Lola rennt
DE 1998
- Genre
- Schicksalsdrama, Liebesfilm, Familiendrama
- Inhalt
Lola rennt - ein recht ungewöhnlicher Film aus deutschen Landen, und zur Abwechslung mal wieder einer, der es wirklich verdient hat, in den Kinos gezeigt zu werden. Tom Tykwer (Winterschläfer) zeigt, wie einzelne kurze Ereignisse, die für sich gesehen kaum länger im Gedächtnis bleiben würden, den Lauf der Dinge und das Schicksal vieler Menschen stark beeinflussen können.
- Cast
- Franka Potente, Moritz Bleibtreu, Heino Ferch, Herbert Knaup, Armin Rohde, Ludger Pistor, Nina Petri — Mehr
- Regisseure
- Tom Tykwer
- Autor
- Tom Tykwer
- Laufzeit
- 81 Minuten
- Zeit
- 1990er Jahre, Gegenwart, Sommer
- Ort
- Berlin, Großstadt
- Handlung
- Autounfall, Bank, Bankdirektor, Banküberfall, Countdown, Gangster, Gestohlenes Geld, Kasino, Krankenwagen, Kurier, Laufen, Liebe, Liebespaar, Lotterie, Obdachloser, Ordensschwester, Pistole, Polizei, Rennen, Rotes Haar, Schicksal, Supermarkt, Telefonzelle, Unfall, Vater-Tochter-Beziehung, Wettlauf gegen die Zeit, Zufall
- Stimmung
- Aufregend, Eigenwillig, Geistreich
Über diesen Film
Der Film zeigt in einer Abfolge von schnappschussartigen Sequenzen die schicksalhafte Abhängigkeit von Begegnungen und Entscheidungen auf. Er macht deutlich, wie jede individuelle Entscheidung in jeder Sekunde das eigene Schicksal verändern kann… — Mehr
Der Film zeigt in einer Abfolge von schnappschussartigen Sequenzen die schicksalhafte Abhängigkeit von Begegnungen und Entscheidungen auf. Er macht deutlich, wie jede individuelle Entscheidung in jeder Sekunde das eigene Schicksal verändern kann.
Handlung
Berlin. Ein Sommertag, an dem nur eine Sekunde über Liebe, Leben und Tod entscheiden kann.
Manni (Moritz Bleibtreu) und Lola (Franka Potente) sind beide Anfang 20 und ein Liebespaar. Manni, der als halbkrimineller Geldkurier für den Autoschieber Ronnie (Heino Ferch) jobbt, vermasselt es gründlich, als er die 100.000 Mark, die er für seinen Boss in Empfang genommen hat, in der U-Bahn liegen lässt. Dieser stellt Manni ein Ultimatum von 20 Minuten für die Wiederbeschaffung des Geldes, ansonsten sei Manni ein toter Mann. Voller Verzweiflung und Panik ruft Manni bei Lola an und bittet sie um Rat.
Lola, die immer eine Lösung parat hat, sucht nach einer Idee, wie sie das Leben ihres Liebsten retten kann. Sie rennt los.
Während sie zunächst vergeblich versucht, bei ihrem Vater (Herbert Knaup), einem Bankdirektor, die benötigten 100.000 Mark aufzutreiben, dreht Manni durch und sieht in einem bewaffneten Überfall eines Supermarktes die einzige Chance, sein Leben zu retten. Als Lola am verabredeten Ort ankommt, ist es bereits zu spät. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit Manni und dem erbeuteten Geld die Flucht zu ergreifen. Doch bereits nach wenigen Minuten werden die beiden umstellt, und Lola wird durch das Versehen eines Polizisten tödlich getroffen…
Noch während sie stirbt, beginnt die Geschichte von Neuem: Ein Sprung zurück ans Ende des Telefonats mit Manni, und Lola rennt erneut los.
Auch diesmal versucht sie es zunächst bei ihrem Vater in der Bank. Als dieser sich jedoch sträubt und ihr stattdessen offenbart, dass er sie und ihre Mutter verlassen werde, um mit seiner Geliebten (Nina Petri) ein neues Leben anzufangen, dreht Lola durch und zwingt ihn mit Waffengewalt zur Herausgabe des Geldes. Aber kurz bevor sie Manni das Geld noch rechtzeitig überbringen kann, wird er beim Überqueren der Strasse von einem Krankenwagen erfasst und tödlich verletzt.
Auch er will jedoch noch nicht sterben, und so geht der Film ein drittes Mal von vorn los:
Diesmal verpasst Lola ihren Vater, der gerade die Bank verlassen hat. Kurzentschlossen geht sie ins Spielcasino, setzt zweimal auf die Zahl 20 und gewinnt prompt das benötigte Geld. Manni hat in der Zwischenzeit den Obdachlosen (Joachim Król) erkannt, der das Geld in der U-Bahn an sich genommen hatte und es ihm abgenommen. Manni ist gerettet…
Trivia
- Weil keine Plattenfirma den Soundtrack veröffentlichen wollte, musste vier Wochen vor Kinostart ein neues Label gegründet werden. Der Titelsong „I Wish“ von Thomas D. (Die Fantastischen Vier) und Franka Potente wurde 250.000 mal verkauft und mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
- Die Kosmetik-Firma Wella lehnte das Angebot zur Cross-Promotion ab und vertat damit eine einmalige Werbe-Chance.
- Der Lebensmittel-Konzern Kraft hingegen druckte Lolas Rotschopf auf sechs Millionen Ketchup-Flaschen.
- “Run, Lola, Run” spielte in den USA sieben Millionen Dollar ein. Nach Wolfgang Petersens Film Das Boot von 1982 war dies das zweitbeste Ergebnis eines deutschen Films.
Weiterführende Hinweise
- Das Motiv des Variablen Handlungsverlaufs
- Der Rhythmus im Film
Weitere Informationen im Internet
- Filmrezension von Dietmar Henning auf der world socialist website
- Interview mit Franke Potente auf lola-rennt.de
- Interview mit Tom Tykwer auf artechock.de
- Interview mit Reinhold Heil auf tykwer-online.de
Quellen
- Lola Rennt in der Wikipedia (dt.)
- Lola Rennt beim Filmportal
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.0
Der Film Lola rennt wurde von 81 Kritikern bewertet.
Kommentare — Ganz gut 6.2
Der Film Lola rennt wurde von 25091 Mitgliedern bewertet.
nevbelethien 2009/12/06 08:53:12
Lola rennt hat objektiv gesehen wohl eine höhere Bewertung verdient, aber bei mir hat er nicht richtig gegriffen. Nett. Ich versteh nicht, warum ich mir die verschiedenen Möglichkeiten angucken muss, ich finde es nicht besonders spannend und es ist mir nicht wichtig, wie es ausgeht. Ist ganz stark Geschmackssache der Film.
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Vegeta 2009/11/23 01:47:50
Und wenn sie könnte, würde sie noch heute rennen...
Ja, der Film hat eine gute Idee, ja der Film ist wirklich gut verschachtelt,ja es ist vom Prinzip her gut gemacht. Aber warum muss man solch eine gute Idee der Filmdarstellung in eine so unendlich langatmige und langweilige Story stecken?
Finde wie es gemacht wird sehr gut, aber alles andere eher weniger, das erste Mal und meinetwegen das zweite Mal kann man sie noch rennen sehen, aber es kommt nichts neues bei rum und die "neue Handlung" bei jedem Rennen ist dann viel zu schwrfällig, langatmig und grau in grau. d´Das rote Haar ist das einzig farbige was dieser Film bietet, der Rest ist eher trist und wirkt manchmal als hätten alle den sprichwörtlichen Stock im A***.
Bin sowieso kein Fan von deutschen Filmen, aber hier gab es eine gute Idee die leider wieder in typisch deutscher bürokraten manier zu tode verarbeitet wurde. Lola darf gern weiter rennen, aber erst wenn sie einen spannenderen Grund dafür findet oder zumindest ihre Umgebung sich lernt auch zu bewegen.
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mnn 2009/11/08 12:06:24
ewig nicht mehr gesehen und wenn man nach ein paar jährchen nichtmal mehr weiß worum es ging kanns nich so dolle gewesen sein, es gibt halt filme die sieht man einmal und vergisst sie nie und es gibt solche wie lola rennt wo man nach einer gewisser zeit schon nix mehr von weiß...
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News zu diesem Film Lola rennt
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Das Sundance Festival hat seine Spielfilme für 2010 angekündigt. Wieder ist viel Unbekanntes dabei. Ein paar Filme mit Star Power gibt es dennoch. Wir stellen Euch die Wichtigsten vor!
Der Film Lola rennt gehört zum Genre Schicksalsdrama, Liebesfilm. Regie führte Tom Tykwer.

Eine neue Generation tritt auf den Plan und setzt einen Kontrapunkt zu allem, was am deutschen Film des vergangenen Jahrzehnts ärgerte, und zu all den Wortmanns, deren Kino verstaubt, langweilig, altbacken und ideenlos wirkt. LOLA RENNT ist ein kleines großes Kinowunder. Vor dieser Leistung staunt man mit Ehrfurcht. Dabei erfüllt sich nicht alles restlos, was Film sein kann. Aber sehr wohl beginnt man zu ahnen, wie das Kino der Zukunft aussehen könnte.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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