SPOILER:
"Inland Empire, like Lost Highway and Mulholland Drive before it, uses a character’s inner reality (whether dream, as in Mulholland, or desperate fantasy, in Highway) as its main setting and device (I remember hearing Lynch comment that the name itself, “Inland Empire,” was significant. Hint, hint, indeed). In this case, there’s really only one primary character, and she frames the film: it’s the crying Polish girl we see hiding in a hotel room watching TV. Something’s obviously gone wrong; she’s our “woman in trouble.” Most of the rest of the movie is in her mind — her inland empire."

Wenn man erst mal den Schlüssel zu seinen Werken hat und weiß was seine Vorlieben sind dann ist das alles gar nicht so schwer. Wenn er aber nicht da ist kann ich auch verstehen wenn man verzweifelt ist , sich langweilt oder genervt ist von dem was man sieht. Großartiger Film btw. :)


Sigrun

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Danke für die Hinweise, Tyler__Durden!! Ich fühle mich jetzt als einer der potentiellen Adressaten deines Kommentars mal angesprochen und freue mich über jede andere Meinung zu IE. Es ändert meine Sicht zwar nicht, aber es erweitert sie (... und ändert sie damit natürlich doch!) Dafür ist Kino - und der Dialog darüber - ja zum Glück auch da :-)


fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Zum Glück ist dieser dreistündige Psychotrip dann auch mal vorbei, ansonsten hätte ich mir wahrscheinlich noch in die Hose gemacht. Jedes mal wenn die Kamera wackelnd die nächste Kurve dreht. Laura Dern im Geschehen oder etwa doch „nur“ vor der Kamera steht ist das einfach Schock pur. Diese Atmosphäre ist wahrscheinlich eine der alptraumhaftesten die es gibt. David Lynch scheint sichtlich spaß daran zu haben eine Szene nach der anderen zu schreiben und danach mit seiner neuen DV-Kamera zu spielen, aber es funktioniert denn diese unglaublichen Fahrten mit dem Schnitt und der Atmosphäre sind allesamt geschaffen für einen perfekten Psychotrip. Das ganze bleibt jede Sekunde dicht. Dieser Film ist nunmal der reinste Horror. Ich war volle drei Stunden auf Adrenalin. Die aneinander gereihten Szenen handeln zwar im Grunde von gar nichts, lassen einen aber gerade deswegen jede Menge Platz zum interpretieren und das war es schließlich was David Lynch vorhatte und was er meistens vorhat. Über den Film denkt man eine ganze Zeit nach und fragt sich was man da gerade gesehen hat. Man versucht nochmal jede einzelne Szene durchzugehen, aber es klappt nicht dafür gab es doch zufiele, dass man sich an alles erinnern könnte und gerade deswegen lädt der Film mich dazu ein ihn unbedingt nochmal anzusehen.
Fazit: „Inland Empire“ ist ein dreistündiger Albtraum. Aus dem man so bald der Abspann läuft aufgewacht zu sein scheint. Falsch gedacht. Nachwirkungen gibt es ohne Ende. Dieser Albtraum ist zu schlimm um ihn zu vergessen. Dieser Film hat mich mehr als gepackt.
Bisher DER Trip den ich im DvD-Format erlebt habe. Wer bereit ist dafür, sofort ansehen. Aber überleg es dir gut.

"Ich fühle mich, als hätte mir jemand ins Gehirn gepisst."

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fkfilmkritik

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Diesen "Sinn" werde ich dann wohl noch mal bei den nächsten Sichten suchen ;D.


BigDi

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Viel Erfolg dabei! ;) Es gibt wirklich unzählige Hinweise, aber die in alle dem Chaos wahrzunehmen...


dos6510

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Bewertung3.0Schwach

Witzig. Ich habe den Film einfach reingeworfen ohne auf Regie und Autor zu achten. Nach 1 Minute dachte ich mir: "Oh je - das ist wie ein Lynch" ...

nach 10 Minuten

"Ich verstehe es nicht - aber deshalb muss er doch nicht gut sein" [abgebrochen].

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GossipGirl87

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ich kann mich einfach nicht mit David Lynch Filmen anfreunden... Für manche mag das ja Kunst oder was weiß ich sein, für mich einfach nur 3 Stunden Qual... Ich war ja für Into the Wild, aber alle anderen wollten diesen Film anschauen. Unverständlich!

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martin-van-hueuet

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Bewertung10.0Herausragend

Ha, der ist ja noch relativ geradlinig. Auch gut, guck ich mir das nette Verwirrspiel ganz enspannt an, ohne dass ich mir Gehrinverrenkungen zufügen muss. Oh, oh, das Karussell nimmt jetzt aber langsam doch Fahrt auf. Ich konzentriere mich auf einen festen Punkt, um die Orientierung nicht zu verlieren, aber irgendwann weiß ich plötzlich doch nicht mehr, was sich eigentlich bewegt. Das Karussell, ich selbst, der Fixpunkt? Kurz darauf bricht alles auseinander und die Einzelteile wirbeln strudelförmig durch die Gegend. Bruchstücke der Geschichte kollidieren, die eigentlich nicht zusammengehören. Und wo kommen die Nutten plötzlich her? Verfluchte Geschichte, hätte ich die alte Dame mal ernst genommen.

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