M - Eine Stadt sucht einen Mörder

M - Eine Stadt sucht einen Mörder (1931), DE Laufzeit 117 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 11.05.1931

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8.6
Kritiker
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7.5
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87 Kommentare
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von Fritz Lang, mit Peter Lorre und Gustaf Gründgens

Fritz Lang lässt in ‘M – Eine Stadt sucht einen Mörder’ Peter Lorre als pfeifenden Triebtäter auf die Berliner Kinder der 1930er Jahre los.

Berlin in den 1930er Jahren. Die ganze Stadt spricht von den bestialischen Untaten eines Kindermörders. Die Bevölkerung sieht in jedem Fremden einen Verdächtigen. Trotzdem fällt ein Kind nach dem anderen Hans Beckert (Peter Lorre) zum Opfer. Die Polizei unter dem Kommando von Kommissar Karl Lohmann (Otto Wernicke) steht machtlos einem Phantom gegenüber. Da auch die übrige Verbrecherwelt unter der erhöhten Polizei-Präsenz leidet, schließt sich die Unterwelt der Suche nach dem Mörder mit ihren eigenen Mitteln an. Unter der Leitung des Schränkers (Gustaf Gründgens) wollen sie den Mörder vor ihr eigenes Tribunal stellen, um ihre Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen.

Hintergrund & Infos zu M – eine Stadt sucht einen Mörder
M gehört zu den bekanntesten und wertvollsten Werken der deutschen Filmgeschichte. Nach einigen wegweisenden und aufwendigen Spektakeln wie Die Nibelungen: Siegfried oder dem frühen Science-Fiction-Klassiker Metropolis wollte der gebürtige Wiener Fritz Lang ruhigere Töne anschlagen und sich mehr der Psychologie seiner Filmfiguren widmen. Ein vielversprechender Drehbuchentwurf lag schon lange in der Schublade, und als sich Ende der Zwanziger schlimme Gewaltverbrechen in Deutschland häuften, entwickelte er es mit seiner Frau Thea von Harbou weiter zu dem Stoff über einen triebgesteuerten Kindermörder, den wir heute kennen.

Tatsächlich ging in Europa 1930 der reale Fall des Serienmörders Peter Kürten durch die Zeitungen, der als „Vampir von Düsseldorf“ in die Kriminalgeschichte einging und drei Wochen…


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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: M - Eine Stadt sucht einen Mörder

SoulReaver: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Wenn Lang den finalen Akt einleitet, sich alle Wege überschneiden, dem Zuschauer durch die unglaubliche Atmosphäre schier der Atem geraubt wird und Pete Lorre eindrucksvoll verdeutlicht, warum er sich in den imaginären Annalen der Schauspielkunst für immer einen festen Platz gesichert hat, vermittelt Lang etwas ganz Entscheidendes, was in solch schrecklichen Situationen oft in Vergessenheit gerät: Hinter den Gräueltaten des als Monster gebrandmarkten Täters, steckt immer noch ein menschliches Wesen. »M« wird darauf zum individuellen Drama einer geschundenen Seele und die Frage nach Schuld und Verantwortungen wird genau in diesen Momenten der seelischen Offenbarung in eine neue Richtung gelenkt. Abmilderungen oder Wiedergutmachungen der Geschehnisse sind jedoch utopisch, die Familien werden sich nie wieder als geschlossene Einheit fühlen dürfen, genau wie das Urteil gegenüber dem Verantwortlichen natürlich schon vor den Verhandlungen gefällt wurde. »M« darf daher nicht nur aufgrund seiner prägenden Klasse mit der sämtlichen Superlativen gekrönt werden, sondern sagt darüber hinaus auch Einiges über das Verhalten von Menschen in einer solchen Extremsituation aus, und genau das hat sich seit dem Jahre 1931 nicht geändert und wird sich auch nie wieder ändern.

Kritik im Original 42 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Prechtl

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Bei mir auch! Man kann ihn ja auch bei Youtube ansehen, konnte mich aber nie überwinden.


Ben Kenobi

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Gibt's auch zum Legal-Download auf archive.org: http://archive.org/details/PhantasmagoriaTheater-MFritzLang1931574


Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.5Herausragend

Ein spannungsgeladener Thriller über die Verfolgung eines Wahnsinnigen, ein einfühlsames Porträt über das innere Drama eines Unzurechnungsfähigen, der jeden Tag mit sich selber kämpft, eine detaillierte Schilderung über den Polizeiapparat in quasi-dokumentarischen Szenen, die kunstvoll und technisch brillant ineinander verschmolzen werden. Eines der großen Meisterwerke des deutschen Tonfilms, das mit Peter Lorres Darstellung eine der besten schauspielerischen Leistungen der Vor- und Nachkriegszeit aufzuweisen hat.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SiameseMax: SiameseMovies

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8.0Ausgezeichnet

Nach 80 Jahren ist Fritz Langs Meilenstein des deutschen Kinos besonders in den ersten 90 Minuten kaum mit Spannung zu verfolgen, ähnlich wie ein Besuch in einem Museum, der trotz der zeitgeschichtlichen Bedeutung der ausgestellten Stücke auf Dauer ermüdend wirken kann. Die letzten 20 Minuten sind jedoch faszinierend und in ihrer Thematik hochaktuell, die Darstellung Peter Lorres ist schlicht genial.
Ich habe nicht das Gefühl, gerade einen fantastischen Film gesehen zu haben, eher jenes, um ein Stück Film -und Zeitgeschichte bereichert worden zu sein.

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SamHook

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endlich mal eine ehrliche Kritik bei einem Klassiker! Viele geben vor mehr als begeistert zu sein von Dingen die man heute eben durchaus moderner sieht.... auch wenn es im Klassiker eben das erste mal war ändert das ja nichts an Abnutzungseffekten und dem gesehenem heutigen Standart..Denke viele wollen das dann einfach auch mehr mögen aus Egozentrischen Gründen...Natürlich gibt es auch zeitlose Filme die wirklich auch heute noch frisch wirken (denke da z.B. an die 12 Geschworenen oder Hitchcock Filme) meist sind dies doch aber Story/Inszenierungsbetonte Filme..... Aber genau wie du habe ich auch schon bei vielen Filmen gefühlt!!! Von vielen Dingen ist man einfach historisch begeistert aber mal ehrlich, wenn man Metropolis ansieht denkt man doch nicht, wow solche Bilder habe ich noch nie gesehen das wird mein Lieblingsfilm...Man denkt eher, wow für die damalige Zeit einfach super gemacht und ein Stück Filmgeschichte mit einer tollen Story, und einem wird bewusst wieviele heutige Filme das beeinflusst..Ansonsten müsste man schon 80 Jahre Filme verpasst haben...Alles wird irgendwann neu inszeniert...


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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9.5Herausragend

"Er ist ja kein Mensch" -

Man sollte es amtlich machen: Fritz Lang hat es tatsächlich geschafft, sich selber zu übertreffen, und sein "Metropolis" zu überbieten.
Wenngleich jenes Mammutwerk aus cineastischer Sicht eine ungeheuer wichtige Produktion war, so macht die darin vorgenommene kompromisslose Fokusierung auf die technischen Aspekte des Mediums eine heutige Sichtung doch eher anstrengend, denn zum wirklichen Genuss.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" kann und will einen anderen Weg gehen, verlagert Lang doch sein Augenmerk von der wuchtigen Inszenierung und der technokratischen Ästhetik nun voll auf die Vorzüge der neuen Tonfilm-Technik und den daraus resultierenden Möglichkeiten zum Erzählen von Geschichten und zur Anlage von Charakteren.

Neben seiner vorzüglichen Inszenierung, die durch Parallellmontagen und geschickte Symbolik eine nicht für möglich gehaltenen Dynamik ausstrahlt, überzeugt "M" vorallem durch…



Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Hitmanski

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@fabel

Der ist ganz nett, hat aber im Vergleich zu "M" deutlich Staub angesetzt, und ist in Gesamtheit von Technik und Geschichte auch der schwächere Film. Aber das wirst du selber merken, wenn du "M" gesehen hast ;)


fabel

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hierfür hab ich ja noch 0.5 Punkte Platz gelassen ;) ^^


Kubrick_obscura: CinemaForever

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9.5Herausragend

Vor kurzem habe ich den Film auf Blu-Ray gesehen (Masters of Cinema UK) und bin wieder hellauf begeistert. Auf DVD war er ja schon gut, aber auf Blu-Ray wirkt es fast so als würde man sich eine Originalkopie per Projektor an die Wand werfen. Alles Digitale verschwunden, nur noch das flirrende Filmkorn, Laufstreifen und ein unruhiger Bildstand. So will ich das.
Ansonsten wäre es mal angebracht darauf hinzuweisen, dass auch dieser -im Vergleich zu "Metropolis"- viel bessere Fritz-Lang-Film NICHT komplett ist. Es fehlen immernoch über 200 Meter! Das geht vielen Filmen so. Warum gehört "M" eigentlich nicht zum Weltkulturerbe?

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Zurecht ein Klassiker mit einer im wahrsten Sinne des WortesKiller-Performance von Lorre!

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MartinSchwarz: zitty MartinSchwarz: zitty

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9.0Herausragend

Die restaurierte Fassung auf der Berlinale gesehen: Beklemmung pur, der beste deutsche Film aller Zeiten.

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Kommentare (80) — Film: M - Eine Stadt sucht einen Mörder


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Unomomento

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ziemlich spannend. Unheimlich, wenn man überlegt, dass irgentwo jemand hinter deinem Kind her ist! Viele Zigaretten und Rauch!!

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Jek-Hyde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

M ist auf seine Art ein extrem düsterer Film, Thematisch gesehen. Zu unserer Zeit, und zu seiner muss es ein noch finsterer Film gewesen sein. Das Thema des Kindermörders. Den keiner fassen kann und selbst die Verbrecher nicht mehr in Ruhe Verbrechen verüben können. Unser Onkel Fritz spricht hier so viel wahres an. Wie dynamisch sich eine Masse bewegt. Wie Aussichtslos so eine Situation ist (für beide Parteien) und wie schön und hässlich zugleich Lynchjustiz ist.
Dabei nutzt er den Tonfilm wunderbar aus und lässt uns bis auf den Mörder beinahe Hauptfigurenlos, so dass die gesamte Besetzung die zweite Hauptrolle erhält, quasi als Schwarminteligenz.
Speulers:
Und am Ende können wir nicht nur die glubschäugige, froschige Schauspielkunst eines Peter Lorre genießen. Das Finale des Films ist meiner Meinung nach wirklich großartig und zeigt besonders spezifisch das Problem der Lage auf. Selbst wenn der Film mich bis dorthin noch nicht ganz überzeugt hat, danach hat er es auf jeden Fall. Der Mörder ist schuld, kann aber aufgrund seiner Psychischen Probleme nicht anders. Was machen wir also? Ihn laufen lassen? Das macht ihn froh. Ihn ewig einsperren? Das macht keinen froh. Ihn ordentlich Lynchen? Das macht uns froh. Aber was ist der richtige Weg? Gibt es den überhaupt, oder bleibt immer was auf der Strecke? Fritz hält es am Ende nicht mehr für nötig uns das Urteil zu präsentieren, allerdings lässt er uns wissen, dass kein Urteil die Opfer entschädigen kann, gleich welches.
Ein wirklich schweres Thema, was viel zu oft einfach aus Bequemlichkeit umgangen wird. Onkel Fritz hat es hier allerdings perfekt umgesetzt, bloß der Berliner Akzent sorgt ab und an für unpassende Lacher meinerseits.

Und noch was, das muss unbedingt noch raus: Die Expressionistische Hand auf dem Gemalten Cover, ihr wisst welche ich meine, die ist so was von cool! Vollendete Cover Art. Ja, ich bin ein Fan von Saul Bass, ihr habt's erkannt.

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Jek-Hyde

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Nur um das nochmal klar zu stellen, ich meine die Hand auf Wikipedia, die grau in grau mit tiefen Schatten.
Ja, das war mir noch wichtig...


Intergalactic Ape-Man

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Obschon sich Fritz Langs Grundthemen oft wiederholten und variierten, war es doch sein erster Tonfilm M, mit dem er sich deutlicher mit der Motivation seiner Figuren auseinander setzte und so neue Ausdrucksstärke in seine oft abstrakt im Phantastischen behandelten Stoffe brachte. In M präzisiert Lang nicht nur seine Erzählweise in einem Quantensprung, er findet durch die allgegenwärtige Massenbewegung auch direkten Zugang zu den Emotionen seines Zuschauers, provoziert nahezu eine moralische Entscheidung, wenn er die Suche nach einem Kindermörder zwischen Gangsterfilm und Gerichtsdrama zu einem blutrünstigen Mob aufstilisiert, der für sich die Entscheidungsgewalt über Leben und Tod beansprucht. Peter Lorre als sexuell gestörter Triebmörder ist in seinem vielschichtigen Spiel allein Groß genug, um einer Vielzahl von Henkern die Frage entgegen zu setzen, ob nicht auch er ein Mensch sei. Nicht zuletzt ist M auch ein Spiegelbild der zeitgenössischen Demokratie.

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Curryman1312

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Bewertung7.0Sehenswert

"M" ist eine überzeugend gespielte Jagd, die trotz ein paar Längen und alter Tontechnik absolut überzeugt. Gejagt vom Gesetz und Verbrechersyndikaten wird Peter Lorre, als geisteskranker Kindermörder spielt dieser Wahnsinn und Furcht so überzeugend wie man es heutzutage kaum mehr findet. Natürlich ein riesen Ding WIE sie ihn gefunden haben, gerade für die damalige Zeit.
Hut ab :)

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MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" schuf Fritz Lang vor über 80 Jahren einen Meilenstein des deutschen Kriminal-Films.
1931 ist ganz Berlin hinter einem Kindermörder her, der bereits acht junge Kinder auf dem Gewissen hat. Die ganze Stadt ist in heller Aufregung und die Polizei setzt alles daran, den Mörder zu fassen. Durch die extremen Razzien sehen sich allerdings auch einige Bosse von Gangster-Banden dazu gezwungen, Jagd auf den Mörder zu machen, da sie sonst ihren kriminellen Geschäften nicht mehr so ungestört nachkommen können.
"M" ist einer der ersten Filme nach der Stummfilm-Ära und Lang nutzt die neuen filmischen Möglichkeiten perfekt aus. In einigen Passagen verzichtete er zwar bewusst auf Ton, wiederum andere Stellen sind allerdings durch markante Töne und Geräusche geprägt, wodurch die Spannung in diesen Szenen erst so richtig entsteht. Prägend für diesen Stil ist vor allem die Melodie, die der Mörder immer vor sich hin pfeift.
Geradezu akribisch, fast dokumentarisch wird die Ermittlungsarbeit gezeigt, durch welche die Polizei den Mörder fassen will, was sich allerdings als sehr aufwendig darstellt. In diesem Mittelteil haben sich leider einige Längen eingeschlichen, die die Arbeit meiner Meinung nach ein wenig zu ausgedehnt beleuchten.
Glanzstück des Films ist sicherlich Peter Lorre als Kindermörder. Während er den ganzen Film über schon in seinen kurzen Momenten mit einer Mischung aus unschuldig-naiv und psychopatisch-eiskalt besticht, trumpft er vor allem in den letzten ca. 15 Minuten groß auf. Hier wird die komplette triebhafte Art von ihm nach außen gekehrt, während Lang eine beeindruckende Situation entwirft, in dem er gleichzeitig das Verhalten des Mörders anprangert, viel mehr aber noch der damaligen Gesellschaft, die vom Gedanken der Lynchjustiz geprägt war, sehr hart einen Spiegel vorhält.
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist ein exzellent inszenierter Kriminal-Film, der die neuartigen Möglichkeiten des damaligen Mediums vollständig ausschöpft, einen wahnsinnig guten Peter Lorre aufbietet, viel mehr noch aber ein kritisches, nahezu mahnendes Bild der damaligen Gesellschaft und Zustände wiederspiegelt. Nicht frei von einigen Längen, aber als filmgeschichtlicher Meilenstein nahezu unverzichtbar.

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kobbi88

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Sehr schöner Kommentar. Wenn du jetzt noch die Längen rausstreichst, die es für mich in dem Film nicht gibt, dann ist der Kommentar absolut perfekt ;)

Ach übrigens: Die gepfiffene Melodie ist Edvard Griegs "In der Halle des Bergkönigs"


Helter Skelter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alter Schalter,

ist noch kreinem aufgefallen, wieviel die Heinis wegrauchen?

Teilweise sind vor lauter Qualm die Darsteller nur schwer erkennbar :))))

Ach ja: vorallem das Ende ist super gespielt!

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DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

Es wird Zeit für eine kleine Reise durch die Filmgeschichte :

Mein erster Fritz Lang :
Es ist zum einen beeindruckend als auch verständlich das man sich erst ins Jahre 1931 begeben muss um einen Film wie M anzutreffen. Denn Langs Film ist deratig einzigartig und brilliant inszeniert das man in über 80 Jahren weiterer Filmgeschichte niemals etwas vergleichbares zu sehen bekommt.
M ist allein schon auf der visuellen Ebene ein gigantisches Meisterwerk : Absolut beeindruckende Kamerafahrten durch Räume und einzigartige Montageszenen verleihen dem Film eine Wucht.
Die Story bedient sich in der ersten Hälfte sehr dem klassischen Thriller Genre und legt die zahlreichen Gemeinsamkeiten in dem Handeln der Verzweifeln sowohl auf Seiten der Polizei als auch auf der kriminellen Seite, wenn beide mit einem unsichtbaren Feind konfrontiert werden.
Lang lässt sich Zeit bis er und den Mörder vorsetzt. Taucht dieser jedoch auf kennt sein Film kein halten mehr : Atemberaubende Spannung beherrscht die zweite Hälfte des Filmes.
Aber das beeindruckenste an M ist, wie viele themen er letztendlich bedient und wie aktuell er heute noch ist : Da wäre zum einen die herbe Gesellschaftskritik in Form der ausbrechenden Panik vor dem Mörder, wie es sie heute immer noch gibt, aber auch sein Zeichen gegen Selbst- und Lynchjustiz. Viel zu oft wird vergessen das selbst die schrecklichsten Taten nicht von Monstern sondern von Menschen durchgeführt wurden, und das macht die Taten vielleicht noch erschreckender, einfach weil die Leute nicht wahrhaben wollen selbst etwas so Verachtenswertes wie Pädophile letztendlich etwas menschliches ist.
Ein unfassbares, zeitloses Meisterwerk das selbst nach 80 Jahren immer noch über dieselbe Wirkung auf den Zuschauer verfügt.

Wahrhaftig, Filmgeschichte par exellence !

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jollyroger

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Na dann gleich mal weiter zu Metropolis.:)


Pyro 91

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Oh ja, "Metropolis" ist großartig. Ein Film wie eine Urgewalt! ;)


MeisterQualle

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Bewertung9.0Herausragend

Oha ein als "Klassiker" und "Weltkulturerbe" abgestempelter "KultFilm", in Schwarz-Weiß der Gesellschaftskritik verübt - allesamt Gründe weswegen dieser Film in den Himmel gelobt werden muss. Worte, die die Einzigartigkeit dieses Streifens deutlich machen wie "Brilliant", "Wegweisend" und "Meilenstein" müssen einfach eingebaut werden, wenn man den Lobliedern dieser Kommentareinheitsbreis im vorauseilendem Gehorsam entsprechen will und so den Film wie eine fossiles Museumsstück behandelt. Das musste mal raus. Hu ha Dschingiskahn.

Fällt scheinbar wirklich schwer, filme unabhängig ihrer historischen Bezügen und kritikermeinungen zu bewerten. Zeitlosigkeit kann doch nich der heilige Gral der Meinungskriterien sein.

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Philipp Ebert

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Naja bei diesen Frühwerken des Kinos darf man schonmal Begriffe wie wegweisend verwenden, manche Filme waren eben im Gegensatz zu heute die ersten und nich die 30ten die eine gewisse Idee behandelt haben. Heute geht es nurnoch darum eine alte Idee originell zu inszenieren.
Also ich finde die Lobeyhymnen auf solche tatsächlich kulturstiftenden Filme angebracht.


MeisterQualle

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man darf den film nicht nur als wegweisend und als klassiker bezeichnen sondern sogar als total fett oder wie es einem zum mittagessen geschmeckt hat. ich will anregen, sich über den inhalt dieses filmes unabhängig seiner kulturstifterei und seiner guten kritiken eigenständig gedanken zu machen, weil die kommentare unter diesen alten filmen einfach auffällig einfältig sind, im gegnesatz zu der kommentarqualität bei modernen filmen, indenen sich mit dem inhalt zeitgeistlich auseinander gesetzt wird, die nen perspektivwechsel ermöglichen?

und heute geht es nicht nur darum alte ideen originell zu inszenieren, als würden die regisseure und die menschen im theater ihr künstlerisches schaffen nicht ihrer eigenen gedankenwelt entspringen lassen und nur stumpf reproduzieren. in unserer zeitgenössischen kunst ist das zitieren und rückbesinnen zwar gang und gebe, aber die formen der kunst sind einfach mal sehr viel vielschichtiger. du pauschalisierst da noch mehr als ich es in meiner kritik getan habe. zu behaupten, M habe das Thema der Todesstrafe und gesellschaftskritik als erstes eingeführt, ist beschränkt. wieso sich nicht einfach mit seiner form und seinem inhalt auseinandersetzen als M klangvolle adjektive anzuheften.. was reg ich mich auf..


mondauge

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

SPOILER

Was mich an diesem Film beeindruckt hat, ist die moralische Diskussion, die in ihm angestoßen wird, welche heute noch gleichermaßen als aktuell gelten darf.

Thematisiert wird dabei der pathologische Triebtäter, der nicht anders als morden kann, die hinterbliebenen Eltern und der Lynchmob, die seinen Tod fordern.

Alles in allem ist die Abschlussszene mit dem Volksgericht deshalb besonders spannend, weil Ankläger und Beklagter frei zu Wort kommen und jeweils ihren Standpunkt darlegen können.

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r3sortiane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

GRUNDLAGE:
Ein filmgeschichtlicher Meilenstein aus der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm. Damalig wegweisende neue, kreative technische und inszenatorische Ideen. Eine aufwändige und erfolgreiche inhaltliche Recherche Fritz Langs. Spielfilm mit Berichterstattungs- bzw. Dokumentationscharakter. Ein extrem polarisierendes Thema das noch heute brandaktuell ist und genau die gleichen zwiegespaltenen Reaktionen des Publikums hervorruft.
LOB:
Meine DVD-Version begann mit einem kurzen Filmtechnik-Exkurs zur aufwändig restaurierten Ur-Fassung nach Fritz Lang. Dies gab mir einen interessanten zusätzlichen Filmhintergrund. Bedenkt man, dass zur Zeit des Erscheinens des Films tatsächlich mehrere Serienmörder ihr Unheil trieben (so dass der Film in anderen Ländern sogar mit anderem Städtenamen ausgestrahlt wurde um einen Zusammenhang herzustellen), wirkt der historische Kontext noch gewaltiger. In Reaktion auf mehrere schauerliche und spurenlose Kindermorde beschreibt "M" zunächst die Aufnahme der Ermittlungen, die aufkeimende Medienpräsenz des "Phantoms" und eine resultierende gesellschaftliche Kettenreaktion wie sie heute in dieser Form kaum noch denkbar ist. Nicht, weil wir heute weniger zu Verleumdung, falscher Verdächtigung und Selbstjustiz neigen, sondern wahrscheinlich eher deshalb, weil den meisten Menschen heutzutage der Antrieb zu einer ordentlichen Mob-Bildung fehlt ;-) In "M" beschäftigt sich nicht nur die Polizei mit der Verfolgung des schaurigen Mörders, sondern, wenngleich einzig aus egoistischen Motiven, auch das organisierte Verbrechen - und letztlich fast die ganze Stadt. Überall scheinen offene Augen auf vermeintliche Täter zu lauern. Eine interessante zweigleisige Verfolgungsjagd setzt ein - lange Zeit ohne echte Hinweise auf den Mörder.
Der Film wurde für mich in der zweiten Hälfte bzw. im letzten Drittel besonders gut. Erst hier kam richtige Spannung auf und erst hier fühlte ich mich so richtig vom Geschehen gefesselt. Das lag zuallererst an der nun größeren Präsenz des fantastisch aufspielenden Peter Lorre. Was dieser Mann (mit seinem manchmal fast schon debilen Gesicht selbst ab und zu an ein Kind erinnernd) mit seinen überquellenden Augen, seinem starren, bizarren Blick, seinen wurstigen Fingern, seiner ruhigen bis völlig schrillen, überschnappenden Stimme und seiner aufrechten bis eingezogen gebückten Haltung alles an Stimmungen zu provozieren vermag, ist schon absolut erstaunlich. Ähnlich wie z.B. ein Pruitt Taylor Vince (bspw. "Identität" oder "Jacobs Ladder") oder auch ein technisch unterstützter Andy Serkis als "Gollum" kann er seine kleine anatomische Besonderheit so geschickt in die Waagschale werfen und dadurch beim Beobachter extreme Gänsehaut hervorrufen. Ich muss unbedingt noch mehr Filme mit Peter Lorre sehen :-) Auch der dramaturgische Ablauf des letzten Drittels des Films hat mich begeistert. Das was vorher noch relativ einheitlich vor sich ging, wird hier durch mehrere interessante Wendungen flexibilisiert und zugespitzt. Inhaltlich werden moralische Grundsätze diskutiert, die auch heute noch uneingeschränkt polarisieren: "Mit dem Eingeständnis des Zwangs zu morden hat der Täter sein Todesurteil ausgesprochen." oder aber "Gerade der unkontrollierbare Zwang enthebt den Mörder der bewussten Verantwortung." und "Der Schutz des Gesetzes muss auch einem Verbrecher zugestanden werden."
FAZIT:
Ein Film der zu Beginn eher aus historischer spätestens ab der zweiten Hälfte aber auch aus inhaltlichen Aspekten heraus durchaus heute noch zu begeistern weiß. Überwiegend solide Schauspieler und ein geradezu fantastischer Peter Lorre. Zeitweise eine grandiose atmosphärische Gestaltung mit rauchüberquellenden Besprechungsräumen, sättigungslosen Gassen und leerstehenden Häusern, menschenüberfluteten Lynchmobs und den direkt unter die Haut gehenden Ballonaugen Peter Lorres. Absolut sehenswert. Trotz allem Lob sollte man alten Filmen wenigstens ein bisschen offen gegenüberstehen.
ÄHNLICHE MODERNE FILME:
"M" hat mich zu Beginn ein wenig an "Zodiac - Die Spur des Killers" erinnert. Allerdings ändert sich der inhaltliche Fokus ca. zur Hälfte des Films. "Zodiac" zielt dabei stärker auf die Folgen der jahrzehntelangen Jagd nach dem Mörder bei den Verfolgern ab. "M" behandelt nachfolgend eher Themen, die in noch intensiverer und gezielterer Form zum Beispiel auch in "Der freie Wille" aufgegriffen werden. In seiner Gesamtheit fiel mir auch "Der Totmacher" mit Götz George wieder ein. Alle drei Filme kann ich sehr empfehlen.

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r3sortiane

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wohl an


Brentano

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na denn


uncut123

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Bewertung9.5Herausragend

unglaublicher film der unter die haut geht...

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jacker

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Bewertung9.0Herausragend

"M" verdient definitiv das Prädikat 'Herausragend' denn (und das ist nur der Fall bei Filmen die ihrer Zeit maßlos voraus sind) man hat zu keiner, aber auch wirklich keiner Minute das Gefühl einen Film zu sehen der über 80 (!!) Jahre alt ist! Im Gegenteil, "M" ist sowohl dramaturgisch, als auch von der technischen Seite der Inszenierung so frisch, dass es schwer fällt zu begreifen, dass dieser Film kurz nach Ende der Stummfilmära entstanden ist.

Warum dann nur 9 Punkte?
Am Anfang des Films (der DVD die ich gesehen habe) wird lange über die Historie des Films berichtet: Uraufgeführt, dann in der Ur-Version verschollen, dann mehrfach auf internationale Versionen umgeschnitten, umvertont, mit nachgedrehtem Material ergänzt (verhunzt?), usw. usw.
Nun sind sich die Restauratoren 'relativ sicher' aus allen erhältlichen Fragmenten, Versionen und Bezugsquellen die bestmögliche Information gezogen zu haben und eine restaurierte Version geschaffen zu haben die (wahrscheinlich) dem Original von Fritz Lang entspricht.
Genau dieses 'wahrscheinlich' ist mein Grund nicht die 10Punkte zu vergeben.

Denn es bleibt ein kleiner Zweifel, ob nicht durch modern geprägte Sicht der Restauratoren die ein oder andere zeitlose Finesse Einzug gehalten hat (einiges was Orson Welles angeblich in "Citizen Kane" erstmalig gemacht haben soll, z.B. den Ton einer Szene noch in die nächste einlaufen zu lassen, habe ich auch hier entdeckt), die im Original vielleicht noch geringfügig anders ausgesehen hat.
Ich verstehe zu wenig (nichts!) von Filmrestauration bzw. der Suche nach verschollenen Filmfragmenten um mir da eine Meinung bilden zu können und kenne die anderen Versionen nicht, daher nun zu dem was ich gesehen habe:

Lang bedient sich hier verschiedener Mittel der Kameraführung, der Inszenierung und der Dramaturgie, die selbst 20 Jahre 'jüngere' Filme noch wie ein muffliges paar ausgelatschter Hauspantofeln miefen lassen!
Die Art wie er Szenen im Wechsel ineinander schneidet (z.B. die parallelen Besprechungen der Lage von Polizei und den Chefs der Ringbanden), wie die Kamera direkt am Mann ist (was Michael Mann dann 70 Jahre später als sein Patent 'Wackelcam' etablieren sollte), den Protagonisten folgt (auch eine runde Treppe hinab in die Kellerspelunke) und ein absolutes Gefühl des Dabeiseins erzeugt, ist enorm wirkungsvoll und 'modern'.
Zudem ist der Film mit einer ganzen Fülle von markanten visuellen Spielereien und Effekten angereichert (Besprechung der Bandenchefs: Plötzlich schwenkt die Kamera auf deren scharfe Schatten an der Wand und fängt den Rest der Szene nur diese ein). Das ergänzt sich nahezu symbiotisch mit der Kulisse, die (ebenfalls sehr untypisch für einen so extrem alten Film) in den seltensten Fällen überhaupt als eine solche zu entlarven ist.
Zusammengefasst kann man sagen, "M" wird durchweg von einer starken, außergewöhnlichen und spannenden Atmosphäre getragen, die in keiner Weise nach 1930, nach 1950 und auch nicht nach jeglicher anderen Epoche riecht und schmeckt!

Angereichert wird das von intensivem und authentischem Schauspiel, welches eine fülle an echten und nachvollziehbaren Charakteren liefert. Die Fülle der Schauspielriege reicht von unheimlich präsent, bis hin zu absolut intensiv und beängstigend! Die Stimmung die in Berlin durch die Morde entsteht, wie auch die Angespanntheit bei der Suche nach dem Täter wird allzu deutlich, jeder Statist macht hier seine Sache hervorragend!

Ganz großes Ur-Kino!

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KonTaicho

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Ich komm mir immer so deppert vor, wenn ich mir überlege, dass Metropolis so der beste Film war, den ich je gesehen hab und ich "M" einfach nur furchtbar fand^^


jacker

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Ach, das muss man aber nicht!
Geht mir auch mit manchen Filmen die meine Buddies nahezu einheitlich abfeiern so (zb "Aguirre" oder eigentlich alles von Wong Kar-Wai).


cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Aus rein filmgeschichtlicher Sicht betrachtet, hat Fritz Lang mit diesem Werk einen wahren Meilenstein gesetzt, der seiner Zeit um Jahre voraus war.
Auch wenn dies womöglich bewertungsmäßig nicht ganz zum Ausdruck kommen mag, so darf ich versichern, dass die Wertschätzung meinerseits vorhanden ist. Es mag daher vielleicht nicht ganz fair und schwer nachvollziehbar erscheinen, dass ich "M" den Platz an der Sonne verwehre, nur kann ich nicht so recht aus meiner Haut heraus. Schließlich gilt es einen Film zu bewerten, der bereits über achtzig Jahre auf dem krummen Buckel hat – das stellt die heutigen Sehgewohnheiten zuweilen auf eine harte Probe.

Die Restauration von Bild und Ton, sei an dieser Stelle angemerkt, ist jedenfalls wahrlich gelungen! Gleiches möchte ich auch der Geschichte attestieren, die reichlich mutig mit dem Thema des krankhaften Triebtäters umgeht. Peter Lorre spielt den psychopatischen Kindermörder geradezu beängstigend gut, sodass das personifizierte Böse ein Gesicht hat. Fritz Lang versteht es spätestens zum Ende hin herauszustellen, dass sich die hetzende Meute im Grunde genommen von den abartigen Taten des Triebtäters nicht übermäßig unterscheidet.

Ein bedeutungsvolles Werk, für das mir wohl etwas der nostalgische Hang fehlt. Dennoch in jedem Fall sehenswert!

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Selcarnor

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

>M – Eine Stadt sucht einen Mörder<. Nach >Metropolis< ist dies nun mein zweiter Film von >Fritz Lang< und der hat mich wesentlich besser angesprochen, da ich, um ehrlich zu sein, mit Stummfilmen absolut nichts anfangen kann. Was mich hier doch sehr überraschte war die fein dargestellte Problematik mit der das behandelte Thema angefasst wurde und wie aktuell es auch erscheint.

1. Optik

Wirklich, wirklich tolle Kamera, die es schafft eine sehr intensive Atmosphäre und Spannung zu erzeugen. Aufnahmen von leeren Treppenhäusern, Alltagsgegenständen, leeren Räumen und Hallen, die kühl und beklemmend daherkommen und vergangene oder unaussprechliche Taten bezeugen. Straßenzüge von oben wo eine Phalanx von Polizisten aufmarschiert. Interessante Schattenspiele. Und vor allem Szenen wo man nur einen Teil der Handlung sieht. Der Rest ist nicht im Bild und man kann nur mutmaßen was dort passiert. Visuell war der Film wirklich ein Genuss und man wusste genau wie man mit der Kamera wo angehen muss.

2. Musik

Eine unnatürliche Stille liegt über den Film. Teilweise dachte ich der Ton wäre ausgefallen (könnte auch wirklich so gewesen sein). Die einzige musikalische Untermalung ist das gänsehauterzeugende Pfeifen des Mörders.

3. Inhalt

In der Gesellschaft hat wohl kaum eine Person so einen geringen Ruf wie die Kinderschänder (bzw. Pädophile – zwischen den beiden besteht zwar ein Unterschied, aber sie werden halt gerne mal in einen Topf geworfen). Sie werden verachtet, gehasst und man schreit in Massen nach ihrem Tot. Die Moral und das Recht kommen hier gerne in eine Grauzone, was man an vielen Diskussionen zu diesem Thema sehen kann.
In >M< befasst man sich genau damit.
Kleine Mädchen werden entführt und brutal getötet und zur Folge steht die gesamt Stadt Kopf. Die gesamte Bevölkerung brodelt, verdächtigt jeden aus den nichtigsten Gründen. Vorwürfe wird gegen die Polizei erhoben, da diese unfähig ist den Täter zu schnappen und ihre immer verzweifelter werdenden Methoden rufen sogar die Verbrechersyndikate auf den Plan, die nun mit ihren Methoden die Jagd eröffnen.
Man muss sagen, der Film ist spannend. Extrem spannend sogar. Während alles und jeden den Mörder sucht kommt es gerne mal zu Situationen, wo man die Luft anhält und gebannt auf das Geschehen blickt. Dazu sind die Krimielemente äußerst gelungen und bilden ein perfektes, schlüssiges Bild. Man sieht die neusten kriminaltechnischen Methoden Anno 1931, was man somit auch als faszinierende Zeitreise sehen kann.
Doch wesentlich interessanter ist der moralische Aspekt von >M<, was vor allem im Letzten Teil zum Tragen kommt. Kinderschänder sind auch nur Menschen, oder? Oder haben sie dieses Recht durch ihre Handlungen verloren? Wie weit darf man gehen um diese Ungeheuer zu fangen? Und vor allen Dingen was verdienen sie?
Genau da gehen viele Diskussionen in der heutigen Zeit auch hin. Richtiges Gericht oder tobender Mob, der sie in Stücke reißt? Und wenn Recht gesprochen wird, sollen sie sterben um eventuelles zukünftiges Leid zu verhindern?
Vergisst man über all dem nicht vielleicht einen entscheidenden Punkt? Wer leidet denn noch mal am meisten?
Zum Schluss will ich noch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen erwähnen. Besonders >Peter Lorre< hat mich mit seiner famosen Darstellung als Mörder und seinem zerreißenden Ausruf zur Begründung seiner Taten beeindruckt.

4. Fazit

Von einigen technischen Seiten mal abgesehen ist >M< praktisch nicht gealtert. Das Thema könnte praktisch genauso heute auch angetastet werden und vermutlich kaum besser.
Keine eindeutige Antwort wird gegeben, da sowas meistens sowieso in zwei verhärtete Fronten hinausläuft. Wo man sich hin ordnen will und was man riskieren will zu verlieren, darf jeder selbst entscheiden.
Nebenbei sind Stimmung und der Tense-Grad auch nicht zu verachten.
Große Empfehlung für diesen Klassiker.


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CoOLik

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Bewertung7.5Sehenswert

Aufgrund der Tatsache, dass ich Filmen nie aufgrund ihres Alters "Bonuspunkte" vergebe, ist die Bewertung von 7,5 ziemlich hoch angesetzt. Für die damaligen Verhältnisse hat der Streifen einfach eindrucksvolle Kamerafahrten und herausstechende schauspielerische Leistungen. Einzig die stellenweise schlechte oder fehlende Vertonung schmerzt gelegentlich beim schauen, wenn man sich gerade inmitten des spannenden Geschehens befindet.
Ein gutes Stück deutsches Kulturgut, das jeder gesehen haben sollte.

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spotnik

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Die fehlende Vertonung ist von Lang beabsichtigt gewesen, weil er sich gegen eine naturalistische Verwendung des Tons gewendet hat. Das er Ton ganz gezielt einsetzt merkt man doch bspw. wenn man darauf achtet wie und wann der Mörder pfeift, etc.


CoOLik

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hmm gut zu wissen, danke dir !


Freidenker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"M" ist nicht nur Fritz Langs erster Tonfilm sondern auch ein absolutes Meisterwerk,das zu den besten und bedeutsamsten deutschen Filmen überhaupt zählt.
Insbesondere diese brillante Geschichte ist es,die diesen Film zu so etwas außergewöhnlichen macht.
Es ist wirklich erstaunlich das Fritz Lang schon damals einen Film über so ein wichtiges Thema wie Kindesmissbrauch bzw Kindermord macht und sich dabei,und dazu gehörte damals enorm viel Mut,auch der psychologischen Seite des Täters annimmt.
Die ganze Geschichte ist dabei sehr glaubhaft und authentisch,da man sich unter anderem von den Taten der Serienmörder Fritz Haarmann und Carl Großmann inspirieren lies.
Diese Authentizität zeigt sich z.b in der Darstellung der Polizeiarbeit oder im Verhalten der Bevölkerung.
Da es durch die Morde,ein großes Misstrauen in der Bevölkerung gibt,fangen die Menschen an sich gegenseitig zu verleumden und jeder der auch nur in Verdacht gerät muss um sein Leben fürchten,da Hunderte Menschen ihn am liebsten lynchen würden.
Dies unterscheidet sich übrigens interessanterweise nicht so sehr von unserer heutigen Situation,wie man es vllt glaubt.
Besonders interessant,ist das selbst der "Abschaum" der Gesellschaft,diesen Kindermörder hasst,einerseits wegen seinen Taten die selbst für sie abscheulich sind und andererseits weil er ihnen das Geschäft verdirbt.
So beginnen diese sich zu vereinigen uns selbst auf die Jagd nach diesem Mörder zu gehen,was schließlich zu einem der außergewöhnlichsten Momente der Filmgeschichte führt.
Dies meine ich nicht nur vom darstellerischen sondern auch aus moralischer bzw ethischer Sicht,da es schlicht,ein unglaubliches Plädoyer für die Menschlichkeit und den Rechtsstaat ist,alleine schon Deswegen lohnt es sich,sich diesen Film anzusehen.

Wobei der Film auch handwerklich für damals einfach meisterhaft ist und Fritz Lang mal wieder zeigt,das er der wohl größte deutsche Regisseur überhaupt ist.
Wie gesagt dieser Film ist Fritz Langs erster Tonfilm und man muss sagen,das er diese neue Möglichkeit hervorragend einsetzt und damit die ganze Atmosphäre untermauert.
So gibt es z.B. Momente geisterhafter Stille die wiederum von einen Toneffekt unterbrochen werden.
Desweiteren gibt es hier keine Filmmusik,was damals eher die Regel als die Ausnahme war,dafür jedoch dieses geniale Pfeifen des Mörders.

Daneben sind auch die Charaktere einfach großartig gezeichnet und Top-Besetzt.
Angefangen mit Otto Wernicke als Kriminalkommissar Karl Lohmann,dessen Figur enorm von Ernst Gennat auch bekannt als „Der volle Ernst“ inspiriert ist,oder Gustaf Gründgens als der Schränker.
Wobei natürlich das absolute Highlight Peter Lorre als triebsüchtiger Kindermörder ist,der hier einfach eine unglaublich beeindruckende Leistung zeigt.

Endfazit:
Mit "M" hat Fritz Lang ein wahres Meisterwerk abgeliefert,das damals qualitativ wie inhaltlich wirklich revolutionär war,wobei der Film auch heute noch inhaltlich Brandaktuell ist.

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cpt. chaos

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Den habe ich mir auch gerade kürzlich geordert, müsste so eintreffen. Bin ja mal echt gespannt, da ich "M" noch nie vollständig gesehen habe.


Reli

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Bewertung9.5Herausragend

ein Klassiker - nicht nur wegen dem genialen Einsatz von Licht und Schatten. Auch wenn die Glubschäugigkeit des Hauptdarstellers irgendwann den eigenen Sehnerv malträtiert, ist der Film mit seiner Thematik erstaunlich aktuell, fordernd und genial.

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nox_123

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film hat Längen und das so gelobte Schauspiel des Killers halte ich für Overacting. Die Geschichte ist zwar wendungsreich, aber doch merklich konstruiert. Trotzdem ist der Film gut und thematisch zeitlos.

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nox_123

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Nein, oft nicht.

Aber ich finde du hast recht. Theater ist sowieso Over-Acting. Die haben ja nur die Bühne und sich selbst, denen bleibt ja quasi nix anderes übrig. Film hat da ja eine ganze andere Umwelt!!

Oder gehört Overacting einfach zur Erwartungshaltung "Theater" und wirkt deshalb nicht fremd?!

Nun, ich finde Filme von z.B. Hitchcock doch etwas zeitloser! Aber mal gucken, was ich zu (oder nach) Metropolis sage. Der Film steht auch schon lange auf der Agenda!


Philipp Ebert

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Der ist natürlich allein schon wegen des Stummspiels sehr viel theatralischer^^


hutvic

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Film. Spannend, toll gedreht, und sehr mitreißend bis zum Ende hin.

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kobbi88

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was kann man noch schreiben, das noch nicht gesagt wurde?

Hm...Mich erinnert, und das könnte jetzt eventuell ein *SPOILER* für alle Germanisten sein, mich erinnert der Mörder sehr an eine Kombination aus Christian Wolf aus Friedrich Schillers "Verbrecher aus verlorener Ehre" und Lenz aus Georg Büchners "Lenz".
*GERMANISTEN-SPOILER ENDE*

ansonsten: ein Film, der immer fesselnder und immer packender wird. Nur bin ich mit dem Ende irgendwie nicht so ganz zufrieden, weder im Original, noch in der restaurierten Fassung! Darum ein halber Punkt weniger...

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AlexanderDeLarge

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Was bitte schön hat J.M.R. Lenz mit der Figur des Mörders zu tun^^


kobbi88

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Lediglich die Figur "Lenz" aus der gleichnamigen Büchner-Novelle, nicht direkt der reale Dichter. Von Christian Wolf hat er die verbrecherischen Aspekte (Mörder und so weiter), von Lenz die Schizophrenie und den Zwang etwas zu tun, was er eigentlich gar nicht will. Ich finde, im Schlussplädoyer kommt das ganz gut rüber. Wenn er sagt: "Immer, immer muss ich durch Straßen geh'n. Und immer spür ich: da ist einer hinter mir her. Das bin ich selber. Und verfolgt mich! Lautlos, aber ich hör' es doch. Ja, manchmal ist mir, als ob ich selber hinter mir herliefe. Ich will davon, von mir selber davonlaufen, aber ich kann nicht, kann mir nicht entkommenI Muss, muss den Weg gehn, den es mich jagt. Muss rennen, rennen! Endlose Straßen! Ich will weg! Ich will weg. Und mit mir rennen die Gespenster. [...]". Anspielungen auf die Flucht vor sich selbst sind Parallelen zur Eröffnung der Novelle. (Auch da flieht Lenz vor ich selbst). Und die Krankheit, also eine paranoide Schizophrenie, hatte ja auch der "reale" Lenz. Jedoch hatten dessen Krankheit und die Krankheit der Lenz-Figur keine so drastischen Folgen für seine Mitmenschen (also kurz: sie wurden kein Mörder!), sondern lediglich für sich selbst.
Hab über die beiden Novellen und deren Hauptfiguren mal ne Hausarbeit geschrieben zum Thema "Literarische Fallgeschichten" und dabei die Krankheitsverläufe der Figuren, die eben auf realen Vorbildern basieren, beschrieben und den Einfluss der Gesellschaft auf deren Entwicklung. Und da sind mir halt beim Mörder in "M" diese Parallelen zu den beiden Figuren aufgefallen ;)



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