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Kill Bill: Volume 1

Kill Bill: Volume 1 (2003), US Laufzeit 107 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Eastern, Kinostart 16.10.2003


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8.1
Kritiker
90 Bewertungen
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7.6
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46605 Bewertungen
263 Kommentare
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von Quentin Tarantino, mit Uma Thurman und Lucy Liu

In Quentin Tarantinos Rache-Epos Kill Bill: Volume 1 begibt sich Uma Thruman auf einen Rachefeldzug gegen ihr ehemaliges Attentatskommando Tödliche Viper.

‘Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.’ – Am Tag ihrer Hochzeit wird Die Braut (Uma Thurman) nicht nur von ein paar alten Bekannten, sondern vor allem von ihrer Vergangenheit heimgesucht. Das Attentatskommando Tödliche Viper, angeführt von Bill (David Carradine) stürmt die Zeremonie und veranstaltet ein Blutbad, bei dem die Braut sterbend zurückgelassen wird. Als sie nach vier Jahren aus dem Koma erwacht, beschließt sie Rache zu nehmen. Sie erstellt eine Todesliste mit fünf Namen – Vernita Green (Vivica A. Fox), Elle Driver (Daryl Hannah), O-Ren Ishii (Lucy Liu), Budd (Michael Madsen), Bill (David Carradine) – flieht aus dem Krankenhaus und sucht ihre Widersacher nach der Reihe auf.

Hintergrund & Infos zu Kill Bill: Volume 1
Dass Quentin Tarantino ideentechnisch gerne auch von anderen abguckt, ist ja keine Neuigkeit mehr. So findet man auch in Kill Bill: Volume 1 zahlreiche Anspielungen auf andere Filme, die vor allem den Genres der Eastern, Kung-Fu oder Samurai-Filme angehören. Doch auch der Soundtrack wurde teilweise recycelt, indem Quentin Tarantino Musik aus seiner privaten Soundtrack-Sammlung verwendete. Das Drehbuch und die Hauptrolle der Braut waren außerdem ein Geburtstagsgeschenk des Regisseurs an Uma Thurman. Damit 1.703 Liter Kunstblut verspritzt werden konnten, hatte der Film alleine für die Produktion der Schwerter ein Budget von 46.000 € zur Verfügung.

Da das Wort ‘Bill’ im englischen ein geflügelter Begriff ist, kann man ihn sowohl als Eigennamen sehen, aber auch als ‘Rechnung’ übersetzen. Der Titel ‘Kill Bill’ kann somit auch als ‘eine Rechnung begleichen’ gelesen werden. (BG)

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  • Kill Bill: Volume 1
  • Kill Bill: Volume 1

Mehr Bilder (35) und Videos (3) zu Kill Bill: Volume 1


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Kill Bill: Volume 1
Genre
Actionfilm, Martial-Arts-Film
Zeit
2000er Jahre, Gegenwart
Ort
Japan, Okinawa, Pasadena, Tokio
Handlung
Abgeschlagener Arm, Attentäter, Auftragskiller, Auge, Ausbildung, Blut, Blutrausch, Braut, Einzelkämpfer, Exekution, Femme Fatale, Fetisch, Gangsterboss, Gewalt, Gewalt gegen Frauen, Heldin, Hochzeit, Kampf auf Leben und Tod, Kampfkunst, Katana, Kirche, Koma, Krankenhaus, Kultfilm, Kung Fu, Manga, Mentor, Messer, Militärische Ausbildung, Mord, Motorrad, Mörder, Rache, Rachefeldzug, Rollstuhl, Samurai, Scharfschütze, Schnee, Schwangerschaft, Schwert, Schwertkampf, Sheriff, Starke Frau, Sushi, Sushi Bar, Unterwelt, Verbrechen, Vergeltung, Vergewaltigung, Verstümmelung, Yakuza
Stimmung
Aufregend, Eigenwillig, Hart, Spannend, Traurig, Witzig
Zielgruppe
Über 18 (Gewalt)
Tag
Epos, Kultfilm, Manga
Verleiher
Buena Vista
Produktionsfirma
A Band Apart, Miramax, Production I.G., Super Cool ManChu

Kritiken (14) — Film: Kill Bill: Volume 1

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] Tarantino, der mit seinem Rache-Epos u.a. eine Hommage an die Filme der legendären Shaw Brothers Studios ablieferte, feiert im ersten Teil seine Hauptdarstellerin genauso hemmungslos wie seine Inszenierung. Hier ist alles irgendwie eine Reminiszenz, alles scheint irgendwo entliehen zu sein, um den Vorbildern so bestmöglich zu huldigen. Egal ob Sergio Leone oder Kinji Fukasaku, Tarantino plündert hemmungslos in der Schatzkiste der verschiedenen Genres. „Kill Bill“ ist im Grunde reinstes Recycling, aber es wird mit hoher Ehrfurcht und cineastischer Liebe betrieben und die einzelnen Versatzstücke wurden unglaublich unterhaltsam wie stilsicher miteinander verwebt und erzeugen unhaltbar viel Spaß. Vor allem weil „Vol. 1“ gekonnt auf ein eruptives Finale hinarbeitet, auf dem Weg dorthin seinem Publikum eine Fülle von markanten Momenten serviert und in den letzten Sekunde vor dem Abspann einen der fiesesten Cliffhanger der jüngeren Kinohistorie raushaut.

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

stuforcedyou

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Hm...ja, definitiv. ;)


SoulReaver

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Meister steht natürlich für meiner. Aber Meister passt auch. :)


Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

"Diese Frau verdient ihre Rache. Und wir verdienen den Tod!"

[Kapitel: 1]
Die Braut, Kiddo oder auch Black Mamba genannt. Den wahren Namen kennt man nicht.
Was musste diese Frau alles durchstehen...

Bei der Probe ihrer Hochzeit taucht das Attentatskommando Tödliche Viper auf. Bill schickt sie. Früher war Kiddo auch ein Teil dieser Gruppe, doch sie wurde schwanger, von Bill. Sie wollte aber nicht das ihr Kind in solchen Verhältnissen aufwächst, deswegen ist sie abgehauen, hat Bill in dem Glauben gelassen das sie bei einem Auftrag ermordet worden sei. Drei Monate konnte sie ein normales Leben führen. Es blieb bei den 3 Monaten.

...sie wird halbtot geschlagen, ihr Kind wird nie geboren, sie verliert ihren geliebten Mann und liegt über 4 Jahre im Koma. Oft wird sie auch als 'Fotze', 'Scheißkuh', 'Schwanzlutscherin' oder 'Schlampe' bezeichnet. Ziemlich harter Tobak für eine zarte Frau. Aber so zart ist sie nicht, diese 'Schlampe' hat ziemlich viel drauf. Und mit ihrem Können will sie nur eines erreichen. Rache.

[Kapitel: 2]
Was Tarantino anfässt wird nicht zu Gold. Was Tarantino anfässt wird auch nicht zu Platin.
Was Tarantino anfässt wird einfach zu einem Meisterwerk, zu einem Meisterwerk das man nicht mit Gold oder Platin aufwiegen kann.
Mit "Kill Bill Vol.1" beweist er einmal mehr das er ein Ausnahmetalent ist. Natürlich ist hier alles ziemlich blutig und derbst brutal, doch das wurde einfach perfekt inszeniert, diese Bilder erfüllen ihren Zweck und passen einfach in die ganze Geschichte.
Erfüllt wird der Film mit Tarantinos unglaublich tollem Style und Charme, die Atmosphäre ist zum verlieben und kommt einfach bombastisch rüber. Eine Menge Farben vermischt mit den Kulissen aus Fernost sind einfach 1A.

[Kapitel: 3]
Eine Rache-Story lässt ja immer auf Spaß hoffen, doch was man hier präsentiert kriegt ist unglaublich, die Geschichte ist toll gegliedert und schlichtweg grandios. Jeder Charakter hat seine bestimmte Tiefe, zu jedem Charakter gibt es eine kleine, überwältigende Geschichte, so versteht man auch jede Person und weiss in etwas was sie durchgemacht haben um das zu werden was sie nun sind.
Kiddo(Uma Thurman) kommt am Anfang als eiskalte Killerin rüber, doch umso mehr man über sie erfährt, umso mehr erkennt man was in ihr alles vorgehen muss. Mrs. Thurman hat ihr Rolle mehr als gemeistert, so eine harte Rolle hätte ich ihr nicht zugetraut.

[Kapitel: 4]
"Kill Bill Vol.1" ist einer von Tarantino's besten. Action kombiniert mit einem umwerfenden Style, gepaart mit tollen Darstellern, im Vordergrund die göttliche Uma Thurman, eine Story die auf dem 2ten Blick mehr ist als sie zu sein scheint, ergeben einen Film von olympischen Ausmaßen.

"Wenn das Glück etwas so gewaltigem und gewalttätigem die Rache lacht, dann ist es ein Beweis, dass Gott nicht nur existiert, sondern dass du seinen Willen erfüllst."

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

J-Ross

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@freakualizer: In Pulp Fiction ist sie oscarreif. Thurman ist, meines Erachtens, eine der besten Schaupielerinnen, ohne Frage.
@Mr. Film: Schöner Kommentar. Einfach top! Vol. 2 wirkte auf mich noch einen Tucken epischer und überwältigender. Wirst sicher nicht enttäuscht sein. Dabei schien Vol. 1 für mich schon unübertroffen episch, hart und perfekt in Szene gesetzt.


Mr.Film

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Danke J-Ross :) Ohhh du machst mich so hibbelig auf den :D Will sehen! Muss sehen!


Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

[...] Ein Film, den man erlebt haben muss, um ihn zu glauben. Sinnlos, brilliant, blutig schön und hypnotisierend, oder kurz: 'Kill Bill'... Dieser Film lässt sich nicht mit Tarantinos voran- und nachkommenden Werken vergleichen, bei denen er mehr auf Realismus, denn auf überbordende Fantasie Wert legte. Allerdings teilt sich dieser Film eine simple Gemeinsamkeit mit allen anderen: Ich hatte beim ersten Mal das Gefühl, etwas NEUES zu erleben und diesem Neuen, Unkonventionellen zuzuschauen macht einfach nur höllischen Spass. Mit unkonventionell meine ich die überzogene und unwirkliche Brutalität, die alleine Tarantino in dieser ungesehenen Brillanz zeigen kann (und darf), welche sich bis zum Ende immer mehr zuspitzt und in einem "what the fuck"- Showdown ihren Höhepunkt erreicht. Das tolle daran ist, man kann darauf immer und immer wieder abfeiern, denn erst nach mehrmaligem Schauen fallen einem wunderschöne Details und Querverweise auf. Quentin, you're a genius!

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

shadowhunting

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Kultige Rache-Ballade beschreibt Kill Bill Vol.1 wohl am besten! Sehr treffende Kritik ;-)


Oceanic6

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Danke! ;)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Ganz unabhängig davon, dass "Kill Bill – Volume 1" unterm Strich tatsächlich scheinbar kaum auffällig-selbstzweckhafter mit Stil, Zauber und Verweis seines verrückten Videothekars maßlos vollgefressen ist, markiert "Kill Bill – Volume 1" nichtsdestotrotz eine Art Zäsur in Quentin Tarantinos bisheriger Regiekarriere, die sich vor seinem Epos aus drei Filmen zusammensetzt. Verschwunden ist sie, die schmuddelige, abgefuckte, triste, ausgelaugte Großstadtatmosphäre aus "Reservoir Dogs", aus "Pulp Fiction", stattdessen werden die Bilder geglättet, beleuchtet, auf Vordermann gebracht und auf Hochglanz poliert. Tokio erstrahlt, das Blut erstrahlt, die Wunden zerschnittener Körper erstrahlen, wie alles in diesem ersten "Kill Bill". Verschwunden ist es, das verschachtelte, sprunghafte, ehrgeizig auf episodische Kurzgeschichten manövrierende Erzählwerk. In "Kill Bill – Volume 1" wird zwar auch kapitelweise und gegen die Chronologie der Ereignisse erzählt, aber insgeheim folgt Tarantino einer für seine Verhältnisse geradezu stringenten Rachehandlung ohne explizite Verzweigung. Verschwunden ist er, der hemmungslos illustre Cast aus fünf, sechs, sieben, acht weltberühmten Gesichtern und der damit einhergehenden Fokussierung nicht etwa auf einen Protagonisten, sondern gleich aller.

Nein, erstmals schrieb Tarantino ein Drehbuch, passgenau zugeschnitten auf eine einzige Figur, der Rache auf kalt servierenden *piep*, gespielt von einer ebenso physisch durchtrainierten wie psychisch mannigfaltigen Uma Thurman, die ihre persönliche Abrechnung in aalglatten Gesten schultert. Genauso eliminiert: das bedeutungsschwangere Quatschen über die unwichtigen Dinge des Lebens, bekannt als "Tarantino-Dialoge", längst verankert im Einmaleins postmodernen Filmemachens. Keine Diskussionen über Fußmassagen mehr; die Füße samt Zehen werden gleich in Großaufnahme eingefangen, spart ja Zeit und ist direkter im Umgang mit des Regisseurs ausgeprägter Fußliebe. Überhaupt opfert Tarantino zugunsten der Geradlinigkeit seiner überraschend spektakulären Geschichte ausschweifenden Klamauk und empfiehlt sich – auch hier: erstmals – für ein Bewerbungsgespräch als veritabler Actionregisseur, dessen famos durchchoreographierte Faust- und Schwertkämpfe trotz ihres eigenwilligen Comiccharakters genau das evozieren, was man heute mit der Ausrede des Mittendrin und der auf kommerziellen Aspekten fußenden Familienunterhaltung zu zerstören versucht: Überschaubarkeit, Härte, Kinetik, Energie.

Alle anderen filmischen Motive lassen sich auf die kleinste gemeinsame Steigerung herunterbrechen, gleicht man sie mit dem Debüt "Reservoir Dogs", dem vergötterten "Pulp Fiction" und dem unterschätzten Meisterwerk "Jackie Brown" ab: durchtriebener. Durchtriebener das Plündern in der Querverweiskiste. Hier Eastern, da Asia, dort wieder Augenpaare (Italo-Western), darüber die 70er-Jahre (facettenreiche Niederkniemusik) und dazwischen sanfte japanische Weisheiten, zwischen dem brutalen Anime und dem traditionellen Hong-Kong-Film. Verehrung gleich Verbeugung gleich Referenz; niemals war Tarantino kompromissloserer Art-Director, leidenschaftlicherer Kinogänger, cineastischerer Nerd, spielfreudiger, so spielfreudig wie ein kleines Kind beim Geschenkeaufreißen zu Weihnachten. Im Gegensatz zu den seelenlosen Albernheiten eines Robert Rodriguez bleibt es bei Tarantino eben nicht bei der bloßen Aufschichtung popkultureller Haupt- und Nebenströmungen. Seine rot-gelb verfärbte Gewaltoper erweitert das regellose Tarantino-Universum mit neuen unorthodoxen Gesetzmäßigkeiten, in denen sekundenlange Fontänen an Blut aus sämtlichen Körperteilen bis an die Decke spritzen.

Vor allem jedoch manifestiert sich Tarantinos Bildsprache in der Gratwanderung zwischen Grausamkeit und Ästhetik. Tarantino, der Ästhet, der Künstler. Immer bereit, dem Ekel seinen Ekel mit Hilfe der Schönheit zu nehmen. Die Beispiele in "Kill Bill – Volume 1" sind diesbezüglich lang, der gesamte Film ist berauschendes Sinneschaos. Den Split Screen hat Tarantino aus "Jackie Brown" entnommen, ein erstes Highlight im Krankenhaus, wenn in der linken Seite die Arme und Venen der Braut gezeigt werden, während im rechten Bereich die hineinstechende Spritze vorbereitet wird. Oder der erste Frau-gegen-Frau-Kampf zu Anfang, die nicht enden wollenden Filter und, natürlich, schwarz-weiß. Nicht zu vergessen der tobende Showdown im Haus der Blauen Blätter, ein wahnwitziges Massaker, dem eine wahnsinnige Plansequenz voraus geht (Kamera: Robert Richardson). Infolge dieses Finales findet Tarantino kraftvolle Montagen und betörende Kontraste, aus denen die Farben sprießen. So kämpfen die schwarz schattierten Schwertschwinger in blauem Licht und der minimalistische, aus Schritten und Blicken geformte Endkampf gegen Lucy Liu wird vor einer poetischen Schneekulisse ausgetragen, ehe "Kill Bill – Volume 1" eine fiese Brücke zum zweiten Film schlägt. Formidabler Größenwahn auf eleganteste Art.

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

der cineast

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Ist ja auch so.


Timo K.

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Kommt daher, weil der Bereich jenseits der 8 Punkte mehr einem persönlichen Bereich mit den absolut göttlichen Lieblingen gewidmet ist und ich ohnehin zwei, drei Tarantino-Filme (JACKIE BROWN, KILL BILL - VOLUME 2 & wahrscheinlich auch DEATH PROOF) höher ansiedle. 8 Punkte sind in meinem Bewertungsschema im Prinzip aber schon ein bisschen mehr als "ausgezeichnet". :)

Dankeschön. :)


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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7.0Sehenswert

"Kill Bill: Volume 1" funktioniert vorallem deshalb so gut, weil Tarantinos vierter Film so übersteuert die Fetische seines Schöpfers zelebriert, die zitierten Ursprungsstoffe demaskiert und aus diesem Grund fernab seines actionversessenen Unterhaltungsanspruches auch als (höchstwahrscheinlich?!) unfreiwillig gewollte Satire lesbar bleibt.
Denn in vielerlei Hinsicht entlarvt das knapp zweistündige Blutbad in all seinen Hommagen und Querverweisen das asiatische Kino als die triebgesteuerte und optisch overstylte Gewaltphantasie, die es von Lee bis Park schon immer gewesen ist; ebenso wie es den Hype um Regisseur Tarantino entmystifiziert. Von der banalisierenden Handhabung von Brutalität, über die verselbstständigten und zu Kult verklärten Sinnlosigkeiten, bis hin zu seinem Faible für Thurman und Füsse - zumindest bis zum Exploitation-Ulk "Death Proof" war Tarantino nie selbstverliebter und selbstzweckhafter als in diesem, auf zwei Teile aufgeblassenen, Revenge-Movie.
Ja, "Kill Bill" macht Spaß, aber es ist selten der vom Macher intendierte Spaß, der einen vor dem Bildschirm hält. Ein rauschendes Fest an Belanglosigkeit vom Mann, der selbst sein bester Karikaturist ist.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Hitmanski

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Ich habe ja auch nicht behauptet, dass es ein guter Film ist; zumindest ist er bei neutraler Betrachtung wohl kein "ausgezeichneter", was abermals daran liegt, dass er seinen postmodernen Radius aus Hommage und Verweis nie verlässt, und damit Tarantinos eigenem Schaffen wenig wirklich Neues hinzufügt.
"Trash" ist es in meinen Augen deshalb noch lange nicht, auch wenn vor allem Tarantino selbst ja immer wieder mit dieser Begrifflichkeit kokettiert, dazu ist der Film zumindest formal auf einem viel zu hohem Niveau, und insbesondere ist es ja nicht klar, ob Tarantino nicht doch genauso erdacht hat, wie ich es beschreibe. Ich würde meine Sichtweise deshalb maximal als neue Lesart, denn als klassische Vertrashung ansehen.


Skywalker_

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Ich glaube nicht dass Tarantino die ganzen zitierten Ursprungsstoffe demaskieren will.
Er liebt diese Filme und der Film ist somit eigentlich eine große Verbeugung vor diesen Ursprungstoffen und deren Schöpfern


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Die Braut kennt kein Erbarmen! Kultige Schlachtplatte, stilistisch on top und sehr unterhaltsam aber irgendwie nicht ganz so überzeugen wie andere Tarantino Filme. Das Ziel die Braut genauer zu beleuchten scheitert kläglich, da Tarantino sich in der ersten Hälfte seiner Eastern- und Rachefilm-Hommage mehr auf den herausragenden Stil fokussiert.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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10.0Herausragend

[...] „Kill Bill“ ist, entgegen vieler Meinungen, der erste Tarantino-Film, der Gewalt als Mittel zum Zweck einsetzt. Vorher wurde sie kaschiert oder diente der Charakterzeichnung, was viele Zuschauer gern übersahen. Glücklicherweise zeigt Tarantino, dass er die Ästhetik der filmischen Gewalt verstanden hat wie kaum ein anderer. Die zum Teil bewusst übertriebene Brutalität des Films schreckt einen Teil des Publikums ab. Die Geschichte hat weder geschickt verwobene Episoden, noch interessante Beziehungsgeflechte zu bieten, sondern besteht einzig aus einem Massaker mit der anschließenden Vergeltung, wie man es in einem schäbigen Italowestern erwartet. Hinzu kommt der Ausflug in befremdliche, fernöstliche Welten, der im Westen lange nicht jedem schmeckt. Doch dafür schuf Tarantino ein handwerklich perfektes Rache-Epos von beeindruckender Schönheit, das vor Ideen sprüht wie eine Blutfontaine. [...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

6 Jahre sind vergangen, seit uns der ehemalige Videothekenangestellte Quentin Tarantino mit „Jackie Brown“ seinen letzten und im gesamten erst dritten Film als Regisseur vorgelegt hat. Die Erwartungen waren hoch, hatte doch „Jackie Brown“ wichtige Charakteristika seiner Filme vermissen lassen und viele Fans enttäuscht.
Nun schickt uns der Ästhet mit einem Faible für Blut und coole Filmmusik los, um Bill zu töten. Wer Bill ist ? Die zugrunde liegende Story ist so banal wie nebensächlich: Aber natürlich töten nicht wir Bill, sondern die Protagonistin, die im Film nur „Die Braut“ (Uma Thurman) genannt wird. Auf ihrer eigenen Hochzeit wird diese hochschwanger von drei „Kollegen“ einer mysteriösen Killerbrigade und deren Chef „Bill“ mitsamt der Hochzeitsgesellschaft brutal niedergemetzelt. Nach Jahren im Koma erwacht die Verratene, weint kurz um ihr totes, ungeborenes Kind und macht sich dann mit kalter Zielstrebigkeit auf zu einem blutigen Rachefeldzug.

Meister Tarantino erzählt die Geschichte in bekannter Manier. Kapitelaufteilung und teilweise geschickte Rückblenden machen das von Tarantino selbst verfasste Drehbuch zu einer spannenden Angelegenheit, was die Geschichte an sich ja so erst mal nicht unbedingt erwarten lässt. Denn eines ist klar: Die Braut wird nicht ruhen, bevor sie Rache geübt hat.

Wohl dem, der ein wahrer Cineast ist. Denn nur der kann wirklich durchschauen, dass „Kill Bill“ das Werk eines eben solchen ist. Eine einzige Hommage an die Filmleidenschaften seiner Jugend, spielt Tarantino geschickt mit der Filmgeschichte, Genres und Stilen. Anleihen aus Italo-Western und unverkennbare Parallelen zu japanischen Samurai-Filmen aus den 70er Jahren vermischt mit einem Trickfilm-Kapitel und technischen Spielereien aus dem Hongkong Film (Wirework) machen den Film einzigartig.

Mit seinem bekannten Feingefühl für gelungene Soundtracks rundet der Meister sein neustes Werk zu einem extrem blutigen, aber dennoch hochästhetischen Leckerbissen ab. Im Soundtrack belebt er alte Klassiker der 70er Jahre wieder: Von Nancy Sinatra über vertraut anmutende Mundharmonikaklänge aus Italo-Western ist alles dabei...

Der Finale Schwertkampf zwischen „Der Braut“ (im quietschgelben „Bruce-Lee-Gedächtnis-Strampler“) und „O-Ren-Ishi“ (Lucy Liu im eleganten Kimono) im Schneebedeckten Innenhof eines japanischen Gasthauses gehört ohne Frage in eine Reihe mit gleichermaßen stilvoll inszenierten, ähnlichen Szenen aus asiatischen Filmen der letzten Jahre. Da stellte sich mir die Frage, ob Herr Tarantino es wirklich nötig hat, auf den kommerziellen Erfolgszug von Filmen wie „Tiger & Dragon“ oder „Hero“ aufzuspringen. Zu vermuten ist es zumindest, denn auch wenn die Idee des Drehbuchs schon relativ alt ist, hat Tarantino doch noch recht viel am Drehbuch geändert, unter anderem, um die Rolle der „Braut“ Uma Thurman buchstäblich auf den Leib zu schreiben.

Eins ist sicher: Herr Tarantino bedient alles, was der geneigte Besucher eines seiner Streifen erwartet und an seinen Filmen liebt: Schräge Charaktere, coole Dialoge, bestechende Schauspieler, schonungslose Action und einen Soundtrack der passt wie die Faust aufs Auge. Dieser Film ist ein echter Knüller, aber Achtung: Im wahrsten Sinne des Wortes meterweit spritzendes Blut und abgeschlagene Gliedmassen sollte man schon verschmerzen können. Diese hätten wahrlich Herrn „Itto Ogami“, dem gleichermaßen sich auf einem Rachefeldzug befindlichen Samurai-Meister aus dem 70er Jahre Klassiker „OKAMI“ zu aller Ehre gereicht.
Im kommenden Frühjahr dürfen wir dann im Zweiten Teil zuschauen, wie Uma Thurman den Rest der „Deadly Viper Assassination Squad“ in die Leichenhalle befördert. Blutigst, wie es wohl zu erwarten ist.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Tarantinos Masslosigkeit sorgt in «Vol. 1» für eine herrlich reizvolle Sinnesüberflutung.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Tarantino aber wird nun ein Fremder im eigenen Film. Das Martial-Arts-Kino hat eigene Gesetze, und dem anständig, in Bruce-Lee-Manier mit echten Stunts inszenierten Kampf fehlt, was Ang Lees "Tiger & Dragon" und Zhang Yimous "Hero" haben: die Aura asiatischer Würde. Wie die Gliedmaßen seiner Figuren hätte Tarantino auch die Japan-Episode kürzen und auf die lästige Stückelung des Films verzichten können - Teil zwei kommt erst im Frühjahr ins Kino.

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KRIZZLEY-BEE

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alter, zhang yimous hero und ang lees tiger and dragon haben soviel würde wie pommes frittes vitamine, die chinesen dürfen nur diese würdevollen verherrlichungen der stoischen han-seele, die immer möglichst weit weg von der politischen realität in der vergangenheit spielt , sehen; die und telenovellas um vorbildliche familien in denen papa, mama, sohn und tochter in der armee dienen. die gucken auch alle 4 minuten in einer grossaufnahme schnitt weitaufnahme totall würdevoll.
glaub mir, ich muss es wissen, mir ist mal ein chinese über den weg gelaufen und ich hab nicht weggeguckt, tarantinos schinken trieft vor blut aber das ist echtes fleisch und keine mortadella von ner fleischwurstverkäuferin mit würde und verbeugung und erhaben ausgestreckten händen dem käufer überreicht. mann, tarantino hat eier , ang lee hat "würde"


ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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9.5Herausragend

Man glaubt dem Film keine einzige Szene und ist doch fasziniert von seinem raffinierten Spiel und der Ikonografie. Insofern ist es dann doch wieder ein echter Tarantino geworden. Nur hat er sich diesmal von seiner Liebe zu Comics, Italo-Western und Kung-Fu-Filmen so mitreißen lassen, dass er seinen hochgetunten Motor im Leerlauf durchdrehen lässt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.0Ausgezeichnet

Tarantinos ultimative Bilder-Orgie. Sex für die Augen!

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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10.0Lieblingsfilm

Was Farb- und Bildgestaltung angeht darf man sich auf einiges gefasst machen. Wer lange Kamerafahrten mag, der kann sich schon jetzt auf die Szene im Restaurant freuen. Und auch Animé Fans kommen auf ihre Kosten bei einer mehrere Minuten langen, bluttriefenden Tricksequenz, kreiert von den Studios, die auch GHOST IN THE SHELL und JIN-ROH auf die Leinwand brachten.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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5.0Geht so

Der größte Abwesende ist Tarantinos Talent, durch verschachteltes Erzählen aus alten Zitronen frischen Geschichtensaft zu pressen. "Kill Bill" folgt einem enttäuschend konventionellen Bauplan, ließe sich problemlos in zehn bis 15-minütige Folgen stückeln. Nun kennen wir erst die Hälfte - Vol. 2 gibt's in vier Monaten -, doch die Zweiteilung des Seherlebnisses beraubt es jeder Chance, uns mit einer Erzählellipse zu verführen.

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Kommentare (249) — Film: Kill Bill: Volume 1


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J-Ross

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diese Liebeserklärung bezieht sich auf beide Kill Bill Filme. Denn eigentlich ist Kill Bill EIN vier Stunden langer Film. Mit seinem Kill Bill-Epos hat Regie-Gott Quentin Tarantino sich vollends verdient an die Spitze meiner Lieblingsregisseure hervorgehoben. Seine Arbeit an Kill Bill ist - meiner Meinung nach - die größte Regie-Arbeit, die ich bisher bewundern durfte. Kein anderer Film hat mir die unendlich vielen Möglichkeiten der Filmkunst präsentiert. Dieser Film hat mich darin bestätigt, dass es für mich nichts Größeres als die Filmkunst gibt.
Es ist ein unübertreffliches Zusammenspiel von stylischen und cleveren Kamerafahrten, abgefahrenen Schnitten, PERFEKT eingesetzter Musik, die für mehrfache Gänsehaut-Flashs gesorgt hat (Man denke nur an den Einsatz von Ennio Morricones "L'Arena", "Death Rides A Horse", Bacalovs "La Grande Duel", Tomoyasu Hoteis "Battle Without Honor or Humanity" oder Nancy Sinatras "Bang Bang" und und und), klangvollen Einsatz von krassen Soundeffekten, erstklassigen Settings und Schauspielern, die sich die Seele aus dem Leib spielen.
Kill Bill ist nicht nur ein überaus stylischer Rachefilm, und auch nicht nur ein Meisterwerk des ehrenvollen Kopierens. Kill Bill ist Filmmagie pur. Es ist die absolute Offenbarung. Wie kann ein rund vierstündiger Film so schnell umgehen? Wie ist es möglich, dass man wirklich IMMER wieder so aufgeregt ist wie beim ersten Mal, wenn die Braut ruft: "Wir haben noch eine Rechnung zu begleichen, O-Ren!" Wie ist es möglich, dass man sich auf JEDE einzelne Szene freut? Wenn eine Szene endet, ist es schade, dass sie schon vorbei ist, aber dann freue ich mich sofort schon auf die darauf folgende Szene. Jede Szene hinterlässt bei mir das Gefühl, dass ich dazu sagen könnte: Das ist meine Lieblingsszene! Abgesehen von The Dark Knight und Sweeney Todd ist kein Film so sehr in der Lage, dieses Gefühl bei mir auszulösen.
Mit wenigen Charakteren habe ich so viel mitgefiebert in einem Film wie mit Beatrix Kiddo. Jedes Mal, wenn sie ihrem wohlverdientem Ziel näher kommt, empfinde ich totale Freude und Mitgefühl. Kill Bill ist mit Abstand der gefühlvollste Tarantino. Sogar die Dialoge in diesem Film sind meine Lieblings-Tarantino-Dialoge, was wohl auch daran liegt, dass die Charaktere so grandios sind. Beatrix, Bill und Budd gehören zu meinen absoluten Lieblingscharakteren.
Uma Thurman hat als Beatrix Kiddo eine weltklasse Schauspielleistung geboten. Was sie allein mit ihrer Mimik ausdrückt spricht Bände an Emotionen. (Spoiler): Ihr bester Moment in meinen Augen: Sie krallt sich an einem Plüschtier, liegt auf dem Boden eines Badezimmers und lacht und weint zugleich. Eine Welle des Siegesrausches, Glücks, der Hoffnung, Erleichterung und vielem mehr. Eine Szene, die absolut keine Worte braucht und so unheimlich emotional ist. Eine Szene, die unheimlich viel ausdrückt. Und mit Budd spricht sie nicht ein Wort im Film. Gegenüber Budd äußerst sie sich nur durch Mimik und auch so drückt sie ungeheuerlich viel aus. Obendrein sollte man nicht vergessen, dass Thurman auch japanisch gelernt hat und einen großen Teil der Kampf-Choreographien selbst ausgeführt hat. David Carradine legt eine ähnlich große Leistung auf den Tisch. Solange man Bill nicht sieht bleibt der Eindruck, dass er nur ein mieser, mordender Mistkerl ist. Aber wenn er dann auftaucht, erkennt man einen vielseitig interessanten Charakter, der ziemlich viel Sympathie versprüht. Auch Michael Madsen ist als Budd ein Mega-Highlight. Sein sonniges Gemüt und seine Art mit Triumph umzugehen, sind köstlich. Ein cooler Typ, mit dem man sicher gut abhängen kann. Ich könnte Madsen ewig zusehen als Budd. Natürlich wäre es frevelhaft, die Action unerwähnt zu lassen. Ich lehne mich mal ganz stark aus dem Fenster und behaupte, dass dies hier mit zu den abgefahrensten gehört, was man an Martial-Arts und Samurai-Schwert-Kampf erleben kann. So aufregend, so spaßig, so wunderbar stilsicher, so perfekt mit Soundeffekten und Musik unterlegt, so blutrot, so ästhetisch, so verflucht episch. Diese Action ist ein Traum. Es wird NIE langweilig. Zu diesem Film sage ich: Gigantisch! Elle Drivers Lieblingswort. „Dabei kann man es wirklich selten verwenden.“ Sehe ich ganz genauso. Aber bei diesem Rache-Epos ist es kein bisschen übertrieben.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Martin Oberndorf

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Wunderbarer Kommentar.
Spricht mir absolut aus der Seele, du empfindest offenbar genau dasselbe wie ich. Freut mich sehr.


J-Ross

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Yeah. Scheint so. Dein Kommentar ist ja auch erste Sahne. Vielen Dank.


maroje.alchehabi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kann mich mittlerweile als Tarantino Fan bezeichnen. Und Kill Bill gefiel mir eigentlich auch echt gut nachdem ich ihn das erste mal sah. Wie eine Frau hart, und ziemlich Brutal um Rache kämpft ist ziemlich gut dargestellt. Als Tarantino ein Must Have in der DVD Sammlung. ;)

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razzo

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Bewertung5.0Geht so

Sie hätten ihm nie Geld geben dürfen...

Ginge es nach mir, Tarantino würde immer noch Gangsterfilme im Low-Budget-Look vergangener Tage drehen. Seit Kill Bill steigt das Budget stetig, aber die Lockerheit der 90er ist unbezahlbar.

Keine Ahnung was der Kerl in den sechs Jahren nach Jackie Brown gemacht hat, doch zwischen Samurai- und Splatterorgien muss er sich wohl auch par MTV-Clips reingezogen haben. Ist mir alles zu clean, zu glattgeleckt. Das ist nicht mehr der Typ, der lächerliche T-Shirts im Regal hat. Das ist der Hochglanz-Stylo, der lieber einmal zu oft in den Spiegel schaut.

Große Regisseure drehen keine selbstverliebten Hommagen, sondern Filme, die irgendwann zu Hommagen werden.

Und Hommage hin oder her, inhaltlich ist Kill Bill erschreckend einfallslos. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Tarantino hier seine größte Schwäche gnadenlos offenlegt. Keine Frage, der Mann hat seine Talente, aber die Erzeugung von Emotionen gehört ganz sicher nicht dazu. Er kann es einfach nicht. Das mag auch gar nicht notwendig sein, solang er sein trashiges Dialogfeuerwerk zündet und aus Bullshit einzigartige Unterhaltung mixt. Wenn der Meister aber ''ernst'' macht, dann zerlegt er sich auch irgendwo selber. Dann bleibt außer klinischer Coolness, Blutfontänen und wackelnden Zehen nicht mehr viel übrig. Dafür, dass QT so viel Zeit, so viele (auch finanzielle) Möglichkeiten hatte, ist das Ergebnis absolut enttäuschend und hat mich seine schöpferische Kreativität mit etwas anderen Augen sehen lassen. Denn ganz ehrlich, wenn man die visuelle Inszenierung mal außer Acht lässt, ist Kill Bill alles andere als ein Geniestreich. Die Charaktere sind oberflächliche Comicfiguren, die Heldin eine eiskalte Samurai-Bitch, die sich mit eingefrorener Killer-Fresse durch ne 08/15-Rachestory mordet. Nichts zum identifizieren, sympathisieren, schon gar nichts zum reinfühlen. Der Film schwingt zwar sein Schwert elegant durch unzählige Brustkörbe, aber Herz hat er deswegen noch lange nicht. Hinter den perfekten Bildern ist einfach nix. Da bleibt Tarantino ja gar nichts anderes übrig als die leere Stelle mit kübelweise Kunstblut zu füllen, denn er hat es nicht geschafft seinen Figuren echtes in die Venen zu pumpen...

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BigDi

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@ razzo: Verständlich, wobei ich Rache nicht als Gefühlskälte sehen würden - entgegen dem Eingangszitat ist Rache ein sehr stark emotional motivierter Akt.


sachsenkrieger

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Nach den beiden "Kill-Billies" hatte ich auch erstmal die Nase voll von Quenti, aber die letzten beiden waren wieder ziemlich gut.


lasse98

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Bewertung10.0Herausragend

Meisterhaft. Das war das erste Wort, das mir nach Sehen des Films einfiel.
Die grotesk in Szene gesetzte Gewalt, harmoniert mit der, bzw. ist die Handlung. Terrantino verschont uns mit ewigen Vergangenheitsdekaden und lässt uns nur ahnen, was vorab geschah und steigert so gleichzeitig die Vorfreude auf den 2. Teil.
Was ich an diesem Film wieder toll finde, ist die Art wie Terrantino mit nur wenigen Szenen eine Geschichte erzählen kann, ohne das man das Gefühl hat man würde etwas verpassen. Alles arbeitet auf den fulminanten Showdown hin, der blendend inszeniert ist. Das Spiel mit den visuellen Effekten tut sein übriges dazu, dass ich Kill Bill niemals vergessen werde.

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BlackLevel

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit KILL BILL meldete sich Tarantino mit seinem bis dato größten filmischen Projekt, im neuen Jahrtausend zurück..

Die erste 'Volume' ist eine actionlastige und kurzweilig erzählte Rache-Story. Das Blut spritzt und die Gewalt eskaliert..
Substanz gibt es hier kaum, dafür hält dann die zweite 'Volume' her..

Der Plot ist episodenhaft aufgebaut, wodurch er immer angenehm kurzweilig bleibt. Die Darsteller(innen) leisten solides bis gutes Schauspiel, wobei mir persönlich vor allem Lucy Liu gefallen hat.

Insgesamt ist der Film recht derbe in Szene gesetzt und erinnert von seiner Ästhetik her, vor allem an Animes und klassische Eastern-Filme. Was ja auch nahe liegt, da dieses Schauwerk auch eine Hommage an eben diese Filme darstellen soll.

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Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

ALLE AUFGEPASST!

Es ist soweit, ihr Lieben!
Wir... bzw. eigentlich ich habe ein Jubiläum zu feiern!
Denn, glaubt es oder nicht, der junge Dingo hat mit diesem Kommentar, den ihr hier lest, seinen 1000. verfasst.
Es darf reichlich gefeiert, gejubelt, geheult, gebellt, gequakt, gebrüllt, geschrien, getanzt, gehüpft oder gegröhlt werden - wahlweise auch alles zusammen oder mehrere Sachen in Kombination.
Vom imaginären Kuchen - daneben liegen 4 Cupcakes, damit's aussieht wie ein Pfotenabdruck, was sonst - in schönsten Regenbogenfarben kriegt auch jeder ein Stück ab. Nicht drängeln, ist genug für Alle da!
Soderle...
...
Jetzt musste die Wahl, welcher Kommi denn nun meinen Tausendsten darstellt, natürlich sorgfältig überlegt sein.
Letzten Endes dachte ich mir: was passt besser als mein absoluter Lieblingsfilm (außer Harry Potter, hat einfach einen anderen Status bei mir und außerdem bereits den längsten je von mir geschriebenen Kommentar)?
Und dieser Film ist aufgeteilt in zwei Teile. In diesem Kommentar werden alle Beide behandelt.
Es geht um Tarantinos Meisterwerk "Kill Bill".
...
Zerstörung.
Trauer.
Wut.

Rage.
Rache.
Blut.

Ich habe in meinem ganzen Leben keinen Film gesehen, der mir SO GUT gefallen hat.
Wirklich wahr.
Ohne Übertreibung.

"Kill Bill" war nicht nur mein erster Tarantino, sondern hat außerdem maßgeblich zu meiner Filmliebe beigetragen.

Wo soll ich starten?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht mit meinem Werdegang mit dem Film.

Ich erinnere mich zurück.
Ich war etwa 15 und mein Vater hat mir mal gesagt, wenn ich alt genug bin, soll ich mir mal "Kill Bill" anschauen. Wer meine Eltern kennt, weiß, dass das nicht 18 bedeutet, wie von der FSK vorgesehen, obwohl ich bis zu einem gewissen Alter weniger ausgehalten habe als meine Klassenkameraden, die sich mit 12 schon indizierten Splatter angesehen haben.
Mit oben besagtem Alter war es dann endlich soweit, und ich durfte den Film bzw. die Filme sehen.

Für mich wird es immer ein Film bleiben, den man einfach in der Mitte geteilt hat.
Obwohl sich die Beiden doch unterscheiden.
Teil 1 bebildert, Teil 2 erzählt.
Sie ergänzen sich, könnten ohne einander nicht existieren...

Warum "Kill Bill" mein liebster Film ist?
Es ist schwer in Worte zu fassen.
Aber es sind so viele Gefühle, die mir sagen, dass es sich bei diesem Film um pure Perfektion handelt.
Zunächst mal hat er absolut ALLES.
Ich kann ihn mir anschauen, egal, in welcher Stimmung ich gerade bin. Denn er wird immer ganz genau meinen Nerv treffen.
Hab ich Bock auf einen saucoolen Streifen, den ich abfeiern kann, werde ich nicht besser bedient als hier.
Gerade als selbsternannter Japanfetischist komme ich hier voll auf eine Kosten.
Allein wenn die Braut im Alleingang Unmengen von Kämpfern weghaut ("Crazy 88 - die nennen sich nur so, das sind nicht wirklich 88."), dabei allerlei Körperteile herumfliegen, ist das eine der geilsten Szenen, die es geben kann. In diesen Szenen kann Tarantino den Geist japanischer Filme einfangen wie sonst kein anderer nichtjapanischer Regisseur. Denn Tarantino schreckt vor MASSLOSESTER Übertreibung keineswegs zurück. Ihr wisst ja, Einschränkung ist nicht so mein Ding, ich liebe es, wenn sich der Regisseur sichtlich ordentlich austobt. Und da schickt Tarantino nicht etwa zehn Krieger in den Kampf gegen EINE Frau, nein, ihm ist alles egal, und er schickt eine ganze Armee! Das Blut spritzt mehr und mit stärkerem Druck als Wasser, wenn man volle Pulle eine Dusche aufdreht - pro abgetrenntem Körperteil.
Es folgen so krass geil choreografierte Szenen wie der Kampf im Wohnwagen, die einfach nur so richtig super sind.
Dann noch diese abgedrehten Kämpfe z.B. mit Morgenstern...
Und immer diese geilen Szenen, in denen auf Thurman's Augen gezoomt wird... Weeeeeooooooweeeeeooooooweeeeooooweeeeeoooooweeeeooooo da dada dada daaaaaaa....

Und dennoch, hinter all dem trashigen und einfach "saumegahammergeilen" Szenen verbirgt sich hinter "Kill Bill" auch Tarantinos emotionalster Film.
Und zwar mit viel Abstand.
Ich habe nie einen Film gesehen, bei dem ich so stark geschwankt habe zwischen fast schon primitiven Mitgröhlen und ringen mit der Tränendrüse.
Mit dem Kapitel "Die Herkunft von O-Ren", eine Rückblende, für die der Film an die 10 Minuten komplett auf Anime umschaltet, gibt es viel harte, schwer verdauliche und tragische Kost.
Es ist im Übrigen auch eine meiner Lieblingsszenen der gesamten Filmgeschichte.
Dadurch versteht man O-Ren Ishiis Verhalten, warum sie so ist, wie sie ist, und sieht, dass auch in dem rauen, brutalen Bösewicht ein Herz pocht, welches jedoch fortan unter Versiegelung gehalten wird.
Das Blut schießt aus dem Körper, aus dem Suhl menschlicher Überreste entsteht ein neues Wesen: O-Ren Ishii.

Doch auch unsere Protagonistin hat Schlimmes durchgemacht.
Vor Allem im zweiten Teil des Films wird erst richtig klar, wie sehr die Braut gelitten hat, wie sie immer noch leidet und vielleicht auch leiden wird.
"Kill Bill" ist geprägt von einer Dampfwalze an Emotionen, einer packenden, wegschleudernden und zerschmetterten, zermarternden und zernichtenden Rage, die den tiefsten Feuern der Hölle entkrochen ist.

Das Bemerkenswerte an "Kill Bill" ist, dass sich diese beiden Komponenten nie im Wege stehen - fast schon sinn- wie grenzenloser Spaß vereinigt sich quasi mit der unheimlichen emotionalen Brutalität, die die Physische beinahe übertrifft - zumindest in ihrer Wirkung.

Und das haben wir Tarantinos grenzenloser Inszenierungskunst zu verdanken, die hier absolut auf dem Höhepunkt ist.
Wie oben erwähnt, ist Tarantino wohl der einzige Nichtjapaner, der es schafft, die Abgedrehtheit und die Eigenarten japanischer Filme einzufangen - auch chinesisches Fernsehen kommt als Hommage nicht zu kurz.
Jede einzelne Szene ist so unheimlich gut getimet, dass sie sich im Gesamtkunstwerk nahtlos einfügt.
Selbst so kurze und scheinbar unbedeutende Szenen wie ein Schwert, welches aus der Scheide gezogen wird oder ein Punkt, der über ein i gesetzt wird, werden zum Genuss und werden enorm packend.
Und genau da kommt die Mischung aus Musik und Film ins Spiel. Ist der Film wahnsinnig stark vom asiatischen Kino geprägt, so ist die Musik eindeutig dem Western zuzuschreiben. Hier spielt das keine Rolle, hier vereinigt sich all dies in diesem Meisterwerk, welches "Kill Bill" heißt.
Die Bilder vereinigen sich besser mit der Musik als in beinahe allen Musikvideos, woraus eine enorme Rausch- und Sogwirkung entsteht, die ihresgleichen sucht.
Inhaltlich gleicht "Kill Bill" einer modernen Legende. Sie hat die klassischen Motive - ein Held, ein Ziel, ein Schicksal. Ein Meister. Ein Schüler. Ein harter, steiniger Weg bis zum Ziel.

"Kill Bill" ist vier Stunden geballte Filmkunst, wie ich sie noch nie gesehen habe.
Ich kann ihn mir IMMER anschauen, er wird nie schlechter oder langweilig, er ist in jeder Stimmung immer die beste Wahl für mich.
Für mich ist "Kill Bill" zweifelsfrei Tarantinos unumstrittenes Meisterwerk und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese Bombenleistung nie mehr getoppt werden kann.
Ich liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe liebe diesen Film. Es gibt für mich keinen Besseren.

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FilmFan92

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Gerade zufällig mal wieder den ersten gesehen, deinen Kommentar gelesen und schwer beeindruckt. Hervorragend, bedarf keiner weiteren Worte. Ach und alles gute zum Jubiläum :)


Martin Oberndorf

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Man kann ihn nicht oft genug sehen... :3

Und danke sehr!


Val Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tarantino-Werkschau #4

I was five and he were six
We rode on horses made of sticks
He wore black and I wore white
He would always win the fight

Bang, bang, he shot me down
Bang, bang, I hit the ground
Bang, bang, that aweful sound
Bang, bang, my baby shot me down

Der Italowestern ist so muss ich sagen mein absolutes Lieblingsgenre. Und mit seinem Racheepos „Kill Bill“ schafft es Tarantino dieses wunderbare Filmgenre des Westens mit dem Martial-Arts-Genre / Hong-Kong-Kino gekonnt zu verweben. Der Osten trifft auf den Westen und der Westen auf den Osten, wenngleich auch Volume 1 mehr im Osten ist. Im ersten Teil geht es vor allem um die Umkehrung der Realität. Die Frau in der Küche ist eine fürsorgliche Mutter – doch auch das krasse Gegenteil kann der Fall sein: sie ist eine Killerin. Die Müslischachtel wird zum Versteck für eine Pistole. Das Schulmädchen ist die abgebrühteste Killerin ganz Tokios, ein einfacher Sushibarbesitzer ist der Schwertmeister schlechthin.

Zum anderen ist die Geschichte einfach nur genial. Tarantino erzählt die Geschichte eigentlich geradlinig, wenn auch mit der Ausnahme von Nummer 2 auf ihrer Hitlist und der Anime-Vorgeschichte von Lucy Liu. Diese Idee mit der Anime-Szene finde ich übrigens mehr als genial. Den Rest der Geschichte spinnt Tarantino gekonnt weiter bis hin zum furiosen und einfach wunderbaren Finale in diesem Club von „Charlie Brown“. Diesen Kampf unterteilt Tarantino in verschiedenste Abschnitte, die dieses abnormal lange Metzeln für den Zuschauer angenehmer und erträglicher Machen. Einmal ist es schwarz-weiß und ein anderes Mal vor blauem Hintergrund. Die Brutalität dieser Kämpfe ist so dermaßen überzeichnet, sodass man es fast schon einen sarkastischen Kommentar nennen könnte.

Im Making-of zu Teil 2 sagt Quentin Tarantino, dass man Volume 1 als Frage verstehen soll, und Volume 2 gibt die Antwort. Für mich ist diese Aussage wunderbar, da sie das Ganze mitten ins Schwarze trifft. Ich persönlich finde den Zweiten ja noch um einiges besser. Der Film macht jedoch enorm viel Spaß und steigert sich im Laufe der Geschichte immer mehr und wird besser und besser. Er heizt den Zuschauer enorm auf den zweiten Teil an.

“Revenge is never a straight line. It's a forest, and like a forest it's easy to lose your way... To get lost... To forget where you came in.“

Quentin Tarantino zaubert hier einen weiteren fraglosen Kultfilm der in vielen Jahren einmal ein Klassiker sein wird. Seine pure Lust und Freude am kino und am Filmemachen kommt deutlich zum Vorschein und wird für uns Zuschauer in jeder Sekunde spürbar. Als besonderes Schmankerl hat er für einen Italowesternfan wie mich noch die in oder andere bekannte Filmmusik eingebaut. Dann noch dieser eine Cliffhanger am Ende und schon fertig ist das Meisterstück.

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razzo

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Wie kennst du nicht?! Der ist richtig gut :)...und den zweiten Teil von KB hab ich schon gesehen. Ist ja im Grunde auch nur ein zweigeteiltes Ganzes...


Val Vega

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Jap ist es, auch wenn ich Teil 2 um einiges lieber mag. Ich hab erst heute wieder beide im Double-Feature geguckt weil ich einfach diese Mischung aus Eastern und Western so wehr mag.


Samweis_Gamdschie

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Bewertung10.0Herausragend

Was für ein Film kann ich da nur sagen.
Ich muss gestehen Kill Bill Vol. 1 war der erste Tarantino Film der mich Anfangs nicht überzeugten konnte. Einige Anläufe hab ich hier gebraucht, bis ich in liebte. Teil 2 fand ich übrigens schon bei der Erstsichtung spitze.
Beim 1.Mal : 6 Punkte
Beim 2. Mal: 7 Punkte
Beim 3.Mal: 8 Punkte
Beim 4.Mal 9 Punkte
Beim 5. Mal 9.5 Punkte.
Und beim 6. Mal vor einigen Tagen gab es die 10. Punkte.
Ob es irgendwann die 10 ♥ geben wird, werde ich sehen.
Warum das so ist kann ich selber nicht verstehen.
Damals fand ich ihn nichts besonderes. Heute ist er einer meiner Lieblingstarantino's.
Ein Film der immer besser wurde. So etwas konnte noch nie so richtig ein Film bei mir auslösen. Für mich ein wahres Meisterwerk von Tarantino.
Aber was macht diesen Film so besonders ?
Das Zusammenspiel eines grandiosen Soundtracks und brachial guten Kampfszenen, tolle Charaktere und eine tolle Uma Thurman. Natürlich gibt es auch hier Dialoge die nur vom Meister stammen können.
Die Story ist nichts besonderes, jedoch Tarantino machte sie besonders.
Eine Anime Sequenz und die Schwaz-Weiß Szene die dir den Mund vor staunen öffnen.
Vergleich der Schwarz-Weiß Szene im Vergleich mit der farbigen:
Ich bevorzuge auf jeden Fall die Schwaz-Weiße Version, die finde ich einfach nur top.
Die Schwarz-Weiß Szene hat einfach dieses gewisse Etwas. Unvergessliche Szenen, ein Soundtrack ohne Worte und top Dialoge.
Wie ich diesen Film liebe. Teil 2 finde ich aber um ein minimales Stückchen besser.
Kill Bill ist zu 100 % ein Tarantino Film. Besser hätte es Niemand machen können.
Ein Mix aus einem Hollywood Kino, Asia Kino und Italowestern, sehr gewagter Mix.
Kill Bill 1+2 sind zwar sehr umstrittene Filme, aber für mich aber Perlen der Filmgeschichte. Erst in 20 Jahren werden manche merken, was ihnen hier Tarantino geboten hat, nämlich einen der besten Filme des Jahrhunderts.

"Diese Frau verdient ihre Rache. Und wir verdienen den Tod!"

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filmfuzzy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Darauf haben alle Tarantino Fans gewartet. Und sie werden nicht enttäuscht sein, was er unter diesem Titel abgeliefert hat. Wieder einmal großartiges Kino, das diesen Namen auch verdient. Mit einer immer wieder verblüffenden Bildersprache und großer Liebe zum noch so kleinen Detail. Zwar äußerst blutig, aber nicht ohne Ästhetik.

Die Geschichte einer Frau (Uma Thurman) die man nur „Die Braut“ nennt und die seit fünf Jahren im Koma liegt. Wie ein Wunder hat sie den Anschlag auf ihr Leben von ihren einstigen Weggefährten der „Killer AG“ (im Original – Deadly Viper Assassination Squad) überlebt. Aus dem Koma erwacht kennt sie nur ein Ziel – RACHE!!

Rache an Vernita Green – Kampfname - Copperhead (Vivica A. Fox). Danach macht sie sich auf den Weg zu ihrem nächsten Opfer auf ihrer Liste. „Cottonmouth“ (Lucy Liu) die sie in Tokio anzutreffen gedenkt, die inzwischen zum obersten Boss der Yakusa, der japanischen Mafia aufgestiegen ist. Bei einem Zwischenstopp in Okinawa lässt sie sich ein Samuraischwert vom berühmtesten Schmied Hattori Hanzo (Sonny Chiba) anfertigen. So gerüstet kann sie ihren Rachefeldzug fortsetzen.

Gegen „Cottonmouth“ und ihre Crazy-88-Kämpfer, sowie gegen deren Leibwächterin GoGo (Chiaka Kuriyama) und Sofie Fatale (Julie Dreyfus). Sie geht zwar verletzt aber erfolgreich aus diesem mörderischen Kampf hervor. Ein blutiges Schlachtfeld zurücklassend. Nach diesem spektakulären Showdown bleiben nur noch zwei übrig. Ellie Driver (Daryl Hannah) und ihr einstiger Chef und Liebhaber Bill (David Carradine). So endet der erste Teil.

Volume 2 wird als Fortsetzung erst im Februar 2004 zu sehen sein.
Ein Film nicht gerade für sanfte Gemüter, aber auf dem Wege ein neuer Kultfilm für die Tarantino Fangemeinde zu werden.

Überrascht hat mich auch die Filmmusik. Es sind einige Ohrwürmer – und, wann haben sie schon einmal in einem solchen Film James Last und die Panflöte von George Zamphir gehört.

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Fantissimo

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Bewertung6.0Ganz gut

Eigentlich bin ich ein großer Tarantino-Anhänger. Es gibt wiedermal überzogene Gewalt, etwas Trash und Stilelemente die wohl sonst niemand in Hollywood sich trauen würde. Dennoch, als großer Eastern/Martial-Arts-Film-Fan muss ich sagen, das es Tarantino einfach nicht schaft die Ästhetik der asiatischen Vorbilder einzufangen. Somit bleibt ein standartgemäß ordentlicher Tarantino-Film, den man sich gut und gerne zu Gemüte führen kann, mehr aber auch nicht...

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Laserdance

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Bewertung4.0Uninteressant

Den Film fand ich nicht dolle.

Das soll ja eine Hommage sein. Aber wenn man ehrlich ist, wird da was mit einer Hommage bedacht, was Trash ist. Kaum einer hat die billigen Filme die da ne Hommage erfahren sollen zuhause. (Zurecht)

Daher verstehe ich den Rummel auch nicht um Kill Bill. Im Grunde ist Kill Bill nur ein Trash Film der ein besseres Budget hatte als die billigen Schund Filme, die es mit einer Hommage bedenkt. Das wars aber auch schon. Was daran so genial sein soll, entgeht mir vollkommen. Trash bleibt auch mit mehr Geld Trash.

Im Gegensatz zu vielen hat mich die S/W Sequenz nicht gestört. Im gegentum ich finde die sogar besser. Der Eindruck des Blutrausch wird dadurch verstärkt. In Farbe wirkt das ganze auf mich noch lächerlicher als es eh schon ist.

Das Einzige was ich erwähnenswert finde ich der Soundtrack. Der hat es wirklich in sich.

Wie die meisten Tarantino Filme für mich vollkommen überbewertet.

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Raven.13

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Bewertung10.0Herausragend

Ich denke ein jeder von uns kennt das Problem ...man ist bei Freunden und weiß nicht welchen Film man sich anschauen soll , meist bring ich welche mit aber dieses mal war mir meine Freundin einen Schritt vorraus gewesen (:
Kill Bill ist das was sowohl Mainstream und Kunst in einen vereint.
Das Blut , die Musik und die ziemlich abgedrehte Story sorgen für ein innerliches Aufschreien , welche noch mehr die Begeisterung beim zuschauen steigert.
Ja es macht einfach nur Spaß dieses " Abschlachten" und nach jeder Blutorgie hätte man "geil" schreien können.
Quentin Tarantino in Höchstform zu sehen ,war wirklich ein einmaliges Erlebniss.
Am Ende war nicht nur ich glücklich , sondern auch meine Freundin die im wahrsten Sinne des Wortes voll ins schwarze getroffen hat. (:

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thegigolo

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Bewertung7.0Sehenswert

Kill Bill ist und bleibt vorerst Tarantinos bester Film. Bilder, Musik und Story fügen sich wie ein perfektes Puzzle in eins. Der Film durchläuft verschiedene Genres, bleibt in seiner Erzählweise aber trotzdem für seinen Regisseur typisch. Gleichzeitig ist Kill Bill aber auch das beste Beispiel dafür, dass Tarantino seine Popularität zu großen Teilen Blut und Lärm verdankt, die, obwohl stilvoll arrangiert, das Endprodukt langsam zur Masche verkommen lassen.

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Absurda.

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"- How did you find me?
- I'm the man."

Und ich war 10. Eine junge, zarte Seele, für die Jet-Li-Kloppereien schon knüppelharte Action-Filme waren. Aber wie es nun mal bei braven Kindern so ist, verspürt man im Endeffekt doch eine gewisse Faszination für das Abartige, das Kranke, das Perverse. Als 'Kill Bill' damals raus kam, war der Film für mich das, was für den gläubigen Christen die vollbusige Frau aus der Nachbarschaft ist: eine delikate Versuchung, eine Tabu-Zone, die man unbedingt betreten wollte, auch wenn man dabei in die Luft gehen könnte.
Zum Glück hatte ich eine Tante, die es mit der Brutalität im Kino nicht so eng sah, ansonsten würde ich heutzutage bestimmt 'Pirates of the Caribbean' immer noch für gewagt und 'Matrix' für außergewöhnlich und grenzüberschreitend halten. Jedenfalls: Sie war der Ansicht, dass filmische Gewalt keinerlei Auswirkung auf die menschliche Psyche hätte und tatsächlich: Ich habe mir 'Kill Bill' - die entfesselte und geschmacklose Metzel-Orgie - mit 10 angesehen und bin heute überzeugter Pazifist, so viel dazu.
Jedenfalls: 'Kill Bill' war für mich ein Monstrum, ein echtes Monstrum, das mich verschlungen hat und der erste wirkliche Film war, der mich in neue gedankliche und emotionale Sphären geführt hat und mir - so platt es auch klingen mag - gezeigt hat, dass es Kino gibt, das über meinen persönlichen cineastischen Tellerrand hinausreicht. Danach hat nur noch '2001: A Space Odyssey' in der Form meinen seelischen Horizont gesprengt.

...und ich habe den Film vermisst, wirklich vermisst, denn bei der Sichtung blieb es auch. Leider. Um es mal auf Papier zu bringen: Fast 10 Jahre kein 'Kill Bill'. Ich wundere mich immer noch, wieso bei mir keine seltsamen Entzugserscheinungen aufgetreten sind.
Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern war es wieder so weit. Once again: Kill Bill. Wiggle your big toe - und was dann kam, war etwas außergewöhnliches:
-------------------------Black Mamba-------------------------
Ein Fest für die Sinne. Eine einzigartige cineastische Grenzerfahrung. Kino auf ein absolutes Maximum gepusht. Ein filmisches Etwas, das von Gänsehaut-Momenten so dermaßen überquillt, dass man fast schon übersättigt wird.
'Kill Bill' war wieder einmal die gedankliche Ejakulation, die ich auch mit 10 erlebt habe. Ein emotionaler Orgasmus, wie ich ihn in der Form nur bei einem Muse-Song erlebe. Mehr als eine Hommage an das Kino, es ist ein euphorischer Kniefall vor der Macht des Kinos. Des Kinos als Adrenalin-Spritze. Als Feuerwerk der Gefühle. Als die Kunst-Form, die neben der Musik am meisten in der Lage ist, jemanden innerlich beben zu lassen.
Wenn 'Kill Bill' ein Tanz wäre, wäre es ein entfesselter Tango, ein leidenschaftlicher, entfesselter Tango, vibrierend, pulsierend, elektrisierend. Tja, manchmal kann Oberfläche so schön sein.
"The real masters, they steal, understand? They don't do hommages!"
Mein Gott, und ich habe an dir gezweifelt, Quentin...

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Bubbles

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Bei dem Vergleich mit Muse musste ich sehr lachen.


Absurda.

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Freut mich sehr für dich.


ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem ich mit dem Vorgänger "Jackie Brown" ja nicht soviel anfangen konnte, überraschte mich "Kill Bill: Vol. 1" gestern positiv. Ich fand den zwar schon immer gut, gestern jedoch, im direkten Vergleich zu den ersten 3 Werken Tarantinos, empfand ich diesen Film als bis dato bestes und ausgereiftestes Werk dieses Mannes. Und ich kann gar nicht genau sagen was es ist, das "Kill Bill: Vol. 1" sogar "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction" überflügeln ließ. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sich Tarantino hier erstmals deutlich von seinen Vorbildern emanzipiert. Weitherhin zitiert, aber sich den Vorlagen nicht mehr so sehr verpflichtet fühlt. Er scheint dem, was er zitiert, nun auf gleicher Augenhöhe zu begegnen und traut sich einen Schritt weiter zu gehen und erschafft somit ein Werk, dessen Wurzeln immer völlig deutlich sind, das aber ganz eigene Blüten treibt.
Irgendwann ist "Kill Bill: Vol. 1" kein Hommage an das Eastern-Cinema mehr, welches auch durchzogen ist von Motiven des Italo-Western und allerlei B-Movies...irgendwann ist dieser Film einfach nur noch "Kill Bill: Vol. 1". Tarantino will und muss nicht mehr zeigen was er alles kann und weiß, er hat den Mut (und aufgrund seines Erfolges auch die Freiheit) hier so mutig zu kombinieren, verschiedene Einflüsse so sehr zu überfrachten, dass man am Ende die einzelnen Zutaten gar nicht mehr genau isolieren kann. Der Film springt hin und her, vor und zurück, lässt mal diesen Aspekt in den Vordergrund treten, mal einen anderen, und doch ist es immer ein stimmiger und flüssiger Film. Die visuellen Möglichkeiten des Widescreen-Formats werden perfekt ausgereizt, wie es die imponierenden Bilder und teilweise pathosgeschwängerten Dialoge durchgehend verstehen zu kaschieren, dass "Kill Bill: Vol. 1" wieder einmal ein recht handlungsarmer Tarantino ist. Die Braut rächt sich an ihren Peinigern, mehr ist da nicht. Aber wie man dem Pferd eine Karotte vors Maul spannt, so hält Tarantino dem Zuschauer immer ein Ziel vor Augen.
"Kill Bill: Vol. 1" wirkt einfach unendlich groß und poetisch, und obwohl er das im Grunde gar nicht so sehr ist, kommt aber nie auf den Gedanken diese Größe anzuzweifeln. Selbst die vielen Banalitäten die Tarantino einfließen lässt, die Lächerlichkeiten und die stets präsente Selbstironie, können nicht an dem Gefühl rütteln, hier einen außergewöhnlichen Film zu sehen. Lobte ich bisher Tarantinos handwerkliches Geschick, so steckt hier doch viel mehr dahinter. Er findet hier einen Punkt, von dem er ganz leicht nach allen Seiten herunterfallen könnte, schafft es aber sich über 100 Minuten auf diesem Punkt zu halten. Und wurde bemängelt, dass ich in "Jackie Brown" die Liebe zu Pam Grier nicht fühle, so fühle ich diese dafür hier zu Uma Thurman. Ich mag diese Frau nicht sonderlich...aber ich muss zugeben: Hier macht sie sich ganz vorzüglich.
Ein fantastischer Pop-Art-Retro-Action-Klassiker-Irgendwas der Moderne...oder eben einfach nur "Kill Bill: Vol. 1".

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ElMagico

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Da bin ich ja beruhigt :P "Pulp Fiction" steht für mich momentan sogar nur auf dem 3. Platz...mal sehen ob er vielleicht sogar noch weiter nach hinten gereicht wird (aber natürlich ist es immernoch ein toller Film)!


Hartigan85

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Bin gespannt, "Django Unchained" find ich übrigens auch super. ;)


MrDurden

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung nach einer der allerbesten Tarantinofilmen ( nat. zusammen mit Volume 2), weil Morricone etc, einer tollen Anime-Sequenz, der Figur Bill und der "Braut" (der Name ist und bleibt bis zur Mitte des zweiten Teils GEHEIM!), um nur einige Gründe zu nennen, und wegen der virtuosen Bildsprache Tarantinos, der viele seiner filmischen Vorbilder in diesem großen, ach was sage, ich GIGANTISCHEN Film vereint und so selbst Filmgeschichte schrieb. Unbedingte Empfehlung! Guckt ihn euch an! LOS! JETZT!!

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MrDepad

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Revenge is a dish best served cold"
Mit "Kill Bill: Volume 1" schuf Quentin Tarantino den ersten Teil seines zweiteiligen Rache-Epos. Nachdem er schon drei Filme innerhalb des Gangster-Genres drehte, huldigte er als nächstes seinem heiß geliebten Eastern-Genre, bei dem eine totgeglaubte Braut Rache üben will.
In der Hauptrolle ist Uma Thurman, Tarantino´s selbsternannte Muse, zu sehen, die die rachsüchtige Braut einfach perfekt als kalte Killermaschine verkörpert. Wieder einmal in unchronologischer Reihenfolge entfaltet Tarantino seine Rache-Story, wobei der Streifen visuell einfach atemberaubend geraten ist. Texteinblendungen, wundervolle Kamerafahrten, Farbspiele, Zeitlupen, Schwarz-Weiß-Szenen oder eine kleine Anime-Sequenz sind nur einige der Stilmittel, durch die der Film stets überraschend und abwechslungsreich bleibt.
Im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen kommt der Film weitesgehend ohne Tarantino´s Dialoglastigkeit aus, denn diese beschränken sich meist nur auf das Wesentliche. Der Soundtrack ist wieder mal absolut großartig, teilweise perfekt passend, teilweise erstaunlich ungewöhnlich, was einigen Szenen eine noch markantere Präsenz verleiht.
Neu ist auch, dass Tarantino zum ersten mal sehr auf Action setzt, was ihm auch einfach nur perfekt gelingt. Die Kampfszenen, die größtenteils aus Schwertfights bestehen, sind spektakulär choreographiert und Tarantino lebt seine Vorliebe zum Kung-Fu- oder Italo-Western-Genre aus, indem er das Kunstblut fontänenweise spritzen lässt und diverse Körperteile den Eigentümer verlassen. Die 110 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug und trotz der vielen liebevollen Details, die sich im Film entdecken lassen, lässt Tarantino noch Handlungsstränge und Erklärungen offen, um den Zuschauer direkt hungrig auf den zweiten Teil zu machen.
"Kill Bill: Volume 1" zeigt neue Seiten von Quentin Tarantino. Er beweist, dass er auch ohne lange Dialogpassagen ein Meisterwerk schaffen kann, indem er perfekt choreographierte Action in einem visuellen Feuerwerk abbrennt, welches immer wieder zum Erleben, Genießen und Staunen einlädt.

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Hartigan85

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Einer der besten Filme dieses Jahrtausends und die einzig richtige Wertung! :-)


Hooded Justice

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Bewertung10.0Herausragend

Wenn ein Film etwas so Gewaltigem und Gewalttätigem die Rache lacht, dann ist es ein Beweis, dass Gott nicht nur existiert, sondern dass du seinen Willen erfüllst.

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TheAvenger68

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Ich verstehe den Satz nicht !
Bin aber schon länger wach,aber ich kapier's nicht :-(


natedb

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Bewertung9.0Herausragend

Ich schließe mich dann mal wieder den Tarantino-Vergötterern an und adle dieses opulente, gewaltverherrlichende Rache-Epos als beispielloses, stilsicheres Meisterwerk mit den typisch markanten Dialogen, himmlischem Einsatz von Musik und einer phänomenalen Uma Thurman als Killer-Braut und Ein-Frau-Armee. Allein der bluttriefende, finale Höhepunkt mit der "Verrückten 88" ist legendär, die Bildkompositionen wunderschön bis grausam, eine Verstümmelungsorgie die einfach Spaß macht. Klar ist es moralisch fragwürdig, dass unser lieber Herr Quentin sich und uns selbst als Liebhaber von Splatterfesten enttarnt, aber sorry, es ist einfach geil...
"Kill Bill" ist ein Kunstwerk, eine blutige, Ironie-triefende Party, die man sich nicht entgehen lassen sollte! Filmgewordene Eleganz und pure Coolness!

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cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Also der gute, alte Quentin weiß schon, wie er seine Fans bei Laune hält – ein paar Beispiele gefällig?

„"Dein Name ist Buck! Richtig? Und du bist hier für n Fuck! Richtig?"

"Sohn Nr. 1, diese göttliche Schwanzlutscherin ist nicht tot!"

"Aber solltest ihr es wagen, entweder meine chinesische oder amerikanische Herkunft negativ zu erwähnen, zahlt ihr mit eurem Kopf dafür, genau wie dieses abgefuckte Arschloch hier! Also wenn einer von euch dreckigen Scheißkerlen noch irgendwas dazu zu sagen hat, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt!"

Damit aber natürlich nicht genug, denn tonnenweise rote Körperflüssigkeit, die teils fontänenartig das Geschehen blutig einfärbt, sowie unzählig umherfliegende Körperteile, dürfen selbstverständlich bei einem Tarantino-Streifen nicht fehlen. Man könnte glatt meinen, dass dem Regisseur, mit dem ausgeprägten Faible für Gewaltexzesse, der vorangegangene "Jackie Brown" selbst ein wenig zu dialoglastig geraten war, sodass er hier scheinbar reichlich Nachholbedarf hatte.

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Einar

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"Machete" zog ich als Gewalt-Vergleich. ;-)
Eine Verbindung könnten wir herstellen, wenn wir Tarantino-Spezi Rodriguez einbeziehen, der den Film ja gemacht hat. :)

vanilla, wie weit darf "Gewalt" für dich im Film gehen? Ich bin mal neugierig. Ich verabscheue oben genannten Beispiele, sehe mir aber dennoch Gangsterstreifen an - und frage mich manchmal selbst, warum ich diese "Gewalt" gewissermaßen akzeptiere. Vielleicht, weil sie nicht prostituiert wird...

@ captain: Ja, man sollte gerne mal alles probieren. Ich versuche dennoch meistens mir uninteressante Filme, aus welchen Gründen auch immer, auszuschließen. Die Frage hattest du mir ja schon mal bei der Freundschaftsanfrage gestellt... ;-)


vanilla

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Eigentlich schaue ich generell keine Horrorfilme und die besagten da oben. Gngsterstreifen schau ich aber auch...müssen aber auch nicht ins blutige abdriften. "Drive" z.B. hat mir gut gefallen, obwohl reichlich Schmackes dahinter war.



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