Kill Bill: Volume 1

Kill Bill: Volume 1 (2003), US Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Eastern, Kinostart 16.10.2003

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8.0
Kritiker
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7.6
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von Quentin Tarantino, mit Uma Thurman und Lucy Liu

In Quentin Tarantinos Rache-Epos Kill Bill: Volume 1 begibt sich Uma Thruman auf einen Rachefeldzug gegen ihr ehemaliges Attentatskommando Tödliche Viper.

‘Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.’ – Am Tag ihrer Hochzeit wird Die Braut (Uma Thurman) nicht nur von ein paar alten Bekannten, sondern vor allem von ihrer Vergangenheit heimgesucht. Das Attentatskommando Tödliche Viper, angeführt von Bill (David Carradine) stürmt die Zeremonie und veranstaltet ein Blutbad, bei dem die Braut sterbend zurückgelassen wird. Als sie nach vier Jahren aus dem Koma erwacht, beschließt sie Rache zu nehmen. Sie erstellt eine Todesliste mit fünf Namen – Vernita Green (Vivica A. Fox), Elle Driver (Daryl Hannah), O-Ren Ishii (Lucy Liu), Budd (Michael Madsen), Bill (David Carradine) – flieht aus dem Krankenhaus und sucht ihre Widersacher nach der Reihe auf.

Hintergrund & Infos zu Kill Bill: Volume 1
Dass Quentin Tarantino ideentechnisch gerne auch von anderen abguckt, ist ja keine Neuigkeit mehr. So findet man auch in Kill Bill: Volume 1 zahlreiche Anspielungen auf andere Filme, die vor allem den Genres der Eastern, Kung-Fu oder Samurai-Filme angehören. Doch auch der Soundtrack wurde teilweise recycelt, indem Quentin Tarantino Musik aus seiner privaten Soundtrack-Sammlung verwendete. Das Drehbuch und die Hauptrolle der Braut waren außerdem ein Geburtstagsgeschenk des Regisseurs an Uma Thurman. Damit 1.703 Liter Kunstblut verspritzt werden konnten, hatte der Film alleine für die Produktion der Schwerter ein Budget von 46.000 € zur Verfügung.
Da das Wort ‘Bill’ im englischen ein geflügelter Begriff ist, kann man ihn sowohl als Eigennamen sehen, aber auch als ‘Rechnung’ übersetzen. Der Titel ‘Kill Bill’ kann somit auch als ‘eine Rechnung begleichen’ gelesen werden. (BG)

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Kritiken (12) — Film: Kill Bill: Volume 1

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Tarantino, der mit seinem Rache-Epos u.a. eine Hommage an die Filme der legendären Shaw Brothers Studios ablieferte, feiert im ersten Teil seine Hauptdarstellerin genauso hemmungslos wie seine Inszenierung. Hier ist alles irgendwie eine Reminiszenz, alles scheint irgendwo entliehen zu sein, um den Vorbildern so bestmöglich zu huldigen. Egal ob Sergio Leone oder Kinji Fukasaku, Tarantino plündert hemmungslos in der Schatzkiste der verschiedenen Genres. „Kill Bill“ ist im Grunde reinstes Recycling, aber es wird mit hoher Ehrfurcht und cineastischer Liebe betrieben und die einzelnen Versatzstücke wurden unglaublich unterhaltsam wie stilsicher miteinander verwebt und erzeugen unhaltbar viel Spaß. Vor allem weil „Vol. 1“ gekonnt auf ein eruptives Finale hinarbeitet, auf dem Weg dorthin seinem Publikum eine Fülle von markanten Momenten serviert und in den letzten Sekunde vor dem Abspann einen der fiesesten Cliffhanger der jüngeren Kinohistorie raushaut.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

stuforcedyou

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Hm...ja, definitiv. ;)


SoulReaver

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Meister steht natürlich für meiner. Aber Meister passt auch. :)


Oceanic6: CinemaForever

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10.0Herausragend

[...] Ein Film, den man erlebt haben muss, um ihn zu glauben. Sinnlos, brilliant, blutig schön und hypnotisierend, oder kurz: 'Kill Bill'... Dieser Film lässt sich nicht mit Tarantinos voran- und nachkommenden Werken vergleichen, bei denen er mehr auf Realismus, denn auf überbordende Fantasie Wert legte. Allerdings teilt sich dieser Film eine simple Gemeinsamkeit mit allen anderen: Ich hatte beim ersten Mal das Gefühl, etwas NEUES zu erleben und diesem Neuen, Unkonventionellen zuzuschauen macht einfach nur höllischen Spass. Mit unkonventionell meine ich die überzogene und unwirkliche Brutalität, die alleine Tarantino in dieser ungesehenen Brillanz zeigen kann (und darf), welche sich bis zum Ende immer mehr zuspitzt und in einem "what the fuck"- Showdown ihren Höhepunkt erreicht. Das tolle daran ist, man kann darauf immer und immer wieder abfeiern, denn erst nach mehrmaligem Schauen fallen einem wunderschöne Details und Querverweise auf. Quentin, you're a genius!

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

shadowhunting

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Kultige Rache-Ballade beschreibt Kill Bill Vol.1 wohl am besten! Sehr treffende Kritik ;-)


Oceanic6

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Danke! ;)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Ganz unabhängig davon, dass "Kill Bill – Volume 1" unterm Strich tatsächlich scheinbar kaum auffällig-selbstzweckhafter mit Stil, Zauber und Verweis seines verrückten Videothekars maßlos vollgefressen ist, markiert "Kill Bill – Volume 1" nichtsdestotrotz eine Art Zäsur in Quentin Tarantinos bisheriger Regiekarriere, die sich vor seinem Epos aus drei Filmen zusammensetzt. Verschwunden ist sie, die schmuddelige, abgefuckte, triste, ausgelaugte Großstadtatmosphäre aus "Reservoir Dogs", aus "Pulp Fiction", stattdessen werden die Bilder geglättet, beleuchtet, auf Vordermann gebracht und auf Hochglanz poliert. Tokio erstrahlt, das Blut erstrahlt, die Wunden zerschnittener Körper erstrahlen, wie alles in diesem ersten "Kill Bill". Verschwunden ist es, das verschachtelte, sprunghafte, ehrgeizig auf episodische Kurzgeschichten manövrierende Erzählwerk. In "Kill Bill – Volume 1" wird zwar auch kapitelweise und gegen die Chronologie der…

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

der cineast

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Ist ja auch so.


Timo K.

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Kommt daher, weil der Bereich jenseits der 8 Punkte mehr einem persönlichen Bereich mit den absolut göttlichen Lieblingen gewidmet ist und ich ohnehin zwei, drei Tarantino-Filme (JACKIE BROWN, KILL BILL - VOLUME 2 & wahrscheinlich auch DEATH PROOF) höher ansiedle. 8 Punkte sind in meinem Bewertungsschema im Prinzip aber schon ein bisschen mehr als "ausgezeichnet". :)

Dankeschön. :)


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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7.0Sehenswert

"Kill Bill: Volume 1" funktioniert vorallem deshalb so gut, weil Tarantinos vierter Film so übersteuert die Fetische seines Schöpfers zelebriert, die zitierten Ursprungsstoffe demaskiert und aus diesem Grund fernab seines actionversessenen Unterhaltungsanspruches auch als (höchstwahrscheinlich?!) unfreiwillig gewollte Satire lesbar bleibt.
Denn in vielerlei Hinsicht entlarvt das knapp zweistündige Blutbad in all seinen Hommagen und Querverweisen das asiatische Kino als die triebgesteuerte und optisch overstylte Gewaltphantasie, die es von Lee bis Park schon immer gewesen ist; ebenso wie es den Hype um Regisseur Tarantino entmystifiziert. Von der banalisierenden Handhabung von Brutalität, über die verselbstständigten und zu Kult verklärten Sinnlosigkeiten, bis hin zu seinem Faible für Thurman und Füsse - zumindest bis zum Exploitation-Ulk "Death Proof" war Tarantino nie selbstverliebter und selbstzweckhafter als in diesem, auf zwei Teile aufgeblassenen, Revenge-Movie.
Ja, "Kill Bill" macht Spaß, aber es ist selten der vom Macher intendierte Spaß, der einen vor dem Bildschirm hält. Ein rauschendes Fest an Belanglosigkeit vom Mann, der selbst sein bester Karikaturist ist.

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Hitmanski

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Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es ein guter Film ist; zumindest ist er bei neutraler Betrachtung wohl kein "ausgezeichneter", was abermals daran liegt, dass er seinen postmodernen Radius aus Hommage und Verweis nie verlässt, und damit Tarantinos eigenem Schaffen wenig wirklich Neues hinzufügt.
"Trash" ist es in meinen Augen deshalb noch lange nicht, auch wenn vor allem Tarantino selbst ja immer wieder mit dieser Begrifflichkeit kokettiert, dazu ist der Film zumindest formal auf einem viel zu hohem Niveau, und insbesondere ist es ja nicht klar, ob Tarantino nicht doch genauso erdacht hat, wie ich es beschreibe. Ich würde meine Sichtweise deshalb maximal als neue Lesart, denn als klassische Vertrashung ansehen.


Skywalker_

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Ich glaube nicht dass Tarantino die ganzen zitierten Ursprungsstoffe demaskieren will.
Er liebt diese Filme und der Film ist somit eigentlich eine große Verbeugung vor diesen Ursprungstoffen und deren Schöpfern


Flibbo: Wie ist der Film?

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10.0Herausragend

[...] „Kill Bill“ ist, entgegen vieler Meinungen, der erste Tarantino-Film, der Gewalt als Mittel zum Zweck einsetzt. Vorher wurde sie kaschiert oder diente der Charakterzeichnung, was viele Zuschauer gern übersahen. Glücklicherweise zeigt Tarantino, dass er die Ästhetik der filmischen Gewalt verstanden hat wie kaum ein anderer. Die zum Teil bewusst übertriebene Brutalität des Films schreckt einen Teil des Publikums ab. Die Geschichte hat weder geschickt verwobene Episoden, noch interessante Beziehungsgeflechte zu bieten, sondern besteht einzig aus einem Massaker mit der anschließenden Vergeltung, wie man es in einem schäbigen Italowestern erwartet. Hinzu kommt der Ausflug in befremdliche, fernöstliche Welten, der im Westen lange nicht jedem schmeckt. Doch dafür schuf Tarantino ein handwerklich perfektes Rache-Epos von beeindruckender Schönheit, das vor Ideen sprüht wie eine Blutfontaine. [...]

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

6 Jahre sind vergangen, seit uns der ehemalige Videothekenangestellte Quentin Tarantino mit „Jackie Brown“ seinen letzten und im gesamten erst dritten Film als Regisseur vorgelegt hat. Die Erwartungen waren hoch, hatte doch „Jackie Brown“ wichtige Charakteristika seiner Filme vermissen lassen und viele Fans enttäuscht.
Nun schickt uns der Ästhet mit einem Faible für Blut und coole Filmmusik los, um Bill zu töten. Wer Bill ist ? Die zugrunde liegende Story ist so banal wie nebensächlich: Aber natürlich töten nicht wir Bill, sondern die Protagonistin, die im Film nur „Die Braut“ (Uma Thurman) genannt wird. Auf ihrer eigenen Hochzeit wird diese hochschwanger von drei „Kollegen“ einer mysteriösen Killerbrigade und deren Chef „Bill“ mitsamt der Hochzeitsgesellschaft brutal niedergemetzelt. Nach Jahren im Koma erwacht die Verratene, weint kurz um ihr totes, ungeborenes Kind und macht sich dann mit kalter Zielstrebigkeit auf zu einem blutigen Rachefeldzug.

Meister Tarantino erzählt…


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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Tarantinos Masslosigkeit sorgt in «Vol. 1» für eine herrlich reizvolle Sinnesüberflutung.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Tarantino aber wird nun ein Fremder im eigenen Film. Das Martial-Arts-Kino hat eigene Gesetze, und dem anständig, in Bruce-Lee-Manier mit echten Stunts inszenierten Kampf fehlt, was Ang Lees "Tiger & Dragon" und Zhang Yimous "Hero" haben: die Aura asiatischer Würde. Wie die Gliedmaßen seiner Figuren hätte Tarantino auch die Japan-Episode kürzen und auf die lästige Stückelung des Films verzichten können - Teil zwei kommt erst im Frühjahr ins Kino.

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KRIZZLEY-BEE

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alter, zhang yimous hero und ang lees tiger and dragon haben soviel würde wie pommes frittes vitamine, die chinesen dürfen nur diese würdevollen verherrlichungen der stoischen han-seele, die immer möglichst weit weg von der politischen realität in der vergangenheit spielt , sehen; die und telenovellas um vorbildliche familien in denen papa, mama, sohn und tochter in der armee dienen. die gucken auch alle 4 minuten in einer grossaufnahme schnitt weitaufnahme totall würdevoll.
glaub mir, ich muss es wissen, mir ist mal ein chinese über den weg gelaufen und ich hab nicht weggeguckt, tarantinos schinken trieft vor blut aber das ist echtes fleisch und keine mortadella von ner fleischwurstverkäuferin mit würde und verbeugung und erhaben ausgestreckten händen dem käufer überreicht. mann, tarantino hat eier , ang lee hat "würde"


ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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9.5Herausragend

Man glaubt dem Film keine einzige Szene und ist doch fasziniert von seinem raffinierten Spiel und der Ikonografie. Insofern ist es dann doch wieder ein echter Tarantino geworden. Nur hat er sich diesmal von seiner Liebe zu Comics, Italo-Western und Kung-Fu-Filmen so mitreißen lassen, dass er seinen hochgetunten Motor im Leerlauf durchdrehen lässt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Tarantinos ultimative Bilder-Orgie. Sex für die Augen!

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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10.0Lieblingsfilm

Was Farb- und Bildgestaltung angeht darf man sich auf einiges gefasst machen. Wer lange Kamerafahrten mag, der kann sich schon jetzt auf die Szene im Restaurant freuen. Und auch Animé Fans kommen auf ihre Kosten bei einer mehrere Minuten langen, bluttriefenden Tricksequenz, kreiert von den Studios, die auch GHOST IN THE SHELL und JIN-ROH auf die Leinwand brachten.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

Der größte Abwesende ist Tarantinos Talent, durch verschachteltes Erzählen aus alten Zitronen frischen Geschichtensaft zu pressen. "Kill Bill" folgt einem enttäuschend konventionellen Bauplan, ließe sich problemlos in zehn bis 15-minütige Folgen stückeln. Nun kennen wir erst die Hälfte - Vol. 2 gibt's in vier Monaten -, doch die Zweiteilung des Seherlebnisses beraubt es jeder Chance, uns mit einer Erzählellipse zu verführen.

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Kommentare (235) — Film: Kill Bill: Volume 1


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Harrigan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hier ein Gegenargument für den oft dürftig begründeten Tarantino-Hass:
Er ist einer der wenigen Amis, die Kino noch avantgardistisch betreiben, sich auch mal etwas Neues trauen.
Denn wenn der Anime Part einsetzt, Westernmusik spielt und literweise Blut spritzt, fühlt sich der Durchschnittswestler durchaus vor den Kopf gestoßen. Während die Figuren, skurril verzerrt, um ihr Leben kämpfen und die gerade mal 4 jährige O-Ren die bestialische Ermordung ihrer Eltern beobachten muss, entwickelt der Film binnen weniger Minuten eine unglaublich emotionale Vehemenz, wie es selten einer seiner Landsmänner auf das Bühnenbild zu porträtieren versteht. Begleitet von Bacalovs "Parte Prima", dessen Lautstärke mit der Relevanz der Szene oszilliert, wird eins klar: Tarantino versteht sein Handwerk.
Wer nämlich so divergente Filmkulturen wie die des Eastern und Western zu einer so homogenen und durchdachten Mischung verknüpft, zeigt einfach, dass er nicht nur als Larifari-This-is-a-Tasty-Burger-Schau-mal-wie-cool-meine-Dialoge-sind-Filmemacher seine Gangsterkomödien abmasturbiert, sondern eine enorme Kompetenz und Liebe gegenüber diesem Medium besitzt, dieser sogar Ausdruck zu verleihen weiß. Und spätestens am Ende, wenn Meiko Kajis "Shura no Hana" erklingt, merkt auch der letzte Idiot, dass Tarantino nicht klaut und denkt, keiner würde es merken. Im Gegenteil: Flehend bittet er das von Nobrainern und konsumfreundlichen Hollywood Produktionen verwöhnte Publikum, die Scheuklappen abzulegen und mal über den Tellerrand zu blicken. Und das zu Recht, Lady Snowblood steht Kobayashis und Kurosawas Werken in nichts nach und zählt u.a. neben Sasori zu den wichtigsten japanischen Filmen überhaupt.
Wem das alles aber eh egal ist, kann sich den Film trotzdem anschauen und sabbernd vor der Glotze hängen, während Chiaki die Keule schwingt. Tarantinos bester Streifen.

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Hartigan85

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Schöner Kommentar, für mich auch der vielleicht beste Tarantino!


Draza

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Bewertung9.0Herausragend

Hammaaaaa Film.....

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Dady

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wieder ein so ein Streifen der oft als Kultfilm bezeichnet wird. Tarantino hat sich mal wieder so richtig ausgetobt und mit seiner Muse Uma Thurman die perfekte Besetzung gefunden. Dieser Action-Eastern ist teilweise so blutig das man froh sein kann das manche Szenen in schwarzweiß sind. Die Story ist eigentlich so simple und einfach aber trotzdem gut. Denn dieser Rachefeldzug ist äußerst amüsant und trotz einiger Längen nie langweilig. Ingesamt gesehen ist Volume 1 besser als der 2. Part was aber vorallen an der höheren Anzahl von Fights und Action liegt. Aber eigentlich sollte man die Filme als Gesamtkunstwerk sehen!!

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Onimat

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Bewertung5.5Geht so

Also, ich habe mir diesen Film gerade angeschaut. Von Quentin Tarantino kannte ich bis jetzt nur Django Unchained und Inglorious Basterds. Da ich von beiden ein Fan bin, war ich bei diesem Film mächtig enttäuscht von dem was mir da geboten wurde. Zu sehen war eine mäßig interessante Geschichte, gestreckt auf zwei Stunden und zusammen gemixt mit (mir persöhnlich) ein wenig zu viel Blut, das aus Körpern spritzt. Ebenso kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wie man meinen kann, dass dieser Film einen guten Bild und Tonschnitt besitzt. Ich fand beide ziemlich grottig und die Musik war meistens irgendwie fehlplaziert.
Insgesamt lässt sich sagen: Kill Bill Volume 1 ist ein Film den man sich mal anschauen sollte, es aber nciht ein zweites Mal tun muss. Quentin Tarantino, dass kannst du besser!

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jian.asgari

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tarantinos "kill bill" ist angelehnt an "lady snowblood" einer japanischen manga-verfilmung aus den 70ern und deswegen sehr überzeichnet und comic-esque. wenn man weiß aus welchen filmen die lieder kommen und an welche regisseure die schnitte anspielen, dann kann man kill bill nur lieben. wenn nicht, dann transportieren fantastische dialoge, charakterisierung, choreografien (ohne wackelkamera) und ein überragender david carradine und eine perfekte uma thurman einen ausgezeichneten film.


the assassin 666

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Bewertung9.0Herausragend

Tarantinos Hommage an das Easterkino der 70 er Jahre ist ein sehr unterhaltsamer und blutig/abgedrehter Actionfilm der gekonnt altes und neuese verbindet und zu einem ganz speziellen tarantino-liken Charme serviert. Genial, und Tarantino hat bewiesen das er diese Zeit verstanden hat, im 2. ebenfalls gelungenen Teil widmet er sich einem anderen Genre nämlich dem Italowestern. :D
Bei der Gelegenheit, Django Unchained GROSS VORGEMERKT!!! :D

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mel1202

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Bewertung9.5Herausragend

Tarantinos Hang zur "dezenter" Übertriebenheit...grandios! :)
Tolle Musik, beindruckende Locations & eine tolle Uma Thurman!

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OceansBourne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geile Action
Geile Schnitte
Geiler Soundtrack
Geile Effekte
Genre: Quentin Tarantino
Seine Filme sind so unterschiedlich und speziell, viele haben einen geilen 80er Jahre Look- und doch sind sie so gleich, haben einen hohen Wiedererkennungswert und man weiß sofort von wem dieser Film war.

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Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin eigentlich gewiss kein Fan von Knall-Bumm Action und meide dieses Genre eigentlich auch, weil mir die meisten Filme einfach zu hirnlos sind. Aber "Kill Bill" schlägt ja große Wellen, ist Kult und auch in weiten Kreisen sehr beliebt. Also ging ich mit zurückhaltenden Erwartungen an den Film herran. Der Film unterscheidet sich rein, von der Struktur und der Action an sich nicht wirklich von anderem Action-Müll aber was den Film besonders macht ist Tarantino: seine Kamera, seine Charaktere, seine Dialoge, und seine einzigartige Inszenierung der Kämpfe ist weitgehend meisterlich und reisst den Film komplett raus. Klar ist der Film stellenweise maßlos übertrieben, aber Trantino weiß wie er damit umgehen muss, ohne lächerlich zu wirken. Er setzt Humor ein wo es passt und lässt ihn weg wo es nicht passt. Er weiß genau wann es angebracht ist und wann nicht. Klar, ist es immer noch verrückt wenn 100 von Körperteilen und 1000 Liter Kunstblut durch den Raum fliegen, aber Tarantino inszeniert es so das es trotzdem blendend unterhält und keinesfalls lächerlich wirkt. Der Film hat zwar einige Ecken und Kanten, aber die fallen einem wenn überhaupt erst nach dem Film auf, denn wärhend des Films wird man mit so vielen Bildern und Farben zugeschüttet das man dies meist gar nicht realisiert. Ich kann abschließend zu "Kil Bill" sagen, das er meine Erwartungen ubertroffen hat und ich mir hier auch relativ hirnlose Action 90min lang ansehen konnte ohne mich zu langweilen. Es ist bei weitem nicht Tarantinos bester aber trotzdem ein überragender und sehr blutiger Rache-Thriller, denn man nicht nur aufgrund seines Kultfaktors gesehen haben sollte.

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Alienator

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Vol.2 ist auch sehr viel besser. Allen vorran Michael Madsen.


Boogers666

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Ich freu mich schon auf Vol.2, alleine aufgrund der Dialoge :)


Kevin2803

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Bewertung9.0Herausragend

Ein echt toller Film mit grandiosen Kampf-Szenen und Una Thurman als unschlagbare Rache-Kriegerin. "Kill Bill: Volume 1" ist optisch einfach toll anzusehen. Die Bilder, die Musik - hier passt alles super zusammen und auch der Humor ist spitze. Da endet schonmal ein Kampf auf Leben und Tod damit das man ne Tasse Kaffee trinkt.

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Hfonda15

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Bewertung9.0Herausragend

Kill Bill ist ein sehr bekannter Film weshalb ich schon seit längerem wusste was mich bei diesem Streifen erwarten würde, doch trotzdem hat mich der Film wegen seiner kompletten Machart und auch wegen der extremen Gewalt doch noch überrascht!
Der Film besteht zu weiten Teilen aus brutalen Kampfszenen, die durch Tarantino hier wirklich sehr gut umgesetzt worden und man sieht an Kill Bill wieder einmal, dass dieser Regisseur sein Handwerk wirklich versteht, da er die übertriebene Brutalität in seinen letzten Filmen wirklich sehr stilvoll und detailliert umsetzt was in meinen Augen schon eine Kunst für sich ist.
Vor Kill Bill waren Tarantinos Werke eindeutig ruhiger und weit weniger brutal, doch mit diesem Streifen fing der Mann an Rachefilme zu drehen, die er bis heute(zu letzt in Django) sehr gut umsetzt und die das Genre durch seine eigene Handschrift ganz anders definieren.
Die Gewalt in Tarantinos Werken kommt durchaus witzig rüber und wird durch Musik untermalt die dem Zuschauer eigentlich immer gefällt, die ebenfalls zur Stimmungssteigerung dient. Der Rachefeldzug der Braut macht im ganzen Film durch die geniale Inszenierung wirklich Spaß, was durch viele Details (wie z.B die kurze Animeeinstelungen) noch unterstrichen wird, wer also nichts gegen übertriebene Brutalität in Filmen hat wird diesen Streifen sicher mögen und an der Tarantino typischen Inszenierung Gefallen finden.
Da der Regisseur bei mir wirklich sehr hoch im Kurs steht und ich an Kill Bill eigentlich überhaupt nichts auszusetzen hatte außer dass mir noch ein paar Wendungen in der Handlung gefallen hätten(man wird aber durch gelungene Rückblicke in der Geschichte entschädigt) von mir eine herausragende Bewertung!

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Poor Boy

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Von mir gibts auch ein like für den Kommentar,weil zu den wenigen gehöre die die Begeisterung eines Fan respetieren ;-) ich selbst bin kein Fan von Tarantino,finde die meisten seiner Filme langweilig und Kill Bill zieht sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge.


Hfonda15

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Also Kill Bill hatte in meinen Augen überhaupt keine Länge da ich vor allem den neueren Stil von Tarantino faszinierend finde aber ich muss gestehen, dass in seinen früheren Werken wie Jackie Brown schon einige Längen vorhanden sind, doch bevor ich dieses Werk bewerte muss ich mir umbedingt auch noch die Orginalfassung anhören!


doktormovie

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Bewertung9.5Herausragend

Echt krass der Film!Egal ob "Die Braut" sich durch Japaner-Massen metzelt,oder eine Mutter vor ihrem Kind umbringt,richtig krass!Aber die Musik ist genial,die Action,die Dialoge und der Humor!Wieder mal ein Tarantino Meisterwerk!

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Jek-Hyde

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kill Bill Kritik Vol. 1
Das erste mal dass Trantino einen großen Film macht (rein ausmaßmäßig her). Wo fange ich an. Die Action ist brillant, ich stehe ja nicht unbedingt auf die Amerikanische Krach-Bumm-Action, sondern mehr auf die Trashige-Asia-Kampfkunst, und das wurde hier einfach mal perfektioniert. Diese Comicmäßige Stimmung fand ich einfach großartig. Tarantino mischt dieses mal auch wieder die Zeitebenen durcheinander, trotzdem bleibt die Spannung nicht auf der Strecke, sie würde vermutlich auf der Strecke bleiben, wenn der Film chronologisch gedreht worden wäre. (irgendwann werde ich mir mal die zeit nehmen und per Kapitemmenü den Film in Kronologisch richtiger Rein folge ansehen, ich wette dass ist gleich eine ganz andere Erfahrung!:D)
Als besondere Überraschung kommt einfach mal eine mega, genial Gezeichnete Animeszene (von dem Zeichner gibt es einfach viel zu wenig Animes, ganz einfach) zwischen drin. Tausend Anleine an das Asiakino, wie man sicher erwarten würde und viel, viele Blut und abgehackte Gliedmaßen, wie man ebenfalls erwarten sollte. Kill Bill vol. 1 ist einfach blutdurstige Rache per exzellent und während hier fleißig und fast schon abstrakt getobt wird, werden wir im Vol. 2 die einzelnen Characktäre besser kennenlernen...

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HellGreetings

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tarantinos Filme gelten immer als sehr blutig. Bei "Kill Bill Vol. 1" stimmt das ausnahmsweise sogar. Und für die Leute, die verstanden haben, um was es bei Tarantino eigentlich geht, ist "Vol. 1" sogar ein richtig guter Film.

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Simon Moon

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Hört, hört.


beast667

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Bewertung9.0Herausragend

Kurze Einleitung: Ich mag Tarantino-Filme. Leider mag ich sie so sehr, dass ich jedes klitzekleine Detail, was mir nicht gefällt kritisiere. Mir gefällt dieses ewige Kultfilm Gelaber nicht und des weiteren ist nicht alles was er macht göttlich. Kill Bill 1 ist das fast. Warum nur fast? Weil der 2. besser war. Längen hat auch Kill Bill, aber hat mich auch während den Längen unterhalten.

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AshleyWilliams

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Du sprichst mir aus der Seele. Ich kritisiere auch jedes kleine Detail von Tarantino-Filmen, das mir nicht gefällt.
Jedes mal wenn ich einen seiner Filme sehe denke ich mir: "Mann das war vielleicht geil. Hoffentlich wird der nächte noch besser..." Bei Quentin kann ich aus irgendeinen Grund nicht zu 100% zufrieden sein...


Finnigan

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Bewertung9.0Herausragend

Quentin Tarantino ließ sich Zeit für Kill Bill. Zwischen Reservoir Dogs und Pulp Fiction lagen nur zwei Jahre. Jackie Brown erschien schon weitere drei Jahre später. Dann war es jedoch sechs Jahre lang ruhig um Tarantino. Sein »Comeback« sollte dann aber umso einschlagender sein.

Mit dem ersten Teil seines Kill Bill-Zweiteilers lieferte er ein Feuerwerk von einem Genre-Mix ab. Seine Einflüsse sind klar zu erkennen – und mit diesem Film huldigt er ihnen. Und einmal mehr gelingt es Tarantino, selbst eine popkulturelle Referenz zu erschaffen.
Wer kennt sie nicht, Uma Thurman als Rächerin ihrer selbst? Wer kannte nicht jemanden, der den »Twisted Nerve« als Klingelton hatte? Wer war noch nie auf einer Kostümparty, in der niemand in gelbem Motorradanzug erschien?

Die Story passt auf einen Bierdeckel, reicht in diesem Fall aber auch völlig aus. Im Mittelpunkt steht die Inszenierung – und mit ihr die Ästhetisierung von Gewalt. Tarantino und Gewalt – ein Thema, dass ihn in seinen zukünftigen Filmen immer wieder zu Rechtfertigungen gegenüber der Presse zwingen sollte. Erstmals tritt sie hier bei ihm in einer völligen Überzogenheit auf. Comic-haft spritzt das Blut und fliegen die Gliedmaßen – nicht die einzige Mangareferenz in Kill Bill Vol. 1, in der es nicht zufällig ein ganzes Anime-Kapitel zu sehen gibt.

Kill Bill Vol. 1 besticht vor allem durch eine unglaubliche Coolness und seine stilvolle Inszenierung. Und es ist ein Film von einem Filmfan für Filmfans. Kritiker mögen ihm vorwerfen, sich bei unzähligen Eastern und Western freimütig bedient zu haben – doch letztlich ist es eine Kunst, die Tarantino beherrscht, seine Inspirationen und Einflüsse nicht einfach zu klauen, sondern zu einem originellen Werk zusammenzufügen. Und nie hat Tarantino ein Hehl daraus gemacht, dass Kill Bill vor allem eines ist: Eine Hommage.

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cyberpunky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein liebster Tarantino, obwohl ich sie echt alle genial finde sticht dieser doch etwas heraus, dieser optisch beeindruckende Genremix mit dem unglaublichen Soundtrack ist einfach einzigartig!
Mal schauen wo Django in meiner Tarantino-Rangliste landet.

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DKennyK

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Bewertung6.0Ganz gut

Es sind vor allem zwei Faktoren, die mich bei diesem Film von vornherein stören: Ich besitze nicht die geringste Affinität zu Actionfilmen und da ich auf eine Video on Demand-Version angewiesen war, musste ich auf Untertitel verzichten.

Handwerklich gesehen gibt's allerdings wenig bis garnichts zu beanstanden. Tarantino zelebriert seinen eigenen Stil und schafft so auch die Längen (die »Kill Bill« immer wieder hat) einigermaßen spannend zu halten.
Die Action- und Splatterszenen waren toll inszeniert und haben viel Spaß gemacht. Leider bieten die Sequenzen zwischen diesen Szenen nicht viel Futter, sowohl was Handlung wie auch Charakterschreibe angeht kocht man hier eher mit lauwarmen Wasser.

Da der zweite Teil dialoglastiger sein soll, bin ich aber sehr gespannt, ob mir dieser vielleicht besser gefallen wird. Fürs erste war »Kill Bill: Volume 1« aber ganz unterhaltsam.

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sebastianxxx

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... was, frage ich mich, macht den an "Splatterszenen" bloß Spass ?


lucas.carvalho.5454021

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

bin ich der einzige dem aufgefallen ist dass kill bill als real-life manga bzw anime gedacht ist?

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Trimalchio

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Bewertung3.0Schwach

Eine Geschichte, die auf einen halben Bierdeckel passt wird durch ein schrecklich langsames Erzähltempo auf zähe zwei Stunden ausgedehnt. Das Problem der Leere, die dadurch entsteht, versucht Tarantino durch ein wildes Geschnetzel zu lösen. Was jedoch seltsam steif wirkt und wenig Spaß macht, da Blutfontänen das einzig stilistische Mittel in den Kämpfen darstellen. Musikalisch und technisch gibt es hingegen kaum etwas zu bemängeln. Hinterlässt mich ratlos.

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist nicht nur der lange Zeitraum von ganzen sechs Jahren seit "Jackie Brown", die "Kill Bill" als so etwas wie eine Zäsur in Tarantinos bisheriger Filmografie darstellen lässt, sondern auch der Filminhalt selbst. Waren verrückte Gangstertypen und ironisch-brisante Heist-Geschichten überwiegend die Themen der 90er, würden ab dem neuen Jahrtausend besonders intensive Rachegelüste im Einklang mit unübersehbaren Referenzen auf die Filmhistorie die Richtung vorgeben. "Kill Bill" greift genau diese Elemente ohne jede Bescheidenheit und mit aller Kraft auf, indem man dem mehrteiligen Vergeltungsplan von The Bride (Uma Thurman) beiwohnt. Tarantino sollte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr einzig als brillanter Dialogschreiber, sondern auch als vielseitiger Actionregisseur wahrgenommen werden. Die Entscheidung von Produzentenseite, dieses Gewalt-Epos in zwei Teile zu zerlegen, wurde schließlich genutzt, um zwei Genrebereiche mehr oder weniger direkt einzeln abzudecken: den fernöstlichen Eastern (Volume 1) und den italienischen Western (Volume 2). Obwohl ich gerne "Kill Bill" als einen Film durchlebt hätte, hat diese Interpretation der Zweiteilung doch ihren unverwechselbaren Charme.

Man sollte jedoch nicht mit den Eigenheiten von Martial Arts & Co unbedingt auf Kriegsfuß stehen, wenn man Volume 1 in allen Zügen genießen will. Auch der Plot hält sich mit allerlei Erklärungen und Hintergründen ziemlich zurück und wirft einem speziell im Bezug auf die titelgebende Zielperson eher kryptische Häppchen zu, die erst in Volume 2 größeren Raum einnehmen würden. 'Style over Substance' ist im Rahmen von Tarantinos Filmverständnis sowieso ein ganz eigenwilliges Thema, auf Volume 1 würde diese Aussage jedoch deutlich eher zutreffen als etwa den früheren Filmen des Regisseurs. Allerdings erfüllt er andererseits damit den inszenatorischen Gedanken, den zahlreichen Genrevorbildern entsprechend Tribut zu zollen. Hier knüpft er an einer seiner ganz großen Stärken an: jede filmische Danksagung funktioniert innerhalb dieses Kill-Bill-Universums auch unabhängig davon, ob man die Originale schon kennt oder noch nicht. Bei Letzterem bietet sich für den interessierten Fan anhand bestimmter Soundtracks, Kameraeinstellungen oder Kleidungen somit immerhin einen kleinen Wegweiser, um die betreffenden alten Schätze für sich selbst neu zu entdecken (was man auf jeden Fall tun sollte). Volume 1 ist aber auch unabhängig davon ein sehr fulminantes, brutales und actionhaltiges Exemplar, das ungemein kurzweilig und unterhaltsam ist, dessen einziges Manko aber womöglich die mangelnde Charaktertiefe ist - falls man nach dem Abspann nicht gleich Volume 2 hinterherschiebt. Denn noch ist die Liste nicht abgearbeitet...

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JackoXL

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Wunderbarer, sehr treffender Kommentar.


filmschauer

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Danke, Jacko. :)